Sentimental Value – Filmkritik

Filmisches Stillleben mit Popcorn, Filmklappe und einem Poster zum Film „Sentimental Value“, das drei emotional inszenierte Porträts zeigt; dekorative Federn rahmen die Szene und betonen das nostalgische, gefühlvolle Thema des Films.

Gegen Ende des Jahres 2025 erschien mit „Sentimental Value“ ein Film, der mittlerweile bereits bei zahlreichen Preisverleihungen eine tragende Rolle spielte. Joachim Trier war schon zuvor ein fabelhafter Regisseur, doch nun hat er sich selbst nochmal übertroffen. Die Geschichte über intergenerationale Konflikte und Familie ist tiefgründig und nuanciert geschrieben. Lediglich Schauspiel und Inszenierung können das brillante Drehbuch noch übertreffen. Warum diese Elemente allesamt so meisterhaft in „Sentimental Value“ zusammenarbeiten erfahrt Ihr in der folgenden Filmkritik.

Ein Beitrag von: Florian

Worum geht es in „Sentimental Value“?

Der Film „Sentimental Value“, ein bittersüßes Comedy-Drama unter der Regie von Joachim Trier, erschien im Jahr 2025 und verwebt in sanften Bildern die Schwere familiärer Altlasten mit der Kraft der Versöhnung.

In „Sentimental Value“ kehrt der gefeierte Regisseur Gustav Borg (Stellan Skarsgård) nach Jahren der Abwesenheit in das Leben seiner beiden Töchter Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas) zurück. Der Tod der Mutter führt die Familie wieder zusammen und bringt alte Konflikte ans Licht: Nora, eine Theaterschauspielerin, lehnt die Hauptrolle in Gustavs neuem Film ab, woraufhin er sie an die aufstrebende Hollywood-Schauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning) vergibt – ein Schritt, der die emotionale Distanz zwischen Vater und Töchtern weiter verschärft. Zwischen Schuld, Liebe und künstlerischem Ehrgeiz entfaltet sich ein zartes, ehrliches Porträt von Generationen, die sich ihrer gemeinsamen Geschichte stellen müssen.

„Sentimental Value“ erzählt über Generationenkonflikte

Das Bild zeigt Renate Reinsve und Stellan Skarsgård
Nora (Renate Reinsve) und Gustav (Stellan Skarsgård) können nicht miteinander reden — Sentimental Value | 2025 © Plaion Pictures

Zunächst sind sie unsere Welt. Staunend und ehrfürchtig blicken wir zu ihnen hinauf, machen sie uns zum Vorbild. Doch mit er Zeit ändert sich unser Bild von ihnen. Kann es etwa sein, dass unsere Eltern nicht unfehlbar sind? Der Beginn eines endlosen Hinterfragens und gleichzeitigem Sichselbstfindens. Der Moment, in welchem der Einfluss wechselt, die Eltern abgelöst werden, durch die Umwelt der eigenen Generation. Kann man jetzt noch miteinander leben und reden? Die Konflikte aus dem Weg räumen, die Nähe halten und dem Gegenüber das größtmögliche Verständnis entgegenbringen?

Sentimental Value“ setzt da an, wo genau das scheitert und stellt einen großen Generationenkonflikt in seinen Mittelpunkt. Vater und Tochter reden nicht mehr miteinander und konnten das auch nie. Wie zwei Menschen, deren Sprache mit der anderen nicht kompatibel ist. Unausgesprochene Vorwürfe und Erwartungen liegen in der Luft, belasten das Verhältnis und die gesamte Familie drum herum.

Renate Reinsve ist die beste Schauspielerin der Gegenwart!

Die Tochter im Mittelpunkt, namens Nora Borg, wird hierbei von Renate Reinsve verkörpert. Es ist bereits die dritte Zusammenarbeit zwischen Joachim Tier und Renate Reinsve, die letzte davon machte sie international bekannt. Der Name Renate Reinsve ist seither kein unbeschriebenes Blatt mehr. Wenn mit ihrem Namen geworben wird, ist allein dies ein Grund dem dahinter verborgenen Film eine Chance zu geben. So tat ich es letztes Jahr bei „Handling the Undead“ und wurde nicht enttäuscht.

In „Sentimental Value“ schließt sie nun wenig überraschend an ihr phänomenale Leistung aus Joachim Triers vorherigem Werk an. Ihr Spiel definiert sich dabei nicht über laute Momente oder ausschweifende Theatralik. Sie dominiert stattdessen die leisen Töne, was perfekt zu ihrer Figur und natürlich dem Film passt. Nora ist eine ruhige und einsame Figur. Genau das findet sich auf Renate Reinsves Gesicht wieder. Ein Meer von Emotion, welches hinter einer glatten Fassade versteckt wird. Daher ist das Schauspiel sehr nuanciert und entwirft eine einmalige Tiefe.

„Sentimental Value“ visualisiert die Einsamkeit in einer lebendigen Welt

Das Bild zeigt Renate Reinsve in einer Szene des Films Sentimental Value.
Das Bild zeigt Renate Reinsve und Anders Danielsen Lie in einer Szene des Films Sentimental Value.
Das Bild zeigt Renate Reinsve in einer Szene des Films Sentimental Value.

Anhand der von Reinsve gespielten Figur portraitiert „Sentimental Value“ nun eine beißende Einsamkeit. Dabei ist Nora Borg andauernd von Menschen umgeben. Regelmäßig besucht sie die Familie ihrer Schwester und im Arbeitsalltag ist immer ein ganzes Ensemble um sie herum. Doch das ist am Ende mehr Schein als Sein. Die wirklich nahen sozialen Kontakte sind rar gesät, zu einer echten Beziehung scheint Nora nicht fähig.

Und so ist Nora allein in einer lebendigen Welt. Diesen Umstand gelingt es Joachim Trier nun auch mit Leichtigkeit visuell einzufangen. Hierbei sind es vor allem Noras regelmäßigen Jogging-Runden, die in Erinnerung bleiben. Das alleinige Laufen, vorbei an Parks und Spielplätzen, von denen geselliges Gelächter und Gerede ausgeht. Nora hingegen läuft im Hintergrund. Teil dieser Welt scheint sie nicht zu sein.

Die Schattenseiten der Schauspielerei

Eine der stärksten Szenen ist nun aber bereits die Eröffnung. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen ist die Inszenierung hervorragend. Unverzüglich wird das Publikum in den Bann der Theaterbühne gezogen. Doch das ist gar nicht der Kern. Viel mehr geht es um das, was hinter der Bühne stattfindet. „Sentimental Value“ zeigt direkt den inneren Kampf einer Schauspielerein. Einen Kampf mit sich selbst unter dem schließlich auch andere leiden. Selbstzerstörung im Namen der Kunst.

Immer wieder muss Nora in andere Rollen schlüpfen, Figuren aus berühmten Stücken verkörpern. Dafür wird sie gefeiert und bejubelt. Dafür, nicht sie selbst zu sein. Diese Selbst scheint sie vergessen zu haben. Kann Nora noch fühlen und empfinden? Wohin mit den Emotionen? Mitreißend porträtiert Renate Reinsves Schauspiel eine Figur des Erfolges, die von dem nichts hat und nahezu im Nichts steht.

Stellan Skarsgård brilliert in „Sentimental Value“ als Vater

Das Bild zeigt Stellan Skarsgård als Gustav Borg
Stellan Skarsgård ist brillant — Sentimental Value | 2025 © Plaion Pictures

Ebenfalls verbunden mit der Schauspielerei ist Noras Vater Gustav Borg. Allerdings eher auf indirekte Weise. So ist Gustav Borg Filmregisseur. Nur scheint der Erfolg lange verblasst, ein Relikt der Vergangenheit zu sein. Immer noch zehrt Gustav Borg von längst vergangener Anerkennung. In diese Rolle schlüpft nun kein Geringerer als Stellan Skarsgård.

Dabei legt er Gustav Borg auf den ersten Blick sogar recht sympathisch an. Stellan Skarsgård spricht sanft und mild, während er oft mit einem Lächeln über den Lippen durch den Film wandelt. Er möchte sympathisch und nahbar sein. Genau danach sehnt sich die Figur des Gustav Borg. Danach, vergangene Fehler wieder gut zu machen. Fehler, die aber präsent bleiben. Hierbei nutzt Stellan Skarsgård immer wieder einen wehmütigen Blick, um dies zu transportieren. In den Augen steckt Sehnsucht nach Vergangenem und Wehmütigkeit, wenn das Begreifen einsetzt, dass die Welt sich in den letzten Jahrzehnten weitergedreht hat. Gustav Borg bleibt nicht mehr endlos Zeit.

Ein Leben im Zeichen der Kunst

Definiert wird Gustav Borgs Leben genau wie jenes seiner Tochter durch die Kunst. Tochter und Vater arbeiten in der Kunst. Doch während Nora sie durch Schauspiel zum Leben erweckt, sich Bestehendes zu eigen macht, ist Gustav Borg der Schöpfer der Kunst. Allein dieses Detail stellt die Vater-Tochter-beziehung wunderschön heraus. Allerdings ist die Kunst nicht die Gleiche. Gustav verachtet das Theater und liebt den Film. Als Regisseur ist es das Medium Film, welches für ihn das einzig Wahrhaftige ist.

Dabei bleibt dies nicht der einzige Konfliktpunkt. Augenscheinlich bedeutet Gustav Borg seine Kunst das Leben. Er definiert sich vollständig durch sein eigenes Werk. Dadurch entstehen zentrale Fragen. Ist Gustav Borg überhaupt fähig für soziale Interaktion? Immer mehr drängt sich der Eindruck auf, es mit einem Egoisten zu tun zu haben, einem Menschen, der immer ausschließlich an sich selbst denken kann und keine Empathie, nicht einmal den Ansatz einer Möglichkeit besitzt, die Gefühle anderer zu verstehen oder gar nachvollziehen zu können.

In „Sentimental Value“ geht es darum die richtige Sprache zu finden

Das Bild zeigt Elle Fanning und Stellan Skarsgård in einer Szene des Films Sentimental Value.
Das Bild zeigt Elle Fanning und Inga Ibsdotter Lilleaas in einer Szene des Films Sentimental Value.
Das Bild zeigt Inga Ibsdotter Lilleaas in einer Szene des Films Sentimental Value.
Das Bild zeigt Renate Reinsve und Inga Ibsdotter Lilleaas in einer Szene des Films Sentimental Value.
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Diesen Vorwurf macht Renate Reinsve in ihrer Rolle der Nora Borg dem Publikum zugänglich. Hierbei wird auch der Hauptkonflikt des Filmes herausgearbeitet. Nora spricht es sogar direkt aus. Sie und ihr Vater können einfach nicht miteinander sprechen. Schnell könnte dies als ein nicht-tun missverstanden werden, handelt es sich doch augenscheinlich tatsächlich um ein nicht-können. In den meisten Filmdramen werden Konflikte schließlich dadurch aufgelöst, dass sich die Figuren unterhalten, einander zuhören und verstehen.

Diese Möglichkeit nimmt „Sentimental Value“ den Figuren. Veranschaulicht wird dies bereits zu Beginn des Films bei einem gemeinsamen Treffen. Beständig reden Nora und Gustav aneinander vorbei. Doch dabei will Joachim Trier es nicht belassen. Stattdessen besitzt sein Film eine andere Botschaft. Wenn man nicht miteinander reden kann, gilt es eine andere Sprache zu finden, auf der man einander verstehen kann. Diese Suche ist ein zentrales Element in „Sentimental Value“.

Drei Töchter, von denen eine keine ist

Allerdings ist das alles nicht ganz so einfach. Die üppige Laufzeit von rund 133 Minuten rührt daher, dass es neben Gustav und Nora noch zwei weitere wichtige Figuren gibt. Unbedingt zu nennen ist hierbei Gustavs zweite Tochter und Noras Schwester Agnes. Zwar findet Agnes eher im Hintergrund statt. Dennoch bleiben ihre Szenen in Erinnerung, was in erster Linie an dem herausragenden Schauspiel von Inga Ilbsdotter Lilleaas liegt.

Etwas mehr Szenen erhält hingegen Elle Fanning als Rachel Kemp. Damit ist sie die dritte Tochter, die jedoch keine ist. Kemp soll die Schauspielrolle übernehmen, die Gustav für Nora schrieb. Dementsprechend kommt Kemp im Film die Funktion einer Ersatztochter zu, wirklich ersetzen können wird sie Nora jedoch nicht. Fanning ist hierbei die perfekte Besetzung. Sie spielt einen Hollywoodstar, der plötzlich im skandinavischen Arthouse-Film landet, zwar ihr Bestes gibt aber ein kleiner Fremdkörper bleibt. Das beschreibt sowohl Rachel Kemp als Figur als auch Elle Fanning selbst. Ein weiterer Beweis für das punktgenaue Casting.

Die brillante Inszenierung in „Sentimental Value“

Das Bild zeigt Renate Reinsve in einer Szene des Films "Sentimental Value".
Nora (Renate Reinsve) verlässt das Haus der Familie durch den Garten — Sentimental Value | 2025 © Plaion Pictures

Bei all den Lobpreisung gegenüber dem Darsteller-Ensemble darf allerdings auch Joachim Trier als Regisseur nochmal hervorgehoben werden. Sein inszenatorisches Genie hatte ich dabei bereits zweimal durch Nennungen der Eröffnungssequenz und der Visualisierung der Einsamkeit angedeutet. Allerdings reicht das nicht aus. Erst Triers Inszenierung macht diesen Film so brillant. Nahezu jeder Schnitt, jede Kamerafahrt, jedes Bild sind perfekt aufeinander abgestimmt. So gelingt ein Spiel mit verschiedenen Tonalitäten, die nahtlos ineinander übergehen. Aber nicht nur das. Denn nach und nach entwickelt die Inszenierung in dem Familienhaus der Borgs noch die wahre Hauptfigur des Films. Innerhalb dieses Hauses wohnt die Seele von „Sentimental Value“. Insbesondere die Endszene des Films, gedreht als traumhafter One-Shot, macht dies noch ein letztes Mal deutlich.

Fazit zu „Sentimental Value“:

„Sentimental Value“ kam mit hohen Erwartungen und erfüllt sie alle. Das Ergebnis, welches Joachim Trier seinem Publikum präsentiert ist vieles und in allem makellos. Das Schauspiel ist außerordentlich brillant, die Inszenierung als perfekt zu beschreiben und letztlich auch der Umgang mit den verschiedenen Themen makellos. Dadurch vergeht die Zeit wie im Flug und macht „Sentimental Value“ zu einem emotionalen und sentimentalen Meisterwerk.

Werdet ihr euch „Sentimental Value“ ansehen?


TRAILER: © Plaion Pictures

Filmisches Infoposter zum Film Sentimental Value auf Holzuntergrund mit Federn, Popcorn und Filmklappe; zeigt Produktionsdaten, Cast, Crew, Sprachen, Laufzeit, Genre und eine Bewertung von 9,5 von 10 Punkten.

Passion of Arts Redaktion Florian

 

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Weitere Meinungen zu „Sentimental Value“ aus der Redaktion




Andere Meinungen zu „Sentimental Value“:

Philippe Paturel von CinemaForever.net
[…]Die außergewöhnlich begabte Renate Reinsve als Nora, Inga Ibsdotter Lilleaas als Agnes, Elle Fanning in einer strahlenden Nebenrolle und Stellan Skarsgård als Gustav – der übrigens bei der Pressekonferenz in Cannes selbst charmant über die Herausforderung scherzte, Kinder und Schauspielkarriere zu vereinen […]. Mit ihrer einfühlsamen Schauspielkunst verleihen sie dem Film jene stille, aber durchdringende Intensität, die ihn nicht nur zu Triers bisher reifstem Werk macht, sondern auch zu einer Generationenstudie, deren familiäre Verflechtungen eine Sensibilität, Weisheit und Durchschlagkraft entfalten, die in die Fußstapfen von Ingmar Bergman, Liv Ullmann und Ingrid Bergman tritt. 8 von 8 Sternen

Oliver Armknecht von Film-Rezensionen.de
„Sentimental Value“ bringt zwei Schwestern mit ihrem entfremdeten Vater zusammen, der durch einen neuen Film für Gefühlschaos sorgt. Das Drama erzählt ohne große Sentimentalität, wie Leute sich der Vergangenheit stellen und dabei zueinander finden. Das ist herausragend gespielt, mal schön, mal entsetzlich bitter – und dabei ein zutiefst menschlicher Film. 9 von 10 Punkten.

Gerhard Midding von epd Film
Dass »Sentimental Value« zu einer Parabel auf die Regie als Metier der Zuversicht gerät – eine Geschichte genauso zu inszenieren, wie man es vorhat, um dann die ersehnten Worte zu hören und Regungen zum filmischen Leben zu erwecken – vollzieht sich gleichsam klammheimlich: im stillschweigenden Einvernehmen der Nuancen und Zwischentöne.[…] 4 von 5 Sternen

Ilija Glavas von Kinomeister
Sentimental Value ist ein eindringliches, zutiefst menschliches Drama über familiäre Zerwürfnisse und die ambivalente Kraft von Kunst. Der Film bietet Renate Reinsve und Stellan Skarsgård eine stimmungsvolle Bühne und beweist erneut, dass Joachim Trier einer der gefühlsvollsten Chronisten emotionaler Innenwelten des europäischen Kinos ist. Ein stilles, kraftvolles Werk, das seine Rolle als ernstzunehmender Oscar-Favorit im Rennen um den besten internationalen Film mehr als rechtfertigt. 8 von 10 Punkten.

Antje Wessels von Wessels-Filmkritik.com
„Sentimental Value“ bestätigt Joachim Triers Talent für poetisch-melancholisches Erzählen, bleibt jedoch hinter der emotionalen Kraft seiner stärksten Werke zurück. Trotz nuancierter Darstellungen und sensibler Themenführung wirken viele Szenen wie isolierte Momentaufnahmen, die sich nicht zu einem vollends tragfähigen Ganzen verbinden. Der Film beeindruckt mit atmosphärischer Präzision und feinem psychologischem Gespür, lässt seine Figuren jedoch nicht genügend Raum, um echte Nähe zu erzeugen. So entsteht ein nachdenkliches, aber letztlich eher distanziertes Filmerlebnis.

Pressematerial: Sentimental Value | 2025 © Plaion Pictures

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