Media Monday #795

Das Bild zeigt Annie Jacobson (Ella Rubin, links) und Ramona (Amélie Hoeferle) aus der Serie "Sterling Point". Dazu steht auf der linken Seite des Bildes in weißen Lettern, in einem weißen Rahmen MEDIA MONDAY #795

Willkommen zum Media Monday #795!
Manchmal kommt alles halt doch so, wie man es vorher schon erahnt hatte. Da schaut man eine Serie, die einem wochenlang auf Instagram hinterhergeworfen wird, und stellt anschließend fest, dass der große Hype doch wieder nur heiße Luft ist. Man geht zur Arbeit und merkt dabei immer deutlicher, dass der eigene Körper nicht mehr alles mitmacht, was der Kopf sich noch so vorstellt. Und während man versucht, irgendwie durch den Alltag zu kommen, tauchen plötzlich auch noch Menschen aus der Vergangenheit wieder auf, bei denen man sich fragt, ob man diese Tür wirklich noch einmal öffnen möchte.

So ein bisschen fühlt sich mein aktueller Alltag gerade an. Zwischen Serien, Filmen, Arbeit und meiner Gesundheit gibt es momentan ziemlich viele Dinge, über die ich nachdenke. Besonders mein Körper macht mir dabei zunehmend einen Strich durch die Rechnung. Wenn man nach der Arbeit kaum noch genug Energie hat, um einen Film zu Ende zu schauen, stellt sich irgendwann unweigerlich die Frage, wie lange das eigentlich noch so weitergehen kann. Und plötzlich werden Dinge zum Thema, über die man vorher nie nachgedacht hat.

Auch beruflich habe ich in den vergangenen Wochen einiges dazugelernt. Nach Jahren, in denen Überarbeitung für mich beinahe selbstverständlich war und ich mich eher gefragt habe, wie viel ich noch zusätzlich schaffen kann, erlebe ich nun eine Arbeitswelt, in der Anwesenheit offenbar manchmal wichtiger ist als tatsächliche Arbeit. Das ist eine interessante Erfahrung und gleichzeitig eine ziemlich ernüchternde. Vielleicht war ich all die Jahre tatsächlich einfach in der falschen Richtung unterwegs. Wobei ich nicht sagen kann, dass mich der neue Zustand glücklich macht.

Natürlich gibt es aber auch diesmal wieder reichlich Film- und Serienstoff im Media Monday #795. Ich erzähle euch, warum Sterling Point trotz Kanada, schöner Landschaften und einiger sympathischer Figuren nicht ganz das geworden ist, was ich mir davon erhofft hatte. Und ich frage mich, ob Wie werde ich ihn los in 10 Tagen noch eine Fortsetzung braucht.

Dann macht es euch mal gemütlich, schnappt euch zur später Stunde vielleicht noch eine Tasse Kaffee, oder besser einen Tee. Vielleicht sogar noch ein kaltes Getränk, selbst wenn es draußen inzwischen kälter wird und bei mir gerade die Heizung anspringt. Herrlich! 🍁🥮🍂 Viel Spaß beim Media Monday #795!

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

15–23 Minuten

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍

Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.

Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖

1. Media Monday #795: Hält die Serie Sterling Point, was sie verspricht? 🏡🌊

Trailer zu Sterling Point | 2026 © Amazon MGM Studios

Zwei Gesichter sind in einer Nahaufnahme eng nebeneinander zu sehen, weich ausgeleuchtet und sehr intim komponiert. Über dem Bild steht in weißer Schrift „Queere Geschichten“. Darunter befindet sich ein Button mit der Aufschrift „Shop Now!“ sowie das Thalia‑Logo. | Media Monday #794

Es wäre ein Wunder gewesen, wenn mich die gehypte Serie Sterling Point so richtig begeistert hätte. Aber puh, wo soll ich da anfangen? Sterling Point flimmerte schon am Release-Tag auf meinen Home Bildschirm und wurde mir „empfohlen“. Das Standbild der Serie wirkte auf mich wie eine Mystery Serie oder ein Krimi und dann hatte ich auch schnell weiter geskipped um diese „Werbung“ zu entgehen. Danach war die Serie in aller Munde, vor allem in Instagram. Sterling Point wurde mir immer wieder in die Timeline gespült, alle schienen richtig heiß auf die, von Margot Robbies Filmproduktionsfirma LuckyChap Entertainment produzierte Serie, zu sein. Dass die Serie eben von dieser Firma produziert wurde, ließ mich hellhörig werden, aber ich hatte noch nicht genug Interesse geweckt, um mir Sterling Point anzusehen.

Als die erste Staffel vorbei war und alle nach einer zweiten Schrien, bekam ich erneut Instagram Posts über eine DER SERIEN DES JAHRES! Dazu wurde angepriesen, die Serie sei queer.

Tatsächlich habe ich mir Sterling Point dann doch nur angesehen, weil jemand in der Kommentarspalte schrieb, dass die Serie die Person dazu animierte, Urlaub in Kanada machen zu wollen. Und dann leckte ich Blut. Denn es gibt so unfassbar viele Filme und Serien, die aus Kostengründen in Kanada gedreht werden, aber als amerikanische Städte und Staaten verkauft werden. »Workin‘ Moms« von Catherine Reitman ist tatsächlich die einzige Serie, die ich kenne, die nicht nur in Kanada gedreht wurde, sondern auch in Kanada spielt.

Eine Chance für Sterling Point

Ich gab Sterling Point also eine Chance und erhoffte eine Serie zu sehen, die mich begeistert. Von LuckyChap Entertainment produziert, die besonders Frauengeschichten in den Fokus hebt, queer und in Kanada spielend. Was konnte da schief gehen? Naja beinahe alles. Also erwartet hatte ich anhand des Bildmaterials eine Story um zwei weiblich gelesene Personen, die sich ineinander verlieben. Das kommt in der Serie zwar vor, ist aber im Grunde nur eher ein Nebenprodukt.

Im Fokus steht ja Annie Jacobson (gespielt von Ella Rubin) und die rutscht dann, wie sollte es anders sein, in ein Dilemma, dass sie sich für zwei Jungs gleichzeitig interessiert. Sind wir dieser Konstellation immer noch nicht müde geworden? Das war spannend mit Elena, Stefan und Damon aus »The Vampire Diaries« und vielleicht noch in ein paar anderen Geschichten, aber das ist doch schon so ausgelutscht, dass es mir zu den Ohren rauskommt. Hat man das nicht schon lange über?

Also Sterling Point hat queere Personen, aber so richtig queer hab ich die Serie nicht gefühlt. Allgemein hat die Serie kaum Emotionen. Es wird zwar viel geweint und emotionale Ereignisse besprochen, aber die Handlung ist so zusammen gequetscht, dass alles wie abgefertigt wirkt. In jeder Episode wird etwas anderes offenbart, was Zusehende nicht bereits schon in der 3. Episode erraten hätten und dann gibt es 5 Minuten Drama darum und dann ist es auch schon vorbei. Zwei Szenen haben mich wirklich ergriffen, das ist aber auch dem schauspielerischen Können von Ella Rubin und Jeffrey Dean Morgan zu verschulden.

Nicht alles an Sterling Point ist schlecht

Ich fand nicht alles schlecht an Sterling Point, die Figuren wachsen einem wirklich schnell ans Herz, selbst wenn die komplette Serie unfassbar oberflächlich und vor allem stereotypisch daher kommt. Interessant ist auch, dass ich niemanden im Cast gefunden habe, der wirklich aus Kanada stammt. In der Serie sind die Figuren leider auch überwiegend reiche Amerikaner:innen, die in Kanada Urlaub machen. Ich hatte den Ort in Kanada, in dem »Sterling Point« gedreht wurde nachgeschlagen und leider ist diese Insel nur noch ein Point für Tourismus. Also bloß nicht da hinreisen. Und so kommt das auch in der Serie rüber. Lauter junge Leute, die da einfach nen „geilen Sommer“ haben und Party machen. Bevorzugt natürlich reiche Leute.

Was mir wirklich gefallen hat ist aber tatsächlich die Landschaft und wie die beiden Schwestern zusammenwachsen. Auch gibt es manche Episoden, die einfach einen guten Vibe haben und sich deshalb „gut“ anfühlen. Queerness in der Serie ist ein bisschen schwierig, da ebenso sehr klischeehaft und Stereotypisch dargestellt. Außerdem gab es auch unangebrachte Sätze, die gesagt wurden.
Auch die Musik ist sehr schön gewählt und das Ensemble spielt solide. Die zweite Staffel werde ich mir wohl noch ansehen, aber nur, weil ich nun wissen will, was da noch passiert. Aber bei Sterling Point darf man keinen Tiefgang oder eine gut erzählte Geschichte erwarten. Dafür ist, wie schon erwähnt, alles zu oberflächlich und vor allem ist nichts daran neu.

2. Wie mir mein Gesundheitszustand immer mehr zu schaffen macht im Media Monday #795 🏥🤒

Eine Holzfigur hängt schlapp über eine Stange | Media Monday #795
Foto © Marco Bianchetti
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Mein Gesundheitszustand hat nun wirklich ein Level erreicht, das mir Sorgen bereitet. Mir fehlt noch immer der Austausch mit anderen Menschen, die an Fibromyalgie leiden, aber hin und wieder schnappe ich zumindest etwas auf. Neulich unterhielt ich mich mit einer meiner liebsten Personen aus der Rheuma Liga und sie erzählte mir, dass sie eine Person kannte, die die gleiche Krankheit hatte und gar nicht mehr gehen konnte. Sie fragte mich tatsächlich, wie es sein kann, dass ich noch so agil bin, denn die andere Person konnte schon in sehr jungen Jahren nicht mehr gehen und war auf einen Rollstuhl angewiesen.

Ich dachte länger darüber nach und kam zu dem Schluss, dass sie die Krankheit verwechselt haben muss, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass Fibromyalgie dazu führt, dass die Mobilität so eingeschränkt wird, dass man einen Rollstuhl brauchen würde. Zumindest hatte ich darüber noch gar nichts gelesen. Allerdings ist es auch schwierig Informationen über diese Krankheit zu erhalten, denn selbst die Medizin hat diese noch nicht ausgiebig erforscht, sodass mir irgendjemand sagen kann, was gut für mich ist und was nicht. Immerhin ist die Medizin schon weiter und hat festgestellt, dass eine geringe Menge an Antidepressiva das Schmerzlevel senkt.

Gleichgesinnte in TV & Internet …

Ich habe das ausprobiert und was soll ich sagen? Ich bin jeden Abend unfassbar müde, sodass ich nach der Arbeit eigentlich nur noch auf der Couch liege und nach der Einnahme dann einschlafe. Unter der Woche schaffe ich nicht mal mehr einen ganzen Film. Und das Ergebnis ist, dass ich mich dann um 21.30 Uhr ins Bett quäle, wie ein Zombie und am nächsten Tag auch noch unfassbar müde bin. Sind meine Schmerzen deswegen leichter? Leider nein. Also auch wieder nichts, auf das ich zurückgreifen kann.

Neulich kam ich über eine Colt Seavers Zeichnung auf Instagram auf eine Person, die ebenfalls an Fibromyalgie leidet. Sie hatte Colt Seavers, in diesem Fall gespielt von Ryan Gosling in The Fall Guy (2024) mit einem Gehstock gezeichnet. Die Zeichnungen sprachen mich sofort an, weil ich auch immer den Gedanken hatte, dass er sich zu Anfang des Films den Rücken bricht und das im weiteren Verlauf der Handlung kaum Konsequenzen hat. Die Person zeichnete Colt als Symbolik dafür, wie man mit Fibromyalgie leben muss. Jeden Tag Schmerzen. Und der Gedanke war, ob es Colt nach seinem schweren Unfall auch so ginge.

Die Person erzählte, dass sie auch bereits einen Gehstock benötigt und diesen jedoch ungern verwendet. Tatsächlich ist diese Person auch sehr viel jünger als ich. Und ich frage mich eh seit geraumer Zeit, wie das mit mir weiter gehen soll, wenn ich älter werden. Viel älter. So im Bereich von 60 und 70 Jahren.

Fragen, wie lange es noch so weiter geht …

Interessant war, dass mein bester Freund neulich fragte, ob mir ein Gehstock vielleicht Erleichterung verschaffen würde, und ich lehnte diese Idee strikt ab. Allerdings erinnerte ich mich dann an die Zeichnung von Colt Seavers, das Gespräch in der Rheuma Liga und nun haben sich meine Zweifel verstärkt. Die Arbeit an sich ist nicht so beschwerlich, wenn man meinen Stresspegel nicht so weit hinaufschraubt, weil man mich unvorbereitet einen ganzen Tag alleine und 9 Stunden am Stück arbeiten lässt. Dennoch hat sich mein Gesundheitszustand seitdem auch leider verschlechtert und bei meinem letzten Gespräch mit meinem Hausarzt stand auch das Wort „Frührente“ im Raum. Er meinte zwar, dass wir alle glücklich sind, wenn das mit der Arbeit körperlich funktioniert. Aber ich muss auch darauf achten, ob ich es auch wirklich schaffe und ob es mir guttut. Immerhin hat sich mein Zustand, trotz mehrerer Behandlungen nicht verbessert.

3. Media Monday #795: Vom Arbeitsdrill zur Anwesenheitspflicht: eine ernüchternde Lektion über Arbeitskultur ⏱️🏢

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz auf einer Holzoberfläche. Zu sehen sind ein silberner Laptop mit schwarzer Tastatur, eine weiße kabellose Maus, eine Tasse mit schwarzem Kaffee, zwei Kugelschreiber, ein liniertes Spiralnotizbuch, eine Lupe mit Holzgriff, weiße Ohrhörer, ein braunes Brillenetui und ein Teil einer Kamera. Die Gegenstände sind ordentlich angeordnet und vermitteln eine ruhige, konzentrierte Arbeitsatmosphäre. | Media Monday #795
Foto © Ian Dooley
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Bezogen darauf, dass es offensichtlich in Großkonzernen üblich ist, dass man nur anwesend zu sein hat und Probleme immer auf den Schreibtisch einer anderen Person schiebt und zurück, wundert es mich nicht, dass die Wirtschaft mehr oder weniger den Bach runter geht. Während ich bisher immer in Kleinbetrieben gearbeitet hatte und man gedrillt wurde, Leistung zu bringen, zuletzt eine 6 bis 7 Tage Woche mit im Schnitt 48 bis 60 Stunden in der Woche, die Regel für mich war, ist das schon eine ernüchternde Erkenntnis. Ich dachte immer in Großkonzernen geht es schlimmer zu, als in so kleinen Betrieben, aber offensichtlich scheint das nicht der Fall zu sein.

Früher war Überarbeitung Ehrensache

Ich meine ich bin ja ganz froh, denn so einen Drill und so viel Arbeitszeit schaffe ich gesundheitlich ja gar nicht mehr. Der letzte Job hatte mich schlussendlich ins Burnout getrieben und mit meine chronische Schmerzerkrankung verschafft. Herzlichen Dank dafür! Hier ist es sogar egal, wenn man regelmäßig zu spät kommt. Niemand merkt es und wenn, niemand juckt es. In meiner beruflichen Laufbahn war ich immer mindestens 20 Minuten vor Arbeitsbeginn da. Wegen Bus- oder Zugverbindung oder weil man mit dem Fahrrad losfuhr und man ja nicht genau weiß ob zwischendrin was passiert. Oder ob man einen Umweg fahren muss, der Reifen platzt oder was auch immer …. Geschichte.

Wir retten hier keine Leben!

Als ich dann einmal 3 Minuten zu spät kam, weil ich einen Autounfall hatte, haben die in der Firma einen riesigen Aufriss gemacht. Unglaublich, als hätte ich ein Gesetz gebrochen. Get a Life. Naja und bei meiner jetzigen Arbeitsstelle … es ist alles irgendwie nicht so wichtig. Ich werde nie vergessen, wie in der letzten Druckerei, in der ich war und ich eben das Burnout bekam, die Kollegin meinte „Wir retten hier keine Leben! Es ist kein Weltuntergang, wenn das Produkt nicht vorgestern fertig wurde, nur weil es eben bestellt worden ist.“ Mir wird immer klarer, wie recht sie hatte.

4. Mit dem Media Monday #795 Hollywoods Lieblingsidee: Filme einfach nach vielen Jahren fortsetzen 🎬📺

Das Bild zeigt Benjamin „Ben“ Barry (Matthew McConaughey, links) und Andie Anderson (Kate Hudson) aus dem Film Wie werde ich ihn los in 10 Tagen | Media Monday #795
Benjamin „Ben“ Barry (Matthew McConaughey, links) und Andie Anderson (Kate Hudson) in — Wie werde ich ihn los in 10 Tagen | 2003 © Disney+
Das Bild zeigt ein Paar unter einem Regenschirm, das sich innig zueinander wendet. Dazu steht rechts "romantische Filme & Serien" und links "shop now" mit dem Thalia Logo

Wie werde ich ihn los in 10 Tagen braucht echt nicht noch eine Fortsetzung. Zwar finde ich den Film nicht unfassbar schlecht, bin aber unsicher, ob er mir heute noch gefällt. Dazu müsste ich mal einen Rewatch anstreben. Egal, wie ich den Film schlussendlich finde, was soll eine Fortsetzung denn erzählen? Nach so vielen Jahren? Aber das ist jetzt eben die neueste Masche, der großen Filmproduktionen: altes aus dem Keller holen und fortsetzen. Tatsächlich war es wohl Kate Hudsons Idee gewesen, die den Film schlussendlich auch produzieren möchte.

Allerdings nur, wenn auch Matthew McConaughey zusagt. Möglicherweise wird er das, aber ich hoffe, er tut es nicht. Im Prinzip gibt es keinen der damaligen Romanzen, die ein Happy Ever After erzählen, selbst, wenn ich mir solche Geschichten doch mehrfach wünschen würde. Allerdings waren die meisten, die dann doch eine Fortsetzung bekommen hatten, meist mit dem Beititel „jetzt heiraten sie endlich“, eine Katastrophe.

Wann lohnt sich eine Fortsetzung?

Der einzige Film, von dem ich mir eine Fortsetzung gewünscht hatte war bis vor ein paar Jahren noch The Nice Guys von Shane Black mit Russell Crowe, Ryan Gosling und Angourie Rice. Allerdings würde das jetzt auch nicht mehr in der Kombination so richtig gut funktionieren. Holly (Angourie Rice) hat inzwischen ein Alter erreicht, in der sie ihr eigenes Leben führt und sicher nicht mehr mit ihrem Vater Holland (Ryan Gosling) und dessen Partner Jackson Healy (Russell Crowe) Fälle löst. Unmöglich wäre das nicht, aber das Trio, wie es damals war, würde es jetzt in einer Fortsetzung so nicht mehr geben. Da hat man einfach den richtigen Zeitpunkt verpasst.

Klar, es kann funktionieren, wenn man an Blade Runner 2049 denkt, aber das ist eine andere Geschichte, die auch unabhängig der Charaktere erzählt werden kann. In einem weiteren Film wird es wohl schwierig Rick Deckard (Harrison Ford) unterzubringen, allerdings gibt es auch die Theorie, dass er gar kein Mensch, sondern ebenso ein Replikant sei. Wer weiß. Aber ich wisst, was ich meine.

Vielleicht bringen mich diese ganzen News aber wirklich dazu, dass ich mir Wie werde ich ihn los in 10 Tagen noch einmal ansehe. Immerhin bin ich inzwischen ein wirklich großer Fan von Matthew McConaughey geworden und ich sehe ihn wirklich sehr sehr gerne.

5., 6. & 7. Geister der Vergangenheit im Media Monday #795 👻

Das Bild zeigt ein Gespenst an einem See. Vor ihm ist ein rotes Stoppschild | Media Monday #795
Foto © Michael Hutchinson

____ hat reichlich Qualitäten, die ____ .
Seit heute Morgen denke ich über diese Lücke nach und habe bis eben noch keine Antwort. Ich denke heute muss die Nummer 6 einfach eine Lücke bleiben.

Man möge es mir nachsehen, aber mein Hirn funktioniert doch noch so gut, dass ich weiß, dass wir diese Lücke neulich schon hatten. Ich hatte darin meinen ganzen Frust über Energievampire geschrieben. Und die mögen es mir nachsehen, wenn ich keine Zeit mehr mit ihnen verbringen möchte. In den letzten Wochen haben einige Menschen aus der Vergangenheit an meine mobile Tür geklopft und ich weiß nicht, ob ich dafür Energie habe. Zumal ich von einer Person weiß, dass sie es nicht gerne sieht, wenn sich zwei Männer in der Öffentlichkeit küssen.

Und die andere findet es schräg, dass ich trans bin. Naja und dann gibt es noch Menschen, bei denen ich mich bisher nicht geoutet habe und wisst ihr … Outing ist nicht so leicht, wie es klingt oder aussieht. Es gibt danach immer eine Diskussion darüber. Ob sie gut oder schlecht ist, das hängt von dem Gegenüber ab. So oder so ist es meist eine unangenehme Erfahrung.

„Aber du schreibst das doch auch im Internet …“ ja … aber da sitzt man nicht der Person gegenüber und ist unangenehmen Fragen ausgeliefert. Im Internet ist man das auch, das Internet ist noch schlimmer, aber ich kann von dem Kasten kurz weggehen, durchatmen und dann überlegen, ob ich darauf reagieren möchte, oder nicht.

Zuletzt habe ich mich über allerlei im Voice Chat auf Discord unterhalten und das war sehr witzig, weil wir über viele Themen aus der Popkultur sprachen. Und naja unseren Humor auch dabei freien Lauf lassen.


※※※

Das war der Media Monday #795. 🎬📺💜
Diese Ausgabe war mal wieder sehr persönlich. Persönlicher, als ich erst vorgehabt hatte. Aber so passiert das nun mal, wenn man so im Schreibfluss ist. Aktuell beschäftigt mich eben sehr mein Gesundheitszustand und meine Schmerzen, die teilweise exorbitant sind. Immerhin berichtete ich auch noch über die Serie Sterling Point, die Serie, die die ganze Welt irgendwie gerade feiert und ich, natürlich wieder nicht. Dazu gab es Hollywoods neuesten Versuch, alte Filme wieder auszugraben und ihnen Jahrzehnte später noch eine Fortsetzung zu verpassen. Ob das bei Wie werde ich ihn los in 10 Tagen nötig ist? Wer weiß.

Heute hatte ich beim Arbeiten nette Gesellschaft und das war schön. Danke dafür. Nun mache ich aber mal Schluss hier. Ich hoffe euch hat der Media Monday #795 gefallen und ihr konntet wieder was für euch daraus mitnehmen. Vielleicht sogar einen Serien-Hype, der euch für den Hype Train abholt, während er mich am Bahnhof stehen ließ.

Für heute mache ich jedenfalls wieder den Rechner aus und versuche, meinem Kopf ein bisschen Ruhe zu gönnen. Danke, dass ihr euch auch diesmal durch meine Film- und Seriengedanken, meinen Arbeitsfrust und meine etwas persönlicheren Gedanken gelesen habt. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen des Media Monday #795 trotzdem genauso viel Spaß, wie ich beim Schreiben hatte – auch wenn es diesmal an einigen Stellen etwas ernster geworden ist.

Bis zum nächsten Media Monday! 🎬✨


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #795 für euch:

1. Es wäre ein Wunder ____ .

2. ____ hat nun wirklich ____ .

3. Bezogen darauf, dass ____ .

4. ____ braucht echt nicht ____ .

5. Man möge es mir nachsehen, aber ____ .

6. ____ hat reichlich Qualitäten, die ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Über den Autor:

Künstlerisches Ölgemälde-Porträt von Riley Dieu Dietzel, Chefredakteur von Passion of Arts. Riley trägt ein schwarzes Langarmshirt und blickt mit ruhigem Ausdruck direkt in die Kamera. Im Hintergrund sorgen warme Farben und ein Bücherregal für eine cineastische Atmosphäre.

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Header Elements – Media Monday #795: © Passion of Arts Design | Foto: Sterling Point | 2026 © Amazon MGM Studios

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