Barbie
Veröffentlichungsjahr: 2023 | Genres: Fantasy, Komödie, Musikfilm, Musical, Tragikomödie, Satire, Sozialdrama, Parodie, Coming of Age
Originaltitel: Barbie
Schauspieler: Margot Robbie, Issa Rae, Kate McKinnon, Alexandra Shipp, Emma Mackey, Hari Nef, Sharon Rooney, Ana Cruz Kayne, Ritu Arya, Dua Lipa, Nicola Coughlan, Emerald Fennell, Ryan Gosling, Simu Liu, Kingsley Ben-Adir, Ncuti Gatwa, Scott Evans, John Cena, Michael Cera, America Ferrera, Ariana Greenblatt, Rhea Perlman, Helen Mirren, Will Ferrell, Connor Swindells, Jamie Demetriou, Andrew Leung, Will Merrick, Zheng Xi Yong, Asim Chaudhry, Ray Fearon, Erica Ford, Hannah Khalique-Brown, Mette Narrative, Marisa Abela, Lucy Boynton, Rob Brydon, Tom Stourton, Chris Taylor, David Mumeni, Olivia Brody, Isla Ashworth, Eire Farrell, Daisy Duczmal, Genvieve Toussaint, Isabella Nightingale Mercado, Millie-Rose Crossley, Anvita Nehru, Kayla-Mai Alvares, Luke Mullen, Patrick Luwis, Mac Brandt, Paul Jurewicz, Oraldo Austin, Benjamin Arthur, Carlos Jacott, Adam Ray, George Basil, Ptolemy Slocum, Deb Hiett, James Leon, Oliver Vaquer, Tony Noto, Christopher T. Wood, Ann Roth, Annie Mumolo, Elise Gallup, McKenna Roberts, Brylee Hsu, Sasha Milstein, Lauren Holt, Sterling Jones, Ryan Piers Williams, Jamaal Lewis, Kathryn Akin, Grace Jabbari, Ira Mandela Siobhan, Lisa Spencer, Naomi Weijand, Tom Clark uvm.
Greta Gerwigs Film Barbie aus dem Jahr 2023 ist die erste Realverfilmung der berühmten Mattel-Puppe und verbindet Komödie, Gesellschaftssatire und Popkulturzitate. Produziert wurde der Film unter anderem von LuckyChap Entertainment, Heyday Films und Mattel Films. Margot Robbie verkörpert die titelgebende Stereotyp-Barbie, während Ryan Gosling ihren Gefährten Ken spielt. Das Drehbuch stammt von Gerwig und Noah Baumbach, die Regie übernahm ebenfalls Greta Gerwig. Mit einer Laufzeit von 114 Minuten, einem Budget von rund 128–145 Millionen US‑Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von über 1,4 Milliarden US‑Dollar entwickelte sich Barbie zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 2023 und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen Oscar für den besten Song.
Greta Gerwigs Filmkomödie Barbie (2023) folgt Stereotyp‑Barbie (Margot Robbie), die in der pastellfarbenen Perfektionswelt des Barbielands lebt – einem Matriarchat, in dem unzählige Barbies verschiedenste Rollen ausfüllen, während die Kens, darunter Ken (Ryan Gosling), eher dekorative Begleiter sind. Als Barbie plötzlich von existenziellen Gedanken und körperlichen Veränderungen heimgesucht wird, gerät ihr Alltag aus dem Gleichgewicht. Auf der Suche nach der Ursache verlässt sie gemeinsam mit Ken das Barbieland und gelangt in die reale Welt.
Dort trifft Barbie auf Sasha (Ariana Greenblatt), eine scharfzüngige Teenagerin, und deren Mutter Gloria (America Ferrera), deren eigene Unsicherheiten und Erwartungen unbewusst Einfluss auf Barbie genommen haben. Während Barbie versucht, ihre Identitätskrise zu verstehen, entdeckt Ken in der realen Welt patriarchale Strukturen – und interpretiert sie als verheißungsvolle Anleitung für ein neues Selbstverständnis.
Zurück im Barbieland führt Kens neu entdecktes Machtmodell zu einer radikalen Verschiebung der Ordnung. Barbie muss sich nicht nur mit den Folgen dieser Veränderung auseinandersetzen, sondern auch mit der Frage, wer sie jenseits ihrer Rolle als perfekte Puppe sein möchte. Die Begegnung mit Ruth Handler (Rhea Perlman), der historischen Erfinderin der Barbie, öffnet ihr schließlich einen Weg, der über das Barbieland hinausweist.
Greta Gerwig verbindet in Barbie popkulturelle Ironie, feministische Reflexion und Musical‑Elemente zu einer Erzählung über Identität, Selbstbestimmung und die Schwierigkeit, in einer Welt voller Erwartungen eine eigene Stimme zu finden.
Die Idee eines Realfilms über Barbie reicht bis 2009 zurück, als Mattel erstmals mit Universal Pictures kooperierte. Nach mehreren gescheiterten Anläufen – darunter Projekte mit Sony Pictures, verschiedenen Drehbuchautor:innen und sogar geplanten Hauptdarstellerinnen wie Amy Schumer und Anne Hathaway – gingen die Rechte 2018 an Warner Bros. über. Dort wurde Margot Robbie für die Hauptrolle bestätigt, während Greta Gerwig und Noah Baumbach das Drehbuch übernahmen. 2021 wurde Gerwig offiziell als Regisseurin vorgestellt. Die Dreharbeiten fanden ab März 2022 in den Warner Studios Leavesden statt, mit Rodrigo Prieto an der Kamera und Jacqueline Durran für die Kostüme.
Gerwig nannte zahlreiche filmische Vorbilder, darunter Der Zauberer von Oz, Die Truman Show, Splash, Ein Amerikaner in Paris sowie die pastellfarbenen Jacques-Demy-Musicals Die Regenschirme von Cherbourg und Die Mädchen von Rochefort. Diese Einflüsse prägen die visuelle Gestaltung, die Mischung aus Nostalgie und Ironie sowie die musikalischen und choreografischen Elemente des Films.
Barbie startete am 20. Juli 2023 in Deutschland und einen Tag später in den USA. Zeitgleich erschien Christopher Nolans Oppenheimer, was zum viralen Doppelphänomen „Barbenheimer“ führte. Der Film wurde zum ersten von einer einzelnen Regisseurin realisierten Milliarden-Erfolg und brach zahlreiche Studio-Rekorde. In Deutschland sahen ihn über sechs Millionen Menschen.
Der Soundtrack Barbie: The Album erschien zeitgleich mit dem Film und enthielt internationale Hits wie Dance the Night (Dua Lipa), Barbie World (Nicki Minaj & Ice Spice) und What Was I Made For? (Billie Eilish), letzterer später Oscar‑prämiert. Der Score stammt von Mark Ronson und Andrew Wyatt.
Die Kritik lobte die visuelle Gestaltung, den Humor, die Metaebene und besonders Ryan Goslings Darstellung. Rotten Tomatoes verzeichnete 88 % positive Kritiken, Metacritic einen Score von 80. Die FBW zeichnete den Film als „besonders wertvoll“ aus. Diskutiert wurden vor allem die feministische Perspektive, der Umgang mit Popkultur und die Mischung aus Satire und emotionalen Momenten.
In mehreren Ländern kam es zu Kontroversen, etwa wegen politischer Kartenabbildungen oder moralischer Bedenken. Gleichzeitig löste der Film weltweit Diskussionen über Geschlechterrollen aus und wurde in sozialen Medien zum kulturellen Ereignis.
Barbie gewann über 90 Preise und erhielt mehr als 300 Nominierungen, darunter Oscar‑Nominierungen für Drehbuch, Nebendarsteller (Ryan Gosling), Nebendarstellerin (America Ferrera), Szenenbild, Kostüm und Song. Billie Eilish gewann den Oscar für What Was I Made For?.
Pressematerial © Warner Bros.
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Greta Gerwig
Drehbuch: Greta Gerwig, Noah Baumbach
Produzent: Tom Ackerley, Robbie Brenner, David Heyman, Margot Robbie, Cate Adams, Noah Baumbach, Richard Dickson, Toby Emmerich, Greta Gerwig, Ynon Kreiz, Josey McNamara, Michael Sharp, Courtenay Valenti, Christine Crais, Jennifer Lane
Musik: Mark Ronson, Andrew Wyatt
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Nick Houy