Media Monday #750

Das Bild zeigt Niels Schneider aus dem Film "Herzensbrecher". Über seinem Gesicht steht in weißen Lettern in einem weißen Rahmen "Media Monday #750"

Willkommen zum Media Monday #750! 🌟🎬 Diese Woche bin ich wirklich spät dran. Aber ich hatte mich auch noch zu einer Seriendiskussion breit schlagen lassen, über die ihr auch in den folgenden Zeilen lesen dürft. Außerdem brauchte ich heute etwas Unterstützung, da ich bei einer Lücke Schwierigkeiten hatte. Also ist eine Lücke diesmal von Denise ausgefüllt. Danke fürs unter die Arme greifen. Sonst erwartet euch noch jede Menge persönliche Erlebnisse und Gedanken von mir. Außerdem hebe ich erneut eine queere Serie in den Fokus und schreibe dazu auch ein paar erschütternde Nachrichten, Aufgrund der Veränderungen in den USA. Der Kaffee kommt heute etwas zu kurz, dafür gibt es aber Tee und für manche von euch vielleicht Inspiration. Ich hebe nämlich noch einen queeren, jungen Filmschaffenden in den Fokus.

Ihr seht heute wird es wieder queer, persönlich, Filmtastisch und es geht auch um Serien. Ich hoffe euch gefällt meine heutige Ausgabe des Media Monday #750! Lasst gerne ein paar eurer Gedanken da und füllt den Lückentext, wenn ihr wollt auch gerne für euch selbst in den Kommentaren aus. Ich freue mich wie immer über den Austausch.

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereit gestellt wird und von unterschiedlichen Blogger:innen ausgefüllt und präsentiert wird.

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. Auf der Suche nach Anschluss im Media Monday #750 & dem Gefühl, irgendwo anzukommen ✨💬🌈

Das Bild zeigt zwei Jungen von Hinten, die sich gegenseitig stützen | Media Monday #750
Foto © Honey Fangs
Dunkles Werbemotiv von Thalia mit dem Titel „NOIR – Dunkle Geschichten, Tiefe Bilder“. Im Hintergrund ein Schwarz-Weiß-Foto einer Person mit Pistole, stilisiert im klassischen Film-Noir-Stil. Der Text beschreibt die Noir-Welt mit Begriffen wie Zwielicht, Zigarettenrauch und moralischer Grauzone. Thalia lädt ein, eine kuratierte Auswahl an Noir-Romanen, Krimis und Filmen zu entdecken – als Buch, DVD oder Blu-ray. Ein Button mit „SHOP NOW“ verweist auf die Sammlung.

Ich würde ja wirklich gern endlich Anschluss an eine queere Community finden. Aber irgendwie scheint das alles so schwer zu sein. Inzwischen bin ich auf zwei Discord Server mit Queer People, aber irgendwie kommt da auch nicht wirklich ein Austausch zu Stande. Das wird von zu vielen Channels und vielleicht auch zu vielen Leuten überschattet. Ich weiß gar nicht wo ich da zuerst was beitragen soll und bin da auch ehrlich total überfordert. Auch hatte ich mich auf Reddit registriert, weil es auch hieß, dort wären viele queere Menschen und das wäre super. Da findet man schnell rein. Aber auch das überfordert mich total. Da wird halt auch gepostet und Meinungen gefragt aber so wirklich Austausch? Ich weiß es nicht.

Zusätzlich habe ich den Stammtisch hier in der Stadt ausprobiert. Mein erstes Treffen war auch eher merkwürdig gewesen. Fühlte mich nicht so richtig abgeholt. Man saß halt zusammen, hat Tee getrunken und irgendwann ein Kartenspiel begonnen. Aber das war auch nicht so das, was ich erwartet hatte. Fühle mich wirklich lost mit alldem. Meistens geht es mir so. Auch mit der Fibromyalgie, da habe ich zumindest eine Person gefunden, die diese Krankheit auch hat und mit der ich mich austauschen kann. Aber auch was Behandlungen betrifft wird man da einfach stehen gelassen. Es ist mühsam sich alles selbst erarbeiten zu müssen. Man bekommt keine Anleitungen, keine Anlaufstellen. Man muss das alles selber herausfinden und für eine Person wie mich, die zusätzlich auch noch an Depressionen leidet, ist das wirklich ein Kraftakt.

2. Xavier Dolans Filmwelt im Media Monday #750: Filme zwischen Zerrissenheit und Zärtlichkeit 🌧️🎬🌈😔❤️‍🩹

Das Bild zeigt Xavier Dolan in "I Killed My Mother" | Media Monday #750
Die Werke von Xavier Dolan handeln von Queerness, Selbstfindung, Beziehungen und vielem mehr — I Killed My Mother | 2009 ©Mifilifilms | Salzgeber
Werbebild für EMP Horror-Merch. Eine Person mit Ghostface-Maske aus dem Film Scream steht in einem dunklen, bewaldeten Gebiet. Links im Bild steht der Text: „EMP Horror Merch – Für alle, die das Dunkle lieben. Gruselig, ikonisch, kompromisslos: Mit dem Horror-Merch von EMP tauchst du ein in die Welt der Albträume. Ob Halloween, Saw, Pennywise oder The Nun – hier findest du alles, was dein dunkles Fanherz begehrt. Von limitierten Sammlerfiguren über stylische Shirts bis hin zu Deko für dein persönliches Gruselkabinett.“ Unten rechts befindet sich ein „Shop Now“-Button.

Xavier Dolan hat es mir wahrhaftig mit dem Film I Killed My Mother angetan. Der Filmschaffende war mir bereits vorher schon aufgefallen. Aufmerksam wurde ich auf Xavier Dolan durch seinen Film Laurence Anyways, der als Film des Monats in unserer Letterboxd Crew ausgewählt wurde. Den Film fand ich etwas schwierig, weil er das Thema meiner Meinung nach nicht ganz wirklich im Kern getroffen hatte. Dennoch hatte ich weiterhin Interesse an den Werken des kanadischen Filmregisseurs und Schauspielers. In Matthias & Maxime führt er nicht nur Regie, sondern spielt auch selbst im Film mit, ebenso in Herzensbrecher. Beide Filme gefielen mir gut, besonders die Charakterzeichnungen haben mir viel gegeben. Aber auch diese innere Zerrissenheit von Francis (gespielt von Xavier Dolan), der sich in Nicolas (Niels Schneider) verliebt und dann in einen Konkurrenzkampf mit seiner besten Freundin Marie (Monia Chokri) gerät. Der Film hat eine spannende Charakter Dynamik und zeigt wie sich eine Freundschaft verändert, wenn man sich in die gleiche Person verliebt.

So richtig mitgenommen hat mich jedoch sein Film I Killed My Mother aus dem Jahr 2009. Ein Film über eine schwierige Mutter-Sohn-Beziehung. Zugegeben war der Film anfänglich sehr anstrengend für mich, da die beiden wirklich eine sehr schwierige Dynamik aus Manipulation und Hassliebe haben. Schlussendlich sind dies jedoch nur zwei verlorene Seelen, die nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander leben können.


Hubert: Was würdest du tun, wenn ich heute sterben würde?
Chantale: Ich würde morgen sterben.

– I killed my Mother (2009)

3. Im Licht von PRISMA: Von Italien & Identität ✨🌈🌅🏳‍🌈

Das Bild zeigt Andrea (gespielt von Mattia Carrano) aus der Serie "Prisma" | Media Monday #750
Die Serie „Prisma“ aus Italien ist eine wunderschöne Coming-of-Age Geschichte, die es den den USA bald nicht mehr so geben wird — Prisma | 2022 – 2024 ©Amazon Prime Video
Nahaufnahme einer Person in schwarzer Lederjacke mit silbernen Nieten, vor dunklem Hintergrund. Die Jacke wirkt rebellisch und stilvoll. Begleitender Text bewirbt Lederjacken von EMP als Ausdruck von Persönlichkeit: „Du willst kein Outfit. Du willst ein Statement.“ Verschiedene Stile wie klassisch, Patchwork und Vintage werden erwähnt. Ein Button mit der Aufschrift „SHOP NOW“ lädt zum Kauf ein.

Auch möchte ich gerne wissen, wie es bei der Serie Prisma weiter geht, aber leider ist die 2. Staffel in Deutschland immer noch nicht erschienen. Und ich bezweifle, dass das der Fall sein wird. Vielleicht bekomme ich es hin, die 2. Staffel der Serie über einen VPN zu schauen. Ich würde die Serie auch in italienisch original ansehen, aber mit Untertiteln. Ich kann ja kein italienisch 😅. Gestern hab ich drei Episoden meinem besten Freund gezeigt. Ich bin nicht sicher ob er sie mochte, er meinte die Zeit Sprünge finde er schwierig, das macht die Erzählweise wenig konstant.

Ich mag die Serie sehr. Fühle mich da irgendwie total abgeholt. Mag auch das Setting. Italien ist wirklich auch ein schönes Ort. War leider noch nie dort, aber irgendwann, wenn ich mal wieder arbeiten kann und mehr Geld habe, möchte ich dort einmal hinreisen. Vielleicht sogar direkt nach Latina, wo die Serie spielt. Zusätzlich würde ich mich freuen, noch mehr solcher Serien sehen zu können. Ich hoffe, dass die anderen Länder, außerhalb der USA noch mehr queere Menschen in den Vordergrund rücken. Aus den US-amerikanischen Filmen und Serien werden diese Personengruppen künftig entfernt werden. Das ist nicht nur schlimm, das ist ein Armutszeugnis für dieses Land. Inzwischen weiß ich nicht mehr, was noch schlimmer werden kann. Aber allgemein bewegt sich alles im Rückwärtsgang. Ich bin sehr froh, nicht in den USA zu leben. Einreisen darf ich tatsächlich als Transperson auch gar nicht mehr.

4. Wenn Empathie zur Option wird: Warum ist Respekt eigentlich nicht selbstverständlich? 🙄💢🛑💬

Das Bild zeigt das Wort "Respect", das auf einer Wand steht. Darunter ist ein Smiley mit einem weinenden Gesicht gezeichnet | Media Monday #750
Foto © Claudio Schwarz
Werbung für POC-Literatur von Thalia. Links steht in großer weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund: „POC Literatur: Stimmen, die gehört werden müssen“. Darunter ein erklärender Text über die Bedeutung und Vielfalt von Literatur von People of Color, mit Fokus auf Identität, Herkunft, Ungleichheit und Selbstermächtigung. Unten links befindet sich ein schwarzer Button mit weißer Schrift „Shop Now“ und dem Thalia-Logo. Rechts ist ein Porträt eines Menschen mit dunkler Haut zu sehen, der sich mit einer weiß bemalten Hand teilweise das Gesicht bedeckt – ein starkes visuelles Symbol für Ausdruck und Sichtbarkeit.

Es wäre ja nun auch nicht zu viel verlangt, wenn man allen Menschen den Respekt gegenüber bringt, den man selbst auch gerne hätte. Was gäbe es für eine Schlammschlacht, wenn sich alle nur noch gegenseitig beschimpfen würden? Aber genau so fühlt sich alles gerade an. In den letzten Wochen ging ich durch eine Reihe von Diskriminierungen, Ablehnung, Hass, Beschimpfungen und vieles mehr. Und die Menschen meinen, dass das voll in Ordnung ist. Und wenn man dann sogar so mutig ist und sagt, dass das nicht in Ordnung ist, wird man mit Phrasen abgespeist mit „leg dir halt ein dickeres Fell zu“. Was bitte soll das denn? Wie wäre es, wenn das Gegenüber mal reflektiert, dass es sich scheiße verhält, statt zu signalisieren:


„Hey ich kann hier beleidigen, wen ich will
und wenn du damit nicht klar kommst,
dann bist du halt nicht hart genug!“


Ich wünsche mir, solche Menschen würden einmal auch die Konsequenzen für ihr Handeln bekommen. Man sagt oft „Karma wird es schon richten.“ Daran glaube ich tatsächlich lange nicht mehr, denn irgendwie scheinen diese Personen immer und überall mit allem durch zu kommen. Ich leg mir kein dickeres Fell an, leg du dir mal Respekt an!

5. In jeder Krise zeigt sich, wer wirklich an deiner Seite steht 💔🌈💛

Das Bild zeigt Menschen, die sich herzlich umarmen | Media Monday #750
Foto © Melih Bakır
Schwarz-weiß-Werbung von Thalia mit dem Titel „QUEER LOVE STORYS“. Links steht der Schriftzug in großen schwarzen Großbuchstaben. Darunter ein Button mit der Aufschrift „Shop Now“ und dem Thalia-Logo mit einem kleinen Vogel. Rechts im Bild küssen sich zwei Personen mit langen, hellen Haaren zärtlich. Die Szene vermittelt Intimität, Liebe und Sichtbarkeit queerer Beziehungen.

Wenn ich ehrlich sein soll ist es aber auch gut, dass sich solche Menschen von selbst offenbaren, denn dann kann man sie auch aussortieren. Finde es immer wieder erstaunlich, wie einfach das ist. In vielen meiner Lebensphasen hatte ich mit unterschiedlichen Menschen zu tun. Immer wenn ich in einer Veränderung steckte, sei es, dass bei mir schwere Depressionen diagnostiziert wurden, meine Mutter im Sterben lag, der Vater einen Schlaganfall bekam, ich Burn Out bekam und jetzt mich als queer geoutet habe. In allen Phasen habe ich Menschen verloren, weil sie mich als Ventil für ihren eigenen Frust verwendet haben. Oder weil sie nicht damit klar kamen nicht mehr im Fokus des Geschehens zu stehen.

Als bei mir schwere Depressionen diagnostiziert wurden, habe ich meine beste Freundin verloren. Ihre Worte dazu waren: „ich habe das Gefühl, wir passen nicht mehr zu einander und wollen unterschiedliche Dinge.“ Was sie eigentlich meinte war: „Ich kann das nicht, dass ich mich jetzt mal um dich kümmern muss und nicht mehr der Mittelpunkt der Welt bin.“ Klingt hart? Ja. Was ich dazu sagen muss, ist, dass sie an Borderline erkrankt ist. Aber das auch keine Entschuldigung für all die Dinge ist, die sie mir in 20 Jahren Freundschaft angetan hat. Wie öffentlich bloß stellen, mir das Gefühl geben mich selbst so sehr zu hassen, dass ich nicht mehr leben wollte. Mir keinen Raum für meine eigene Identität und Entfaltung gab. Ich weiß, es sind harte Worte. Aber es gab noch so viel mehr. Und ich hatte es immer aus dem Fokus gesehen, dass sie nichts dafür kann, weil sie Boderline hat. Aber in der Therapie habe ich gelernt, dass diese Krankheit auch nicht alles entschuldigt.

Inmitten der Lasten, die nicht meine waren 🌫️🧳💔✨

Als mein Vater vorübergehend zu einem Pflegefall wurde und meine Schwester meinte, sie würde ihn pflegen wollen, war die Eskalation bereits vorprogrammiert. In dieser Phase habe ich nicht nur meine Schwester verloren, sondern dann auch meinen Job. Ich hatte von Anfang an gesagt, dass ich das für keine gute Idee halte. Immerhin war sie mit ihrem Teilzeitjob, ihrem Hauskauf, ihrem Zoo zu Hause und den 4 Kindern bereits total überfordert. Und dann wollte sie sich den Vater noch aufhalsen. Ich sagte nein. In der Familienrunde bekam ich dann zu hören „du bist überstimmt“. Aber wer sollte das schlussendlich ausbaden? Ich. Natürlich war sie überfordert damit, so wie ich es auch vorausgesehen hatte. Es kam zur Eskalation. Zu der Zeit habe ich fast 24/7 gearbeitet und nebenher meiner Schwester geholfen, den Vater zu pflegen. Ich war da schon total ausgebrannt. Ich habe kaum mehr gegessen oder geschlafen.

Schlussendlich meinte sie dann zu mir „ich kann das mit dem Vater nicht mehr, du machst das jetzt“. Und wollte mir den Vater einfach bringen, sodass er nun bei mir wohnt und ich ihn pflege. Auch hier fehlen die Konsequenzen, weil sie auch nicht verstanden hat, dass sie sich als vorübergehenden Vormund eingetragen hat und damit auch ihre Aufsichtspflicht verletzt. Ich frage mich oft, ob manche eigentlich 3 Meter weiter denken. Aber oftmals fehlt einfach der Horizont für alles andere als einem selbst. Ich glaube da hatte ich meine erste richtige Panik Attacke und das in der Firma. Mein Chef hat mich beruhigt wie ein kleines Kind. Dafür bin ich ihm auf ewig dankbar, selbst wenn wir unsere Differenzen hatten. Danach wurde mein Gesundheitszustand immer schlechter. Mein Arzt riet mir mehrmals an, ich muss pausieren und ich habe nicht auf ihn gehört. Schlussendlich musste ich meinen Job aus gesundheitlichen Gründen dann kündigen. Burn Out und Fibromyalgie sind nun die Folge und jetzt weiß ich nicht mehr, was ich überhaupt noch arbeiten kann.

Zwischen Verlust und Akzeptanz: Mein Weg durch Trauer und Selbstfindung 💔🌫️🌈✨

Als meine Mutter starb habe ich meinen Vater verloren. Warum? Weil er ein Narzisst ist und ich das viel zu lange geduldet habe, welch psychische Gewalt er mir über all die Jahre zugefügt hat. Meine Mutter lag im Sterben und er meinte „hoffentlich kratzt die bald mal ab, damit ich wieder freitags zu Kaffee und Kuchen komme“. Das war nun wirklich zu viel. Und ja ich vermisse ihn auch. Immerhin hat er auch seine guten Seiten. Auf einen Schlag beide Eltern zu verlieren ist auch hart.

Als ich mich dann als queer geoutet hatte, habe ich von allen Seiten wohlwollende Worte bekommen. Das machte mich wirklich glücklich, da ich mich verstanden und respektiert fühlte. Besonders schön fand ich so Aussagen wie „es ist egal wer hier diese tollen Worte schreibt, ob Frau, Mann oder Divers, das bist einfach du und das ist schön.“ Oder „Ich mag dich als Mensch, das ändert nichts für mich, weil d bist ja immer noch du“. Menschen, die es nicht verstanden haben, haben nachgefragt, was es bedeutet. Andere haben sich jedoch auch, so scheint es mir, still von der Webseite abgewandt.

Wer bleibt, zeigt, wer wirklich an deiner Seite steht 🌈💛✨

Besonders eine Person, die über ein paar Jahre mit mir eng befreundet war, überraschte mich vor ein paar Wochen. Anfänglich hieß es „das ändert ja nichts an unserer Freundschaft, ich brauche nur einen Namen mit dem ich dich künftig ansprechen kann“. Danach trafen wir uns sogar nochmal im Biergarten und als ich missgendert* wurde, sprach ich es noch einmal an. Eine abwinkende Handbewegung ein „Ja ich weiß doch“ und sonst wurde darüber nicht mehr gesprochen. Vielleicht hätten mich dann öffentliche Aussagen im Internet wie „nonbinär gibt es für mich nicht, das versteh ich nicht!“ nicht wundern sollen. Von Anfang an, war dafür vielleicht gar kein Gespür oder Verständnis da. Das ging noch weiter bis hin zur Beleidigung und Bedrängung sogar. Aber hier mal ein Fakt: Wenn man sagt „Nonbinär** gibt es für mich nicht“ ist das der Aussage gleich „Frauen gibt es für mich nicht“ und das ist der springende Punkt. Es nicht zu verstehen ist eine Sache, jemandem die Identität abzusprechen ist eine andere.

Dass so eine Freundschaft keinen Bestand hat, ist leider klar. Aber auch gut, dass sich die Person selbst offenbart hat.

In jeder dieser Lebensphasen habe ich aber auch immer wieder Menschen dazu gewonnen und manche Beziehungen haben sich gefestigt. Danke an all euch, die immer für mich da sind, mir den Rücken stärken und teil meiner Reise sind. 🌈✨💛

6. Sei hier Gast: Denise spricht über ein verkanntes Talent im Media Monday #750 🗣🎭🎬

Das Bild zeigt Timothée Chalamet in einer Szene aus "Call Me By Your Name" | Media Monday #750
Timothée Chalamet ist ein junges Ausnahmetalent — Call Me By Your Name | 2017 ©Sony Pictures

Timothée Chalamet braucht nun nur Disclaimer noch endlich seinen wohlverdienten Oscar, den ich ihm seit Call Me by Your Name sehnlichst wünsche. Er wurde in seinen Filmen bereits als Gottheit angesehen (Dune), zum König gekrönt (The King), hat sich Like A Complete Unknown in unsere Herzen gesungen und uns bezaubernde (Wonka) Schokoladenkreationen beschert. Was genau muss er noch tun, damit die Academy ihm endlich den begehrtesten Filmpreis der Welt überreicht? Wenn das nicht bald etwas wird, wird er noch zum Kannibalen. Ach… Moment … (Bones and All).

Disclaimer: Ich kam bei dieser Lücke nicht weiter und Denise ist kurzzeitig hier im Media Monday #750 eingesprungen und hat ihre Gedanken zu einem ihrer Lieblingsdarsteller geteilt. Ich würde mir auch wünschen, dass die Nachwuchstalente mehr gewürdigt werden. Irgendwie wird da ständig gejammert, da käme niemand wirklich nach um in die Fußstapfen der Großen zu treten, dabei gibt es so viele junge Ausnahmetalente. Neben Timothée Chalamet gibt es auch noch weite Filmschaffende, die sehr talentiert sind. Harris Dickinson, Xavier Dolan, Florence Pugh, Saorise Ronan, Paul Mescal, sind nur ein paar davon.

7. Filme, Serien und wertvoller Austausch – warum ich meine Community liebe 🎬☕🌈💬✨

Das Bild zeigt Nina Dobrev in "The Vampire Diaries" | Media Monday #750
Nina Dobrev feierte ihren Durchbruch in der Serie — Vampire Diaries | 2009 – 2017 ©The CW
Nahaufnahme einer Tasse mit Espresso auf einem Tisch, umgeben von Kaffeebohnen und einer Zeitung. Der Text in großer Schrift lädt dazu ein, die Arbeit der Kreativen zu unterstützen: „Dir gefällt was wir machen? Spendier uns einen Kaffee. Vielen Dank für deinen Support!“ Ein Button mit der Aufschrift „Kaffee ausgeben“ rundet die Botschaft ab.

Zuletzt habe ich in der Kommentarspalte des #Media Monday 749 gelesen, dass @thomashetzel den Film The Fall Guy gesehen hat und das war sehr schön zu lesen, weil Thomas der Film gefallen hat und das freut mich gerade sehr. Finde der macht auch sehr viel Spaß und am kommenden Mittwoch werde ich mir den Film noch einmal mit drei Freund:innen ansehen. Leider in der Kinofassung, weil ich die einzige Person bin, die den Film auf Bluray hat und auf dieser sich der Extended Cut befindet. Die Version auf Amazon Prime Video ist jedoch die Kinofassung und die werden wir alle schauen. Freue mich schon sehr darauf.

Außerdem habe ich meinen Kaffee für heute schon komplett ausgetrunken und mir jetzt einen Tee gemacht. Daher ist der Kaffee Content im Media Monday #750 heute etwas kürzer gehalten. Nebenbei hatte ich auch eine spannende Diskussion über The Vampire Diaries auf Discord und dabei wieder neue Erfahrungen dazu gewonnen. Finde es immer spannend, wenn man eine Serie oder einen Film diskutiert und noch einmal andere Ansichten liest. Auch was die Charaktere betrifft. Zusätzlich gab es auch noch weitere Hintergrundinfos zu diversen Darstellenden aus der Serie, die mir auch noch nicht bekannt waren. Dafür liebe ich eben die Community, weil der Austausch so wertvoll ist. Danke dafür.

Das war mein Media Monday #750 für diese Woche. Lasst gern einen Kommentar da!


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #750 für euch:

1. Ich würde ja wirklich gern ____ .

2. ____ hat es mir wahrhaftig ____ .

3. Auch möchte ich gerne wissen ____ .

4. ____ wäre ja nun auch nicht ____ .

5. Wenn ich ehrlich sein soll ____ .

6. ____ braucht nun nur noch ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Erklärende Begriffe:

*Missgendern
„Missgendern“ bedeutet, dass man jemanden absichtlich oder unabsichtlich mit einem falschen Geschlecht anspricht oder bezeichnet. Das kann zum Beispiel passieren, wenn man die falschen Pronomen verwendet oder eine Person nach einem Geschlecht anspricht, das nicht ihrer Geschlechtsidentität entspricht.

Beispiel:

  • Jemand, der sich als Frau identifiziert, wird mit „er“ angesprochen.
  • Jemand, der nicht-binär ist (also sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt), wird als „Frau“ oder „Mann“ bezeichnet.

Missgendern kann verletzend sein, weil es die Identität der betroffenen Person nicht respektiert.


**Nicht-binär
„Nicht-binär“ bezeichnet Menschen, die sich nicht ausschließlich als männlich oder weiblich fühlen. Sie fühlen sich also nicht klar in das klassische binäre Geschlechtersystem („Mann“ vs. „Frau“) einordnen. Nicht-binäre Personen können unterschiedliche Identitäten haben – manche fühlen sich eher zwischen den Geschlechtern, außerhalb davon oder flexibel.

Beispiele für nicht-binäre Pronomen oder Selbstbezeichnungen:

  • „they/them“ auf Englisch
  • „xier“ oder „sier“ auf Deutsch
  • Manche Menschen bevorzugen gar keine Pronomen oder eigene, persönliche Varianten wie „dey“.

» ⋯ «

Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trägt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise über seine Augen fällt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-Porträts verstärkt.

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Weitere Blogger:innen aus der Film Community

Header Elements – Media Monday #750: © Passion of Arts Design | Foto: Herzensbrecher | 2010 © Mifilifilms | Salzgeber | Kool Filmdistribution GbR.

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6 Kommentare

  1. Hey, danke das du mich in deinem Media Monday erwähnt hast. Das fand ich echt nett von dir.

    Tut mir leid, dass du so viel leiden musstest.
    Ich hatte es lange Zeit auch nicht leicht, aber das ist wahrscheinlich nichts, im Vergleich zu dem was du erleiden musstest.

  2. @ 5 – dass solche Sätze ( „’nonbinär‘ gibt es für mich nicht“) weh tun, kann ich voll und ganz verstehen.

    Ich würde mich persönlich auch verletzt fühlen, wenn jemand zu mir sagt, ‚ace gibt es für mich nicht‘ und im gleichen Atemzug versucht, mich mit jemandem zu verkuppeln – was mir zeigt, die betreffende Person nimmt mich nicht ernst und will mir weismachen, ich sei nicht ganz richtig im Oberstübchen.

    1. Danke dir @blaupause7. Auch, dass du das so offen hier teilst. Finde das geht auch gar nicht und tut mir Leid, dass du da solche Erfahrungen gemacht hast. Fakt ist, dass nichts an uns falsch ist. Aber ja andere wollen uns das immer weis machen, weil es nicht in deren „Norm“ passt. Finds schlimm, wie andere einem ständig ihr Lebensmodell aufzwingen wollen und Verständnis einfach nur heucheln, aber gar nichts verstehen.

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