Die 5 gruseligsten Filmmomente

Titelbild zum Passion-of-Arts-Artikel „Die 5 gruseligsten Filmmomente“ mit einer Szene aus "Backrooms“ (2026). Eine blutverschmierte Renate Reinsve blickt erschrocken in die Kamera.

Liebe Passioner, ganz passend zum Gruselmonat Oktober präsentieren wir euch heute die 5 gruseligsten Filmmomente! Dabei machen wir Ausflüge in die unterschiedlichsten Horrorgenres. Wir verirren uns in merkwürdige Hinterräume, lassen uns von einem Clown jagen, versuchen Dämonen im spanischen Hinterland zu vertreiben, irren durch amerikanische Hexenwälder und verlieben uns obsessiv. Viel Spaß bei der Lektüre!
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Unsere Liste ist wieder nur eine Aufzählung und kein Ranking.

Ein Beitrag von Rick und Maddin

23–35 Minuten

Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklärt 🌟🎥

Diese beliebte Rubrik wurde von der Bloggerin und Illustratorin Gorana Guiboud ins Leben gerufen und wir haben die Ehre erhalten, diese weiter zu führen, nachdem sie das Bloggen aufgegeben hatte. Jeden Donnerstag gibt es hier die spannendsten Listen, Rankings und Empfehlungen aus der Welt der Filme, Serien, Bücher oder anderer kreativer Themen.

Das Besondere: Jede Person mit einem eigenen Blog oder einer kreativen Plattform kann mitmachen! Ihr könnt eure eigenen Bestenlisten erstellen, sie in einem Beitrag veröffentlichen und auf unsere Rubrik verweisen. Oder eure Top 5 einfach in den Kommentaren unter unseren Beiträgen teilen. So entsteht eine lebendige, vielfältige Sammlung von Empfehlungen, die von der Community getragen wird. 💬🌟

Egal ob Klassiker, moderne Meisterwerke, Nischenperlen oder persönliche Favoriten. Hier zählt eure Sicht auf das Beste, eure Begeisterung und eure Perspektive. Die Rubrik bietet nicht nur Inspiration für Film- und Buchfans, sondern auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam cineastische und kreative Highlights zu entdecken. 🎥🥋📚

Seid dabei, lasst euch inspirieren, diskutiert mit und zeigt, welche fünf Favoriten ihr für die kommende Woche auf eurem Radar habt. Die 5 BESTEN am DONNERSTAG sind eure Bühne! 🌟🍿✨

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Was lässt unser Blut vor Angst gefrieren?

Auf dem Bild ist ein Deadite zu sehen der aus der Kellertür raus guckt | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Dieser Film ist purer Terror! — Evil Dead | 2013© Sony Pictures Releasing
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee. | Die 5 einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten

Bevor wir mit den Szenen loslegen, möchte ich noch ein paar Vorüberlegungen voranstellen und die Frage aufwerfen, was uns eigentlich gruselt. Bei mir persönlich ist das immer ganz unterschiedlich. Mittlerweile habe ich den ein oder anderen Horrorfilm gesehen und bloße Jumpscares sorgen zwar für einen kurzen Schreckmoment, aber sind für mich nicht unbedingt nachhaltig gruselig. Richtig gruselig wird es für mich erst, wenn verschiedene Aspekte zusammen kommen.

Eine Variante ist beispielsweise atmosphärischer Horror, bei dem es eher um eine gruselige Grundstimmung geht. So zum Beispiel bei Blair Witch Project. Wenn sich der Horror erst langsam aufbaut und immer mehr in den Film schleicht, finde ich das sehr stark. Dabei muss der Film mir meist gar nicht explizit Splattereffekte oder gruselige Gestalten geben. Es reicht schon eine gruselige Geräuschkulisse und mein Gehirn fängt sein eigenes Kopfkino an.

Von Unberechenbarkeit und purem Terror

Ein weitere Art von Horrorfilm, die mich meist triggert, sind gruselige Gestalten, die versuchen den Figuren etwas böses anzutun. Besonders trifft mich dann, wenn dies nahe Verwandte oder andere nahestehende Personen wie Elternteile bzw. die eigene Freundin ist. Zu dieser Kategorie würde für mich zum Beispiel Obsession – Du sollst mich lieben zählen, der dazu noch eine gewisse Unberechenbarkeit an den Tag legt. Diese Unberechenbarkeit ist auch ein Element, was sehr zum Grusel eines Films beiträgt.

Und dann gibt es Filme, die verschiedenste Horrorelemente kombinieren und einfach purer Terror sind. Evil Dead von 2013 ist für mich solch ein Film und zählt für mich zu einem der gruseligsten Filme allerzeiten. Diese Kombination aus Atmosphäre, Splattereffekte und gruselig gestalteten Figuren hat mich fast die ganze Zeit hinter meinem Kissen kauern lassen. 😅

Schreibt auch gerne in die Kommentare, was euch am meisten gruselt!

— MADDIN

5. Backrooms (2026)

Das Bild zeigt die weibliche Hauptfigur vor einer Wand stehen auf die ein Türrahmen mit Kleber dargestellt ist — Backrooms | 2026© Constantin Film Distribution
Der Zugang zu der Parallelwelt — Backrooms | 2026 © Constantin Film
Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Horrorfilmen auf Thalia

Worum geht es in Backrooms?

Backrooms ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 2026 und das Spielfilmdebüt von Regisseur Kane Parsons. Das Drehbuch stammt von Roberto Patino und Will Soodik. Der Film basiert auf der gleichnamigen Urban Legend und Creepypasta, die Parsons zuvor in seiner YouTube-Serie verarbeitet hatte. Die Handlung folgt einer Therapeutin, deren Patient in eine Dimension jenseits der bekannten Realität verschwindet. Um ihn zurückzuholen, muss sie selbst diese unheimliche Parallelwelt betreten. Die Backrooms bestehen aus endlosen, menschenleeren Bürofluren mit gelb-beigen Wänden, fensterlosen Räumen und dem unaufhörlichen Surren von Leuchtstoffröhren. Doch trotz der scheinbaren Verlassenheit ist die Protagonistin dort nicht allein.

Hintergründe

Die Verfilmung wurde im Februar 2023 als Koproduktion von A24, Chernin Entertainment, Atomic Monster und 21 Laps Entertainment angekündigt, nachdem Parsons 2022 seine ersten Backrooms-Videos auf YouTube veröffentlicht hatte. Die Besetzung wurde 2025 vervollständigt, nachdem Chiwetel Ejiofor für eine Hauptrolle bestätigt und Renate Reinsve als Ersatz für die zunächst vorgesehene Cristin Milioti verpflichtet worden war. Die Dreharbeiten fanden vom 7. Juli bis zum 14. August 2025 unter dem Arbeitstitel Effigy in Vancouver statt. Für die Kameraarbeit zeichnete Jeremy Cox verantwortlich, während Edo van Breemen und Kane Parsons die Filmmusik komponierten. In der deutschen Synchronfassung spricht Stefan Günther die Rolle des Clark. Der US-Kinostart erfolgte am 29. Mai 2026 durch A24. In Deutschland wurde der ursprünglich für den 4. Juni geplante Kinostart auf den 18. Juni 2026 verschoben.

Trailer zum Film Backrooms | 2026 © Constantin Film

Die 5 gruseligsten Filmmomente starten mit einem abgenutzten Kniff

Wobei sich das tatsächlich nur auf den Moment der Liste bezieht. Denn Kane Parsons Backrooms ist nur zu Teilen ein Vertreter des vor knapp zwei Jahrzehnten durch einen anderen Film dieser Liste bekannt gewordenen Found Footage Stils. Bei diesem werden Geschichten von verschwundenen Personen über angeblich gefundene Amateur Videoaufnahmen erzählt. Da die Leute die, die Kamera führen meist nur ihre Mutproben oder Ausflüge festhalten wollen, entsteht der Horror eher aus dem Möglichen, dem was die Kamera selten klar aufnimmt. Außerdem passieren die Aufnahmen zufällig und es wird ständig weiter gefilmt, auch wenn es keinen Grund dafür gibt. Bei dem noch vollständig im Found Footage Stil dargestellten Kurzfilm, auf dem der Kinofilm basiert, ist es, sehr ähnlich, nur, dass die aufzeichnende Person ungewollt und unbewusst in die Situation gerät und dann mehr oder weniger aus Versehen etwas dokumentiert.

Die menschliche Neugier ist der Untergang der Rationalität

Auf dem Bild ist ein gelber Raum zu sehen in dem einige Strommasten mit Zetteln zu vermissten Personen stehen | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Imitationen der realen Welt — Backrooms | 2026 © Constantin Film

Als Hauptfigur Clark die seltsame Parallelwelt im Keller seines Möbelhauses entdeckt ist er nicht verstört, abgeschreckt, oder vorsichtig. Ganz im Gegenteil beginnt er ohne Absicherung die großteils leeren Räume, die aus Elementen der echten Welt bestehen, diese aber unmöglich anordnen, zu erkunden. Und das ist ein Verhalten das sich immer wieder in der Realität, zum Beispiel der Wissenschaft, oder anderen Aspekten des Fortschritts verzeichnen lässt, insbesondere aber auch Platz im Horrorgenre findet. Ab einem gewissen Level von Faszination und der Möglichkeit einen bedeutenden Schritt zu gehen, rückt das rationale Denken in den Hintergrund und es werden Entscheidungen getroffen, die von außen betrachtet nicht sinnvoll erscheinen. Und genauso verhält es sich dann auch in Paniksituationen; die dann erst durch die Neugier entstehen können. Backrooms liefert durch sein Szenario den perfekten Nährboden dafür, ohne, dass wir es hinterfragen.

Der inszenatorische Kontrast intensiviert die Momentaufnahme

Auf dem Bild ist ein gelber Raum mit Blut auf dem Boden und aufgehäufter Kleiderwäsche zu sehen.
Die Handkamera intensiviert das Geschehen — Backrooms | 2026 © Constantin Film

Während die eigentliche Geschichte von Backrooms in gezielten, ruhigen und weiten Bildern erzählt wird, findet der gruseligste Moment im chaotischen Unwissen statt. Clark dokumentiert mithilfe seiner Angestellten, die eine Handkamera besitzen den Vorstoß in einen Abhang. Der Film spielt in den 90ern, weswegen die Aufnahmen grob sind und mit wenig Licht zu kämpfen haben. Die vorher schon abstrakten, aber noch scheinbar kontrollierbaren Umgebungen verlieren somit jeglichen Bezug zur Realität und durch andeutende Elemente wie eine Blutspur und Puppenköpfe die zunächst wie Leichen aussehen schwingt die Faszination in Beklemmung und Unruhe um. Gerade, weil der Rückweg durch den Abhang erschwert ist und es keinen anderen Fluchtweg vor der eventuell lauernden, unbekannten Gefahr gibt wird der Moment immer unangenehmer. Der Amateurfilmer der die Kamera führt, gerät in Panik, diese überträgt sich auf die Zuschauenden, also die anderen Figuren und uns gleichzeitig. Und dann gibt es die Eskalation, ohne das Unbekannte zu entmystifizieren.

— RICK

4. When Evil Lurks (2023)

Das Bild zeigt die beiden Hauptfiguren bei Nacht bewaffnet vor einem Haus stehend | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Pedro und Jimi wappnen sich für die Eskalation — When Evil Lurks | 2023 © Indeed Film
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Worum geht es in When Evil Lurks?

In einem abgelegenen argentinischen Dorf stoßen die Brüder Pedro und Jimi auf einen schwer entstellten Mann, der von einer dämonischen Präsenz befallen ist. Gemeinsam versuchen sie, die drohende Gefahr zu beseitigen, doch ihre Maßnahmen führen zu einer unaufhaltsamen Eskalation. Während sich das Böse immer weiter ausbreitet, geraten nicht nur die Dorfgemeinschaft, sondern auch die Familien der beiden Brüder ins Visier der übernatürlichen Bedrohung. Pedro und Jimi müssen schließlich einen Weg finden, dem Schrecken zu entkommen und ihre Angehörigen zu schützen. Der Film verbindet dabei brutale Horrorelemente mit einer beklemmenden Atmosphäre und einer eigenen Mythologie, deren Regeln sich erst nach und nach erschließen.

Hintergründe

When Evil Lurks (Originaltitel: „Cuando acecha la maldad“) ist ein argentinisch-US-amerikanischer Psycho- und Übernatürlicher Horrorfilm aus dem Jahr 2023 von Demián Rugna, der auch das Drehbuch schrieb. Produziert wurde der 99-minütige Film von Machaco Films und Aramos Cine in Zusammenarbeit mit Shudder. Die Dreharbeiten fanden 2022 in der argentinischen Provinz Buenos Aires statt. Das Projekt wurde bereits 2021 beim Sitges Pitchbox vorgestellt und erhielt dort einen zweiten Platz, bevor Shudder in die Produktion einstieg. Für Shudder war der Film die erste spanischsprachige Eigenproduktion. Die Weltpremiere erfolgte 2023 beim Toronto International Film Festival in der Sektion Midnight Madness. Für die Kameraarbeit zeichnete Mariano Suárez verantwortlich, die Musik stammt von Pablo Fuu. Rugna griff für die Geschichte unter anderem Eindrücke aus Berichten über gesundheitliche Folgen landwirtschaftlicher Pestizide in Argentinien auf.

Trailer zum Film When Evil Lurks | 2023© IFC Films

Die 5 gruseligsten Filmmomente und seine wandernden Dämonen

Der argentinische Schocker basiert weder auf einem Buch noch auf sonst einer Vorlage. Und doch scheint die Mythologie der Dämonen die sich wie ein Virus verbreiten weitreichender als in vergleichbaren, eher simpel gehaltenen Filmen. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn einerseits bedürfen einige Momente so deutlich weniger Erklär Bedarf, da die Figuren mit solchen Umständen schon vertraut sind und ihre Reaktionen die Zuschauerinnen organisch durch eben jene führen. Andererseits wird mit fortschreitender Laufzeit auch immer ersichtlicher, dass die Regeln und Grenzen dieser Mythologie nicht genau feststanden, beziehungsweise sich der Wendungen wegen immer wieder selber korrigieren müssen. Einer von mehreren extrem unangenehmen Momenten entsteht so beispielsweise nur, weil das Drehbuch kurz vorher entscheidet, dass diese Option innerhalb des Worldbuilding auch möglich ist. Das schwächt den Schock nicht direkt ab, zeigt aber, dass sogar noch mehr potenzielle Momente für diese Liste aus When Evil Lurks stammen könnten.

Zu hart für die deutsche Altersfreigabe

Das Bild zeigt einen der Hauptcharaktere der von einer blutigen Hand an die Stirn gefasst wird.
Pedro stellt sich den Konsequenzen — When Evil Lurks | 2023 © Indeed Film

Demián Rugnas Werk hat aufgrund der expliziten Gewalt in Deutschland auch nach mehrmaligen einreichen bei der Prüfstelle kein FSK-Siegel bekommen, sondern ein SPIO/JK-Kennzeichen. Er ist somit im Handel erwerbbar, steht aber auf der Kante zur Indizierung. Und das aus gutem Grund, denn die Dämonen in When Evil Lurks sind keine die ihre Opfer erschrecken, oder psychisch zermartern und dadurch selber stärker werden wollen. Viel mehr versucht der dämonische Virus so viel wie möglich physischen Schaden anzurichten und dabei so stark wie möglich zu verstören. Und da er keine eigene Form hat, tut er dies mit und durch Menschen und Tiere. Hauptsächlich welchen, die enge Angehörige und emotionale Verbindungen haben. So kommt es beispielsweise dazu, dass eine Frau erst ihren Mann und dann sich selber brutal mit einer Axt abschlachtet, oder ein kurz zuvor noch seelenruhiges Haustier plötzlich die zehnjährige Tochter einer Familie anfällt und halbtot durch die Nachbarschaft schleift.

Der schleichende Schock

Das Bild zeigt einen der Hauptcharaktere wie er bei Nacht aus einer blutüberströmten, kaputten Windschutzscheibe blickt | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Der Kampf nimmt blutige Ausmaße an — When Evil Lurks | 2023 © Indeed Film

Trotz all der explosiven Gewalteskalationen ist die extremste Szene des Films eine eigentlich sehr ruhige, atmosphärische. Jimi fährt mit dem Auto auf einer dunklen Landstraße im Gehtempo entlang, um nach der Frau seines Bruders und ihrem Kind zu suchen. Die Scheinwerfer muss er nach kurzem Aufflammen immer wieder ausschalten, um nicht noch mehr Besessene anzulocken. Im Blinken der Lichter wird langsam ein torkelnder Umriss vor ihm auf der Straße sichtbar der einen kleineren Umriss hält, immer wieder daran zerrt. Zugleich sind matschende Geräusche zu hören die klingen, als würde ein Raubtier seine Beute fressen. Außerdem verläuft neben dem Wagen eine Blutspur mit fleischigen Klumpen. Sowohl Jimi, als auch wir Zuschauenden können schon erahnen was da grade passiert, aber eigentlich ist es emotional zu viel und so extrem unmenschlich, dass keiner hingucken will. Aber der Film zeigt alles und das ganz langsam und ohne irgendeinen Ausweg oder einen auflockernden Kontrast.

— RICK

3. Blair Witch Project (1999)

Die obere Gesichtshälfte einer Person ist in Nahaufnahme zu sehen. Im Hintergrund ist Wald angedeutet, ansonsten Schwärze.
Nicht nur den drei Personen im Film geht der Arsch auf Grundeis — Blair Witch Project | 1999 © StudioCanal | Arthaus Filmverleih

Worum geht es in Blair Witch Project?

Blair Witch Project ist ein wegweisender Found-Footage-Horrorfilm aus dem Jahr 1999, der von Daniel Myrick und Eduardo Sánchez geschrieben und inszeniert wurde. Der Film folgt der Geschichte von drei Filmemacher:innen, die in die Wälder von Maryland aufbrechen, um eine Dokumentation über die legendäre „Blair Witch“ zu drehen.

Die Handlung des Films ist einfach und doch äußerst effektiv. Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael C. Williams spielen die Hauptrollen und fungieren auch hinter der Kamera als ihre eigenen Charaktere. Sie begeben sich in die Black Hills Forest, um die Geschichte der Blair Witch zu erkunden, die angeblich für unerklärliche Vorfälle in der Gegend verantwortlich ist.

Trailer zum Film Blair Witch Project | 1999 © StudioCanal | Arthaus Filmverleih | Garden of Gore

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Horroratmosphäre vom Feinsten

Als ich mir erste Gedanken über die 5 gruseligsten Filmmomente machte, da war mir sehr schnell klar, dass dieser Film dabei sein muss, denn ich habe tatsächlich zwei Versuche gebraucht, um Blair Witch Project durchzuziehen. Das erste Mal lief er glaube nachts im Fernsehen und ich war noch etwas unerfahrener was Horrorfilme angeht. Meine Eltern schliefen schon und ich begann den Film zu schauen, brach ihn aber schnell wieder ab, da er mir einfach zu gruselig war.

Einige Jahre später entschloss ich mich diesen weißen Fleck auf meiner Watchlist zu tilgen und der Film gefiel mir ausnehmend gut. Gerade weil es kein Jumpscare-Festival ist und er mehr auf atmosphärischen Horror setzt. Die Zuschauenden können sich anhand von Bildern und Geräuschen selbst zusammenreimen, was passiert. Anders als beispielsweise das Sequel Blair Witch (2016), welches sehr stark auf Jumpscares setzt und generell nicht an den ersten Teil heran kommt.


»Du hast dich verirrt, du bist wütend im Wald und niemand ist hier, um dir zu helfen. Da ist eine verdammte Hexe und sie lässt ständig Sachen vor deiner Tür liegen. Es ist niemand hier, der dir hilft!«


Was ist gruseliger als ein Wald bei Nacht?

Ein schwarz-weißes Foto von einem Waldstück. | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Einfach der pure Horror: dunkler Wald — Blair Witch Project | 1999 © StudioCanal | Arthaus Filmverleih | Garden of Gore

Na ein Wald bei Nacht mit einer bösen Hexe die Menschen tötet, sie quält und dabei gruselige Geräusche macht. 😅

Und genau das bietet eine für mich zentrale Szene des Films. Sie spielt etwa im letzten Drittel, relativ kurz vor dem Ende. Josh ist am Morgen verschwunden. Mike und Heather werden in der darauffolgenden Nacht von vermeintlichen Schmerzensschreien von Josh geweckt. Sie suchen in der Gegend nach ihm, können ihn aber nicht finden.

Gerade diese Nachtszenen machen mich bei Blair Witch Project alle fertig. Mir reicht es schon, wenn ich spät abends alleine durch einen Park spaziere und aus dem Unterholz merkwürdige Geräusche kommen. Genau das bietet der Film mehrmals in multiplizierter Form. Hier ist es aber nicht nur ein knacken oder rascheln. So hören die drei Hauptpersonen in den ersten Nächten zum Beispiel auch ein Baby schreien. Später hören sie in einer Nacht Josh ganz weit weg vor schmerzen schreien und rennen durch den dunklen Wald auf der Suche nach ihm. Was sie finden werden ist jedenfalls nichts Gutes…

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Der Found-Footage-Trendsetter

Ein schwarz-weißes Foto mit einer Straße und einem Ortseingangsschild: "Welcome to the historic village of Burkittsville 1824".
Der Ort ist real, alles andere aber frei erfunden — Blair Witch Project | 1999 © StudioCanal | Arthaus Filmverleih | Garden of Gore

Ich finde es total interessant, wie der Film entstanden ist. Die beiden Filmstudenten Daniel Myrick und Eduardo Sánchez waren fasziniert von alten Dokumentationen über vermeintliche UFO-Sichtungen. Sie beschlossen etwas ähnliches umzusetzen und casteten unter 6000 Bewerber:innen drei unbekannte Jungdarsteller:innen. Diese schickten sie mit Kameras, Ausrüstung und Nahrung in einen Wald in Maryland. Lediglich über Funk bekamen diese Anweisungen, welche Szene als nächstes gedreht werden sollte. Mit der Zeit wurden ihre Essensrationen reduziert, sodass die zunehmende Verzweiflung zum Ende des Films nicht komplett gespielt ist.

Die beiden Regisseure wollten ursprünglich die von den Schauspielenden gemachten Aufnahmen mit weiteren Aufnahmen über die Hintergründe der Blair Witch unterfüttern. Im Schnitt merken sie jedoch, dass das aufgenommene Material vollkommen ausreichend und sehr gut ist.

Der Film findet in diesem neuen Aspekt des Found Footage (also Material das angeblich irgendwo gefunden wurde) auch viele Nachahmer, von denen ich aber nur Cloverfield gesehen habe und mag.

— MADDIN

2. Es (2017)

Ein Junge in einem gelben Regenmantel schaut in einen Regenwasserabfluss. | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Na komm Georgie, hol dein Boot (wenn du dich traust) — Es | 2017 © Warner Bros.

Worum geht es in Es?

Es (Originaltitel: IT) aus dem Jahr 2017 ist ein US-amerikanischer Horrorfilm mit Elementen eines Coming-of-Age-Films. Der Film wurde von Andrés Muschietti inszeniert und ist der erste Teil einer Neuverfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Bereits 1990 wurde ein Fernsehfilm verwirklicht. Im Jahr 2019 erschien die Fortsetzung Es Kapitel 2.

Der Film Es erzählt die Geschichte einer Gruppe von Kindern aus der Kleinstadt Derry, die sich dem bösen Wesen Pennywise (Bill Skarsgård) stellen müssen, das in der Kanalisation lauert und sich als bedrohlicher Clown tarnt. Die Gruppe, bekannt als der Losers‘ Club, besteht aus Kindern, die alle von verschiedenen Ängsten und Herausforderungen in ihrem Leben geplagt werden. Als sie feststellen, dass Pennywise die Gestalt ihrer größten Ängste annehmen kann, schmieden sie einen Plan, um das Monster zu besiegen und die verschwundenen Kinder von Derry zu retten. Der Film verbindet das Erwachsenwerden der Kinder mit dem unheimlichen Kampf gegen das übernatürliche Wesen und baut eine dichte Atmosphäre des Schreckens auf.

Trailer zum Film Es | 2017 © Warner Bros.

Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Werken von Stephen King im Thalia Shop. Abgebildet ist das fiese Grinsen von Jack Nicholson aus "Shining"

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Willst du einen roten Ballon haben?

Für mich zählt Es von 2017 zu einem der gruseligsten Filme überhaupt. Der Film arbeitet mit einer sehr guten Mischung aus atmosphärischem Horror und Jumpscares. Er ist dabei auch sehr kreativ, da das Monster sich von der Angst der Teenager ernährt und sich in für die Person passende gruselige Erscheinungen verwandelt. Aus diesem Grund wird es auch nie langweilig.

Eine der gruseligsten Szenen ist dabei relativ am Anfang. Bill (Jaeden Martell) ist zu Hause und denkt über das Verschwinden seines kleinen Bruders nach als im Flur plötzlich Georgie in seinem Regenmantel vorbeirennt und dessen Walkie Talkie ein lautes Geräusch macht. Bill wird darauf in den überfluteten Keller gelockt und trifft dort auf Georgie, welcher in einer Ecke steht und ihn um Entschuldigung bittet. Wenig später sehen wir, wie Pennywise (Bill Skarsgård) aus dem Wasser auftaucht und Georgie wie eine Puppe hält. Er nährt sich erst langsam und dann immer schneller Bill und versucht ihn zu beißen.



Allein wie sich Pennywise komisch wackelnd an Bill ganz schnell annähert ist einfach mega gruselig. Auch dass Georgie die ganze Zeit komisch lächelt und gegen Ende der Szene auch deutlich Verwesungsspuren mit Maden aufweist trägt zur gruseligen Atmosphäre bei. Und das ist nur eine von vielen gruseligen Szenen in diesem Film.

Bill Skarsgård in Bestform

Der Clown Pennywise (Bill Skarsgård) hält einen roten Ballon und lächelt böse in die Kamera.
Lass uns schweben! — Es | 2017 © Warner Bros.

Der Film lebt für mich auch von der grandiosen Darbietung von Bill Skarsgård als Pennywise. Es ist wahnsinnig gut, welche Grimassen Skarsgård ziehen kann und wie gruselig alleine nur sein Gesichtsausdruck in vielen seiner Szenen ist. Dann hat der Film auch eine gute Kombination aus CGI und praktischen Effekten, welche sich perfekt ergänzen und zu dieser sehr gruseligen Atmosphäre beitragen.

Hinzu kommt auch die Abwechslung der Horrorszenen. So gibt es später mit Beverly (Sophia Lillis) eine sehr blutige Szene im Badezimmer ihres Hauses. Sie hatte sich wenige Szenen zuvor ihre Haare geschnitten und diese Szene nimmt darauf Bezug, da Pennywise ihr mit einer Blutfontäne und Haare, die versuchen sie in den Abfluss zu ziehen, Angst macht. Hier kommt dann auch ein gewisser Ekelfaktor dazu, welcher einige Horrorszenen auszeichnet.

Darüber hinaus greift diese Szene noch mehrere weitere Aspekte von Beverly auf, denn am Ende der Szene kommt ihr übergriffiger Vater ins Bad und ist wenig hilfreich. Er macht ihr eher Vorwürfe, warum sie denn so laut ist, da er das Blut auch nicht sehen kann. Hier zeigt sich auch, dass der Film wichtige Themen anspricht: Sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige und in weiteren Szenen zum Beispiel auch Mobbing.

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Gemeinsam sind wir stärker

Eine Gruppe Jugendlicher schaut auf ein großes Abflussrohr im Boden. | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Die Verlierertruppe stellt sich ihren Ängsten — Es | 2017 © Warner Bros.

Einen Ekelfaktor hat auch eine weitere Szene mit Eddie (Jack Dylan Grazer), der ein Hypochonder ist und Angst vor Keimen hat sowie unzählige verschiedene Medikamente nimmt. Als er eines Tages an einem verfallenen Horrorhaus vorbei kommt, fallen ihm vor Nervosität seine Pillen herunter und er muss sie von der Straße auflesen. In diesem Moment taucht Pennywise als verwesende Leiche eines obdachlosen auf und macht ihm so sehr Angst, dass er zunächst auf das Gelände des Horrorhauses flüchtet. Durch einen Loch im Zaun kann er entkommen.

Hier auch einfach wieder durchgehender Terror in dieser Szene und nicht nur bei Eddie wird eine gewisse Panik erzeugt. Später wird es dann in jenem Horrorhaus auch einen Kampf der Kinder gegen Pennywise geben und dort gibt es dann auch einige denkwürdige Szenen. Im Gedächtnis ist mir noch die Szene mit den verschiedenen Clowns in einem dunklen Zimmer. Generell: wer gruselt sich eigentlich nicht vor Clowns?

Auch die finale Kampfszene gegen Pennywise, als die Teenager ihn gemeinsam in der Kanalisation besiegen, finde ich sehr stark gemacht. Hier nimmt der Horrorclown in schneller Folge ganz unterschiedliche Formen an und das sieht auch verdammt gut aus.

Eine Gruppe Jugendlicher geht in ein großes, altes und verfallenes Haus.
Drei Türen mit einer Aufschrift. Auf der ersten steht "Not Scary At All", auf der zweiten "Scary" und auf der letzten "Very Scary".
Pennywise (Bill Skarsgård) lächelt und winkt mit einem abgetrennten Arm eines Opfers.
Ein großes dunkles Rohr durch den Einfluss fließt und an deren Ausgang eine Gruppe Personen zu erkennen ist.

Ein rundum gelungenes Gruselgesamtpaket

Der Film hat in meinen Augen nicht nur eine, sondern viele sehr gruselige Szene zu bieten, die sich für die 5 gruseligsten Filmmomente qualifizieren. Ansonsten ist er auch technisch auf einem sehr hohen Niveau umbesetzt und glänzt mit gut integriertem CGI sowie tollen praktischen Effekten. Die Schauspielleistungen der talentierten Jungdarstellenden und natürlich von Bill Skarsgård sind ebenso sehr gelungen. Ich kann den Film daher nur allen Horrorfans empfehlen.

— MADDIN

1. Obsession – Du sollst mich lieben (2026)

Nikki schaut traurig in die Kamera. | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Nikki (Inde Navarrette) ist nicht wütend, sie ist enttäuscht — Obsession – Du sollst mich lieben | 2026 © Universal Pictures

Worum geht es in Obsession – Du sollst mich lieben?

Obsession – Du sollst mich lieben (Originaltitel: Obsession) ist ein Horrorfilm des US-amerikanischen Filmemachers Curry Barker, der bei diesem Projekt sowohl Regie führte als auch das Drehbuch schrieb und den Filmschnitt übernahm. In den Hauptrollen sind Michael Johnston als Bear und Inde Navarrette als Nikki zu sehen. Der Film feierte am 6. September 2025 beim Toronto International Film Festival seine Weltpremiere und kam am 15. Mai 2026 in die US-amerikanischen Kinos. Der deutsche Kinostart ist für den 25. Juni 2026 vorgesehen. Die Filmmusik stammt von Rock Burwell, die Kameraarbeit übernahm Taylor Clemons.

Bear (Michael Johnston) arbeitet gemeinsam mit seinem besten Freund Ian (Cooper Tomlinson) in einem Musikgeschäft. Seit Jahren hegt er heimliche Gefühle für Nikki (Inde Navarrette), bringt jedoch nie den Mut auf, ihr seine Liebe zu gestehen. Nachdem ihn der Tod seiner Katze emotional aus der Bahn wirft, entdeckt er in einem Kuriositätenladen ein geheimnisvolles Spielzeug namens „One Wish Willow“, dem die Fähigkeit nachgesagt wird, Wünsche zu erfüllen. In seiner Verzweiflung spricht Bear einen Wunsch aus, der sein Leben und das seiner Mitmenschen auf unerwartete Weise verändern soll.

Trailer zum Film Obsession – Du sollst mich lieben | 2026 © Universal Pictures International

Das Bild zeigt eine Werbeanzeige zum Buch "Menschenjagd" von Stephen King, das man im Thalia Shop kaufen kann

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Ein Film der unter die Haut geht

Kein Film hat mich dieses Jahr so nachhaltig verstört wie Obsession – Du sollst mich lieben. Auch die Idee, die 5 gruseligsten Filmmomente zu behandeln, gab mir hauptsächlich dieser Film. Auf mehreren Ebenen finde ich diesen Film gruselig. Grundsätzlich schon einmal die Implikation, dass mittels eines simplen Holzstückes, so gravierende Wünsche ausgesprochen werden können, dass sie eine Person charakterlich komplett verändern. Ein starker Einschnitt in die Vorstellung, dass die eigene Persönlichkeit fest geformt ist. Wobei ganz genau genommen stimmt dies nicht, da (wie man später im Film sieht) eigentlich eine Persönlichkeit durch eine andere ersetzt wird, während die originale Persönlichkeit irgendwo festsitzt und lediglich zuschauen kann.

Grundsätzlich ist das Anliegen von Bear verständlich und nachvollziehbar. Es ist verführerisch, wenn eine Person heimlich in eine andere verliebt ist, dann eine Abkürzung nehmen zu wollen, um sich die (eventuelle) Schmach einer Zurückweisung ersparen zu können. Doch der Film zeigt sehr deutlich, dass so eine Abkürzung mitunter einen hohen Preis hat.

Wenn liebe zur Obsession wird

Der Film schafft es seine Grundprämisse sehr gut auszuspielen: jemand ist so sehr besessen von einer anderen Person, dass sie aufhört den eigenen Bedürfnissen nachzugehen. Und zusätzlich erwartet diese Person, dass das Gegenüber sie genauso besessen liebt, wie sie ihn. Der Film verpackt dies in viele, teilweise sehr fiese Szenen. Insbesondere als zum Beispiel Nikki die Eingangstür von Bears Haus versucht zu verbarrikadieren oder als er geht und sie den ganzen Tag nur an einer Stelle steht und auf die Tür schaut. Ihr zunehmender Verfall wird dabei sehr deutlich gezeigt.

Was es aber aus meiner Sicht alles noch gruseliger macht, ist die Tatsache, dass Nikki sich ihres merkwürdigen Verhaltens nie bewusst ist und auch immer wieder unberechenbare Ausbrüche hat.



Die 5 gruseligsten Filmmomente – Im Dunkeln ist gut Munkeln

Eine Person steht in einem dunklen Raum und hält eine Blumenvase vor ihr Gesicht. Im Hintergrund sind verhangene Fenster zu sehen.
Von ihr würde ich defintiv keine Blumen kaufen… — Obsession – Du sollst mich lieben | 2026 © Universal Pictures
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Von all diesen Szenen, finde ich aber eine besonders gruselig und erschreckend, welche tatsächlich mit einer Vase zu tun hat. Etwa am Ende des ersten Drittels des Films, Bear und Nikki führen scheinbar eine normale Beziehung, beginnt sich Nikki immer merkwürdiger zu benehmen. Dazu gehört auch eine Szene im Schlafzimmer von Bears Wohnung. Er wacht mitten in der Nacht auf und sie ist nicht neben ihm im Bett. Er schaut sich im Raum um und ruft nach ihr, als er sie nicht entdeckt. Plötzlich tritt sie aus einer Ecke des Raumes und sagt, sie hätte Bear nur beim Schlafen beobachtet und er solle wieder schlafen gehen. Sie trägt seinen Pullover, da er nach ihm rieche. Der erschrockene Bear bittet sie zurück ins Bett zukommen.

Die Vase des Grauens

Dann schreit Nikki, dass er sie gar nicht so sehr liebe, wie sie ihn und zieht sich in die dunkle Ecke des Raums zurück. Er solle wieder schlafen gehen, was Bear auch versucht. Kurz darauf wird er von einem lauten Schrei von Nikki aufgeschreckt, welche ihm vorwirft, sie nicht zu lieben. Sie marschiert mit einer Vase vor ihrem Gesicht in den Raum und steht sekundenlang so da. Dieser Moment ist auch mit gruseliger Musik untermalt und dauert gefühlt eine Ewigkeit. Nikki ist auch hier wieder unberechenbar und ich schaue gebannt, was als nächstes passiert.

Nikki stellt dann die Vase ab und tut so als wäre nichts gewesen. Sie legt sich neben Bear ins Bett und schmiegt sich an ihn an. Als er, sichtlich verstört, versucht aufzustehen, schreit sie ihn an, dass er im Bett bleiben soll, was er dann auch bis zum Morgen macht.

Die 5 gruseligsten Filmmomente – Schlaf ist etwas heiliges

Die Schauspielerin Inde Navarrette (als Niki Freemann), die nachts allein auf der Veranda eines vorstädtischen Hauses steht. Sie ist eine Silhouette vor dem hellen Licht, und trägt eine dunkle Jacke und Stiefel. Das Haus ist ein einstöckiger Bungalow mit hellblau gestrichenen Holzpaneelen, einem kleinen Vordach und Fenstern, die ebenfalls von innen beleuchtet sind. Im Vordergrund ist die unscharfe Silhouette eines Autos mit Dachträger zu sehen, das auf der Straße geparkt ist. Die Szene ist dunkel und atmosphärisch, nur durch das Licht des Hauses beleuchtet.  | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Ein entscheidender Moment im Film — Obsession – Du sollst mich lieben | 2026 © Universal Pictures

Einfach schon die Vorstellung, das jemand in der Ecke meines Schlafzimmers stehen könnte, wo ich ihn nicht sehen kann, und er beobachtet mich die gesamte Nacht beim Schlafen, finde ich zutiefst beunruhigend. Das wäre im Grund ein Eindringen in meine privatesten Räumlichkeiten und Zeiten. Schlaf ist etwas fragiles und gleichzeitig so wichtig, dass es wichtig ist ihn möglichst ungestört und unbeobachtet absolvieren zu können. Zumindest für mich. Daher hat mich diese Szene auch sehr unvorbereitet getroffen.

In Vorbereitung auf den Artikel, habe ich sie mir auch nochmals angeschaut und auch das Verhalten von Nikki ist einfach total gruselig. Sie ist unberechenbar und bewegt sich fast wie ein Geist oder Dämon, jedenfalls nicht wie ein Mensch. Ich sitze total angespannt vor dem Bildschirm, obwohl ich doch weiß was passieren wird. Der Moment bekommt mich einfach immer wieder und daher ist er mit weiterm Abstand für mich einfach der gruseligste Filmmoment überhaupt.

Ich denke damit ist alles gesagt und ich möchte noch mit einem Appell abschließen: Wer den Film noch nicht gesehen hat und irgendwas mit Horror anfangen kann, sollte ihn unbedingt nachholen!

— MADDIN

Nikki Freeman (Inde Navarrette) lächelt freundlich in die Kamera, nachts in einer Urbanen Umgebung.  | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Nikki (Inde Navarrette) schaut nach links zu Bear (Michael Johnston). Beide sitzen auf einer Couch und schauen Fernsehen.
Der Schauspieler Michael Johnston (als Baron 'Bear' Bailey) steht im Vordergrund eines schwach beleuchteten Restaurants oder Cafés und telefoniert mit ernstem Blick mit einem Smartphone am Ohr. Im linken Bildhintergrund steht die Schauspielerin Inde Navarrette (als Niki Freemann) im Raum und blickt in seine Richtung. Im Hintergrund sind weitere sitzende Gäste sowie eine Bar-Atmosphäre mit warmen Lampen zu erkennen. | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Der Schauspieler Michael Johnston (als Baron 'Bear' Bailey) und die Schauspielerin Inde Navarrette (als Niki Freemann) sitzen nebeneinander in einem Bett in einem schwach beleuchteten, rustikalen Schlafzimmer. Sie lehnt ihren Kopf an seine Schulter und hat die Augen geschlossen, während er mit einem nachdenklichen Blick nach vorne schaut. Links und rechts neben dem Bett steht jeweils eine Nachttischlampe, und an der gemusterten Tapete im Hintergrund hängen mehrere Poster. Im Vordergrund ist eine helle Bettdecke zu sehen. © Universal Pictures
Eine Nahaufnahme zeigt Niki Freemann (Inde Navarrette), die schockiert und mit weit aufgerissenem Mund in die Kamera blickt. Ihr Gesicht, insbesondere die Stirn und die Wange, sowie ihr Hals und Dekolleté sind großflächig mit Blutspritzern bedeckt. | Die 5 gruseligsten Filmmomente
Die Schauspieler Michael Johnston (als Baron 'Bear' Bailey), Cooper Tomlinson (als Ian) und Megan Lawless (als Sarah Harper) sitzen gemeinsam auf einer Couch. Sie und die im Hintergrund sichtbaren Gäste blicken verstört in Richtung eines Charakters, der sich außerhalb des Sichtfelds vor der Kamera befindet. Vor der Gruppe auf dem Tisch stehen Alkoholflaschen und ein halb aufgebautes Jenga-Spiel. © Universal Pictures

Weitere gruselige Filmmomente aus unserer Redaktion:

  • The Autopsy of Jane Doe (2016) – das Klingeln der Totenglocke
  • Conjuring – Die Heimsuchung (2013) – die klatschenden Hände
  • Der Exorzist (1973) – Der Spider Walk
  • Harry Potter und der Feuerkelch (2005) – Das dunkle Mal
  • Harry Potter und der Gefangene von Azkaban (2004) – erste Begegnung mit dem Dementor im Zug
  • Harry Potter und die Kammer des Schreckens (2002) – das Treffen mit Aragog
  • Parasite (2019) – die Entdeckung des Kellers
  • Psycho (1960) – der Fund im Keller
  • Shining (1980) – Dannys Fahrt durch die Flure
  • Sinister (2012) – Videosichtung, wenn das Vieh ihn anguckt
  • Suburbicon (2017) – Gespräch zwischen Matt Damon und Noah Jupe
  • Das Waisenhaus (2007) – Unfall der Sozialarbeiterin

Fazit zu den 5 gruseligsten Filmmomenten

Wir haben versucht in unserem Artikel euch eine möglichst große Bandbreite von Horrorfilmen mit sehr gruseligen Filmmomenten vorzustellen. In den Artikel haben es moderne Horrorfilme aus diesem Jahr genauso geschafft, wie der Found-Footage-Trendsetter der 90er Jahre. Neben amerikanischen Produktionen auch eine spanische. Also insgesamt eine gute Ausbeute.

Das waren unsere 5 gruseligsten Filmmomente. Jetzt seid ihr dran!

Welche sind für euch die 5 gruseligsten Filmmomente?


Über die Autoren

Ein impressionistisches Ölgemälde zeigt Maddin aus der Froschperspektive unter blauem Himmel. Er trägt dunkle Sonnenbrille, sein Gesicht ist warm vom Sonnenlicht beleuchtet, die Pinselstriche sind sichtbar und verleihen dem Porträt eine lebendige, strukturierte Wirkung. Maddin ist Gastautor bei Passion of Arts.

※※※

Ein junger Mann namens Rick, Redakteur bei Passion of Arts, hockt lächelnd im Freien. Er trägt einen schwarzen Hoodie und eine schwarze Cap mit rundem Logo und zeigt ein Peace‑Zeichen. Hinter ihm stehen mehrere kunstvolle Metall‑ und Holzskulpturen, die wie Roboter wirken. Die gesamte Szene hat eine malerische, leicht gemalte Optik.

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