Liebe Passioner, heute entführen wir euch ins Altertum und präsentieren die 5 besten Filme über die Antike. Dabei werden wir ins mythische Troja reisen, die wilden Wälder Britanniens durchstreifen, uns im Wagenrennen beweisen, auf der Agora über Philosophie diskutieren und wilde Kämpfe im Kolloseum bestreiten. Also im Grunde alle interessanten Aktivitäten für Tourist:innen, die es in der antiken Welt so gab.
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Unsere Liste ist diesmal lediglich eine Aufzählung und kein Ranking.
Ein Beitrag von Maddin und Martin
Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklärt 🌟🎥
Diese beliebte Rubrik wurde von der Bloggerin und Illustratorin Gorana Guiboud ins Leben gerufen und wir haben die Ehre erhalten, diese weiter zu führen, nachdem sie das Bloggen aufgegeben hatte. Jeden Donnerstag gibt es hier die spannendsten Listen, Rankings und Empfehlungen aus der Welt der Filme, Serien, Bücher oder anderer kreativer Themen.
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Egal ob Klassiker, moderne Meisterwerke, Nischenperlen oder persönliche Favoriten. Hier zählt eure Sicht auf das Beste, eure Begeisterung und eure Perspektive. Die Rubrik bietet nicht nur Inspiration für Film- und Buchfans, sondern auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam cineastische und kreative Highlights zu entdecken. 🎥🥋📚
Seid dabei, lasst euch inspirieren, diskutiert mit und zeigt, welche fünf Favoriten ihr für die kommende Woche auf eurem Radar habt. Die 5 BESTEN am DONNERSTAG sind eure Bühne! 🌟🍿✨
Was ist eigentlich die Antike?
Wobei die Frage vermutlich eher Wann ist die Antike? oder auch Wo ist die Antike? lauten sollte. Der Begriff entwickelte sich, als die Menschen im 14. Jahrhundert in der Geschichte zurückblickten und anfingen, die Jahrhunderte nach Ihnen zu periodisieren. Es ist das Zeitalter der Renaissance und Aufklärung. Schnell bildete sich eine Dreiteilung heraus: Alterum (= Antike) – Mittelalter – Neuzeit. Die Menschen grenzten sich ins besondere vom düsteren Mittelalter ab, da sie sich selbst in einer aufgeklärten Neuzeit wähnten. Das Altertum, mit dem sich die alte Geschichte beschäftigt, stand für viele damalige Entwicklungen Pate (zum Beispiel Wissenschaft, Aufklärung, Philosophie).
Diese Dreiteilung der Geschichte hat sich im Grunde bis heute bewahrt, wobei es noch weitere Differenzierungen gibt. So wird die Zeit vor der Antike als Prähistorie bzw. Vorgeschichte bezeichnet, da es aus dieser Zeit keine schriftlichen Quellen gibt, auf die sich die Geschichtsschreibung stützen könnte. Die Zeitalter nach dem Mittelalter werden in weitere Abschnitte unterteilt, unter anderem in Frühe Neuzeit, Moderne und Zeitgeschichte.
Wenn wir das ganze nun in konkrete Zahlen gießen wollen, beschreibt die Antike die Zeit von 1600 vor Christus (v. Chr.) bis ca. 500 nach Christus (n. Chr.). Alternativ wird für die Zeitangaben auch vor unserer Zeit oder nach unserer Zeit genutzt, um keinen religiösen Bezug zu haben.
Die 5 besten Filme über die Antike – Die räumliche Dimension des Altertums

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Neben der zeitlichen Dimension gibt es auch eine räumliche Dimension, denn der Begriff Antike bezieht sich (im engen Sinne) vor allem auf die griechische und römische Kultur um das Mittelmeer herum. Die griechische Kultur wird dabei in die minoische und mykenische Zeit (1600 bis etwa 1200 v. Chr.), die Dunklen Jahrhunderte (1200 bis 800), die Archaik (800 bis 500), Klassik (500 bis 330) und Hellenismus (330 bis 30) eingeteilt. Die römische Zeit wird dagegen in die Zeit der Republik (500 bis 27), die Kaiser- bzw. Prinzipatszeit (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) und die Spätantike (284 bis ca. 500) eingeteilt.
In der modernen Forschung wird aber diskutiert, dass Griechen und Römer geraden den orientalischen Kulturen viel zu verdanken haben. Dementsprechend können im weiteren Sinn auch die Hochkulturen Ägyptens, Syriens, Mesopotamiens, Karthagos, des iranischen Raums, Kleinasiens und der Levante in die Antike einbezogen werden. Damit kann auch die zeitliche Dimension auf bis zu 3500 Jahre vor Christus erweitert werden.
Die 5 besten Filme über die Antike – Monumental- und Sandalenfilme

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Wenn wir auf die Geschichte der Antike im Film schauen, lassen sich im Grunde vier grobe Zeitabschnitte einteilen. Die Stumfilm-Ära der 1910er und 1920er Jahre, die frühe Tonfilmzeit in den 1930ern und 1940ern, die Hochzeit der monumentalen Tonfilme in den 1950er und 1960er Jahren sowie moderne Monumentalfilme seit 2000 als Gladiator einen neuen Trend setzte.
Dabei ist der Begriff Monumentalfilm nicht exklusiv für monumentale Filme reserviert, welche sich mit der Antike beschäftigen. Damit können jegliche monumentale Filme gemeint sein, welche die Merkmale erfüllen. Diese wären zum Beispiel hohe Produktionskosten, aufwendige Inszenierung, große Massenszenen mit vielen Statist:innen, Kostümen und prächtigen Kulissen, welche auch extra für die Filme hergestellt werden.
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In Abgrenzung zu den Monumentalfilmen, welche vor allem aus Hollywood stammen, gibt es noch den Begriff des Sandalenfilms. Dies bezeichnet B-Movies, welche vor allem in Italien produziert wurden und meistens ein antikes oder biblisches Thema haben. Sie dominierten die italienische Filmindustrie von 1958 bis 1965 und wurden nach der Sandale benannt, dem in der Antike dominierenden Schuhwerk im Mittelmeerraum. Ab den 1960er Jahren wurden sie immer mehr von den Spaghetti-Western abgelöst und erlebten nur nach den Conan-Filmen der 1980er Jahre nochmal ein kleines Revival.
— Maddin
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Wie ihr sicherlich schon an meiner kleinen Einführung gemerkt habt, ist die Antike im Film sehr breit behandelt worden. Im folgenden Stellen wir euch fünf ausgewählte Filme über die Antike detaillierter vor.
5. Troja (2004)

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Worum geht es in Troja?
Troja ist ein Abenteuerfilm von Regisseur Wolfgang Petersen, der 2004 veröffentlicht wurde. Der Film basiert lose auf Homers Epos Ilias und erzählt die Geschichte des Trojanischen Krieges, der durch die Entführung der schönen Helena ausgelöst wird. Die beeindruckende Besetzung umfasst Brad Pitt als Achilles, Eric Bana als Hektor, Orlando Bloom als Paris und Diane Kruger als Helena.
Helena ( Diane Kruger), die Königin von Sparta und Ehefrau von Menelaos (Brendan Gleeson), wird von dem trojanischen Prinzen Paris (Orlando Bloom) entführt. Dies führt zu einem massiven Konflikt zwischen den Griechen und den Trojanern. Der griechische König Agamemnon, dargestellt von Brian Cox, nutzt diese Gelegenheit, um seine Macht auszuweiten und versammelt eine gewaltige Armee, um Troja anzugreifen.
Angeführt von dem legendären Krieger Achilles (Brad Pitt) segeln die Griechen nach Troja und beginnen eine lange und erbitterte Belagerung. Der Film beleuchtet die großen Schlachten, die strategischen Manöver und die persönlichen Schicksale der Helden auf beiden Seiten.
Troja | 2004 © Warner Bros.
Die 5 besten Filme über die Antike – Die berühmteste Sage der Antike
Kaum eine Geschichte hat die europäische Kultur so nachhaltig geprägt wie Homers Ilias. Über Jahrtausende hinweg wurde der Trojanische Krieg weitererzählt, interpretiert und immer wieder neu aufgesetzt. Figuren wie Achilles, Hektor, Helena oder Odysseus gehören längst zum kulturellen Gedächtnis der Menschheit und stehen bis heute sinnbildlich für Heldentum, Ehre und Tragik. Und schon bald steht mit Nolans „Odyssee“ die Weiterführung von Homers Epos in den Kinos an.
Mit Troja wagte sich Wolfgang Petersen vor 20 Jahren an die Herausforderung, diesen gewaltigen Mythos in ein modernes Historienepos zu verwandeln. Dabei verzichtet der Film bewusst auf die göttlichen Eingriffe der Vorlage und erzählt die Geschichte stattdessen aus einer menschlichen Perspektive. Historisch und literarisch nimmt sich der Film dabei einige Freiheiten. Der jahrelange Krieg wird komprimiert und zahlreiche Ereignisse werden verändert oder neu interpretiert. Dennoch gelingt es Troja hervorragend, den Geist dieser antiken Überlieferung einzufangen und sie für ein modernes Publikum greifbar zu machen.
Eine Geschichte über weit mehr als nur Liebe

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Auf den ersten Blick beginnt der Trojanische Krieg beinahe banal: Zwei Menschen verlieben sich, eine Liebe die nicht sein darf. Damit lösen sie einen Konflikt aus, der ganze Königreiche erschüttert. Doch genau darin liegt die große Stärke der Geschichte. Aus einer vergleichsweise einfachen Liebesgeschichte entwickelt sich ein vielschichtiges Drama über Stolz, Macht, Eifersucht, Ruhm, Loyalität und den Preis des Krieges. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele, jeder glaubt, im Recht zu sein, und genau dadurch steuert die Handlung unausweichlich auf ihre Tragödie zu.
Besonders faszinierend ist dabei, wie unterschiedlich die Figuren mit diesen Idealen umgehen. Achilles strebt nach ewigem Ruhm, Hektor kämpft für seine Familie und sein Volk, Agamemnon für Macht und Eroberung, während Priamos versucht, seine Heimat zusammenzuhalten. Und Paris und Helena wollen einfach nur ihr persönliches Glück. Dadurch entsteht ein Figurenensemble, in dem nahezu jede Perspektive nachvollziehbar bleibt und das den Film weit über ein gewöhnliches Kriegsdrama hinaushebt.
Monumentales Kino für eine monumentale Geschichte

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Ebenso beeindruckend ist bis heute die Inszenierung. Moderne Monumentalfilme werden häufig unterschätzt, weil digitale Effekte inzwischen selbstverständlich geworden sind. Doch auch Troja steckt voller aufwendiger Kulissen, riesiger Massenszenen und spektakulärer Schlachten, die den Film zu einem echten Sandalenepos alter Schule machen. Jede Einstellung vermittelt die Größe dieses Konflikts und lässt die legendäre Stadt Troja ebenso lebendig erscheinen wie die griechischen Heerlager vor ihren Mauern.
Dazu kommt ein hervorragend besetztes Ensemble. Brad Pitt verkörpert Achilles mit genau der Mischung aus Arroganz, Charisma und unbändigem Ehrgeiz, die diese Figur bis heute unvergesslich macht. Ihm gegenüber steht Eric Bana als ehrenhafter Hektor – für mich das emotionale Herz des Films. Ergänzt werden sie von Peter O’Toole, Brian Cox, Brendan Gleeson, Orlando Bloom und Diane Kruger, die den berühmten Figuren der Sage glaubwürdiges, wenn auch manchmal etwas zu pathetisches Leben einhauchen.
Die 5 besten Filme über die Antike – Mehr als nur ein weiteres Geschichtsepos
Aber gerade deshalb finde ich, dass Troja bis heute häufig unterschätzt wird. Der Film verbindet die historische und kulturelle Bedeutung einer der berühmtesten Erzählungen der Antike mit den Stärken eines modernen Monumentalfilms und erschafft daraus ein mitreißendes Kinoerlebnis voller Pathos, Tragik und unvergesslicher Bilder. Vielleicht erreicht er nicht ganz die emotionale Wucht ähnlicher Filme, doch kaum ein anderes Werk bringt die Welt der griechischen Helden, Mythen und Ideale so eindrucksvoll auf die Leinwand. Genau deshalb gehört Troja für mich nicht nur zu den besten Sandalenfilmen der vergangenen Jahrzehnte, sondern auch zu den besten Filmen über die Antike überhaupt.
— Martin
4. Agora – Die Säulen des Himmels (2009)

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Worum geht es in Agora – Die Säulen des Himmels? 🕵🏽♂️🔫
Agora – Die Säulen des Himmels ist ein Monumentalfilm von Alejandro Amenábar, der am 9. Oktober 2009 in Spanien in die Kinos kam. Der deutsche Kinostart folgte am 11. März 2010.
Der Film erzählt die Geschichte von Hypatia von Alexandria (geboren um 355 in Alexandria; gestorben März 415 ebenda), einer Philosophin, Astronomin und Mathematikerin, die historisch belegt ist, von der jedoch keine eindeutig überlieferten wissenschaftlichen Schriften erhalten sind. Obwohl der Film auf realen Personen und Ereignissen basiert, versteht er sich nicht als reiner Historienfilm. Vielmehr nutzt er die historische Epoche als Rahmen, um größere Themen wie Wissensdurst, religiöse Spannungen und gesellschaftlichen Wandel zu verhandeln.
Die Handlung spielt im Alexandria des 4. und frühen 5. Jahrhunderts, einer Stadt zwischen wissenschaftlicher Tradition und religiösen Spannungen. Im Zentrum steht Hypatia, eine Philosophin und Astronomin, die sich leidenschaftlich der Erforschung des Kosmos widmet. Während sie versucht, die Bewegungen der Himmelskörper zu verstehen, verändert sich das gesellschaftliche Klima zunehmend. Religiöse Konflikte und politische Machtkämpfe greifen immer stärker in das Leben der Stadt ein und stellen Hypatias Ideal von Vernunft und Toleranz auf die Probe. Der Film verbindet ihre wissenschaftliche Suche mit dem Wandel einer Welt, die an Stabilität verliert.
Agora – Die Säulen des Himmels | 2009 © TOBIS
Eine feministische Ikone in der Antike
Mit dem Erscheinungsjahr 2009 zählt Agora – Die Säulen des Himmels zu den modernen antiken Monumentalfilmen und die Bezeichnung als Monumentalfilm hat er in meinen Augen auch redlich verdient. Der Film glänzt mit tollen Kulissen und atemberaubenden Massenszenen, steht also klar in der Tradition der Monumentalfilme der 1950er und 1960er Jahre.
Allerdings macht er etwas Besonderes: Er rückt eine Frauenfigur in den Mittelpunkt und zwar die Philosophin und Mathematikerin Hypatia von Alexandria. Sie arbeitete bis zu ihrem Tod zusammen mit ihrem Vater an mathematischen Lehren und unterrichtete auch selbst in Alexandria Mathematik und Philosophie. Im Jahr 415 (oder 416) wurde sie allerdings von christlichen religiösen Fanatikern ermordet.
»Synesius, du hinterfragst nicht an was du glaubst oder kannst es nicht. Ich muss es aber.«
Dieser zentrale Satz im Film zeigt die Überzeugung der Philosophin. Sie hinterfragt grundsätzlich alles und kann daher nicht zum christlichen Glauben übertreten. Dieser Schritt würde ihr zwar Schutz gewähren, aber auch ihren innersten Überzeugungen widersprechen. Dies zeigt der Film sehr gut und Rachel Weisz gibt auch ein überzeugende Darbietung als alexandrinische Philosophin.
Die 5 besten Filme über die Antike – Eine Zeit der Konflikte und Spaltungen

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Das vierte Jahrhundert war für das Römische Reich eine Zeit der Konflikte und Disruptionen. Das Weströmische Reich stand auf Grund der Völkerwanderung, diverser Unruhen und schnell wechselnder Kaiser kurz vor dem Kollaps. Das Oströmische Reich konnte in dieser Zeit noch einigermaßen gedeihen und wurde lediglich im Nordosten durch Germanen, welche ab und an die Donauprovinzen plünderten, sowie im Nordosten durch die Perser bedroht.
Allerdings gab es in dieser Zeit auch immer stärkere innenpolitische bzw. religiöse Konflikte zwischen Anhängern der alten, paganen Götter und dem weiter erstarkenden Christentum. Gerade die sehr selbstbewussten christlichen Bischöfe, welche sich als Vertreter Gottes auf Erden sahen, schreckten in dieser Zeit auch nicht vor direkten Konflikten mit staatlichen Stellen zurück.
In Agora – Die Säulen des Himmels wird dies verdeutlicht durch Bischof Kyrill (verkörpert von Sami Samir), welcher nicht davor zurückschreckt mit seinen militant-christlichen Parabolani gewaltsam gegen andere religiöse Gruppen vorzugehen. So wurde die jüdische Minderheit aus der Stadt vertrieben und die paganen Kulte stark unter Druck gesetzt ihren Glauben aufzugeben.
Feuer und Flamme für den christlichen Glauben

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Eine der eindrücklichsten Szenen des Films findet auf dem Forum von Alexandria statt. Auf dem großen Markt stehen sich zwei Gruppen unversöhnlich gegenüber: die Christen und Anhänger der paganen Kulte. Beide Seiten diskutieren mittels Sprechern über ihre Religion und welche die bessere sei. In der Mitte zwischen ihnen findet sich ein feuriges Kohlebecken. Ammonius (Ashraf Barhom), der christliche Sprecher und Anführer der Parabolani, demonstriert die Überlegenheit des christlichen Gottes, in dem er unverletzt über die ca. 5 Meter lange Kohlenbahn läuft.
Das scheint auf den ersten Blick eine einfache Aufgabe. Das dies nicht unbedingt so ist, zeigt die noch weitergehende Szene, denn der Sprecher der Gegenpartei wird nun ebenfalls gezwungen über die glühenden Kohlen zu laufen und zieht sich dabei schwere Verbrennungen zu. Unter anderem dieser Vorfall sowie weitere bei denen die Christen die paganen Götter beleidigen, führt zu massiven Ausschreitungen.
Der Film zeigt diese Straßenschlachten ungeschönt und blutig. Es fliegen Körperteile und Blutfontänen spritzen in die Luft. Große Menschenmassen kämpfen gegeneinander und bekämpfen sich. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern unterstützt auch die Botschaft des Films, welche wiederum von Hypatia verbreitet wird: Menschen sind Brüder und Gleiche, weshalb sie sich nicht blutig bekämpfen sollten. Uns verbindet mehr als uns trennt.
Die 5 besten Filme über die Antike – Ein außergewöhnlicher moderner Monumentalfilm
All die oben genannten Aspekte, nämlich das eine Frau im Zentrum steht, dass die Konflikte explizit und blutig gezeigt werden und dass der Film trotz moderner Mittel viel auf Kulissen und Statist:innen setzt, machen ihn für mich zu einem besonderen Monumentalfilm. Alle die sich für die Antike interessieren und mal eine andere Geschichte präsentiert bekommen wollen, sollten sich den Film unbedingt anschauen.
— Maddin
3. Centurion (2010)

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Worum geht es in Centurion?
Centurion (Alternativtitel: Centurion – Fight or Die) ist ein Historienfilm aus dem Jahr 2010, der sich mit dem Schicksal der legendären Neunten Römischen Legion in Britannien auseinandersetzt.
Die Handlung folgt einer kleinen Gruppe römischer Soldaten, die nach einem verheerenden Hinterhalt hinter den feindlichen Linien strandet. Angeführt von Centurio Quintus Dias (Michael Fassbender) versuchen sie, sich durch das unwirtliche, von Pikten kontrollierte Hochland zu schlagen. Der Film konzentriert sich weniger auf große Schlachten als auf das Überleben in feindlicher Umgebung, Loyalität innerhalb der Gruppe und die Frage, wie weit Menschen gehen, wenn sie von allen Seiten gejagt werden.
Centurion | 2010 © Warner Bros. | Turbine Medien
Die 5 besten Filme über die Antike – Im wilden Norden
Wir schreiben das Jahr 117 nach Christus, das römische Reich hat seine größte Ausdehnung erreicht und steht auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die ganze bekannte Welt beugt sich dem römischen Willen. Die ganze römische Welt? Nein! Ein von unbeugsamen Pikten bevölkerter Landstrich ganz im Norden des Reiches hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für römische Legionäre in Britannien, welche sich vor allem in befestigten Lagern verschanzen…
Diese Lehre muss auch der Centurio Quintus Dias erfahren, welcher in diesem Film teilweise nackt um sein Überleben kämpfen muss. Verkörpert wird er von keinem geringeren als Michael Fassbender. Auch sonst hat der Film so einige bekannte Gesichter zu bieten: Olga Kurylenko gibt in einer ihrer frühen Rollen eine stumme, aber sehr ausdrucksstarke Fährtenleserin Etain. Eher kleinere Rollen haben Liam Cunningham, den viele aus Game of Thrones: Das Lied von Eis und Feuer kennen dürften, sowie Riz Ahmed, der mit Rogue One: A Star Wars Story seinen Durchbruch feierte. Beide können kleine aber feine Akzente setzen.
Auch Imogen Poots hat eine kleine Rolle als Kräuterhexe und bildet, neben Fassbender, einen weiteren emotionalen Anker. Sie tut einem auch ein wenig Leid, bei allem was sie durchmachen musste und weil sie auch zu keiner Seite so wirklich gehört.
Weniger Monumentalfilm als antikes Kriegsdrama

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Der Film legt dabei wert darauf, dass hier keine Seite als nur gut dargestellt wird. Beide Seiten haben gute Gründe für ihre Taten. Die römischen Soldaten tun meistens einfach nur ihren Dienst für Sold und Ehre. Außerdem wollen die hungrigen Mäuler zu Hause gestopft werden (mehrmals kommen die Soldaten auf ihre Kinder zu sprechen). Die Pikten dagegen lehnen sich gegen die äußerst brutale römische Oberherrschaft auf, welche immer wieder Feldzüge führt und Dörfer verwüstet. Sie wollen Rache für getötete Familienangehörige oder vergewaltigte Frauen. Besonders Etain (Olga Kurylenko) hat das Schicksal schwer gebeutelt.
Da wären wir auch schon bei einem der großen Merkmale des Films: Es geht äußerst blutig und brutal zu, was aber nie ausgeschlachtet wird, sondern gut zum Thema und der Atmosphäre passt. Allerdings dürft ihr hier keinen Film mit riesigen Schlachtgemälden erwarten. Es gibt lediglich im ersten Drittel eine kleinere Schlacht zwischen Römern und Pikten, welche mich vom Ablauf stark an die Varusschlacht im Teuteburger Wald erinnert. Hier hatten die Germanen den römischen Legionen unter Varus eine Falle gestellt und sie in einem engen Tal, das stark bewaldet war, überfallen. Somit konnten die Römer ihre technologische wie zahlenmäßige Überlegenheit nicht ausspielen. Das gleiche machen die Pikten mit den Römern in Centurion.
Die 5 besten Filme über die Antike – Epische Bilder wie bei Der Herr der Ringe

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Aber, das heißt nicht, dass der Film keine beeindruckenden Bilder hat. Der Großteil des Films handelt von einer Hatz der Pikten, welche hinter einer Gruppe römischer Soldaten her sind. Dabei hat der Film für mich starke Der Herr der Ringe: Die Gefährten Schwingungen. Hier steht aber nicht Neuseeland Pate, sondern die schottischen Highlands und düstere englische Wälder, was die Stimmung des Films stark unterstützt. Der Film zeigt während der Verfolgung immer wieder schöne Kameraflüge über die Köpfe der beiden Gruppen hinweg und setzt so die britisch-schottische Landschaft schön in Szene.
»Wenn die Pikten hinter dir her sind, hören sie nie auf. Sie können stundenlang rennen, tagelang reiten. Sie essen kaum und schlafen selten.«
Dieses Zitat von Michael Fassbender aka Quintus Dias zeigt auch deutlich, dass diese Hetzjagd sehr spannend ist und so einige interessante Wendungen beinhaltet. Dabei müssen die Legionäre nicht nur gegen die Pikten kämpfen, sondern mit sich selbst, Verletzungen und auch mit der Natur.
Die 5 besten Filme über die Antike – Klein, aber fein
Centurion bäckt insgesamt etwas kleinere Brötchen als andere Filme über die Antike. Er ist zwar kein Monumentalfilm, bietet aber dann doch auch epische Bilder. Durch diese Kompaktheit und die intensiven wie brutalen Bilder zieht er einen auch noch mehr in das Geschehen hinein als manch monumentaler Film, der die Zuschauenden einfach mit purem Pomp erschlägt.
— Maddin
2. Ben Hur (1959)

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Worum geht es in Ben Hur?
Ben Hur ist ein US‑amerikanischer Monumentalfilm von William Wyler und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lew Wallace. In der Hauptrolle verkörpert Charlton Heston den jüdischen Fürsten Judah Ben-Hur, dessen Zerwürfnis mit seinem einstigen Freund Messala (Stephen Boyd) dramatische Konsequenzen nach sich zieht. Der Film stellte zahlreiche Produktionsmaßstäbe auf und wurde mit insgesamt elf Oscars ausgezeichnet – eine Rekordzahl, die er bis heute nur mit Titanic und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs teilt.
Mit einem Budget von 15 Millionen Dollar (inflationsbereinigt rund 161 Millionen Dollar) zählt Ben Hur zu den kostspieligsten Filmproduktionen seiner Zeit. Die Uraufführung fand am 18. November 1959 in New York statt. In der Liste der inflationsbereinigten US-Kinoerfolge rangiert der Film auf Platz 14 – hinter Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück und noch vor Avatar – Aufbruch nach Pandora.
Die Geschichte folgt Judah Ben-Hur, einem angesehenen Bürger Jerusalems, dessen Leben durch politische Spannungen und persönliche Verräterei aus den Fugen gerät. Nach einem folgenschweren Zwischenfall wird er zu Unrecht verurteilt und von seiner Familie getrennt. Auf seiner langen Reise durch Gefangenschaft, Sklaverei und schließlich Freiheit kämpft er darum, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Der Film verbindet persönliche Tragödie, religiöse Motive und epische Schauwerte zu einer Erzählung über Gerechtigkeit, Rache und moralische Erneuerung.
Ben Hur | 1959 © Rotten Tomatoes Classic Trailers | MGM
Die 5 besten Filme über die Antike – Zwei Männer, ein Rennen
Ich habe diesen Film erst vor kurzem nachgeholt und war überrascht, wie wenig Action hier teilweise drinne steckt. Lange Passagen bestehen vor allem aus Gesprächen zwischen Ben Hur und anderen Personen. Durch seine epische Länge von über zweieinhalb Stunden kann sich der Film viel Zeit für die Figurenentwicklung lassen. Langeweile kommt aber trotz der Überlänge nie so wirklich auf, dazu ist der Film einfach zu abwechslungsreich.
Der Film ist auch in seinen Kulissen relativ vielfältig. Vom pompösen Rom und Jerusalem, über (heute nicht mehr ganz so beeindruckende) Seeschlachten bis zum epischen Wagenrennen im Zirkus. Das Wagenrennen steht dabei im Zentrum der Geschichte und wird vom Rest umrahmt. Im Rennen kulminieren alle vorherigen Erzählstränge und führen diese zu einem spannenden Höhepunkt.
Ich bin auch sehr erstaunt, wie viel sich anscheinend Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung von diesem Film abgeschaut hat. Zumindest was das Wagenrennen angeht, ist das Podrennen eine sehr große Verbeugung und Hommage an Ben Hur.
Wer ist eigentlich dieser langhaarige Dude?

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Eine weitere Handlungsebene, welche der Film geschickt immer wieder in die Geschichte einwebt, ist das Leben von Jesus Christus. Er taucht hier bei verschiedenen Gelegenheiten auf, z.B. in Nazareth als einige Sklaven vorbeiziehen und er ihnen Wasser bringt oder als in Jerusalem großer Aufruhr über seinen Prozess sowie seine Kreuzigung ausbricht. Dabei wird auch immer wieder das Leben von Jesus mit dem von Ben Hur verbunden. Dies finde ich eine geschickte Art die religiöse Thematik anzuschneiden, ohne sie zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Diese religiöse Komponente dient dann auch als Erklärung für das versöhnliche Ende, was mir ebenfalls gefällt.
Ben Hur ist allerdings keine historische Figur und kommt auch in der Bibel nicht vor. Seine Geschichte beruht auf dem gleichnamigen Roman von Lew Wallace und das Buch wurde bereits sieben Mal verfilmt. Ich habe den Film auch deshalb hier in die Topauswahl aufgenommen, um einen der alten großen Monumentalfilme stellvertrenden für alle anderen zu haben.
Eine antike Männerfreundschaft zerbricht unter der Politik

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Im Zentrum der Geschichte steht aber die Beziehung zwischen dem Juden Ben Hur (Charlton Heston) und seinem römischen Jugendfreund Messala (Stephen Boyd), welche zum einen persönlich spannend ist und zum anderen auch gut die damalige Situation demonstriert. Die Juden können die römische Oberherrschaft nur schwer akzeptieren und revoltieren immer wieder dagegen. So ist auch ein Satz verständlich, den Messala zu Ben Hur sagt, als dieser sich weigert seine eigenen Leute zu verraten.
»Wenn du nicht für mich bist, dann bist du gegen mich!«
Für Römer war Loyalität wichtiger als alles andere und ein Bruch mit dieser Loyalität bedeutete im Grunde das Zerbrechen einer Freundschaft. Ich finde auch spannend, welche Wege der Film geht und wie er mit den Rachegelüsten von Ben Hur umgeht bzw. wohin diese führen. Letztendlich erkennt Ben Hur nämlich, dass Rache ihm auch die verlorenen Dinge nicht zurückbringt.
Die 5 besten Filme über die Antike – DER Monumentalfilm?!
Insgesamt holt mich Ben Hur auf mehreren Ebenen ab. Das zentrale Wagenrennen ist eine der epischsten Szenen überhaupt, mit tausenden Statisten und riesigen gebauten Kulissen heute immer noch beeindruckend. Aber auch im Kleinen, nämlich in den Gesprächen zwischen den Figuren beeindruckt der Film mich, da er sich die vollen zweieinhalb Stunden dafür Zeit lässt und so eine große Tiefe bekommt. Als drittes schafft er es daneben auch noch das Leben und Wirken von Jesus Christus gut einzufangen und leicht in die Handlung zu integrieren. In meinen Augen ein guter Einstieg für alle, die sich an Monumentalfilme herantrauen wollen und ein Film, der in einem Artikel über Die 5 besten Filme über die Antike nicht fehlen darf.
— Maddin
1. Gladiator (2021)

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Worum geht es in Gladiator?
Gladiator ist ein Sandalenfilm von Ridley Scott mit Russell Crowe, Joaquin Phoenix, Connie Nielsen, Oliver Reed, Richard Harris und Derek Jacobi.
Feldherr Maximus (Russell Crowe) sehnt sich, nach einer weiteren gewonnenen Schlacht gegen die Germanen, nach seiner Familie in Spanien. Der im Sterben liegende Imperator Marc Aurel (Richard Harris) hat für ihn jedoch einen anderen Plan. Maximus soll sein Nachfolger werden, da er seinen eigenen Sohn Commodus (Joaquin Phoenix) dafür nicht fähig hält. Als Commodus davon erfährt, ermordet er seinen Vater, um die Macht an sich zu reißen. Zusätzlich zwingt er Maximus dazu, sich ihm zu unterwerfen. Da dieser jedoch von dem Verrat Commodus ahnt, verweigert er ihm die Gefolgschaft. Daraufhin verurteilt Commodus (Joaquin Phoenix), Maximus (Russell Crowe) und seine ganze Familie zum Tode.
Maximus gelingt die Flucht vor seiner Hinrichtung und eilt verzweifelt nach Spanien, um seine Frau (Giannina Facio) und seinen Sohn zu retten. Er kommt jedoch zu spät, sie wurden bereits von Commodus‘ Häschern ermordet. Geschwächt durch seine Verletzungen wird er gefangen genommen und nach Afrika an die Gladiatorenschule des Proximo (Oliver Reed) verkauft. Gestärkt durch seine Rachegedanken, mausert sich Maximus zum erfolgreichen Gladiator. Sehnlichst erwartet er den Moment, wenn er im Kolosseum von Rom seinem Erzfeind Commodus gegenüber treten wird.
Trailer zum Film Gladiator | 2000 © KinoCheck | Universal Pictures | Disney+
Die 5 besten Filme über die Antike – Die Wiedergeburt des Monumentalfilms
Es mag wohl der offensichtlichste Pick sein, doch konnte ich nicht anders, als diesen Film für dieses Thema zu wählen. Denn es gibt wohl wenige andere Filme, die das Bild der Antike für eine ganze Generation so nachhaltig geprägt haben wie Gladiator. Mit seinem Historienepos hauchte Ridley Scott einem Genre neues Leben ein, das nach seiner großen Blütezeit in den 1950er- und 1960er-Jahren beinahe vollständig aus den Kinos verschwunden war. Der Erfolg des Films ebnete den Weg für zahlreiche weitere Historienepen und bewies eindrucksvoll, dass Geschichten aus der Antike auch im modernen Blockbuster-Kino noch ein Millionenpublikum begeistern können.
Historisch nimmt sich Gladiator zwar einige Freiheiten, doch genau darin liegt für mich nicht seine größte Stärke. Der Film möchte keine wissenschaftlich exakte Rekonstruktion des Römischen Reiches sein, sondern dessen Geist einfangen. Die gewaltigen Legionen an den Grenzen des Imperiums, die politischen Machtspiele im Herzen Roms, das tosende Kolosseum und die brutalen Gladiatorenkämpfe erschaffen eine Welt, die sich lebendig, greifbar und erstaunlich authentisch anfühlt. Man spürt die Größe eines Weltreichs, aber ebenso seine Grausamkeit, seinen Ehrbegriff und den unaufhörlichen Kampf um Macht und Einfluss.
Eine zeitlose Geschichte in einer zeitlosen Kulisse

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Im Mittelpunkt steht mit Maximus Decimus Meridius ein Mann, dem innerhalb kürzester Zeit alles genommen wird. Seine Familie, seine Heimat, seine Ehre und schließlich auch seine Freiheit. Was folgt, ist weit mehr als ein klassischer Rachefeldzug. Es ist eine Geschichte über Verlust, Gerechtigkeit, Loyalität und den Kampf gegen Tyrannei. Themen, die heute genauso funktionieren wie vor zweitausend Jahren.
Gerade deshalb entfaltet die Handlung ihre ganze Stärke. Das antike Rom dient dabei nicht nur als spektakuläre Kulisse, sondern verstärkt die Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Die Arena wird zum Schauplatz persönlicher Schicksale, politische Intrigen entscheiden über das Leben ganzer Völker und aus einem einzelnen Mann wird eine Legende. Genau diese Verbindung aus einer universellen Geschichte und einem historischen Setting macht Gladiator für mich so zeitlos.
Monumentales Kino in Perfektion
Doch selbst die beste Geschichte würde ohne eine ebenso starke Umsetzung nicht dieselbe Wirkung entfalten. Russell Crowe liefert als Maximus die Rolle seines Lebens ab und wird von einem herausragenden Ensemble getragen. Joaquin Phoenix brilliert als machthungriger Commodus und lässt bereits erahnen, welch außergewöhnlicher Schauspieler später aus ihm werden sollte. Ergänzt werden sie von Richard Harris, Oliver Reed, Connie Nielsen, Derek Jacobi und Djimon Hounsou, die jede ihrer Figuren mit Leben füllen.
Dazu kommt Hans Zimmers epochaler Soundtrack, der den Bildern eine beinahe zeitlose Größe verleiht und viele Szenen endgültig unvergesslich macht. Lisa Gerrards Now we are Free ist für mich noch immer einer der berührendsten und mitreißendsten Musikstücke der Filmgeschichte. Gemeinsam mit Ridley Scotts eindrucksvoller Inszenierung, den imposanten Schlachten und den legendären Gladiatorenkämpfen entsteht ein Monumentalfilm, der bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
Die 5 besten Filme über die Antike – Ein zeitloses Meisterwerk

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»Mein Name ist Maximus Decimus Meridius – Kommandeur der Truppen des Nordens – Tribun der spanischen Legionen – treuer Diener des wahren Imperators Marcus Aurelius – Vater eines ermordeten Sohnes – Ehemann einer ermordeten Frau – und ich werde mich dafür rächen, in diesem Leben oder im nächsten!«
Für mich ist Gladiator deshalb weit mehr als nur ein herausragender Film über die Antike. Er verbindet die Atmosphäre des Römischen Reiches mit einer universellen Geschichte und erschafft daraus ein Kinoerlebnis, das mich bei jedem Rewatch aufs Neue in seinen Bann zieht. Historisch mag nicht jedes Detail stimmen, doch kaum ein anderer Film vermittelt so eindrucksvoll das Gefühl, Teil dieser längst vergangenen Welt zu sein. Genau deshalb ist Gladiator für mich nicht nur einer der besten Monumentalfilme aller Zeiten, sondern auch der beste Film, den das antike Rom hervorgebracht hat.
— Martin
Weitere Filme über die Antike aus unserer Redaktion:
- 300 (2006)
- 300: Rise of an Empire (2014)
- Alexander (2004)
- Asterix bei den Briten (1986)
- Asterix erobert Rom (1976)
- Asterix und Kleopatra (1968)
- Cleopatra (1963)
- Der Adler der neunten Legion (2011)
- Exodus: Götter und Könige (2014)
- Gladiator II (2024)
- Hercules (1997)
- Hercules (2014)
- Intoleranz (1916)
- Jason und die Argonauten (1963)
- Spartacus (1960)
- Kampf der Titanen (1981)
- Kampf der Titanen (2010)
- King Arthur (2004)
- King Arthur: Legend of the Sword (2017)
- Quo Vadis? (1951)
Fazit zu den 5 besten Filmen über die Antike
Mir war es ein Herzensanliegen dieses Thema mal lang und breit zu bearbeiten, schließlich habe ich mal Alte Geschichte (in einem anderen Leben) studiert. Es ist eine faszinierende Epoche, die auf der einen Seite schon relativ modern war, insbesondere was die Wissenschaften und Politik angeht. Besonders die alten Griechen machten wichtige Vorarbeiten in Wissenschaft und auch bei demokratischen Institutionen. Vieles ging danach leider in Kriegen und Wirren verloren. Auf der anderen Seite gab es auch die Sklaverei in dieser Zeit, also Personen wurden als Besitz angesehen, was uns heute in dieser Form sehr fremd erscheint. Aus diesen Gründen kann ich die Faszination, welche insbesondere Hollywood für dieses Thema hatte und hat, sehr gut nachvollziehen.
Das waren die 5 besten Filme über die Antike – aus unserer Sicht. Jetzt seid ihr dran!
Welche sind für euch die 5 besten Filme über die Antike?
MADDIN – Filmkritiker
Schon als Kind bin ich von Star Wars begeistert. Mein erster bewusst wahrgenommener Kinobesuch ist die Sichtung von Star Wars Episode I und mein 9-jähriges Ich war hellauf begeistert. Noch heute hat dieser Film einen großen Platz in meinem Herzen. Generell mag ich insbesondere SciFi-Filme und Fantasy (Herr der Ringe). Seit 2021 mache ich Letterboxd unsicher und seitdem hat sich mein Filmgeschmack auf alle möglichen Genres ausgedehnt. Sogar an Horrorfilme traue ich mich vermehrt heran.

MARTIN – Autor
Als Kind der 90er und frühen 2000´er entwickelte ich schon früh eine Liebe für das Medium Film. Waren es Anfangs noch die Disney-Klassiker, wie mein erster Kinobesuch „Herkules“, trat schon bald Harry Potter in mein Leben und prägte meine filmische Jugend. Später kamen Franchises wie Star Wars oder das MCU, bevor mich „Interstellar“ dazu brachte, meinen filmischen Horizont mehr und mehr erweitern zu wollen, wodurch ich inzwischen so gut wie alle Arten von Filmen liebe. Über mehrere Umwege führte mich meine filmische Reise zu Letterboxd, wo ich seit 2016 mein Filmtagebuch führe und seit 2020, mal mehr, mal weniger ausführlich auch meine Meinung zu den gesehenen Filmen auf das digitale Papier bringe. Lieblingsgenre könnte ich keines benennen, ich bin offen gegenüber allem, auch wenn ich besonders empfänglich für Horror, Action und Sci-Fi zu sein scheine.
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4 Kommentare
Gleich drei Übereinstimmungen heute!
Hier sind meine 5: https://filmlichtung.wordpress.com/2026/06/25/die-5-besten-am-donnerstag-die-5-besten-filme-uber-die-antike/
Weil ich keine 5 Filme zum Thema zusammenkriege heute dazu nur ein Kommentar von mir.
Zwar hab ich einige in der Antike angesiedelte Filme gesehen, aber meistens waren das eher billige, mittelmäßige oder schwache Sandalenfilme aus den späten 1950ern und 1960ern. Drei Beiträge hätte ich aber für die Auswahl:
„Die Fahrten des Odysseus“ (1954)
In dieser italienisch-amerikanischen Produktion wird „Die Odyssee“ gekonnt auf Spielfilmlämnge gekürzt und mit Kirk Douglas in der Hauptrolle.
https://www.kino.vieraugen.com/dvd/die-fahrten-des-odysseus-ungekuerzte-fassung/
„Der Untergang von Troja“ (1956)
Und hier schafft es eine weitere Italien-/USA-Zusammenarbeit die zentralen Ereignisse im Trojanischen Krieg in zwei Stunden gut zu erzählen.
https://www.kino.vieraugen.com/dvd/der-untergang-von-troja/
„Ben Hur“ (1959)
Ein absoluter Klassiker des Monumentalfilms.
„Gladiator“ finde ich übrigens ziemlich überschätzt. Teilweise billig aussehende Effekte und dieser unsägliche US-Patriotismus ziehen ihn für mich auf Mittelmaß runter.
@medienhobbit
Find ich sehr interessant. Ich z.B. führe eine persönliche Fehde gegen „Die Fahrten des Odysseus“. Von all den Filmen über die Antike, die ich gesehen habe, fand ich den mit am billigsten und ehrlich gesagt auch am langweiligsten. Es ist total faszinierend, dass der Film eine doch recht große Fangemeinde hat.
Sehr schöne Liste.
Ben Hur (1959): Ein wahrlich monumentaler Film. Die Länge, die Ausstattung und die Action, allen voran das Wagenrennen, das bis heute seines gleichen sucht.
Quo Vadis (1951): Es ist kein Historienfilm, weil kaum etwas in diesem Film ist wahr. Aber das macht nichts, weil er einfach unterhaltsam und ergreifend ist. Es wird das Nero-Bild aus jahrhunderterlanger christlicher Geschichtsschreibung reproduziert, heute ist es differenzierter. Nero hat Rom nicht angezündet. Er hat aber danach zahlreiche Brandschutzbestimmungen verordnet. Dennoch ist Peter Ustinov als wahnsinniger Nero eine Wucht und lieferte einer der besten schauspielerischen Leistungen des 20. Jahrhunderts.
Das Leben des Brian (1979): Die Antithese zu den christlich geprägten Monumentalfilmen der 50er und 60er Jahre. So oft gesehen, ich kann immer wieder lachen. Wobei ich heute eher an anderen Stellen laut lache als zu meiner Jugendzeit. Ein Film mit dem man wächst und immer wieder Spaß macht.
Asterix erobert Rom (1976): Für viele, auch für mich, der beste Asterix-Film und der einzige, der nicht auf ein Comic basiert, dieser kam danach raus. Die Gags sind immer noch genial und einiges davon ist in die Popkultur eingegangen. Ich sage nur: Passierschein A 38.
300 (2007): Die Schlacht bei den Thermopylen als übertriebene, effektgeladene Comicverfilmung, mit halbnackten muskelbepackten Männern, Gemetzel und Wörtern wie Blutrausch. Überzogen und laut bis zum Kitsch, aber ich stehe darauf. Habe immer wieder viel Spaß mit dem Film. Auf die Art war es damals neu, aber auch nicht ganz neu. In vielen erinnerte der Film an die Ray Harryhausen Klassiker Jason und die Argonauten und Kampf der Titanen. Gerade der erst genannte hat es ganz knapp nicht auf meine Liste geschafft. Aber die mag ich auch sehr.