Mit „Superman“ startet James Gunn höchstpersönlich das DC-Film-Universum neu. Superman muss dabei zusammen mit Krypto eine Verschwörung von Lex Luthor aufdecken und sich mit weiteren Gefahren herumschlagen. Allerdings ist er nicht alleine, denn Green Lantern, Hawkgirl, Mister Terrific und seine Lois Lane unterstützen ihn mit allen Kräften.
Ob der Neustart gelingt könnt ihr in meiner nachfolgenden Kritik lesen.
🦸♂️🐶🌎
Ein Beitrag von: Maddin
Worum geht es in „Superman“?
In James Gunns mit Spannung erwartetem Film „Superman“ kehrt der ikonische Held des DC-Universums in einem neu konzipierten Licht zurück. Die Geschichte zeigt einen Superman (David Corenswet), der durch Mitgefühl und den Glauben an das Gute im Menschen angetrieben wird. Während er versucht, seine Rolle als Beschützer der Menschheit zu erfüllen, steht er vor gewaltigen Herausforderungen und Gegenspielern, die ihn sowohl physisch als auch emotional auf die Probe stellen.
An Supermans Seite steht die entschlossene Journalistin Lois Lane (Rachel Brosnahan), während Lex Luthor (Nicholas Hoult) mit seinen eigenen Plänen für Chaos sorgt. Unterstützt wird die Geschichte von einem Ensemble aus vielseitigen Charakteren, die actionreiche, humorvolle und bewegende Momente garantieren.
Ein lang erwarteter Superheldenfilm

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Als es vor einigen Jahren hieß, James Gunn würde die kreative Leitung des DC-Film-Universums übernehmen, war ich sehr gespannt. Ein bisschen Skepsis mischte sich zwar auch in meine Erwartungen, aber grundsätzlich war ich erstmal positiv gestimmt. Schließlich zeichnet Gunn für die „Guardians of the Galaxy„-Filme verantwortlich und diese gehören zu meinen Lieblingen im MCU. Außerdem waren wir DC-Fans seit dem Ausscheiden von Zack Snyder mit eher gemischten Filmerlebnissen gebeutelt.
Es begann bei dem ziemlich durchschnittlichen „Suicide Squad“ von David Ayer, der aber zumindest ganz coole Figuren hat, und zog sich weiter über „Joss-tice League“ („Justice League“ von Joss Whedon). „Aquaman„, „Shazam!“ und „Joker“ sind dagegen gelungen und teilweise sogar sehr unterhaltsam. Doch dann kamen aus meiner Sicht mit „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ und „Wonder Woman 1984“ zwei richtige Gurken ins Kino. Doch das DCEU machte weiter und lieferte mit „Zack Snyder’s Justice League“ eine von Fans lange geforderte weitere Justice-League-Variante, die ich (trotz der epischen Länge von über vier Stunden) sehr gerne mag. Auch „The Suicide Squad“ von James Gunn und „The Batman“ von Matt Reeves gefallen mir sehr gut. Alle danach folgenden Filme waren dagegen wieder sehr gemischt.
„Superman“ ist der Held aller Helden

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Mit Superman selbst verbindet mich viel. Spätestens seit „Man of Steel“ mit Henry Cavill als Supes bin ich großer Fan der Figur, auch wenn ich mich bisher an noch nicht so viele Comics herangetraut habe. Die alten „Superman“-Filme mit Christopher Reeve habe ich vermutlich als Kind alle geschaut und in Vorbereitung für den neuen Film nun nochmals mit Freunden. Auch heute noch gefallen mir diese ziemlich gut. Selbst „Superman III – Der stählerne Blitz“ oder auch „Supergirl“ von 1984 haben für mich einen leicht trashigen Charme.
Mit insgesamt acht Real-Verfilmungen taucht der Mann aus Stahl in gar nicht mal so vielen Filmen auf. Andere Held:innen wurden da schon deutlich öfter durch die Kinos gejagt. So taucht Spider-Man in mindestens 11 Filmen auf und Batman sogar in 12. Die Vorgeschichte von Supes haben wir auch schon ein paar Mal gesehen. Aus diesem Grund finde ich es gut, dass James Gunn diese im Film nun fast komplett weglässt. Er zeigt uns eine Nachricht von Kal-Els Eltern und seine Adoptiveltern, aber erzählt nicht mehr vom Urschleim (z.B. seiner Kindheit oder Jugend). Viel mehr konzentriert sich Gunn auf die gegenwärtige Situation von Superman. Supes hat sich vor einiger Zeit der Welt offenbart und einige gute Taten vollbracht. Allerdings sorgt sein Einmischen bei einem bewaffneten Konflikt zweier Länder für einige Kontroversen.
„Superman“ gegen Lex Luthor

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Aber Supes muss hier nicht nur gegen internationale Krisen kämpfen, sondern auch gegen einen gut aufgelegten Lex Luthor. Nicholas Hoult kann mich hier als Lex Luthor auch durchweg überzeugen. Er hat zwar nicht ganz den Charme von Gene Hackman, ist dafür aber deutlich bedrohlicher. Es gefällt mir auch, dass er mit seinem überlegenen Intellekt es schafft Superman einige Male arg in Bedrängnis zu bringen. Lex ist aber nicht alleine, denn er hat noch zwei interessante Metahumans auf seiner Seite. Engineer (María Gabriela de Faría) wurde mit Naniten ausgestattet und kann sich dadurch in fast alles verwandeln, was sie will. Dies führt auch zu einigen coolen Gefechten. Ultra-Man ist einfach ultra-stark und krass, wodurch Supes einiges einstecken muss.
Mir gefällt es sehr, dass Rachel Brosnahan die vermutlich taffeste Lois Lane verkörpert. Interessanterweise muss sie in keiner Szene von Superman gerettet werden. Es ist sogar umgekehrt! Sie muss Supes aus so mancher brenzliger Situation helfen und unterstützt ihn mit ihren Mitteln, wo sie nur kann. Sie ist auch sehr kritisch und bringt dem etwas naiven Clark Kent noch so einiges an journalistischer Arbeit bei. Brosnahan passt perfekt zu dieser Rolle. Ich kenne sie noch als aufstrebende Komikerin aus der Serie „The Marvelous Mrs. Maisel“.
Etwas überladen, aber doch unterhaltsam

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Doch Gunn konzentriert sich nicht nur auf Superman und Lex Luthor, er stellt uns auch einige weitere bisweilen skurrile Charaktere vor. Da wäre zum Beispiel die „Justice Gang“ (Arbeitstitel) um Green Lantern Guy Gardner (Nathan Fillion), Mister Terrific (Edi Gathegi) und Hawkgirl (Isabela Merced). Auch Metamorpho (Anthony Carrigan) spielt eine wichtige Rolle um Supes zu helfen.
Beim Fokus auf so viele Charaktere kann nicht jede:r genau charakterisiert werden. Hawkgirl geht zum Beispiel in meinen Augen etwas unter, auch wenn ich ihre Auftritte ganz cool finde. Auch Jimmy Olsen bekommt eine eher zweifelhafte Charakterisierung. Eigentlich ist er ein ziemliches Arschloch hier, der wissentlich seine Ex-Freundin (Eve Teschmacher) in Gefahr bringt.
Auch wirkt die Handlung etwas überborden. Ständig passiert irgendwas und sei es dass im Hintergrund durch die „Justice Gang“ (Arbeitstitel) ein riesiger interdimensionaler Kobold (?) bekämpft wird, während Supes mal einen Moment Pause macht. Allerdings ist das Meckern auf hohem Niveau, denn die Handlung finde ich grundsätzlich ziemlich gut und unterhaltsam. Sie ist an vielen Stellen auch typisch James Gunn. Skurrile Charakter machen skurrile Sachen und nehmen sich oft nicht so ernst und dann manchmal doch. Wobei für mich die Albernheit in manchen Szenen etwas zu viel war. Hier würde ich mir mehr manchmal mehr Ernsthaftigkeit wünschen. Oft werden ernste Moment direkt durch einen nachfolgenden Witz oder dummen Spruch aufgelockert wird.
Wenn ein Superhund dem Supermann die Show stiehlt

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Zum süßesten Charakter des Films hab ich noch gar nichts gesagt: Krypto der kryptonische Superhund mit leichten Verhaltensstörungen. Er und Supes bilden wirklich ein sehr niedliches Gespann. Auch wenn diese Beziehung nicht ganz ohne Konflikte ist, rettet Krypto ihm doch so einige Male den Arsch. Gunn weiß einfach wie solche possierlichen Tierchen zu inszenieren sind. Das hat er ja bereits mit Rocket bewiesen, dem er immer wieder bei den „Guardians of the Galaxy“ schöne Handlungsbögen strickte. Insbesondere bei „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ tauchen dann auch weitere possierliche Tierchen auf, die einem schnell ans Herz wachsen.
Und auch hier ist Krypto so etwas wie das Herz des Films, denn es tut einem jedes Mal in der Seele weh, wenn dem armen Hund etwas zustößt. Aber keine Sorge: Am Ende ist er wieder wohlauf und unverletzt. Am Ende stellt sich übrigens heraus, dass das gar nicht sein Hund ist, sondern von Supergirl, die auch einen ganz kurzen Auftritt bekommt. Bin da auf jeden Fall auch sehr gespannt auf den neuen Film mit Milly Alcock von Regisseur Craig Gillespie (unter anderem „Cruella“ und „I, Tonya„).
„Superman“ mit gewohnt guten Effekten

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Ich habe den Film mittlerweile zwei Mal im Kino gesehen. Diese Ehre habe ich dieses Jahr ansonsten nur „From the World of John Wick: Ballerina“ gegönnt. Beim zweiten Mal habe ich auch intensiv auf die Effekte geachtet. Ich kann da tatsächlich nicht meckern. Der Film sieht in vielen Szenen echt gut aus. Ähnlich gut wie schon „The Suicide Squad“ von Gunn. Als Beispiel fällt mir da zum Beispiel ein riesiges Kaiju ein, dass Supes und die „Justice Gang“ (Arbeitstitel) in Metropolis bekämpfen.
Auch die Flugszenen hat man so dynamisch bisher auch noch nicht gesehen, denn oft sind die Zuschauenden ganz dicht dran, wenn Superman durchstartet. Ansonsten wurde hier viel auch vor Ort gedreht und dann nur sporadisch mit CGI verändert. Schön finde ich auch das neue Design der Festung der Einsamkeit. Selbst Engineer, die ja fast komplett aus Naniten besteht, sieht gut aus, da ihr Kostüm vermutlich nicht nur am Computer entstand.
Fazit zu „Superman“
Ich hab Bock! Ich will noch mehr von dieser Welt sehen und auch von diesem Superman und den anderen Charakteren dieses Films. Und vielleicht macht es gerade seinen besonderen Charme aus, dass er eben nicht perfekt ist, seine Ecken und Kanten hat oder auch mal etwas zu albern ist. Am Ende hat er aber das Herz am richtigen Fleck, wie Krypto der süße Chaos-Hund. Daher kann ich dem Film gar nicht böse sein.
Daher vergebe ich sehr gut gemeinte 7,5 von 10 Punkten.
Werdet ihr euch „Superman“ im Kino ansehen?
TRAILER: © Warner Bros.

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MADDIN – Filmkritiker
Schon als Kind bin ich von Star Wars begeistert. Mein erster bewusst wahrgenommener Kinobesuch ist die Sichtung von Star Wars Episode I und mein 9-jähriges Ich war hellauf begeistert. Noch heute hat dieser Film einen großen Platz in meinem Herzen. Generell mag ich insbesondere SciFi-Filme und Fantasy (Herr der Ringe). Seit 2021 mache ich Letterboxd unsicher und seitdem hat sich mein Filmgeschmack auf alle möglichen Genres ausgedehnt. Sogar an Horrorfilme traue ich mich vermehrt heran.
Pressestimmen zu „Superman“:
Dorian von Movie Space
[…] Währenddessen liefert Superman mit dem sympathischen Humor und den grandiosen Effekten ein Spektakel, das Fanherzen höher schlagen lässt. Bunte Lichter in fokussierten Einstellungen, dynamische und wuchtige Action sowie ein Gänsehaut garantierender Score elevieren die Epik, die das Superheldengenre atmet. Während das audiovisuelle Feuer brennt, lodert die substanzielle Flamme ähnlich intensiv und rundet James Gunns Interpretation des kryptonischen Kämpfers als tonal vielschichtig und emotional mitreißend ab. […]
8 von 10 Punkte
Antje Wessels von Wessels Filmkritik
James Gunns Feuerprobe namens „Superman“ ist ein qualitatives Auf und Ab. Der Film ist auf zwei Ebenen am besten: Entweder, wenn er die Justice Gang ihr Comedy-Ding durchziehen lässt, oder mit angemessenem Ernst über Supermans Bestimmung grübelt. Alles dazwischen zerfasert und macht viele Themen auf, die vermutlich erst für die kommenden DC-Filme spannend sind. Was nicht bedeutet, dass Gunn hier nicht trotzdem ein kurzweiliger Sommerblockbuster gelungen wäre.
Christoph Müller von Fluxkompensator – Das Filmportal
James Gunn gelingt es nicht, uns eine Welt zu zeigen, die man gern bewahren möchte. Die Empathielosigkeit ist erschreckend hoch und wird nur von der FSK-12-Freigabe in Zaum gehalten. Alles in diesem Film ist so dermaßen seelen- und belanglos, dass man nach dem Film mit hängenden Schultern und schlappem Cape kaum noch die Kraft hat, aus dem Kinosessel aufzustehen.
Eine RiMa Koproduktion | Pressematerial: Superman | 2025 © Warner Bros.

















