Film

In the Mood for Love

Veröffentlichungsjahr: 2000 | Genres: Drama, Liebesfilm, Literaturverfilmung, Melodram, Tragikomödie, Mystery, Psychodrama, Sozialdrama, Romanze, Film Noir, Independent-Film, Kammerspiel, Avantgarde, Neo Noir, Folklore, Arthouse, Experimentalfilm, Nouvelle Vague
Originaltitel: Fa yeung nin wah
Schauspieler: Maggie Cheung, Tony Leung Chiu-wai, Ping-Lam Siu, Tung Cho \'Joe\' Cheung, Rebecca Pan, Kelly Lai Chen, Man-Lei Chan, Kam-Wah Koo, Chien Szu-Ying, Paulyn Sun, Roy Cheung, Po-chun Chow, Hsien Yu, Julien Carbon, Laurent Courtiaud, Charles de Gaulle

In the Mood for Love (Originaltitel 花樣年華) ist ein 2000 erschienener Film von Regisseur Wong Kar-Wai, gedreht in Hongkong, Frankreich, Thailand und Kambodscha. Der Film gilt heute als einer der bedeutendsten Werke des modernen Weltkinos. Wong Kar-Wai übernahm Regie, Drehbuch und Produktion, während die Musik von Michael Galasso und Shigeru Umebayashi stammt. Die Kamera führten Christopher Doyle und Mark Lee Ping Bin, der Schnitt lag bei William Chang. In den Hauptrollen spielen Maggie Cheung als Su Li‑zhen (Mrs. Chan) und Tony Leung Chiu‑wai als Chow Mo‑wan, begleitet von Ping‑lam Siu, Rebecca Pan, Kelly Lai Chen, Man‑Lei Chan, Joe Cheung und Szu‑ying Chien.

Der Film erzählt von zwei Menschen, die im Hongkong des Jahres 1962 zufällig Tür an Tür ziehen: Su Li‑zhen (Maggie Cheung) und Chow Mo‑wan (Tony Leung Chiu‑wai). Beide leben in Ehen, die von Abwesenheit, Distanz und unausgesprochenen Konflikten geprägt sind. Während ihre Partner:innen ständig unterwegs sind, begegnen sich Su und Chow immer wieder im engen Alltag des Mietshauses. Aus kleinen Gesten entsteht eine stille Vertrautheit, die sich langsam zu einer tiefen, aber zurückhaltenden Nähe entwickelt. Die beiden beginnen, Zeit miteinander zu verbringen, um der Einsamkeit zu entfliehen. 

Die Produktion war ungewöhnlich: Wong Kar-Wai arbeitete ohne klassisches Drehbuch, improvisierte mit den Schauspielenden und entwickelte die endgültige Form erst im Schnitt. Die Dreharbeiten wurden von Peking nach Macau verlegt, da die Behörden ein Drehbuch verlangten, das Wong nicht liefern wollte. Teile der Außenaufnahmen entstanden in Bangkok, um die Atmosphäre der 1960er Jahre einzufangen. Ursprünglich sollte der Film fast vollständig im Hotelzimmer 2046 spielen — ein Konzept, das später zur losen Fortsetzung 2046 führte. Die Dreharbeiten dauerten insgesamt 15 Monate; eine gedrehte Sexszene wurde letztlich nicht verwendet.

Musikalisch prägt Shigeru Umebayashis Yumeji’s Theme den Film wie ein roter Faden. Dazu kommen chinesische Folklore, Musik aus dem Hongkong der 1960er Jahre und drei Lieder von Nat King Cole (Te Quiero Dijiste, Aquellos Ojos Verdes, Quizás, quizás, quizás). Der Titel des Films entstand, als Wong Kar-Wai Bryan Ferrys Coverversion von I’m in the Mood for Love hörte.

Die Dramaturgie ist fragmentarisch und poetisch. Der Film arbeitet mit Abblenden, Zeitsprüngen und Szenen, deren Bedeutung sich erst später erschließt. Die Kamera verweilt mit geduldiger Ruhe auf Gesichtern, Farben und Bewegungen; die Bildsprache erinnert an einen kolorierten Stummfilm. Maggie Cheung trägt insgesamt 46 verschiedene Qipaos, von denen nicht alle im finalen Film zu sehen sind.

In the Mood for Love wurde weltweit gefeiert und gilt als Meisterwerk. Die Kritik lobte die „formvollendete Kameraästhetik“ und die „hypnotische Melancholie“ des Films. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den Preis für den besten männlichen Darsteller in Cannes (Tony Leung Chiu‑wai), den Technical Grand Prize für die Kamera, den Deutschen Filmpreis für den besten internationalen Film und den César für den besten internationalen Film. Bei den Hong Kong Film Awards gewann er fünf Kategorien. 2016 erreichte er Platz 2 der BBC‑Liste der 100 bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts.

Pressematerial © Koch Films
Trailer © LEONINE Studios
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Kar-Wai Wong
Drehbuch: Kar-Wai Wong
Produzent: Wong Kar-Wai, Ye-cheng Chan, William Chang, Gilles Ciment, Jacky Yee Wah Pang
Musik: Michael Galasso, Shigeru Umebayashi
Kamera: Christopher Doyle, Pun Leung Kwan, Ping Bin Lee
Schnitt: William Chang

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