Die 5 besten Queer Cinema Serien

Rue Bennett (Zendaya) aus „Euphoria“ in emotionaler Nahaufnahme mit farbigem Neonlicht und sichtbarer TrĂ€ne; darĂŒber der Schriftzug „Die 5 besten Queer Cinema Serien“ mit Regenbogen‑Icon.

Liebe Passioner ✹. Diese Woche tauchen wir nicht in ferne Galaxien ein, sondern in Welten, die uns oft viel nĂ€her sind, als wir denken. Wir begeben uns auf eine Reise durch das Queer Cinema 🌈 und werfen einen Blick auf die 5 besten Queer Cinema Serien. Das Thema wurde von @moviescape vorgeschlagen und erscheint passend eine Woche vor dem Pride Month.

Queere Serien sind mehr als nur Unterhaltung. Sie sind Zufluchtsorte, Spiegel, Wegweiser. Manche erzĂ€hlen von leisen Momenten der Selbstfindung, andere von lauten AufbrĂŒchen. Manche sind zĂ€rtlich, andere radikal. Und doch haben sie eines gemeinsam: Sie zeigen Menschen, die sich selbst suchen, sich neu erfinden oder endlich den Raum einnehmen, der ihnen zusteht. Vielleicht begegnen wir Figuren, die uns an uns selbst erinnern. Vielleicht solchen, die uns neue Perspektiven eröffnen. Oder solchen, die uns spĂŒren lassen, dass wir nicht allein sind.

Also macht es euch gemĂŒtlich, nehmt euch einen Kaffee oder ein kĂŒhles GetrĂ€nk, denn heute öffnen wir die TĂŒr zu Geschichten voller IdentitĂ€t, Liebe, Mut und Echtheit. Welche queeren Serien haben euch geprĂ€gt, begleitet oder ĂŒberrascht? đŸŒˆđŸ’«đŸ“ș

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklĂ€rt đŸŒŸđŸŽ„

Diese beliebte Rubrik wurde von der Bloggerin und Illustratorin Gorana Guiboud ins Leben gerufen und wir haben die Ehre erhalten, diese weiter zu fĂŒhren, nachdem sie das Bloggen aufgegeben hatte. Jeden Donnerstag gibt es hier die spannendsten Listen, Rankings und Empfehlungen aus der Welt der Filme, Serien, BĂŒcher oder anderer kreativer Themen.

Das Besondere: Jede Person mit einem eigenen Blog oder einer kreativen Plattform kann mitmachen! Ihr könnt eure eigenen Bestenlisten erstellen, sie in einem Beitrag veröffentlichen und auf unsere Rubrik verweisen. Oder eure Top 5 einfach in den Kommentaren unter unseren BeitrĂ€gen teilen. So entsteht eine lebendige, vielfĂ€ltige Sammlung von Empfehlungen, die von der Community getragen wird. 💬🌟

Egal ob Klassiker, moderne Meisterwerke, Nischenperlen oder persönliche Favoriten. Hier zĂ€hlt eure Sicht auf das Beste, eure Begeisterung und eure Perspektive. Die Rubrik bietet nicht nur Inspiration fĂŒr Film- und Buchfans, sondern auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam cineastische und kreative Highlights zu entdecken. đŸŽ„đŸ„‹đŸ“š

Seid dabei, lasst euch inspirieren, diskutiert mit und zeigt, welche fĂŒnf Favoriten ihr fĂŒr die kommende Woche auf eurem Radar habt. DIE 5 BESTEN am DONNERSTAG sind eure BĂŒhne! 🌟🍿✹

🌈 Hinweis zur Diskussionskultur

Beim Artikel der 5 besten Queer Cinema Filme kam es damals zu Kommentaren, in denen IdentitĂ€ten von Community‑Mitgliedern nicht nur hinterfragt, sondern ausdrĂŒcklich abgelehnt wurden. Zudem wurde gefordert, diese IdentitĂ€ten zu „erklĂ€ren“ oder zu rechtfertigen. Solche Aussagen entsprechen nicht dem Umgang, den wir hier erwarten.

In unserer Community ist Platz fĂŒr unterschiedliche Perspektiven auf Filme und Serien. Was jedoch nicht zur Debatte steht, sind die IdentitĂ€ten der Menschen, die hier mitdiskutieren. GeschlechtsidentitĂ€ten, sexuelle Orientierungen und persönliche Erfahrungen sind keine Meinungsthemen, sondern Teil der RealitĂ€t derjenigen, die sie leben.

Wir möchten deshalb daran erinnern, dass Diskussionen sich auf Inhalte beziehen sollen und nicht auf die Existenz oder GĂŒltigkeit von IdentitĂ€ten. Respektvoller Umgang miteinander ist die Grundlage dafĂŒr, dass sich alle hier sicher fĂŒhlen und teilnehmen können.

Wer noch Fragen zu den Themen hat, kann sich selbststĂ€ndig informieren oder das Queer Lexikon 🌈benutzen.

Meine Auswahl der 5 besten Queer Cinema Serien 🌈✹đŸ“ș

Die Auswahl meiner 5 besten Queer Cinema Serien besteht aus Produktionen, die mich persönlich geprĂ€gt, emotional abgeholt oder auf eine Weise berĂŒhrt haben, die weit ĂŒber reine Unterhaltung hinausgeht. Sie erzĂ€hlen Geschichten, in denen ich mich wiederfinde. Sei es in Momenten der Selbstfindung, in queeren Liebesgeschichten oder in Figuren, die mit denselben Fragen ringen wie ich. Gleichzeitig zeigen sie eine Form von ReprĂ€sentation, die im Mainstream lange gefehlt hat, wie komplexe queere Charaktere, die nicht auf Klischees reduziert werden, sondern eigene WĂŒnsche, Konflikte, Verletzlichkeiten und StĂ€rken mitbringen. Jede dieser Serien eröffnet meiner Meinung nach einen anderen Blick auf queere IdentitĂ€t. Mal leise, mal laut und mal radikal oder zĂ€rtlich. Doch immer ehrlich und nahbar. Vielleicht bedeuten sie mir deshalb so viel, weil sie mir das GefĂŒhl geben, gesehen zu werden und weil sie zeigen, dass queere Geschichten genauso universell, vielschichtig und erzĂ€hlenswert sind wie jede andere Form des Storytellings.

Diese 5 Serien zĂ€hlen zu meinen Lieblingsserien, dennoch habe ich versucht, ein Ranking zu erstellen, das weniger eine objektive QualitĂ€tsbewertung ist, sondern vielmehr ein persönliches GefĂŒhl, das widerspiegelt, wie sehr mich jede dieser Geschichten auf ihre eigene Weise begleitet hat.

5. Sailor Moon (1992 – 1997) / Sailor Moon Crystal (2014 – 2016)

Sailor Starlights aus „Pretty Guardian Sailor Moon Cosmos“ in heroischer Pose unter warmem Spotlight; Kou Seiya, Kou Taiki und Kou Yaten als genderfluid dargestellte Sailor‑Kriegerinnen, zentrale Figuren queerer ReprĂ€sentation im Sailor‑Moon‑Universum. | Die 5 besten Queer Cinema Serien
Die Sailor Starlights: drei Figuren, die schon in den 90ern mutige queere IdentitĂ€t verkörperten und bis heute zeigen, wie selbstverstĂ€ndlich GenderfluiditĂ€t im Sailor‑Moon‑Universum verankert ist — Pretty Guardian Sailor Moon Cosmos | 2023 ©Toei Animation
Werbebild fĂŒr Anime-Produkte im Thalia-Shop: Ein großer, stilisierter Mecha-Roboter vor blauem Himmel mit Wolken. Oben links steht der Schriftzug ‚ANIMES IM THALIA SHOP!‘, darunter ein Button mit ‚SHOP NOW‘ und dem Thalia-Logo.

Worum geht es in Sailor Moon?

Sailor Moon (jap. çŸŽć°‘ć„łæˆŠćŁ«ă‚»ăƒŒăƒ©ăƒŒăƒ ăƒŒăƒł, Bishƍjo Senshi Sērā MĆ«n, deutsch etwa „Schöne MĂ€dchenkriegerin Sailor Moon“) ist eine Mangareihe der japanischen Zeichnerin Naoko Takeuchi, die von Februar 1992 bis MĂ€rz 1997 im Magazin Nakayoshi des Verlags Kƍdansha erschien. Das Werk, das den Genres Fantasy, Shƍjo und Magical Girl zugeordnet wird, umfasst in seiner ursprĂŒnglichen Veröffentlichung 18 BĂ€nde und wurde spĂ€ter in einer zwölfbĂ€ndigen Neuauflage erneut herausgegeben. Aufgrund seines großen Erfolgs wurde Sailor Moon in zahlreiche Medienformen adaptiert, darunter eine international bekannte Animeserie, mehrere Kinofilme, Videospiele, Musicals sowie das 2014 erschienene Remake Sailor Moon Crystal.

Die Animeserie, produziert von Tƍei Animation, lief von 1992 bis 1997 auf TV Asahi und umfasst insgesamt 200 Episoden in fĂŒnf Staffeln (Sailor Moon, Sailor Moon R, Sailor Moon S, Sailor Moon SuperS und Sailor Moon Sailor Stars). Die Folgen haben eine Laufzeit von etwa 25 Minuten und wurden unter anderem von Jun’ichi Satƍ, Kunihiko Ikuhara und Takuya Igarashi inszeniert, wĂ€hrend die Musik von Takanori Arisawa stammt. Im deutschsprachigen Raum wurde die Serie erstmals 1995 im ZDF ausgestrahlt.

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Im Mittelpunkt von Manga und Anime steht die SchĂŒlerin Usagi Tsukino, die von der sprechenden Katze Luna erfĂ€hrt, dass sie die magischen KrĂ€fte einer Sailor-Kriegerin besitzt. Als Sailor Moon kĂ€mpft sie gemeinsam mit ihren Freundinnen – den weiteren Sailor-Kriegerinnen – gegen das finstere Königreich des Dunkeln, das die Erde bedroht. Die Heldinnen setzen sich fĂŒr Liebe, Freundschaft und Gerechtigkeit ein und entdecken nach und nach ihre eigenen KrĂ€fte, ihre Bestimmung und die Geheimnisse ihrer Vergangenheit.

Sailor Moon zĂ€hlt zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Manga- und Animewerken und gilt als einer der wichtigsten Titel, die das Magical‑Girl‑Genre prĂ€gten und den internationalen Durchbruch japanischer Popkultur maßgeblich beeinflussten.

Sailor Moon Crystal | 2014 – 2016 © Tƍei Animation | Crunchyroll Extras Deutschland

K‑Pop‑inspirierte animierte Figuren aus „K‑Pop Demon Hunters“ performen auf einer farbenfrohen BĂŒhne; dynamische KonzertatmosphĂ€re mit Mikrofonen und Neonlicht, offizielles Promo‑Artwork von Sony Pictures Animation, beworben als EMP‑Merch.

Die 5 besten Queer Cinema Serien: Die Queerness in Sailor Moon đŸ’›đŸŒ™âœšđŸłïžâ€âš§ïž

Ich habe schon oft erzĂ€hlt, wie sehr ich die Serie Sailor Moon als Kind geliebt habe. Die Vorstellung, dass ein ganz normales MĂ€dchen sich in eine Superheldin verwandeln kann, hat mich sofort begeistert. Auch der Zeichenstil hat mich fasziniert, der im Manga sogar noch schöner sein soll. Gelesen habe ich ihn zwar nie, aber meine Schwester besaß einige Artbooks, deren Illustrationen mich völlig verzaubert haben. Das spĂ€tere „Remake“ Sailor Moon Crystal (2014) orientiert sich stĂ€rker an diesem Stil und erzĂ€hlt die Handlung kompakter, mit weniger FĂŒllepisoden, aber demselben emotionalen Kern.

Bis heute begleiten mich die Mondprinzessin und ihre Sailor‑Kriegerinnen. Und ja, es sind ausschließlich Kriegerinnen, keine Krieger. Gerade dieses Konzept fand ich schon als Kind unglaublich spannend. Besonders beeindruckt haben mich die Sailor Starlights. Drei „heiße“ Jungs, die als Boygroup Three Lights auftraten und von den MĂ€dchen der Serie angehimmelt wurden. Es waren die 90er und wir Teenies waren mitten im Boygroup‑Hype. Doch die Three Lights hatten zwei große Geheimnisse: Sie stammten nicht von der Erde und suchten inkognito nach Prinzessin Kakyuu. Und sie waren in Wahrheit Sailor‑Kriegerinnen, die auf der Erde mĂ€nnlich und auf ihrem Heimatplaneten Kinmoku weiblich erschienen.

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Schon im Manga der 90er Jahre erschuf Naoko Takeuchi Figuren, die eindeutig queer waren. Noch bevor die Three Lights auftauchten, kam Haruka Tenou hinzu. Und sowohl Usagi als auch Minako waren sofort in „ihn“ verliebt. Doch Haruka war kein junger Mann, sondern eine junge Frau und zudem lesbisch. Mit den Three Lights fĂŒhrte Takeuchi spĂ€ter Figuren ein, die wir heute als trans, genderfluid oder nichtbinĂ€r bezeichnen wĂŒrden und niemand in der Serie stellte das infrage. Genau das macht es so großartig fĂŒr mich! Die Figuren sind selbstverstĂ€ndlich Teil der Welt, ohne dass ihre IdentitĂ€t problematisiert wird.

Als Kind kannte ich diese Begriffe natĂŒrlich nicht. Aber ich fand es unglaublich cool, dass Kou Seiya, Kou Taiki und Kou Yaten sowohl weiblich als auch mĂ€nnlich sein konnten. Ich habe das nicht hinterfragt und oft habe ich mir vorgestellt, wie es wĂ€re, wenn ich mich selbst verwandeln könnte.

4. Sex Education (2019 – 2023)

Cal Bowman (gespielt von Dua Saleh) aus „Sex Education“ in Moordale‑Schuluniform unter dramatischem BĂŒhnenlicht; nichtbinĂ€re Figur, die Themen wie IdentitĂ€t, Selbstfindung und queere ReprĂ€sentation verkörpert. | Die 5 besten Queer Cinema Serien
Cal Bowman (Dua Saleh) bringt in Staffel 3 von „Sex Education“ eine wichtige nichtbinĂ€re Perspektive ein – ein Charakter, der IdentitĂ€t, Selbstfindung und queere Sichtbarkeit authentisch verkörpert — Sex Education | 2019 – 2023 ©Netflix

Davon handelt die Serie Sex Education?

Sex Education ist eine humorvolle und zugleich einfĂŒhlsame Serie, die sich mit den Herausforderungen von Teenagern in Bezug auf SexualitĂ€t, Beziehungen und Selbstfindung auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht Otis Milburn (Asa Butterfield), ein unsicherer Teenager, dessen Mutter (Gillian Anderson) als Sexualtherapeutin arbeitet. Obwohl er selbst unerfahren ist, beginnt er gemeinsam mit seiner MitschĂŒlerin Maeve Wiley (Emma Mackey) eine inoffizielle „Sex-Therapie-Klinik“ an seiner Schule.

Die Serie beleuchtet auf einfĂŒhlsame Weise die Probleme und Unsicherheiten der SchĂŒler:innen, wĂ€hrend sie mit ihrer IdentitĂ€t, Liebe und sozialen Erwartungen kĂ€mpfen. Mit einer Mischung aus Comedy und Tiefgang erzĂ€hlt Sex Education Geschichten, die alle Altersgruppen ansprechen, und setzt sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen wie Geschlechterrollen, sexuelle Orientierung und psychischer Gesundheit auseinander. Die Serie ĂŒberzeugt durch einen charmanten Cast und komplexe Charaktere, die sowohl lustige als auch berĂŒhrende Momente schaffen.

Sex Education | 2019 – 2023 © Netflix

Die 5 besten Queer Cinema Serien: Die Serie, die 19 Jahre zu spĂ€t kam: Sex Education 💙🍆📋

Ich habe die Serie Sex Education spĂ€t entdeckt. Viel zu spĂ€t. Als 2019 die erste Staffel auf Netflix erschien, haben gefĂŒhlt alle darĂŒber gesprochen und die Serie gehypt. Ich war damals in einer ganz anderen Blase, und diese Jahre sind fĂŒr mich heute teilweise verschwommen. Auf diesen Hype‑Train wollte ich jedenfalls nicht aufspringen. Vielleicht dachte ich auch, dass ich nicht schon wieder eine Coming‑of‑Age‑Serie ĂŒber Jugendliche brauche, die unbedingt zum ersten Mal Sex haben und den ersten Kuss erleben wollen.

Allerdings ist Sex Education so viel mehr als das.

FĂŒr mich kam die Serie 19 Jahre zu spĂ€t. Gesehen habe ich sie erst letztes Jahr, gebraucht hĂ€tte ich sie aber im Jahr 2000, als ich 14 war und die PubertĂ€t mir das Leben zur Hölle machte. Sexuelle AufklĂ€rung? Fehlanzeige. Niemand wĂ€re damals auf die Idee gekommen, offen ĂŒber Sex, SexualitĂ€t oder alles, was dazugehört, zu sprechen. Wir hatten die Bravo, die „ein bisschen“ aufklĂ€rte. Aber kaum ĂŒber HomosexualitĂ€t, GenderfluiditĂ€t, TransidentitĂ€t und vieles mehr. Heute weiß ich, warum ich mich damals so „lost“ fĂŒhlte. Denn hĂ€tte ich eine Serie wie Sex Education gehabt, hĂ€tte ich mich viel frĂŒher mit dem kompletten Umfang von Queerness auseinandersetzen können. Shit happens, wĂŒrde man sagen. Ich bin aber froh, dass jĂŒngere Generationen heute mehr Möglichkeiten bekommen, sich selbst zu verstehen und es mehr Serien dieser Art gibt.

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Sex Education hat mich auf vielen Ebenen begeistert. Die Themenvielfalt ist enorm. Es geht nicht einfach darum, wie ein Jugendlicher mit sozialen Hemmungen endlich „zum Schuss“ kommt. Sex Education stellt SexualitĂ€t infrage, bringt Unsicherheiten ans Licht und rĂŒckt GeschlechtsidentitĂ€ten in den Fokus. Die Serie zeigt unterschiedliche Wahrnehmungen, Grenzen und kulturelle HintergrĂŒnde. Es geht um Akzeptanz, Selbstfindung und den Umgang mit der eigenen SexualitĂ€t und IdentitĂ€t.

Dabei wirkt die Serie weder ĂŒberdramatisiert noch beschönigend. Sie beleuchtet auch die Schattenseiten wie Homophobie, Mobbing oder Ausgrenzung. Und trotzdem fĂŒhlt sie sich nicht bedrĂŒckend an. Neben der AufklĂ€rung rund um SexualitĂ€t und IdentitĂ€t behandelt Sex Education auch Themen wie Alleinerziehende, Scheidungen und VerlustĂ€ngste. Man fĂŒhlt sich in vielen Bereichen irgendwie aufgehoben. Auch die Probleme Erwachsener – in Beziehungen, in der SexualitĂ€t, in der Ehe – werden gezeigt.

An vielen Stellen fĂŒhlte ich mich komplett abgeholt. Als Scheidungskind. Als introvertierte, schĂŒchterne Person. Und als jemand, der sich oft im falschen Körper gefĂŒhlt hat und es noch immer tut. Bei Sex Education hatte ich oft das GefĂŒhl, da ist endlich jemand, der mir zuhört.

3. DRUCK (2018 – 2022)

Isi (gespielt von Eren M. GĂŒvercin) aus der Serie „DRUCK“ in emotionaler Nahaufnahme unter blau‑violettem Licht; eine nichtbinĂ€re Figur, die Themen wie IdentitĂ€t, Selbstfindung und queere ReprĂ€sentation verkörpert. | Die 5 besten Queer Cinema Serien
Isi (Eren M. GĂŒvercin) ist eine Figur, die GenderfluiditĂ€t, IdentitĂ€t und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt eindrucksvoll sichtbar macht — Druck | seit 2018 ©Bantry Bay Productions | FUNK
Schwarz-weiß-Werbung von Thalia mit dem Titel „QUEER LOVE STORYS“. Links steht der Schriftzug in großen schwarzen Großbuchstaben. Darunter ein Button mit der Aufschrift „Shop Now“ und dem Thalia-Logo mit einem kleinen Vogel. Rechts im Bild kĂŒssen sich zwei Personen mit langen, hellen Haaren zĂ€rtlich. Die Szene vermittelt IntimitĂ€t, Liebe und Sichtbarkeit queerer Beziehungen. | Media Monday #751

Welche Geschichte erzÀhlt die Webserie DRUCK?

DRUCK ist eine deutsche Jugend-Webserie, die das Leben von SchĂŒler:innen an einem Berliner Gymnasium begleitet und Themen wie Freundschaft, Liebe, IdentitĂ€t, soziale Dynamiken und den Übergang ins Erwachsenenleben behandelt. Die Serie ist die deutsche Adaption des norwegischen Formats SKAM und ĂŒbernimmt dessen besondere ErzĂ€hlweise: Die Handlung wird in kurzen Clips veröffentlicht, die in Echtzeit erscheinen und am Ende der Woche zu einer vollstĂ€ndigen Episode zusammengefĂŒhrt werden. ErgĂ€nzt wird das Geschehen durch Instagram-Profile und ChatverlĂ€ufe der Figuren, wodurch ein immersives, transmediales ErzĂ€hlen entsteht, das den Alltag der Jugendlichen besonders authentisch abbildet.

Jede Staffel rĂŒckt eine andere Hauptfigur in den Mittelpunkt und erzĂ€hlt deren persönliche Perspektive auf Herausforderungen wie Freundschaftskonflikte, erste Beziehungen, Selbstfindung, familiĂ€re Erwartungen, kulturelle IdentitĂ€t oder psychische Belastungen. Dabei bleibt die Serie nah an der LebensrealitĂ€t junger Menschen, zeigt deren Fehler, Wachstum und Beziehungen und legt großen Wert auf DiversitĂ€t und gesellschaftliche Themen.

Mit insgesamt acht Staffeln und einem breiten Ensemble an Figuren entwickelte sich DRUCK zu einem der erfolgreichsten Jugendformate im deutschsprachigen Raum. Die Serie wurde mehrfach fĂŒr den Grimme-Preis nominiert und gilt als wichtiger Beitrag zu moderner, digital erzĂ€hlter Coming-of-Age-Fiktion.

Druck | 2018 – 2022 © Bantry Bay Productions | FUNK

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Die 5 besten Queer Cinema Serien: DRUCK – authentisch, divers und ĂŒberraschend tiefgrĂŒndig đŸ’šđŸŒˆđŸŸ

Ähnlich wie Sex Education ist die deutsche Webserie DRUCK konzipiert, die auf dem norwegischen Format SKAM basiert. Die Themen sind ebenso vielschichtig wie realitĂ€tsnah. Wenn man in die Jahrzehnte zurĂŒckblickt, hatten Jugendliche immer Ă€hnliche Probleme: ĂŒberforderte oder alkoholabhĂ€ngige Eltern, Schulstress, die erste Liebe, SexualitĂ€t, IdentitĂ€t, Trauer, Verlust und Depressionen. Schon in den 70ern wurde das in Christiane Fs Wir Kinder vom Bahnhof Zoo sichtbar – familiĂ€re Belastungen, Überforderung und Schmerz, die junge Menschen in die AbhĂ€ngigkeit trieben. Vieles davon ist heute nicht anders.

Viele dieser Themen finden in DRUCK ihren Platz. Dazu kommen Rassismus, Integration, Mobbing und vor allem Queerness. Die Serie begleitet junge Menschen, die ihren Weg suchen. In der Liebe, in der Schule, im spĂ€teren Leben. Sie spricht ĂŒber SexualitĂ€t, Überforderung, Depressionen und LernschwĂ€chen wie Dyskalkulie und tut das erstaunlich feinfĂŒhlig. Dadurch können sich junge Menschen auf vielen Ebenen abgeholt fĂŒhlen. Und natĂŒrlich geht es auch um Freundschaft – echte, komplizierte, verletzliche Freundschaft.

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Richtig gepackt hat mich die 3. Staffel ĂŒber Matteo Florenzi (Michelangelo Fortuzzi), der herausfindet, dass er auf Jungen steht. Diese Staffel war fĂŒr mich die konfliktreichste und tiefgrĂŒndigste der frĂŒhen Staffeln. Und die 7. Staffel mit Ismail „Isi“ Inci (Eren M. GĂŒvercin) hat mich komplett abgeholt, denn sie bietet weniger Romance, dafĂŒr aber mehr IdentitĂ€t. Isi, als mĂ€nnlich geborene Person, die sich feminin kleidet und sich nicht in ein Schema pressen lĂ€sst, hat mich persönlich tief erreicht.

In meiner Jugend hĂ€tte ich mir so eine Serie gewĂŒnscht. Manchmal macht es mich traurig, dass ich erst so spĂ€t gemerkt habe, dass ich trans bin. Wie schon erwĂ€hnt fehlten mir Zugang, Sprache und AufklĂ€rung. Wenn ich DRUCK sehe, wĂŒnsche ich mir manchmal, ich hĂ€tte auch so eine queere Jugend gehabt. Mit 39 ist das lange vorbei. Und damals hĂ€tte niemand verstanden, was „nicht-binĂ€r“ bedeutet. Heute gibt es mehr SensibilitĂ€t fĂŒr diese Thematik und gleichzeitig Menschen, die behaupten, das gĂ€be es nicht. Aber das ist nicht deren Entscheidung.

FĂŒr mich ist DRUCK ein ganz persönlicher Weg, Dinge in meinem Leben zu verstehen. Eben weil die Themen so vielschichtig sind. Weil die Serie Figuren zeigt, die mit Problemen hadern, die meinen eigenen so Ă€hnlich sind – damals wie heute.

2. Prisma (2022 – 2024)

Daniele Tramet (gespielt von Lorenzo Zurzolo) und Andrea Risorio (gespielt von Mattia Carrano) aus der Serie „Prisma“ lehnen nachdenklich an einer farbigen Wand am Meer; visuelle Darstellung von IdentitĂ€tssuche, queerer Selbstfindung und dem italienischen Setting der Serie. | Die 5 besten Queer Cinema Serien
Daniele Tramet (Lorenzo Zurzolo) und Andrea Risorio (Mattia Carrano): zwei junge Menschen, die IdentitĂ€t, Mut und die vielschichtige queere Selbstfindung der Serie verkörpern — Prisma | 2022 – 2024 ©Amazon Prime Video
Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Filmen von Pedro AlmodĂłvar im Thalia Shop
Foto ©LEONINE Studios | La mala educaciĂłn – Schlechte Erziehung

Worum geht es in der Serie Prisma?

Prisma ist eine italienische Coming-of-Age-Serie, die die komplexen Themen rund um IdentitĂ€t, sexuelle Orientierung, Ă€ußere Erscheinung und persönliche TrĂ€ume junger Menschen behandelt. Die Handlung spielt in der Stadt Latina und begleitet eine Gruppe von Teenagern auf ihrer Suche nach sich selbst in einer Welt, die sich stĂ€ndig verĂ€ndert.

Im Zentrum stehen die eineiigen Zwillinge Andrea Risorio und Marco Risorio (beide gespielt von Mattia Carrano), die Ă€ußerlich identisch sind, aber innerlich völlig unterschiedliche KĂ€mpfe austragen. Andrea ist bisexuell und erlebt seine GeschlechtsidentitĂ€t als fließend. Er versteckt seine feminine Seite, trĂ€gt heimlich Röcke und Make-up und fĂŒhrt online ein geheimes Profil, ĂŒber das er mit Daniele Tramet (Lorenzo Zurzolo) kommuniziert – einem Schwimmkollegen seines Bruders, in den er sich verliebt. Marco hingegen ist introvertiert und sportlich, mit einer Leidenschaft fĂŒrs Schwimmen. Er erlebt eine komplizierte Beziehung mit Carola (Chiara Bordi), die durch einen Vertrauensbruch und ein virales Video erschĂŒttert wird.

Prisma | 2022 – 2024 ©Amazon Prime Video

Schwarz-weiß-Werbegrafik mit zwei eng aneinander liegenden Personen, die einander sinnlich berĂŒhren. Links steht in großen orangefarbenen Buchstaben „QUEER LOVE STORYS“. Rechts unten befindet sich ein Button mit „SHOP NOW“ sowie das Thalia-Logo.

Die 5 besten Queer Cinema Serien: Prisma – eine Serie ĂŒber IdentitĂ€t und Selbstfindung 🌈💜🎭

Wie es selten der Fall ist, hat mich die Serie Prisma schon mit der ersten Episode total abgeholt und ich konnte gar nicht aufhören zu schauen. Als dann das Staffelfinale lief und Amazon Prime mich fragte, ob ich den Abspann sehen möchte, war ich erst einmal verwirrt. Da wurde mir klar, dass nur eine Staffel verfĂŒgbar ist. Und jetzt Ă€rgere ich mich ein bisschen, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Ich hoffe, ich erfahre es bald.

Ich mag die Serie sehr, auch wegen ihres Settings. Italien ist wirklich ein schönes Land. Ich war leider noch nie dort, aber irgendwann möchte ich unbedingt hinreisen. Vielleicht sogar direkt nach Latina, wo die Serie spielt. Im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Andrea Risorio und Marco Risorio (beide gespielt von Mattia Carrano). Andrea merkt schon frĂŒh, dass er gerne Kleider trĂ€gt, und hat das als Kind heimlich immer öfter getan. Mit 17 ist er an einem Punkt angekommen, an dem er sich immer mehr ausprobiert: femininer Ausdruck, Make-up, Pumps. Er erstellt sogar einen Instagram-Account, auf dem man ihn eher als Frau wahrnimmt – ohne sein Gesicht zu zeigen.

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Andrea verliebt sich außerdem in Daniele Tramet (gespielt von Lorenzo Zurzolo) und merkt, dass er bisexuell ist. Prisma spielt stark mit dem Thema IdentitĂ€t als Prozess und lĂ€sst Andrea sich erst einmal finden, statt ihn in eine Schublade zu stecken. Deshalb ist seine Figur auch nicht klar als trans definiert. Gleichzeitig spielt die Serie auch mit SexualitĂ€t: Die Protagonist:innen probieren sich aus, sind offen fĂŒr verschiedene Beziehungen und lassen sich nicht in feste Muster pressen.

FĂŒr mich ist Prisma eine dieser Serien, die nicht nur eine Geschichte erzĂ€hlen, sondern etwas in mir anstoßen. Je lĂ€nger ich darĂŒber nachdenke, desto klarer wird mir, warum sie mich so berĂŒhrt: Sie zeigt Menschen, die sich selbst suchen und genau das begleitet mich schon mein ganzes Leben. Vielleicht erkenne ich mich deshalb so sehr in Andreas Suche nach IdentitĂ€t wieder. Vielleicht, weil die Serie zeigt, wie viel Mut es braucht, sich selbst treu zu bleiben. Oder weil sie mir das GefĂŒhl gibt, dass es nie zu spĂ€t ist, sich neu zu entdecken. Andrea erinnert mich daran, sich selbst Raum zu geben. FĂŒr Zweifel, fĂŒr Mut, fĂŒr VerĂ€nderung. Am Ende sehe ich in Prisma nicht nur eine Serie, sondern auch ein StĂŒck von mir selbst.

1. Euphoria (seit 2018)

Rue Bennett (gespielt von Zendaya) aus „Euphoria“ sitzt nachdenklich auf dem RĂŒcksitz eines Autos, in warmes Licht getaucht; eine visuelle Darstellung von Verletzlichkeit, emotionalem Druck und der dĂŒsteren Coming‑of‑Age‑AtmosphĂ€re der Serie. | Die 5 besten Queer Cinema Serien
Rue Bennett (Zendaya) ist eine Figur, deren Kampf mit Trauma, Sucht und emotionaler Überforderung die Serie zu einem der eindringlichsten Jugenddramen macht— Euphoria | seit 2019 © A24 | Home Box Office (HBO) | Little Lamb

Darum geht es in der Serie Euphoria:

Euphoria ist eine US‑amerikanische Dramaserie, die das Leben einer Gruppe Jugendlicher begleitet, die in einer Welt aus emotionalem Druck, sozialen Medien, IdentitĂ€tssuche und familiĂ€ren Konflikten ihren Platz finden mĂŒssen. Im Mittelpunkt steht die 17‑jĂ€hrige Rue, die nach einem Entzug versucht, ihren Alltag und ihre Beziehungen wieder unter Kontrolle zu bringen, wĂ€hrend sie mit psychischen Belastungen und AbhĂ€ngigkeit kĂ€mpft.

Die Serie erzĂ€hlt in intensiven, oft schonungslosen Bildern von Themen wie Liebe, SexualitĂ€t, Selbstwert, Traumata, Gewalt, Sucht und der Frage, wie junge Menschen in einer ĂŒberfordernden, hypervernetzten Gegenwart erwachsen werden. Jede Figur bringt ihre eigene Perspektive und Verletzlichkeit ein, wodurch ein vielschichtiges Bild moderner Jugend entsteht – geprĂ€gt von Sehnsucht, Selbstzerstörung, LoyalitĂ€t und dem Wunsch nach Zugehörigkeit.

Euphoria | seit 2018 © HBO Max | Rotten Tomatoes

Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Queere Geschichten auf Thalia im Shop

Die 5 besten Queer Cinema Serien: Euphoria Ästhetik, IdentitĂ€t & Queerness 💚✹🌈

Last but not least … Euphoria. Eine Serie, die mich von Anfang an begeistert hat und es bis heute tut. Sie ist nicht nur optisch eine Wucht, sondern erzĂ€hlt ihre Geschichte in einer ganz eigenen, intensiven Bildsprache. WĂ€hrend die frĂŒhen Folgen im Neonlicht ertrinken und an die dĂŒstere Ästhetik eines Nicholas‑Winding‑Refn‑Films erinnern, trĂ€gt die dritte Staffel – wie ich im letzten Media Monday beschrieben habe – plötzlich Quentin‑Tarantino‑Vibes in sich. Euphoria erfindet sich stĂ€ndig neu, ohne seine Grundstimmung zu verlieren.

Auch thematisch ist die Serie radikal und konsequent. Queerness ist hier kein erklĂ€rungsbedĂŒrftiges Element, sondern selbstverstĂ€ndlich Teil der Welt. Niemand stellt Rues (Zendaya) Lesbischsein infrage, niemand wundert sich ĂŒber ihre Beziehung zur Transfrau Jules Vaughn (Hunter Schafer). Die Serie zeigt queere IdentitĂ€ten nicht als Ausnahme, sondern als RealitĂ€t, die einfach existiert.

Gleichzeitig scheut Euphoria nicht davor zurĂŒck, die problematischen Seiten sichtbar zu machen, besonders im Umgang mit Jules. Ihre Sexualisierung, die Fetischisierung von Transfrauen und die VerknĂŒpfung mit Sexarbeit werden nicht beschönigt, sondern aus ihrer eigenen Perspektive erzĂ€hlt. Die Serie zeigt, wie verletzlich Transfrauen in einer Welt sind, die sie gleichzeitig begehrt und abwertet. Ein Gegenpol dazu ist Cal Jacobs (gespielt von Eric Dane), Nates Vater. Seine heimlichen Begegnungen mit queeren MĂ€nnern und Transfrauen zeigen die zerstörerische Wirkung eines Lebens, das von Scham, VerdrĂ€ngung und internalisierter Homophobie geprĂ€gt ist. Seine Geschichte macht deutlich, wie viel Leid entsteht, wenn Menschen nicht offen leben dĂŒrfen. Und wie sich dieses Leid in Gewalt, LĂŒgen und Missbrauch entlĂ€dt.

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Inmitten all dieser Themen mĂŒssen die Jugendlichen ihren Platz in einer Welt finden, die sie mit emotionalem Druck, familiĂ€ren Konflikten, sozialen Medien und IdentitĂ€tsfragen ĂŒberfordert. DrogenabhĂ€ngigkeit, toxische Beziehungen, Gewalt und Selbstzerstörung ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichten. Jede Figur bringt ihre eigene Perspektive und Verletzlichkeit ein, wodurch ein vielschichtiges Bild moderner Jugend entsteht: geprĂ€gt von Sehnsucht, Chaos, LoyalitĂ€t und dem Wunsch nach Zugehörigkeit.

Stilistisch wie erzĂ€hlerisch bleibt Euphoria eine Ausnahmeerscheinung: visuell kraftvoll, atmosphĂ€risch dicht und emotional kompromisslos. Die Serie gilt zu Recht als eine der prĂ€gendsten Coming‑of‑Age‑Produktionen der letzten Jahre und wurde international fĂŒr ihre Darstellung psychischer Gesundheit, queerer IdentitĂ€ten und sozialer Dynamiken gewĂŒrdigt.


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  • Our Flag Means Death | 2022–2023 | queeres Ensemble
  • The Boys | 2019– | queeres Ensemble (bisexuelle Figuren, LGBTQ‑Themen)
  • Grey’s Anatomy | 2005– | queeres Ensemble
  • American Crime Story | 2016– | queere Themen
  • Scream Queens | 2015–2016 | queer codiertes Ensemble
  • The New Normal | 2012–2013 | schwule Familienkomödie
  • Doctor Who | 2005–heute | queere Hauptfigur
  • Skam France | 2018– | queeres Ensemble
  • Orange Is the New Black | 2013–2019 | queeres Ensemble
  • American Horror Story | 2011– | queeres Ensemble
  • Das Rad der Zeit (The Wheel of Time) | 2021– | queeres Ensemble
  • Good Omens | 2019–2023 | queer codiertes Duo
  • Glee | 2009–2015 | queeres Ensemble
  • Stranger Things | 2016–2026 | queere Nebenfiguren / Ensemble

※※※

💜 Queer‑codiert / Geschlechtsnonkonform / Androgyn

  • Die Rosen von Versailles (Lady Oscar) | 1979–1980 | geschlechtsnonkonforme Tomboy‑Heldin
  • Georgie | 1983–1984 | GNC / queer‑codiert
  • Prinzessin FantaghirĂČ | 1991–1996 | Tomboy‑Heldin
  • X‑Men: Die Animationsserie | 1992–1997 | queer‑codiert
  • Die Legende von Korra | 2012–2014 | sapphische Elemente
  • Revolutionary Girl Utena | 1997 | androgyn / queer‑codiert
  • She‑Ra und die Rebellen‑Prinzessinnen | 2018–2020 | sapphisches Ensemble
  • Steven Universe | 2013–2020 | queer‑codiert / nonbinĂ€r codiert
  • The Owl House | 2020–2023 | sapphisch / nonbinĂ€r codiert
  • FĂŒnf Freunde | 1978 | Tomboy‑Figur
  • Black Doves | 2024 | queer‑codiert / WLW‑Subtext
  • Sex and the City | 1998–2004 | queer‑codiert / Gay‑Culture‑BezĂŒge
  • And Just Like That
 | 2021– | queeres Ensemble / queer‑codiert
  • Zoey’s Extraordinary Playlist | 2020–2021 | genderfluide Nebenfigur
  • House of the Dragon | 2022–heute | homosexuelle Andeutungen
  • Wir Kinder vom Bahnhof Zoo | 2021 | queere Andeutungen / Subtext

💛 Trans / NichtbinĂ€r

  • Pose | 2018–2021 | trans Ensemble
  • Transparent | 2014–2019 | trans Hauptfigur
  • Sort Of | 2021–2022 | nichtbinĂ€re Hauptfigur
  • Gen V | 2023– | nichtbinĂ€re Hauptfigur
  • Clean Slate | 2024– | trans Hauptfigur
  • Sense8 | 2015–2018 | trans & queeres Ensemble
  • Star Trek: Discovery | 2017–2024 | trans & nichtbinĂ€re Figuren
  • Das Geheimnis des Flusses | 2024 | trans & queeres Ensemble

Die 5 besten Queer Cinema Serien: ein paar letzte Worte

Die Reise durch die 5 besten Queer Cinema Serien 🌈đŸ“șđŸ’« zeigt einmal mehr, wie viel Kraft in Geschichten steckt, die queere IdentitĂ€t nicht erklĂ€ren, sondern einfach leben lassen. Jede dieser Serien öffnet ein eigenes kleines Universum. Voller Sehnsucht, Mut, Schmerz, Humor und all den Zwischentönen, die queeres Leben ausmachen. Manche haben mich tief berĂŒhrt, andere haben mir neue Perspektiven geschenkt, wieder andere haben mir das GefĂŒhl gegeben, endlich verstanden zu werden. Doch alle haben eines gemeinsam: Sie erzĂ€hlen nicht nur queere Geschichten, sondern menschliche.

Diese Serien erinnern mich daran, wie wichtig Sichtbarkeit ist. Wie wertvoll es ist, Figuren zu sehen, die fĂŒhlen wie ich, zweifeln wie ich, kĂ€mpfen wie ich. Sie zeigen, dass Queerness nicht am Rand stattfindet, sondern mitten im Leben. Laut, leise, widersprĂŒchlich, schön. Und vielleicht ist das der Grund, warum sie mich so nachhaltig begleiten: weil sie mir RĂ€ume öffnen, in denen ich mich wiederfinden kann, ohne mich erklĂ€ren zu mĂŒssen.

Am Ende bleibt fĂŒr mich die Erkenntnis: Queere Geschichten sind kein Trend, sondern ein unverzichtbarer Teil unserer Kultur. Und wir stehen erst am Anfang dessen, was sie erzĂ€hlen können.

Das waren die 5 besten Queer Cinema Serien 🌈✹đŸ“ș aus meiner Feder. Jetzt seid ihr dran!

Welche sind eure besten Queer Cinema Serien?


Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trĂ€gt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise ĂŒber seine Augen fĂ€llt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-PortrĂ€ts verstĂ€rkt.

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10 Kommentare

  1. Ich merke, ich habe da noch viel Nachholbedarf was Queere Serien betrifft. Ich kann einige nennen die mir gefallen, jedoch haben sie es nicht als Thema, oder nur Episodenweise. DafĂŒr aber spannende queere Charaktere. Eine Übereinstimmung haben wir.

    Euphoria: Ich habe sie noch nicht durch, aber gefĂ€llt mir sehr gut. Auch wenn die Einordnung natĂŒrlich Sinn macht, habe ich die gar nicht so sehr als Queere Serie wahrgenommen, sondern als Jugendserie im weitesten Sinne. Aber macht Sinn.

    Star Trek: Auch wenn zwei homosexuelle Charaktere vorkommen, meine ich nicht Discovery. Weil ich die Serie nicht mag, aber aus ganz anderen GrĂŒnden. Die Kritik an Discovery die Serie sei „zu woke“, halte ich auch fĂŒr Schwachsinn, weil Star Trek war schon immer „woke“. Gene Roddenberry hatte fĂŒr The Next Generation bereits vor einen queeren Charakter zu etablieren, aber das ging dem Studio in den 80er zu weit. Dennoch gibt es einige Analogie-Folgen in den es um HomosexualitĂ€t, Homophobie und Transgender geht. Wie die Folge „Verbotene Liebe“ aus Staffel 5 von TNG oder auch die Folge Odan, der Sonderbotschafter, nur um mal zwei zu nennen.

    The Last of Us: In einer Art Zombieapokalypse gibt es nur noch wenige Überlebende. Unter anderem Ellie, der eine besondere Rolle zukommt. Es ist ein lesbischer Charakter, auch wenn es darum nicht geht, aber auch mal fernab aller Klischees. Gespielt wird Ellie von der nonbinĂ€ren Person Bella Ramsey.

    Killing Eve: Polizistin jagt Profikillerin und gehen sowas wie eine Beziehung im Laufe der Serie miteinander ein. Das ist die Serie grob zusammengefasst. Die Serie ist spannend, böse, mit viel schwarzem Humor und großartig gespielt.

    The Orville: FĂŒr mich mittlerweile das eigentliche Star Trek, im Vergleich zu den neuen Star Trek Serien. Ein wenig als Parodie gedacht auf Star Trek, entwickelt sich die Serie doch viel ernsthafter, auch wenn immer noch eine Menge Humor vorhanden ist. Seth MacFarlane, den man eher fĂŒr seinen derben Humor kennt, ist bekennender Star Trek Fan und das merkt man dieser Serie, die von ihm ist, auch an. Da gibt es auch klar offen queere Charaktere die in dieser Welt ganz selbstverstĂ€ndlich sind. Dennoch greift auch die Serie Themen wie Rassismus, Homophobie, Transfeindlichkeit usw. auf.

    1. Deine Auswahl ist großartig @klaathu auch wenn du erst dachtest, du könntest gar nichts beisteuern.

      Spannende, queere Charaktere zĂ€hlen da ja auch dazu. Ich finde es allgemein schön, dass Queerness jetzt auch in Film- und Serien mehr PrĂ€senz hat. Hat es frĂŒher schon gehabt, aber es wird mehr und das ist schön. Auch, dass Menschen einfach in Serien selbstverstĂ€ndlich queer sind.

      Freue mich, dass dir „Euphoria“ gefĂ€llt. Hatte mich auch von der ersten Minute an gepackt. HĂ€nge grad in Staffel 3 und schaue morgen weiter. Freue mich schon darauf.

      Von „Star Trek“ kenn ich nur die drei Filme mit Chris Pine. Aber ich habe auch schon viel darĂŒber gelesen, wie divers die Serie ist. Ja vor allem Discovery. Irgendwie wird sich ja derzeit stĂ€ndig ĂŒber Wokeness aufgeregt. *seufzt

      Schönes Beispiel mit „The Last of Us“. Hab ich immer noch nicht gesehen, weil ich wollte erst das Spiel fertig zocken. Ob das mal was wird? Von der lesbischen Beziehung habe ich schon gehört und es ist sehr schön zu lesen, dass die Geschichte nicht so klischeebelastet ist. Dass Bella Ramsey nichtbinĂ€r ist, wusste ich lange Zeit nicht. Entdecke aber auch immer mehr Menschen, denen es so geht wie mir.

      „Killing Eve“ ist auch ein schönes Beispiel und auch klar queer. Hab ich auch noch auf der Watchlist.

      „The Orville“ kenne ich bisher gar nicht. Klingt interessant. Ich mag ja den Humor von Seth MacFarlane. Großer „Family Guy“ Fan.

      1. @neon_dreamer:

        Freut mich wenn dir meine Auswahl gefÀllt, lag ich doch nicht so daneben.

        Ich muss ehrlich sagen, trotz der zum Teil diversen Charaktere bei Discovery, ist es mir zu wenig divers fĂŒr eine Star Trek Serie. Weil die eigentlichen Themen ĂŒberhaupt nicht aufgegriffen werden. Man muss die alten Serien auch ein wenig in ihrer Zeit betrachten. Auch wenn die Produzenten schon viel mitgegangen sind, ging den manches einfach zu weit. Dennoch wurden solche Themen immer wieder aufgegriffen und vor allem die Philosophie dahinter gelebt. Das fehlt mir bei den neuen Serien.
        Einer der moralischen und philosophischen Grundfundamente der Vulkanier ist das sogenannte IDIC. Infinity Diversity in Infinity Combinations. Unterschiedlichkeit als pure logische Schlussfolgerung um sich zu entwickeln. Kommt bereits in der Original-Serie vor. In den alten Serien wird immer wieder betont: Unterschiede, DiversitÀt, ist Bereicherung und ein Vorteil und kein Problem.

        Bei The Last of Us kann ich nicht beurteilen wie adĂ€quat die Serie im Vergleich zum Spiel ist. Ich bin kein Gamer und kenne das Spiel nur vom Hören sagen. Aber als Serie funktioniert die fĂŒr mich sehr gut, mich packt die. Es gibt in der 1. Staffel eine Folge: „Liebe mich wie ich es will.“ Da geht es um zwei MĂ€nner die sich nach der Apokalypse kennen lernen und ineinander verlieben. Eigentlich so eine typische LĂŒckenfĂŒllerfolge. Aber in dem Fall macht das nichts, weil die Episode ist großartig. Sie ist schön und auch traurig.

  2. Schön zu sehen, wie sehr du hier aus dem Vollen schöpfen kannst und wie dich die genannten Serien begleiten. Mit „Sex Education“ haben wir eine Übereinstimmung und es freut mich sehr zu sehen, wie viel auch dir die Serie gibt, selbst wenn sie fĂŒr dich zu spĂ€t kam. Meine anderen Nennungen sind keine reinen Queer-Serien, sondern solche, in denen mir die Darstellung von queeren Charakteren positiv aufgefallen ist:

    https://moviescape.blog/2026/05/28/die-5-besten-queer-cinema-serien/

    Wie immer live ab Mitternacht 🙂

    1. Vielen Dank @moviescape und auch fĂŒr die Themenauswahl. Gibt da ja doch sehr viele Serien mit queeren Themen. Und ich hatte Zeit ein paar aufzuholen.

      Ja „Sex Education“ ist wirklich eine tolle Serie. Unfassbar, dass ich sie zuerst verschmĂ€ht hatte. War bei „Stranger Things“ aber das gleiche 😅

      Bin gespannt, was du so auflistest.

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