Die 5 liebsten Aliens

Gertie (Drew Barrymore) gibt E.T. einen liebevollen Kuss auf die Stirn in einer ikonischen Szene aus ‚E.T. – Der Außerirdische‘; im Bild steht der Schriftzug ‚Die 5 liebsten Aliens‘.

Liebe Passioner . Diese Woche wollen wir uns in die unergründlichen Weiten des Kosmos begeben. Doch wir ergründen heute nicht das Weltall, Sternensysteme oder ferne Planeten, sondern die Wesen, die jenseits unserer Atmosphäre existieren. Ich suche mit euch die 5 liebsten Aliens 🛸🌌👁️. Und damit meine ich nicht nur die knuffigen, liebevollen Besucher, die wir uns problemlos ins Wohnzimmer setzen würden. Euer Favorit darf genauso gut ein biomechanisches Albtraumgeschöpf sein. Oder eine leere Hülle, die Menschlichkeit nur imitiert. Hier sind euch alle Freiheiten gegeben.

Vielleicht begegnen wir heute Wesen, die wir lieber nicht im Dunkeln treffen würden.
Vielleicht aber auch solchen, die uns mehr über uns selbst verraten als über das Universum.
Welche Aliens warten in euren Köpfen darauf, ans Licht zu kommen? 🌑🪐👽🧬

Ein Beitrag von: Maddin, Martin K. & Riley Dieu Armstark

Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklärt 🌟🎥

Diese beliebte Rubrik wurde von der Bloggerin und Illustratorin Gorana Guiboud ins Leben gerufen und wir haben die Ehre erhalten, diese weiter zu führen, nachdem sie das Bloggen aufgegeben hatte. Jeden Donnerstag gibt es hier die spannendsten Listen, Rankings und Empfehlungen aus der Welt der Filme, Serien, Bücher oder anderer kreativer Themen.

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Egal ob Klassiker, moderne Meisterwerke, Nischenperlen oder persönliche Favoriten. Hier zählt eure Sicht auf das Beste, eure Begeisterung und eure Perspektive. Die Rubrik bietet nicht nur Inspiration für Film- und Buchfans, sondern auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam cineastische und kreative Highlights zu entdecken. 🎥🥋📚

Seid dabei, lasst euch inspirieren, diskutiert mit und zeigt, welche fünf Favoriten ihr für die kommende Woche auf eurem Radar habt. DIE 5 BESTEN am DONNERSTAG sind eure Bühne! 🌟🍿✨

Wie alles begann: eine unheimliche Begegnung mit der dritten Art 🌑👽🪐

Mit Aliens habe ich mich irgendwie noch nie so richtig beschäftigt. Also klar denke ich oft darüber nach, dass es sich noch andere Wesen im Kosmos gibt. Schließlich ist das Weltall groß, man sagt sogar unendlich, es wäre Irrsinn zu glauben, wir wären ganz alleine. Es soll ja noch ein Sonnensystem geben, das unserem ähnlich ist. Allgemein ist das ein spannendes Thema und ich bin immer offen für alles, was neu entdeckt wurde und welche Theorien dabei entstehen. Ob wir die Erde besiedelt haben, außerirdische Wesen bereits unter uns sind oder hier waren und wieder gegangen sind. Alles Dinge die möglich sind. Da verliere ich mich manchmal in Gedanken und überlege, wie das wohl wäre.

Und wie es wäre, würde ich mal einem außerirdischen Wesen begegnen. Mein erster Berührungspunkt war damals als Kind mit E.T. Aber viele Gedanken hatte ich mir dabei noch gar nicht gemacht. E.T. war einfach ein Wesen von einem anderen Planeten und ist auf der Erde zurück gelassen worden. Tatsächlich ein schöner Einstieg zum Thema für ein Kind. Die meisten Außerirdischen sind böse und wollen die Menschheit ausrotten. Oder sich den Planeten aneignen. Es gibt selten Wesen aus dem All, die gut und freundlich sind.

Da ist es erfrischend, wenn einem so ein ausgeflipptes Wesen wie Stitch aus Lilo & Stitch (2002) begegnet. Oder aktuell im Kino Rocky aus Der Astronaut. Durch Rocky bin ich auf die Idee für diesen Beitrag gekommen. Ich wollte mal ergründen, welche Aliens es gibt, welche davon man lieben kann und welche einen faszinieren. Tatsächlich habe ich erst viel später bemerkt, dass die Serie Sailor Moon (1995) auch schon außerirdische Wesen behandelt, denn Sailor Moon, wie ihr Name schon sagt, kommt vom Mond. 🌙

Für den Beitrag habe ich mir Hilfe von meinen Kollegen geholt, daher ist die Auflistung heute kein Ranking, sondern einfach nur unsere Auswahl der 5 liebsten Aliens.

5. E.T. aus E.T. – Der Außerirdische (1982)

Das Bild zeigt E.T. (links) und Elliott (Henry Thomas) die beide in den Himmel auf ein grelles Licht blicken | Die 5 liebsten Aliens
E.T. (links), das Alien, das Kindern das Herz stahl — E.T. – Der Außerirdische | 1982 ©Amblin Entertainment | Universal Pictures
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

E.T. ist ein kleines, friedliches und pflanzenkundliches Alienwesen, das versehentlich von seiner Crew auf der Erde zurückgelassen wird, als diese vor Regierungsagent:innen fliehen muss. Er versteckt sich in einem Vorort von Los Angeles im Geräteschuppen der Familie Taylor und wird dort vom zehnjährigen Elliott entdeckt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine starke, emotionale Verbindung, die weit über eine gewöhnliche Freundschaft hinausgeht.

Man erfährt nie, woher E.T. eigentlich stammt oder wie sein Heimatplanet heißt. Allerdings deutet er zumindest dessen ungefähren Standort an, als Elliott ihm mithilfe eines Buches das Universum zeigt. E.T. besitzt telekinetische Kräfte, kann heilen und Pflanzen neues Leben schenken. Außerdem lernt er Sprachen erstaunlich schnell und kann sich schon nach kurzer Zeit mit Gertie, Elliotts kleiner Schwester, unterhalten.

Auch sein richtiger Name bleibt unbekannt. Elliott nennt ihn schlicht E.T. – Extra‑Terrestrial –, also „der Außerirdische“.

Die 5 liebsten Aliens: E.T. ein Stück Abenteuer, ein Stück meiner Kindheit

Wie ich in meiner Einführung bereits erwähnt habe, war E.T. einer meiner ersten Berührungspunkte mit außerirdischem Leben. Vermutlich war ich damals sogar jünger als Elliott und machte mir noch keine großen Gedanken darüber. Genau das macht die Geschichte des Films E.T. – Der Außerirdische aus dem Jahr 1982 so besonders: Sie wird aus der Perspektive von Kindern erzählt. Und Kinder gehen mit allem Fremden ganz anders um als Erwachsene. Solche „Phänomene“ begegnen uns immer wieder im Laufe des Lebens. Elliott hinterfragt nie, ob E.T. ihm etwas Böses wollen könnte. Er nimmt ihn einfach freundlich auf, versteckt ihn in seinem Zimmer und gibt ihm etwas zu essen.

Für mich ist E.T. ein Stück Abenteuer, ein Stück meiner Kindheit. Diese außergewöhnliche Freundschaft zwischen E.T. und Elliott hat mich schon früh berührt und begeistert. Der Film vermittelt zudem, dass nicht alles, was fremd und unbekannt ist, automatisch gefährlich sein muss. Zugegeben: Die Szene, in der die beiden krank im Badezimmer liegen, hat mich als Kind ziemlich erschreckt. Aber gut, ich hatte damals auch Angst vor Edward mit den Scherenhänden.

E.T. hat seit meiner Kindheit einen festen Platz in meinem Herzen. Schon damals fand ich ihn unglaublich süß. Das liegt nicht zuletzt an seinem Design: die großen, freundlichen Augen, der neugierige Blick, die sanfte Ausstrahlung. Er wirkt nie bedrohlich, sondern offen und warm. Und im Vergleich zu seinen Crew-Mitgliedern ist er deutlich kleiner, vielleicht ist er selbst noch ein Kind.

Am Ende ist der friedliche Außerirdische E.T. für mich mehr als nur ein Filmcharakter. Er steht für die kindliche Fähigkeit, dem Fremden mit Offenheit zu begegnen, für Freundschaft ohne Vorbehalte und für die Magie, die entsteht, wenn wir uns trauen, neugierig zu bleiben. Vielleicht berührt uns E.T. deshalb bis heute so sehr. Weil er uns daran erinnert, wie es sich anfühlt, die Welt mit staunenden Augen zu sehen.


»Er ist kein Bär,
er ist ein Weltraummann!«

– Elliott

— Riley

4. Der Xenomorph aus dem Alien Franchise

Das Bild zeigt den Xenomorph aus Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt in seiner vollen Größe | Die 5 liebsten Aliens
Xenomorph: Das ikonischste Filmmonster der Popkultur — Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt | 1979 ©20th Century Fox
Das Bild zeigt eine Person im Raumanzug. Sie hat den Rücken in unsere Richtung gekehrt und trägt einen Helm. Vor ihr breitet sich eine Landschaft mit Bergen und mehreren Planeten aus. Der Schriftzug "Erkunde die düstere Welt des Cosmic Horror" ziert den oberen Bildrand. Rechts unten steht unterstrichen "Shop Now"
©Design mit Rawpixel Designs erstellt

Als uns Riley nach unseren liebsten Aliens fragte, hatte ich sofort mehrere Kandidaten im Kopf. Und ja – meine Wahl mag eine offensichtliche sein. Vielleicht sogar zu offensichtlich. Eigentlich wollte ich mich auch bewusst für ein anderes Wesen entscheiden. Zu oft habe ich bereits über meine Faszination für Science-Fiction-Horror und Cosmic Horror geschrieben, zu oft schon meine Liebe zum „Alien“-Franchise betont.

Doch je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir: Es fühlt sich einfach falsch an, ein anderes Alien zu wählen als eines der ikonischsten Filmmonster überhaupt – den Xenomorph.

Das ursprünglich nur als „Alien“ bekannte Wesen ist nämlich nicht einfach nur eine monströse Bestie. Es ist die perfekte Verschmelzung aus Design, Idee und Wirkung. Und für mich eines der durchdachtesten Wesen, das das Kino je hervorgebracht hat.

Die Kreatur aus einer fremden Welt

Schon bei seinem ersten Auftreten in Ridley Scotts Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) wird klar, dass wir es hier nicht mit einer klassischen Kreatur zu tun haben. Der Xenomorph ist kein Wesen, das einfach angreift. Er ist ein Prozess, eine Idee. Ein biologischer Albtraum, der sich nicht nur durch seine Opfer frisst, sondern sich durch den gesamten Film entfaltet.

H. R. Gigers biomechanisches Design ist dabei weit mehr als nur ikonisch. Es erschafft etwas, das zugleich fremd und verstörend vertraut wirkt. Eine Kreatur, die sich jeder klaren Einordnung entzieht. Eine Mischung aus organischer, insektenähnlicher Fremdartigkeit und kalter, fast mechanischer Präzision, die nicht nur beeindruckt, sondern zutiefst verunsichert.

Doch es ist nicht nur sein Aussehen, das den Xenomorph so besonders macht, sondern seine Funktionsweise. Vom Facehugger über den Chestburster bis hin zur finalen Form ist er kein statisches Monster, sondern eine evolutionäre Kette des Schreckens. Eine Existenz, die einer perversen Logik folgt und in den späteren Filmen um verstörende Strukturen erweitert wird. Jeder Schritt seines Daseins ist darauf ausgelegt, den menschlichen Körper zu instrumentalisieren, ihn nicht nur zu zerstören, sondern ihn zu benutzen – und letztlich zu entweihen.

Die 5 liebsten Aliens: Der Xenomorph, der Schrecken aus dem Inneren

Das Bild zeigt den Facehugger aus Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, der Besitz von einem Besatzungsmitglied genommen hat und sich auf dessen Gesicht platziert hat | Die 5 liebsten Aliens
Der Facehugger will weit mehr als eine warme Umarmung von dir! — Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt | 1979 ©20th Century Fox
Illustration eines Raumschiffs und einer Raumstation im Orbit über der Erde; darüber der Schriftzug ‚Sci‑Fi‑Kino für Zuhause‘ und ein Thalia‑Button mit ‚Shop Now‘ – futuristisches Werbebanner für Science‑Fiction‑Filme.
©Design mit Rawpixel Designs erstellt

Wenn sich erst der Facehugger auf dem Gesicht seiner Opfer festsetzt, sich wie ein Parasit Zutritt zum menschlichen Körper verschafft, nur um diesen als Brutkammer zu nutzen, zeigt sich die wahre Stärke des Xenomorphs: Er ist die Verkörperung von Kontrollverlust. Der Horror entsteht nicht nur durch seine physische Bedrohung, sondern durch die Erkenntnis, dass der eigentliche Angriff längst stattgefunden haben könnte. Dass das Grauen bereits in dir ist, lange bevor du überhaupt begreifst, was passiert.

Dieser Schrecken des Unbekannten ist es, worin eine weitere Faszination des Xenomorph liegt. Gerade zu Beginn der Geschichte ist die Bedrohung nicht greifbar, die Gefahr unbekannt. Sie lauert im Verborgenen. Doch selbst in dem Moment, in dem sie sichtbar wird, sich zeigt und zur realen, greifbaren Bedrohung wird, verliert das Alien nichts von seiner Faszination.

Auch seine Inszenierung trägt maßgeblich dazu bei. Selten sieht man den Xenomorph in seiner Gänze. Selten wird er vollständig greifbar. Stattdessen bewegt er sich durch Schatten, durch enge Gänge, durch Räume, die plötzlich zu Fallen werden. Er ist weniger ein sichtbares Monster als eine allgegenwärtige Bedrohung – etwas, das man nicht nur sieht, sondern vor allem spürt.

Die 5 liebsten Aliens: Eine Manifestation des Grauens

So wird der Xenomorph zu einer Manifestation des Cosmic Horror. Zu einem Wesen, das voller Symbolik steckt, zugleich aber auch konkreten Horror verkörpert. Er macht das Unsagbare greifbar, ohne es jemals vollständig zu entzaubern. Selbst seine Ursprünge, die im Laufe der Reihe immer weiter ausgebaut wurden, nehmen ihm nichts von diesem Mysterium. Sie erweitern es höchstens, ohne den Kern seiner Faszination wirklich aufzulösen.

Und genau deshalb konnte ich mich nicht gegen ihn entscheiden. Deshalb musste ich ein Alien wählen, über das bereits so viel gesagt wurde. Doch selbst nach Jahrzehnten verliert der Xenomorph nichts von seiner Faszination.

Denn am Ende gibt es Filmmonster – und es gibt den Xenomorph.

Oder um es mit den Worten von Ash zu sagen:


»Ich bewundere seine konzeptionelle Reinheit. Geschaffen, um zu überleben. Kein Gewissen beeinflusst es. Es kennt keine Schuld oder Wahnvorstellungen ethischer Art. Nur seine Feindseligkeit übertrifft noch seine perfekte Struktur.«

– Ash

— Martin K.

3. Wicket Wystri Warrick aus Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983)

Das Bild zeigt den Ewok Wicket Wystri Warrick aus dem Film Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter | Die 5 liebsten Aliens
Wicket Wystri Warrick zählt nicht nur zu den tapfersten sondern auch zu den neugierigsten Ewoks — Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter | 1983 ©The Walt Disney Company
Werbebanner für Star Wars Merchandise mit dem Schriftzug „STAR WARS MERCH“ und einem „SHOP NOW“-Button samt EMP-Logo. Im Hintergrund sind ikonische Charaktere und ein Raumschiff aus „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ zu sehen. Unten links befindet sich ein Bildnachweis von Disney.

Die 5 liebsten Aliens: Nur süße Teddybären?

Die Ewoks sind schon ein sonderbares Völkchen. Auf den ersten Blick wirken sie wie kleine süße Teddybären und erinnern stark an die Glücksbärchis, welche bereits 1981 auf Grußkarten auftauchen und ab 1985 dann Filme und Serien bekommen. Doch der erste Schein kann trügen, denn diese kleinen Wollknäuels haben es faustdick hinter den süßen Puschelohren!

Zum Schutz vor Feinden am Waldboden, haben Sie sich ihre Hütten hoch oben in den Baumwipfeln gebaut. Doch anders als ihr Äußeres andeutet, sind sie keineswegs schutzlos. Sie haben einige Waffen auf Lager. So führen sie Speere gegen Feinde und Jagdtiere, können aber auch mit Pfeil und Bogen sowie Keulen und Steinschleudern umgehen. Auch bauen sie große Holzstammfallen und haben auch Katapulte, um Feinde über größere Distanzen zu attackieren.

Das Imperium sieht sie jedenfalls nicht als Gefahr und unterschätzen sie gnadenlos. Nicht nur verraten sie der Rebellion einen geheimen Eingang zum Schildgenerator, sie sorgen mit einer kleinen Armee auch für genug Ablenkung, damit die Rebellen dort eindringen können.

Menschenopfer für goldene Götter

Es darf außerdem nicht vergessen werden, dass die Ewoks anscheinend gerne Menschen opfern. Als Luke, Leia, Han und Chewbacca durch eine geschickt aufgestellte Falle in die Gefangenschaft der Ewoks geraten, sollen sie zu Ehren des goldenen, als Gott verehrten, C-3PO geopfert werden.

Nur durch Lukes Machttrick, der C-3PO schweben ließ und ihm so mehr Autorität verlieh, konnte er sie doch noch von diesem Vorhaben abbringen. Nach dem Sieg über das Imperium sind die Ewoks dabei zu beobachten, wie sie auf leeren Helmen von Imperialen spielen. Was sie wohl mit den Leichen der toten Sturmtruppler gemacht haben?

Die 5 liebsten Aliens: Ein kleiner Held ganz groß

Das Bild zeigt den Ewok Wicket Wystri Warrick aus dem Film Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter | Die 5 liebsten Aliens
Die Ewoks sind nicht nur süße und knuffige kleine Bärchen, sie sind auch ein wichtiger Teil der Rebellion und eine schlagkräftige Armee — Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter | 1983 ©The Walt Disney Company
LEGO‑Werbegrafik mit einem LEGO‑Stormtrooper aus Star Wars, der dynamisch in einer staubigen Szene steht. Links befindet sich das LEGO‑Logo, rechts ein kurzer Werbetext zu LEGO‑Produkten im Thalia‑Shop.

Unter all den Ewoks möchte ich aber einen ganz besonders hervorheben: Wicket Wystri Warrick (auch Wicket W. Warrick oder einfach nur Wicket genannt). Er zählt nicht nur zu den tapfersten sondern auch zu den neugierigsten Ewoks. Ohne ihn hätten es die Rebellen deutlich schwieriger gehabt.

Er begegnet Prinzessin Leia Organa als erstes im Wald von Endor und überwindet seine anfängliche Skepsis sowie Angst schnell, als sie ihm Essen anbietet. Danach trägt er maßgeblich dazu bei, dass sie ein paar imperiale Scout-Truppler besiegt und bringt sie sicher in sein Dorf. Später ist es dann u.a. Wicket, der die Rebellen zum geheimen Eingang des Schildgenerators führt. Dort hält er außerhalb Wache und als er sieht, dass die Rebellen in Schwierigkeiten sind, rennt er zurück zum Dorf und holt Hilfe. Im anschließenden großen Kampf schlägt er sich wacker.

Kein Wunder also, dass dann dieser tapfere kleine Kerl in der Ewok-Animationsserie (Die Ewoks, 1985-1986) sowie in den beiden Ewok-Filmen (Die Ewoks – Karawane der Tapferen von 1984 und Kampf um Endor von 1985) eine wichtige Rolle spielt.

Aufgrund meiner Größe du mich beurteilst?

Dies fragt Yoda den jungen Luke, der ungeduldig nach einem großen Krieger auf Dagobah sucht, aber nur einen alten verschrobenen Einsiedler findet. Und so ähnlich ist es auch mit den Ewoks. Ich mag sie deshalb so, weil sie uns lehren, dass Äußerlichkeiten trügerisch sein können. Die Ewoks sind nicht nur süße und knuffige kleine Bärchen, sie sind auch ein wichtiger Teil der Rebellion und eine schlagkräftige Armee.

Darüber hinaus verhalfen die Ewoks vielen kleinwüchsigen Schauspieler:innen zu ihren ersten Rollen. Viele starteten mit Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter ihre Schauspielkarriere und es könnte also gesagt werden, dass der Film damit für mehr Diversität im Filmgeschäft sorgte, auch wenn die meisten der Schauspieler:innen nicht ihr Gesicht zeigen. So konnte etwa Warwick Davis nach dem Erfolg von Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter in diversen weiteren Produktionen auftreten, zum Beispiel bei Willow (1988) und er hat auch immer wieder Cameo-Auftritte in vielen weiteren Star-Wars-Filmen.

— Maddin

2. Rocky aus Der Astronaut (2026)

Das Bild zeigt Rocky aus dem Film Der Astronaut | Die 5 liebsten Aliens
Rocky, das Alien, das gerade die ganze Popkultur bewegt und zu Tränen rührt — Der Astronaut | 2026 ©Amazon MGM Studios
Das Bild zeigt einen Astronauten, der im All treibt. In weißen Lettern steht "Hol dir den Roman zum Film"
Foto: Buchcover von Will Staehle ©Unusual Co

Rocky aus Der Astronaut ist ein hochintelligentes, völlig nicht‑humanoides Stein‑Krabben‑Alien, das über Töne kommuniziert, die wie musikalische Klick‑ und Summlaute klingen. Er sieht aus wie eine fünfbeinige Spinnen‑Krabbe aus Stein, mit einer harten, felsartigen Panzerung und mehreren Greifarmen. Seinen Namen erhält er nicht aus seiner eigenen Sprache, sondern von Ryland Grace, dem Molekularbiologen, dem Rocky auf seiner Mission begegnet. Ryland nennt ihn „Rocky“, weil sein Körper an einen Fels erinnert.

Eridianer leben in einer Umgebung, die für Menschen absolut tödlich wäre. Extrem hoher Druck, hohe Temperaturen und eine ammoniakbasierte Atmosphäre, die für uns giftig ist. Ihr Körper ist so gebaut, dass er kaum Kontakt zur Außenwelt zulässt. Nur für Nahrung und Abfall öffnen sich kleine Bereiche. Auf der Erde könnten Eridianer nicht überleben. Dort wäre es ihnen viel zu kalt, der Druck viel zu niedrig und der Sauerstoff würde sie sofort töten.

Die 5 liebsten Aliens: Die Sprache der Neugier

Das Spannende an Rocky ist seine außergewöhnliche Intelligenz. Auf seinem Heimatplaneten ist er ein Ingenieur, der komplexe Maschinen bauen und reparieren kann. Er löst mathematische und technische Probleme mit beeindruckender Geschwindigkeit. Ryland und Rocky ergänzen sich perfekt, denn Ryland bringt biologisches Wissen mit, Rocky brilliert in Mathematik und Technik.

Damit die beiden überhaupt kommunizieren können, entwickeln sie gemeinsam ein Sprachsystem, das auf Mathematik, Mustern und Rockys außergewöhnlicher Lernfähigkeit basiert. Rocky versteht Rylands Sprache nicht automatisch. Erst durch dieses gemeinsame System kann er Englisch sprechen und verstehen. Es ist ein Prozess, der zeigt, wie Neugier und Kooperation Brücken zwischen völlig fremden Lebensformen schlagen können.


»Wenn wir scheitern, wird das Letzte, was das
Universum von uns hört, ein Wimmern sein.
Ich würde lieber mit einem Knall untergehen.«

– Ryland Grace

Freundschaft jenseits der Sterne ✨🚀

Der Astronaut: Das Bild zeigt Ryland Grace und Rocky, die sich zum ersten Mal gegenüber stehen | Die 5 liebsten Aliens
Ryland & Rocky bei ihrer ersten Begegnung — Der Astronaut | 2026 ©Amazon MGM Studios

Die Beziehung der beiden erinnert an die von E.T. und Elliott, denn auch sie entsteht aus gegenseitigem Respekt, Loyalität und einer tiefen Verbundenheit. Rocky ist kein Monster, sondern ein warmherziges, freundliches Wesen. Ryland fürchtet anfangs, ihm könnte ein Xenomorph begegnen, doch das Gegenteil ist der Fall, denn Rocky ist eines der liebenswertesten Aliens der modernen Science‑Fiction.

Mich persönlich macht es traurig, wenn Fans sagen, Rocky habe „Glück gehabt“, Ryland getroffen zu haben. Denn Rocky würde die Erde nicht mögen. Die Menschheit würde ihn erforschen wollen, sezieren, kontrollieren. Und in einer Welt voller Unmut, Hetze und Chaos wäre für ein Wesen wie ihn kaum Platz.

Auch hier zeigt sich die Parallele zu E.T.: Beide Begegnungen entstehen auf Augenhöhe, ohne Vorurteile. Zwei völlig unterschiedliche Wesen wachsen in einer schwierigen Situation zusammen und werden zu den besten Freunden der Galaxie. Für mich ist Rocky ein Alien von außergewöhnlicher Wärme und seine kindliche Neugier ließ ihn sofort in mein Herz. 💜

— Riley

1. Stitch aus Lilo & Stitch (2002)

Das Bild zeigt Stitch aus Lilo & Stitch, der in den Sternenhimmel blickt | Die 5 liebsten Aliens
Stitch sollte kein Freund sein. Er wurde als biologische Waffe erschaffen — Lilo & Stitch | 2002 ©The Walt Disney Company
Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Lilo & Stitch Fanartikel, die man bei Thalia kaufen kann
Foto © The Walt Disney Company

Wenn ich an Aliens meiner Kindheit denke, kommt mir neben all den bedrohlichen Kreaturen und faszinierenden Wesen auch sofort Stitch in den Sinn. Nicht, weil er besonders herausragend designt war oder weil er einen der ganz großen Disney-Filme bekommen hat, sondern weil ich ihn schon damals vor allem eines fand: cool!

Ein kleines blaues Chaos-Monster, das alles kaputt macht, ständig Unsinn anstellt, frech ist, schneller und stärker als alle anderen wirkt und dabei trotzdem so süß und unglaublich witzig bleibt. Stitch war das Haustier, das man sich immer gewünscht hat. Aber eben auch der Freund, mit dem man selbst gerne Chaos angerichtet hätte. Eine Figur voller Energie, Klamauk und Überdrehtheit. Und genau diese Mischung machte ihn damals so faszinierend.

Doch mit dem Älterwerden merkt man, wie viel mehr eigentlich hinter dieser Figur steckt.

Mehr als nur der liebenswerte Chaot

Denn hinter dem Humor, hinter den Gags und dem ganzen Chaos verbirgt sich ein Wesen, das ursprünglich überhaupt nicht dafür geschaffen wurde, ein Freund zu sein oder Familie und Nähe überhaupt zu verstehen.

Stitch sollte kein Freund sein. Er wurde als biologische Waffe erschaffen. Ein Experiment, das darauf ausgelegt ist, zu zerstören. Und gerade deshalb funktioniert seine Entwicklung innerhalb der Geschichte so gut.

Denn je länger Lilo & Stitch dauert, desto deutlicher wird, dass hinter diesem zerstörerischen Verhalten vor allem Einsamkeit steckt. Stitch versteht nicht, wie Zugehörigkeit funktioniert. Er weiß nicht, wie man liebt oder geliebt wird. Und genau darin liegt die emotionale Stärke der Figur.

Besonders als Erwachsener nimmt man diese Geschichte plötzlich völlig anders wahr. Während man als Kind vor allem das Chaos und den Humor sieht, erkennt man später die eigentliche Sehnsucht dahinter. Den Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Das Bedürfnis nach Nähe, von dem Stitch selbst lange gar nicht versteht, dass es überhaupt existiert.

Ohana bedeutet Familie

Gerade deshalb funktioniert auch das zentrale Thema von „Ohana“ so gut. Nicht als bloße Disney-Weisheit, sondern als emotionaler Kern des gesamten Films. Lilo & Stitch erzählt von Figuren, die alle auf ihre eigene Weise verloren wirken. Menschen und Wesen, die scheinbar nicht richtig in ihre Welt passen und trotzdem versuchen, irgendwo ihren Platz zu finden.

Dabei hilft auch die besondere Atmosphäre des Films enorm. Das Hawaii-Setting, die warmen Farben, die Elvis-Musik und diese eigene Mischung aus Humor, Klamauk und Verbundenheit verleihen Stitchs Geschichte eine Identität, die sich bis heute von vielen anderen Disney-Filmen abhebt. Selbst die Serie, die ich damals unglaublich gerne mochte und in der wir noch viele andere Aliens kennenlernen durften, schaffte es immer wieder, genau dieses Gefühl einzufangen.

Die 5 liebsten Aliens: Stitch, das Alien meiner Kindheit

Und obwohl der Film selbst in meinem persönlichen Disney-Ranking eher im Mittelfeld rangiert, sticht Stitch bis heute heraus. Vielleicht gerade deshalb, weil hinter dem niedlichen Design und den chaotisch-lustigen Momenten so viel Menschlichkeit steckt.

Oder vielleicht auch, weil man irgendwann erkennt, dass dieses kleine Alien nie einfach nur Chaos wollte.

Sondern eigentlich nur ein Zuhause.

— Martin K.


Weitere liebste Aliens aus der Redaktion

  • Chewbacca (Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung, 1977)
  • Alf (Alf, 1986-90)
  • General Grievous (Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith, 2005)
  • Nebula (Guardians of the Galaxy, 2014)
  • Rocket (Guardians of the Galaxy, 2014)
  • Yoda (Star Wars Saga)
  • Prinzessin Serenity | Sailor Moon (Sailor Moon Universe)
  • Sailor Pluto (Sailor Moon Universe)
  • Andromeda (Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All, 1971)
  • Jadoo (Sternenkind – Koi Mil Gaya, 2003)
  • Leeloo (Das fünfte Element, 1997)
  • Die Frau (Under the Skin, 2013)
  • Arrival-Heptapoden (Arrival, 2016)
  • Mr. Spock (Star Trek Universe)
  • Groot (Guardians of the Galaxy, 2014)
  • Sailor Jupiter (Sailor Moon Universe)
  • Sailor Uranus (Sailor Moon Universe)
  • Luna (Sailor Moon Universe)

Die 5 liebsten Aliens: ein paar abschließende Worte

Die Auswahl unserer 5 liebsten Aliens zeigt, wie vielfältig, überraschend und emotional reich das Science‑Fiction‑Genre sein kann. Von ikonischen Kindheitsbegleiter:innen wie E.T. und Stitch über die düstere Faszination des Xenomorphs bis hin zu den mutigen Ewoks und dem warmherzigen Rocky aus Der Astronaut – jedes dieser Wesen erzählt eine eigene Geschichte darüber, was uns im Fremden berührt.

Gemeinsam mit Maddin und Martin ist eine Liste entstanden, die nicht nur unsere persönlichen Favoriten widerspiegelt, sondern auch zeigt, wie unterschiedlich Nähe, Faszination, Angst und Empathie in Begegnungen mit dem Unbekannten aussehen können. Manche Aliens lehren uns Mut, andere spiegeln unsere Ängste, wieder andere erinnern uns daran, wie wichtig Freundschaft, Vertrauen und Neugier sind.

Am Ende beweisen diese fünf Wesen vor allem eines: Dass das, was wir „fremd“ nennen, oft viel mehr über uns selbst erzählt als über ferne Galaxien. Und dass die besten Geschichten jene sind, die uns daran erinnern, mit offenen Augen – und offenem Herzen – in die Sterne zu blicken.

Das waren die 5 liebsten Aliens 🛸🌌👁️ aus unserer Feder. Jetzt seid ihr dran!

Welche sind eure 5 liebsten Aliens 🛸🌌👁️👽?


Ein Mann mit Bart, Sonnenbrille und schwarzer Cap hält eine Bulldogge im Arm. Er trägt einen orangefarbenen Hoodie mit schwarzem Schriftzug. Im Hintergrund ist eine hügelige Landschaft mit kahlen und immergrünen Bäumen unter blauem Himmel zu sehen.
Passion of Arts Maddin | Redaktion

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Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trägt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise über seine Augen fällt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-Porträts verstärkt.

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Created by Gorana Guiboud | Header Elements: Die 5 liebsten Aliens – Passion of Arts Design | E.T. – Der Außerirdische | 1982 ©Amblin Entertainment | Universal Pictures

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19 Kommentare

  1. Ich habe ‚lieb‘ auch im Sinne von ‚liebenswert‘ interpretiert. Daher hat der Xenomorph diesmal keinen Recall-Zettel bekommen.

    1. Jeriba Shigan aus „Enemy Mine“ (1985)
    2. Chewbacca aus „Star Wars“
    3. Mr. Spock aus „Star Trek“
    4. Scott aus „Starman“ (1984)
    5. E.T. aus „E.T. – Der Außerirdische“ (1982)

  2. Ich mache es heute mal etwas kürzer und einfacher.

    Xenomorph aus Alien: Der Film und der Xenomorph hat die Darstellung von Aliens komplett verändert. Aber so alptraumhaft und faszineierend ist es nie wieder gelungen.

    Predator: Der Predator ist einfach die ultimative Bedrohung und sieht mega cool zugleich aus.

    Heptapoden aus Arrival: Allein die Idee wie solche Aliens kommunizieren würden ist spannend und ich mochte die sehr.

    Mr Spock aus Star Trek: Ich mag die Vulkanier generell, eine Spezies voller Missverständnisse. Sie besitzen Emotionen, haben nur gelernt sie zu unterdrücken und haben moralische Werte aus der Logik heraus. Liegt mir sehr.

    ALF: Zwar aus einer Serie, aber wollte jetzt auch mal etwas knuddeliges nennen. Seine Sprüche weiß ich bis heute und ich liebe ALF.

    1. Schöne Auswahl @klaathu vor allem, dass Mr. Spock dabei ist. Serienaliens sind ja auch okay es gab da keine Beschränkung.

      Die Heptapoden finde ich auch sehr faszinierende Wesen. Und auch schön, dass sie nicht bösartig sind so wie die meisten. Finde das Konzept von „Arrival“ auch schön und kreativ.

      1. @neon_dreamer

        Interessanterweise sind in einigen der besten Science Fiction Filme die Aliens nicht bösartig. Sei es eben Arrival, Unheimliche Begegnung der dritten Art, 2001, Contact oder zuletzt Der Astronaut. Man muss nicht die Tausendste Alien-Invasion zeigen um eine gute und vor allem intelligente Geschichte zu erzählen.

        1. @klaathu Das stimmt. Von den Alien Invasionen gibt es ja gefühlt tausende. „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ habe ich neulich endlich mal geschaut. Der war ganz cool gemacht gewesen.

          Science-Fiction ist so breit gefächert, schon krass, dass ich das Genre früher gar nicht so mochte aber jetzt irgendwie überall Kontakt damit habe und es liebe.

          1. @neon_dreamer

            „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ ist in meiner persönlichen Top 5 der besten Spielberg Filme.

            Viele verbinden mit Science Fiction erst einmal Star Trek oder Star Wars, das kennt man halt. Aber stimmt, es ist sehr breit gefächert, auch in der Literatur. Ich finde die besten Science Fiction Geschichten beschäftigen sich auch weniger mit irgendwelchen futuristischen Techniken, die kommen dann höchstens mal vor. Sondern mit sozialen und philosophischen Fragen. Dafür ist das Genre immer noch am besten geeignet.

          2. @klaathu Ich fand ihn ganz okay also irgendwas hatte mir noch gefehlt.

            Das stimmt, das mag ich an dem Gerne auch am liebsten. Das Philosophische. Aber auch so neue Technologien. Das holt mich dann aus der Komfortzone, das macht mir Angst.

          3. @neon_dreamer:

            Neue futuristische Technologien holen mich auch ab, gerade wenn sie physikalisch theoretisch möglich sind. Vor allem auch die Auseinandersetzung damit. Angst macht mir das nicht, kann ich aber gut verstehen. Gerade wenn es um Technologien geht, die von der Realität ein wenig eingeholt werden und nicht mehr unbedingt Science Fiction sind oder immer weniger. KI ist da ein aktuelles Beispiel. Aber auch die Möglichkeiten moderner Überwachungstechnologien die Big Brother aus „1984“ wie einen Amateur dastehen lassen. Oder eben auch die Möglichkeiten moderner Gentechnologien gepaart mit einem immer stärker werdenden Selbstoptimierungswahn, was mich immer an den Film „Gattaca“ erinnert. Aber gerade hat dann Science Fiction ebenfalls seine Stäke. Die kritische, philosophische Überspitzung der Gegenwart im futuristischen Gewand.

          4. @klaathu

            Ja genau vor allem wenn es uns einholt. Finde es erschreckend wie vieles aus damaligen Science-Fiction Filmen inzwischen real geworden ist. „Gattaca“ habe ich noch immer nicht gesehen. Aber bei „Ghost in the Shell“ war das ja ähnlich und in „Cyberpunk“ gehen die Menschen da noch weiter. Selbstoptimierung durch Technik.

          5. @neon_dreamer:

            Zum Cyberpunk wollte ich auch schon längst mal was schreiben. Weil einiges von dem was im Cyberpunk behandelt wird, bereits da ist. Beim Cyberpunk wird gerne das Cyber aber weniger das Punk betont. Gerade da ist „Blade Runner“ zum Beispiel mehr Cyberpunk als irgendein Film sonst. Die Replikanten sind nicht Kybernetisch, sondern biologisch, genetisch. Aber sie lehnen sich auf, gegen die herrschende Autorität und das sind nicht die Blade Runner, sondern Tyrell, ein Konzern. Im Cyberpunk wird auch immer die omnipräsente Macht von Konzernen betont, die letztendlich der Gegner oder die bestimmende Macht sind. Da sind wir leider schon angekommen. Meta, Microsoft, Elon Musk, Jeff Bezos. Gerade Musk und Zuckerberg verschreiben sich der Verbesserung des Menschen durch Technologie. Aber vor allem von Auserwählten. Das ist eine Pervertierung der grundlegenden Philosophie die hinter Cyberpunk steckt, des Transhumanismus.
            Gute Science Fiction kann Angst machen, aber sie kann auch ein Bewusstsein für die Gegenwart schärfen.

    1. Dachte mir schon, dass es da Missverständnisse gibt @moviescape 🙈
      Beim schreiben des Artikels dachte ich auch, ich hätte „Die 5 Lieblingsaliens“ nehmen sollen. Aber da war es schon zu spät. Hatte gehofft es reicht, wenn ich es dazu schreibe.

      Aber das macht ja auch nichts. Bin auf deine Liste gespannt und ja es trifft hier auch ganz gut zu. Bis auf den Xenomorph der ist alles andere als kuschelig *AAAH!

        1. Freut mich, dass du Spaß bei der Liste hattest @moviescape. Ich hatte mich mit dem Xenomorph tatsächlich noch gar nicht so eingängig beschäftigt und fands spannend wie @apexpredatormk das beschrieben hatte. Wirklich ein faszinierendes Alien, das auch durchaus in die nächste Woche passt.

          Bin sehr gespannt wen du auf der Liste hast, ich kenne gar nicht so viele Aliens, die liebenswert sind.

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