Willkommen zum Media Monday #786! 🌫️🎬💛
Manchmal habe ich das Gefühl, die Welt ist ein bisschen zu laut geworden. Nicht nur im wörtlichen Sinne, sondern auch in der Art, wie Menschen miteinander umgehen. Meinungsverschiedenheiten werden zu Grundsatzkämpfen, Rücksichtnahme scheint immer öfter verloren zu gehen und selbst die kleinen Momente des Alltags fühlen sich manchmal an wie ein permanentes Hintergrundrauschen. Begegnungen, Geräusche und Reize sammeln sich an, bis aus einem normalen Tag eine echte Herausforderung wird.
Gerade deshalb sehne ich mich immer mehr nach den leisen Momenten und nach Orten, an denen ich einfach sein kann. Ich sehne mich nach Geschichten, die mich nicht nur unterhalten, sondern etwas in mir auslösen. Nach Filmen, die mich berühren, überraschen oder auch einfach nur für ein paar Stunden aus dieser lauten Welt entführen.
Doch natürlich bleibt auch die Filmwelt nicht frei von Diskussionen. Während manche Werke bereits vor ihrem Erscheinen in den Himmel gelobt oder zerrissen werden, frage ich mich manchmal, wo eigentlich die Vorfreude geblieben ist. Gleichzeitig gibt es Filme, die mich trotz kleiner Schwächen faszinieren, weil sie einen Moment, eine Szene oder ein Finale besitzen, das lange nachwirkt. Genau solche Entdeckungen machen für mich den Reiz von Kino aus.
Im Media Monday #786 geht es deshalb um ganz unterschiedliche Facetten, wie den Wunsch nach mehr Ruhe, Filme, die mich begeistern oder ratlos zurücklassen. Und um Grenzen bei bestimmten Genres, sowie die Vorfreude auf ein ganz besonderes Kinoerlebnis mit dem QUEER-Streifen Regensburg. Zwischen Found Footage, japanischer Filmkunst, Horror, Nostalgie und persönlichen Gedanken ist wieder alles dabei, was mich in den letzten Tagen und Wochen beschäftigt hat.
Also macht es euch gemütlich, schenkt euch einen Kaffee oder Tee ein ☕ und begleitet mich durch den Media Monday #786. Vielleicht findet ihr dabei ja den ein oder anderen Gedanken, Film oder Moment, der euch ebenfalls nicht mehr loslässt. 🌈🎞️
Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark
Was ist der Media Monday?
Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍
Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.
Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖
1. Der Wunsch nach leiser leben in einer lauten Welt im Media Monday #786 🌫️🤫🔊

Auch interessant: Die 5 besten Coming-of-Age-Filme

Ich würde mir ja wünschen die Menschen würden wieder respektvoller und rücksichtsvoller miteinander umgehen. Irgendwie scheint die Mehrzahl zu glauben, ihre Meinung ist die einzig wahre und sie währen ganz allein auf der Welt. Egal wo man ist, die Menschen sind laut. Die ganze Welt ist laut. Im Bus wird laut Musik gehört, laut gelacht, sich von den Kurven hin und her gewogen und dir auf die Füße getreten. Egal ob man selbst Musik mit Kopfhörern hört, man hört alles andere noch immer. Und ja, ich weiß, dass es Noice Cancelling Kopfhörer gibt, aber wenn man aus gesundheitlichen Gründen, am unteren Rand der Gesellschaftsschicht lebt, kann man sich sowas nicht leisten. Danke für diesen wertvollen Tipp. Ich kann auch nicht mein restliches Leben mit Kopfhörern rumlaufen.
⁘
Und wenn die Leute nicht laut Musik hören, dann telefonieren sie. Inzwischen vermisse ich die Zeit, in der alle nur noch Nachrichten geschrieben hatten und Telefonieren aus der Mode kam. Nach dem Telefonieren kommen die Menschen, die sich Reels anschauen. Natürlich auch laut aufgedreht. Ach ja die Menschen die Nachrichten schauen und den ganzen Zug damit beschallen, die habe ich noch vergessen. Und die Kinder, die auf den Tablets Serien schauen. Langsam frage ich mich, ob die anderen gar nichts mehr mitbekommen.
Hören die, diesen Lärm nicht? Ich würde ja gar nicht mehr aus dem Haus gehen, wenn es zu Hause ruhiger wäre, aber auch hier ist er Verkehr – in der Seitenstraße in der ich wohne, wohl gemerkt – exorbitant geworden. Inzwischen fühlt sich das hier an wie eine Hauptstraße, die eigentlich parallel durchs Dorf führt. Aber alle fahren hier durch und halten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung 30 khm/h.
⁘
Letzte Woche wurde bei mir gemessen, was mich stresst. Das nennt sich Biofeedback. Ich habe das in der Vergangenheit schon mal getan. Und es sind andere Menschen. Andere Menschen stressen mich einfach. Egal ob im Verkehr, in den Läden oder in der Familie. Dazu kommt jetzt auch der Lärm. Denn viele glauben wohl, wie bereits erwähnt, sie wären alleine auf der Welt. Lauter Fernseher, der über den ganzen Gang schallt, lautes Gerede, Geschreie und nicht zu vergessen, Türen zu knallen. Die haben ja keinen Griff. Ich merke jetzt, als ich diese Zeilen schreibe, wie mich das auch schon wieder stresst. Und ist euch auch schon aufgefallen, dass in jedem Laden, außer den Bücherläden, Musik dudelt? Ich kann das alles nicht mehr ….
2. & 3. Possession: Zwischen Wahnsinn & Meisterwerk 🎥🩸🌀

Auch interessant: Die 5 besten Cosmic Horror Filme

Possession von Andrzej Zulawski braucht jetzt eigentlich kein Remake, denn der Film ist auf seine Weise einzigartig. Nicht nur das kalte Farbbild, das Zulawski damals für den Film zeichnete, sondern auch die Darstellenden sind kaum zu übertreffen. Von den Filmen, die ich bisher mit Sam Neill (Ruhe in Frieden) gesehen habe, finde ich, dass seine Performance in Possession einer seiner besten ist. Das Ensemble spielt sich hier um Kopf und Kragen, besonders Isabelle Adjani liefert eine Performance ab, die unübertrefflich ist.
Der Film ist nicht nur ein Horrorfilm mit Body-Horror-Einschlägen, sondern thematisiert auch Berlin der 1980er Jahre, eine Zeit von Überwachung und Misstrauen. Zusätzlich sprechen H. P. Lovecraft Fans davon, dass Possession eine Anlehnung an die Cosmic Horror Geschichten des Autors ist. Das Lexikon des internationalen Films urteilte, dass die Produktion höchst irritierend sei, allenfalls fragmentarisch mit seiner Handlung und gefüllt mit kafkaesken Dimensionen. Das trifft es auch ziemlich genau, denn der Film ist wie ein Fiebertraum. Eine Sog, der sein Publikum ins Verderben stürzt.
Ich zweifle nicht daran, dass Margaret Qualley die Hauptrolle genau so großartig spielen wird, wie Isabelle Adjani. Allerdings glaube ich nicht, dass man diesem Filmkunstwerk mit einem Remake einen Gefallen tut. Im Mai 2024 erschien laut Wikipedia sogar bereits ein indonesisches Remake. Es gibt so viele Geschichten, auch von H. P. Lovecraft, die noch nicht verfilmt wurden. Warum nimmt man nicht mal was neues, statt alte Filme, die für sich bereits Kunstwerke sind, neu zu gestalten?
Wenn es stimmt, was man schreibt ist es keine Fiktion, sondern Realität.
4. Media Monday #786: Mein nächstes Kino-Highlight heißt QUEER-Streifen Regensburg 🌈🍿

Auch interessant: Die 5 Besten Body Horror Filme

Das QUEER-Streifen Regensburg verspricht, ein echtes Highlight in meinem Kinojahr 2026 noch zu werden. Immerhin gibt es jetzt keinen Film mehr, auf den ich mich so richtig freue und einen Kinobesuch plane. Die, die mich interessiert hatten, habe ich jetzt gesehen oder sie sind, wie so üblich, nicht in meinem Kino gelaufen. Also ist das Festival mein nächstes großes Highlight im Kino und ich bin schon sehr gespannt. Vielleicht schaffe ich es dieses Mal an mehreren Veranstaltungen teilzunehmen und mir auch ein paar Langfilme anzusehen.
Eigentlich wollte ich ja zu Christopher Nolans Die Odyssee ins Kino und hatte mir in der Redaktion dafür eine Review reserviert. Diese habe ich inzwischen meinem Kollegen Martin abgegeben, denn mir ist die Lust vergangen. Wenn gewisse Personen schon im Vorfeld alles schlecht reden, was an dem Film „so Scheiße“ aussieht, nur weil sie den Trailer gesehen haben, bin ich dann irgendwann nur noch genervt. Ich glaube aber auch nicht daran, dass mir der Film gefallen würde, denn mit Christopher Nolan hab ich persönlich so meine Probleme.
Nach Inception (2010) war ich sehr begeistert von Christopher Nolan. Aber seine anderen Werke holen mich einfach nicht so richtig ab. Die Batman Trilogie finde ich langweilig und der total gehypte Interstellar (2014) ist meiner Meinung nach total vorhersehbar. Einzig Tenet (2020) konnte mich noch irgendwie begeistern. Vermutlich wird er einem Rewatch aber auch nicht standhalten. Die Chemie zwischen John David Washington und Robert Pattinson hatte mir gefallen. Und ich fand den Film irgendwie spannend. Naja. Die Odyssee werde ich mir irgendwann im Stream ansehen, wenn er verfügbar ist.
5. Found Footage? Nein, danke! 📹🚫
Backrooms | © Constantin Film
Es hätte nicht viel gefehlt, um mich davon zu überzeugen, mir den Film Backrooms von Kane Parsons anzusehen. Jemand meinte, der Film hätte viel von David Lynch, das hatte mein Interesse geweckt. Da ich kein Fan von Found Footage bin, haderte ich. Aber man meinte, da wäre nur 10 Minuten Found Footage Material drin. Mmh. Aber der Film wird als Found Footage bezeichnet und nein, ich will da nicht schon wieder durch. Das ist einfach nicht mein Genre. Aber irgendwie haben ganz viele andere Gefallen daran. Das verstehe ich nicht, muss ich aber auch nicht. Jede Person kann ja mögen, was sie möchte.
Was ich aber dann doch etwas grenzwertig finde ist, wenn man das in eine Challenge packt und das immer wieder und ich dann sage, „ich kann da nicht wieder durch, das pack ich nicht“ und dann Argumente fallen wie „aber so Challenges sind doch dafür da, dass man aus seiner Komfortzone raus geht“. Das ist für mich kein einfaches „aus der Komfortzone raus gehen“, weil Found Footage für mich einfach unerträglich ist. Immerhin habe ich es mit mehreren Filmen schon versucht, aber ich pack das nicht.
Diese Wackelkamera, die plumpen Stories und die Schocker, die halt keine sind, das stresst mich einfach nur. Und ich hab keine Lust mehr, mir Filme anzusehen, bei denen ich mich dann auch noch mindestens 60 Minuten langweilen muss.
6. & 7. Zerbrechliches Schicksal: Das Meisterwerk steckt im letzten Akt 🎬✨

Auch interessant: Die 5 besten Filme im Grünen

Der Film The Castle of Sand aus dem Jahr 1974 punktet mit seinem außergewöhnlich starken Schlussakt. Der Film hätte mich vermutlich über die gesamte Laufzeit hinweg begeistert, würde er sich konsequent auf diesen konzentrieren. Gerade dort offenbart sich eine tief bewegende Familientragödie. Ein Film, der gewissermaßen im Inneren eines anderen verborgen liegt. Die Kriminalhandlung fungiert dabei zwar als schlüssiger narrativer Rahmen, doch die Dramaturgie investiert zu viel Zeit in ihre nüchtern und beinahe dokumentarisch inszenierte Ermittlungsarbeit. Über weite Strecken fehlte mir dadurch die emotionale Anbindung an das Geschehen, sodass mich der Film bereits nach kurzer Zeit verlor und ich mich regelrecht durch die Handlung arbeiten musste.
Wie eingangs erwähnt, hätte The Castle of Sand für mich das Potenzial zu einem herausragenden Film mit Höchstwertung besessen, wenn die Narration konsequent aus Wagas Perspektive erzählt worden wäre und ihren Fokus auf die Familientragödie gelegt hätte. Gerade diese Perspektivierung verleiht dem letzten Akt eine enorme emotionale Intensität und macht die Figuren erstmals wirklich greifbar. Erst hier entfaltet der Film seine eigentliche Tragweite und kulminiert in einem außergewöhnlichen Finale, dessen emotionale Wucht den langen Weg dorthin letztlich belohnt.
Zuletzt habe ich mir noch eine Tasse Tee eingeschenkt und das war gut, weil ich unbedingt viel mehr trinken muss. Also habe ich mir eine Kanne Tee gemacht. Inzwischen ist der Tee schon kalt, aber das ist auch nicht schlimm, weil er erfrischend zitronig ist und auch kalt genießbar.
※※※
Das war der Media Monday #786 🌫️🎬💛.
Geprägt von der Sehnsucht nach mehr Ruhe in einer Welt, die sich oft viel zu laut anfühlt. Von Momenten der Überforderung, von Reizen, die sich sammeln, und von der Frage, wie viel Lärm ein Mensch eigentlich aushalten kann. Aber auch von Geschichten, die einen auffangen, von Filmen, die faszinieren, und von der Vorfreude auf neue Kinoerlebnisse, die wieder etwas Leichtigkeit zurückbringen können.
Zwischen Alltag, der manchmal zu viel wird, Diskussionen, die mehr Energie kosten als sie geben, und der Erkenntnis, dass nicht jede Herausforderung die eigene Komfortzone bereichern muss, bleibt doch eines bestehen: die Liebe zu Geschichten. Zu Filmen, die berühren, verstören, überraschen oder einfach einen Gedanken zurücklassen, der noch lange nach dem Abspann weiterlebt.
Vielleicht liegt genau darin ein kleiner Gegenpol zu dieser lauten Welt: Orte und Momente zu finden, in denen man wieder bei sich ankommen kann. Ein Film, der einen emotional erreicht oder ein Festival, auf das man sich freut. Eine Tasse Tee, die während des Schreibens langsam kalt wird und trotzdem noch gut schmeckt. Kleine Dinge, die vielleicht unscheinbar wirken, aber trotzdem Halt geben können.
Danke, dass ihr mich durch diese Mischung aus Gedanken, Filmleidenschaft, Frust, Vorfreude und persönlichen Momenten begleitet habt. Ich wünsche euch für die kommenden Tage, dass ihr ebenfalls kleine Inseln der Ruhe findet . Sei es mit einem guten Film, einem stillen Moment oder Menschen, bei denen ihr einfach ihr selbst sein könnt. 🌿☕🎞️
Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #786 für euch:
1. Ich würde mir ja wünschen ____ .
2. ____ braucht jetzt eigentlich ____ .
3. Wenn es stimmt, was man schreibt ____ .
4. ____ verspricht, ein echtes Highlight ____ .
5. Es hätte nicht viel gefehlt, um ____ .
6. ____ punktet mit ____ .
7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .
Über den Autor:

»If you ride like lightning,
you’re gonna crash like thunder.«
– The Place Beyond the Pines –
⁙⁙⁙
Meine Lieblingsfilme definiere ich als die, die mir ein gutes Gefühl geben, mich aufbauen, wenn ich traurig bin oder einfach Filme, die ich immer wieder ansehen kann.
Das sind unter anderem:
The Nice Guys, Begabt – Die Gleichung eines Lebens, Mr. Nobody, Barbie, The Fall Guy, Eiskalte Engel, Wolf of Wall Street, La La Land, Blade Runner 2049, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Notting Hill, Sex and the City und Titanic.
Filmreihen:
Lethal Weapon, Zurück in die Zukunft, High School Musical, Indiana Jones, Mission Impossible und Herr der Ringe.
RILEY
Chief Editor
Queerer, professioneller Filmhasser & Arthouse Geek. ✨🌈💜
Filme konsumiere ich eigentlich schon, seit ich denken kann, immerhin waren meine Eltern selbst Film- & Serienjunkies. Als Kind der späten 80er bin ich nicht nur mit der Welt von Walt Disney aufgewachsen, sondern auch mit zahlreichen Anime-Serien, die damals im TV liefen. Mit meinem ersten Kinobesuch im Jahr 1998 formte sich auch mein eigener Filmgeschmack. Inzwischen habe ich ein Zuhause im Arthaus Kino gefunden und Disneyfilme weit hinter mir gelassen. Somit widme ich mich mehr und mehr den Werken der Filmkunst und lasse mich immer seltener einfach berieseln, sondern schaue Filme, die mich fördern.
Vor allem Meilensteine der Filmgeschichte oder das Queer Cinema können mich begeistern. Ich finde es spannend zu entdecken, welche Filme, die Filmwelt geprägt haben und wie sie Kunst auf ganz eigene Weise formen. Im Queer Cinema fühle ich mich geborgen, denn es erzählt Geschichten, von denen ich mich verstanden fühle.
Neben meiner Leidenschaft für Filme, liebe ich auch die Musik ohne die ich nicht atmen kann. Und wenn ich nichts auf den Ohren haben möchte, tauche ich in die Welt der Bücher ein.
Filmrezensionen schreibe ich jetzt schon viele Jahre und seit 2014 auch hier professionell auf meiner eigens gegründeten Webseite Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst.
Infos für dich & wie du uns unterstützen kannst:
Transparenzhinweis: Affiliate-Programme
Wir möchten dich darüber informieren, dass wir an Affiliate-Programmen teilnehmen. Das bedeutet, dass wir eine kleine Provision erhalten können, wenn du über einen unserer Links Produkte oder Dienstleistungen kaufst. Für dich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten – der Preis bleibt derselbe.
Durch diese Unterstützung können wir unsere Inhalte weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen und stetig verbessern. Vielen Dank, dass du uns auf diese Weise hilfst!
Dir gefällt was wir machen? Dann supporte uns! Kommentiere, teile und like unsere Beiträge auch in Social Media. Mit deiner Unterstützung sorgst du dafür, dass die Seite weiter betrieben werden kann.
Hinweis zum Urheberrecht:
Alle Texte auf diesem Blog sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwendung, Vervielfältigung oder Weitergabe – ganz oder in Teilen – ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung gestattet. Zitate sind unter korrekter Quellenangabe erlaubt. Bei Fragen zur Nutzung bitte Kontakt aufnehmen.
Weitere Blogger:innen aus der Film Community
Header Elements – Media Monday #786: © Passion of Arts Design | Foto: Eine Reihe roter Sitze in einem Filmtheater © Anand Mishra
2 Kommentare
Wie schön, mal wieder eine Media-Monday-Ausgabe von dir zu lesen. Viele deiner Gedankengänge kann ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich vieles davon (wie den Film von 1974 z.B.) nicht kenne – ich würde gerne noch ein paar Anmerkungen, die mir dazu durch den Kopf gegangen sind, loswerden:
1. “Ich kann auch nicht mein restliches Leben mit Kopfhörern rumlaufen.“
– kann ich auch nicht und will es auch nicht, denn abgesehen davon, dass ich keine Lust habe, mich so abzuschotten, halte ich es auch für hochgra-dig gefährlich, wenn ich nicht mehr mitbekomme, was um mich herum geschieht. Und dabei den-ke ich an ein Erlebnis, das ich vor einiger Zeit hatte: als mir plötzlich jemand auf dem Nachhau-seweg folgte, den ich wegen meiner Kopfhörer nicht kommen gehört hatte und der plötzlich da war. Ich weiß bis heute nicht, was der Typ vorhatte, aber ich war froh, dass nichts passiert ist (au-ßer dass ich hinterher hohen Puls hatte und stinkwütend war).
4. “ Wenn gewisse Personen schon im Vorfeld alles schlecht reden, was an dem Film „so Scheiße“ aussieht, nur weil sie den Trailer gesehen haben, bin ich dann irgendwann nur noch genervt.“
– Oh ja, da sagst du was. Bei einigen habe ich den Eindruck, sie wollen vor allem wegen der Besetzung den Film schlechtreden und kommen mit kreuzdämlichen Sprüchen wie „go woke, go broke“ oder argumentieren damit, dass die Kostüme nicht authentisch, historisch korrekt oder werkgetreu wären. Alles ein Riesen-BlaBla, das m.E. von Leuten kommt, die in ihren Ferien nix besseres zu tun haben und mehr über sie selber aussagt als über den Film. – Den ich übrigens nicht sehen werde, weil mir nicht nur der Trailer mit seinen düsteren und verwaschenen Farben ziemlich schnell auf den Keks gegangen ist, sondern weil mir das Interesse an griechischer Mythologie fehlt.
5. “ Aber man meinte, da wäre nur 10 Minuten Found Footage Material drin“
– 10 Minuten? Nur? Ich wünschte, es wäre so gewesen – weil ich seit „Blair Witch“ und „Paranormal Activity“ diesem Genre nichts abgewinnen kann; dennoch war ich überrascht, wie gut mir Backrooms gefallen hat, obwohl mir die Kurzfilmchen auf Kane Parsons Kanal nichts geben. Vielleicht bin ich einfach mit meiner Generation X die falsche Zielgruppe dafür. Auch wenn mir der Film gefallen hat, so finde ich, dass ich Sprüche wie „aber so Challenges sind doch dafür da, dass man aus seiner Komfortzone raus geht“ dir gegenüber nicht passend finde. Warum kann man deine Gründe (Wackelkamera, die plumpen Stories und die Schocker, die halt keine sind) bzw. Stressfaktoren nicht einfach so akzeptieren? Das wäre, wie wenn man mich davon überzeugen möchte, dass ich mich bei Walnüssen im Salat oder rohen Tomaten nicht so anstellen soll, obwohl ich schon mehrmals darauf hingewiesen habe, dass ich gegen den Kram allergisch bin.
@blaupause7
Danke. Ich bin auch froh wieder Zeit dafür zu haben. „The Castle of Sand“ kannte ich bisher auch nicht. Auf einem Discord Server wurde der sogenannte Filmclub wieder belebt und dabei sucht immer eine ausgewählte Person einen Film für die Gruppe aus. Finde das so spannend, weil da immer Filme ans Licht kommen, die man sonst so gar nicht auf dem Schirm hätte.
Zu 1. Ja richtig, das ist auch wirklich gefährlich. Also ich mach das meistens dann nur an ungefährlichen Orten, wie wenn ich an der Haltestelle auf den Bus oder Zug warte und dann in diesen und in Geschäften. Man kann sich auch nicht ständig abschotten, das ist ja auch nichts. Aber an hochsensible Menschen denkt diese laute Welt eben auch nicht. Und irgendwie scheinen die anderen diese Dauerbeschallung ja zu wollen.
Oh das hört sich ja gruselig an. Da bin ich auch froh, dass der Typ dir nichts getan hat. Da krieg ich ja beim Lesen schon Pulsrasen.
Zu 4. Ja der Eindruck täuscht dich da glaube ich nicht. Vor allem geht es um die Besetzung und um Wokeness bla bla. Kann dir da in allen Punkten zustimmen. Auf oben genannten Server ist der Film aber auch ständig Thema jetzt. Auf meinem haben wir wenigstens dafür einen Kanal erstellt, da können die Leute drüber labern. Auf dem anderen wird fast stündlich geteilt, wie das Ranking des Films jetzt ist. Ich bin nur noch genervt. Griechische Mythologie interessiert mich aber trotzdem, aber ja bei dem Film bin ich auch skeptisch. Den Trailer hab ich nicht angesehen, weil die meiner Meinung nach inzwischen den ganzen Film erzählen und das nervt mich.
Zu 5. Oh also stimmt diese Aussage über „Backrooms“ nicht. Gut zu wissen. „Blair Witch“ und „Paranormal Activity“ mochte ich auch nicht. Besonders „Blair Witch“ finde ich überhaupt nicht gut. Aber wie gesagt, ist auch nicht mein Ding. Aber interessant, dass dir der Film dennoch gefallen hat. Also „Backrooms“.
Guter Vergleich. Ja es ist schon etwas anmaßend, weil das ja nichts mit der Komfortzone zu tun hat. Mein Filmspektrum ist eh breit gefächert und ich verlasse oft meine Komfort Zone. Wobei das eher ein „über den Tellerrand schauen“ ist. Im Prinzip ist das inzwischen genau so eine Phrase geworden wie „stell dich nicht so an“.
Ich hab auch keine Lust mehr meine Zeit mit schlechten Filmen zu vergeuden.