Film

I Killed My Mother

Veröffentlichungsjahr: 2009 | Genres: Drama, Queer Cinema, Coming of Age, Psychoanalyse
Originaltitel: J’ai tué ma mère
Schauspieler: Anne Dorval, Xavier Dolan, François Arnaud, Suzanne Clément, Patricia Tulasne, Niels Schneider, Monique Spaziani, Pierre Chagnon, Justin Caron, Benoît Gouin, Johanne-Marie Tremblay, Hugolin Chevrette-Landesque, Francis Ducharme, Pascale Audrey, Émile Mailhiot, Laurent-Christophe De Ruelle, Mathieau Grimard, Mariflore Véronneau, Manuel Tadros, Bianca Gervais, Steve Eddy James

"I Killed My Mother" (Originaltitel: J’ai tué ma mère) ist ein kanadischer Spielfilm von Xavier Dolan aus dem Jahr 2009, der in Deutschland 2011 in den Kinos zu sehen war. In der Schweiz lief der Film 2010 unter dem ins Deutsche übersetzten Titel Ich habe meine Mutter getötet. Regie, Drehbuch und Produktion übernahm Xavier Dolan selbst, die Musik stammt von Nicholas Savard-L’Herbier, die Kamera führte Stéphanie Anne Weber Biron und der Schnitt stammt von Hélèle Girard.

Der Film erzählt die komplexe Beziehung zwischen dem 16-jährigen Hubert Minel (Xavier Dolan) und seiner Mutter Chantale Lemming (Anne Dorval). Hubert lebt in einem Haushalt, in dem er sich unverstanden und von seiner Mutter überfordert fühlt, während Chantale Mühe hat, mit seinem rebellischen Wesen umzugehen. Die beiden geraten immer wieder in Konflikte, die sowohl humorvolle als auch tiefgründige Momente beinhalten. Hubert ist gerade erst in einer Beziehung mit seinem Klassenkameraden Antonin Rimbaud (François Arnaud) und versucht, seinen eigenen Weg zu finden, während er gleichzeitig die komplizierte Beziehung zu seinen Eltern verarbeitet. Unterstützt wird er von seiner Lehrerin Julie Cloutier (Suzanne Clément) und weiteren Menschen in seinem Umfeld, die ihm auf unterschiedliche Weise begegnen und ihn in seiner Selbstfindung begleiten. 

"I Killed My Mother" war Xavier Dolans Regiedebüt und gilt als semiautobiografisch, da er darin auch seine eigene Beziehung zu seiner Mutter verarbeitete. Das Drehbuch schrieb Dolan im Alter von 16 bzw. 17 Jahren. Er finanzierte den Film teilweise selbst, übernahm die Hauptrolle und drehte das Werk ohne vorherige Regieerfahrung. Bereits zuvor hatte er als Kind in Werbespots und kleineren Film- und Serienauftritten Erfahrungen vor der Kamera gesammelt.

Der Film wurde 2009 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Reihe junger Regisseure (Quinzaine des Réalisateurs) gezeigt. In der Schweiz kam er am 11. März 2010 in die Kinos, in Deutschland am 3. Februar 2011. Im Fernsehen war der Film erstmals am 8. Februar 2012 auf Arte zu sehen, 2011 erschien er zudem auf DVD in Deutschland.

Die deutsche Synchronisation umfasst unter anderem Susanne von Medvey als Chantale Lemming (Anne Dorval), Patrick Roche als Hubert Minel (Xavier Dolan), Johannes Raspe als Antonin Rimbaud (François Arnaud), Madeleine Stolze als Hélène Rimbaud (Patricia Tulasne), Claudia Lössl als Julie Cloutier (Suzanne Clément) und Max Felder als Éric (Niels Schneider).

Kritiker:innen hoben das Filmdebüt als eindrucksvolle Coming-of-Age-Geschichte hervor. Der Spiegel beschrieb es als „feuriges Leinwandduell“ zwischen Dolan und Dorval, während die Zeit die intelligente, bewusste Erzählerarbeit lobte und auf die Einflüsse von François Truffaut bis Wong Kar-wai verwies. Critic.de betonte die erfrischende Selbstverständlichkeit und stimmigen Referenzen des Films.

"I Killed My Mother" wurde mehrfach ausgezeichnet. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2009 erhielt Dolan den C.I.C.A.E.-Preis, den Prix Regards Jeune und den Preis der SACD. 2010 war der Film für einen César als Bester ausländischer Film nominiert und gewann den Claude Jutra Award der Genie Awards. In Québec erhielt er den Prix Jutra als Bester Film, für die Beste Hauptdarstellerin und das Beste Drehbuch sowie Nominierungen für den Besten Hauptdarsteller und die Beste Regie. Zudem gewann der Film 2010 den Prix Lumières als Bester französischsprachiger Film.

Pressematerial ©Mifilifilms | Salzgeber 


Regie: Xavier Dolan
Drehbuch: Xavier Dolan
Produzent: Xavier Dolan, Carole Mondello, Daniel Morin
Musik: Nicholas Savard-L`Herbier
Kamera: Stéphanie Anne Weber Biron
Schnitt: Hélène Girard

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