Media Monday #775

River Phoenix in „My Private Idaho“ in einer ruhigen Innenraumszene: mit kurzem, hellem Haar und gesenktem Blick steht er oberkörperfrei im warmen Licht eines Zimmers mit Tapete, Tür und Lampe im Hintergrund. Die Aufnahme betont die verletzliche, melancholische Stimmung des queeren Roadmovies.

Willkommen zum Media Monday #775! 🎬✨💛
Diese Woche fühlt sich an wie ein seltsamer Zwischenraum: ein bisschen erschöpft, ein bisschen suchend, ein bisschen getragen von Kunst, die mich mehr hält, als ich zugeben möchte. Während der Alltag laut, fordernd und manchmal schlicht zu viel war, haben mich Filme wieder dorthin geführt, wo ich mich am ehesten sortieren kann. In Stille, in Atmosphäre, in Geschichten, die mehr fühlen als erzählen.

Es war eine Woche voller Kontraste: Neonlicht und Schneelandschaften, queere Sehnsucht und mediale Überforderung, ikonische Ästhetik und persönliche Gedankenfluchten. Ich habe mich in Filmen wiedergefunden, die mich begleiten, irritieren, beruhigen oder herausfordern. Von Drive über Die Theorie von Allem bis hin zu My Private Idaho und Riley. Und irgendwo zwischen all dem lag auch mein Versuch, Social Media wieder auf Abstand zu halten, um meinen Kopf nicht komplett im digitalen Lärm zu verlieren.

Filme waren in diesen Tagen weniger Unterhaltung als vielmehr ein Ort, an dem ich durchatmen konnte. Ein Raum, in dem Identität, Kunst und Emotionen ineinanderfließen. Ein bisschen Eskapismus, ein bisschen Selbstreflexion, ein bisschen Trost. Und vielleicht auch die Erkenntnis, dass manche Geschichten genau dann auftauchen, wenn man sie am meisten braucht.

Also macht es euch gemütlich, schnappt euch einen Kaffee ☕ und begleitet mich durch einen Media Monday #775 voller Filmkunst, Gedanken und kleiner Fluchten zwischen Alltag und Traum. 🎥💫

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

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Kill Bill: The Whole Bloody Affair – Filmkritik

Flatlay‑Szene auf Holzuntergrund mit Filmrequisiten: links eine kleine Tafel mit dem Wort „FILM“, daneben eine schwarz‑weiße Filmklappe und eine Schale Popcorn. Rechts liegt ein schwarz‑weißes Porträt von Uma Thurman als ikonische Figur aus „Kill Bill“, die ein Katana senkrecht vor ihr Gesicht hält. Darüber steht in handschriftlicher Typografie „Kill Bill – The Whole Bloody Affair“, umgeben von dekorativen weißen Federn.

Mit „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ erscheint Quentin Tarantinos vierter Film nun endlich in jener Fassung, die der Kultregisseur seit jeher geplant hatte. Über 20 Jahre hat es gedauert, bis wir dieses Racheepos in der Form sehen können, wie es ursprünglich gedacht war.

Eine Vision, die nun beide Filme zu einem gewaltigen Epos vereint. Eine Version, die lange Zeit fast schon mythologisch verklärt wurde. Als der „wahre Kill Bill“, als das vollständige Werk, als das fehlende Puzzlestück.

Doch was bedeutet das eigentlich? Wie verändert sich die Wirkung dieser zwei für sich genommen schon starken Filme? Wird daraus nun das versprochene Meisterwerk – oder ist es am Ende doch „nur“ eine alternative Schnittfassung für Fans?

Ich durfte diese Version nun endlich auf der großen Leinwand erleben und kann eines vorweg sagen. „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ ist weit mehr als nur das Zusammenfügen zweier Filme zu einem.

Ein Beitrag von: Martin K.

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The Watermelon Woman – Filmkritik

Filmklappe, Popcorn und pink‑violettes Poster zu „The Watermelon Woman“ auf Holzoberfläche, dekoriert mit weißen Federn – cineastische Still‑Life‑Szene mit Fokus auf klassischem Filmequipment und ikonischem Poster.

The Watermelon Woman ist ein queerer Kultfilm und war vor 30 Jahren der erste Film seiner Art. Gemacht von einer schwarzen, lesbischen Frau stellt er auch heute noch einen wichtigen Schritt im Queer Cinema da und prägte Generationen von jungen Filmemachenden. Ich konnte der Wiederaufführung auf der Berlinale 2026 beiwohnen, wo auch Regisseurin Cheryl Dunye und Produzentin Alexandra Juhasz Rede und Antwort standen. Beide verrieten interessante Fakten und erzählten wie damals die Produktion ablief. Wen euer Interesse geweckt ist, lest gerne rein!
🎥🍉👩🏿

Ein Beitrag von: Maddin

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Gelbe Briefe – Filmkritik

Filmklappe mit der Aufschrift ‚Film‘ und einer Schale Popcorn auf Holzuntergrund; daneben ein Foto zweier eng beieinandersitzender Personen hinter einem Fenster mit dem handschriftlichen Titel ‚Gelbe Briefe‘.

Mit Gelbe Briefe legt Regisseur İlker Çatak ein spannendes politisches Drama vor, dessen Thema so universell ist, dass es praktisch überall funktioniert. Mittlerweile ist die Meinungsfreiheit nicht nur in Diktaturen in Gefahr, auch in Demokratien gerät sie immer mehr unter Druck. Dies schafft Çatak auch durch einen besonderen Kniff perfekt darzustellen: der Film spielt zwar in der Türkei, gedreht wurde er aber in Deutschland und zwar in Berlin und Hamburg. Wenn ihr mehr über dieses interesssante Drama erfahren wollt, dann lest euch in den Artikel rein!
✉️🖋️🎭

Ein Beitrag von: Maddin

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Die 5 einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten

In weißer Schrift: Die 5 einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Dahinter ist das rote Auge von HAL 9000 aus 2001: Odyssee im Weltraum zu sehen.

Heute präsentieren wir euch die 5 einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Als Einstieg vollführen wir einen Rundumschlag durch die Filmhistorie und besuchen einige Höhepunkte, egal ob Mega-Metropolen, Monster-Kloppereien oder anarchistische Abenteuer. Dann reisen wir zunächst ins Jahr 2001 und wundern uns, dass wir immer noch keine Mondbasis haben. Als nächstes geht es auf die Jagd nach Replikant:innen und als Strafe müssen wir vor zwei Terminatoren flüchten. Der anschließende Urlaub auf Pandora ist nur kurz, bevor wir dann auf Arakis etwas Spice konsumieren, um uns zu beruhigen.
Die Auswahl an Filmen ist wieder sehr bunt und wie immer sollte für alle was dabei sein, also lest gerne rein!
🚀🤖🔴🏜️💀

Unsere Liste ist diesmal eine chronologische Aufzählung.

Ein Beitrag von Maddin, Riley, Rick und Lennart

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Die Harry Potter-Serie: Gefangen zwischen Nostalgie und Zweifel

Daniel Radcliffe und Dominic McLaughlin als Harry Potter blicken von jeweils einem Ende des Bildes in die Mitte, im Hintergrund erkennt man Hogwarts und davor steht in weißen Lettern "Harry Potter Serie - Gefangen zwischen Nostalgie & Zweifel"

Liebe Passioner, vor ein paar Wochen erschien der Trailer für die Harry Potter-Serie – ein Trailer, der mich als riesigen Harry Potter-Fan und Potterhead natürlich nicht kalt ließ. Schon seit der Ankündigung der Serie trieben mich viele Gedanken um: Wie würde ich diese Serie aufnehmen? Mit welcher Haltung gehe ich überhaupt an sie heran? Zwischen vorsichtiger Vorfreude und klaren Vorurteilen entstand ein innerer Konflikt, der – ausgelöst durch den Trailer – nach einem Ventil verlangte. Und genau daraus ist dieser Text entstanden.

Deswegen soll dies keine nüchterne Abhandlung über die kommende Serie werden. Keine filmtechnische Analyse des Trailers. Es ist der Blick eines zwiegespaltenen Fans, der mit Skepsis auf die Harry Potter-Serie blickt. Eine Serie, von der ich weiß, dass ich sie hassen – aber trotzdem anschauen werde.

Ein Beitrag von Martin K., Titelbilddesign von Rick

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Jodie Foster und das Attentat auf den Präsidenten – Ein Hauch Historie

Jodie Foster als Iris in ‚Taxi Driver‘ sitzt geschminkt und nachdenklich in einem dunklen Raum; im Hintergrund brennt eine rote Kerze und der Bildtext verweist auf das Attentat auf den Präsidenten – dokumentarisch anmutende Filmszene.

Wenn man an Jodie Foster und den amerikanischen Präsidenten denkt, kommt einem vermutlich zuerst die jüngere Vergangenheit in den Sinn. Jodie Foster hat sich mehrmals gegen die Politik Donald Trumps ausgesprochen und seine Administration als „Tragödie“ bezeichnet. 2017 veranstaltete sie sogar eine Anti-Trump-Demonstration und spricht sich regelmäßig gegen die Waffengesetze der USA aus.

Lange Zeit vorher spielte Foster aber bereits eine Rolle im Leben eines anderen republikanischen Präsidenten, der – wie Trump – zuvor eine Karriere in der Entertainment- und Medienbranche hatte: Ronald Reagan.

Ihr wisst schon: Der Schauspieler, der Präsident ist, wenn Marty McFly in der Zeit zurückreist und Doc Brown im Jahr 1955 es nicht glauben kann, dass ein Schauspieler im Jahr 1985 Präsident ist. Das waren noch Zeiten, was?

Wie auch immer …

Jodie Foster und Ronald Reagan sind sich vermutlich niemals persönlich begegnet. Ihre Verbindung ist ein Mann, dessen Namen die meisten vermutlich gar nicht kennen. John Hinckley Jr. hat weder in einem Film mitgespielt noch war er Präsident der Vereinigten Staaten. Aber laut eigener Aussage ist er der Grund dafür, dass Jodie Foster lesbisch wurde. Und wenn das mal nicht ein Erfolg ist, den man sich gerne auf die Fahnen schreiben will, was dann? Wo das herkommt, lauert natürlich noch mehr Irrsinn. Und der beginnt im Jahr 1976 mit einem Taxi.

Ein Beitrag von: Marcel Michaelsen

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Top 5 Filme die besser sind als ihr Ruf

Das Bild zeigt Ryan Gosling in dem Film Only God Forgives

Es gibt Filme, die bei Release durchfallen, zerrissen oder einfach falsch verstanden werden – und Jahre später fragt man sich: War der wirklich so schlecht? Genau um diese Kategorie geht es heute. In unserer neuen Top 5 werfen wir einen Blick auf Filme, die eigentlich besser sind als ihr Ruf.

Ob Science-Fiction, Satire oder visuell ambitioniertes Blockbuster-Kino – viele dieser Filme sind nicht an mangelnder Qualität gescheitert, sondern an Erwartungen, Timing oder der öffentlichen Wahrnehmung. Manche wurden zu hart bewertet, andere schlicht missverstanden. Und genau deshalb lohnt es sich, ihnen heute nochmal eine zweite Chance zu geben.

Gemeinsam in der Redaktion haben wir fünf Filme ausgewählt, die polarisiert haben, diskutiert wurden – und die wir hier bewusst verteidigen wollen. Nicht, weil sie perfekt sind, sondern weil sie mehr zu bieten haben, als ihnen oft zugestanden wird.

Also: Wenn ihr euch schon einmal dabei ertappt habt, einen vermeintlich „schlechten“ Film heimlich zu mögen – dann seid ihr hier genau richtig.

Ein Beitrag von: Lennart Goebel in Zusammenarbeit mit Florian & Riley

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