Diese Woche wird es nicht nur filmisch – es wird kulinarisch. Passend zur Vorweihnachtszeit präsentieren wir euch unsere Top 5 Filme über Essen.
Weihnachten ist schließlich nicht nur eine Zeit des Beisammenseins, der Nächstenliebe und der warmen Lichter. Es ist auch eine Zeit voller Plätzchen, guter Gerichte, großer Tafeln und des gemeinsamen Genießens. Genau deshalb widmen wir uns heute Filmen, die der Kunst des Kochens verschrieben sind – Filmen, die Geschmäcker und Gerüche auf die Leinwand holen und uns in kulinarische Traumwelten entführen.
Filme übers Kochen und Essen üben seit jeher eine besondere Faszination auf mich aus. Es ist diese Mischung aus Handwerk, Emotion und Kreativität, die mich anzieht und mich oft an die Zeit zurückdenken lässt, in der ich selbst noch als Koch in der Küche stand. Eine Zeit voller Hitze, Hektik und Lärm – aber ebenso voller Leidenschaft, Präzision, Teamgeist und Hingabe. Wer einmal in einer professionellen Küche gearbeitet hat, weiß, wie sehr sich diese Welt ins eigene Herz brennt. Und genau diese Faszination spiegelt sich in den Filmen meiner Top 5 wider.
Ein Beitrag von Martin K.
Kochen & Filmemachen – zwei Künste, die mehr gemeinsam haben, als man glaubt

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Bevor wir jedoch zu den Filmen kommen, möchte ich noch ein wenig abschweifen – zu den Parallelen zweier Kunstformen, für die ich eine tiefe, beinahe gleichartige Hingabe empfinde. Denn je länger ich koche und je intensiver meine Liebe zum Kino geworden ist, desto deutlicher erkenne ich, wie sehr sich diese beiden Welten ähneln.
Auf den ersten Blick könnten sie unterschiedlicher nicht sein:
Die eine Kunst ist sinnlich, greifbar, duftend, voller Texturen. Die andere lebt von Bildern, Rhythmus, Atmosphäre und der Sprache des visuellen Erzählens. Und doch funktionieren sie im Kern nach denselben Prinzipien.
Beides beginnt mit Zutaten und Ideen. Was beim Kochen das Rezept ist, ist beim Film das Drehbuch.Die Aromen, Gewürze und einzelnen Handgriffe entsprechen den Darstellerinnen und Darstellern, ihren Emotionen, den kreativen Köpfen hinter der Kamera. Und am Ende ist es die persönliche Handschrift – des Kochs oder der Köchin, des Regisseurs oder der Regisseurin –, die aus all diesen Bestandteilen ein fertiges Werk entstehen lässt.
In beiden Künsten gilt: Technik allein reicht nicht. Regeln zu kennen, ist wichtig – aber zu wissen, wann man sie brechen darf, ist die wahre Kunst. Oft entsteht gerade aus dem Mut zum Experiment etwas Einzigartiges. Etwas, das nachhallt.
Und natürlich geht es in beiden Welten um Geschmäcker. Jeder Mensch reagiert anders – auf Gerichte wie auf Filme. Manche lieben es würzig, opulent, laut.Andere bevorzugen Feinheit, Reduktion, Zurückhaltung.
Es gibt keinen perfekten Film und kein perfektes Gericht
Es gibt nur Emotionen, die sie auslösen. Erinnerungen, die wach werden. Geschichten, die bleiben.
Kochen und Filmemachen sind für mich deshalb zwei Seiten derselben Kunstform. Beide erzählen Geschichten und verbinden Menschen. Beide spielen mit Erwartungen, überraschen, berühren – und bleiben im besten Fall noch lange in Erinnerung.
Die Top 5 Filme über Essen – Mein Menü
Die folgenden fünf Filme widmen sich dem Essen – und vor allem der Kunst des Kochens – auf ganz unterschiedliche Weise. Doch eines eint sie alle: Leidenschaft.
Außerdem möchte ich diese Top 5 um etwas Besonderes erweitern: Zu jedem Film gibt es ein passendes Gericht.
Fünf einfache Rezepte, die Raum für Kreativität lassen und die Kulinarik dieser Filme direkt von der Leinwand in eure eigene Küche holen.
5. Im Rausch der Sterne (2015)

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Worum geht’s in „Im Rausch der Sterne“?
Der begabte, aber selbstzerstörerische Starkoch Adam Jones (Bradley Cooper) hat einst alles verloren – seine Karriere, sein Ruf und sein Team. Nach Jahren voller Exzesse versucht er nun einen Neuanfang in London, mit einem einzigen Ziel vor Augen: den begehrten dritten Michelin-Stern zu erkochen. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Kollegen Tony (Daniel Brühl) und der talentierten Sous-Chefin Helene (Sienna Miller) versucht Adam, ein Spitzenrestaurant aufzubauen und sich selbst zu rehabilitieren. Doch alte Rivalitäten, hohe Erwartungen und seine eigenen Dämonen drohen ihn immer wieder aus der Bahn zu werfen, während er um Perfektion, Anerkennung und einen Platz an der kulinarischen Spitze kämpft.
Im Rausch der Sterne | 2015 © 3 Arts Entertainment | Double Feature Films, Trailer: © LEONINE Studios
Die Top 5 Filme über Essen – Platz 5
Zu Beginn meiner Top 5 begeben wir uns in die Küchen der gehobenen Gastronomie – in eine Welt voller Perfektion, Engagement, Eifer und Stress. Genau diese Welt präsentiert uns „Im Rausch der Sterne“, und das auf eine überaus authentische Weise.
Auch wenn ich nie auf dem Niveau gekocht habe, das Bradley Cooper uns hier vorlebt, erkenne ich immer wieder Parallelen zu meiner eigenen Zeit in der Küche. Immer wieder fasziniert mich die Welt, die uns dieser Film zeigt – eine Welt, die zugleich vertraut und unerreichbar wirkt.
Wenn der Ehrgeiz zum Verhängnis wird

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Die Welt der Sterne-Küche ist eine anspruchsvolle. Privatleben und persönliche Interessen geraten schnell in den Hintergrund, und man ist bereit, vieles zu opfern, um die höchsten kulinarischen Höhen zu erreichen. Der psychologische Druck, das Chaos, aber auch die Präzision, die dahintersteckt, werden nur in wenigen Filmen so glaubwürdig eingefangen wie in „Im Rausch der Sterne“.
In vielen Momenten habe ich mich selbst wiedererkannt: In den Blicken, die zwischen den Posten hin- und herfliegen. In den kurzen, direkten Ansagen, bei denen jeder sofort weiß, was zu tun ist. Auch in der Stille kurz vor dem Service, wenn alle den Atem anhalten. Und in dieser Mischung aus Stolz, Erschöpfung, Ehrgeiz und Verzweiflung, wenn ein stressiger Abend erfolgreich absolviert wurde.
Adam Jones (Bradley Cooper) ist das Paradebeispiel für jene Art Koch, die vom System gleichzeitig angetrieben und zersetzt wird: hochbegabt, kompromisslos, selbstzerstörerisch. Natürlich überhöht der Film manches – der Weg zum dritten Stern wird dramaturgisch zugespitzt –, doch im Kern fühlt sich vieles erschreckend echt an. Der Druck der Beständigkeit. Der endlose Kampf zwischen Tradition und Innovation. Die ständige Angst vor dem eigenen Versagen.
Gerade dieser Aspekt hat mich besonders getroffen. Beständigkeit ist in der Küche nicht nur ein Ziel, sondern fast eine Obsession. Man muss liefern – immer, jeden Tag, bei jedem Gericht.
Top 5 Filme über Essen – Von Teamgeist und Leidenschaft
Dabei vergisst der Film nie den Balanceakt zwischen Küchenhektik und der Leidenschaft für die Zutaten, für das Handwerk, für den Genuss. Er zeigt, dass ein Team nur dann funktioniert, wenn man seine eigenen Dämonen im Griff hat – oder zumindest lernt, mit ihnen zu kochen, statt gegen sie.
Diese Welt mag auf den ersten Blick infernal und chaotisch wirken, doch sie trägt eine tiefgreifende Leidenschaft in sich: die für Perfektion, für Kreativität, für Genuss.
Adam Jones mag als Figur manchmal schwer zu ertragen sein, aber gerade durch diese Überzeichnung fühlt er sich so authentisch an. Er verkörpert jene Mischung aus Vision, Cholerik und verletzlicher Hingabe, die man in manchen Küchen nur allzu gut kennt.
Und letztlich zeigt der Film etwas Wichtiges: Dass alte Wunden heilen können und man sich neu erfinden darf. Und dass Kochen am Ende wieder das wird, was es immer sein sollte – eine Leidenschaft, die verbindet.
Rezeptvorschlag zum Film: Jakobsmuscheln in Zitronenbutter
Zutaten
- 4 Jakobsmuscheln
- 2 Zitronen
- 1 EL Olivenöl
- 2 EL Butter
- 1 Knoblauchzehe
- Salz und Pfeffer
Vorbereitung:
- Die Jakobsmuscheln waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer beidseitig würzen.
- Knoblauch fein hacken, Zitronen waschen, die Schale abreiben und den Saft pressen.
Zubereitung:
- Olivenöl in einer Pfanne stark erhitzen. Muscheln hineingeben und ca. 3 Minuten anbraten. Wenden und eine weitere Minute braten. Die Jakobsmuscheln aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. Butter in der Pfanne zerlassen und bräunen, Knochblauch, Zitronenabrieb und Muscheln dazu, mit dem Zitronensaft ablöschen. Alles durchschwenken und sofort genießen.
Warum dieses Gericht zu „Im Rausch der Sterne“ passt
Dieses Gericht holt die Sterneküche mit einfachen Mitteln nach Hause. Es verkörpert genau das, worum es im Film geht: schlichte Zutaten, die durch Präzision, Technik und Gefühl zu etwas Eleganten werden. Eine Jakobsmuschel wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – doch richtig zubereitet, in Kombination mit wenigen, harmonischen Aromen, entfaltet sie ihre ganze Tiefe und die feine Finesse dieser besonderen Meeresfrucht.
Mit einer Scheibe Toast wird sie zum perfekten Amuse-Gueule, einem kleinen, aber beeindruckenden Appetitanreger. Mit Blattspinat verwandelt sie sich in eine elegante Vorspeise. Und mit einem cremigen Risotto oder einem sanften Selleriepüree wird sie zu einer überraschend raffinierten Hauptspeise.
So bleibt die Muschel flexibel, kreativ einsetzbar und dennoch anspruchsvoll – genau wie die Welt, die „Im Rausch der Sterne“ so authentisch porträtiert.
4. Kiss the Cook: So schmeckt das Leben (2014)

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Worum geht es in „Kiss the Cook: So schmeckt das Leben“?
Der talentierte, aber frustrierte Chefkoch Carl Casper (Jon Favreau) arbeitet in einem angesehenen Restaurant in Los Angeles, doch seine kreative Leidenschaft wird von seinem Chef Riva (Dustin Hoffman) immer wieder ausgebremst. Als ein einflussreicher Kritiker Ramsey Michel (Oliver Platt) sein uninspiriertes Menü verrreißt und Carl öffentlich die Kontrolle verliert, steht seine Karriere vor dem Aus. Um sich neu zu erfinden, startet er gemeinsam mit seinem Kollegen Martin (John Leguizamo) und seinem Sohn Percy (Emjay Anthony) einen Food Truck. Auf ihrer gemeinsamen Reise entdeckt Carl nicht nur seine Liebe zum Kochen wieder, sondern auch die Bedeutung von Familie, Freiheit und echtem Genuss.
Kiss the Cook: So schmeckt das Leben | 2014 © Aldamisa Entertainment | Fairview Entertainment, Trailer: © Open Road Films
Die Top 5 Filme über Essen – Platz 4
Nach der hitzigen Welt der Sterne-Gastronomie geht es bei Platz 4 eine Spur entspannter, aber nicht weniger leidenschaftlich weiter. „Kiss the Cook“ erzählt keine Geschichte über Perfektion oder Druck, sondern über etwas mindestens ebenso Wichtiges: das eigene Glück. Und vielleicht gerade deshalb berührt mich dieser Film auf eine ganz besondere Art. Denn manchmal sind es nicht die großen Erfolge, die zählen – sondern die kleinen Dinge, die man gerne macht.
Vom Sterne-Restaurant auf die Straße

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Dabei beginnt der Film genau dort, wo „Im Rausch der Sterne“ endet. Carl Casper (Jon Favreau) ist dort angekommen, wo viele Köche gerne wären: an der Spitze der Haute Cuisine. Er ist bekannt, sein Team steht hinter ihm, das Restaurant ist gut besucht. Doch in diesem Erfolg schleicht sich eine gefährliche Tristesse ein: die Routine. Immer wieder dieselben Gerichte. Immer wieder dieselbe Karte. Neue Ideen gelten als Risiko und werden vom Besitzer abgewürgt, bevor sie überhaupt entstehen können.
Und neben all dem leidet seine Beziehung zu seinem Sohn – einem Jungen, der eigentlich nur eines möchte: Zeit mit seinem Vater und gemeinsame Stunden am Herd.
Gerade dieser Clash zwischen Tradition und Kreativität spiegelt den Zwiespalt vieler Köche wider. Der Film zeigt sehr ehrlich, wie Routine zur Last werden kann, wenn die eigene Leidenschaft keinen Raum mehr findet. Und wie bedeutungslos Erfolg und Anerkennung werden, wenn man sich dabei selbst verliert.
Die Top 5 Filme über Essen – Die Liebe zum Kochen – und die Liebe zum Leben

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Dann kommt der entscheidende Bruch des Films – und mit ihm die Befreiung. Er zeigt, wie befreiend es sein kann, Erwartungen hinter sich zu lassen und das zu tun, was man liebt. Egal, ob es groß oder klein ist.
In diesen Momenten glänzt Jon Favreau über dem hochkarätigen Cast hinaus. Nicht als Superstar, sondern als Koch, als Mensch, als Vater. „Kiss the Cook“ zelebriert die Liebe zum Kochen und zum Essen – und vor allem die Liebe zu den einfachen Dingen, in denen oft der größte Genuss steckt.
Doch im Kern ist es eine wunderschöne Vater-Sohn-Geschichte, in der Kochen nicht nur Nahrung bedeutet, sondern Verbindung. Nähe. Zeit. Der Film erinnert daran, dass es am Ende nicht der große Erfolg ist, der erfüllt, sondern die Momente, in denen man etwas tut, das man wirklich liebt.
Rezeptvorschlag zum Film: Cubanos (Cuban Sandwich)
Zutaten (für 3 Sandwiches)
- 3 Bio-Orangen
- 3 Limetten
- 8 Knoblauchzehen, frisch
- 30 g Koriander
- 10 g Minze, frisch
- 200 ml Olivenöl
- 1 EL Oregano, getrocknet
- Salz, Pfeffer
- 3 längliche Sandwich-Brote (Pan Cubanos, Baguettine, Ciabatta)
- 1 kg Schweineschulter
- 170 g gekochter Schinken
- 3 saure Gurken
- 2 EL Butter
- 3 TL Senf
- 250 g Emmentaler
Für den Schweinebraten:
- Orangen und Limetten waschen, von der Orange ca. 1 EL Schale fein abreiben. Orangen und Limetten auspressen, Knoblauch schälen und fein hacken. Die frischen Kräuter waschen und die Blätter fein hacken.
- 200 ml Olivenöl, 200 ml Orangensaft und 100 ml Limettensaft mi dem Knoblach, den Kräutern, dem Oregano und dem Orangenabrieb vermengen, ordentlich salzen und pfeffern.
- Das Fleisch damit marinieren und über Nacht ziehen lassen.
- Den Braten im vorgeheizten Backofen bei 180 ° Celsius ca. 60 Minuten braten, danach auf 220 ° Celsius nochmal etwa 30 Minuten garen, bis die Kruste knusprig und dunkel ist.
- Das Fleisch aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen. Das Fleisch dann in dünne Scheiben schneiden.
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Die Sandwiches zubereiten:
- Das Baguette (je nach Größe halbieren) aufschneiden und innen großzügig mit Butter bestreichen. In einer Pfanne die Innenseite knusprig anbraten. Aus der Pfanne nehmen und diese mit jeweils 1 TL Senf bestreichen.
- Das Sandwich belegen: mit dem Schweinefleisch, dem Schinken, Gurken, Käse.
- Das Baguette zusammenlegen, von außen mit Butter bestreichen und in einem Sandwichtoaster kurz von beiden Seiten toasten. Bis das Baguette außen knusprig wird und der Käse etwas zerläuft.
- Alternativ zum Sandwichtoaster könnt ihr das Baguette auch in einer Pfanne nochmal von beiden Seiten anbraten. Hier am besten mit einer anderen Pfanne oder einem Teller von oben beschweren.
- Fertig ist das klassische Cubano mit Mojo-Schweinebraten. Je nach Geschmack kann es noch mit Tomaten, Bacon oder ähnlichem erweitert werden.
Warum dieses Gericht zu „Kiss the Cook“ passt
Das Cubano ist nicht nur jenes Gericht, welches Carl Casper in seinem Food Truck serviert. Es verkörpert perfekt, was Carl Casper im Film lernt:
Dass echtes Glück nicht in Sternen, Kritiken oder Prestige liegt, sondern in einfachen Dingen, die man wirklich liebt. Dieses Sandwich ist fast schon ein Symbol für seine Wiederentdeckung der eigenen Leidenschaft.
Es beweist, dass Essen nicht kompliziert sein muss, um Menschen zu begeistern. Genau wie Caspers Food Truck zeigt auch dieses Rezept:
Wenn man mit Herz kocht, schmeckt es immer besser.
3. Tampopo – Magische Nudeln (1985)

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Wovon handelt „Tampopo – Magische Nudeln“?
Die verwitwete Ramenladen-Besitzerin Tampopo (Nobuko Miyamoto) kämpft darum, ihr kleines Restaurant am Laufen zu halten, doch ihre Nudelsuppen überzeugen kaum jemanden. Als der umherziehende Truckfahrer Goro (Tsutomu Yamazaki) mit seinem Partner Gun (Ken Watanabe) in ihrem Laden Halt macht, erkennt er ihr Potenzial und beschließt, ihr zu helfen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine humorvolle und ungewöhnliche Reise, um die perfekte Schüssel Ramen zu kreieren. Parallel dazu erzählt der Film mehrere kleine Episoden über Liebe, Genuss und die Bedeutung des Essens im Alltag. Mal witzig, mal skurril, aber immer mit großer Leidenschaft fürs Kulinarische.
Tampopo – Magische Nudeln | 1985 © Itami Productions | New Century Productions, Trailer: © Umbrella Entertainment
Die Top 5 Filme über Essen – Platz 3
Für Platz 3 reisen wir nach Japan, wo Essen nicht nur Nahrung ist, sondern etwas deutlich größeres. „Tampopo“ ist ein Film, der Speisen wie eine Art Religion verehrt. Mit Humor, mit einem Augenzwinkern, aber auch mit einer Leidenschaft, die jeden Bissen, jede Zutat, jede kleine Geste der Zubereitung heilig erscheinen lässt. Schon beim ersten Schauen hat dieser Film in mir genau dieses Gefühl ausgelöst: Ehrfurcht vor etwas scheinbar Einfachem, das durch Hingabe zu etwas Großartigem wird.
Eine Ode an die Ramen

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Im Mittelpunkt steht die Suche nach der perfekten Schüssel Ramen, die hier so zelebriert wird, als wäre sie eine spirituelle Erfahrung. Die Art, wie die Nudeln gegart, die Brühe abgeschmeckt und die Zutaten angeordnet werden, fühlt sich fast wie ein Ritual an. Und das anschließende Verspeisen dieser Suppe wird vom Film so ehrwürdig dargestellt, dass es tatsächlich an religiöse Praktiken erinnert.
Doch „Tampopo“ wäre nicht der Film, der er ist, wenn es nur eine Geschichte erzählen würde. Der Film ist eine Sammlung kleiner Episoden über Essen, Genuss und menschliche Eigenheiten – mal skurril, mal herzergreifend, mal überraschend poetisch. Diese Vielfalt macht ihn so abwechslungsreich: eine Yakuza-Szene, die Kulinarik mit Erotik vermengt, eine Familie, die ein letztes gemeinsames Gericht zelebriert, Geschäftsleute, die von unerwarteter Expertise überrumpelt werden.
Typisch japanisch ist manches dabei etwas speziell – aber gerade dieser ungewöhnliche Mix macht den Film so charmant.
Die Top 5 Filme über Essen – Die Verehrung einer einfachen Suppe

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Am Herzen des Films steht Tampopo selbst, die von Goro, einem Cowboy-Trucker mit Herz, auf ihrem Weg zur perfekten Nudelsuppe begleitet wird. Und obwohl vieles humorvoll überzeichnet ist, steckt in jeder Szene eine tiefe, ernsthafte Liebe fürs Kochen. Ramen wird hier nicht als einfaches Gericht gezeigt, sondern als Lebensphilosophie. Als Ausdruck von Können, Geduld, Tradition, Leidenschaft. Als etwas, das man nicht einfach isst – sondern zelebriert.
„Tampopo“ ist ein Film, der lacht, der rührt, der Hunger macht – und der zeigt, dass Genuss manchmal die höchste Form von Kunst ist. Und ja: auch ein bisschen Religion.
Rezeptvorschlag zum Film: Shoyu-Ramen
Zutaten (für 4 Portionen)
- 4 Streifen Kombu-Alge
- 6 Shiitake-Pilze (getrocknet)
- 20 g Ingwer
- 150 ml Sojasauce
- 50 ml dunkle Sojasauce
- 1 EL Mirin-Reiswein
- 300 g Shiitake-Pilze
- 400 g Ramen-Nudeln
- 4 Eier
- 2 Mini-Pak-choi
- Je nach Geschmack erweiterbar mit gebratenem Schweinebauch, Bambussprossen, etc.
Zubereitung:
Für die Brühe:
- Die Kombu-Algen und die getrockneten Pilze in 1l kaltem Wasser langsam auf 60 Grad erhitzen. Wenn die Brühe die Temperatur erreicht hat, mit einem Deckel abdecken und ohne Hitze 30 Minuten ziehen lassen. Dann die Brühe durch ein Sieb seihen und beiseitestellen.
Die Tare:
- Ingwer schälen, fein reiben und mit den Sojasaucen und Mirin verrühren. Aufkochen und dann beiseitestellen.
Für die Einlage
- Eier wachsweich kochen, schälen, halbieren und beiseitestellen.
- Ramen nach Packungsanweisung kochen und abgießen. Pak choi putzen, Strunk entfernen und halbieren. Pilze putzen.
- Pilze und Pak Choi in die Brühe geben und diese ca. 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Tare nochmal aufkochen.
- Tare in vier Schüsseln geben, die Nudeln zufügen. Mit kochender Brühe auffüllen, mit je 2 Eierhälften anrichten und servieren.
Warum das Gericht zu „Tampopo“ passt
Shoyu Ramen ist klassisch, direkt und ehrlich – genau wie der Film.
Es hat den traditionellen Geschmack Japans, wirkt aber weniger aufwendig als Tonkotsu und lässt sich daher wunderbar zuhause nachkochen. Gleichzeitig bietet dieses Ramen genau das, was „Tampopo“ zelebriert: Ritual, Hingabe und die Freiheit, eigene Akzente zu setzen.
Ob mit Chashu, Huhn, Spinat oder Bambus – jede Variation ist erlaubt.
Ganz im Sinne des Films, der zeigt, dass Perfektion nicht aus teuren Zutaten entsteht, sondern aus Liebe, Geduld und Respekt vor jedem einzelnen Handgriff.
2. The Menu (2022)

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Worum geht es in „The Menu“?
Die junge Margot (Anya Taylor-Joy) begleitet ihren begeisterten, aber obsessiven Foodie-Begleiter Tyler (Nicholas Hoult) zu einem exklusiven Dinner auf einer abgelegenen Insel. Dort betreibt der gefeierte Meisterkoch Chef Slowik (Ralph Fiennes) ein hochpreisiges Restaurant, in dem jedes Menü wie ein Kunstwerk inszeniert wird. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe erlesener Gäste tauchen sie in einen Abend ein, der zunehmend seltsamer und bedrohlicher wird. Während die Gänge serviert werden und Chef Slowiks wahre Absichten langsam deutlicher werden, muss Margot herausfinden, wem sie vertrauen kann – und was in dieser Welt der elitären Kulinarik wirklich zählt.
The Menu | 2022 © Searchlight Pictures | Hyperobject Industries | Gary Sanchez Productions
Die Top 5 Filme über Essen – Platz 2
Mit Platz 2 betreten wir die vielleicht skurrilste, aber zugleich faszinierendste Welt dieser Liste. „The Menu“ ist kein Film über Essen im klassischen Sinn – er ist eine bitterböse Satire über Kochen als Kunstform und fungiert gleichzeitig als Allegorie auf Kunstkritik im Allgemeinen. Selten wurde die Frage „Was ist überhaupt Kunst?“ so pointiert gestellt wie hier: Was ist noch kreative Meisterschaft, und was ist nur ein Konstrukt elitärer Selbstinszenierung? Der Film entlarvt auf herrlich zynische Weise die Mechanismen eines Systems, das Genuss, Ehrlichkeit und Emotion oft zugunsten von Konzepten, Deutungsebenen und Prestige vernachlässigt.
Zwischen elitärer Kochkunst und einfachem Genuss

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„The Menu“ spielt meisterhaft mit der Diskrepanz zwischen hochklassiger Fine-Dining-Philosophie und echtem, unverfälschtem Geschmack.
Was zählt mehr: die große Kunst oder die persönliche Empfindung? Ein Teller, der interpretiert werden muss? Oder ein Gericht, das einfach glücklich macht?
Der Film zeigt Kochen in seiner extremsten Form: als Überhöhung, als Ritual, als Inszenierung. Jeder Gang wird zur Performance, jeder Teller zum Statement. Doch hinter der glänzenden Fassade lauert die Frage, die sich auf jede Kunstform übertragen lässt:
Wann hört Kunst auf, für Menschen zu existieren – und beginnt nur noch für sich selbst zu leben?
Anya Taylor-Joy und Ralph Fiennes verkörpern dieses Spannungsfeld brillant. Sie treffen sich in einem ideologischen Duell zwischen echtem Genuss und elitärer Stilisierung. Ihr Spiel – scharf, präzise, faszinierend – trägt den Film und macht die satirische Brechung des Kulinarischen erst richtig spürbar.
Die Top 5 Filme über Essen – Ein Cheeseburger als Kunstobjekt

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Die Atmosphäre von „The Menu“ ist einzigartig: eine Mischung aus kühler Eleganz, subtiler Bedrohung und bissigem Humor, der jederzeit ins Surreale kippen kann. Die skurrile Geschichte funktioniert als Mikrokosmos der modernen Esskultur – voller Kritiker, Snobs, Möchtegern-Gourmets und Kunstkonsumenten, die vor lauter Analyse vergessen haben, zu schmecken.
Und genau darin liegt die große Stärke des Films: Er erzählt über Kochen, doch in Wahrheit geht es um etwas viel Größeres. Um die Wahrnehmung von Kunst. Um die Rolle der Kritik. Und um den Wert des Einfachen, des Ehrlichen, des Menschlichen.
Symbolisch verdichtet sich all das in einem Gericht, das im Film eine überraschend große Bedeutung bekommt: ein ganz einfacher Cheeseburger. Ein Gericht, das scheinbar banal ist – und dennoch zeigt, wie nah sich Kunst und Genuss manchmal sind, wenn man sie von allem Überflüssigen befreit.
„The Menu“ erinnert uns daran, dass selbst das kunstvollste Menü wertlos wird, wenn der einfache Genuss verloren geht – und dass Kunst erst dann lebendig ist, wenn sie berührt.
Rezeptvorschalag zum Film: Der klassische Cheeseburger
Zutaten (für 2 Burger)
- 300g Rinderfaschiertes
- Salz
- Pfeffer
- 2 weiche Brioche-Buns
- 2 Scheiben amerikanischer Schmelzkäse
- Senf
- Ketchup
- 1 kleine Zwiebel
- etwas Butter oder Öl zum Braten
Zubereitung
Für die Patties
- Das Faschierte zu zwei festen Patties formen, von außen salzen
- Pfanne stark erhitzen und die Patties in etwas Öl darin 2-3 Minuten scharf anbraten. Leicht pfeffern
- Die Patties wenden, die Hitze etwas reduzieren. Jeweils eine Scheibe Käse auf die Patties legen und schmelzen lassen.
- Aus der Pfanne nehmen und bei niedriger Temperatur (ca. 60 ° C) im Backrohr ziehen lassen.
Währenddessen, die Buns vorbereiten:
- Die Brioche-Buns halbieren und mit etwas Butter in der Pfanne goldbraun toasten.
- Beide Innenseiten dünn mit Senf und Ketchup bestreichen
- Patty in den Bun setzen.
- Optional mit fein gehacktem Zwiebel garnieren.
- Deckel schließen und dieses einfache Gericht genießen.
Warum dieses Gericht zu „The Menu“ passt
Der Cheeseburger ist das perfekte Gericht zu „The Menu“, weil er genau jene Wahrheit verkörpert, die der Film so bissig offenlegt: dass echter Genuss nichts mit elitären Konzepten oder kunstvoll inszenierten Tellern zu tun hat. Ein Cheeseburger ist simpel, ehrlich und frei von jeglicher Überheblichkeit – und gerade darin liegt seine Kraft.
Während im Film Kochen als Kunstform stilisiert und überhöht wird, erinnert uns dieses Gericht daran, dass auch das Einfachste eine eigene Form von Kunst sein kann. Mit guten Zutaten, klaren Aromen und purer Hingabe zeigt der Cheeseburger, dass Geschmack wichtiger ist als Prestige – und dass man für ein großes kulinarisches Erlebnis keine Sterne braucht.
1. Ratatouille (2007)

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Worum geht es in „Ratatouille“
Die talentierte, aber unterschätzte Ratte Remy (Patton Oswalt) träumt davon, ein großer Koch zu werden – trotz seiner Herkunft und trotz der offensichtlichen Hindernisse, die ein Leben in einer menschlichen Küche mit sich bringt. Als er in Paris auf den tollpatschigen Küchenjungen Linguini (Lou Romano) trifft, entwickeln die beiden eine ungewöhnliche Partnerschaft, die die kulinarische Welt des berühmten Restaurants von Chef Skinner (Ian Holm) gehörig auf den Kopf stellt. Während Remy versucht, seine Leidenschaft für gutes Essen auszuleben, muss er sich gleichzeitig seiner Familie und seiner eigenen Identität stellen. Und schon bald muss Remy beweisen, dass wahre Kochkunst nicht von Herkunft oder Größe abhängt – sondern von Leidenschaft, Mut und Geschmack.
Ratatouille | 2006 ©Pixar Animation Studios | Walt Disney Pictures, Trailer: © Rotten Tomatoes
Die Top 5 Filme über Essen – Platz 1
Wenn es einen Film gibt, der meine Liebe zum Kochen, zum Essen und zur gesamten Welt der Gastronomie auf eine Weise verkörpert, die mich jedes einzelne Mal berührt, dann ist es „Ratatouille“. Kein anderer Film hat je so treffend eingefangen, was Kochen für mich bedeutet – Kreativität, Emotion, Kindheitserinnerungen, Mut und die Freiheit, Dinge auszuprobieren, die auf den ersten Blick unmöglich erscheinen.
Ich liebe diesen Film. Ich vergöttere ihn. Und jedes Mal, wenn ich ihn wiedersehe, fühle ich mich daran erinnert, warum Kochen ein Teil meiner Identität geworden ist – selbst lange nachdem ich die professionelle Küche verlassen habe.
Jeder kann kochen – und jeder darf träumen

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Das Credo von Gusteau, „Jeder kann kochen“, ist für mich einer der wahrsten Sätze, die je in einem Film über Kulinarik gesagt wurden. Es klingt einfach, beinahe banal – aber seine Bedeutung ist tief, warm und menschlich. Genau wie das Kochen selbst.
Schon in meiner Lehrzeit wurde mir beigebracht, dass Kreativität keine Grenzen kennt. Dass die ungewöhnlichsten Kombinationen die größten Überraschungen hervorbringen können. Dass es nicht das teuerste Produkt, sondern das liebevollste Gericht ist, das die Menschen berührt.
Und genau das spiegelt „Ratatouille“ wider:
Diese unerschütterliche Überzeugung, dass Talent überall beginnen kann. Dass Herkunft keine Rolle spielt. Dass Mut und Leidenschaft stärker sind als jede Tradition. In Remy sehe ich all jene wieder, denen man es nicht zutraut – und die dennoch zu Künstlern werden. Vielleicht nicht zu den größten der Welt. Aber zu jenen, deren Werk Herz besitzt.
Haute Cuisine trifft Herzensgericht
Pixar verbindet in diesem Film zwei kulinarische Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten: die strenge, kunstvolle Eleganz der französischen Haute Cuisine und die tiefe Wärme einfacher, bodenständiger Gerichte.
Und genau diese Mischung ist es, die mich jedes Mal aufs Neue überwältigt.
Die Küche von Gusteau’s ist voller Perfektion und Exzellenz – aber der Film vergisst nie, dass auch ein schlichtes Ratatouille die Macht hat, jemanden emotional zu erschüttern. Für mich gehört die Szene, in der Anton Ego mit einem einzigen Bissen in seine Kindheit zurückkehrt, zu den schönsten Momenten der Filmgeschichte. Weil sie zeigt, was Kochen wirklich kann:
Erinnerungen wecken. Menschen verbinden. Seele offenbaren.
Und das alles mit einem Gericht, das auf den ersten Blick so unscheinbar ist.
Die Top 5 Filme über Essen – Ein Liebesbrief ans Kochen – und an die Kreativität

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„Ratatouille“ ist für mich nicht nur der beste Pixar-Film. Es ist der beste Film über das Kochen, der je gemacht wurde. Er feiert die Kunst, aber auch die Menschlichkeit dahinter. Er feiert die Innovation genauso wie die Tradition. Und er erinnert mich daran, warum Kochen für mich immer Liebe war: weil es Geschichten erzählt, ohne Worte zu brauchen.
Kein anderer Film hat je so perfekt eingefangen, was für mich die Essenz des Kochens ist: Neugier. Herz. Kreativität. Gemeinschaft. Mut. „Ratatouille“ ist ein Liebesbrief – an die Küche, an das Essen, an alle, die sich trauen, etwas auszuprobieren. Und an jene, die entdecken, dass sie mehr können, als sie glauben.
Ein Film, der mich jedes Mal wieder daran erinnert, warum ich Kochen nie aus meinem Leben loslassen werde.
Rezeptvorschlag zum Film: Confit Byaldi (Ratatouille nach Pixar-Art)
Zutaten (4 Portionen)
- 2 EL Olivenöl
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, gehackt
- 400 g Tomaten aus der Dose
- 1 EL Kräuter der Provence (o. getrockneter Thymian und Rosmarin)
- Salz und Pfeffer
- 1 Aubergine
- 1-2 grüne Zucchini
- 1-2 gelbe Zucchini
- 4 Tomaten
- 3 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
- Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten, Knoblauch und Kräuter der Provence dazugeben und kurz mitbraten.
- Tomaten dazugeben, salzen und pfeffern. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.
- Den Backofen auf 160 ° C Umluft vorheizen.
- Das Gemüse waschen und in dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden, am besten mit einer Mandoline.
- Die Tomatensauce auf den Boden einer Auflaufform oder Tarteform geben. Die Gemüsescheiben enganeinander kreisförmig auf die Soße legen und die Farben dabei abwechseln.
- Olivenöl, Kräuter der Provance und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen und mit einem Pinsel auf das Gemüse streichen.
- Die Form mit Backpapier abdecken, 45 Minuten bei 160 ° C backen, das Papier entfernen und 30 Minuten weiterbacken, damit es leicht bräunt.
- Warm oder lauwarm servieren.
Warum das Gericht zu „Ratatouille“ passt
Diese Form des Ratatouille, auch Confit Byaldi genannt wurde extra für den Pixar-Film vom französisch-amerikanischen Koch Thomas Keller erfunden. Es ist jene Version des einfachen Bauerngerichtes, mit dem Remy im Film Anton Ego an die eigene Kindheit erinnert.
Es ist die Essenz dessen, was der Film erzählt: Aus einfachen Zutaten entsteht etwas Wunderschönes. Keine Spielereien, keine komplizierten Techniken – nur gute Produkte, Geduld, Kreativität und Liebe zum Detail. Es verbindet die Eleganz der französischen Haute Cuisine mit der Wärme eines Familiengerichts. Ein Gericht, das zeigt, dass wirkliche Magie in der Einfachheit steckt – ganz im Sinne von Gusteaus Leitsatz:
„Jeder kann kochen.“
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- The Ramen Girl (2008)
- James und der Riesenpfirsich (1996)
- Dänische Delikatessen (2003)
- Delicatessen (1991)
- Okja (2017)
Fazit zu den Top 5 Filme über Essen
Essen ist weit mehr als nur Nahrung – es ist Erinnerung, Kreativität, Gemeinschaft und manchmal sogar Trost. Und genau das zeigen diese fünf Filme in all ihrer Vielfalt: von der kompromisslosen Präzision der Sterneküche über die Freiheit des Street Foods bis hin zur poetischen Verehrung einer einfachen Schüssel Ramen oder eines bodenständigen Familiengerichts. Jeder dieser Filme erzählt auf seine eigene Weise davon, was Kochen bedeuten kann – Leidenschaft, Hingabe, Neugier, Mut und vor allem Liebe.
Für mich sind kulinarische Filme immer auch kleine Zeitreisen zurück in eine Welt, in der Hitze, Hektik und Genuss untrennbar miteinander verwoben waren. Eine Welt, die ich verlassen habe, die mich aber nie verlassen hat. Und genau das macht diese Top 5 für mich so besonders: Sie verbindet meine Liebe zum Essen mit meiner Liebe zum Kino. Zwei Kunstformen, die beide Geschichten erzählen – manchmal laut, manchmal leise, aber immer mit Herz.
Ob elegante Jakobsmuscheln, ein ehrlicher Cheeseburger, ein dampfender Ramen oder ein kunstvolles Ratatouille – am Ende geht es immer darum, Menschen zu berühren. Vielleicht nicht mit Worten, vielleicht nicht mit großen Gesten, aber mit Geschmack, mit Atmosphäre, mit Gefühl.
Und genau das schaffen diese Filme. Sie machen hungrig – nicht nur auf gutes Essen, sondern auf gute Geschichten. Und darauf, wieder einmal selbst den Kochlöffel in die Hand zu nehmen.
Was sind eure Top 5 Filme über Essen?
MARTIN – Autor
Als Kind der 90er und frühen 2000´er entwickelte ich schon früh eine Liebe für das Medium Film. Waren es Anfangs noch die Disney-Klassiker, wie mein erster Kinobesuch „Herkules“, trat schon bald Harry Potter in mein Leben und prägte meine filmische Jugend. Später kamen Franchises wie Star Wars oder das MCU, bevor mich „Interstellar“ dazu brachte, meinen filmischen Horizont mehr und mehr erweitern zu wollen, wodurch ich inzwischen so gut wie alle Arten von Filmen liebe. Über mehrere Umwege führte mich meine filmische Reise zu Letterboxd, wo ich seit 2016 mein Filmtagebuch führe und seit 2020, mal mehr, mal weniger ausführlich auch meine Meinung zu den gesehenen Filmen auf das digitale Papier bringe. Lieblingsgenre könnte ich keines benennen, ich bin offen gegenüber allem, auch wenn ich besonders empfänglich für Horror, Action und Sci-Fi zu sein scheine.
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Created by Gorana Guiboud | Header Elements: Top 5 Filme über Essen – Passion of Arts Design | Ratatouille | 2007 © Pixar Animation Studios | Walt Disney Pictures

12 Kommentare
Bitte sehr: https://www.sneakfilm.de/2025/12/04/die-5-besten-am-donnerstag-444-top-5-filme-ueber-essen/
@gnislew oh, „Bao“ ist so ein schöner Film, der hat mich auch total berührt. Ansonsten auch eine sehr schöne Auswahl!
Was für ein fantastischer Artikel und noch grandioser die Idee mit den Rezepten. Das passt einfach fantastisch.
Wusste auch sofort welches Rezept du bei deiner Nummer 2 präsentieren würdest.
@flis04 danke, freut mich, dass dir die Idee gefällt. Und vielleicht kochst du ja mal was davon nach 😉 Vielleicht ja den Cheeseburger 😁
1. Soylent Green (1973)
2. Der diskrete Charme der Bourgeoisie (1972)
3. Chocolat (2000)
4. Mr. Long (2017)
5. Chungking Express (1994)
Schöne Auswahl! „Chocolat“ mochte ich auch ganz gern und „Soylent Green“ ist auch ein toller Film!
Direkt zwei Übereinstimmungen und nach dem Lesen großen Hunger. Hier meine Top 5:
https://moviescape.blog/2025/12/04/top-5-filme-zum-thema-essen/
Einen Guten! 😉
@moviescape Mahlzeit! 😉
„The Founder“ wollte ich eigentlich auch mal nachholen, habs aber bisher noch nicht geschafft.
Tampopo wär meine Nr. 6 und The Menu sollte ich endlich mal sehen…
Hier sind meine 5: https://filmlichtung.wordpress.com/2025/12/04/die-5-besten-am-donnerstag-top-5-filme-ubers-essen/
@filmlichter und ich sollte mir endlich mal „Soul Kitchen“ anschauen. Aber auch eine schöne Auswahl von dir.
Die Idee mit den Rezepten zu den jeweiligen Filmen finde ich super; nur habe ich von eurer Liste tatsächlich diesmal nur einen Gleichen und bin nach einem anderen Prinzip vorgegangen, um zu zeigen, wie unterschiedlich das Thema Essen & Trinken (und die Hintergründe dazu) gehandhabt wird. Ab 0:05 Uhr hier:
https://blaupause7.wordpress.com/?p=27606
@blaupause7 auch eine sehr schöne Auswahl, die zeigt, wie vielseitig das Thema Essen sein kann.