Film

Meine Frau weint

Veröffentlichungsjahr: 2026 | Genres: Drama
Originaltitel: Meine Frau weint
Schauspieler: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Clara Gostynski, Thorbjörn Björnsson, Laure-Lucile Simon, Ben Carter

„Meine Frau weint“ ist ein deutsch-französisches Filmdrama aus dem Jahr 2026 unter der Regie von Angela Schanelec. Der Film erzählt von einer Ehe, in der ein traumatisches Ereignis, unausgesprochene Gefühle und gescheiterte Kommunikation langsam an die Oberfläche treten. In Schanelecs typischem, reduzierten Stil verbindet das Werk präzise Bildkompositionen, lange Einstellungen und fragmentarische Gespräche zu einer stillen Auseinandersetzung mit Nähe, Schmerz und Entfremdung.


Carla (Agathe Bonitzer) und Thomas (Vladimir Vulević) sind verheiratet und leben in Berlin. Thomas arbeitet als Kranfahrer auf einer großen Baustelle, als ihn ein Anruf seiner Frau aus dem Krankenhaus erreicht, den er jedoch nicht annehmen kann. Später treffen sich beide auf einer Parkbank, wo Carla nur stockend erzählen kann, was geschehen ist. Auf dem gemeinsamen Heimweg spricht sie über ihre Begeisterung für das Tanzen, über enttäuschte Erwartungen und über einen anderen Mann, mit dem sie private Gedanken geteilt hat. Ein Unfall, den Carla unverletzt überlebt, wird zum Ausgangspunkt einer tiefen Erschütterung. Während Thomas zunächst sprachlos reagiert, beginnen sich zwischen beiden alte Verletzungen, unausgesprochene Schuldgefühle und Fragen nach Nähe und Verantwortung zu öffnen. Begegnungen mit Kolleginnen, Freunden und anderen Menschen erweitern diese fragile Situation zu einem leisen Porträt zweier Menschen, die versuchen, sich selbst und einander wieder zu verstehen.


Der Film wurde von Angela Schanelec geschrieben, inszeniert und geschnitten. Die Dreharbeiten fanden zwischen Juli und September 2025 in Berlin sowie in Galicien statt. Gedreht wurde auf analogem Filmmaterial und im Bildformat 4:3, wodurch eine konzentrierte, intime Bildwirkung entsteht. Die Produktion setzt stark auf reduzierte Gesten, lange Einstellungen und eine bewusst künstliche, präzise Sprache, die für Schanelecs Kino charakteristisch ist. Im Mittelpunkt steht weniger eine klassische Handlung als vielmehr ein Geflecht aus Gesprächen, Erinnerungen, Körperhaltungen und Leerstellen. „Meine Frau weint“ feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2026 und wurde dort kontrovers aufgenommen. Während einige Stimmen den Film als strenges, eigenwilliges Autorenkino lobten, empfanden andere seine Erzählweise als distanziert und schwer zugänglich. Gerade diese Spannung zwischen formaler Strenge, Humor, Schmerz und emotionaler Zurückhaltung prägt die besondere Wirkung des Films.


Pressematerial © Blue Monticola Film
Trailer © Grandfilm
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Angela Schanelec
Drehbuch: Angela Schanelec
Produzent: Kirill Krasovski
Kamera: Marius Panduru
Schnitt: Angela Schanelec

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