Zwischen Lichterglanz, leisen Zweifeln und cineastischem Anspruch đŹđŻïžâš willkommen zum Media Monday #755! Diese Woche nehme ich euch mit durch eine winterliche Gedankenlandschaft, in der nicht alles funkelt, nur weil es funkeln soll. Zwischen Vorweihnachtszeit, persönlichen Ritualen und einer zunehmenden Distanz zu Erwartungen und Hypes geht es um das, was sich fĂŒr mich noch stimmig anfĂŒhlt â und um das, was ich inzwischen kritisch hinterfrage. Ob winterliche Stimmung ohne Weihnachtszwang, ein stiller Jahresabschluss im kleinen Kreis oder die Suche nach Kino mit Substanz: Dieser Media Monday ist ruhiger, persönlicher und vielleicht ein bisschen nachdenklicher als sonst.
Neben diesen winterlichen Reflexionen blicke ich auch wieder tief in meine Filmleidenschaft: vom Abschied vom reinen Popcornkino hin zum Arthaus, von prĂ€zise inszenierter Action ĂŒber tragische Liebesgeschichten bis hin zu meiner manchmal unbequemen Haltung gegenĂŒber Hypes, Bewertungen und Erwartungsdruck. Filme begleiten mich dabei nicht nur als Unterhaltung, sondern als Spiegel, Diskussionsgrundlage und emotionaler Anker â gerade in einer Zeit, in der vieles lauter wirkt, als es sein mĂŒsste.
Macht es euch also gemĂŒtlich, schnappt euch eine Tasse Tee đ” oder Kaffee â und begleitet mich durch einen Media Monday voller Filmkunst, ehrlicher Gedanken und stiller Zwischentöne. Viel Freude beim Media Monday #755! đ€đïžâš
Was ist der Media Monday?
Der Media Monday ist ein wöchentlicher LĂŒckentext, der vom Medienjournal-Blog bereit gestellt wird und von unterschiedlichen Blogger:innen ausgefĂŒllt und prĂ€sentiert wird.
Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark
1. Winterlich, still und leuchtend: Meine Gedanken zu Weihnachten und Co. im Media Monday #755 âšđČđŻïž

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Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch …. ich weiĂ es nicht. Ich fĂŒhl das alles irgendwie nicht mehr so richtig. Ja ich habe Beleuchtung an. Aber ich liebe auch Beleuchtung an sich. Das ganze Jahr ist bei mir im Haus irgendwas beleuchtet. Nicht kitschig, aber eben stilvoll. Einfach ein paar Lichtelemente gesetzt. Ich werde auch wieder einen Baum aufstellen, weil ich den einfach liebe. Und ich das auch mag. Bisher bin ich gar nicht dazu gekommen, denn sonst stelle ich den immer schon am 1. Dezember auf. Auch was Adventskalender angeht bin ich inzwischen weniger begeistert. Meine beste Freundin schenkt mir immer einen. Dieses Jahr habe ich einen von Kinderschokolade bekommen. Danke dafĂŒr âšđ. Ich hab auch den von Thalia abonniert, aber das fĂŒhlt sich alles eher wie Schrottwichteln an.
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FrĂŒher gab es da mal Gewinnspiele oder so, wo ich immer mitgemacht habe. Bei Douglas oder Vogue. Aber irgendwie gibt es das auch nicht mehr. Es gibt nur noch Rabatt auf irgendwas und man soll das dann kaufen. Aber dazu hab ich auch keine Lust und brauch eigentlich davon auch nichts. Und wenn gibt es ja auf die Dinge, die ich brauche gar keinen Rabatt. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, weil es zwingt mich niemand was zu kaufen oder einen Adventskalender zu abonnieren. Aber es nervt mich inzwischen auch wirklich. Dieses ĂberhĂ€ufen mit Angeboten. Kaufe! Ich will nicht, ich brauche nichts. Die Black Weeks waren schon so penetrant, es ist einfach nur noch schlimm.
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Auch was Weihnachtsfilme angeht, ist mir da so irgendwie die Lust daran vergangen. FrĂŒher hab ich das Fest mal geliebt, aber ich kann dem irgendwie immer weniger abgewinnen. Auch WeihnachtsmĂ€rkte finde ich anstrengend. Am Samstag war ich in MĂŒnchen und musste am Marienplatz aussteigen. Mitten im Weihnachtsmarkt. Es war so voll und ich musste einfach nur die StraĂe runter, aber ich kam gar nicht so richtig durch die Menschenmassen. Ich hatte wirklich Panik.
Allgemein finde ich es eh schwierig, das immer so allgemein zu fragen bezĂŒglich Vorweihnachtszeit und Co. TatsĂ€chlich bin ich ĂŒberhaupt nicht getauft und das finde ich sehr gut, weil ich mit dem ganzen Kirchengedöns auch gar nichts zu tun haben will. Meine Eltern haben meinen Geschwistern und mir dennoch diesen ganzen Kram vermittelt mit Ostern, Nikolaus und Weihnachten zumindest. Das fand ich als Kind schon ganz toll aber ich hatte auch keine Ahnung was das eigentlich bedeutet. Und wenn ich ganz ehrlich bin, will ich als Person, die ĂŒberhaupt keinen Glauben hat, damit auch nicht stĂ€ndig behelligt werden, weil es ist nicht mein Glaube und es ist auch nicht wirklich meine Tradition.
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Und ja ich bin wirklich etwas genervt wegen der ganzen Thematik, weil ich mich gerne auch mit anderen BrĂ€uchen auseinander setze. Gerade deswegen, weil meine Eltern mir eigentlich die Entscheidung lieĂen, meinen eigenen Glauben zu finden. Was gar nicht möglich ist, weil man sich in anderen Religionen nur theoretisch einlesen kann und sie nicht wirklich miterleben oder „beschnuppern“ darf. Und besonders nervig finde ich es, wenn man mir jetzt zu jedem Advent einen schönen Advent wĂŒnscht. Ich weiĂ es ist nett und ich finds auch lieb. Aber es ist mir schlussendlich auch total egal. Im Prinzip geht es mir aber auch darum, dass Menschen selten ĂŒber den Tellerrand schauen und das einfach wahllos irgendwem wĂŒnschen, ohne daran zu denken, dass man vielleicht Chanukka, Makar Sankranti, Losar, Yalda, Wintersonnenwende oder Kwanzaa feiert. Und gar nicht Weihnachten.
2. Ein langjĂ€hriger Brauch? Unser stiller Jahresabschluss đđčđ

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Dass meine beste Freundin, eine weitere Freundin und ich, jedes Jahr einen „Jahresabschluss“ feiern ist ebenfalls langjĂ€hriger Brauch, denn irgendwie ist das unsere Art, dem vergangenem Jahr lebe wohl zu sagen. TatsĂ€chlich weiĂ ich gar nicht mehr, wie das kam, aber seit ein paar Jahren treffen wir uns immer kurz vor Ende des Jahres, kochen zusammen und ja wir trinken Alkohol. Aber das ist nicht einfach ein Saufgelage, sondern wir ĂŒberlegen vorher, was wir probieren wollen. So gibt es Bier, Sekt, Wein oder ausgefallene Cocktails. Es ist einfach eine kleine, ruhige Party fĂŒr uns mit gutem Essen und ausgefallenen GesprĂ€chen. Manchmal spielen wir auch ein Spiel dabei. Auf jeden Fall ist es jedes Jahr schön und ich genieĂe diesen Abend sehr. Allerdings merke ich gerade auch, dass wir fĂŒr 2025 noch gar nichts geplant haben und da sollte ich mal nachhaken. Sonst wird es dann doch zu stressig.
3. Vom Popcornkino zum Cinephile Circle: Ich brauche Kino mit Anspruch đżđŹđ€

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Zu meinen Sehgewohnheiten gehört wohl auch ein gewisser Anspruch. Inzwischen gibt es immer weniger Filme, die mich begeistern, bei denen man einfach das Hirn ausschaltet. Irgendwie möchte ich immer, dass mir der Film etwas gibt. Sei es eine Gedankenparabel, AuthentizitĂ€t, ein IdentitĂ€tsabgleich oder einfach etwas visuelles. Inzwischen blicke ich immer mehr in die Kunst hinter den Filmen und deswegen fĂŒhle ich mich inzwischen auch im Arthaus Bereich mehr zu Hause als im Mainstream. Besonders Actionfilme oder stereotypische RomComs kann ich gar nicht mehr so richtig fĂŒhlen. FrĂŒher hab ich Actionfilme wirklich geliebt und die Story war mir auch egal, Hauptsache es gab coole Stunts. Aber das wird irgendwie immer weniger. Vielleicht liegt das auch an der Machart der Filme. Es gibt zu viele sinnlose SchieĂereien in denen niemand irgendwas trifft, obwohl das die besten, ausgebildeten SchĂŒtz:innen sind.
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Oder es ist eine Aneinanderreihung von Explosionen, wodurch jeder Actionfilm fĂŒr mich wie eine Arbeit von Michael Bay wirkt. Klar kann das auch SpaĂ machen, aber es muss auch irgendwie das rundum Paket sein. Schwierig ist es dann auch, dass die Filme inzwischen so lang gehen. Eben weil die Actionszenen so gedehnt sind. Aber es ist eben keine gute Action. Material Arts KĂ€mpfe waren frĂŒher gezielt und prĂ€zise gefilmt. Allein Kill Bill ist da schon ein kleines Masterpiece. Die Szene in der KĂŒche mit der Cornflakes Packung ist einfach peak Cinema. Von den Filmen mit Bruce Lee brauch ich gar nicht anfangen, die sind einfach klasse gefilmt. Da hat man noch gesehen was abgeht, selbst wenn es dann nur Amateurhaft aussah. Aber es wirkte real. Besonders Marvel hat diese Krankheit. Es gibt so coole Actionsegmente in den Filmen, aber man sieht sie nicht. Hier werden einfach zu viele Cuts gesetzt und das versaut den ganzen Kampf. Bei The Return of the First Avenger wurde das meiner Meinung nach noch am besten gemacht. Der Film hat wirklich schöne inszenierte Action und auch KĂ€mpfe, die man sehen kann.
Eine weitere Krankheit ist nĂ€mlich die wackelige Kamera. Wenn ich einen Actionfilm sehe, möchte ich die Action auch sehen und keine Magenparty davon bekommen. Ăbrigens ist das auch ein Aspekt, der mir bei The Gray Man gefĂ€llt. Ja die Action ist gröĂtenteils CGI, aber das stört mich gar nicht so arg. Ich mag die Material Arts KĂ€mpfe, die wirklich gut gemacht und gut gefilmt sind.
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Und ja die RomComs. FrĂŒher hab ich sie geliebt und regelrecht verschlungen. Aber es ist auch immer das Gleiche. Es holt mich einfach nicht mehr ab. Romantisch war ich sowieso nie wirklich, auĂerdem finde ich das alles inzwischen so furchtbar aufgesetzt. Im Arthaus gibt es auch Liebesgeschichten, aber das wirkt dann auch wie aus dem echten Leben. Und was ich ganz schlimm daran finde ist eben, dass der Hauptperson in der Story immer jemand aufgedrĂŒckt wird. Du musst jemanden haben, sonst bist du nichts wert. I hate it!
âI can buy myself flowers
â Miley Cyrus (Flowers)
Write my name in the sand
Talk to myself for hours
Say things you don’t understand
I can take myself dancing
And I can hold my own hand
Yeah, I can love me better than you canâ
4. Tragic Lovestories im Media Monday #755 đđđ

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Tragische Liebesgeschichten sehe ich ebenfalls immer gern, einfach weil mh ja weil? Ich weiĂ es nicht. Vielleicht, weil ich selbst nie so die groĂe Liebesgeschichte erlebt habe. Aber ich habe mich auch mal eine Zeit lang danach gesehnt. Ich war einmal so richtig verliebt und das ziemlich unglĂŒcklich. Es hat mich so verletzt, dass meine Liebe nicht erwidert wurde, dass ich in eine tiefe Depression versank. Und vielleicht fĂŒhle ich mich deswegen bei solchen Geschichten so abgeholt. Geschichten in denen Liebende auch nicht zusammen sein dĂŒrfen. Aus gesellschaftlichen GrĂŒnden, aus Scham, wegen der Entfernung oder aus GrĂŒnden, die den Erfolg bremsen. In der Welt des Kinos gibt es viele solcher tragischen Geschichten wie beispielsweise in Greatest Showman.
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Die Beziehung zwischen P. T. Barnum (gespielt von Hugh Jackman) und Charity Barnum (gespielt von Michelle Williams) ist zuckersĂŒĂ. Wird dann aber auch problematisch durch seinen Erfolg. Aber das ist so das stereotypische in Hollywood Stories. Worauf ich hinaus will ist die Liebesgeschichte zwischen Anne Wheeler (Zendaya) und Phillip Carlyle (Zac Efron). Eine Beziehung zwischen einem weiĂen Mann und einer Schwarzen Frau und das um 1834. ZusĂ€tzlich wird deren Klassenunterschied beleuchtet. Phillip stammt aus einer reichen Familie und Anne ist Artistin in einem Zirkus. Beides ein No-Go zu dieser Zeit. Aber der Film rĂŒckt diese Thematik zumindest etwas in den Fokus und zeigt auch, wie wichtig es ist, sich fĂŒr die Liebe oder den Stand in der Gesellschaft zu entscheiden. Wie diese Geschichte schlussendlich ausgeht, verrate ich nicht. Schaut euch den Film an!
Solche Geschichten gibt es aber auch in der Literatur und ich kann sie besser fĂŒhlen, als so manche Happy Ends.
5. Media Monday #755: Filme lieben, kritisch betrachten đŹđ§đ

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Wenn es dann einem Film oder einer Serie gelingt, mich ĂŒberaus zu begeistern, dann erzĂ€hle ich gerne auch darĂŒber und empfehle diese, wenn möglich auch an andere weiter. Insofern ich mir denke, dass der anderen Person, der Film oder die Serie auch gefallen könnte. Ist ja immer schwierig jemandem was zu empfehlen, deswegen halte ich es oftmals eher allgemein. Es gibt aber auch wenig Menschen, die ich kenne, die sich fĂŒr das begeistern können, was mich begeistert. Schon immer schwimme ich irgendwie gegen den Strom, was mir tatsĂ€chlich im laufe meiner „Online-Karriere“ auf Filmplattformen auch schon angekreidet wurde. So frei nach dem Motto, ich wĂŒrde das mit Absicht tun. Aber das stimmt nicht.
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Ich gebe zu ich distanziere mich oftmals erst einmal von Dingen, die gerade alle total abfeiern. Nicht, weil ich gegen den Strom schwimmen will, sondern, weil ich irgendwie nicht so das GefĂŒhl von Miteinander habe. Und oft passiert auch, dass ich mich im Rechtfertigungs-Modus befinde, wenn mir der Film, den gerade alle total feiern, nicht gefĂ€llt. Nicht, weil ich es so will, nicht weil ihn alle lieben, sondern einfach, weil ich Filme kritischer betrachte. Neulich habe ich dadurch sogar eine Diskussion ausgelöst, wie es sein kann, dass ein Film ein Lieblingsfilm ist, aber keine volle Punktzahl hat. Und das spannende ist dann hierbei, wie man Wertungen empfindet. Ich kenne sogar Personen, die auf Letterboxd gar keine Filmwertung mehr vergeben, sondern den Film einfach nur loggen. Eben weil sie sich davon befreien wollen.
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Schwierig finde ich auch immer, wie man verurteilt wird, wenn man einen Film nicht mag. Ich habe damit schon einige Erfahrungen gemacht, was auch ein Grund ist, warum ich viele Filme erst viel spĂ€ter schaue. Um nicht mit dem Hype mit zu schwimmen und dann andere zu enttĂ€uschen. Denn viele fĂŒhlen sich von meiner Meinung dann angegriffen und ja ich wurde deswegen auch oftmals schon beleidigt oder sogar diskriminiert. Es ist wirklich spannend, wie viele Menschen, Filme so persönlich nehmen. Manche haben Angst, wenn ihnen ein Film nicht gefĂ€llt, der der Lieblingsfilm einer anderen Person ist. DarĂŒber muss ich oftmals schmunzeln. Warum macht man sich selbst so einen Druck? Ich weiĂ es nicht? Und warum ĂŒben andere so einen Druck auf jemanden anderen aus? Ich mein mir passiert das ja auch. Dass ich mich unter Druck gesetzt fĂŒhle. Weil ich dann oft weiĂ, der Film wird mir vielleicht nicht so gefallen, wie andere. Und dann wappne ich mich manchmal schon gegen den Shitstorm. Der kommt tatsĂ€chlich immer seltener, aber bei Filmen wie Mad Max: Fury Road habe ich bei meiner Kritik, zumindest in Letterboxd, die Kommentarfunktion blockiert.
6. Drama Baby! Mein bevorzugtes Gerne im Media Monday #755 đđŹđ

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Das Genre Drama zĂ€hlt allgemein zu meinen liebsten Genres, denn irgendwie gucke ich auch ĂŒberwiegend Dramen. Vielleicht, weil mein ganzes Leben ein Drama ist. Kleiner Scherz đ . Ich suche das glaube ich gar nicht so bewusst aus, denn ich gucke einfach Filme, die mich interessieren oder wo Menschen daran beteiligt sind, die ich aus der Filmbranche mag. Mir persönlich war das gar nicht so bewusst, dass ich meistens Dramen schaue. Das hab ich vor einigen Jahren mal durch die Letterboxd Statistik erfahren. Aber wie oben schon erwĂ€hnt, sprechen mich tragische Geschichten einfach an und vor allem auch Geschichten aus dem echten Leben.
Ich brauche irgendwie Storys mit denen ich mitfĂŒhlen kann und die mich abholen, vor allem, wenn sie eigene Erfahrungen widerspiegeln. ZusĂ€tzlich habe ich einen Hang zu tragischen Figuren, wie Luke Glanton (gespielt von Ryan Gosling) aus The Place Beyond the Pines oder Mike Weiss (gespielt von Chris Evans) aus Puncture – David gegen Goliath. Letzteres ist ja eine wahre Geschichte, was ich mir auch sehr gerne ansehe. Tragische Geschichten aus dem echten Leben wie Jim Carroll – In den StraĂen von New York bewegen mich einfach zutiefst. Und ich wĂŒrde nicht unbedingt sagen, dass Drama mein liebstes Genre ist, sondern einfach das, was mich am meisten anspricht.
7. Media Monday #755: Gesundheit, Hoffnung und ein bisschen Aufatmen đ©șđđŻïž

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Zuletzt habe ich einen Termin beim Fallmanagement im Jobcenter gehabt und das war gut, weil wir viele wichtige Dinge besprochen haben. Vor allem auch, was bei mir Gesundheitlich noch ansteht. Im Januar werde ich eine Operation haben, auf die ich mich wirklich sehr freue. Ein langer Leidensweg geht damit hoffentlich zu Ende und ich werde weniger eingeschrĂ€nkt sein. Es ist unfassbar, wie sehr das auch mein ganzes Umfeld erleichtert. Aussagen wie „na endlich“ und „das freut mich so fĂŒr dich“, sowie „das wurde aber auch endlich Zeit“, haben mich in diesem Kontext erreicht und das ist schon krass. Warum? Weil ich dadurch merkte, wie mein ganzes Umfeld quasi gemerkt hat, wie sehr ich darunter leide. Wie oft ich in der Schule krank war, deswegen hatte ich tatsĂ€chlich vergessen, bis es meine beste Freundin dann erwĂ€hnt hatte. Irgendwie war diese Ăberweisung ein frĂŒhzeitiges Geburtstagsgeschenk und ich bin sehr glĂŒcklich und dankbar dafĂŒr. Noch in der Praxis habe ich vor Freude ein paar TrĂ€nen vergossen.
ZusĂ€tzlich werde ich mich noch einmal bezĂŒglich Schmerztherapie kĂŒmmern, dazu habe ich auch noch einiges zu erledigen. Ich bin dann auch froh, wenn die Termine, von denen ich derzeit jeden Tag einen abzuarbeiten habe, vorbei sind und ich das alles in Ruhe vorbereiten kann. Ich habe gar keinen Feiertagsstress, wie andere, bei mir stehen andere Dinge an đ . Kann ich aber auch gerne darauf verzichten, aber naja es wird am Ende auch gut fĂŒr mich sein.
Ich wĂŒnsche euch einen schönen Start in die neue Woche und ganz viel Liebe! đđđ Das war mein Media Monday #755 fĂŒr diese Woche. Lasst gern einen Kommentar da!
Jetzt seid ihr dran! Der LĂŒckentext des Media Monday #755 fĂŒr euch:
1. Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch ____ .
2. ____ ist ebenfalls langjÀhriger Brauch, denn ____ .
3. Zu meinen Sehgewohnheiten gehört wohl auch ____ .
4. ____ sehe ich ebenfalls immer gern, einfach weil ____ .
5. Wenn es dann einem Film oder einer Serie gelingt ____ .
6. ____ zÀhlt allgemein zu meinen liebsten Genres ____ .
7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .

RILEY â Chief Editor
Ich blogge seit dem 14. Dezember 2014 auf passion-of-arts.de. Schon in meiner Jugend schrieb ich viele Gedichte und Kurzgeschichten. Seit ca. 15 Jahren widme ich mich professionell Filmrezensionen und war Guest Writer bei der Filmblogseite âWe eat Moviesâ. AuĂerdem verfasste ich einige Artikel fĂŒr das 35 MM Retro-Filmmagazin. Ich sterbe fĂŒr Musik und gehe liebend gerne ins Kino, auĂer in 3D. TV ist ĂŒberbewertet, ich gucke lieber DVD, Streaming oder Bluray. Meine Lieblingsfilme sind unter anderem âLa La Landâ, âBarbieâ und âBlade Runner 2049â.
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7 Kommentare
Ich wĂŒnsche dir auch alles Gute fĂŒr deine Operation! Wenn du magst, kannst du ja schreiben, wann das ist, damit ich mir auf Discord keine Sorgen mache, dass ich nix von dir höre. O.o Aber kann auch verstehen, wenn du das nicht willst.
Und wir haben ja gestern schon drĂŒber gequatscht, bei Weihnachten und Mad Max sind wir uns einig. ;-D
Danke @viereckauge inzwischen haben wir darĂŒber ja schon ausfĂŒhrlich geredet đ
Danke fĂŒrs Zuhören und so. Ja „Mad Max“ … das is wirklich nicht meine Welt …
Erst mal finde ich es mutig und stark, dass du so offen bist.
Viel GlĂŒck bei der Operation.
1. Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch viele Weihnachtsfilme zu gucken, damit die einen auf das Fest einstimmen.
2. âBatmans RĂŒckkehrâ und âKevin- allein zu Hausâ schauen ist ebenfalls langjĂ€hriger Brauch, denn ich finde beides sind zeitlose Meisterwerke, die jedes Jahr SpaĂ machen bzw. berĂŒhren und faszinieren.
3. Zu meinen Sehgewohnheiten gehört wohl auch, dass es in den Filmen auch ein paar ordentliche Bösewichter geben muss, denn ohne Schurken sind viele Filme langweilig. Was nicht heiĂt, dass ich nur Filme mit Bösen toll finde, aber sie machen einen Film manchmal interessanter.
4. Filme zum Lachen sehe ich ebenfalls immer gern, einfach weil sie einen ablenken oder einem ein gutes GefĂŒhl geben. Aber in der heutigen Zeit gibt es immer weniger gute Komödien, weil der Humor immer alberner geworden ist.
5. Wenn es dann einem Film oder einer Serie gelingt mich zu packen oder zu begeistern, ist das schon schön, aber in letzter Zeit schaffen, dass immer weniger Filme oder Serien.
6. Action und Thriller zĂ€hlt allgemein zu meinen liebsten Genres, denn ich mag es wenn es ordentlich kracht oder wenn es ziemlich spannend ist. Nur sinnloses Geballer ist fĂŒr meinen Geschmack auch nicht so das Richtige.
7. Zuletzt habe ich Wasser getrunken und das war gut, weil ich echt Durst hatte.
Vielen Dank @thomashetzel
Ja irgendwie war ich das ja schon immer. Das hat meinen Blog schon immer ausgemacht, dass ich offen ĂŒber alles rede. Auch ĂŒber meine Depressionen. Es hilft einfach auch so vielen Menschen und das ist schön. Freut mich, wenn ich jemanden das GefĂŒhl geben kann, nicht alleine zu sein.
Dankeschön! Die Operation ist so mittelmĂ€Ăig verlaufen. Also nicht ohne Komplikationen. Habe viel Blut verloren, musste dann eine Woche spĂ€ter nochmal in die Notaufnahme und und und. Aber inzwischen habe ich alles gut ĂŒberstanden, bin froh, dass ich es hinter mir habe und es geht mir jetzt auch viel viel besser! Endlich nicht mehr diese Panik und diese Schmerzen aushalten zu mĂŒssen, das ist schon eine Erleichterung!
Gute Bösewichte finde ich auch, dass es die geben muss. Manchmal finde ich Antagonist:innen interessanter als Held:innen. Da sind wir uns mal wieder einig.
Ja Filme, die einem immer wieder zum Lachen bringen sehe ich auch gerne. Gibt ja genug Drama auf der Welt.
Stimmt aber auch, dass es immer weniger gute Komödien gibt. Zuletzt richtig laut gelacht habe ich aber im Kino bei „Der Astronaut“. Das hat mich selbst ĂŒberrascht. Aber Ryan Gosling kann Comedy einfach gut. Das ist nicht albern und auch nicht ĂŒbertrieben und das finde ich so genial. Aber sowas wie „Hangover“, das ist nicht mein Humor.
@neon_dreamer: Oh, tut mir leid, dass die Operation nicht so geglĂŒckt ist. Aber schön, dass es dir jetzt wieder besser geht.
Mit „Hangover“ kann ich auch ĂŒberhaupt nichts anfangen. Das ist einfach nicht mein Humor.
Die meisten anderen Media Monday-Teilnehmer*innen fĂŒllen „einfach nur“ die sieben Fragen aus, du machst daraus jede Woche einen persönlichen, tiefgehenden Leitartikel. Respekt!
Seit gut 20 Jahren tue ich mich mit dem ganzen Brimborium um Weihnachten (vor allem dem ĂŒberwiegend amerikanisierten Kitsch und Kommerzterror) auch schwer. Weihnachten mit der Familie ist schön und entspannend sowie mit sehr gutem Essen verbunden. Aber der ganze Irrsinn vorher nervt eher.
Und bei Filmen geht es mir Ă€hnlich wie dir. Blockbuster und Mainstream interessieren mich kaum noch. Arthouse-Kino und Indie-Filme dafĂŒr umso mehr, gerne auch obskure Werke. Ab und zu ein kurzweiliger, unterhaltsamer Actionfilm bei mir aber auch.
Bei so manchen ĂŒberhypten Filmen schwimme ich auch gegen den Strom. Ich werde zum Beispiel nie verstehen warum fast alle die „Spider-Man“-Filme von Sam Raimi so abfeiern. Ich fand den ersten schon beim Kinobesuch mit 21 (als ich noch sehr anspruchslos war) irgendwie Ă€tzend. Das ist aber auch so ein kulturelles Problem unserer Zeit: mittelmĂ€Ăige oder sogar schwĂ€chere Werke mit groĂen Namen oder Franchises werden hemmungslos ĂŒberhypt.
FĂŒr eine bevorstehende Operation im Januar wĂŒnsche ich dir gutes Gelingen und dass die dadurch erhoffte/geplante Besserung eintrifft.
Danke @medienhobbit. FrĂŒher hab ich das ja auch so irgendwie. Aber so macht es mir unglaublich viel SpaĂ! Freue mich jedes Mal darauf, was neues aus dem LĂŒckentext zu zaubern.
20 Jahre ist auch schon eine lange Zeit. Aber ja das meiste wird einfach zu sehr von Amerika abgekupfert. Dabei haben wir unsere eigenen Traditionen. Wenn ich daran denke, wie das frĂŒher war, als meine Mama noch PlĂ€tzchen an den Baum gehĂ€ngt hat und ich den immer bestaunt hatte. Und nach der Bescherung gab es Essen und dann hat sie uns Weihnachtsgeschichten vorgelesen. FrĂŒher ging es viel mehr um Familie und Zeit zusammen haben. Heutzutage hab ich das GefĂŒhl es geht nur noch um Geschenke. Kaufe hier und kaufe da!
Ja da sagst du was. So sollte es eben auch sein. Gutes Essen und gemeinsame, besinnliche Zeit mit der Familie.
Da sind wir inzwischen auf einem gleichen Level. Du ja schon eher als ich. Hole mir ja immer gerne Inspiration von dir und freue mich auch immer ĂŒber einen Austausch ĂŒber Filmperlen, die sonst niemand so richtig kennt. Damals fand ich den Raimi Spider-Man auch total cool. Aber ich war auch unglaublicher Spider-Man Fan. Damals schon mit der Zeichentrickserie. Das war einfach mein Lieblingsheld. Und fĂŒr mich ist es auch immer Tobey Maguire, weil er hat ihn einfach so herrlich gut gespielt. Aber der letzte Rewatch der Reihe hat mich auch nicht mehr so begeistert irgendwie. Ich bin von Spider-Man inzwischen auch satt. Es ist wie mit Batman oder Superman. Immer die gleiche Story mit immer dem gleichen Helden.
Ja ich empfinde das irgendwie auch so. Vor allem bei diesen Superheld:innen Filmen. Aber ja auch bei groĂen Namen. Der nĂ€chste Christopher Nolan Film wird auch schon so gehyped und naja also ich bin da noch sehr skeptisch. Ich halte aber auch nicht so viel von Nolan. Aber so ist es und es sind immer die gleichen Menschen irgendwie.
Vielen Dank âš