Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025

Titelbild Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025

Heute präsentieren wir euch unsere Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025. Ich schreibe wir, weil dies wieder Mal eine Gemeinschaftsproduktion von mehreren Redaktionsmitgliedern ist. Euch erwartet dabei ein buntes Potpourri aus ganz verschiedensten Filmen: Von bunten Animationsfilmen über opulente Historien- und Liebesdramen bishin zu einem feurigen Actionhighlight.
Neugierig geworden? Dann lest doch gerne rein!

Unsere Liste ist nur eine Aufzählung und kein Ranking.

Ein Beitrag von: Flo, Martin K., Rick, Maddin

5. Beating Hearts (2024)

Zwei Personen küssen sich, im Hintergrund ein Sonnenuntergang.
Liebe die allen Gezeiten trotzt – Beating Hearts | 2024 © Trésor Films | Chi-Fou-Mi Productions | StudioCanal

Worum geht es in „Beating Hearts“?

Beating Hearts“ (Originaltitel: „L’Amour ouf“) ist ein französisch-belgisches Liebesdrama aus dem Jahr 2024, das von Gilles Lellouche inszeniert wurde. Der Film erzählt die Geschichte von Jackie und Clotaire, die in den 1980er Jahren in Nordfrankreich aufwachsen und eine leidenschaftliche Beziehung führen. Während Jackie eine akademische Laufbahn einschlägt, gerät Clotaire in kriminelle Machenschaften und wird zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis versucht er, die verlorene Verbindung zu Jackie wiederherzustellen.

Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 – Ein kunstvoller Blockbuster aus Frankreich

Trailer zum Film „Beating Hearts“ | 2024 © Studiocanal

Das Kinojahr hat aus meiner Perspektive sehr gut begonnen. Schon im Januar erschienen zahlreiche Anwärter auf einen Platz in der Topliste am Ende des Jahres. Erst in den letzten Monaten begann dies alles ein wenig abzuflachen. Ausgangspunkt dafür ist ein erneut schwaches Jahr der Hollywood-Blockbuster. Zwar sorgten manch kleinere Blockbusterproduktionen, wie „From the World of John Wick: Ballerina“, „Blood & Sinners“ oder auch „Nosferatu – Der Untote“ für beeindruckende Highlights, doch es bleibt bei Einzelfällen. Hingegen kann das kleinere, künstlerische, ambitioniertere Kino deutlich mehr überzeugen.

Dieses Jahr ist nun sogar insbesondere Europa zu loben. „Heldin“ oder „Kneecap“ sorgten nicht grundlos für Furore und gerade auf Frankreich ist erneut Verlass. Mit „Night Call – Überlebe die Nacht“ erschien in belgischer Koproduktion der obligatorisch starke Thriller, während „Der Graf von Monte Christo“ die Blockbusterbemühungen aus Frankreich meisterhaft fortführte. Mit „Beating Hearts“ bekam der Zuschauer aber das, was heutzutage kaum noch für möglich gehalten wird. Über 35 Millionen Euro wurden in einen Film investiert, der zu keinem Zeitpunkt auf Nummer Sicher geht, sondern eine künstlerische Vision konsequent durchzieht, auf Blockbusterformat.

Visuelle und darstellerische Brillanz zwischen verschiedenen Genres

Erzählt wird von Clotaire und Jackie, die sich, stammend aus verschiedenen sozialen Schichten, in der Schule kennen und lieben lernen. Doch was als Coming-of-Age Wohlfühlfilm beginnt, endet schnell im brutalen Ernst des Lebens. „Beating Hearts“ streut immer mehr Elemente des Gangsterkrimis und Actiondramas ein, welche die Liebe bedrohen und zu einer jahrelangen Odyssee führen.

Erzählerisch mag das auf dem Papier am Ende nicht spektakulär sein, doch im Film ist es mutig. Mutig, weil der Film eine eigene Moral etabliert und bereit ist sein Publikum vor den Kopf zu stoßen. Aber auch durch den märchenhaften Aspekt, der geschürte Erwartungen unterläuft und im letzten Drittel nicht nur zu Fragezeichen führen dürfte.

Trotzdem ist das aber alles in der eigenen Logik des Films stimmig.

Dafür sorgt auch die Inszenierung, welche allen genannten Aspekten gerecht wird. Brutale Action, die weh tut und märchenhafte Symbolik, die das Herz erweicht. Ein Highlight ist hier auch die Tanzszene, die auch aus einem indischen Film hätte stammen können. Von der Laufzeit geht „Beating Hearts“ mit 166 epischen Minuten ohnehin bereits in diese Richtung.

Es sind aber auch die vier Hauptdarsteller, die allesamt begeistern und dafür sorgen, dass „Beating Hearts“ nicht nur der bisher beste und mutigste, sondern auch außergewöhnlichste Film des Jahres ist.

Flo

4. Der Graf von Monte Christo (2024)

Der Graf von Monte Christo: Das Bild zeigt den Graf von Monte Christo von Hinten an einer Klippe stehend. Vor ihm tobt das Meer und in der Ferne ist eine Festung oder Burg im Sonnenlicht zu sehen
Eine hochwertige französische Buchverfilmung — Der Graf von Monte Christo | 2024 © Pathé

Worum geht es in „Der Graf von Monte Christo“?

Der Graf von Monte Christo“ (Originaltitel: Le Comte de Monte-Cristo) ist ein französischer Abenteuerfilm, der auf dem berühmten Roman von Alexandre Dumas basiert. Der Film wurde von Matthieu Delaporte und Alexandre De La Patellière inszeniert und feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes, wo er außer Konkurrenz lief. Die Veröffentlichung in den deutschen Kinos ist für den 23. Januar 2025 geplant.

Die Geschichte folgt Edmond Dantès (gespielt von Pierre Niney), einem jungen, ehrgeizigen Mann, der zu Unrecht für den Verrat an seinem Land eingesperrt wird. Während seiner Jahre in einem düsteren Gefängnis auf der Insel If erfährt Dantès von einem verborgenen Schatz, der ihm nicht nur zu unermesslichem Reichtum verhelfen wird, sondern auch zu einer raffinierte und erbarmungslose Rache an denen, die ihn verraten haben. Nachdem er dem Gefängnis entkommen ist, nimmt er die Identität des Grafen von Monte Christo an und beginnt, seine Rache an seinen ehemaligen Freunden und Verbündeten zu vollenden, die ihn in den Ruin trieben. Doch der Graf von Monte Christo muss auch die Auswirkungen seiner eigenen Handlungen auf seine Umgebung und seine eigene Moral erkennen.

Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 – Ein Klassiker in modernem Gewand

Trailer zum Film „Der Graf von Monte Christo“. | 2024 © Pathe

Man kennt die Geschichte – ob bewusst oder durch zahllose Referenzen in Film und Fernsehen: Ein Mann wird von jenen Menschen, denen er vertraut, verraten. Er wird eingesperrt, verliert seine Liebe und sein Leben. Und er kehrt als anderer zurück, um Vergeltung zu üben. Alexandre Dumas‘ „Der Graf von Monte Christo“ ist längst fester Bestandteil des europäischen Erzählkanons. Dass man sich im Jahr 2025 dennoch erneut an eine Verfilmung wagt, wirkt auf den ersten Blick wie ein kreativer Rückschritt. Doch schon die erste Szene dieses dreistündigen Epos belehrt uns eines Besseren.

Denn diese Adaption ist keine bloße Wiederholung. Sie verpackt die bekannte Handlung in ein neues klassisches, aber keineswegs angestaubtes Gewand. Statt modernisieren zu wollen, besinnt man sich auf die Stärken der Vorlage: die klare Struktur, die emotionalen Höhepunkte, das große Thema von Verrat und Rache. Dabei gelingt es dem Regieduo La Patellière und Delaporte, diese Elemente so zu inszenieren, dass sie frisch und relevant wirken. Altmodisch? Ja. Aber im besten Sinne des Wortes.

Europäische Filmkunst auf Hollywood-Niveau

Was diesen Film so besonders macht, ist seine handwerkliche Perfektion. „Der Graf von Monte Christo“ ist ein Musterbeispiel dafür, was europäisches Kino leisten kann, wenn es sich traut, groß zu denken – und auch die Möglichkeit dafür bekommt. Visuell spielt der Film in einer Liga mit internationalen Prestigeproduktionen. Ob stürmiche Szenen auf hoher See, düstere Kerkerszenen oder lichtdurchflutete Landschaftsaufnahmen. Die Kameraarbeit ist durchgehend auf höchstem Niveau. Jede Szene wirkt durchkomponiert, ohne überinszeniert zu sein. Jedes Bild hat Gewicht.

Dabei beeindruckt nicht nur die Ästhetik, sondern auch das Tempo. Die drei Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug. Das liegt auch daran, dass der Film seiner Vorlage treu bleibt. Diese war als Fortsetzungsroman ursprünglich darauf angelegt, das Publikum mit Cliffhangern und unerwarteten Wendungen zu fesseln. Dieses Gefühl überträgt sich auf die Leinwand. Man wird von der Handlung mitgerissen, ohne dass es sich je überladen anfühlt. Selbst in Momenten, die Gefahr laufen könnten, ins Theatralische oder Übertriebene zu kippen, behält der Film seine Eleganz.

Auch die Schauspieler tragen maßgeblich dazu bei, dass die Geschichte funktioniert. Ob Pierre Niney als Edmond Dantès, der den Wandeln vom naiven Idealisten zum berechnenden Racheengel glaubhaft und nuanciert darstellt. Oder Patrick Mille, der als intrigantes Ekelpaket Dangler sowohl Hass erzeugt, als auch fasziniert. Das Ensemble überzeugt, Schwächen mancher Figuren werden durch die Stärken der anderen ausgeglichen.

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Foto © Universal Pictures

Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 – Klassiker, welche die Zeit überdauern

Manchmal braucht es keine neue Idee, keinen erzählerischen Kniff, keinen Meta-Kommentar zur Gegenwart. Manchmal reicht es eine Geschichte gut zu erzählen. „Der Graf von Monte Christo“ ist dafür das beste Beispiel. Statt sich in modernen Spielereien zu verlieren, konzentriert sich der Film auf seine Essenz: auf Figuren, Motive, Konflikte, die auch heute noch berühren und fesseln. Und er tut das mit einer Souveränität, die man so nur selten sieht.

Es gibt keine überbordende Action, keine aufgesetzte Dramatik – und trotzdem wirkt der Film episch. Monumental nicht durch Spektakel, sondern durch emotionale Wucht. Durch die Konsequenz, mit der er seine Geschichte erzählt. Durch die Wirkung seiner Bilder und durch eine Score, der sich elegant zurücknimmt.

Der Graf von Monte Christo“ zeigt, dass europäisches Kino keine Ausrede mehr braucht. Dass es möglich ist, große Stoffe groß zu erzählen. Mit Stolz, mit Können und mit Souveränität. Und dass klassische Geschichten, richtig erzählt, zeitlos bleiben.

Martin K.

3. Flow (2024)

Auf dem Bild sind eine schwarze Katze und ein Reiher nebeneinander stehend vor einer dunklen Wolkendecke zu sehen. | Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025
Wunderschöne Bilder und eine gefühlvolle Handlung — Flow | 2024 ©Dream Well Studio | Sacrebleu Productions | Take Five

Worum geht es in „Flow“?

Flow“ (Originaltitel: Straume) ist ein Animationsfilm, der vorrangig aus Lettland stammt, bei dem aber auch Belgien und Frankreich teilweise mitproduziert und finanziert haben. Der Film entstand unter der Regie von Gints Zilbalodis und kam am 06. März 2025 in die deutschen Kinos. In den USA bekam der Film ab dem 22. November 2024 einen Limited Release. Seine Premiere feierte „Flow“ jedoch auf dem Cannes Festival 2024. Er gewann unter anderem den Golden Globe und den Oscar für den besten Animationsfilm. Die Handlung dreht sich um eine Katze in einer nicht näher bestimmten Zukunft. In jener wird die Welt von einer Überflutung heimgesucht und die namenlose Katze muss sich mit anderen Tieren zusammentun, um einen Ausweg zu finden und zu überleben.

Einer der Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 ist eine wortlose Erfahrung

Trailer zum Film „Flow“ | 2024 © MFA+

Nicht ein einziger Dialog ist in „Flow“ zu hören. Das ist eine der Besonderheiten von Zilbalodis zweitem Langspielfilm. Und das ist auch besonders für das Medium, denn in Animationsfilmen werden die Figuren, in welcher Form auch immer sie auftreten, zumeist vermenschlicht und unseren Gewohnheiten, unserem Verhalten, unserem Denken und Handeln angepasst. Die Tiere in „Flow“ aber verhalten sich oftmals so, wie wir es von ihren realen Vorbildern kennen. Dass wir trotzdem jegliche Emotionen und Vorgehensweisen verstehen können zeigt, wie sehr der Film ein Verständnis für visuelles Storytelling besitzt und, dass er uns Zuschauenden vertraut. Die Story ist simpel, doch „Flow“ greift nie auf billige Erzählmethoden zurück und das lässt uns die Charaktere, die Welt und die Geschichte wirklich selber entdecken. „Flow“ nutzt das Medium und seine Möglichkeiten und lässt sich selbst nicht zu Content verkommen, biedert sich nicht an. Dafür muss er nicht komplex oder kompliziert sein.

Simplizität und Vertrauen siegt auch im Handwerk

Eine weitere Besonderheit an dem Oscar Preisträger des Jahres 2024 in seiner Kategorie ist auch, dass er seine oft sehr teuer produzierte Konkurrenz mit einfachsten Mitteln geschlagen hat. Denn „Flow“ ist komplett in der frei zugänglichen, Software „Blender“ entstanden, die für 3D Modellierung, Animation und Rendering genutzt werden kann. Trotz weniger Polygone und gröberem Äußeren sind Look and Feel überzeugend, weil kohärent. Die Animationen sind zudem geschmeidig und detailliert in Szene gesetzt und die Bilder ergiebig in Lichtsetzung, Farbgestaltung und Bildkomposition. „Flow“ ist damit nicht nur ein Zeichen für alle Künstlerinnen, dass ihnen auch mit wenig Geld kaum Grenzen gesetzt sind, es ist auch der Beweis, dass Mut sich auszahlt und nur durch jenen Fortschritt erzielt werden kann.

Stille Wasser können tief sein

Auch inhaltlich kann das Werk mehr bereithalten als auf den ersten Blick ersichtlich. Zumindest, wenn man denn möchte, denn vieles vom Gezeigten in „Flow“ ist sehr offen für Interpretationen. Grade das Worldbuilding lädt dazu ein zu sinnieren, was in dieser Welt geschehen ist, warum es passiert ist und was das nicht nur für die tierischen Protagonistinnen, sondern metaphorisch verlagert auch für uns und unsere Welt bedeutet oder bedeuten könnte. Aber auch gewisse Szenen, die sich auf Abschiede konzentrieren hinterfragen, durchaus Weltansichten, oder lassen zumindest Raum dafür selbst neu einzuordnen. Dass der Film einem aber immer selber überlässt, ob eine Szene dieses oder jenes aussagt und keine Definition vorlegt, macht die Simplizität des ganzen umso stärker.

Rick

2. Lesbian Space Princess (2024)

Lesbian Space Princess: Das Bild zeigt eine Zeichentrick Mondlandschaft. Am unteren Bildrand ist eine Person zu sehen, die den Rücken zu uns kehrt.  | Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025
Verloren im Weltraum — Lesbian Space Princess | 2025 ©We Made A Thing Studios

Worum geht es in „Lesbian Space Princess“?

Lesbian Space Princess“ ist ein australischer Animationsfilm aus dem Jahr 2024 unter der Regie von Emma Hough Hobbs und Leela Varghese. Der Film erzählt die Geschichte von Saira, der Prinzessin des Planeten Clitopolis, die sich auf eine gefährliche Mission begibt, um ihre entführte Ex-Freundin Kiki zu retten.

Nach einer schmerzhaften Trennung von Kiki, einer Kopfgeldjägerin, gerät Saira in eine Krise. Doch als Kiki von den Straight White Maliens, einer Gruppe heterosexueller, weißer Außenseiter und Incels, entführt wird, muss Saira ihr Heimatplanet zum ersten Mal verlassen. Die Entführer verlangen als Lösegeld die königliche Labrys, eine mächtige Waffe der Lesben, die Saira jedoch nicht besitzt. Innerhalb von 24 Stunden muss sie sich den Gefahren des Universums stellen und ihre eigenen Selbstzweifel überwinden, um Kiki zu retten.

Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 – Bunt, laut, queer und ganz liebenswert

Trailer zum Film „Lesbian Space Princess“ | 2025 © We Made A Thing Studios | Internationale Filmfestspiele Berlin

Diesen bunten Animationsfilm konnte ich bereits im Februar im Rahmen der Berlinale sichten und war restlos begeistert. Ich habe ja eh schon eine Schwäche für Science-Fiction- und Animationsfilme und hier kommt dann noch die queere Thematik dazu, die hier auch mit einem Augenzwinkern ausgeführt wird. Am köstlichsten sind für mich da die „straight white maliens“ (weiße männliche Incels), welche die Freundin der titelgebenden Heldin entführen. Diese sind herrlich dumm und das Klischee auf die Spitze getrieben.

Selbstfindung im bunten „Gay Space“

Hinzukommt dann der Aspekt der Selbstfindung und des Selbstrespekts, das hier ebenfalls komödiantisch, aber zum Teil auch mit dem nötigen Ernst thematisiert wird. So hat die „Lesbian Space Princess“ immer wieder mit Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen, da sie weder von ihren zwei Müttern noch von ihrer (Ex-)Freundin mit viel Respekt behandelt wird. Selbst die Bewohner von Clitopolis nehmen sie kaum ernst. So verwundert es nicht, dass sie fast durch den Selbstzweifelschleim überwältigt wird. Da helfen nur gute Freund:innen.

Viele weitere lustige Einfälle und Ideen kommen hinzu, welche diese Galaxis interessant erweitern und ausschmücken. Zum Beispiel fliegt die Prinzessin Saira ein uraltes Schiff, welchem sie erst einmal ein paar Manieren und auch Selbstwertgefühl beibringen muss. All diese Aspekte machen den Film zu einem sehr unterhaltsamen, spaßigen und bunten sowie queeren Animationsabenteuer. Ich hoffe sehr, dass der Film bald eine offizielle Veröffentlichung bekommt und ihn dann alle bewundern können.

Lest auch gerne in meine ausführliche Kritik rein: Lesbian Space Princess – Filmkritik

Maddin

1. From the World of John Wick: Ballerina (2025)

Das Bild zeigt Ana de Armas mit einem großen Flammenwerfer. Das Bild ist aus dem Film "From the World of John Wick: Ballerina" | Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025
Ana de Armas brutzelt jeden Zweifel weg — From the World of John Wick: Ballerina | 2025 ©LEONINE Studios

Worum geht es in „From the World of John Wick: Ballerina“?

„Ballerina“ aus dem Jahr 2025 ist ein US-amerikanischer Actionfilm von Regisseur Len Wiseman und ein Spin-off zur John-Wick-Filmreihe.

Die Handlung folgt Rooney Brown (Ana de Armas), einer tödlichen Auftragskillerin, die Rache an den Mördern ihrer Familie schwört. Unterstützt von Charakteren aus der John-Wick-Welt, darunter John Wick (Keanu Reeves), Winston (Ian McShane), The Director (Anjelica Huston) und Charon (Lance Reddick), begibt sich Rooney auf einen gefährlichen und actionreichen Rachefeldzug.

Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 – Feuer und Flamme mit Ana de Armas

Trailer zum Film „From the World of John Wick: Ballerina“ | 2025 © LEONINE Studios

From the World of John Wick: Ballerina“ wird für immer einen großen Platz in meinem Filmherzen behalten und das aus mehreren Gründen. Der Hauptgrund ist natürlich der Film selbst. Ich war zunächst skeptisch, denn die Voraussetzung schienen zunächst nicht so günstig. Es wurde gemunkelt, dass Chad Stahelski höchstpersönlich einige der Actionszenen nachdrehen ließ. Vielleicht war das auch gar nicht so schlecht, denn das Kernelement des Films funktioniert sehr gut: Die Action! Ana de Armas darf hier wirklich fast alles zeigen, was das Action-Genre zu bieten hat. Egal ob Hand-zu-Hand-Kampf, Katana-Action oder ein Flammenwerfer-Zweikampf. Daneben hat der Film auch in dieser Action eine ordentliche Prise Humor und ist somit einfach sehr unterhaltsam, sofern über die etwas rudimentäre Handlung hinweggesehen werden kann.

Fanservice und Neonlicht

Hinzukommt Fanservice für die John-Wick-Fans. So tritt Keanu Reeves höchst selbst als sein Alter-Ego auf und das ist, überraschenderweise, nicht nur ein kurzer Cameo. Er darf sogar aktiv in die Handlung eingreifen und hat obendrein ein paar Action-Szenen. Auch gibt es ein Wiedersehen mit dem leider schon im März 2023 verstorbenen Lance Reddick als Charon und Ian McShane als Winston Scott. Außerdem sehen wir das schicke Continental Hotel in New York wieder sowie eine weitere Variante in Prag.

Visuell werden insgesamt etwas kleinere Brötchen gebacken als zuletzt bei „John Wick: Kapitel 4“, wobei auch „From the World of John Wick: Ballerina“ zumindest eine neongetränkte Club-Szene hat, wo Ana de Armas etwas aufs Glatteis geführt wird. Schön finde ich bei der Action übrigens auch noch, dass die Hauptfigur nicht wie John Wick kämpft. Das wird sogar im Film thematisiert: Als Frau muss sie teilweise etwas unfair kämpfen, um überhaupt eine Chance zu haben gegen die ihr meist körperlich überlegenen Gegner.

Auf dem schwarzen Teppich mit Ana de Armas

Ein weiterer Aspekt macht den Film für mich ganz persönlich zu etwas besonderem: Ich durfte für Passion of Arts auf den roten bzw. schwarzen Teppich vor dem Zoo Palast in Berlin und ein exklusives kurzes Interview mit Ana de Armas führen. Das war schon eine fast surreale Erfahrung und Ana war zum greifen nah und für fast eine Minute voll konzentriert auf mich. Ein zauberhaftes wie intensives Erlebnis. Aber auch der ganze Trubel auf dem schwarzen Teppich war interessant anzuschauen. 😅

Mehr dazu sowie einige exklusive Zitate von Ana de Armas und Len Wiseman könnt ihr auch im Beitrag von Flo und mir nachlesen sowie in unserem vierten Podcast nachhören.

Maddin

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Weitere Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 von unserer Redaktion:

  • 28 Years later (2025)
  • Better Man – Die Robbie Williams Story (2024)
  • Blood & Sinners (2025)
  • Der Brutalist (2024)
  • Die drei ??? und der Karpatenhund (2025)
  • F1 (2025)
  • Game Changer (2025)
  • Heldin (2025)
  • Hundreds of Beavers (2022)
  • Jurassic World: Die Wiedergeburt (2025)
  • Kneecap (2024)
  • Die Legende von Ochi (2025)
  • Like a Complete Unknown (2024)
  • Das Mädchen mit der Nadel (2024)
  • Mickey 17 (2025)
  • Mission: Impossible – The Final Reckoning (2025)
  • Nosferatu – Der Untote (2024)
  • Thunderbolts* (2025)
  • Die Vorkosterinnen (2025)

Fazit zu den Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025:

Dieses erste Halbjahr 2025 hält bereits einige Höhepunkte bereit und ich bin gespannt wie das Jahr weitergeht. Bereits der Juli verspricht ja mit drei großen Blockbustern bekannter Franchise großes. Mal schauen was wird.

Das waren unsere Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025. Jetzt seid ihr dran!

Welche sind eure Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025?


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MADDIN – Filmkritiker
Schon als Kind bin ich von Star Wars begeistert. Mein erster bewusst wahrgenommener Kinobesuch ist die Sichtung von Star Wars Episode I und mein 9-jähriges Ich war hellauf begeistert. Noch heute hat dieser Film einen großen Platz in meinem Herzen. Generell mag ich insbesondere SciFi-Filme und Fantasy (Herr der Ringe). Seit 2021 mache ich Letterboxd unsicher und seitdem hat sich mein Filmgeschmack auf alle möglichen Genres ausgedehnt. Sogar an Horrorfilme traue ich mich vermehrt heran.

Passion of Arts Maddin

 


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Header Elements: Top 5 Filme des 1. Halbjahres 2025 – Passion of Arts Design | Flow | 2024 ©Dream Well Studio | Sacrebleu Productions | Take Five

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13 Kommentare

  1. „Heldin“ oder „Kneecap“ waren in der Tat ganz tolle Filme, die ich beide sehr stark fand. Sie haben es jedoch nicht auf meine Liste geschafft, genauso wenig wie „Nosferatu – der Untote“; und den Grafen von Monte Christo hätte ich gerne gesehen (aber zeitlich nicht hinbekommen).

    „Flow“ ist für mich allerdings von meinen Top Five der Liebste. Hier der Link zu meiner Liste:

    https://blaupause7.wordpress.com/2025/07/17/die-5-besten-am-donnerstag-filme-der-ersten-jahreshalfte/

  2. Sagt mir leider alles komplett gar nichts. Von der erweiterten Liste stehen bei mir noch M:I – Final Reckoning (nach dem katastrophalen ersten Part hoffe ich auf einen befriedigenden Abschluss), Mickey 17 (von Director Cpt. Obvious), Hundreds of Beavers (der könnte was sein) und Die drei Fragzeichen: Der Karpartenhund (bin seit Kindheit Fan; allerdings ist die Besetzung hier leider sehr schwach, da fehlte schon im Vorgänger komplett die Chemie)…
    Ich musste mich zum Glück nicht strecken, nichts zurechtbiegen, ich habe tatsächlich fünf aktuelle (Heimkinostart dieses Jahr), empfehlenswerte Filme zusammenbekommen:
    https://thehomeofhorn.wordpress.com/2025/07/17/meine-5-besten-filme-des-1-halbjahres-2025/

    1. @thomashortian
      Hatte mit „Das Erbe des Drachen“ auch meine Probleme, aber „Der Karpatenhund“ ist aus meiner Sicht jetzt die erste gute Drei ??? Verfilmung und sogar richtig stark. Aus den Fehlern des Vorgängers wurde gelernt und die Buchvorlage (nicht primär Hörspielvorlage) clever modernisiert und adaptiert.

  3. Ich habe noch nicht so viele Filme aus diesem Jahr gesehen, stehen noch einige an. Versuche mich auch auf Filme die dieses Jahr erschienen zu beschränken. Dieses mal ist es bei mir auch ein Ranking, weil ich die Filme aus diesem Jahr die ich sah klar abstufen kann.

    The Outrun: Ja, ich schummel gerade etwas, weil der Film hatte seinen Kinostart im Dezember letzten Jahres, lief aber noch dieses Jahr in den Kinos. Es geht um eine Alkoholikerin und ihren Kampf mit dieser Krankheit. Es ist aber von Nora Fingscheidt grandios inszeniert, nicht linear erzählt, mit großartigen Montagen und tollen Aufnahmen von den britischen Inseln. Da wäre noch Saoirse Ronan. Ihr schauspielerischen Fähigkeiten kann man nicht hoch genug einschätzen. Sie schafft es diese ambivalente Figur, die zuweilen auch unsympathisch ist, mit viel Feingefühl und Respekt zu spielen, so auch Sympathie für ihren Charakter zu erzeugen. Der Film ist ergreifend, emotional, ohne aufgesetzte Betroffenheit. Dieser Film hat mich bis jetzt dieses Jahr am meisten begeistert.

    Hundreds of Beavers: Hätte ich letzte Woche nicht The Outrun gesehen, wäre dieser jetzt auf der eins. Der Film begeisterte mich auch und ich kann verstehen wenn viele damit nichts anfangen können. Es geht um einen Mann, der zuerst in der amerikanischen Wildnis überleben muss, dann zum Pelzjäger wird und die Pelze hunderter Biber an einem Ladenbesitzer abgeben muss damit er dessen Tochter heiraten darf. Mike Cheslik, der Regisseur hatte die Idee, die Geschichte nicht nur als schwarz-weiß Stummfilm zu drehen, sondern als realen Cartoon. Wir sehen Menschen in Tierkostümen in Cartoon-Situationen. Es ist verrückt, kreativ und so wahnsinnig lustig mit irren Ideen. Der Film geht vielleicht etwas zu lang, aber ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß bei einem Film. Ich feiere diesen Irrsinn.

    Anora: Ich schummele wieder, weil der Film startete letztes Jahr, aber war dieses Jahr einer der großen Oscarabräumer und meine Liste würden sonst zu sehr abflachen. Ich fand den Film insgesamt gut, der ist auch gut gespielt. Aber den großen Hype um den Film habe ich nicht so ganz verstanden, weil der auch zu lang geht und vor allem in der zweiten Filmhälfte ziemlich abflacht und klare Längen hat. Aber es ist keine Pretty Woman Geschichte und der hat unterhaltsame Momente.

    The Accountant 2: Den ersten Teil mochte ich sehr, hat mich toll unterhalten. Dieser ist der Inbegriff eines okayen Films. Der ist nicht wirklich schlecht. Gerade das Zusammenspiel zwischen Ben Affleck und Jon Benthal ist stellenweise sehr spaßig. Aber so richtig gut ist der auch nicht. Das ist so ein typischer Sonttagsnachmittag-Film wo man gerade nichts besseres zu tun hat und man sich zumindest nicht langweilt.

    Nosferatu: Der Film ist gut inszeniert, schön bebildert und hat gute Schauspieler*innen. Aber der Film ließ mich dennoch kalt. Nicolas Hoult übertreibt irgendwie mit seiner Rolle des Naivlings, William Dafoe rutscht anscheinend von einer Stereotypen Rollenbesetzung in die Nächste. Früher der Bösewicht, heute der schräge Professor. An dieser Stelle klare Empfehlung für Shadow of the Vampire mit Dafoe. Bill Skarsgard als Nosferatu hat mir noch am besten gefallen. Aber, auch wenn es kleinlich klingt, das war wahrscheinlich der deplazierteste Schnurrbart in der Filmgeschichte. Der Film ist nicht nur lang, sondern auch langatmig, aber schön anzusehen.

    Ich habe noch ein paar mehr Filme aus diesem Jahr gesehen, aber die waren dann wirklich schlecht.

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