Media Monday #761

Das Bild zeigt Ryan Gosling und Michelle Williams im Film "Blue Valentine". In weißen Lettern steht in einem weißen Rahmen Media Monday #761

Willkommen zum Media Monday #761! đŸŽŹâœšđŸŽ„â€ïž Heute pĂŒnktlich am Montag gibt es wieder frische Einblicke in die Welt der Filme und Serien. FĂŒr diese Ausgabe habe ich mir bewusst Zeit genommen, um alles in Ruhe zusammenzustellen. So wie ich es eigentlich fĂŒr jeden Media Monday mag: keine hastig heruntergetippte Liste, sondern ein richtiges Leseerlebnis.

Diese Woche dreht sich alles um die außergewöhnliche Hingabe von Schauspielenden wie Ryan Gosling, die mit kreativen Ideen in ihre Rollen eintauchen. Außerdem werfe ich einen Blick auf spektakulĂ€re Stunts Ă  la Mission: Impossible, spreche ĂŒber Filme, die bei Awards völlig ĂŒbergangen wurden, und teile persönliche Einblicke in Kino, Streaming und Filmkultur.

Also macht es euch gemĂŒtlich, schnappt euch eine Tasse Kaffee ☕, heiße Schokolade oder Tee đŸ”, lehnt euch zurĂŒck und begleitet mich durch den Media Monday #761. Filmkunst ist immer eine Reise wert und diese Woche wird sie hoffentlich wieder besonders spannend fĂŒr euch.

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher LĂŒckentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefĂŒllt wird 📝🌍

Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum fĂŒr eine persönliche Kolumne ĂŒber Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst đŸŽžïžđŸ–€ – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.

Ein Ort fĂŒr Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✹đŸ“ș📖

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. Liebe zum Detail: Ryan Gosling und seine ungewöhnlichen Film-Vorbereitungen im Media Monday #761 đŸŽŹâœšđŸŽ„â€ïž

Das Bild zeigt Ryan Gosling und Michelle Williams im Film "Blue Valentine". | Media Monday #761
Ryan Gosling und Michelle Williams improvisierten den Alltag eines Paares fĂŒr den Film — Blue Valentine | 2010 ©LEONINE Studios
Werbegrafik fĂŒr das Buch „Der Fremde“ von Albert Camus, passend zur Filmadaption. Gezeigt wird ein nachdenklich blickender Mann in Schwarz-Weiß, der nach oben schaut. Text auf dem Bild: „Das Buch zum Film!“, „Der Fremde – Albert Camus“, „Shop Now!“ sowie das Thalia-Logo. Hinweis auf das Foto: ©Weltkino Filmverleih.

Wenn Ryan Gosling einen Film dreht macht er die verrĂŒcktesten Dinge um sich darauf vorzubereiten. Man kennt Darstellende wie Daniel Day-Lewis, der einer der intensivsten, modernen Method Actors ist. Oftmals bleibt er monatelang in seiner Rolle. Joaquin Phoenix ist bei Filmdrehs sehr körperlich und psychisch fixiert und quĂ€lt sich oft fĂŒr eine Rolle selbst. Von den extremen Körpertransformationen von Christian Bale ganz zu schweigen. Sehr umstritten sind Jared Leto und Shia LaBeouf, die sogar Selbstverletzung in Kauf nehmen und andere durch ihr Method Acting belasten. Besonders Shia LaBeouf sorgt am Set immer wieder fĂŒr Spannungen am Set und bringt seine eigenen Probleme mit zur Arbeit.

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FrĂŒher habe ich diese Herangehensweise an Rollen immer bewundert. Vielleicht, weil ich selbst dazu neige, mich fĂŒr die Arbeit aufzuopfern. Was mich ja schlussendlich in die jetzige Lage gebracht hat. Aber ich denke mir auch, wozu muss das denn sein? Besonders, wenn man andere Menschen damit stört oder sogar belĂ€stigt? Aber in der Gesellschaft ist „leiden fĂŒr die Arbeit“ allgemein gern gesehen. Wenn ich schon daran denke, wie man unter den Kolleg:innen sich ein Battle liefert, wer die meisten Überstunden hat. Aber zurĂŒck zum Thema. Ich finde die Herangehensweise von Ryan Gosling sehr interessant. Er sagte einmal, er dachte immer darĂŒber nach, was er tun mĂŒsse, um mit Person XY arbeiten zu dĂŒrfen. Und das finde ich einen interessanten Weg.

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ZusĂ€tzlich versucht er sich immer in die Rolle einzufĂŒhlen, ohne die Rolle immer komplett zu sein. Also nicht wie Method Actors. Er macht fĂŒr seine Rolle immer ganz interessante Dinge. FĂŒr seine Rolle in Drive (2011) hat er ein altes Auto restauriert. Dieses durfte er anschließend sogar mit nach Hause nehmen. FĂŒr die Arbeit an dem Film Blue Valentine (2010) lebten er und Michelle Williams mehrere Wochen gemeinsam in einem Apartment. Dabei improvisierten sie den Alltag gefĂŒllt mit Streit, NĂ€he, Langeweile und ZĂ€rtlichkeit. Das Ziel der beiden war es, die Beziehung glaubhaft rĂŒber zu bringen und dem Ganzen das echte GefĂŒhl einer abgenutzten Bindung zu verschaffen.

FĂŒr seine Rolle des Noah Calhoun aus dem Film Wie ein einziger Tag (2004) schreinerte er einen Tisch, um ein GefĂŒhl fĂŒr Handwerkskunst zu bekommen, die Noah im grĂ¶ĂŸten Teil seines Charakters ausmacht. Dieser Tisch ist auch in Noahs Haus, am Set zu sehen und in der Szene, in der er mit Allie (Rachel McAdams) zu Abend isst, im Film. Außerdem zog er fĂŒr den Dreh direkt nach South Carolina und lebte dort sehr reduziert. Mein liebster Fun Fact ĂŒber seine Arbeit an Filmen ist jedoch die, dass er fĂŒr die Rolle des Ken im Film Barbie sehr im Austausch mit seinen beiden Kindern war. Und die haben ihm sogar bei der Choreographie zum Hit I’m just Ken geholfen.

Welche Darstellende kennte ihr, die sich besonders engagiert fĂŒr ihre Rollen einsetzen?

2. Agent:innenliebe & Adrenalin: Warum ich Ethan Hunt & Mission: Impossible feiere đŸ•”ïžâ€â™‚ïžđŸ’„đŸŽŹâœˆïž

Der Stunt, der ins Guinness Buch der Rekorde einging — Mission: Impossible 8 – The Final Reckoning | 2025 ©Paramount Pictures

Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Produkten zum Film Mission Impossible auf Thalia

Die Stuntarbeit in der Mission: Impossible Filmreihe (1996 bis 2025) ist wirklich spektakulĂ€r, was sich auch wirklich von Teil zu Teil immer weiter gesteigert hat. Höher. Schneller. Weiter. Tom Cruise ist sicherlich bei den Ideen dazu on Board und fĂŒhrt die meisten Stunts auch selbst aus. Er sagte einmal in einem Interview, dass er frĂŒher gerne Profisportler geworden wĂ€re. Oder Schauspieler. Aus meiner Sicht hat er beides beruflich vereint, denn die Stunts in seinen Filmen verlangen schon viel Körperbeherrschung ab. Besonders nach dem Film The Fall Guy weiß ich im Detail, was das Stuntteam leistet, vorher wusste ich das nur in AnsĂ€tzen aus diversen Making-Ofs. Tom Cruise erzĂ€hlte auch, dass er schon als junger Mensch einiges Stunts gemacht hat. Und seine Schwestern ihn meistens verletzt nach Hause bringen mussten.

Den Charakter Ethan Hunt mag ich wirklich sehr und ich mag auch das Storytelling in den Mission: Impossible Filmen. Auch wie sich Charaktere im Laufe der Jahre verÀndern, entwickeln und sich ein festes Team zusammen setzt. ZusÀtzlich bin ich Fan von so Agent:innen Stuff, von dem es dennoch leider zu wenig gute Filme gibt. Also Filme, die mich wirklich begeistern. Ich hoffe, dass es zumindest noch weitere Teile von The Gray Man geben wird, aber vermutlich wird es das nicht. Möglicherweise wird diese Buchreihe dann in 30 Jahren wieder mit einem anderen Darsteller ausgegraben und im Serienformat gebracht.

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Aber was ich nun eigentlich erzĂ€hlen wollte ist, dass ich Ethan Hunt und Agent:innen Geschichten mag, die Mission: Impossible Filme tatsĂ€chlich aber ĂŒberwiegend wegen den Stunts anschaue. Immer wieder bin ich aufs neue gespannt, welchen spektakulĂ€ren Stunt Tom Cruise und sein Team auf die Leinwand bringen. Ich glaube der Flugzeug Stunt in Mission: Impossible – Rogue Nation ist bisher unĂŒbertroffen der verrĂŒckteste Stunt, den Tom Cruise je gemacht hat. Selbst wenn er fĂŒr Mission: Impossible 8 – The Final Reckoning fĂŒr den Stunt auf dem Segelflugzeug ins Guinness Buch der Rekorde kam. Ob das der letzte Teil der Reihe war? Mmmh ich weiß noch nicht.

3. Media Monday #761: Unglaublich & ĂŒbersehen: The Iron Claw verpasst alle Awards đŸŽŹđŸ’”đŸ†đŸ˜ąđŸ€Œâ€â™‚ïž

Das Bild zeigt einen jungen Mann, der den Oberkörper frei hat, in einem Boxring steht und einen goldenen GĂŒrtel in die Höhe hĂ€lt. Hinter ihm sieht man ein jubelndes Publikum | Media Monday #761
Überragende Leistungen und doch keinen wichtigen Award fĂŒr — The Iron Claw | 2023 ©LEONINE Studios | A24

Es grenzt an eine Frechheit, dass der Film The Iron Claw bei allen wichtigen Awards ĂŒbergangen wurde. Der Film besitzt nicht nur eine unglaubliche Tiefe, sondern auch ein ĂŒberragendes Ensemble. Zac Efron hat mich besonders am Ende so richtig mitgenommen und ich habe bitterlich geweint. Die Inszenierung der Wrestling KĂ€mpfe ist so tĂ€uschend echt, man hatte als Publikum das GefĂŒhl, richtig bei einem Wrestling Wettbewerb dabei zu sein. Ich kopiere hier noch einmal das Fazit meiner Filmkritik rein:


„The Iron Claw“ bietet ein fesselndes und realistisches Biopic ĂŒber die bekannte Wrestling-Familie Von Erich, das sowohl Wrestling-Fans als auch Neulinge in dieses Genre begeistern wird. Die Zusammenarbeit mit den verbleibenden Familienmitgliedern verleiht dem Film eine authentische Note, wĂ€hrend Regisseur Sean Durkin mit außergewöhnlichem TaktgefĂŒhl eine emotionale und mitreißende Inszenierung liefert. Die visuelle Darstellung der Geschichte durch MĂĄtyĂĄs ErdĂ©ly und die perfekt gewĂ€hlten SchauplĂ€tze ermöglichen es dem Publikum, vollstĂ€ndig in die Welt der Von Erichs einzutauchen, wĂ€hrend der Soundtrack von Richard Reed Parry die Dramatik unterstreicht. Der herausragende Cast, angefĂŒhrt von Zac Efron in einer ĂŒberzeugenden Leistung, trĂ€gt ebenfalls dazu bei, die Geschichte zum Leben zu erwecken. Trotz einiger kleinerer EinschrĂ€nkungen in Bezug auf die Rolle einiger Nebencharaktere bietet „The Iron Claw“ ein packendes und mitreißendes Filmerlebnis, das sowohl Fans des Wrestlings als auch des Biopics begeistern wird.


Dass da so gar nichts an Awards drin war, ist schon wirklich eine Schande. Und ich rede hier nicht von den Oscars, weil auf diesen Award gebe ich absolut nichts. Aber auch in Cannes erhielt der Film keine Aufmerksamkeit oder Beachtung. Von National Board of Review erhielt der Film die Auszeichnung fĂŒr das beste Schauspielensemble.

4. Ehren-Oscar fĂŒr Tom Cruise & die merkwĂŒrdigsten Nominierungen des Jahres im Media Monday #761 đŸ€ŻđŸŽŹđŸ†âœš

Das Bild zeigt Tom Cruise in seiner Rolle als Jerry Maguire im gleichnamigen Film | Media Monday #761
Mehrfach nominiert und bisher keinen Oscar mit nach Hause genommen, Tom Cruise war 1997 fĂŒr den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert — Jerry Maguire | 1996 ©Columbia TriStar Home Video
Das Bild zeigt einen Astronauten, der im All treibt. In weißen Lettern steht "Hol dir den Roman zum Film"
Foto: Buchcover von Will Staehle ©Unusual Co

…… ist völlig zurecht fĂŒr einen Oscar nominiert, denn …..

Bei der LĂŒcke bin ich leider raus. Von den Oscar AnwĂ€rter:innen hab ich fast keinen gesehen. Bugonia hĂ€tte mich ja interessiert, aber der lief natĂŒrlich wieder nicht in meinem Kino. Also hab ich den bis heute nicht gesehen. The Ugly Stepsister hat mir sehr gefallen, aber jetzt zu feiern, dass der Film in der eher unwichtigen Kategorie Bestes Make-up und beste Frisuren nominiert ist, finde ich ĂŒbertrieben. Die Kategorie Bestes Casting ist auch so merkwĂŒrdig. Wozu soll die denn gut sein? Hamnet hab ich eben auch nicht gesehen, der ist – wen wunderts? – hier nicht im Programm. Und Marty Supreme ist in Deutschland ja noch gar nicht angelaufen. Das sind zumindest die Filme, die ich interessant finde. Bei allen anderen frage ich mich schon irgendwie, ob das deren Ernst ist oder ein schlechter Witz? Ich kann nicht alles beurteilen, aber Frankenstein fĂŒr bestes Szenenbild und beste Kamera nominiert wurde, ist doch wirklich ein Scherz oder? Beinahe alles in dem Film ist aus dem Computer und tatsĂ€chlich finde ich, dass Frankenstein auch einer der hĂ€sslichsten Filme ist, die ich je gesehen habe. Ich meine, gestern habe ich mir noch einmal Blade Runner 2049 angesehen. Bei dem Film ist auch vieles digital gemacht worden, aber der ist unfassbar Ă€sthetisch. Bei Frankenstein war sogar der Sonnenauf- oder -untergang so hĂ€sslich wie aus einer Handykamera eines alten Handys.

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Dass Tom Cruise den Ehrenoscar bekommt, gibt mir Peter O’Toole Vibes. Jahrelang war der Darsteller fĂŒr seine Rollen nominiert und hat nicht einmal gewonnen. Zum Ende bekam er den Oscar fĂŒr sein Lebenswerk, den er ablehnen wollte. Seine Familie ĂŒberredete ihn zur Annahme. Dennoch kam sich Peter O’Tool verarscht vor. Auch Tom Cruise war mehrfach nominiert:

  • 1990: Nominierung: Bester Hauptdarsteller fĂŒr Geboren am 4. Juli
  • 1997: Nominierung: Bester Hauptdarsteller fĂŒr Jerry Maguire – Spiel des Lebens
  • 2000: Nominierung: Bester Nebendarsteller fĂŒr Magnolia
  • 2023: Nominierung: Bester Film fĂŒr Top Gun: Maverick

Quelle: Wikipeda

Naja sag ich dazu nur. Naja. Aber ich hab ja jetzt auch schon mehrfach erwĂ€hnt, dass ich diesen Award nicht mehr ernst nehme. Aus GrĂŒnden ….

5. Dreiecksdramen, schlechte Rollenbilder & ein nerviger Song: Vicky Cristina Barcelona đŸ˜ŹđŸŒŽđŸ˜’đŸŽ„đŸ’ƒâœš

Das Bild zeigt Penélope Cruz in Woody Allens Film "Vicky Cristina Barcelona" | Media Monday #761
PenĂ©lope Cruz in Woody Allens Film — Vicky Cristina Barcelona | 2008 ©Concorde Home Entertainment
Werbeanzeige von Thalia zum Winterschlussverkauf. Links im Bild sind rot leuchtende Beeren mit Schnee bedeckt, die eine winterliche Stimmung erzeugen. Rechts steht in stilisierter Schrift: „Winter SCHLUSSVERKAUF – Sale-Zeit! Im Winterschlussverkauf warten reduzierte Highlights aus Spielen, englischen BĂŒchern, Schreibwaren und mehr.“ Darunter ein Button mit „Shop Now!“ und das Thalia-Logo.

Selbst PenĂ©lope Cruz konnte den Film Vicky Cristina Barcelona von Woody Allen nicht retten, denn das Ensemble war allgemein großartig. Aber die Handlung war so fĂŒrchterlich und die Charaktere ebenso. ZusĂ€tzlich hab ich nun auch wieder diesen Song dazu im Kopf, der unfassbar nervig ist. Den einzigen Film von Woody Allen, den ich bisher wirklich gern mochte, war Midnight in Paris. Ich weiß nicht, was an dem Regisseur so genial sein soll? Seine Filme erzĂ€hlen grundsĂ€tzlich nichts, die Dialoge fesseln nicht und die Charaktere bleiben kaum in Erinnerung. Der umstrittene Regisseur wird dennoch gefeiert, aber ich weiß nicht so recht fĂŒr was.

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Besonders schlimm in Vicky Cristina Barcelona fand ich diese ganzen Übergriffigkeiten. Juan Antonio Gonzalo (gespielt von Javier Bardem) kommt einfach an den Tisch von Vicky (Rebecca Hall) – die ĂŒbrigens einen fĂŒrchterlichen Kleidungsstil hat – und Cristina (Scarlett Johansson) und befiehlt ihnen, ihn auf eine Insel zu begleiten. Vicky kontert wenigstens wie unangebracht sein Verhalten ist, toleriert im Nachhinein aber doch diese Reise und die Übergriffigkeiten ihr gegenĂŒber, von ihm ausgehend, im spĂ€teren Handlungsverlauf. Nicht zu vergessen, ihr Verlobter (Chris Messina) der einfach in ihren Urlaub platzt um zu heiraten, weil er das romantisch findet. Weil das noch nicht alles ist, wird auch noch das Rollenbild der Frau erklĂ€rt, die ja nur dazu da ist um zu heiraten und Kinder zu bekommen. DafĂŒr braucht sie ja dann auch kein Studium mehr.

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Christina will mit diesem Rollenbild brechen, will was erleben und geht sogar eine Dreiecksbeziehung ein. Die dann aber belĂ€chelt und kritisiert wird. Hier hat der Film immerhin gute AnsĂ€tze, aber leider mehr auch nicht. Vicky Cristina Barcelona verliert sich in klischeehaften Rollenbildern, ĂŒbergriffigen Charakteren und wenig Tiefgang. Dabei romantisiert der Film, dass Frauen in fremden LĂ€ndern, gerne mit fremden MĂ€nnern auf eine Insel fahren und natĂŒrlich auch Sex wollen. Der einzige vielschichtige Charakter in der Story war MarĂ­a Elena (PenĂ©lope Cruz) und hier hat sich PenĂ©lope Cruz auch mal wieder die Seele aus dem Leib gespielt. Allerdings rettet das den ganzen Film leider auch nicht.

Der Film wird auch von vielen Filmfans gefeiert. Warum eigentlich?

6. Kein Kino im Januar – aber Streaming rettet den Filmabend im Media Monday #761 đŸżâœšđŸŽ„đŸ’–

Das Bild zeigt Margot Robbie und Jacob Elordi im Film "Wuthering Heights" | Media Monday #761
Margot Robbie und Jacob Elordi im der Neuverfilmung von Emily BrontĂ«s Klassiker „Sturmhöhe“ — Wuthering Heights | 2026 © Warner Bros.
Romantische Nahaufnahme zweier Personen, die sich fast kĂŒssen; darĂŒber steht der Titel Sturmhöhe von Emily BrontĂ« sowie ein Hinweis auf Thalia und die Filmvorlage.

Ein Kinobesuch war im Januar auch wieder nicht möglich, da weder Der Fremde noch Hamnet bei mir im Kino lief. FĂŒr Der Fremde hatte ich ĂŒberlegt nach Regensburg zu fahren, aber ich hĂ€tte den letzten Zug nach Hause nicht bekommen. Es wĂ€re auch ziemlich blöd, vorher aus dem Kino zu gehen um heim zu kommen. Wenn man schon extra so eine lange Reise auf sich nimmt um einen Film zu sehen und dann nicht mal das Ende mitbekommt. Meine nĂ€chste Hoffnung lieg dann wohl auf Wuthering Heights mit Margot Robbie und Jacob Elordi. Vielleicht liegt dazwischen noch ein Film, den ich aktuell vergessen habe. Mal sehen. Vielleicht hab ich im Februar mehr GlĂŒck! DrĂŒckt mir meine Daumen!

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Bis dahin gibt es ja auch noch einiges im Streaming zu sehen. Aktuell habe ich ein Netflix-Abo und noch ein paar Serien auf dem Schirm. Mal sehen, ob ich sie alle schaffe. Aber wenn auch nicht, sie laufen ja nicht weg und irgendwann werde ich dann auch mal wieder ein Netflix-Abo haben. SpĂ€testens dann wieder zu meinem Geburtstag 😅

Ansonsten bin ich ja mit MUBI und Arthaus+ sehr gut bedient. MUBI habe ich aktuell ein vergĂŒnstigtes Abo, aber ich denke ich werde dann auch gerne mehr Geld in die Hand nehmen um diesen Streamingdienst zu behalten. Den möchte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr missen.

7. Alltag, Stress & kleine WohlfĂŒhlmomente im Media Monday #761☕🛁✹

Ein dunkler Kaffeebecher mit passender Untertasse steht auf einem Holztisch in einem Café. Die OberflÀche des Kaffees zeigt kunstvolle Latte Art in Herzform mit geschwungenen Mustern. | Media Monday #761
Foto © Jonas Jacobsson
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Zuletzt habe ich Kaffee getrunken und das war gut, weil Kaffee fantastisch ist! Außerdem war ich kurz duschen und habe ĂŒber meine anstehende Therapiesitzung in der Tiefenpsychologie nachgedacht. Ich versuche auch ein bisschen mit den Nerven runter zu kommen, aber es gelingt mir nicht sonderlich gut. Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimm und ich merke auch, wie sich der Stress auf meinen Körper ausdehnt. Manchmal frag ich mich schon, wie das mal wieder wird, wenn ich einen Teilzeitjob habe auf den ich gerade hinarbeite. Ich komme ja jetzt schon kaum mit allem nach. Neben redaktionellen Arbeiten, bleibt die Gesundheit nicht auf der Strecke. Ärztliche Termine, Programm zur Verbesserung der Schmerzen und vieles mehr, stehen auf meinem To-Do-Zettel. Und dann muss ich diese Programme ja dann auch noch in der Woche abarbeiten. Immerhin soll das ja mit der Gesundheit auch besser werden.

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Das war der Media Monday #761, ein kleiner Ausflug durch Filmleidenschaft, außergewöhnliche Schauspielkunst und spannende Streaming-Entdeckungen đŸŽŹâœšđŸŽ„â€ïž. Diese Woche habe ich mit euch die verrĂŒckten Vorbereitungen von Ryan Gosling erlebt, spektakulĂ€re Stunts bei Mission: Impossible gefeiert, Filme betrachtet, die Awards völlig ĂŒbergangen wurden 🏆💔 und natĂŒrlich auch ĂŒber Kino, Streaming und kleine persönliche Einblicke in meinen Filmalltag gesprochen đŸżđŸ’»đŸ’–.

Danke, dass ihr wieder dabei wart! Nehmt euch Zeit fĂŒr eure eigenen Filmabenteuer, fĂŒr eure Lieblingsfilme und Lieblingsmenschen und fĂŒr Momente, die euch inspirieren und begeistern. Bis zum nĂ€chsten Media Monday, wo wir wieder in neue Geschichten, spannende Rollen und besondere Filmwelten eintauchen đŸŽ„âœšđŸŒˆ.


Jetzt seid ihr dran! Der LĂŒckentext des Media Monday #761 fĂŒr euch:

1. Wenn ____ einen Film dreht ____ .

2. ____ ist wirklich spektakulÀr, was ____ .

3. Es grenzt an eine Frechheit, dass ____ .

4. ____ ist völlig zurecht fĂŒr einen Oscar nominiert, denn ____ .

5. Selbst ____ konnte den Film ____ nicht retten, denn ____ .

6. ____ war im Januar auch wieder _____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trĂ€gt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise ĂŒber seine Augen fĂ€llt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-PortrĂ€ts verstĂ€rkt.

» ⋯ «

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Header Elements – Media Monday #761: © Passion of Arts Design | Foto: Blue Valentine | 2010 ©LEONINE Studios

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6 Kommentare

  1. Schade, dass es mit „Der Fremde“ nicht geklappt hat – den fand ich höchst sehenswert. Von den anderen Oscar-Nominierten habe ich zuletzt „in die Sonne schauen“ gesehen und war nachhaltig begeistert. Hier haben sich die 2 1/2 Stunden fĂŒr mich tatsĂ€chlich viel kĂŒrzer angefĂŒhlt, und trotz der Schwermut darin hat mir gerade die KamerafĂŒhrung, Beleuchtung und unkonventionelle ErzĂ€hlweise ohne einen erschlagen Soundkulisse sehr sehr gut gefallen.

    1. @blaupause7 Ja wirklich schade. Ich hab das auf dem Schirm. Vielleicht klappt es ja die nÀchsten Wochen noch in einem Arthauskino *Fingers crossed
      Ansonsten kommt der sicher mal auf Arthaus+ oder MUBI. Freut mich, dass du den höchst sehenswert fandest. „In die Sonne schauen“ konnte ich leider bisher auch nicht sehen, aber bin auch sehr gespannt auf den Film. Der hat wirklich tolle Bilder. Im Film selbst muss das nochmal schöner aussehen.

      1. @blaupause7, @neon_dreamer

        „Der Fremde“ interessiert mich auch sehr, lĂ€uft bei mir in der NĂ€he aber auch nicht. Ich bin aber auch sehr skeptisch. Habe den Roman von Albert Camus gelesen und dieser gilt mit „Der Ekel“ von Satre als wichtigster Roman des Existenzialismus. Von dem was ich bis jetzt an Ausschnitten gesehen habe, befĂŒrchte ich es ist zu gewollt Arthaus und die Essenz der Figur und der Geschichte wird nicht richtig eingefangen. Der Roman ist aber auch schwer zu verfilmen um fair zu sein.
        „In die Sonne schauen“ möchte ich auch noch unbedingt sehen, hatte ich bis jetzt so auch keine Gelegenheit. Nachdem was ich bis jetzt höre scheint es sehr seltsam zu sein, dass er nicht fĂŒr den Auslandsoscar nominiert ist. Es freut mich aber die Nominierung fĂŒr „Sirat“, den fand ich sehr lohnenswert.

  2. Finde es immer wieder witzig, positiv gemeint, dass wir beide so große Ryan Gosling-Fans sind. In meinem Umfeld finden viele ihn schon gut, aber meine absolute Begeisterung fĂŒr diesen Mann können dann viele nicht nachvollziehen. Dabei ist seine VielfĂ€ltigkeit, seine WandlungsfĂ€higkeit und seine Neugier auch immer wieder andere Rollen auszuprobieren, schon außergewöhnlich in dieser Bandbreite. Ich habe letzten Monat „The Believer“ endlich mal gesehen, von 2000. Da spielt er einen Juden der zum Neonazi wird und einen extremen Judenhass entwickelt. War seine erste wirklich ernste Rolle und dann gleich so eine extreme. WĂ€re ich nicht schon lĂ€ngst Fan von ihm, wĂ€re ich es spĂ€testens jetzt. Fand den sehr intensiv.

    Die Oscar-Nominierungen ließen mich stellenweise auch ratlos zurĂŒck. Kann da manches nicht nachvollziehen. Auch die vielen Nominierungen fĂŒr „Sinners“ nicht. Ich fand den Film gut, manche Szenen fand ich herausragend. Die eine oder andere Nominierung geht auch in Ordnung. Aber nicht alle.

    1. @klaathu

      Ja das finde ich auch wirklich schön. Ich kenne in meinem Umfeld tatsĂ€chlich Menschen, die begeistert sind. Okay vielleicht habe ich sie ein bisschen angsteckt. Aber auch da genieße ich den Austausch ĂŒber sein Schaffen. Finde seine Bandbreite auch spannend und bin immer wieder gespannt, was er als nĂ€chstes plant.
      „The Believer“ habe ich mir neulich auch noch einmal angesehen. Bemerkenswert seine Leistung darin. Man sieht einfach, wie er immer 100 % gibt. Das Casting war ja auch wild. Er war die 100ste Person, die vorgesprochen hat und der Regisseur sagte, er sah aus wie ein Surfer und so gar nicht, wie die Vorstellung der Rolle sein sollte. Aber als er zu sprechen begann, war er so gefesselt, dass er ihn besetzte. Allein die Szene im CafĂ© ist immer wieder GĂ€nsehaut.

      Freut mich, dass dir der Film und seine Performance auch gefallen hat.

      „Sinners“ hab ich gar nicht gesehen. Irgendwie interessiert mich der Film auch wirklich gar nicht. Aber ja ratlos, das trifft es ganz exakt. Hatte mich bis heute noch gar nicht so mit dem Thema befasst, weil ich den Preis eh nicht mehr ernst nehme, aber ich war schon sehr verwundert ĂŒber die Auswahl. Auch wenn ich denke, dass die Nominierungen fĂŒr „Marty Supreme“ berechtigt sind. Um das mal ungesehen zu behaupten.

      1. FĂŒr mich ist diese extreme AnhĂ€ufung von Oscarnominierungen in x Kategorien fĂŒr einen einzigen Film völlig ĂŒberzogen und lĂ€cherlich, so als wolle man auf Biegen und Brechen, dass ein Film wenigstens ein, zwei Treffer erzielt – dass diese Nominierungen dann dafĂŒr sorgen, dass andere blockiert bzw außen vor bleiben, interessiert von denen natĂŒrlich wieder mal kein Schwein.

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