Media Monday #774

Ryan Gosling in Drive, nachts am Steuer, umgeben von dunkler Szenerie und kühlem Neonlicht; grafischer Rahmen mit ‚Media Monday #774‘.

Willkommen zum Media Monday #774! 🎬✨💛
Diese Woche fühlt sich an wie ein Wechselspiel aus Alltagsmüdigkeit, kleinen Lichtblicken und filmischer Zuflucht. Zwischen Terminen, Gedankenspiralen und dem Versuch, meinen Kopf irgendwie über Wasser zu halten, haben mich Filme und Serien wieder einmal genau dort abgeholt, wo Worte manchmal fehlen. Es ist eine dieser Wochen, in denen Kunst mehr ist als Unterhaltung. Sie wird zu einem Ort, an dem ich durchatmen kann.

Während draußen alles schnell, laut und fordernd wirkt, habe ich mich in Geschichten wiedergefunden, die leise, nahbar oder hypnotisch sind: in der ehrlichen Jugendlichkeit der Webserie Druck, in der Präsenz und Wandelbarkeit von Ryan Gosling, in der Farbpoesie von La La Land, im chaotischen Charme von Shane Blacks Figuren und in der surrealen Kraft von Filmen, die sich eher anfühlen wie ein Traum als wie eine Handlung. Und irgendwo zwischen Neon, Nebel und emotionaler Überforderung entsteht ein Media Monday, der näher an meinem echten Leben liegt, als ich zugeben möchte.

Es geht um queere Sichtbarkeit, um Identität, um Kunst, die mich hält und um Charaktere, die mich begleiten. Um Filme, die mich überraschen, Serien, die mich trösten und Ästhetiken, die mich in andere Welten ziehen. Und vielleicht auch ein bisschen darum, wie sehr ich mir manchmal wünsche, dass die echte Welt genauso sanft, mutig oder magisch wäre wie das, was ich auf dem Bildschirm sehe.

Also macht es euch gemütlich, schnappt euch einen Kaffee ☕ — ich habe meinen heute dringend gebraucht — und begleitet mich durch einen Media Monday #774 voller Filmkunst, Gedanken und kleiner Fluchten zwischen Alltag und Traum. 🎥💫

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍

Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.

Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. Echte Jugend, echte Themen, echte Nähe im Media Monday #774: warum die Serie Druck so berührt 👥✨🌈

Matteo Florenzi, gespielt von Michelangelo Fortuzzi in der Serie DRUCK, lehnt in urbaner Umgebung vor einer graffiti­bedeckten Wand. | Media Monday #774
Nachdenklich: Matteo Florenzi (Michelangelo Fortuzzi) ist mit seinen Gefühlen überfordert — Druck | seit 2018 ©Bantry Bay Productions | FUNK
Schwarz-weiß-Werbegrafik mit zwei eng aneinander liegenden Personen, die einander sinnlich berühren. Links steht in großen orangefarbenen Buchstaben „QUEER LOVE STORYS“. Rechts unten befindet sich ein Button mit „SHOP NOW“ sowie das Thalia-Logo.

Zuletzt hat mich die Webserie Druck ziemlich überrascht, denn von deutschen Produktionen hört man allgemein keinen guten Ton. Ich hatte zuvor auch die andere queere Serie Kuntergrau (2015) aus Deutschland versucht, bei der das Spiel unglaublich gestellt und hölzern war. Empfand das als sehr anstrengend und wirkte auch sehr amateurhaft. Nicht so bei Druck, die jungen Darstellenden spielen wirklich glaubhaft und gut. Hier und da gibt es noch ein bisschen was zu verbessern, zum Beispiel wird oft mal genuschelt, aber ich denke in den weiteren Jahren ihrer Karriere werden sie zu guten Darstellenden heranreifen. Zumindest hatte ich bei der Serie nie das Gefühl von Laientheater wie bei Kuntergrau. Tatsächlich vermittelt das Ensemble wirklich das Gefühl, man wäre in der Clique dabei. Und das ist richtig schön.

Auch gut fand ich die Themen der Serie. Es geht um junge Menschen, die ihren Weg suchen. Ob in der Liebe, in der Schule oder späteren Leben. Es geht um Sexualität, Depression, Überforderung und vieles mehr. Auch um diverse Krankheiten wie Lernschwäche oder Dyskalkulie und geht sehr feinfühlig damit um. So können junge Menschen sich auf jeder Ebene abgeholt fühlen. Und natürlich geht es auch um Freundschaft. Für mich eine wirklich tolle Serie und ich bin ein bisschen traurig, dass ich damit jetzt durch bin. Irgendwie schließt man die Charaktere ja ins Herz. So eine Serie hätte ich mir damals in meiner Jugend gewünscht. Ähnlich wie Sex Education (2019).

Ich weiß, ich habe letzte Woche beinahe das gleiche geschrieben, aber die Serie hat mich eben zuletzt richtig überrascht. Hab auch wegen Filmen geschaut, aber da war ich nicht überrascht. Ich wusste, dass sie mir gefallen würden.

2. Media Monday #774: Ryan Gosling – ein Schauspieler, der jede Rolle trägt 🌟🎭🎬✨

Ryan Gosling als Sean Hanlon in Breaker High, junges 90er‑Porträt mit Lederjacke und gelbem Hemd vor hellem Hintergrund. | Media Monday #774
Ryan Gosling als Sean Hanlon in Breaker High – der charmant unsichere Teenager, der schon früh sein Talent für nuancierte Figuren zeigte — Breaker High | 1997 – 1998 ©Saban Entertainment
LEGO‑Werbegrafik mit einem LEGO‑Stormtrooper aus Star Wars, der dynamisch in einer staubigen Szene steht. Links befindet sich das LEGO‑Logo, rechts ein kurzer Werbetext zu LEGO‑Produkten im Thalia‑Shop.

Ryan Gosling gehört zu den ganz Großen ihrer/seiner Zunft, denn der Schauspieler kann wirklich alles spielen. Ich habe ungelogen seine komplette Filmographie abgearbeitet. Also alle Filme, in denen er mitgewirkt hat und Serienproduktionen, in denen er eine größere Rolle hatte. Ein paar TV-Episoden in denen er einen Gastauftritt hatte, fehlen mir noch. Ryan Gosling ist ein erstaunlicher Schauspieler und ich stehe mit dieser Meinung nicht alleine da. Nach dem großen Erfolg von Der Astronaut wird in sämtlichen Berichterstattungen immer wieder betont, wie talentiert Ryan Gosling ist und dass er einer der größten Darsteller seiner Generation ist. Wenn man die Filmographie durchgeht, merkt man, dass Gosling schon in jungen Jahren das richtige Gespür für seine Rollen hat. Sie bleiben einfach im Gedächtnis, selbst wenn er nur eine Nebenrolle hat.

Sean Hanlon: Der Ursprung vieler späterer Figuren 🎒

So ist die Figur Sean Hanlon aus der Serie Breaker High (1997) ein Charakter, an dem man hängen bleibt. Gosling spielt den schüchternen, unsicheren Teenager so aufgedreht und gleichzeitig so authentisch, dass sich ein junges Publikum in ihm wieder findet. Während die anderen eher flach und stereotypisch bleiben, wirkt Sean vielschichtiger. Er mimt den Frauenaufreißer und überspielt damit im Grunde seine Unsicherheit. Viele Charakterzüge von Sean Hanlon habe ich später in Ken aus Greta Gerwigs Film Barbie (2023) wieder erkannt. Und auch in Holland March aus The Nice Guys (2016). Ryan Gosling schafft auch mit jedem seiner Charaktere ein Audience Bonding und das macht seine Arbeit so außergewöhnlich.

Faszinierend ist auch, wie andere Kolleg:innen über seine Arbeit sprechen. Anthony Hopkins zum Beispiel ließ den jungen Schauspieler einfach sein Ding machen. Ryan Gosling ist bekannt für Improvisation und Reaktion. Er testet gerne aus und schaut dann, wie das Gegenüber reagiert. Hopkins erzählte davon in einem Interview und war begeistert. Er ließ ihn machen und ging dann darauf ein, was der Verhörszene zum Beispiel im Film Das perfekte Verbrechen (2007) eine ganz andere Atmosphäre lieferte.

Vom Indie-Film zum Blockbuster 🎭

Das Bild zeigt Ryland Grace (Ryan Gosling) im weißen NASA Anzug | Media Monday #774
Aktuell im Kino: Ryan Gosling fliegt ins Weltall — Der Astronaut | 2026 ©Amazon MGM Studios
Das Bild zeigt einen Astronauten, der im All treibt. In weißen Lettern steht "Hol dir den Roman zum Film"
Foto: Buchcover von Will Staehle ©Unusual Co

Neben seinem komödiantischen Talent, das er in Filmen wie The Nice Guys (2016), Barbie (2023) und zuletzt in Der Astronaut bewies, hat Ryan Gosling auch ein gutes Gespür für ernste Rollen. Er begann beim kleinen Indie-Film, erkundete das Arthaus Kino und landete schließlich bei den großen Blockbustern. Besonders im Arthaus Kino prägte er einige legendäre Charaktere und hob das Image des schweigsamen Mannes, wie es einst Clint Eastwood tat, auf ein neues Level. In Nicholas Winding Refns Only God Forgives (2013) spricht er nur 17 Sätze im gesamten Film.

Auch in Drive (2011) hat er nicht besonders viel Text, lässt seinen Charakter aber durch reine Präsenz auf das Publikum wirken. Ryan Gosling schafft mit seinen Blicken, die Emotionen seines Charakters nach außen zu transferieren und erreicht die Audience ohne Worte auch emotional. Diese Stärke kristallisiert sich auch in Denis Villeneuves Blade Runner 2049 (2017) heraus. Wenn Officer K im Regen steht, umgeben von blauem Neonlicht und sich in seinen Augen die ganzen Zweifel über Realität, die Welt, das Dasein, den Sinn der Welt und vieles mehr widerspiegelt. Was ist real? Und wofür lohnt es sich am Leben zu sein, selbst wenn man eine Maschine ist. Ein Blick, pure Verzweiflung.

Unbeabsichtigtes „Scene Stealing“ 🌟

Zusätzlich stielt Ryan Gosling anderen unbeabsichtigt die Show. Er glänzt auch in Nebenrollen so stark, dass seine Figuren eher im Gedächtnis bleiben, als die anderen. Das habe ich bereits schon in Bezug auf Breaker High (1997) beschrieben, aber ich wollte noch einmal darauf eingehen. Der Unmut war groß, als Ryan Gosling für seine Rolle als Ken in Barbie (2023) für den Oscar nominiert wurde. Selbst Gosling fand das unpassend. Allerdings hat er aus dem Charakter raus geholt was rauszuholen war. Wie immer bei seiner Arbeit. So bleibt auch der Womanizer Jacob Palmer aus Crazy, Stupid, Love (2011) eher im Gedächtnis als Cal Weaver, gespielt von Steve Carrell oder ein David Lindhagen, gespielt von Schauspielgröße Kevin Bacon.

Ryan Gosling ist ein Schauspieler, der durch Präsenz, Authentizität und ein außergewöhnliches Gespür für Figuren überzeugt. Von frühen Serienrollen bis zu großen Blockbustern zeigt er eine Bandbreite, die nur wenige erreichen. Seine Charaktere bleiben im Gedächtnis, weil er sie mit echter Menschlichkeit füllt. Genau das macht ihn meiner Meinung nach zu einem der prägendsten Darsteller seiner Generation.

3. Die Farbpoesie von Damien Chazelles La La Land 🌈🎬🌟🎶

Ryan Gosling und Emma Stone in La La Land, farbintensive Szene im Torbogen mit Keytar und gelbem Kleid; romantische Musical‑Atmosphäre. | Media Monday #774
Kontrastreich: Sebastian Wilder (Ryan Gosling) und Mia Dolan (Emma Stone) in — La La Land | 2016 ©Studiocanal GmbH Filmverleih
Das Bild zeigt ein Paar unter einem Regenschirm, das sich innig zueinander wendet. Dazu steht rechts "romantische Filme & Serien" und links "shop now" mit dem Thalia Logo

Allein die Bildsprache und Ästhetik von Damien Chazelles La La Land (2016) ist wahre Filmkunst. Wie sorgfältig die Farben aufeinander abgestimmt sind, wirkt wie ein kleines Kunstwerk der Filmgeschichte. Schon bei den Charakteren beginnt es: Anfangs tragen sie Kleidung, die farblich im Kontrast zueinander steht, doch im Verlauf des Films nähern sich ihre Farbtöne immer weiter an, bis sie schließlich harmonieren. Auch die Stimmungen des Films werden über Farben eindrucksvoll transportiert. Vom melancholischen Blau über Rosa- und Rottöne für die Liebe bis hin zu dunkleren Grau- und Schwarztönen, die innere Unzufriedenheit spiegeln.

Doch nicht nur die Farbgestaltung ist eine kunstvolle Spielerei, auch die Kulissen sind mit großer Sorgfalt gewählt. Chazelle zeigt hier seine tiefe Liebe zum alten Hollywoodkino und das ist in jeder Szene spürbar. Zahlreiche Referenzen an Musicals und Arthausfilme ziehen sich durch das gesamte Werk.

Damien Chazelle schuf mit La La Land (2016) ein zeitloses Meisterwerk an Bildsprache, Ästhetik und und filmischer Erzählkunst.

4. Zwischen Chaos, Charme und kaputten Helden im Media Monday #774: Die Welt von Shane Black 🎬💥🤝🔥

Ryan Gosling als Holland March in The Nice Guys, im Anzug mit Sonnenbrille, zündet sich eine Zigarette an; stilvolle, rauchige Neo‑Noir‑Atmosphäre. | Media Monday #774
Ryan Gosling als Holland March in The Nice Guys – ein Moment voller Coolness, Chaos und klassischem Shane‑Black‑Charme — The Nice Guys | 2016 ©Concorde Filmverleih GmbH
Dunkles Werbemotiv von Thalia mit dem Titel „NOIR – Dunkle Geschichten, Tiefe Bilder“. Im Hintergrund ein Schwarz-Weiß-Foto einer Person mit Pistole, stilisiert im klassischen Film-Noir-Stil. Der Text beschreibt die Noir-Welt mit Begriffen wie Zwielicht, Zigarettenrauch und moralischer Grauzone. Thalia lädt ein, eine kuratierte Auswahl an Noir-Romanen, Krimis und Filmen zu entdecken – als Buch, DVD oder Blu-ray. Ein Button mit „SHOP NOW“ verweist auf die Sammlung.

Der Film The Nice Guys (2016) punktet schon sehr mit der Tatsache, dass das Drehbuch dazu von Drehbuchautor und Regisseur Shane Black stammt. Er hat viele meiner Lieblingsfilme geschrieben und das wird wohl kein Zufall sein. Angefangen bei der Action Buddy Comedy Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (1987) über Kiss Kiss Bang Bang (2005) bis hin zum Marvel Film Iron Man 3 (2013), der wirklich zu meinen liebsten Marvel Filmen zählt. Shane Black schreibt einfach großartige Buddy Comedys, die genau meinen Nerv treffen. Komisch eigentlich, dass mir The Nice Guys (2016) beim ersten Mal nicht so gut gefallen hat. Vielleicht hätte ich den Film aber auch nicht in einem Hotelzimmer in Potsdam mit einer fetten Erkältung schauen sollen, dann wäre ich dafür möglicherweise sensibilisierter gewesen.

Berlin macht mich einfach immer krank wenn ich dort war und ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass Filme, die ich im Krankenstand schaue, erst gar nicht bei mir zünden und sich später dann zu meinen Lieblingsfilmen etablieren. Und wenn ich jetzt auf die genannten Filme oben blicke merke ich, dass alle davon zu meinen Lieblingsfilmen zählen. Shane Black hat also einen besonderen Drive zu mir und liefert mir mit seinen Werken auch immer wieder Lieblingscharaktere. Martin Riggs, gespielt von Mel Gibson aus Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (1987) hat sich früh in mein Herz gestohlen und da ist er heute noch. Ebenso die ganze Filmreihe. Holland March aus The Nice Guys (2016) ist nach Hercules aus der Serie Der junge Hercules (1998) mein liebster Charakter verkörpert von Ryan Gosling.

Für Iron Man kann Shane Black nicht so viel, der Charakter wurde in den beiden Vorgängerfilmen schon gefestigt. Hier tut Robert Downey Jr. aber auch viel dazu, dem Charakter das gewisse Etwas und einen prägnanten Charme zu verleihen. Ebenso einzigartig ist auch Harry Lockhart aus Kiss Kiss Bang Bang (2005), ebenfalls von Downey verkörpert.

Die Charaktere verbindet, dass sie irgendwie an einem Punkt in ihrem Leben gescheitert sind. Auch auch Tony Stark alias Iron Man, der im 3. Teil der Filmreihe ins Straucheln gerät und nicht mehr so richtig mit dem Leben klar kommt. Da schützt ihn auch sein stählerner Anzug nicht mehr. Martin Riggs muss mit dem Verlust seiner geliebten Ehefrau klar kommen und verliert sich im Alkohol. Die Zuteilung eines neuen Partners in einer neuen Abteilung ist für ihn eine Herausforderung, sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Harry Lockhart ist irgendwie gestrandet. Mit klein kriminellen Aktionen versucht er sich über Wasser zu halten und gleichzeitig in Hollywood Fuß zu fassen. Dabei gerät er in einen Strudel verzwickter Ereignisse. Und Holland March, der sich für den Tod seiner Ehefrau verantwortlich sieht, jetzt alleinerziehender Vater ist und irgendwie als Privatdetektiv seinen Lebensunterhalt ergaunert, steckt irgendwie fest.

Shane Blacks Charaktere sind immer an einem Wendepunkt in ihrem Leben und das macht sie so nahbar. Zusätzlich sind die Protagonisten mit großartigen Schauspielern besetzt, die den richtigen Flair in den Charakter bringen. Übrigens ist die Eröffnungsszene von The Nice Guys (2016) eine Hommage an die Eröffnungsszene von Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (1987). Check it out!

5. Neon, Nebel & Erwartung im Media Monday #774: Meine Vorfreude auf Her Private Hell 🌃💜🔥

Sophie Thatcher in Her Private Hell, intensiv beleuchtet in roten und blauen Neonfarben vor futuristischem Hintergrund. | Media Monday #774
Hypnotisch zwischen Neonlicht, Identität & futurischer Bedrohung: Sophie Thatcher in — Her Private Hell | 2026 ©NEON
Werbebild für EMP Horror-Merch. Eine Person mit Ghostface-Maske aus dem Film Scream steht in einem dunklen, bewaldeten Gebiet. Links im Bild steht der Text: „EMP Horror Merch – Für alle, die das Dunkle lieben. Gruselig, ikonisch, kompromisslos: Mit dem Horror-Merch von EMP tauchst du ein in die Welt der Albträume. Ob Halloween, Saw, Pennywise oder The Nun – hier findest du alles, was dein dunkles Fanherz begehrt. Von limitierten Sammlerfiguren über stylische Shirts bis hin zu Deko für dein persönliches Gruselkabinett.“ Unten rechts befindet sich ein „Shop Now“-Button.

Ich bin ja schon sehr gespannt auf Nicholas Winding Refns Her Private Hell (2026). Her Private Hell ist ein Spielfilm Horror-Thriller mit Sophie Thatcher, Charles Melton, Kristine Froseth und Havana Rose Liu in den Hauptrollen. Nicolas Winding Refn schrieb gemeinsam mit Esti Giordani das Drehbuch und die Premiere des Films ist für Mai 2026 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes geplant.

Her Private Hell spielt in einer futuristischen, neonflimmernden Metropole, in der sich eine junge Frau auf die Suche nach ihrem verschwundenen Vater macht. Als ein unheimlicher Nebel über die Stadt sinkt und eine tödliche Präsenz freisetzt, kreuzen sich ihre Wege mit denen eines amerikanischen Soldaten, der selbst einer verzweifelten Mission folgt. Was sich entfaltet, ist ein hypnotischer Thriller, der die Grenzen zwischen Realität und einer grell erleuchteten Höllenlandschaft verschwimmen lässt. Der Film wurde von Neon und byNWR produziert. Nicolas Winding Refn tritt auch selbst als Produzent in Aktion. Die Dreharbeiten begannen im Mai 2025 in Tokio. (Quellen: Wikipedia & IMDb)

Ich bin großer Fan von der Nicholas Winding Refns Arbeit. Vor allem die neongetränkte Optik hat es mir angetan. Allgemein hat Refn ein unglaubliches Gespür für Ästhetik, die in all seinen Filmen wieder zu erkennen ist. In Only God Forgives (2013) hat dies schon beinahe einen hypnotischen Sog. In Drive (2011) sprechen die Neonlichter auch eine ganz eigene Sprache und werden beinahe ein eigenständiger Charakter des Films. Übrigens wurden im Jahr 2019 160.000 Straßenlampen in Los Angeles durch LEDs ersetzt. So wie Drive damals im Jahr 2011 aussah, hätte er nach 2019 nie wirken können. Denn das gelbe Licht ist verschwunden. Ein Glück, dass wir das noch vorher erleben durften.

Auf jeden Fall freue ich mich auf ein neues Werk von Nicholas Winding Refn und hoffe mir mit Her Private Hell (2026) vielleicht einen coolen Mix wie The Neon Demon (2016) und Copenhagen Cowboy (2022). Auf jeden Fall wird es Neon-lastig!

6. & 7. Zwischen Traum & Wirklichkeit: die Magie surrealer Filme im Media Monday #774 🌫️✨🌀

Valerie (Jaroslava Schallerová) aus Valerie – Eine Woche voller Wunder, verträumt im warmen Sonnenlicht zwischen hohen Pflanzen. | Media Monday #774
Zwischen Licht und Blüten, in dem die Realität kurz flackert und das Surreale wie ein zweiter Atemzug wirkt — Valerie – Eine Woche voller Wunder | 1970 ©Janus Films
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Surrealer Film hat das Potential, um wirklich eine eigene Realität zu erschaffen. Er entzieht sich den üblichen Erzählregeln und wirkt eher wie ein Zustand als wie eine klassische Handlung. Hier gibt es statt klarer Antworten Stimmungen zu fühlen, Symbole zu entdecken oder Bilder, die sich später oder manchmal gar nicht entschlüsseln lassen. Genau das reizt mich an solchen Filmen. Surreale Filme wollen nicht erklärt, sondern eher erlebt werden.

Werke wie Valerie – Eine Woche voller Wunder (1970) von Jaromil Jireš, Rainer Sarnets November (2017), Nicholas Winding Refns Only God Forgives (2013) oder Jonathan Glazers Under the Skin – Tödliche Verführung (2013) öffnen Räume, in denen Logik zweitrangig wird und Atmosphäre das Erzählen übernimmt. Dazu liefern die Filme eine unglaubliche Bildsprache und Ästhetik, die ihr Publikum in den Bann ziehen. Farben, Licht, Musik und Körperlichkeit verschmelzen zu etwas, das sich eher anfühlt wie ein Traum, der sich langsam in die Wirklichkeit schiebt. Für solche Filme habe ich wirklich ein Faible, sie bleiben mir im Kopf.

Vielleicht faszinieren mich diese Art Filme deshalb so sehr. Sie erlauben es mir, für einen Moment in eine Welt einzutauchen, die sich nicht erklären muss. Eine Welt, die fremd wirkt und gleichzeitig vertraut. Eine Welt, die sich nicht an Regeln hält und gerade dadurch so viel Freiheit bietet. Und genau das holt mich aus meinem Alltag, in dem ich ständig das Gefühl habe, mich erklären zu müssen. Rechtfertigen zu müssen und andere Leute aufklären zu müssen. Nicht nur allgemein, sondern auch was Queerness und Transidentität betrifft.

Zuletzt habe ich Kaffee ☕ getrunken und das war gut, weil Kaffee einfach ein sensationeller Start in die neue Woche ist!

※※※


Das war der Media Monday #774 🎬🌈✨. Eine Woche voller Jugendnähe, queerer Geschichten, neongetränkter Ästhetik, surrealer Traumwelten und der Erkenntnis, wie sehr Kunst manchmal der einzige Ort ist, an dem man wirklich durchatmen kann.

Diese Ausgabe führte durch die Echtheit und Verletzlichkeit der Webserie Druck, durch die Wandelbarkeit von Ryan Gosling, durch die Farbpoesie von La La Land und durch das chaotische Herz der Shane‑Black‑Charaktere. Dazu kam die Vorfreude auf Her Private Hell und ein tiefer Blick in die hypnotische Bildsprache von Nicolas Winding Refn. Und schließlich die Reise in surreale Filme, die sich eher anfühlen wie ein Zustand als wie eine Handlung. Filme, die Räume öffnen, in denen man sich verlieren darf.

Zwischen Identität, Queerness, Alltag und dem Wunsch nach einem Ort, an dem man sich nicht ständig erklären muss, entstand ein Media Monday, der persönlicher ist als sonst. Einer, der zeigt, wie sehr Kunst uns hält, wenn die Welt zu laut wird und wie sehr Filme uns begleiten, wenn wir uns selbst sortieren müssen.

Danke, dass ihr mich auch diesmal begleitet habt! Durch eine Welt von Neon, Emotionen, Gedanken, kleine Überforderungen und große Filmleidenschaft. Ich hoffe, ihr findet in den nächsten Tagen etwas, das euch gut tut. Vielleicht eine Serie, die euch auffängt, einen Film, der euch träumen lässt, oder einfach einen Moment, der euch leise sein lässt.

Ich hoffe euch hat der Media Monday #774 gefallen! Bis nächste Woche! 🌈✨💜


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #774 für euch:

1. Zuletzt hat mich ____ ziemlich überrascht, denn ____ .

2. ____ gehört zu den ganz Großen ihrer/seiner Zunft ____ .

3. Allein die Bildsprache und Ästhetik von ____ .

4. ____ punktet schon sehr mit der Tatsache, dass ____ .

5. Ich bin ja schon sehr gespannt auf ____ .

6. ____ hat das Potential, um wirklich ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trägt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise über seine Augen fällt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-Porträts verstärkt.

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Header Elements – Media Monday #774: © Passion of Arts Design | Foto: Ryan Gosling in Drive | 2011 ©24 Bilder Filmagentur. Ein nächtlicher Moment zwischen Neon, Geschwindigkeit und stiller Intensität.

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Ein Kommentar

  1. @neon_dreamer:

    Mit deiner Meinung über Ryan Gosling stehst du sicherlich nicht alleine da und auch nicht mit deiner Meinung über Shane Black. Ich bin kein Marvel-Fan, aber Iron Man 3 gefiel mir tatsächlich, obwohl ich erst gerade gelesen habe, dass das Drehbuch von ihm stammte. Wusste ich nicht, aber erklärt jetzt auch warum ich den mochte.
    Nur über Redator-Upgrade war ich bitter enttäuscht. Hatte mich im Vorfeld gefreut, Shane Black schreibt das Drehbuch und führt Regie, kann wieder was werden, aber leider nein, fand den furchtbar. Ist aber auch der einzige Film von Shane Black den ich nicht mag, ansonsten mag ich alle bei denen eher die Drehbücher schrieb und/oder Regie führte.

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