Media Monday #782

Eine Person mit langen Haaren bewegt sich unscharf vor einem dunklen Hintergrund; darĂŒber liegt ein weißer, rechteckiger Rahmen mit der Aufschrift „MEDIA MONDAY #782“ in klarer, fetter Typografie.

Willkommen zum Media Monday #782! 🌈💛
Die letzten Wochen fĂŒhlten sich an wie ein stĂ€ndiges Pendeln zwischen Licht und Schatten. Einerseits gab es Momente, die mich getragen haben, wie meine kleine, liebevolle Community, meine Lieblingsmenschen, die wenigen, die sich bemĂŒhen, meine TransidentitĂ€t zu respektieren. Andererseits war da eine MĂŒdigkeit, die sich immer tiefer in meinen Alltag frisst. Begegnungen mit Menschen, ob online oder offline, kosten mich zunehmend Kraft. Mikroaggressionen, MissverstĂ€ndnisse, falsche SchlĂŒsse, all das sammelt sich an, bis es sich wie eine Glaskuppel anfĂŒhlt, unter der ich mich bewege.

Gleichzeitig versuche ich, mich in Routinen zu halten, die mir eigentlich guttun sollten. SpaziergÀnge, kleine Challenges, ein bisschen Struktur. Doch selbst das kippt manchmal und wird zu zusÀtzlichem Druck, zu Schmerzen, zu der Frage, wie viel mein Körper eigentlich noch leisten kann. Und wÀhrend ich mich durch Kommentarspalten scrolle, in denen queere Menschen mit religiösen Argumenten angegriffen werden, frage ich mich, warum SensibilitÀt immer noch so selten ist.

Zwischen all dem gibt es aber auch die anderen Momente: Filmkunst, die mich begeistert, wie Barbie von Greta Gerwig es getan hat. Projekte, die wachsen, wie Passion of Arts. Und Gedanken ĂŒber Filmwelten, die mich nicht loslassen, wie Blade Runner. Es ist ein Mix aus Frust, Erschöpfung, Nostalgie und echter Leidenschaft. Und all das spiegelt sich in meinem Media Monday #782 wider.

Der Media Monday #782 ist vermutlich wieder eine Reise durch alles, was mich in den letzten Tagen und Wochen beschĂ€ftigt hat. Dinge, die sich aufgestaut haben und irgendwann an die OberflĂ€che schwimmen. Körperliche Grenzen, queere RealitĂ€t, Filmkunst und Communityliebe. All das begleitet mich und fĂŒhlt sich manchmal wie eine brökelnde StabilitĂ€t an. Chaos. Aber macht es euch dennoch gemĂŒtlich, gönnt euch eine Tasse Kaffee ☕ oder ein kaltes GetrĂ€nk und begleitet mich durch den Media Monday #782. 🌈💛

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher LĂŒckentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefĂŒllt wird 📝🌍

Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum fĂŒr eine persönliche Kolumne ĂŒber Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst đŸŽžïžđŸ–€ – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.

Ein Ort fĂŒr Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✹đŸ“ș📖

1. & 2. Gedanken zu Transition, Grenzen & SensibilitĂ€t im Media Monday #782: 🌊💛🌈

Reihe blauer MetallschließfĂ€cher in einem hellen Umkleideraum. Rechts stehen die hohen Spinde mit kleinen LĂŒftungsöffnungen, links befindet sich eine schmale Holzbank unter einem Fenster, durch das Tageslicht auf den glatten Boden fĂ€llt. Die Szene wirkt ordentlich, ruhig und funktional. | Media Monday #782
Foto © Michelle Myers
Illustratives, farbintensives Motiv einer Person mit geschlossenen Augen, die in blau‑grĂŒnen Wasserfarben zu treiben scheint; warme Orange‑Akzente erzeugen eine sommerliche, trĂ€umerische AtmosphĂ€re. DarĂŒber liegt typografisch der Buchtitel ‚Restsommer‘ von Kea von Garnier.
Foto © Blessing Karl Verlag

Es ist schon ein echter Zugewinn, dass sich immerhin ein paar Menschen in meinem Umfeld bemĂŒhen, meine TransidentitĂ€t zu respektieren. Selbst wenn sie sich dabei oft etwas unsensibel anstellen. Allein schon die Konversation ĂŒber meine Hysterektomie war stellenweise sehr ĂŒbergriffig. Die GebĂ€rmutter musste einfach raus. Punkt. Das war keine Entscheidung im Rahmen meiner Geschlechtstransition, sondern eine gesundheitliche Entscheidung meiner FrauenĂ€rztin. NatĂŒrlich bin ich froh, dass ich so gesehen Schritt eins der Transition schon hinter mir habe. Oder zumindest einen davon. Irgendwo muss man ja anfangen.

In den letzten Wochen habe ich auch gelesen, dass man eine Hysterektomie oder Mastektomie erst bekommt, wenn man bereits mehrere Monate Testosteron einnimmt. FĂŒr mich wĂ€re das ein Albtraum, denn ich möchte ungern aussehen wie ein Mann mit BrĂŒsten. Aber offensichtlich ist das nicht mehr so. Die Operationen können auch ohne vorherige Einnahme von Testosteron erfolgen. Bis es dazu kommt, wird wohl aber noch etwas Zeit ins Land gehen, denn der Weg dorthin ist mĂŒhsam. Und mĂŒhsam ist auch immer wieder der Kontakt mit Menschen. Wenn ich eine ganze Woche lang mit Menschen (nicht online) zu tun habe, bin ich am Ende dieser Woche emotional ausgelaugt. Es sind die Mikroaggressionen, wie man sie wohl bezeichnet, die mich inzwischen ganz schön fertig machen. Sobald ich das Haus verlasse, werde ich misgendert. Und wenn ich sage, ich bin trans, dann werden einfach SchlĂŒsse gezogen.

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Wie bei der Hysterektomie, wo mir dann mal eben durch die Blume gesagt wurde, dass man fĂŒr KrankheitsausfĂ€lle in der Wassergymnastik VerstĂ€ndnis habe, aber bei mir sei das ja meine eigene Entscheidung. Man muss sich im Grunde stĂ€ndig rechtfertigen und erklĂ€ren. StĂ€ndig ist man am AbwĂ€gen, ob man etwas so stehen lĂ€sst oder wieder korrigiert.

Inzwischen graust es mir jedes Mal vor Donnerstag. Donnerstag ist abends Wassergymnastik. Nicht nur die BlĂ¶ĂŸe, die man sich gibt, weil man sich in einer Umkleidekabine umziehen muss. Immerhin gibt es abgetrennte Kabinen, wenn man sie nutzen möchte. Dazu kommt das permanente Misgendern, selbst wenn man gesagt hat, dass man das weibliche Pronomen nicht mehr verwendet. Wie eingangs erwĂ€hnt, ist es ein Zugewinn, wenn sich Menschen immerhin MĂŒhe geben. DafĂŒr bin ich sehr dankbar. Und dennoch ist es immer ein emotionaler Kampf, den man ausfechtet.

Und nicht nur Transpersonen, sondern jede Person hĂ€tte es nun wirklich verdient, dass man vorher mal nachfragt, bevor man einfach SchlĂŒsse zieht und diese als Wahrheit anerkennt. Wie oft werden Paare gefragt, wann denn endlich Kinder kĂ€men? Viele kĂ€mpfen darum, welche zu bekommen, und es klappt nicht. Manche haben gerade erst erfahren, dass sie unfruchtbar sind. Wie wĂ€re es, wenn man einfach mal sensibler miteinander wĂ€re?

3. Barbie, Feminismus & Filmzauber 🎀🎬

Margot Robbie sitzt als Barbie in einem pinken Cabrio mit pastellfarbenem Innenraum. Sie trĂ€gt ein rosa‑weiß kariertes Kleid mit Schleifen an den TrĂ€gern, eine weiße Blumenhalskette und passende Ohrringe. Ihr blondes Haar ist im Pony gestylt. Die gesamte Szene ist in krĂ€ftigen Pinktönen gehalten und wirkt wie eine stilisierte, nostalgische Puppenwelt. | Media Monday #782
Margot Robbie ist — Barbie | 2023 ©Warner Bros.
Eine Barbie mit dunklen Locken trĂ€gt große gelbe Creolen und ein bunt gemustertes Outfit. Der Hintergrund ist pink und weiß gehalten. Auf dem Bild steht in weißer Schrift „Barbie du kannst alles sein!“ sowie „Shop Now!“ und „Thalia“.

Von all den Überraschungen in Film und Fernsehen ist Greta Gerwig mit Barbie (2023) wohl ein Geniestreich gelungen. Das Marketing zum Film war genial, denn niemand wusste, worum es darin gehen wĂŒrde. Erwartet wurde ein Modefilm, ein Abenteuer, ein Kinderfilm, eine Kitschromanze zwischen Barbie und Ken und vieles, vieles mehr. Ich war hin- und hergerissen, ob ich mir den Film ansehen möchte. Auch wenn ich noch immer Fan von Barbie bin, war ich mir nicht sicher, ob ich noch einen kitschigen Barbiefilm brauche. Immerhin gibt es zahlreiche Animationsfilme, die ganz nett sind, aber im Grunde auch immer das Gleiche erzĂ€hlen. ZusĂ€tzlich war ich unsicher, ob ich so eine Kitschblase wie VerwĂŒnscht (2007) sehen möchte, denn das war ein weiterer Gedanke, der mir im Kopf herumschwirrte, dass Barbie unfassbar kitschig werden wĂŒrde.

Es war eine große Überraschung, als verkĂŒndet wurde, der Film sei „fĂŒr alle“. Aber was heißt „alle“? Naja, alle heißt eben alle. Also zerschlugen sich meine Theorien ĂŒber den Film und dessen Handlung schnell. Auch als Ryan Gosling bei Jimmy Fallon sagte, das sei das beste Drehbuch, das er je gelesen habe, war ich interessiert. Und so saß ich bei der Preview im vollen Kinosaal, neugierig, was mich erwarten wĂŒrde. Anfangs wurde ich richtig nostalgisch, als die vielen Barbies ins Bild kamen und ich lachte mit meiner Schwester, als wir unsere eigenen aus dem Kinderzimmer wiedererkannten. Und dann schlug der Film in eine Kerbe, die ich nicht habe kommen sehen. Niemals hĂ€tte ich erwartet, dass Barbie eine feministische Satire sein wĂŒrde und mich so sehr begeistert, dass der Film bereits nach der ersten Sichtung zu meinen Favoriten zĂ€hlt.

Der Film ist nicht perfekt, aber er ist perfekt fĂŒr mich. Und ich muss immer wieder sagen, wie brillant alles an Barbie ist: die Idee, das Drehbuch, das Marketing und die Gestaltung. Wie viele Filmreferenzen das Werk zitiert und wie kreativ mit Farbgestaltung, Kamera und Beleuchtung gearbeitet wurde. Barbie orientiert sich stark an den Meilensteinen der Filmgeschichte. Und das macht den Film zu einem herausragenden Werk der Filmkunst.

4. Filmkunst, Community & ganz viel Herz im Media Monday #782 đŸ’›đŸŽ„

Drei HĂ€nde stoßen mit GetrĂ€nken an – zwei Tassen mit Herz-Latte-Art und ein Glas mit EisgetrĂ€nk, eingefangen in einem schwarz-weißen Moment gemeinsamer Kaffeekultur. Der Hintergrund deutet auf ein CafĂ© hin, mit Tellern und Besteck, die eine warme, soziale AtmosphĂ€re unterstreichen. | Media Monday #782
Foto © Nathan Dumlao
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst ist nicht ganz, was ich mir gewĂŒnscht hĂ€tte, aber tatsĂ€chlich finde ich das, was daraus geworden ist, jetzt noch viel besser. Die Idee, eine Seite Ă€hnlich wie Moviepilot zu bauen, war vielleicht erst einmal gut, aber nicht wirklich realisierbar. Nicht auf Basis von WordPress. Dass die Community, die ich mir dort aufgebaut hatte, mich schlussendlich im Stich ließ, war ebenso wenig vorhersehbar. Mit Menschen ist es immer wieder ein Lernprozess fĂŒr mich, denn es gibt wirklich nur wenige, die einen wertschĂ€tzen oder halten, was sie versprechen. Danke an alle, die Passion of Arts treu geblieben sind und das „Projekt“ nicht einfach vergessen haben.

Ich bin auch sehr froh, dass ich auf Discord eine neue Community aufbauen konnte und sich dort alle sehr, sehr wohl fĂŒhlen. Man sagt immer, Eigenlob stinkt, aber in der Therapie sagt man mir auch immer, ich solle stolz auf das sein, was ich geschafft habe und mache. Also bin ich einfach mal stolz darauf, dass ich mit meiner kleinen Redaktion eine Community geschaffen habe, die zu einer richtig kleinen, wundervollen Gruppe herangereift ist. Außerdem bin ich ebenso froh darĂŒber, wie sich Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst inzwischen entwickelt hat.

Von Filmperlen bis Mainstreamkino decken wir eine Bandbreite an Filmen ab, die man nicht oft im Internet findet. ZusÀtzlich scheinen unsere Themen Menschen anzulocken. Das beweisen immerhin die Klickzahlen. Auch wenn wir auf manche BeitrÀge wenige Kommentare bekommen, gibt es doch immer wieder regen Austausch auf Discord und viele Menschen, die unsere BeitrÀge lesen.

An dieser Stelle ein Dankeschön an meine Redaktion und an alle Menschen, die Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst am Leben halten. 💛🌈

5. Blade Runner zwischen Zukunftsvision & stagnierender Serienproduktion đŸ€–đŸŽŹ

Das Bild zeigt Deckard (Harrison Ford, links) und Rachael (Sean Young) aus dem Film "Blade Runner" | Media Monday #782
Kann man die Geschichte von Deckard (Harrison Ford, rechts) und Rachael (Sean Young) noch fortfĂŒhren? — Blade Runner | 1982 ©Warner-Columbia Filmverleih
Kosmisches Werbebanner mit dem Namen Philip K. Dick vor Sternennebel; rechts ein kurzer Text ĂŒber seine visionĂ€ren Science‑Fiction‑Romane und ein Thalia‑‚Shop Now‘‑Button.

Es hat nicht wenig Reiz, dass man nun die Geschichte von Blade Runner weiterfĂŒhren möchte. Aber warum muss das wieder einmal im Serienformat geschehen? Und dann auch noch von Amazon Studios produziert, wo man nun wirklich nicht erwarten kann, dass da etwas Gutes bei rumkommt. Außerdem hĂ€ngt das Projekt wohl schon lĂ€nger in der Schwebe. Irgendwer wurde irgendwann gecastet, es gibt einen Titel, eine grobe Handlung und sonst scheint die Produktion zu stagnieren. Ich persönlich könnte mich immer gern und immer wieder ausgiebig in der Welt von Blade Runner bewegen und wĂ€re auch einer FortfĂŒhrung der Story nicht abgeneigt. Aber ich möchte keine weitere Serie. Zumal ich letzte Woche betonte, wie sehr mich diese Serienflut ermĂŒdet.

Reizvoll wĂ€re ein weiterer Film, gemacht von Denis Villeneuve, der mit Blade Runner 2049 ein Meisterwerk schuf. Ridley Scott setzte atmosphĂ€risch bereits einen großartigen Grundstein fĂŒr das Franchise, aber Villeneuve hob diesen und auch die Ästhetik auf das nĂ€chste Level. Einen weiteren Film zur Blade Runner-Story wĂŒrde ich mir auf jeden Fall ansehen, selbst wenn Harrison Ford nicht mehr mit an Bord wĂ€re. Ich habe ein regelrechtes Faible fĂŒr dieses Universum entwickelt und das fing schon mit dem Buch von Philip K. Dick an. Denis Villeneuve hat diese Begeisterung dann formvollendet. Irgendwann werde ich mir auch noch die Graphic Novels dazu holen und ja: Wenn ein weiterer Film kommt, werde ich im Kino sitzen.

6. Religiöse Argumente im digitalen Raum đŸ•ŠïžđŸ“Ž

Nahaufnahme eines Gesichts mit angewinkeltem Arm, der Mund und Kinn teilweise verdeckt; dramatisches Licht betont Hautstruktur, Konturen und Schatten. | Media Monday #782
Foto © Onur Senay
Zwei Gesichter sind in einer Nahaufnahme eng nebeneinander zu sehen, weich ausgeleuchtet und sehr intim komponiert. Über dem Bild steht in weißer Schrift „Queere Geschichten“. Darunter befindet sich ein Button mit der Aufschrift „Shop Now!“ sowie das Thalia‑Logo.

Meine Geduld mit Menschen in Kommentarspalten ist am Ende und ich bin natĂŒrlich auch selbst schuld, da ich meinen Social Media Konsum immer noch nicht heruntergefahren habe. Sobald ich Zeit habe und das Handy in der Hand halte, öffne ich Instagram. Es passiert schon automatisch. Ich weiß nicht einmal, wonach ich suche, denn eigentlich brauche ich gar nichts. Eine LektĂŒre habe ich jetzt gefunden und ich weiß noch nicht, was mich erwartet, aber der Anfang liest sich schon mal gut. Weniger gut sind die Kommentare zu queeren BeitrĂ€gen. Es ist ein Trauerspiel, was Menschen von sich geben. Und das meiste wird mit ihrem Gott gerechtfertigt. Oder es wird herumgejammert, man wĂŒrde ihnen etwas aufdrĂ€ngen. Fun Fact: Im Grunde wird einem doch stĂ€ndig dieser katholische Glaube aufgedrĂ€ngt. Aber so weit denkt kaum jemand.

Es interessiert mich nicht, was „dein Gott“ sagt, denkt oder ob der ĂŒberhaupt existiert. Und ich will auch keine GlĂŒckwĂŒnsche zu christlichen Feiertagen, erdulde es aber dennoch. GrundsĂ€tzlich sollte man das alles einmal hinterfragen. Auch die Feiertage. Denn der Paragraph ĂŒber Religionsfreiheit im Grundgesetz ist eigentlich nur Fake. Eine echte Wahl der Religion findet nicht wirklich statt. Zumal auch die Regierung nach der „Bibel“ lebt.

7. Motivation & Überforderung: Wenn SelbstfĂŒrsorge zur Belastung wird đŸŒżđŸš¶

Das Bild zeigt eine Person mit nackten Oberkörper, Tattoos am RĂŒcken, die sich fest mit den HĂ€nden umschlingt | Media Monday #782
Foto © Artem Ivanchencko

Zuletzt habe ich eine Magnesium Tablette eingenommen und das war hoffentlich gut, weil ich seit zwei Tagen MuskelkrĂ€mpfe habe. In den letzten Wochen bin ich tĂ€glich spazieren gegangen. Der SchrittzĂ€hler hielt fest, wie viele Schritte ich geschafft hatte. Ich hatte mir mindestens 6.000 Schritte vorgenommen und diese wollte ich tĂ€glich erreichen. Es war wie eine kleine Challenge, mich jeden Tag zu motivieren, mich zu bewegen und etwas zu schaffen. Manchmal schaffte ich es nur knapp ĂŒber die 6.000, manchmal weit darĂŒber. Das tĂ€gliche Gehen sollte meinen Stress reduzieren, meinen Körper stabilisieren und zur Entspannung beitragen. Schlussendlich fĂŒhrte mich diese Challenge aber in ein höheres Stresslevel und verfehlte ihr eigentliches Ziel.

ZusĂ€tzlich bekam ich MuskelkrĂ€mpfe, Anspannungen und Schmerzen. Massive Schmerzen. Und das fĂŒhrt mich wieder an einen emotionalen Punkt, an dem ich mich frage, wie viel ich körperlich noch leisten kann, wenn mir tĂ€gliches Gehen schon so viel Kummer bereitet.


※※※

Das war der Media Monday #782 🌈💛.
GeprÀgt von Transalltag, körperlichen Grenzen, digitalen Reibungen und Momenten, die mehr Kraft kosten, als sie geben. Aber auch von Filmkunst, die inspiriert, von Projekten, die wachsen und von einer Community, die trÀgt, wenn der Rest der Welt schwerer wird.

Zwischen Mikroaggressionen, die sich summieren, Routinen, die kippen, und Kommentarspalten, die einen zermĂŒrben, bleibt doch etwas bestehen: die Sehnsucht nach SensibilitĂ€t, echten Begegnungen und Geschichten, die uns nicht verletzen, sondern stĂ€rken. Und manchmal findet man genau das in einem Film, der ĂŒberrascht, in einem Projekt, das weiterlebt, oder in Menschen, die zuhören, statt zu urteilen. Vielleicht ist das der eigentliche Kern: zu erkennen, wie fragil StabilitĂ€t sein kann, aber auch, wie viel Kraft in kleinen Lichtblicken steckt. Sei es in einer Filmszene, einem Satz, den man liest oder einem Austausch, der gut tut.

Danke, dass ihr mich durch diese Mischung aus Erschöpfung, Filmleidenschaft, queerer RealitĂ€t und persönlichen Gedanken begleitet habt. Ich wĂŒnsche euch, dass euch in den kommenden Tagen etwas begegnet, das euch stĂ€rkt, sei es ein Moment der Ruhe, ein guter Film oder einfach ein bisschen SensibilitĂ€t im Alltag. 💛🌿🎬


Jetzt seid ihr dran! Der LĂŒckentext des Media Monday #782 fĂŒr euch:

1. Es ist schon ein echter Zugewinn, dass ____ .

2. _____ hÀtte es nun wirklich verdient, dass man ____ .

3. Von all den Überraschungen in Film und Fernsehen ____ .

4. ____ ist nicht ganz, was ich mir gewĂŒnscht hĂ€tte, aber ____ .

5. Es hat nicht wenig Reiz, dass man nun ____ .

6. ____ ist am Ende ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trĂ€gt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise ĂŒber seine Augen fĂ€llt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-PortrĂ€ts verstĂ€rkt.

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