Willkommen zum Media Monday #781! ✨☕🌈
Heute nehme ich euch mit auf eine literarische Odyssee, die eher zermürbend als erheiternd ist. Außerdem werfe ich einen Blick auf die Serienflut, bei der man inzwischen ein stabiles Kanu braucht, um nicht im Überangebot unterzugehen, Schwimmflügel inklusive. Zusätzlich spreche ich über Zuverlässigkeit, mentale Erschöpfung, einen Klassiker des queeren Kinos und eine Literaturverfilmung, die mich überraschend nüchtern zurückgelassen hat.
Der Media Monday #781 wird also wieder vielfältig, themenreich und ein kleines bisschen chaotisch. So wie das Leben selbst. Also lehnt euch zurück, schnappt euch einen Kaffee ☕ oder einen Martini Spritz 🍸 und begleitet mich durch meinen Media Monday #781: eine Mischung aus Lesefrust, Filmkunst, queerer Perspektive, Alltagsbaustellen und kleinen Momenten, die mich diese Woche beschäftigt haben. 🌈💫
Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark
Was ist der Media Monday?
Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍
Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.
Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖
1. Media Monday #781: Zwischen Überforderung, Queerbaiting-Büchertischen & echter Leselust 📖📚🌈

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Fernab vom WM-Trubel mit dem ich ohnehin noch nie was am Hut hatte, bin ich auf der Suche nach meiner nächsten Lektüre. Das erweist sich als gar nicht so einfach, denn wenn man eine Idee hat, was man lesen möchte, das Angebot wohl aber so klein ist, dann ist das schwer. Zuletzt habe ich ja Quentin Tarantinos Buch Es war einmal in Hollywood gelesen, das in unserem Bücherclub ausgewählt wurde. Fürchterliches Frustbuch! Danach gab es im Club erst Mal eine Pause und wir losen gerade neu aus. Mal sehen, was es wird. Fernab davon wollte ich mich aber weiter mit Transidentität befassen und habe auf dem literarischen, queeren Discord-Server nach Ideen gefragt. Ich habe viele Tipps bekommen und gekauft habe ich schlussendlich Ich bin Linus; Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war von Linus Giese.
Zwischen Identifikation, Erwartungsdruck & Erschöpfung im Media Monday #781🌈🏳️⚧️
Zugegeben trifft dieses Buch meinen Nerv, da ich mich ja in der gleichen Situation befinde, wie Linus damals. Allerdings empfinde ich aktuell auch den Erwartungsdruck an mich so hoch, dass mich das alles nur noch stresst. Was nicht bedeutet, dass ich nicht (mehr) trans bin, aber ich sollte laut meiner Transberatung wohl mal eine „Pause“ einlegen. Vor allem, weil mein Energielevel am Limit ist und ich „runterfahren“ sollte. Also, was entspannt mich? Lesen. Wobei mein Hirn aber auch aktuell so voll ist, dass ich manche Zeilen gar nicht richtig lese und sie in meinem Kopf gar nicht richtig Fuß fassen. In meiner Pipeline hängt noch das Hörbuch Witches, Bitches, It-Girls von Rebekka Endler. Große Empfehlung! Jede Person auf dieser Welt, sollte dieses Buch hören oder lesen! Aber es macht wütend. Sehr wütend. Und daher brauche ich das auch nur in eher kleinen Dosen.
Ich soll also etwas lesen. Ein Buch, das mich interessiert, aber nicht stresst, sich nicht mit Transgeschlechtlichkeit auseinander setzt und keines, das mich irgendwie aufregt.
»Lies doch vielleicht ein bisschen was
– A. von Up2YOU
„romantisches“, wenn du Lust hast.«
So der Vorschlag. Blendende Idee!
Auf der Suche nach entspannter Gay Romance 💛💕
Ich suche also romantische Bücher, die von zwei männlich gelesenen Menschen handeln, die sich verlieben. Jetzt im Pride Month wird man ja von allen Seiten damit berieselt. Schön und gut, also habe ich mich berieseln lassen. Mit immer den gleichen 5 Büchern, die mich im letzten Post schon nicht angesprochen haben. Es ist unglaublich, wie wenig sich da finden lässt. Wenn man nicht so etwas wie Heated Rivalry von Rachel Reid lesen möchte. Oder Ken und Mark auf dem College, die sich ein Zimmer teilen müssen. Der Bully und der Schüchterne, der sich in den Bully verliebt. Und dieser dann rausfindet, dass er auch gay ist. Das interessante ist, dass damals, als ich Teenager war, da gab es haufenweise solche Geschichten. Aber damals wollte ich sie noch nicht lesen oder nur wenig davon. Wobei Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel lange Zeit mein Lieblingsbuch war.
Weil ich auf den Sozialen Medien nicht fündig wurde, ging ich in Buchläden. Vor allem auch um eine Theorie zu testen. Ein paar Tage vorher habe ich einen Post auf Instagram gelesen, in dem es hieß, dass diese „queeren Büchertische“ gar nicht für uns Queer People sind. Bedeutet, dass die Auslage eine Auswahl ist für Heteros ist, die man sozusagen auf sie „los lassen“ kann. Seichte Kost von romantischen Kitsch. Das Buch Queer von Benno Gammerl zum Beispiel, habe ich noch nie in einem Buchladen gesehen. Bei den Klassikern liegt übrigens auch nicht Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Oder Interview mit einem Vampir von Anne Rice.
Sind Queere Büchertische für Queers? Ernüchterung pur im Buchladen 🛍️
Ich ging also an die Quelle. Die Bücherläden und wollte mir in Ruhe (wenn man auf Züge wartet hat man unfassbar viel Zeit) meine nächste Lektüre zu suchen. Und ich stellte fest: Diese Büchertische mit Queerliteratur sind wirklich Fake. Da lieg Heated Rivalry und noch ein weiteres Buch aus dieser Reihe. Zusätzlich gab es eine Story über zwei Kerle die sich in der Arbeit konkurrieren und dabei heiß aufeinander werden. Sie werden wohl im Laufe der Handlung übereinander herfallen und eine Person davon wird es geheim halten wollen. Daneben lag eine Postkarte mit der Aufschrift „Bücher sind bunt / #PrideBuch“. Auf der Rückseite kann man dann anhand eines QR Codes queere Lesetipps erhalten. Vorhin habe ich diese Liste noch einmal durchstöbert und ein paar interessante Bücher für mich gefunden. Keine Romance, aber doch lesenswertes.
Leider lag keines dieser Bücher auf diesem Tisch. Dann hätte ich zumindest das eine, das ich nicht einmal online gefunden habe und mich am meisten interessiert, gleich kaufen können. Als ich weiter um den Tisch herum ging, waren dort noch weitere Bücher, mit kitschigen Covern, ich drehe das Buch um, um den Klapptext zu lesen und es beginnt mit: „Lisa ist unsterblich in ihren Chef Markus verliebt ….“. Ich las weiter um herauszufinden, ob Lisa eine Transfrau ist. Ist sie nicht. Der Rest dieses Tisches war Hetero-Romance.
Gibt es Hoffnung?
Tatsächlich habe ich das Buch Restsommer von Kea Garnier in dem Laden gefunden, aber das stand so weit oben, dass ich nicht hinkam. Und von dem Rest, suchet wer findet. Das war in Pusted Landshut. Im Anschluss ging ich zum Hugendubel. Gleiche Stadt, 10 Häuser weiter. Hier gibt es immerhin ein bisschen mehr. Aber auch nur College Guys oder Fantasy Romance. Aber besser als die andere Auslage. Übrigens regt mich das unfassbar auf, wenn man lesen will, worum es in einem Buch geht, auf die Rückseite blickt und dann Rezensionen sieht. Und ich mich dann frage: „Ja schön, aber worum geht es in dem Buch?“. Manchmal findet man das nicht einmal. Bei gebundenen Ausgaben ist es immerhin im Umschlag vorne.
Und falls ihr fragt: Nein ich habe noch immer keine Lektüre. Empfehlungen willkommen!
2. Media Monday #781: Das Flüstern der Felder: Zwischen Pinselstrichen & Plotlöchern 🎨📉

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Der Film Das Flüstern der Felder (2023) hat mich schon länger interessiert. Leider lief er nicht bei mir im Kino und auch sonst gab es bisher keine Gelegenheit, den Film zu sichten. Nun ist er auf Amazon Prime verfügbar und ich habe ihn direkt am Release-Tag geschaut. Er ließ mich jedoch eher ernüchtert zurück. Die Geschichte ist ausgesprochen dünn gehalten; tatsächlich passiert kaum etwas, was schlussendlich durch den außergewöhnlichen Animationsstil kaschiert wird. Hugh Welchman und Dorota Kobiela, die bereits mit Loving Vincent (2017) ein Werk in derselben malerischen Ästhetik geschaffen haben, begeistern zwar erneut mit gemäldeartigen Bildern, doch diese visuelle Brillanz wird im Film nur marginal genutzt. Das vorhandene Potential bleibt somit weitgehend unausgeschöpft.
Die schauspielerischen Leistungen sind solide, der Soundtrack eingängig und atmosphärisch. Wie bereits erwähnt, hatte ich jedoch mit dem Plot meine Schwierigkeiten. Der Film zeichnet zwar das Leben der Bäuer:innen Ende des 19. Jahrhunderts eindrucksvoll nach und zeigt ebenso, wie Frauen damals behandelt wurden und welche Konsequenzen Rufschädigung nach sich zog. Schlussendlich verliert sich Das Flüstern der Felder jedoch in der Verbissenheit eifersüchtiger, übergriffiger Männerfiguren. Erwartet hatte ich wohl ein feministischeres Werk, eine Erwartung, die der Film nicht erfüllt. Das ist allerdings eher mein persönlicher Fehlansatz als ein objektiver Makel.
Der Film illustriert die Herausforderungen und sozialen Konflikte des ländlichen Lebens, die im Roman von Reymont detailliert beschrieben werden. Die Handlung entfaltet sich über die vier Jahreszeiten, Herbst, Winter, Frühling und Sommer und spiegelt damit die verschiedenen Phasen des Lebens und der emotionalen Entwicklung der Figuren wider. Thematisiert werden unter anderem die Konflikte, die Zwangsehen heraufbeschworen und die Strategien, mit denen Menschen damals damit umgehen mussten. Leider bleibt der Film auch hier zu oberflächlich, um wirklich nachhaltig zu wirken. Die Charaktere bleiben blass und bieten dem Publikum kaum Raum, sich emotional mit ihren Schicksalen zu verbinden.
3. Serienflut ohne Sinn & Ziel im Media Monday #781: Wenn Serien nur noch Ballast sind 🧱📺🌊

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Es rollt mir die Nägel auf, wenn eine Serie zu welchem Thema auch immer angekündigt wird. Am schlimmsten ist es, wenn es bereits einen Film gab und der dann remaked wird. Aber als Serie. Es fühlt sich wie ein niemals endender Kreislauf an Releases an, der mir so unnütz vorkommt. Auf der einen Seite droppen immer mehr neue Serien, während auf der anderen, monatlich Formate eingestampft werden. Mit der Begründung, dass das Interesse zu gering ist. Tja nun mal ehrlich, ich frage mich inzwischen auch, wer diese ganzen Serien auch schauen soll? Einen Film kann man ja an einem Abend locker weggucken. Für eine Serie muss man sich länger Zeit nehmen. Natürlich gibt es Leute, die nur Serien schauen und keine Filme. Auch legitim. Aber wie groß ist da die Zahl? Und nicht jede Serie ist für alle interessant.
Hinzu kommt auch das nächste Problem auf den Tisch: Die Serien werden nie fertig. Ich habe besonders auf Netflix schon viele Serien angefangen, die nach der 1. Staffel einfach nicht mehr weiter liefen. Und man wartet. Vergebens. Denn nach ein paar Jahren werden diese dann nicht vortgeführt und eingestampft. Daher stelle ich mir dann auch oft die Frage, ob ich da meine Energie rein stecken soll? Eine 2. Staffel kommt entweder gar nicht oder 5 Jahre später. Bis dahin habe ich das Interesse an der Serie verloren oder vergessen, worum es geht. Damals, als man Serien noch im TV geschaut hat, war das ähnlich und die Verfügbarkeit war geringer. Aber es gab auch viele Serien, die über Jahre einfach liefen und irgendwann auch zu Ende waren.
Aber mit dem Serien-Hype, den Netflix mehr oder minder ins Leben rief, werden immer mehr produziert, schnell veröffentlich und dann werden sie kaum geschaut. Weil das Angebot vermutlich auch zu groß ist. Oder zu uninteressant. Das weiß ich nicht, aber für mich fühlt es sich zumindest so an. Ich meine wie viele CSI und True Crime Formate brauchen wir? Viele Menschen brauchen das schon. Ich jedenfalls nicht. Und ja ich muss das ja nicht gucken, aber dennoch schwirrt mir die Frage im Kopf, wer die Zeit hat, diese tausend Serien zu sichten? Offensichtlich nicht so viele, sonst wäre die Absetzrate geringer.
Und warum braucht inzwischen jeder gute Film jetzt ein Serienformat?
4. & 5. Zwischen Chaos, Warten & mentaler Erschöpfung im Media Monday #781🧩⏳

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Jemand wie ich braucht eigentlich nur Routine und Zuverlässigkeit. Derzeit ist mir nichts davon so richtig gegeben. Alles ist durcheinander gewürfelt. Ist hier eine Baustelle offen, falle ich 3 Meter weiter schon wieder in das nächste Loch. Auch scheint aktuell kaum jemand so richtig zuverlässig zu sein, besonders bei Stellen, wo man es bräuchte. Gefühlt muss ich gerade allen hinterherlaufen, ständig auf der Suche nach Beratungsstellen oder ähnlichem. Einholen von Dokumenten und so weiter. Man selbst soll immer sofort liefern, aber wenn man von jemanden anderen was braucht, wartet man. Und hakt noch dreimal nach und nichts passiert. Das ist ermüdend und anstrengend.
Vermutlich bin ich da einfach anders gepolt, weil ich Dinge dann zeitnah erledige. Oder Rückmeldung zu allem gebe. Gastautor von Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst, Marcel meinte mal zu mir, ich wäre eine People Person. Was nicht schlecht oder negativ ist. Ganz im Gegenteil, denn die Leute fühlen sich von mir abgeholt. Aber leider kann ich das eben auch nicht von meinem Gegenüber erwarten.
Würde man mich zwingen, ich würde trotzdem niemals Fußball gucken. Macht das für euch und allein, aber lasst mich damit zufrieden.
6. & 7. Maurice: Ein Klassiker mit ungenutztem Potenzial 🎩📚

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Der Film MAURICE (1987) von James Ivory, mit James Wilby, Hugh Grant und Rupert Graves hätte alle Zutaten, um mir richtig gut zu gefallen. Er spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts (ca. 1909), ist gay und Hugh Grant spielt mit. Also genau meine Epoche, mein Thema und einer meiner Lieblingsdarstellenden ist dabei. Aber MAURICE konnte mich leider nicht komplett überzeugen. Das Buch, auf dem der Film basiert, umfasst nur 260 Seiten. Also ein verhältnismäßig dünner Roman. Das erklärt auch, warum der Inhalt dramaturgisch etwas rudimentär ausfällt. Warum man das Werk dann auf über zwei Stunden exzessiv ausdehnt, erschließt sich mir nicht, denn MAURICE wirkt dadurch aufgebläht und stellenweise redundant.
Die Schauspielenden machen ihre Sache gut, allerdings empfinde ich die Liebe zwischen Maurice (James Wilby) und Clive (Hugh Grant) als wenig authentisch. Ihre Beziehung entwickelt sich rapide, bleibt jedoch emotional substanzarm und insgesamt zu oberflächlich. Die heimliche Liebe der beiden hätte man deutlich nuancierter gestalten können, etwa durch intensivere Blicke, subtile Berührungen oder andere suggestive Momente. Für eine Liebesgeschichte besitzt MAURICE zu wenig Dramatik und zeigt sich insgesamt zu konservativ. Erst im letzten Akt wird der Film etwas expressiver und emotionaler; zuvor bleibt die Handlung weitgehend ereignisarm.
Dennoch ist MAURICE kein schlechter Film. Für seine damalige Zeit war er sicherlich progressiv genug. Das Ensemble spielt überzeugend, bekommt jedoch kaum profilierte Szenen. Die Kulissen sind realistisch gestaltet und das Kostümdesign von Jenny Beavan und John Bright ist ausgesprochen akzentuiert. Der Film spricht wichtige Themen wie Glaube und Sexualität an und zeigt die Verfolgung homosexueller Menschen im späten 19. Jahrhundert, führt diese Aspekte jedoch zu wenig differenziert aus, um nachhaltig zu wirken.
So ist MAURICE ein visuell ansprechender Film mit starkem Ensemble und relevanten Themen, bleibt jedoch insgesamt hinter seinem Potenzial zurück.
Zuletzt habe ich Kaffee getrunken und das war ganz gut, weil Kaffee immer eine gute Idee ist. Von Oatly gibt es jetzt zwei neue Sorten. Einmal Matcha und Matcha mit Strawberry. Beides habe ich jetzt schon mehrfach getrunken. Gestern habe ich mal ausprobiert, wie der Matcha Strawberry im Kaffee schmeckt. Das ist eine interessante Mischung. Habe ich heute auch noch einmal getan und ja, das kann man mal trinken. Muss ich jetzt aber auch nicht jeden Tag haben.
※※※
Das war der Media Monday #781 📚🌈✨.
Tage voller Suchbewegungen, nach einer guten Lektüre, Verlässlichkeit, Ruhe und nach Geschichten, die wirklich etwas mit einem machen. Zwischen queeren Büchertischen, die oft mehr Marketing als Inhalt sind, Serienwelten, die sich im eigenen Überangebot verlieren und Filmen, die ihr Potenzial nicht ganz ausschöpfen, bleibt vor allem eines hängen: wie sehr wir uns nach echten, ehrlichen Erzählungen sehnen.
Ob es nun die frustrierende Jagd nach entspannter Gay Romance ist, die Erkenntnis, dass viele Serien schneller verschwinden als sie erscheinen, oder ein queerer Filmklassiker wie MAURICE, der visuell glänzt, aber emotional nicht ganz trifft. All diese Eindrücke zeigen, wie komplex unser Verhältnis zu Medien geworden ist. Manchmal inspirierend, manchmal ermüdend und oftmals einfach nur ein Spiegel der eigenen Lebenslage.
Irgendwo dazwischen stehen wir selbst: überfordert, suchend, müde, aber auch neugierig, hoffnungsvoll und offen für das, was uns wirklich berührt. Vielleicht ist es ein Buch, das uns zufällig in die Hände fällt. Ein Film, der uns überrascht oder vielleicht ein kleiner Moment im Alltag, der uns kurz durchatmen lässt.
Danke, dass ihr mich durch diese Mischung aus Lesefrust, queerer Perspektive, Serienkritik, Filmkunst und persönlichen Gedanken begleitet habt. Ich wünsche euch, dass euch in den nächsten Tagen etwas begegnet, das euch gut tut. Sei es ein Satz, ein Bild, ein Kapitel oder einfach nur ein stiller Augenblick. 💛🌈
Ich hoffe, euch hat der Media Monday #781 gefallen. Bleibt wie Mike aus My Private Idaho: suchend, aber nicht verloren.
Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #781 für euch:
1. Fernab vom WM-Trubel ____ .
2. ____ hat mich schon länger ____ .
3. Es rollt mir die Nägel auf, wenn ____ .
4. ____ braucht eigentlich nur ____ .
5. Würde man mich zwingen, ich ____ .
6. ____ hätte alle Zutaten, um ____ .
7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .

»If you ride like lightning,
you’re gonna crash like thunder.«
– The Place Beyond the Pines –
RILEY – Chief Editor
Queerer, professioneller Filmhasser & Arthouse Geek. ✨🌈💜
Ich blogge seit dem 14. Dezember 2014 auf passion-of-arts.de. Schon in meiner Jugend schrieb ich viele Gedichte und Kurzgeschichten. Seit mehreren Jahren widme ich mich professionell Filmrezensionen und war Guest Writer bei der Filmblogseite „We eat Movies“. Außerdem verfasste ich einige Artikel für das 35 MM Retro-Filmmagazin. Ich sterbe für Musik und gehe liebend gerne ins Kino, außer in 3D. TV ist überbewertet, ich gucke lieber DVD, Streaming oder Bluray.
Meine Lieblingsfilme sind unter anderem „La La Land“, „Barbie“ und „Blade Runner 2049“.
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Ein Kommentar
Ich finde es immer wieder schön und auch mutig, welche Einblicke die von dir gibst. Finde ich toll.
Manchmal braucht man einfach Pause von Menschen, manchmal von sich selbst und manchmal auch beides. Bücher bieten da oft einen Ausweg.
Du scheinst mir ein sehr facettenreicher Mensch zu sein und Bücher können das auch bedienen. Das du trans bist, ist ja nur eine Facette von dir.
Ich habe bis jetzt 10 Bücher dieses Jahre gelesen und da waren ein filmwissenschaftliches und eines über die Verbindung von Filmtheorie und politischer Theorie dabei. Aber auch Heinrich V von Shakespeare, ein Batman-Comicbuch, ein ökonomisches Buch und eines der letzten war Solaris von Stanislaw Lem, ein Klassiker der Science Fiction Literatur den ich jetzt endlich mal nachholte. Bei meinen ganzen Interessen und Eigenschaften fällt es mir oft schwer mich da zu begrenzen. Hat durchaus auch Nachteile. Aber vielleicht ist jetzt auch gerade die Zeit andere Teile deiner Persönlichkeit zu bedienen oder neue zu entdecken. Vielleicht hilft es dir auch dir selbst nicht so einen Druck zu machen.