Michael – Filmkritik

Filmklappe, Popcorn und dekorative Federn auf Holzuntergrund neben einem Porträt von Michael Jackson in roter Glitzerjacke und Musiknoten‑Shirt – stimmungsvolle Film‑ und Musik‑Collage.

Bob Dylan, Elvis Presley, Queen – allesamt Musiklegenden, die in den letzten Jahren ihre eigenen Biopics erhielten. Doch ein Name fehlte bislang, obwohl er vielleicht der größte Musikstar aller Zeiten ist: eine umstrittene Legende, der „King of Pop“. Mit Michael erscheint nun endlich die langersehnte Verfilmung des Lebens einer Ikone, die eine ganze Generation prägte, für unzählige Kontroversen sorgte und deren Vermächtnis bis heute nachhallt.

Natürlich rede ich von Michael Jackson, der mit Hits wie „Thriller“, „Bad“ oder „Earth Song“ unsterblich wurde. Der mit seinem Privatleben für viel Aufsehen sorgte und der, wie man inzwischen weiß, in vielen Fällen zu Unrecht Opfer medialer und gesellschaftlicher Angriffe wurde.

Ein Beitrag von: Martin K.

Ein Film über Michael Jackson ist daher sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Die Kontroversen sind groß, die Fans genauso verbissen wie die Kritiker an der Person Michael Jackson. Gleichzeitig ist Michaels Existenz und seine Bedeutung inzwischen längst größer geworden, als es je ein Film einfangen könnte. Er war nicht nur Musiker, er war und ist ein Popkultur-Phänomen, ein Mythos und eine Projektionsfläche. Kaum ein Künstler wurde über Jahrzehnte hinweg gleichzeitig so verehrt, analysiert, kritisiert und diskutiert wie der „King of Pop“.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Michael einen überraschend anderen Weg einschlägt. Man kann sagen, es ist der Weg des geringsten Widerstandes. Ein einfacher Ausweg, indem man sämtliche Kontroversen einfach ausblendet. Man könnte aber auch sagen, es ist ein Weg, der sich auf das Wesentliche konzentriert und sich für das entscheidet, was in Michaels Karriere immer im Mittelpunkt stand: die Musik. Die Bühnenperformances. Die Energie. Das Gefühl, das Michael Jackson über Jahrzehnte hinweg ausgelöst hat.

Und genau dort funktioniert Michael dann auch hervorragend. Dennoch bleibe ich dem Film gegenüber zwiegespalten und stelle mir die Frage: Was will dieser Film eigentlich sein? Dieser und noch weiteren Fragen werde ich mich im Folgenden stellen.

Doch fangen wir erst einmal mit dem Wesentlichen an:

Worum geht’s in Michael?

Michael Jackson wächst gemeinsam mit seinen Brüdern als Teil der „Jackson 5“ unter den strengen Augen seines Vaters Joseph Jackson auf. Schon früh entwickelt er ein außergewöhnliches musikalisches Talent. Während aus den jungen Brüdern schnell nationale Stars werden, beginnt für Michael ein Leben zwischen Ruhm, enormem Druck und dem Wunsch nach künstlerischer Freiheit.

Der Film begleitet seinen Weg vom gefeierten Kinderstar bis hin zum weltweiten Popphänomen. Und zeigt dabei die Entstehung einiger seiner größten musikalischen Erfolge. Im Mittelpunkt stehen vor allem Michaels Aufstieg zum „King of Pop“, seine einzigartige Bühnenpräsenz und die Herausforderungen eines Lebens im Rampenlicht.

Eine Liebeserklärung an den King of Pop

Michael (Jaafar Jackson) steht auf der Bühne auf seinen Zehenspitzen und tanzt vor einem vollen Stadion mit begeisterten Fans
Michael (Jaafar Jackson) steht auf einer Bühne im Scheinwerferlicht und bedeckt sein Gesicht mit dem Arm
Michael (Jaafar Jackson) steht im Rampenlicht auf einer Bühne, vor ihm ein randvolles Stadion mit jubelnden Fans
Michael (Jaafar Jackson) steht auf einer Bühne und singt vor einer Gruppe Fans
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Auf den ersten Blick wirkt Michael wie ein klassisches Biopic. Die Struktur ist vertraut, die wichtigsten Stationen von Michaels Karriere werden chronologisch nacherzählt. Und auch die Art, wie der Film seine Geschichte erzählt, erinnert zunächst an viele andere Musikverfilmungen der letzten Jahre.

Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass Michael an einer tiefgreifenden Charakterstudie nur bedingt interessiert ist. Der Film versucht erst gar nicht, sich intensiv mit den Widersprüchen und Schattenseiten hinter der Person Michael Jackson auseinanderzusetzen. Stattdessen wirkt Michael über weite Strecken wie eine Hommage an den Künstler und die Ikone Michael Jackson. Genau deshalb stellt der Film auch das in den Mittelpunkt, was Michael Jackson für Millionen Menschen überhaupt erst unsterblich gemacht hat: die Musik.

Und dort entfaltet Michael dann auch seine größte Stärke.

Denn unabhängig davon, wie man zum Menschen Michael Jackson, zu den Kontroversen oder zum grundsätzlichen Ansatz dieses Films steht, erinnert Michael mit beeindruckender Wucht daran, warum dieser Mann zu einem der größten Künstler aller Zeiten wurde.

Michaels Musik: Das Herz des Films

Vor allem die musikalischen Momente sind es, die den Film tragen. Die Konzertsequenzen, die Choreografien und die Inszenierungen zahlreicher ikonischer Auftritte erzeugen eine Energie, die mich über die gesamte Laufzeit hinweg immer wieder mitgerissen hat. Und spätestens im letzten Drittel hatte ich das Gefühl, selbst Teil eines großen Michael-Jackson-Konzertes zu sein. Immer wieder gab es Momente, in denen ich am liebsten selbst mitgesungen hätte. Nicht nur, weil die Songs zeitlose Klassiker sind, sondern, weil der Film ihre Wirkung perfekt einfängt.

Und genau das ist vermutlich die größte Stärke von Michael. Der Film versteht die Wucht von Michael Jacksons Musik. Er versteht die Aura seiner Auftritte, die Perfektion seiner Bewegungen und dieses kaum greifbare Gefühl, das seine Bühnenperformances über Jahrzehnte hinweg ausgelöst haben. Selbst Menschen, die mit seiner Musik nie wirklich in Berührung kamen, dürften zumindest ansatzweise nachvollziehen können, warum Michael Jackson zu einem weltweiten Phänomen wurde.

Gerade die großen Musiknummern wirken dabei weniger wie klassische Szenen eines Biopics, sondern vielmehr wie eine Liebeserklärung an Michaels Karriere. Teilweise wirken sie beinahe wie abgefilmte Performances realer Konzerte. Das mag man kritisch sehen, weil der Film dadurch häufig lieber bewundert als hinterfragt. Gleichzeitig entsteht genau durch diese mitreißenden Performances eine enorme emotionale Wirkung, der ich mich nur schwer entziehen konnte.

Jacksons Erbe: Jaafar wird zu Michael

Michael (Jaafar Jackson) mit einer roten Lederjacke steht vor ein paar Gangmitgliedern und lächelt in die Kamera
Jaafar trägt die ikonische Jacke seines Onkels – und wird dem Erbe gerecht — Michael | 2026 © Universal Pictures | Lionsgate
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Doch funktioniert das alles nur so gut, weil Michael jemanden gefunden hat, der die enorme Aufgabe bewältigt, eine der größten und bekanntesten Persönlichkeiten der Musikgeschichte glaubhaft zu verkörpern: Jaafar Jackson.

Schauspielerisch noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, wirkt die Wahl Jaafars gleichzeitig mutig wie brillant. Als Neffe des King of Pops bringt er eine naturgegebene Verbindung mit und auch die optische Ähnlichkeit hilft enorm. Doch wirklich beeindruckend ist vor allem, wie sehr er sich in Michaels Körpersprache, Mimik und Bewegungen hineinarbeitete. Er fängt seine gesamte Aura nahezu perfekt ein. Gerade in den großen Bühnenmomenten verschwimmt immer wieder die Grenze zwischen Schauspiel und tatsächlicher Verkörperung.

Vor allem die Tanzszenen sind dabei schlichtweg beeindruckend. Jede Bewegung wirkt unglaublich nah am Original, ohne dabei jemals wie eine übertriebene Parodie oder eine künstliche Kopie zu wirken. Stattdessen gelingt Jaafar Jackson etwas, woran viele andere Musiker-Biopics scheitern: Man vergisst stellenweise tatsächlich, gerade einem Schauspieler zuzusehen. Dies verstärkt aber auch wieder den berechtigten Kritikpunkt, hier weniger eine echte Auseinandersetzung mit dem Menschen Michael Jackson zu bekommen. Sondern vielmehr die Darstellung der Kunstfigur Michael.

Aber genau das ist es, was mich so sehr begeisterte. Und genau deshalb tragen die musikalischen Sequenzen des Films eine so enorme Wirkung in sich. Weil Jaafar Jackson nicht einfach nur versucht, Michael Jackson nachzuspielen, sondern dessen Präsenz und Ausstrahlung erstaunlich glaubwürdig transportiert. Gerade als langjähriger Michael-Jackson-Fan war es teilweise fast surreal, diese ikonischen Auftritte in dieser Form erneut auf der Leinwand zu erleben.

Etwas schwieriger funktionieren dagegen die Momente abseits der Bühne. Hier zeigt sich die Schwierigkeit einen solch speziellen Charakter wie Michael Jackson einzufangen deutlicher. Denn auch wenn sich Jaafar Jackson, aber auch Juliano Krue Valdi, welcher Michael als Kind spielt, große Mühe geben, wirkt die Energie auf der Bühne und die Ausstrahlung dort viel stärker, als in den ruhigen Momenten dazwischen.

Dadurch ist die Darstellung vielleicht nicht perfekt, nicht identisch mit dem Original. Aber nah genug, um den Mythos Michael Jackson für viele Momente wieder lebendig wirken zu lassen.

Wenn Emotionen wichtiger werden als die Erzählung

Michael (Jaafar Jackson) geschminkt als Zombie tanzt in einem roten Anzug, hinter ihm tanzen weitere als Zombie verkleidete Menschen
Michael (Jaafar Jackson) und seine Mutter sitzen auf der Couch und essen Popcorn
Joe Jackson (Colman Domingo) schaut intensiv in die Kamera
Die Jackson 5 stehen vor Scheinwerfern auf einer Bühne
Das Bild ist eine Werbeanzeige für Musikprodukte auf EMP

So stark die musikalischen Momente und die Darstellung Michael Jacksons auch funktionieren mögen, zeigen sich abseits der Bühne jedoch immer wieder die größten Schwächen des Films. Denn gerade erzählerisch bleibt Michael häufig deutlich oberflächlicher, als man es sich bei einer solch komplexen Persönlichkeit wünschen würde.

Dabei sind viele der Themen und Ideen, die der Film aufgreift, durchaus interessant. Die schwierige Beziehung zu seinem Vater, die verlorene Kindheit, Michaels Isolation oder auch seine spätere Faszination für Peter Pan und die Welt der Kinder ergeben zusammengenommen durchaus ein nachvollziehbares Bild davon, warum Michael Jackson zu dem Menschen wurde, den die Welt später kennenlernen sollte. Das Problem ist nur, dass Michael diese Aspekte häufig eher aufzählt als wirklich ergründet.

Besonders deutlich wird das in vielen Dialogen und kleineren Szenen, die sich teilweise weniger wie natürliche Beobachtungen anfühlen. Sondern vielmehr wie bewusst gesetzte Erklärungsversuche. Wenn Michael als Kind seiner Mutter erklärt, dass andere Kinder ihn für „anders“ halten und er sich deshalb lieber mit Tieren umgibt, erkennt man sofort, worauf der Film hinauswill. Gleiches gilt für die wiederkehrenden Peter-Pan-Andeutungen oder andere Momente, die bereits früh versuchen, spätere Charakterzüge und Verhaltensweisen zu erklären.

Und genau darin liegt vielleicht die größte erzählerische Schwäche des Films. Michael versucht vieles zu erklären, zeigt die tatsächlichen Konsequenzen dieser Erfahrungen bislang aber kaum. Dadurch wirken manche Szenen weniger wie echte Charakterentwicklung und mehr wie einzelne Puzzlestücke, die möglichst deutlich zusammengesetzt werden sollen.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Darstellung von Michaels Vater Joseph Jackson, gespielt von Colman Domingo. Schauspielerisch liefert Domingo dabei absolut ab und verleiht der Figur eine enorme Präsenz. Gleichzeitig bleibt Joseph Jackson jedoch sehr eindimensional gezeichnet. Dominant, kontrollierend, gewalttätig – der Film zeichnet ihn nahezu durchgehend als klaren Antagonisten in Michaels Leben. Das passt zwar zur grundsätzlichen Erzählung des Films. Es nimmt der Figur aber auch viele mögliche Grautöne und wirkt dadurch stellenweise etwas zu plakativ.

All das sorgt letztlich dafür, dass Michael emotional oft deutlich stärker funktioniert als erzählerisch. Die Wirkung vieler Szenen ist spürbar. Die eigentliche Auseinandersetzung mit der Figur Michael Jackson bleibt dagegen häufig nur an der Oberfläche. Wirklich schlecht geschrieben wirkt der Film deshalb nicht. Vielmehr entsteht immer wieder das Gefühl, dass hier eine deutlich tiefere und komplexere Geschichte verborgen liegt. Eine, die der Film zwar andeutet, aber nur selten wirklich ausarbeitet.

Die kontrollierte Perspektive des Films

Joe Jackson (Colman Domingo) steht Backstage und hält eine Visitenkarte in der Hand, im Hintergrund sind seine Söhne auf der Bühne
Michael (Jaafar Jackson) steht auf einer Straße auf einem Auto, umgeben von unzähligen Fans
Die Jackson 5 als Kinder übe einen ihren Songs im Wohnzimmer

Und genau an diesem Punkt stellt sich zwangsläufig die Frage, was Michael eigentlich sein will. Ein kompromissloses Biopic über eine der komplexesten Persönlichkeiten der Popgeschichte ist dieser Film jedenfalls nicht. Dafür bleibt die Erzählung zu kontrolliert, zu vorsichtig und letztlich auch zu sehr auf die Ikone Michael Jackson fokussiert.

Denn je länger der Film läuft, desto deutlich wird, dass sich Michael deutlich mehr für den Mythos und die Wirkung Michael Jacksons interessiert als für die widersprüchliche Person dahinter. Der Film erklärt Michael Jackson – aber er hinterfragt ihn nicht. Stattdessen entsteht häufig das Gefühl, als wolle Michael vor allem nachvollziehbar machen, warum Michael zu dem Menschen wurde, als den ihn die Welt später wahrnahm.

Dabei verweist der Film immer wieder auf äußere Einflüsse. Die schwierige Kindheit. Der enorme Druck durch den Vater. Das Leben im Rampenlicht. Oder die Isolation eines Menschen, der nie wirklich normal aufwachsen durfte. All diese Aspekte werden klar als Ursachen für Michaels spätere Entwicklung gezeichnet. Michael selbst bleibt dabei jedoch vergleichsweise unangetastet. Das ist keine Lüge, aber eine selektive Wahrheit.

Und genau dadurch nimmt sich Michael auch ein Stück weit die Möglichkeit zur echten Reibung.

Der Film interessier sich weniger für moralische Ambivalenz oder schwierige Grauzonen, sondern vielmehr für Verständnis, Bewunderung und emotionale Nachvollziehbarkeit. Gerade deshalb wirkt Michael häufig eher wie eine Hommage an den Künstler als wie eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Menschen dahinter.

Gleichzeitig fällt es mir schwer, den Film vollständig in diesem Bereich zu beurteilen. Denn viele der großen Kontroversen rund um Michael Jackson liegen zeitlich ohnehin außerhalb der Handlung dieses ersten Films, der mit der „Bad“-Tour 1987 endet. Wenn also der zweite Teil folgt, könnten viele der aktuell offenen Fragen und Kritikpunkte überhaupt erst relevant werden.

Und trotzdem spürt man bereits hier, wie kontrolliert Michael mit seinem Protagonisten umgeht. Der Film zeigt bewusst nur einen bestimmten Abschnitt von Michaels Leben und entscheidet sich dabei konsequent für den Weg des geringsten Widerstandes. Das kann man kritisieren und aus filmischer Sicht ist diese Kritik auch absolut berechtigt. Gleichzeitig entsteht genau dadurch aber auch jene emotionale und beinahe nostalgische Wirkung, die den Film für mich trotz all seiner offensichtlichen Schwächen letztlich funktionieren lässt.

Fazit zu Michael

Michael (Jaafar Jackson) steht in einem glitzernenden Outfit vor einer Gruppe Fans und hält einen Grammy in der Hand
An der Spitze angelangt — Michael | 2026 © Universal Pictures | Lionsgate
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Letztlich bleibt Michael für mich ein Film, der emotional deutlich stärker funktioniert als erzählerisch. Die Schwächen sind offensichtlich. Viele Figuren bleiben oberflächlich, manche Dialoge wirken plakativ. Und auch die kontrollierte Perspektive des Films lässt eine tiefere Auseinandersetzung mit Michael Jackson häufig vermissen. Als umfassendes Biopic über den Menschen hinter dem Mythos bleibt Michael deshalb hinter seinem Potential zurück.

Und trotzdem hat mich dieser Film mitgerissen.

Denn immer dann, wenn Michael die Bühne betritt, seine Musik erklingt und sich der Film vollkommen der Energie dieses Künstlers hingibt, entfaltet sich eine Wucht, der ich mich nur schwer entziehen konnte. Gerade im Kino entsteht stellenweise weniger ein klassisches Biopic als vielmehr eine emotionale Erinnerung. Daran, warum Michael Jackson als einer der größten Performer aller Zeiten gilt.

Vielleicht funktioniert der Film gerade deshalb so gut für mich. Weil er sich weniger auf die Debatten rund um Michael Jackson konzentriert, sondern auf das, was ihn überhaupt erst zu einer solchen Ausnahmeerscheinung machte. Seine Musik, seine Bühnenpräsenz und seine einzigartige Wirkung auf Millionen Menschen.

Das bedeutet nicht, dass die Schwächen des Films verschwinden oder kritische Aspekte bedeutungslos werden. Doch für mich standen hier andere Dinge im Mittelpunkt. Nicht die Kontroverse, sondern die Faszination für einen Künstler, dessen Musik und Präsenz Generationen geprägt haben.

Michael ist vielleicht nicht das tiefgründige Biopic, das viele erwartet haben. Als emotionale Hommage an den „King of Pop“ funktioniert der Film für mich jedoch sehr gut. Getragen von großartiger Musik, starken Performances und einem Kinoerlebnis, das mich trotz aller Kritikpunkte beeindruckt zurückließ.

Werdet ihr euch Michael anschauen?


TRAILER: © Universal Pictures Germany

Filmsteckbrief zum Biopic ‚Michael‘ auf Holzuntergrund mit Filmklappe, Popcorn und weißen Federillustrationen; enthält Produktionsdaten, Cast und Bewertung des Musikdramas.

Ein Mann mit Bart, Sonnenbrille und schwarzer Cap hält eine Bulldogge im Arm. Er trägt einen orangefarbenen Hoodie mit schwarzem Schriftzug. Im Hintergrund ist eine hügelige Landschaft mit kahlen und immergrünen Bäumen unter blauem Himmel zu sehen.

 

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Pressestimmen zu Michael:

Antje Wessels von wessels-filmkritik.com
Als Hommage an die Musik von Michael Jackson ist „Michael“ über jeden Zweifel erhaben. Als ernstzunehmendes Biopic scheitert der Film jedoch an seiner eigenen Konfliktvermeidung. Die konsequente Ausblendung zentraler, auch unbequemer Aspekte hinterlässt ein spürbar geglättetes, fast schon beschönigendes Gesamtbild. So bleibt am Ende ein technisch sauber inszenierter, darstellerisch beeindruckender, inhaltlich jedoch auffallend mutloser Film, der sich vor allem eines nicht traut. Seiner eigenen Aufgabe, Michael Jackson näher zu kommen, wirklich gerecht zu werden.

Sandro Biener von filmpluskritik.com
In typisch geschönter und vereinfachter Biopic-Manier inszeniert, bleibt „Michael“ ein Film, der vor allem dank Jaafar Jacksons starkem Schauspiel, Tanztalent und den atmosphärisch nachgestellten Musikvideo- und Bühnenmomenten stimmungsvoll aufgeht. Unterhaltsam ist das allemal, aber natürlich wird auch durch den Fokus auf das allseits bekannte Phänomen ein tiefergreifendes Psychogramm mit kritischer Beleuchtung rund um den Menschen hinter dem King of Pop ausgeklammert. 

Natalie Brunner von Radio FM4
„Michael“ ist von Michael Jacksons Erben kontrolliertes Fanservice, das eine Marke weiterführt und somit das tut, was Familien-Tyrann Joe Jackson im Film vorgeworfen wird. Im besten Fall ist „Michael“ ein Märchen, bei dem alle problematischen Aspekte eliminiert wurden, was zu einem glattgebügelten Film führt. Zuseher:innen, die an komplexer Erzählung und Aufarbeitung interessiert sind, werden enttäuscht, als Service für die Fans erfüllt der Film aber wohl seinen Zweck.

Pressematerial: Michael | 2026 © Universal Pictures | Lionsgate

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