Willkommen zum Media Monday #794!
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe inzwischen manchmal das Gefühl, dass die Welt der Serien völlig außer Kontrolle geraten ist. Eine neue Serie hier, eine neue Staffel da, irgendein Spin-off, ein Remake, eine Fortsetzung und natürlich noch mindestens drei Produktionen, die man eigentlich auch unbedingt gesehen haben sollte. Und irgendwann sitze ich davor und denke: Wann genau soll ich das alles eigentlich gucken? Früher hatte man im Grunde keine große Wahl. Im Fernsehen lief um eine bestimmte Uhrzeit eine bestimmte Serie und wenn man sie sehen wollte, saß man eben dann vor dem Fernseher. Heute haben wir theoretisch alle Freiheiten und ich bin trotzdem oft viel zu müde, um überhaupt noch etwas auszuwählen.
Gerade am vergangenen Wochenende, als ich krank im Bett lag, hätte ich eigentlich die perfekte Gelegenheit gehabt, mich durch irgendeine Serie zu arbeiten. Stattdessen habe ich lieber lange Arthausfilme geschaut. Vielleicht sagt das inzwischen auch einiges über meine Sehgewohnheiten aus. Serien müssen mich mittlerweile schon ziemlich packen, bevor ich mich auf mehrere Stunden oder gar mehrere Staffeln einlasse. Und wenn ich dann nach einer Staffel erfahre, dass es nie weitergeht, die nächste Staffel in Deutschland nicht verfügbar ist oder die Serie irgendwo exklusiv auf einem Dienst liegt, den ich natürlich nicht abonniert habe, hält sich meine Begeisterung auch eher in Grenzen.
Trotzdem gibt es sie noch, diese kleinen filmischen Entdeckungen, die einen überraschen. Filme, die sich ihren eigenen Stil erlauben, Serien, die tatsächlich etwas erzählen wollen, oder ältere Werke, die plötzlich genau den Nerv treffen, den man gar nicht gesucht hat. Und vielleicht ist das inzwischen auch der schönere Teil am Schauen: nicht mehr möglichst viel zu konsumieren, sondern genau das Richtige zu finden.
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Natürlich gibt es auch diesmal wieder jede Menge Filmstoff. Ich erzähle euch, warum mich The Chronology of Water trotz kleiner Schwächen begeistern konnte, weshalb Marty Supreme für mich ganz sicher nicht der Film des Jahres ist und warum In die Sonne schauen mich vor allem mit seiner Atmosphäre abgeholt hat. Außerdem geht es nach Japan zu Kiyoshi Kurosawas Retribution und mit Für immer 16 noch einmal ordentlich ins Retro-Kino. Dazwischen geht es um Serien, Streaming, Synchronisation und meine alte Liebe zu Supernatural.
Also macht es euch gemütlich, schnappt euch einen Kaffee, Tee oder irgendetwas anderes, das euch durch den Abend bringt, und kommt mit durch meinen Media Monday #794. Vielleicht findet sich zwischen all den Serien, Filmen und Streamingdiensten ja auch für euch noch etwas, das tatsächlich sehenswert ist. 📺🎬
Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark
Was ist der Media Monday?
Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍
Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.
Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖
1. Media Monday #794: Von Serienunterhaltung im Free-TV zur Serienwelle im Streaming-Wahnsinn 📺🌊😵

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Während es bei Serien früher einmal darum ging, Menschen zu unterhalten, ist daraus inzwischen eine Massenabfertigung geworden. Ich glaube ich wiederhole mich, aber langsam frage ich mich, wer das alles denn noch gucken soll? Am Wochenende lag ich krank im Bett und hatte wirklich mal die Gelegenheit, einiges zu schauen. Ich entschied mich aber nicht für eine Serie, sondern für lange Arthaus Filme. Filme gehen standardmäßig inzwischen ja auch über 2 Stunden. Wenn sie die füllen können, sage ich ja nichts, aber die wenigsten können das wirklich. Früher hätte ich an solchen Wochenenden, oder Phasen, in denen ich krank bin, möglicherweise wirklich zu einer Serie gegriffen. Heute, fehlt mir dazu irgendwie die Energie.
Es gibt kaum noch Serien, die mich so richtig begeistern. Und wenn, dann sind sie nicht fertig produziert, wurden abgesetzt oder die weiteren Staffeln sind in meinem Land oder auf dem Streamingdienst nicht verfügbar. Früher kam die Serie im TV zu einer bestimmten Uhrzeit. Da haben wir immerhin jetzt den Luxus, dass wir sie immer verfügbar haben, sofern sie komplett auf dem Streamingdienst ist, den wir abonniert haben. Oder man kaufte sich die komplette Serie als DVD oder Bluray Box. Leider werden die meisten Serien als physische Medien nicht mehr verkauft. Und auch das wird immer weiter zurück gehen.
Können wir auf dieser Serienflut noch gechillt surfen? 🏄🏼♂️
Hinzu kommt noch die Serienflut. Früher wurde es einem vorgesetzt, was man schauen könnte, eben das, was im Free-TV lief. Das war nicht „besser“, aber bei der ganzen Serienflut bin ich inzwischen auch so überfrachtet, dass ich oftmals wochenlang eine neue suchen muss, die mich auch wirklich interessiert. Und die auch fertig ist. Ich habe so viele Serien angefangen, die nie eine zweite Staffel bekommen hatten. Oder wie Prisma, bei der die 2. Staffel nur in Italien verfügbar ist, denn es gab nie einen Deutschland Release. Ich weiß selber nicht mal mehr, wie ich auf die Serie kam, aber sie fliegt weit unter dem Radar. Dabei finde ich sie großartig.
Inzwischen wird auch beinahe alles, was früher als Film gut funktioniert hat, als Serie remaked. Oder Filmreihen werden als Serie fortgesetzt, wie vor ein paar Wochen schon besprochen: Blade Runner. Ich habe schon lange keine Serie mehr gesehen, bei der mich auch die Charaktere stark berühren. Wenn nach 8 Staffeln die letzte Klappe fällt und du das Gefühl hast, du nimmst Abschied von deinen Freund:innen, so sehr sind die die Figuren ans Herz gewachsen. Tatsächlich hatte mir Twin Peaks wieder ein ähnliches Gefühl gegeben. Leider holt mich die 3. Staffel, die mehrere Jahre später erst produziert wurde, nicht so richtig ab. Und da ich kein Mubi mehr habe, wollte ich auf Arte ausweichen, da ist die Serie in deren Mediathek im Programm. Aber vermutlich in der Synchronisierten Fassung und sicher kann ich die Serie dann erst ab 23 Uhr schauen, wegen dem Altersblocker. Ich habe dort einen Account, aber selbst das hilft dabei oft nicht. Ach ja und ich habe nichts gegen Synchronisation, aber ich habe Twin Peaks bisher vollständig im O-Ton gesehen. Das wäre nur komisch.
Wie damals, als ich zum ersten Mal einen kurzen Ausschnitt der 5. Staffel von Supernatural in deutscher Synchronisation gesehen hatte und mir erst dachte, dass Castiel (Misha Collins) aber auf einmal komisch redet. Hat ne Weile gedauert, bis ich merke, dass er Deutsch spricht 😅
2. The Chronology of Water im Media Monday #794 🏊🏼♀️🥽
Trailer © Polyfilm Verleih | The Chronology of Water | 2025
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The Chronology of Water braucht zwar eine Weile, um seinem Publikum Zugang zu der Geschichte und Protagonistin zu gewähren und entfaltet sich zu einem visuellen Meisterwerk. Leider habe ich es verpasst, die Buchvorlage zu lesen, aber ich konnte mich dennoch voll und ganz der Geschichte hingeben. Lidia Yuknavitch war selbst als Executive Producer beteiligt, somit habe ich Vertrauen darin, dass Kristen Stewart ihre Geschichte, zu ihren Wünschen umgesetzt hat.
Auf den Stil von The Chronology of Water muss man sich einlassen können, sonst wird man mit dem Film keine Freude haben. Kristen Stewart setzt bei ihrem Debütfilm auf Kunst durch und durch. Fragmentiert erzählt sie Lidia Yuknavitchs Geschichte und verzichtet dabei vollkommen auf ein gewöhnliches Narrativ. Diese Ausarbeitung ließ mich tief in die Gefühle der Protagonistin eintauchen, die Kamera oft Schemenhaft, nah an den Figuren und oftmals nur durch einen schmalen Schlitz betrachtend. So erhält das Publikum Einblicke in Lidias Sichtweisen der Geschichte.
»ALLES WAS ICH WAR,
– Lidia Yuknavitch
WAR MEIN BLUTENDER KÖRPER ….«
Paris Hurleys Soundtrack hebt die fragmentierten Bilder noch hervor und beeindruckt mit einem Wechsel von minimalistischen Tonabfolgen, über seichte, ruhige Klänge, bis hin zu schnellen Stücken mit hartem Beat. Im Mittelpunkt, Imogen Poots, die hier erneut ein nuanciertes Schauspiel liefert.
The Chronology of Water verliert im letzten Akt etwas an Tempo und ist damit ein paar Minuten zu lang geraten, im Großen und Ganzen liefert Kristen Stewart jedoch ein starkes Regiedebüt, das begeistert.
3. Marty Supreme, der Film des Jahres 2025? Wohl kaum … 🏓🎬

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Ohne übertreiben zu wollen, hat Timothée Chalamet wirklich jede Auszeichnung für seine Rolle des Marty Mauser in Marty Supreme verdient. Der Film ist für mich dennoch nicht der Film des Jahres 2025. Wie sehr wollte ich Marty Supreme damals im Kino sehen. Aber der Film lief in keinem meiner Kinos in der Umgebung. So grämte ich mich darüber und bin doch jetzt wirklich froh, dass es so gekommen ist.
Marty Supreme von allen gelobt, für den Oscar mehrfach nominiert und als „Film des Jahres“ betitelt. Timothée Chalamet brilliert in der Rolle des narzisstischen Tischtennisspielers Marty Mauser. Seine Performance ist ohne Zweifel das beste an dem Film. Dagegen lässt er die anderen blass aussehen, eine Nominierung für den Oscar ist daher nicht abwegig. Auch die Ausstattung, Musik und Technik von Marty Supreme darf man nicht außer acht lassen. Der Film ist hochwertig inszeniert und produziert, technisch wirklich sehr meisterlich. Der erste Akt hat mich auch sofort abgeholt und ich war so richtig im Game drin. Leider verlor ich danach schnell das Interesse an Marty Supreme, denn der Film erzählt nichts weiter als eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die sich immer und immer wiederholen.
Das haben wir doch schon mal woanders gesehen …
Marty Supreme ist ein Abziehbild von Josh Safdies anderen Filmen. Wo mir Handlung, Tempo, der Neon-Style, Performance und die Charaktere in seinem Werk »Good Time« sehr zusagten, konnte mich das Konzept in »Uncut Gems« wenig abholen. Ich weiß, was letzterer Film will, er will sein Publikum stressen. Für mich persönlich ist das nichts. Ich brauche keinen Rollercoaster immer wieder herumschreiender Leute, die einen Adrenalin-Kick nach dem anderen haben. Und einfach nur ausrasten. Klar warnte man mich vor, dass Marty Supreme einem ähnlichem Schema folgt, doch hatte ich die Hoffnung, der Film würde den Nervenkitzel eher durch die Tischtennismatches generieren. Falsch gedacht!
Marty Supreme entpuppt sich als »Uncut Gems« im anderen Gewand, mit neuen Charakteren. Von denen keiner egaler sein kann, als der andere. Sympathie existiert hier nicht, für niemanden. Stimmt nicht, den Gegenspieler Koto Endo, gespielt von Koto Kawaguchi, konnte mit Sympathie glänzen, indem er Marty höflich entgegenkam. Seine Geschichte wäre wohl auch interessanter zu erzählen, als die von Marty Mauser, im realen Leben Marty Reisman. Ob er im wahren Leben auch so unangenehm war, kann ich nicht sagen. Marty Supreme erzählt über seine Hauptfigur im Grunde nichts, außer, dass sie skrupellos über Leichen gehen würde, um an Erfolg zu kommen.
Marty Supreme ist 150 Minuten Laufzeit, mit leerem Inhalt, schön verpackt in großartiger Ausstattung, einem Timothée Chalamet auf Hochtouren und exquisiter Kameraarbeit.
4. Mit dem Media Monday #794 in die Sonne schauen 🍁🍂🌾

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Mascha Schilinskis In die Sonne schauen wusste mich schnell für sich einzunehmen, denn die Kulisse und Atmosphäre des ersten Aktes, haben genau einen Nerv bei mir getroffen. Der Film spielt über mehrere Generationen auf einem Vierseithof in der Altmark und rückt dabei die Frauen in den Fokus. Eingeführt wird die Geschichte mit Alma (gespielt von Hanna Heckt) in den 1910ern noch vor dem 1. Weltkrieg. Dementsprechend ist auch die Ausstattung gestaltet und repräsentiert auch die Zeit von Aberglaube und Mystik. So wirkt In die Sonne schauen zu Anfang bereits sehr beklemmend, beinahe wie ein folklorischer Horrorfilm und das holte mich sofort ab.
Danach springt der Film in den Zeiten hin und her und ich muss zugeben, ich blieb nicht immer am Ball. Mit einer strammen Laufzeit von 149 Minuten kann In die Sonne schauen zwar visuell begeistern, mich als Zusehender aber nicht komplett an der Stange halten. Ich kam immer wieder zurück, wenn die Handlung zu Alma sprang, diese Zeit nahm mich irgendwie ein. Alles andere wirkte wie Beiwerk und oftmals störend in der Geschichte. Dennoch finde ich In die Sonne schauen einen großartigen Film, der wie bereits erwähnt, visuell begeistert. Fabian Gamper setzte mehrere Filter ein und ließ das Bild oftmals verschwommen. Die Kamera wirkt oft wie ein Fotografie aus der Vergangenheit, was sich sensationell in die Geschichte einfügt. Musik gibt es kaum, hierbei hat sich Mascha Schilinskis mehrmals auf die Naturgeräusche verlassen. Ebenso ein Faktor, den ich im Arthauskino sehr liebe.
In die Sonne schauen hätte für das, was er erzählt, meiner Meinung nach ein bisschen kürzer sein dürfen, vielleicht wäre er dann einprägsamer für mich gewesen. Dennoch bereue ich die Sichtung nicht, ein Folklore Horror mit Almas Geschichte hätte mir aber auch zugesagt.
5. Retribution: starkes investigatives Arthauskino aus Japan im Media Monday #794 🔎👻

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Ich hätte ja nicht gedacht, dass mich Retribution von Kiyoshi Kurosawa aus dem Jahr 2006 begeistern kann. Der Film hat mich positiv überrascht. Bei einer investigativen Geschichte, war ich erst Mal nicht so begeistert, aber tatsächlich hielt der Film durch und durch seine Spannung und lässt auch Zusehende, die oftmals schnell einen Fall lösen, ziemlich lange im Dunkeln tappen. Die Atmosphäre von Retribution ist vor allem am Ende eine Zerreißprobe, ich habe sogar kurz die Luft angehalten. Inszenatorisch überzeugt Retribution ebenso durch und durch, ebenso wie mit seiner Kinematik, die durch den Graufilter richtig Arthaus Style bekommt.
Manche technischen Effekte sind unausgereift, für 2006 jedoch gut gemacht. Retribution ist weniger ein Horrorfilm, glänzt aber mit seinen mystischen Ansätzen. Dennoch hat der Film ein paar Momente, die Gänsehaut verleihen. Koji Yakusho trägt den Film mit Bravour und das Publikum begleitet ihn gerne durch seine Ermittlungen, die ihn in die Vergangenheit führen.
Retribution hat mich gefesselt und lässt mich ein bisschen nostalgisch zurück. 2005 startete ich mit der Serie Supernatural und begab mich dann weiter in die Tiefen des Horrorgenres. Dabei sind mir auch ähnliche Filme wie Retribution untergekommen, allerdings nicht so hochwertig.
6. & 7. Für immer 16 im Media Monday #794: Schnörkellos Retro 📼🎬

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Für immer 16 punktet ganz schnörkellos mit seinem Vibe. Brezel Göring, Mitglied der Band Stereo Total verfilmte einen unvollendeten Roman seiner, im Jahr 2021 verstorbenen, Partnerin Françoise Cactus. Dabei überträgt er ihre Gedanken über Älterwerden, Freundschaft, Subversion und die eigene Vergangenheit in eine ausgesprochen unkonventionelle Form. Der Film wurde auf Super-8 gedreht und ist doch mehr als eine nostalgische Spielerei. Das grobkörnige und unscharfe Bildmaterial, das gelegentlich fast wie zufällig aufgenommen wirkt, wird zum ästhetischen Statement. Göring bricht bewusst mit den technischen Erwartungen des modernen Kinos und verwandelt diese Unvollkommenheit in eine stille Gegenbewegung zur makellosen Oberfläche.
Für immer 16 erinnert mich visuell immer wieder an Věra Chytilovás Tausendschönchen. Die Bilder wirken wie frei schwebende Collagen, manchmal traumhaft, manchmal roh und spontan. Schnitte und Perspektiven folgen keiner klassischen Dramaturgie, alles bleibt fragmentarisch und leicht entrückt. So entsteht ein Retrocharme, der irgendwo zwischen experimenteller Filmkunst, Undergroundästhetik und Musikvideo schimmert.
Mehr dazu in meiner Review ⏯ Für immer 16 – Filmkritik
Zuletzt habe ich mir was zu Essen gemacht und das war nötig, weil ich hungrig war.
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Das war der Media Monday #794. 🎬📺💜
Diese Ausgabe hat mich beinahe noch einmal durch mein ganzes Filmwochenende geführt und meiner kompletten Bandbreite aktueller Sehgewohnheiten. Von der inzwischen völlig eskalierenden Serienflut und meinem daraus resultierenden Auswahlproblem über Kristen Stewarts The Chronology of Water bis hin zu einem Tischtennisspieler, den ich trotz Timothée Chalamets großartiger Performance nicht unbedingt 150 Minuten lang begleiten wollte. Dazu gab es einen Ausflug nach Japan mit Retribution, eine Reise durch mehrere Generationen in In die Sonne schauen und mit Für immer 16 noch einmal eine ordentliche Portion Retro- und Undergroundästhetik.
Dabei ist mir beim Schreiben wieder aufgefallen, dass ich inzwischen gar nicht mehr unbedingt möglichst viel sehen möchte. Lieber möchte ich etwas sehen, das bei mir hängen bleibt. Einen Film, der mich mit seiner Atmosphäre erwischt oder eine Geschichte, deren Figuren mir nicht nach zehn Minuten wieder völlig egal sind. Auf keinen Fall noch mehr Serien, bei denen ich nicht schon während der ersten Staffel darüber nachdenken muss, ob ich sie überhaupt jemals zu Ende sehen kann. Vielleicht ist das bei all dem Überangebot inzwischen tatsächlich mein größter Luxus: nicht alles sehen zu müssen.
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Und vielleicht muss ich auch einfach akzeptieren, dass ich manchmal keine Lust auf Serien habe. Dass ich lieber einen langen Arthausfilm schaue, obwohl der ebenfalls zweieinhalb Stunden dauert. Dass ich alte Filme ausgrabe, statt den nächsten großen Streaming-Hype mitzumachen. Und dass es völlig in Ordnung ist, wenn mich ein Film wie Marty Supreme eben nicht genauso begeistert wie den Rest der Welt. Nur weil irgendwo „Film des Jahres“ draufsteht, muss ich das ja nicht unterschreiben. 😉
Am Ende bleibt also wieder einmal die Erkenntnis: Es gibt viel zu sehen. Vielleicht sogar viel zu viel. Aber irgendwo zwischen Streamingdiensten, Mediatheken, alten DVDs und Filmen, die völlig unter dem Radar fliegen, findet sich dann doch immer wieder etwas, das genau zur richtigen Zeit kommt.
Für heute mache ich jedenfalls den Fernseher aus und den Kopf gleich mit. Danke, dass ihr wieder durch meine Film- und Seriengedanken gewatet seid, euch mein Gemecker über die Streamingwelt angetan habt und vielleicht sogar die eine oder andere Empfehlung für euch mitnehmen konntet. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen des Media Monday #794 genauso viel Spaß wie ich beim Schreiben.
Bis zum nächsten Media Monday! 🎬✨
Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #794 für euch:
1. Während es bei Serien früher einmal ____ .
2. ____ braucht zwar eine Weile, um ____ .
3. Ohne übertreiben zu wollen, hat ____ wirklich ____ .
4. ____ wusste mich schnell für sich einzunehmen, denn ____ .
5. Ich hätte ja nicht gedacht, dass mich ____ .
6. ____ punktet ganz schnörkellos mit ____ .
7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .
Über den Autor:

»If you ride like lightning,
you’re gonna crash like thunder.«
– The Place Beyond the Pines –
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Meine Lieblingsfilme definiere ich als die, die mir ein gutes Gefühl geben, mich aufbauen, wenn ich traurig bin oder einfach Filme, die ich immer wieder ansehen kann.
Das sind unter anderem:
The Nice Guys, Begabt – Die Gleichung eines Lebens, Mr. Nobody, Barbie, The Fall Guy, Eiskalte Engel, Wolf of Wall Street, La La Land, Blade Runner 2049, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Notting Hill, Sex and the City und Titanic.
Filmreihen:
Lethal Weapon, Zurück in die Zukunft, High School Musical, Indiana Jones, Mission Impossible und Herr der Ringe.
RILEY
Chief Editor
Queerer, professioneller Filmhasser & Arthouse Geek. ✨🌈💜
Filme konsumiere ich eigentlich schon, seit ich denken kann, immerhin waren meine Eltern selbst Film- & Serienjunkies. Als Kind der späten 80er bin ich nicht nur mit der Welt von Walt Disney aufgewachsen, sondern auch mit zahlreichen Anime-Serien, die damals im TV liefen. Mit meinem ersten Kinobesuch im Jahr 1998 formte sich auch mein eigener Filmgeschmack. Inzwischen habe ich ein Zuhause im Arthaus Kino gefunden und Disneyfilme weit hinter mir gelassen. Somit widme ich mich mehr und mehr den Werken der Filmkunst und lasse mich immer seltener einfach berieseln, sondern schaue Filme, die mich fördern.
Vor allem Meilensteine der Filmgeschichte oder das Queer Cinema können mich begeistern. Ich finde es spannend zu entdecken, welche Filme, die Filmwelt geprägt haben und wie sie Kunst auf ganz eigene Weise formen. Im Queer Cinema fühle ich mich geborgen, denn es erzählt Geschichten, von denen ich mich verstanden fühle.
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Neben meiner Leidenschaft für Filme, liebe ich auch die Musik ohne die ich nicht atmen kann. Und wenn ich nichts auf den Ohren haben möchte, tauche ich in die Welt der Bücher ein.
Filmrezensionen schreibe ich jetzt schon viele Jahre und seit 2014 auch hier professionell auf meiner eigens gegründeten Webseite Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst.
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