Annyeonghaseyo! Heute präsentiere ich euch die 5 besten Filme aus Südkorea. Der September steht vor der Tür und damit die Zeit sich Filmen von der koreanischen Halbinsel widmen. Mit dieser Auswahl von Filmen wollen wir zeigen, was das koreanische Kino so besonders macht. Und warum es in den letzten Jahren weltweit immer mehr Aufmerksamkeit gewonnen hat.
Dieser Artikel soll nicht nur Inspiration für den kommenden Seoultember bieten. Er soll auch aufzeigen, wie vielseitig und faszinierend das südkoreanische Kino abseits der bekannten Klassiker sein kann.
Ein Beitrag von Martin K.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Zwischen Schmerz und Schönheit
Die Kamera fährt durch die Nacht von Seoul. Regen glänzt auf dem Asphalt. Neonlichter spiegeln sich in den Pfützen. Das Stimmengewirr der Stadt vermischt sich mit einem Lied, das man nicht versteht, aber sofort fühlt.
Ein Atemzug Stille – dann Bilder, die sich überlagern. Ein Gesicht voller Trauer, ein Blick voller Wut, eine zarte Berührung, eine plötzliche Explosion von Gewalt. Kontraste, die im koreanischen Kino nahtlos ineinanderfließen.
Langsam zieht das Bild zurück. Wir sitzen in einem kleinen Kino, mitten in Seoul. Der Saal ist dunkel, die Zuschauer gebannt, als hätten sie gemeinsam die Welt vergessen. Für zwei Stunden zählt nur das, was auf der Leinwand geschieht. Geschichten, die roh, brutal, poetisch oder tief melancholisch sein können, und die doch alle eine unverwechselbare Handschrift tragen.
Willkommen in der Welt des südkoreanischen Films.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Kultur-King Korea
Denkt man heute an Südkorea, fallen einem sofort Namen und Begriffe ein, die längst globale Strahlkraft besitzen. BTS, Bibimbap und Gangnam Style – und natürlich das Kino. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich das Land wie kaum ein anderes zur Popkulturmacht entwickelt. Und während Serien und Musik weltweit Trends setzen, ist es vor allem das koreanische Kino, das mit seiner Vielfalt und Intensität begeistert.
Die Leidenschaft für Filme ist dabei nicht nur Exportgut, sondern tief in der eigenen Gesellschaft verwurzelt. Südkorea verzeichnet eine der höchsten Kinobesuchszahlen pro Kopf weltweit. Und das Publikum feiert mit derselben Hingabe große Blockbuster wie auch anspruchsvolle Arthouse-Produktionen.
Diese Begeisterung bleibt nicht nur im eigenen Land. Immer mehr koreanische Werke laufen in internationalen Kinos oder landen auf Streamingplattformen, wo sie ein Millionenpublikum erreichen. Südkoreanische Filme sind längst im Mainstream angekommen. Und ihr Einfluss auf das globale Film- und Popkulturbewusstsein wächst von Jahr zu Jahr. Wer heute ins koreanische Kino eintaucht, entdeckt nicht nur weltbekannte Meisterwerke. Man entdeckt auch eine enorme Bandbreite an Werken, Genres und Geschichten, die weit über einzelne Titel hinausreichen.
Vom Trauma zur Triebkraft: Wie Geschichte zur Kultur wurde

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Um zu verstehen, warum Südkorea heute eine so starke Film-kultur hervorgebracht hat, lohnt sich ein Blick in die Geschichte. Nach dem verheerenden Koreakrieg (1950-1953), der das Land in Trümmer legte und spaltete, begann Südkorea einen beispiellosen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Mit Unterstützung der USA entwickelte sich die südkoreanische Gesellschaft in den folgenden Jahrzehnten zu einer technologisch fortschrittlichen und westlich geprägten Konsumkultur.
Dieser Einfluss zeigt sich bis heute – im Aufbau der Filmindustrie, in der Genrekultur oder in narrativen Strukturen, die oft zwischen westlicher Erzähltradition und koreanischer Mentalität oszillieren. Gleichzeitig haben die schmerzhaften Erfahrungen des Landes – von politischen Umbrüchen über Militärdiktaturen bis hin zu tiefen sozialen Spannungen – eine besondere emotionale Ausdruckskraft im Kino hervorgebracht. Der Film wurde zu einem Ort der Verarbeitung, aber auch der Selbstbehauptung.
Aus dieser Mischung – westliche Inspiration, östliche Erzähltradition, kollektive Traumata und wirtschaftlicher Boom – einstand eine der spannendsten Filmlandschaften unserer Zeit. Und genau das macht südkoreanisches Kino so besonders. Es ist global geprägt, aber zutiefst lokal verwurzelt.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Von der Schatztruhe zum Hype-Land

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Wer sich vor zwanzig Jahren erstmals mit südkoreanischem Kino beschäftigte, fühlte sich wie ein Schatzsucher. Filme wie „Oldboy“, „Memories of Murder“ oder „The Host“ wirkten damals wie Juwelen aus einer fernen Welt – roh, eigenwillig, faszinierend. Sie liefen auf Festivals, kursierten als Geheimtipps auf DVD oder in kleinen Programmkinos. Und wer sie entdeckte, hatte das Gefühl, Teil eines exklusiven Zirkels zu sein. Regisseure wie Park Chan-wook, Bong Joon-ho oder Kim Ki-duk wurden schnell zu Aushängeschildern dieser Welle und bald selbst zu Kultfiguren.
Was zunächst ein Nischenphänomen war, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem globalen Trend. Mit jeder Festival-Auszeichnung und jedem internationalen Verleih wuchs die Aufmerksamkeit. Bis Südkorea irgendwann nicht mehr nur ein Land für „Insiderfilme“ war, sondern ein fester Bestandteil des weltweiten Kinobewusstseins.
Spätestens mit dem Oscar-Triumph von „Parasite“ und dem globalen Serienphänomen „Squid Game“ war der Übergang dann vollzogen. Aus der verborgenen Schatztruhe wurde so ein popkulturelles Hype-Land. Koreanische Produktionen sind heute selbstverständlich in den Kinos, in den Katalogen der Streamingdienste und in den Diskussionen von Filmfans. Ihr Stil, ihre Radikalität und ihre Erzählfreude faszinieren ein internationales Publikum. Und ihre Handschrift ist inzwischen auch in westlichen Produktionen unübersehbar.
Nicht alles Gold, was glänzt
Mit dem wachsenden Angebot kommt unweigerlich auch Ernüchterung. Je leichter südkoreanische Filme heute zugänglich sind, desto deutlicher wird: Auch hier wird nicht jeder Titel zum Meisterwerk. Während früher nur die handverlesenen Highlights den Weg über kulturelle Grenzen fanden, erreicht uns inzwischen auch das, was man eher als solide Durchschnittskost bezeichnen würde. Eine Entwicklung, die jedoch jedes Filmland betrifft.
Wer ein neues Kino für sich entdeckt, begegnet zunächst den großen Aushängeschildern, den Festivalhits und Kritikerlieblingen. Das erzeugt schnell den Eindruck, das gesamte Filmschaffen eines Landes bestehe ausschließlich aus Meisterwerken. Doch hinter diesen strahlenden Juwelen findet sich auch in Korea das, was überall entsteht. Filme, die sich gängigen Konventionen fügen müssen und denen die Kreativität fehlt. Filme, die in ihrer Austauschbarkeit kaum mehr sind als Füllstoff für Streamingplattformen.
Das bedeutet aber keineswegs, dass der Zauber verflogen ist. Im Gegenteil: Gerade weil die Bandbreite sichtbarer wird, macht es umso mehr Freude, gezielt nach den Perlen zu suchen. Wer genauer hinsieht, entdeckt zwischen dem Mittelmaß immer noch Werke, die überraschen, herausfordern und begeistern. Und genau darin liegt vielleicht der wahre Reiz, sich intensiv mit dem koreanischen Kino zu beschäftigen.
Ein echtes Mekka der Filmkunst

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Trotz gelegentlicher Ausreißer bleibt Südkorea eines der aufregendsten Filmländer unserer Zeit. Die Genrekultur ist hier lebendig wie kaum anderswo. Regisseur:innen wagen Experimente mit Formen und Themen, und das Publikum trägt diese Vielfalt mit bemerkenswerter Leidenschaft. Im Jahr 2023 entfielen über die Hälfte aller Kinobesuche im Land auf koreanische Produktionen. Eine Zahl, von der sowohl Deutschland, als auch andere europäischen Länder nur träumen können.
Besonders im Vergleich mit Deutschland wird der Unterschied deutlich. Hier verharrenGenrefilme oft in Nischen verharren und das Kinogeschehen wird von wenigen vertrauten Namen dominiert. In Korea ist das Genrekino jedoch fester Bestandteil des Mainstreams. Ob Thriller, Horror, Action oder Melodram. Hier darf alles groß, laut und publikumswirksam gedacht werden, ohne dass es seinen künstlerischen Anspruch verliert.
Dazu kommt ein beeindruckender Pool an talentierten Schauspieler:innen, Kameraleuten und Drehbuchautor:innen. Diese verleihen dem koreanischen Kino stetig neue Stimmen und Perspektiven. Entscheidend ist dabei nicht nur ihr Können. Es ist auch sondern auch die Tatsache, dass sie die Chance bekommen, ihre Visionen umzusetzen. Egal, wie riskant, abwegig oder skurril diese zunächst erscheinen mögen. Dieses Zusammenspiel aus Mut, Leidenschaft und kreativer Freiheit macht Südkorea zu einem echten Filmmekka.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Meine Top 5 (abseits der üblichen Verdächtigen)
Nun wissen wir, warum Südkorea eine so vielfältige Filmlandschaft hervorgebracht hat. Und auch, dass sich darin so manches bekannte Meisterwerk versteckt.
Natürlich stehen Werke wie „Oldboy“, „Parasite“ oder „Die Taschendiebin“ längst als moderne Klassiker im Rampenlicht. Doch gerade abseits dieser bekannten Namen entfaltet sich die ganze Vielfalt des koreanischen Kinos. Mal wild und experimentell, mal leise und tief bewegend, mal von einer Wucht die den Atem raubt.
Für meine Auswahl habe ich mich deshalb bewusst auf Filme konzentriert, die man nicht auf jeder Bestenliste findet. Keine völlig obskuren Geheimtipps, aber Werke, die zeigen, wie facettenreich und überraschend das südkoreanische Kino sein kann.
5. The Villainess (2017)

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Worum geht’s in „The Villainess“?
Sook-hee (Kim Ok-bin) wird seit ihrer Kindheit zur perfekten Killerin ausgebildet. Nach einem blutigen Rachefeldzug erhält sie von einer geheimnisvollen Regierungsorganisation das Angebot auf ein neues Leben – unter der Bedingung, ihre Fähigkeiten weiterhin im Auftrag der Behörde einzusetzen. Unter neuer Identität versucht sie, ein normales Leben zu führen, doch ihre Vergangenheit holt sie bald ein und zwingt sie zu einem gefährlichen Spiel aus Täuschung, Gewalt und Verrat.
The Villainess | 2017 © Next Entertainment World, Apeitda, Trailer: © Splendid Film
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Platz 5
Den Auftakt meiner Auswahl macht also „The Villainess“ von Regisseur Jung Byung-gil. Ein stylischer Actionfilm, der nicht nur durch seine rasanten Set-Pieces überzeugt. Nach einem furiosen Einstieg entwickelt sich eine überraschend vielschichtige Geschichte über Liebe, Verrat und Verlust. Eine Geschichte, die den Kämpfen eine ungeahnte emotionale Schwere verleiht.
Action aus Korea – stilisiert, roh und mit unerwarteter Tiefe
Schon die erste Szene macht klar, was hier Sache ist: eine knapp siebenminütige Plansequenz, die in Ego-Perspektive beginnt und nahtlos in die Third-Person übergeht. Brutal, dynamisch und visuell einfallsreich setzt der Film damit direkt ein Ausrufezeichen. Nicht jede Szene erreicht dieses Tempo, doch die Mischung aus wuchtiger Action und ruhigeren Momenten sorgt für einen großartigen Rhythmus. Ein Ryhtmus, der sowohl packt als auch Raum für Figurenentwicklung lässt.
Starke Frauenfigur im Zentrum

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Im Mittelpunkt steht Sook-hee, gespielt von Kim Ok-bin, die mit physischer Präsenz und emotionaler Verletzlichkeit gleichermaßen überzeugt. Sie macht die Action glaubwürdig und verleiht der Figur zugleich Tiefe, die über das Genre hinausweist. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeitebenen, erzählt von Rache, Identitätssuche und Verrat. Ein erzählerisches Risiko, das fordernd sein kann, aber am Ende eine größere Wirkung entfaltet, als man zunächst erwarten würde.
Actionkino in Südkorea
Das südkoreanische Actionkino genießt längst Weltruf: präzise choreografiert, hart im Ton und gleichzeitig erzählerisch fundiert. Anders als viele westliche Produktionen begnügt es sich selten mit reinen Schauwerten – die Kämpfe sind meist tief mit den Figuren und ihren Motiven verwoben. „The Villainess“ zeigt exemplarisch diese Bandbreite: von brachialen Martial-Arts-Duellen über enge Nahkämpfe bis zu eleganten, fast poetischen Bildern. Dass in derselben Landschaft auch klamaukige Prügel-Action wie in „The Roundup“ existiert, unterstreicht hingegen die Vielfalt des Genres und Koreas.
Der transkontinentale Action-Dialog

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„The Villainess“ steht außerdem für die spannende Wechselwirkung zwischen westlichem und asiatischem Kino. Während „John Wick“ spürbar von asiatischen Traditionen wie Hongkongs Heroic Bloodshed oder japanischen Yakuza-Filmen inspiriert wurde, schlagen Filme wie „The Villainess“ den Bogen zurück. Mit Ästhetik und Choreografien, die wiederum von Hollywood beeinflusst wurden, dieses aber auch gleichermaßen wieder prägen. Bestes Beispiel: die legendäre Motorradverfolgung, die in „John Wick: Kapitel 3“ als Hommage und Weiterentwicklung aufgegriffen wurde. Damit wird „The Villainess“ nicht nur zu einem koreanischen Highlight, sondern auch zu einem wichtigen Teil des modernen Action-Dialogs.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Style and Substance
Am Ende ist „The Villainess“ mehr als nur ein stylischer Actionfilm. Er ist Brücke zwischen Kulturen, ein Werk voller wuchtiger Schauwerte, das zugleich emotional berührt. Genau diese Mischung – Adrenalin und Tragik, Spektakel und Substanz – macht ihn zu einem Paradebeispiel dafür, wie aufregend das südkoreanische Action-Kino sein kann.
4. Bedevilled (2010)

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Worum geht es in „Bedevilled“?
Hae-won (Ji Sung-won), eine gestresste Frau aus Seoul, sucht Ruhe und Abstand von ihrem Alltag und reist auf eine abgelegene Insel, wo sie ihre alte Freundin Bok-nam (Seo Young-hee) wiedertrifft. Während Hae-won versucht, Abstand von ihrem Leben in der Stadt zu gewinnen, wird sie Zeugin des harten und entbehrungsreichen Lebens, das Bok-nam dort führen muss. Die ungleichen Lebensumstände und die angespannte Atmosphäre auf der Insel führen zu einer Entwicklung, die immer mehr Konflikte hervorruft und sich schließlich unaufhaltsam zuspitzt.
Bedevilled | 2010 © Boston Investments, Filma Pictures, Tori Pictures, Trailer: © Rotten Tomatoes
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Platz 4
„Bedevilled“ beginnt als leises Drama, das patriarchale Strukturen und soziale Missstände schonungslos offenlegt. Doch mit zunehmender Laufzeit steigert sich das Geschehen zu einem intensiven und beklemmenden Filmerlebnis. Es nutzt seine Gewaltbilder nicht für reißerisches Spektakel, sondern als radikale Form der Anklage. Das macht den Film zu einem der unbequemsten Werke des koreanischen Kinos – und das will etwas heißen in einem Land, das schon Filme wie „I Saw the Devil“ hervorgebracht hat.
Ein Film wie ein Schlag in die Magengrube

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Die Stärke von „Bedevilled“ liegt in seiner Struktur. Langsam entfaltet sich das bedrückende Setting, langsam offenbart sich die ganze Grausamkeit der Inselgemeinschaft. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – selbst die Protagonistin Hae-won wirkt eher abweisend, als könnte sie sich nie zur Zivilcourage durchringen. Und gerade das verleiht dem Film eine enorme Wucht. Wenn sich das Schweigen, die Isolation und die Gewalt schließlich entladen, wird daraus eine Explosion aus Hass, Verzweiflung und blutiger Konsequenz.
Gesellschaftskritik im Genregewand
Hier zeigt sich eine besondere Stärke des koreanischen Kinos. Gesellschaftliche Themen finden ihren Weg mitten ins Genrekino – drastisch, greifbar, emotional. „Bedevilled“ erzählt von Misogynie, Isolation und patriarchaler Gewalt nicht in nüchternen Diskursen oder symbolischen Metaphern, sondern in Bildern, die niemanden kaltlassen. Korea hat ein anderes Verhältnis zu Genrefilmen als viele westliche Länder: Sie gelten nicht als „niedere Kunst“, sondern als legitime, sogar populäre Form, um relevante Themen zu verarbeiten. Dass auch „Parasite“ globale Erfolge feiern konnte, entspringt demselben Prinzip – Gesellschaftskritik funktioniert, wenn sie emotional und schonungslos erzählt wird.
Neue Stimmen, alte Wunden
Regisseur Jang Cheol-soo war bei seinem Debüt kein völliger Unbekannter: Zuvor arbeitete er unter Kim Ki-duk und brachte dessen kompromisslose Handschrift sichtbar mit in sein eigenes Werk. „Bedevilled“ steht damit exemplarisch für eine Generation junger koreanischer Regisseure, die Tabus brechen und ungeschönte Geschichten erzählen. Zentral bleiben dabei die beiden Frauenfiguren: Hae-won und Bok-nam tragen nicht nur die Handlung, sie sind der emotionale Kern und zugleich der Motor für das Genre. Besonders Seo Young-hee beeindruckt – ihre Darstellung der Bok-nam ist extrem intensiv: erschütternd, nachvollziehbar und zutiefst menschlich.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Brutal, unbequem, bedeutend

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„Bedevilled“ ist kein Film, den man leicht vergisst. Er ist sowohl roh, als auch verstörend und verlangt dem Publikum einiges ab. Doch genau darin liegt seine Bedeutung. Er zeigt, wie das koreanische Kino selbst die dunkelsten gesellschaftlichen Wunden aufgreift und sie über das Genre in universell spürbare Geschichten verwandelt. Ein Film, der weh tut, der wütend macht – und der genau deshalb so wertvoll ist.
3. A Tale of Two Sisters (2003)

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Wovon handelt „A Tale of Two Sisters“?
Die Schwestern Su-mi (Lim Soo-jung) und Su-yeon (Moon Geun-young) kehren nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik in ihr Elternhaus zurück, wo sie mit ihrem Vater (Kim Kap-soo) und ihrer Stiefmutter Eun-joo (Yum Jung-ah) leben. Schon bald entstehen Spannungen zwischen den Familienmitgliedern, die durch merkwürdige Vorkommnisse im Haus verstärkt werden. Zwischen familiären Konflikten, unterdrückten Erinnerungen und geheimnisvollen Geschehnissen beginnt sich eine unheimliche Atmosphäre zu entfalten, die die Schwestern zunehmend belastet.
A Tale of Two Sisters | 2003 © B.O.M. Film Productions Co., Nova Media, iPictures, Trailer: © Capelight Pictures
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Platz 3
„A Tale of Two Sisters“ ist einer der bedeutendsten Horrorfilme Südkoreas und längst ein moderner Klassiker des Genres. Basierend auf einem alten koreanischen Volksmärchen, verknüpft er Familiendrama, übernatürlichen Schrecken und ästhetische Eleganz zu einem Werk, das nicht auf schnelle Schocks setzt, sondern seine Spannung aus Atmosphäre, Symbolik und psychologischer Tiefe zieht. Der Film wurde später sogar in den USA als „Der Fluch der 2 Schwestern“ neu verfilmt – ein Beleg für seine internationale Strahlkraft.
Horror mit Tiefgang – lange vor dem „Elevated Horror“

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„A Tale of Two Sisters“ zeigt, wie subtil und vielschichtig koreanischer Horror sein kann. Er setzt nicht nur auf plumpe Jumpscares, sondern entfaltet der Film seine Wirkung durch unterschwellige Spannungen, psychologische Abgründe und eine fast poetische Bildsprache. Das Übernatürliche tritt nicht isoliert auf, sondern wird zum Spiegel für Traumata, verdrängte Ängste und die Zerrüttung familiärer Beziehungen. Damit schuf Kim Jee-woon schon 2003 genau das, was später im Westen als Elevated Horror populär werden sollte – nur dass „A Tale of Two Sisters“ dies Jahre zuvor meisterhaft umgesetzt hat.
Kim Jee-woon und die Meister des koreanischen Kinos
Regisseur Kim Jee-woon hat mit „A Tale of Two Sisters“ eines seiner wichtigsten Werke geschaffen und sich damit endgültig als einer der großen Namen des koreanischen Kinos etabliert. Ob Horror, Western oder Noir-Thriller – er beherrscht Genres mit einer künstlerischen Souveränität, die ihn in eine Reihe mit Park Chan-wook und Bong Joon-ho stellt. Dieses „goldene Regie-Trio“ hat das Bild des koreanischen Films weltweit entscheidend geprägt, Grenzen verschoben und damit dem Kino des Landes künstlerische Freiheit und internationale Anerkennung verschafft.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Ein moderner Horrorklassiker

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„A Tale of Two Sisters“ ist mehr als nur ein Horrorfilm – er ist eine poetische Erfahrung, die sich zwischen Schönheit und Schrecken entfaltet. Sowohl seine elegante Inszenierung, als auch seine komplexen Figuren und sein psychologischer Unterbau machen ihn zu einem der prägendsten Genrebeiträge der 2000er. Ein Film, der beweist, dass Horror in Korea nicht nur Unterhaltung ist, sondern ein kraftvolles Werkzeug, um Emotionen, Traditionen und Traumata zu verhandeln.
2. A Taxi Driver (2017)

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Worum geht es in „A Taxi Driver“?
In den frühen 1980er-Jahren arbeitet der verwitwete Taxifahrer Kim Man-seob (Song Kang-ho) in Seoul, stets auf der Suche nach Fahrgästen, um seine Schulden zu begleichen und für seine Tochter zu sorgen. Eines Tages nimmt er den deutschen Journalisten Jürgen Hinzpeter (Thomas Kretschmann) als Fahrgast an, der nach Gwangju reisen will. Was als gewöhnliche Fahrt beginnt, entwickelt sich zu einer gefährlichen Reise inmitten einer Stadt, die von politischen Unruhen erschüttert wird. Während Kim zunächst nur an sein Honorar denkt, wird er zunehmend mit den Ereignissen und deren Bedeutung für die Bevölkerung konfrontiert.
A Taxi Driver | 2017 © The Lamp, Trailer: © PLAION Pictures

Die 5 besten Filme aus Südkorea – Platz 2
„A Taxi Driver“ gehört zu den bewegendsten Werken des modernen koreanischen Kinos. Er verbindet eine persönliche Geschichte mit einem dunklen Kapitel nationaler Geschichte. Dadurch macht er ein Stück verdrängter Vergangenheit greifbar. Dass der Film dabei zugleich unterhält, berührt und politisch aufrüttelt, ist sein großes Kunststück.
Geschichte als Film – emotional, aufrichtig, bewegend
Mit „A Taxi Driver“ zeigt das koreanische Kino, wie man historische Wunden anhand persönlicher Schicksale erzählt. Der Film zeigt den Aufstand von Gwangju nicht als trockenes Historienkapitel, sondern durch die Augen „kleiner Leute“, die ungewollt zu Zeitzeugen werden. Damit umgeht er ein Problem, das ich oft mit asiatischen Historienfilmen habe: Sie wirken für mich manchmal zu distanziert, zu weit von meiner Realität entfernt. Doch die Nähe zu seinen Figuren macht die Geschichte von „A Taxi Driver“ greifbar und unmittelbar spürbar. Man lacht mit den Figuren, nur um im nächsten Moment um sie zu bangen – und begreift so Stück für Stück die Tragweite der Geschehnisse. Auf diese Weise macht der Film nationale, historische Traumata durch emotionales Kino zugänglich.
Song Kang-ho und die Kraft der „kleinen Leute“

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Im Zentrum steht Song Kang-ho, der vielleicht prägendste Schauspieler des koreanischen Kinos. Wie schon in „Memories of Murder“ oder „Parasite“ verkörpert er hier einen Durchschnittsmensch, der eigentlich nur seinen Alltag meistern will. Doch plötzlich gerät er in den Strudel der Geschichte. Seine Wärme, sein Humor und seine Menschlichkeit machen ihn zur idealen Identifikationsfigur, die den Zuschauer durch das Chaos trägt. Doch auch Thomas Kretschmann überrascht als deutscher Reporter: nüchtern, professionell, aber immer mit Empathie für die Opfer. Zusammen bilden die beiden ein ungleiches, aber charismatisches Duo, das den Film emotional erdet.
Aufarbeitung statt Verdrängung
Lange Zeit war der Aufstand von Gwangju ein verdrängtes Kapitel koreanischer Geschichte. Dass er hier ein einem so hochkarätig und hochwendig produzierten Film erzählt wird, zeigt wie stark das koreanische Kino zur Aufarbeitung beiträgt. Während andere Länder politische Traumata oft scheuen, macht Südkorea sie sichtbar. Und das nicht im Arthouse-Versteck, sondern mitten im Kino, für ein breites Publikum. „A Taxi Driver“ beweist, dass Unterhaltung und politische Relevanz Hand in Hand gehen können.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Ein Film, der nachhallt

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„A Taxi Driver“ ist kein nüchternes Geschichtsdrama, sondern ein zutiefst menschlicher Film, der seine Zuschauer emotional erreicht und ihnen zugleich historische Wahrheit vermittelt. Er lacht mit seinen Figuren, bevor er sie in die Tragödie stürzt. Und genau deshalb trifft er umso härter. Ein Werk, das zeigt, wie Kino Geschichte lebendig machen kann und warum das koreanische Kino seine Mischung aus Emotion, Politik und Menschlichkeit einzigartig ist.
1. Battleship Island (2017)

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Wovon handelt „Battleship Island“?
Während der japanischen Kolonialzeit in den 1940er-Jahren werden zahlreiche Koreaner auf die Insel Hashima verschleppt, um dort unter unmenschlichen Bedingungen in den Kohleminen zu arbeiten. Unter ihnen befindet sich der Musiker Lee Kang-ok (Hwang Jung-min), der gemeinsam mit seiner Tochter So-hee (Kim Su-an) dorthin gelangt. Auch der Straßenkämpfer Choi Chil-sung (So Ji-sub) und die Sängerin Oh Mal-nyeon (Lee Jung-hyun) werden gefangen gehalten, während der Widerstandskämpfer Park Moo-young (Song Joong-ki) die Mission erhält, einen wichtigen Anführer aus dem Lager zu befreien. Die Schicksale dieser unterschiedlichen Figuren verweben sich inmitten von Ausbeutung, Gewalt und dem gefährlichen Versuch, der Insel zu entkommen.
Battleship Island | 2017 © Filmmaker R&K, CJ E&M, Trailer: © Rotten Tomatoes

Die 5 besten Filme aus Südkorea – Platz 1
Filme über den Zweiten Weltkrieg gibt es viele – doch nur selten aus einer koreanischen Perspektive. „Battleship Island“ eröffnet eine neue Sichtweise auf ein Kapitel, das im Westen kaum erzählt wurde. Und er tut dies in einem Stil, der großen Hollywood-Epen wie „Der Soldat James Ryan“ oder „Gesprengte Ketten“ in nichts nachsteht. Gleichzeitig ist er zutiefst koreanisch, verwurzelt in einer Geschichte, die für das Land schmerzhaft real ist.
Episches Kino mit Pathos
Ryoo Seung-wan inszeniert „Battleship Island“ als Blockbuster mit Tiefgang. Er vereint Gefängnisfilm-Elemente, Kriegsdrama und Ausbruchsabenteuer zu einem Werk, das mal leichtfüßige Momente zulässt, dann wieder in brutale Realität zurückschlägt. Der Pathos, den der Film trägt, ist bewusst gewählt – als Ausdruck nationaler Erinnerung und kollektiver Wunden. Die Japaner werden dabei stark verteufelt, doch das passt zur Perspektive, die der Film einnimmt: Er zeigt ein Kapitel von Unterdrückung und Gewalt, das aus koreanischer Sicht kaum anders zu erzählen wäre.
Schauspieler zwischen Tradition und Zukunft

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Im Zentrum steht Hwang Jung-min, einer der vielseitigsten und aufregendsten Schauspieler seiner Generation. Seine Figur – kein lupenreiner Held, sondern ein Musiker und Opportunist – trägt den Film mit einer Mischung aus Schwäche, Würde und Überlebenswillen. An seiner Seite glänzen So Ji-sub und Song Joong-ki, die jüngere Stars repräsentieren und dem Film zusätzliche Zugkraft verleihen. So entsteht eine Generationenbrücke, die zeigt: Das koreanische Kino hat eine ganze Riege an Talenten, die das Erbe der alten Meister weitertragen können.
Die 5 besten Filme aus Südkorea – Blockbuster mit Bedeutung

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„Battleship Island“ ist Spektakel und Mahnmal zugleich. Ein Film, der mit opulenten Bildern, intensiven Schlachten und großem Pathos daherkommt – und doch nie den Kern seiner Geschichte verliert: das Leiden und den Mut der Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen überleben mussten. Er bietet eine neue Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg, episch wie Hollywood, aber verwurzelt in einer koreanischen Erfahrung. Für mich einer der Filme, die zeigen, wie stark, bewegend und vielseitig das koreanische Kino sein kann – und deshalb Platz 1 in dieser Liste.
Weitere Empfehlungen zum Thema „Die 5 besten Filme aus Südkorea“ aus der Redaktion:
- Exhuma (2024)
- The Wailing – Die Besessenen (2016)
- Die Frau im Nebel (2022)
- The Tiger – Legende einer Jagd (2015)
- The Witcher – Sirens of the Deep (2025)
- Oldboy (2003)
- Past Lives (2023)
- The Good, The Bad, the Weird (2008)
- Mother (2009)
- Train to Busan (2016)
- I’m a Cyborg, But That’s Ok (2006)
- Sympathy for Mr. Vengeance(2002)
- Snowpiercer (2013)
- Die Taschendiebin (2016)
- Parasite (2019)
- The Roundup: No Way Out (2023)
Fazit zu die 5 besten Filme aus Südkorea
Und damit sind wir am Ende meiner persönlichen Auswahl der 5 besten Filme aus Südkorea angekommen. Eine Liste, die bewusst abseits der üblichen Verdächtigen angelegt ist – und die dennoch zeigt, wie enorm vielseitig das koreanische Kino ist. Von verstörenden Rachegeschichten über psychologischen Horror bis hin zu epischen Historienfilmen: kaum ein Land versteht es besser, Genre mit Emotion, Gesellschaftskritik und künstlerischer Handschrift zu verbinden.
Natürlich gibt es auch Schwächen, nicht jeder Film sitzt perfekt, manches mag zu pathetisch, zu brutal oder zu sperrig wirken. Doch genau diese Eigenheiten machen das koreanische Kino so spannend – weil es Risiken eingeht, weil es kompromisslos erzählt und weil es uns zwingt, die eigenen filmischen Grenzen immer wieder zu erweitern.
Und vielleicht ist es genau das, was südkoreanisches Kino auszeichnet: Es überrascht, es fordert heraus, es bewegt. Mal auf wuchtige, mal auf leise Weise – aber immer mit einer unverwechselbaren Kraft. Genau so erreicht es alle von uns auf unterschiedliche Art, mit anderen Filmen, mit einzigartigen Stilen. Und deshalb bleibt mir nur noch die Frage:
Was sind für euch die 5 besten Filme aus Südkorea?
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MARTIN – Autor
Als Kind der 90er und frühen 2000´er entwickelte ich schon früh eine Liebe für das Medium Film. Waren es Anfangs noch die Disney-Klassiker, wie mein erster Kinobesuch „Herkules“, trat schon bald Harry Potter in mein Leben und prägte meine filmische Jugend. Später kamen Franchises wie Star Wars oder das MCU, bevor mich „Interstellar“ dazu brachte, meinen filmischen Horizont mehr und mehr erweitern zu wollen, wodurch ich inzwischen so gut wie alle Arten von Filmen liebe. Über mehrere Umwege führte mich meine filmische Reise zu Letterboxd, wo ich seit 2016 mein Filmtagebuch führe und seit 2020, mal mehr, mal weniger ausführlich auch meine Meinung zu den gesehenen Filmen auf das digitale Papier bringe. Lieblingsgenre könnte ich keines benennen, ich bin offen gegenüber allem, auch wenn ich besonders empfänglich für Horror, Action und Sci-Fi zu sein scheine.
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12 Kommentare
Bitte sehr: https://www.sneakfilm.de/2025/08/28/die-5-besten-am-donnerstag-426-die-5-besten-filme-aus-suedkorea/
Damit meine Top 5 nicht nur aus Park Chan Wook Filmen besteht, habe ich mal nur einen Film pro Regisseur gewählt:
1. Die Taschendiebin (2016)
2. A Taxi Driver (2017)
3. Parasite (2019)
4. A Tale of Two Sisters (2003)
5. Frühling, Sommer, Herbst, Winter…und Frühling (2003)
Battleship Island sagt mir gar nichts, aber ich schaue eigentlich auch keine Kriegsfilme mehr. A Taxi Driver steht auf meiner Watchlist, kam ich bisher nur nicht dazu. A Tale of Two Sisters ist toll, wie das meiste von Kim Jee-woon (auch wenn ich einen anderen Favoriten in meiner Top 5 habe). The Villainess hat geile Action, aber mir ist er zu lang und die Geschichte zu vorhersehbar (und das nach dem wendungsreichen Confession of Murder) & ausgelutscht. Hier meine besten 5…
https://thehomeofhorn.wordpress.com/2025/08/28/meine-5-besten-filme-aus-suedkorea/
Ich habs mir heute wieder schwer gemacht, nur ein Film pro Regisseur.
Hier ist meine Liste: https://filmlichtung.wordpress.com/2025/08/28/die-5-besten-am-donnerstag-die-5-besten-filme-aus-sudkorea/
„The Wailing“ und „Memories of Murder“ fand ich persönlich jetzt nicht ganz so stark, erkenne aber total ihre Qualitäten und dadurch ihre Bedeutung. Beides handwerklich großartige Filme. Aber auch stark, dass du dich auf einen Film pro Regisseur beschränkt hast, allein mit Park Chan-wook könnte man ja eine ganze Top 5 füllen und hätte alles tolle Filme!
Eine spannende Liste mit vielen Tipps, die ich mir noch anschauen möchte. Hier meine Top 5:
http://moviescape.blog/?p=93178
Live ab Mitternacht 🙂
Freut mich, dass ein paar Tipps für dich dabei waren. Deine Top 5 ist auch sehr stark, alles schon echte Klassiker und jeder davon super!
Tolles Thema. Südkorea hat Japan bei der filmischen Qualität in den letzten 20 Jahren schon ein wenig überholt. Einen der üblichen Verdächtigen habe ich und wir haben eine Übereinstimmung.
Oldboy (2003): Ich glaube das war mein erster bewusster Kontakt mit einem Film aus Südkorea. Der Film begeistert mich noch immer.
A Taxi Driver (2017): Leider ist der Film immer noch viel zu unbekannt. Er behandelt ein Massaker an protestierenden Student*innen währen der südkoreanischen Militärdiktatur. Der Film ist stellenweise witzig, aber auch dramatisch, erschütternd mit zwei großartigen Hauptdarstellern.
Brotherhood (2004): Der Koreakrieg (1950-1953) aus koreanischer Sicht. Zwei Brüder werden während des Krieges getrennt und kämpfen dann auf verschiedene Seiten. Hart, erschütternd und brutal.
The Good, The Bad, The Weird (2008): Die südkoreanische Version von „Zwei glorreiche Halunken“. Kommt zwar nicht an den Klassiker von Sergio Leone heran. Hat aber viele eigene Ideen und macht sehr viel Spaß.
Die Frau im Nebel (2022): Noch ein Film von Park Chan-wook. Ich finde der Film geht oft unter bei seiner großartigen Filmografie. Aber es sind großartige Charaktere, eine mitreißende Inszenierung und eine spannende und dramatische Geschichte. Mich hat er mitgenommen.
Großartige Auswahl und es freut mich riesig, dass du „A Taxi Driver“ auch dabei hast. So ein wundervoller Film, der wie du sagst, viel zu unbekannt ist.
„The Good, The Bad, The Weird“ hätte es bei mir auch fast reingeschafft.
Das ist ja mal wieder ein spannendes Thema, bei dem ich noch ganz am Anfang stehe, da ich nur eine Handvoll kenne.
Aber eines kann ich jetzt schon sagen: Wir haben keine Übereinstimmung.
Kann es sein, dass sich mit „Past Lives“ eine nicht-koreanische Produktion in euren Redaktionsempfehlungen tummelt? Bei mir läuft sie unter „ebenfalls erwähnenswert“ – in meinem ab 0:05 Uhr einsehbaren Beitrag:
https://blaupause7.wordpress.com/?p=26527
Freut mich, dass dir das Thema gefällt. Und vielleicht ist ja auch die ein oder andere Inspiration für dich dabei!
Auf jeden Fall auch eine tolle Auswahl, von denen ich zwei auch noch nicht kenne. Aber die drei die ich kenne, finde ich auch alle großartig!
„Past Lives“ ist eine amerikanisch-koreanische Co-Produktion. so wie auch „Snowpiercer“.
stimmt, deshalb habe ich ihn auch nicht komplett ausgeschlossen.