Top 5 unterschätzte Franchisefilme

Das Bild zeigt Simu Liu im Film "Shang-Chi", aus seinen Händen kommen Ringe und Energiestraglen hervor. Im Vordergrund steht in weißen Lettern und weißen Rahmen "Top 5 unterschätzte Franchisefilme"

Lieber Passioner, heute widmen wir uns den Zwischenkapiteln großer Filmreihen und suchen die Top 5 unterschätzte Franchisefilme. Gemeint sind jene Beiträge, die im Schatten ikonischer Vorgänger stehen und bei denen ich mich immer wieder frage, warum eigentlich so wenig über sie gesprochen wird.

Große Filmreihen bringen große Momente hervor. Ikonen, Meilensteine, Augenblicke für die Ewigkeit. Wir sprechen über die ersten Teile, über revolutionäre Wendepunkte, über epische Abschlüsse. Doch irgendwo dazwischen – im Schatten der Giganten – verschwinden Filme, die zwar Teil derselben Reihe sind, aber selten im Rampenlicht stehen.

Manche gelten als schwächer, andere sind „nur“ solide. Manche waren zur falschen Zeit am falschen Ort, wieder andere sind einfach leiser und bewusst zurückhaltender. Deshalb geht es heute nicht um die besten Filme eines Franchises. Es geht um jene Beiträge, die untergehen

Ein Beitrag von Martin K.

Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklärt 🌟🎥

Diese beliebte Rubrik wurde von der Bloggerin und Illustratorin Gorana Guiboud ins Leben gerufen und wir haben die Ehre erhalten, diese weiter zu führen, nachdem sie das Bloggen aufgegeben hatte. Jeden Donnerstag gibt es hier die spannendsten Listen, Rankings und Empfehlungen aus der Welt der Filme, Serien, Bücher oder anderer kreativer Themen.

Das Besondere: Jede Person mit einem eigenen Blog oder einer kreativen Plattform kann mitmachen! Ihr könnt eure eigenen Bestenlisten erstellen, sie in einem Beitrag veröffentlichen und auf unsere Rubrik verweisen. Oder eure Top 5 einfach in den Kommentaren unter unseren Beiträgen teilen. So entsteht eine lebendige, vielfältige Sammlung von Empfehlungen, die von der Community getragen wird. 💬🌟

Egal ob Klassiker, moderne Meisterwerke, Nischenperlen oder persönliche Favoriten. Hier zählt eure Sicht auf das Beste, eure Begeisterung und eure Perspektive. Die Rubrik bietet nicht nur Inspiration für Film- und Buchfans. Sondern auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam cineastische und kreative Highlights zu entdecken. 🎥🥋📚

Seid dabei, lasst euch inspirieren, diskutiert mit und zeigt, welche fünf Favoriten ihr für die kommende Woche auf eurem Radar habt. Die 5 BESTEN am DONNERSTAG sind eure Bühne! 🌟🍿✨

Vergessen, verkannt, unterschätzt – Wie ich meine Auswahl traf

Das Thema wirkt diese Woche womöglich abstrakter als sonst und unterliegt einer offeneren, vielleicht auch schwammigeren Definition als andere Top-5-Beiträge. Auch wenn die Auswahl stets subjektiv ist, orientiert sich die Kategorie meist an klareren, objektiveren Parametern. Heute nicht.

Vergessen oder unterschätzt – das sind keine objektiven Kategorien. Es sind Wahrnehmungsfragen, Gefühlssachen, Definitionen, über die man diskutieren kann.

Ein Film kann unterschätzt sein, weil er kritisch verrissen wurde. Ein anderer, weil er kulturell kaum diskutiert wird. Wieder ein anderer, weil er im Schatten eines übermächtigen Vorgängers steht.

All diese Perspektiven sind legitim. Keine davon ist falsch.

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Meine Auswahl

Deshalb habe ich mich für eine bewusste Mischung entschieden: Filme, die im öffentlichen Diskurs unterrepräsentiert sind. Filme, die zu Unrecht in eine Nische gedrängt wurden. Und Filme, die in ihrem eigenen Franchise schlicht überstrahlt werden.

Es ist daher vielleicht noch persönlicher als sonst. Keine definitive Rangliste, keine allgemeingültige Wahrheit. Sondern ein Plädoyer fürs genaue Hinsehen – und ein Aufmerksam-Machen auf Filme, die es verdient haben.

5. Planet der Affen: Survival (2017)

Eine Gruppe Affen reitet auf Pferden durch eine Schneelandschaft, eine Szene aus dem Film "Planet der Affen: Survival"
Die Kultur der Affen entwickelt sich weiter, jedoch wird die Welt immer gefährlicher — Planet der Affen: Survival | 2017 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment |TSG Entertainment

Worum geht es in „Planet der Affen: Survival“?

Der Schimpanse Caesar (Andy Serkis) führt eine Gruppe intelligenter Affen durch eine zunehmend feindliche Welt, in der der Konflikt zwischen Mensch und Affe eskaliert ist. Nach schweren Verlusten ringt er mit Schuld, Zorn und dem Wunsch nach Vergeltung. Während die überlebenden Menschen unter der Führung eines fanatischen Colonels (Woody Harrelson) militärisch gegen die Affen vorgehen, begibt sich Caesar auf eine persönliche Mission, die ihn durch zerstörte Landschaften und moralische Grenzbereiche führt. An seiner Seite stehen enge Vertraute wie Maurice (Karin Konoval) und Rocket (Terry Notary), während Begegnungen mit unerwarteten Weggefährten neue Perspektiven eröffnen. Der Kampf ums Überleben wird zu einer Prüfung von Führung, Mitgefühl und dem Preis von Rache.

Planet der Affen: Survival | 2017 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment |TSG Entertainment

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Platz 5

Beginnen wir mit einem Film, der streng genommen kein unterschätzter Film ist – zumindest nicht im klassischen Sinne. Denn sowohl „Planet der Affen: Survival“ als auch die gesamte Reboot-Trilogie wurde kritisch durchaus positiv aufgenommen. Die Filme wurden technisch gefeiert und erzählerisch gelobt. Und doch habe ich das Gefühl, dass die Filme im großen Blockbuster-Geschäft der 2010er Jahre ein Stück weit untergingen.

Während wir über Superhelden-Universen, milliardenschwere Franchises und Dauer-Eventkino sprechen, taucht diese Reihe erstaunlich selten auf. Und das, obwohl sie über Jahre hinweg eine der konstant hochwertigsten und erzählerisch stärksten Blockbuster-Reihen moderner Studioproduktionen war. „Planet der Affen: Survival“ bildet dabei den epischen Abschluss und bringt Caesars Reise zu einem Ende, das in seiner Wucht und Emotionalität beinahe biblische Dimensionen annimmt.

Zwischen Erbe und Blockbuster

Eine Gruppe von Menschen und Affen stehen im Regen, im Vordergrund ein Gorilla und Woody Harrelson, eine Szene aus dem Film "Planet der Affen: Survival" | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Woody Harrelson bleibt nicht die einzige Gefahr, stellt aber eine große Bedrohung dar — Planet der Affen: Survival | 2017 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment |TSG Entertainment
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Das Problem dieser Reihe ist daher weniger ihre Qualität – sondern ihr Kontext.

Das Original von 1968 gilt bis heute als fast schon unantastbarer Klassiker. Politisch, ikonisch, kultig – ein Meilenstein der Filmgeschichte. Doch nach diesem ersten, meisterhaften Teil verlor sich die Reihe zunehmend in zahlreichen Fortsetzungen, die nie ganz dessen Impact erreichten, bebor sie mit dem halbgaren Remake von Tim Burton endgültig in der Bedeutungslosigkeit verschwand.

Als die Reboot-Trilogie Jahre später startete, musste sie also nicht nur gegen das Erbe eines Klassikers antreten, sondern zugleich das beschädigte Image einer Franchise überwinden, die viele längst abgeschrieben oder vergessen hatten.

Hinzu kam der Zeitpunkt des Erscheinens. Eine Phase, in der das Blockbuster-Kino immer mehr vin Superhelden dominiert wurde. Diese wurden lauter, größer, vernetzter- Zwischen Nostalgie-Kult und Cimematic-Universe-Hype geriet diese Reihe beinahe leise ins Abseits.

Dabei erzählt sie über drei Filme hinweg eine in sich geschlossene, durchdachte und konsequent weiterentwickelte Geschichte. Keine überladene Mythologie, kein Multiversum, keine Überfrachtung mit Verweisen. Viel mehr eine klassische, tragische Heldenreise.

Ein außergewöhnlicher Protagonist

„Planet der Affen: Survival“ ist der emotional intensivste Teil dieser Trilogie. An Caesars Entwicklung erkennt man nicht nur den technischen Fortschritt moderner CGI, sondern auch die erzählerische Reife des gesamten Projekts. Mit ihm wurde eine Figur erschaffen, die trotz – oder gerade wegen – ihrer digitalen Entstehung zu einem der eindrucksvollsten nicht-menschlichen Protagonisten der jüngeren Filmgeschichte wurde.

Seine Zweifel, seine Wut, seine Müdigkeit – all das ist spürbar. Jede Entscheidung bleibt nachvollziehbar. Dass eine am Computer erschaffene Figur eine derart menschliche Tragweite entfalten kann, ist mehr als beeindruckend.

Woody Harrelson funktioniert als Colonel hervorragend als ideologische Gegenfigur. Während die Menschen zunehmend zerfallen, entwickeln sich die Affen weiter. Sprache, Strukturen, Gemeinschaft – das World Building ist durchdacht und greifbar.

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Ein Abschied mit biblischer Wucht

Maurice, ein Orang-Utan und ein namenloses Mädchen stehen im Hintergrund und schauen erschrocken nach vorne, eine Szene aus Planet der Affen: Survival | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Eine epische Geschichte lässt unwahrscheinliche Beziehungen entstehen — Planet der Affen: Survival | 2017 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment |TSG Entertainment

„Planet der Affen: Survival“ greift Motive aus Kriegsgefangenen-Dramen, Western-Elementen und Anklängen an „Apocalypse Now“ auf, ohne sich darin zu verlieren. Besonders im letzten Drittel entfaltet der Film eine beinahe biblische Bildsprache. Das verschneite Finale wirkt wie ein Exodus – ein Abschied, der zugleich Neuanfang ist.

Vielleicht hat der Mittelteil kleine Längen. Vielleicht ist der Film nicht so laut wie andere Blockbuster seiner Zeit. Aber genau das ist der Punkt: „Planet der Affen: Survival“ geht nicht unter, weil er schwach wäre. Er geht unter, weil er leise groß ist – weil er auf Tragik statt Spektakel setzt, auf Entwicklung statt Effekt.

Und genau deshalb steht er hier auf Platz 5.

4. Predators (2010)

Zwei Yautja stehen sich gegenüber, einer der beiden hält den anderen am Hals und schreit triumphierend auf, eine Szene aus dem Film Predators
Eine neue Jagd beginnt — Predators | 2010 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment | TSG Entertainment
Werbebild zur Predator-Reihe mit einem Predator, der eine Frau in actionreicher Pose hält; dunkler, chaotischer Hintergrund verstärkt die Spannung. Deutscher Werbetext: „Bereit für die Jagd? Entdecke jetzt die Predator-Highlights bei Thalia“ mit „Shop Now“-Button.

Worum geht es in „Predators“?

Mehrere bewaffnete Spezialisten wachen ohne Erinnerung an ihre Ankunft in einem dichten Dschungel auf einem fremden Planeten auf. Unter ihnen befinden sich der Söldner Royce (Adrien Brody), die israelische Scharfschützin Isabelle (Alice Braga), der russische Soldat Nikolai (Oleg Taktarov), der mexikanische Kartell-Vollstrecker Cuchillo (Danny Trejo), der Todeskandidat Stans (Walton Goggins) sowie weitere kampferprobte Personen. Schnell wird klar, dass sie gezielt ausgewählt und auf diesem Planeten ausgesetzt wurden. Während sie versuchen, sich zu orientieren und zu überleben, erkennen sie, dass sie selbst zur Beute einer überlegenen außerirdischen Spezies geworden sind. Misstrauen, unterschiedliche Moralvorstellungen und die Erkenntnis, Teil eines tödlichen Spiels zu sein, prägen ihren Kampf ums Überleben.

Predators | 2010 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment | TSG Entertainment

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Platz 4

Es gibt Filmklassiker, die man nicht angreift. „Predator“ von 1987 gehört zweifellos dazu. John McTiernans Action-Meisterwerk ist eine nahezu perfekte Mischung aus Militärfilm, Survival-Thriller und Monsterhorror. Straff inszeniert, ikonisch besetzt, vollgepackt mit Zitaten, die die Zeit überdauern.

„Predators“ erreicht dieses Niveau nicht. Und das sollte man auch nicht behaupten.

Er ist weniger präzise inszeniert, weniger ikonisch, weniger überraschend. Er besitzt nicht die rohe Intensität des Originals und auch nicht dessen popkulturelle Strahlkraft. In vielen Aspekten ist er objektiv nicht so stark wie sein berühmter Vorgänger – und wahrscheinlich auch nicht der beste Film innerhalb des restlichen Franchises.

Und genau deshalb wird er oft vorschnell abgetan.

Zwischen Kopie und Neustart

Ein Yautja kämpft gegen einen Mann mit Katana, eine Szene aus dem Film "Predators" | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Neue Gegner, bekannte Bedrohung — Predators | 2010 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment | TSG Entertainment

„Predators“ hatte es nie leicht. Er erschien zu einer Zeit, in der das Franchise kaum mehr Beachtung erhielt, man sich aber gleichzeitig nach der Atmosphäre des Originals sehnte. Der Weg zurück zu den Wurzeln war also kein verkehrter: weg vom urbanen Setting, zurück in den Dschungel, zurück zum reinen Überlebenskampf.

Doch mit dieser Entscheidung machte es sich der Film auch selbst schwer. Der Vergleich zum Original drängt sich dadurch noch stärker auf – ein Vergleich, an dem „Predators“ eigentlich nur scheitern kann.

Und trotzdem ist es genau diese Idee, die die Faszination des Films ausmacht. Eine Gruppe moralisch fragwürdiger Killer auf einem fremden Planeten auszusetzen mag kein revolutionärer Geniestreich sein. Aber es ist konsequent – und es funktioniert. Der Film greift den Kern des Originals auf und dreht ihn weiter: Aus Jägern werden Gejagte.

Keine große Story, kein komplexer Überbau – sondern das Konzept der Bedrohung in einem neuen Kontext. Wir kennen das Monster inzwischen. Nun geht es darum, wie es mit neuer Beute spielt.

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Belächelt, weil er nur solide ist

Eine Gruppe von Menschen stehen in einer mit Knochen und Ästen dekorierten Landschaft, im Vordergrund steht Adrien Brody, eine Szene aus dem Film "Predators"
In einer fremden Welt drohen Gefahren in allen Ecken — Predators | 2010 © 20th Century Fox | Chernin Entertainment | TSG Entertainment

„Predators“ ist sicherlich kein Meisterwerk. Vielleicht fehlt ihm eine ikonische Figur wie Dutch. Adrien Brody hat nun einmal nicht diese Präsenz wie ein Arnold Schwarzenegger – zumindest nicht in dieser Art von Film.

Aber für mich funktioniert der Film gerade deshalb, weil er nicht perfekt ist. Die Atmosphäre stimmt. Das Setting auf dem fremden Planeten erzeugt eine konstante Bedrohung. Die Action ist ordentlich und auf ihre eigene Weise bodenständig. Das Creature-Design bleibt respektvoll gegenüber dem Original, erweitert es aber um neue Varianten.

„Predators“ ist damit kein revolutionärer Beitrag zum Genre. Aber er ist ein ehrlicher Versuch, das Franchise ernst zu nehmen, das Original zu ehren und dennoch eine eigene Richtung einzuschlagen.

Und vielleicht liegt genau darin sein Problem: Er ist nicht groß genug, um legendär zu sein. Nicht schlecht genug, um als Trash verehrt zu werden. Er steht irgendwo dazwischen – und in einer Welt der Extreme bedeutet genau das oft die größte Unsichtbarkeit.

Deshalb steht dieser Film hier auf Platz 4 und bekommt von mir jene Anerkennung, die ihm sonst meist verwehrt bleibt.

3. Prometheus – Dunkle Zeichen (2012)

Ein großer menschlicher Kopf aus Stein im Hintergrund, davor eine neblige Landschaft eines Raumschiffs, mit kleinen schwarzen Gebilden und 3 Menschen die hindurch gehen | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Nicht nur neue Mysterien, auch neue Gefahren erwartet die Besatzung der Prometheus — Prometheus – Dunkle Zeichen | 2012 © 20th Century Fox | Brandywine Productions | Scott Free Productions

Worum geht es in „Prometheus – Dunkle Zeichen“?

Die Archäologin Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und ihr Partner Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) entdecken in prähistorischen Höhlenmalereien Hinweise auf ein wiederkehrendes Sternbild. Gemeinsam mit dem Androiden David (Michael Fassbender) und einer wissenschaftlichen Crew reisen sie an Bord des Raumschiffs Prometheus zu einem fernen Mond, um den Ursprung der Menschheit zu ergründen. Finanziert wird die Expedition vom Konzern Weyland, vertreten durch Meredith Vickers (Charlize Theron). Auf dem fremden Himmelskörper stoßen die Forscher auf monumentale Strukturen und Spuren einer hochentwickelten Spezies, die sie als mögliche „Ingenieure“ identifizieren. Während Neugier und wissenschaftlicher Ehrgeiz die Gruppe antreiben, führen unerwartete Entdeckungen zu existenziellen Fragen über Schöpfung, Verantwortung und die Grenzen menschlichen Wissens.

Prometheus – Dunkle Zeichen | 2012 © 20th Century Fox | Brandywine Productions | Scott Free Productions

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Platz 3

Kaum ein Film des Alien-Franchises spaltet bis heute so sehr wie „Prometheus – Dunkle Zeichen“. Für die einen ist er ein visuell beeindruckendes, ambitioniertes Prequel. Für die anderen ein überinszenierter, inhaltlich dummer Fremdkörper, der dem Erbe von 1979 nicht gerecht wird.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen – doch ich gehöre klar zur ersten Fraktion.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Plätze: das Erbe großer Klassiker, an denen moderne Fortsetzungen oder Reboots beinahe zwangsläufig gemessen werden. Doch Ridley Scott geht mit „Prometheus – Dunkle Zeichen“ einen Weg, der neu genug ist, um sich bewusst vom Original zu lösen und eine eigene Vision zu erzählen. Eine Vision, die seinen Platz in dieser Liste rechtfertigt. Nicht als perfekter Film – sondern als missverstandener.

Zwischen Meisterwerk und Mythos

Ein Ingenieur aus dem Film "Prometheus" fängt an zu Staub zu zerfallen | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Schöpfung und Zerstörung liegen näher beieinander als man vermutet — Prometheus – Dunkle Zeichen | 2012 © 20th Century Fox | Brandywine Productions | Scott Free Productions

Das Erbe, gegen das „Prometheus – Dunkle Zeichen“ antreten musste, ist – wieder einmal – gewaltig. „Alien“ von 1979 zählt nicht nur zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen, sondern gilt völlig zurecht als Meilenstein des Science-Fiction- und Horrorkinos. Reduziert, klaustrophobisch, bedrohlich – eine nahezu perfekte Verkörperung von Cosmic Horror.

Was also macht man, wenn man 33 Jahre später in dieses Universum zurückkehrt?

Ridley Scott entschied sich nicht für eine bloße Wiederholung. Er versuchte, der bestehenden Welt einen neuen Mythos hinzuzufügen. Er wollte nicht nur erklären, woher das Monster kommt – er wollte erklären, warum es existiert. Damit erweiterte er das Universum nicht nur um eine biblisch anmutende Schöpfungsgeschichte, sondern auch um Fragen nach Gott, Ursprung, Bedeutung, Leben, Unsterblichkeit und Vermächtnis.

Und genau hier beginnt das Problem – das zugleich die größte Stärke des Films ist.

Wer einen reinen Horrorfilm erwartet, bekommt hingegen philosophisch angehauchte Science-Fiction. Wer klaustrophobische Enge sucht, erhält stattdessen monumentale Bilder. Und wer klare Antworten möchte, bekommt sie nicht, sondern erhält weitere Mysterien.

Muss ein Film mit solchen Ansprüchen scheitern?

Ambition im Spiel mit dem Unbekannten

Fast zwangsläufig.

Denn gleichzeitig versucht Scott, einen Blockbuster zu inszenieren, der sich gewissen Konventionen beugt. Und genau dort entstehen die Momente, die bis heute gerne isoliert herausgegriffen werden: einzelne unkluge Entscheidungen der Figuren, dramaturgische Vereinfachungen – Aspekte, auf die der Film häufig reduziert wird, während seine Ambitionen oft unter den Tisch fallen.

Ja, manche Entscheidungen der Figuren wirken im Nachhinein nicht immer klug. Frei nach dem Motto: Hinterher ist man immer schlauer. Und ja, bei genauer Analyse lassen sich sowohl dramaturgische Schwächen, als auch fragwürdige Entscheidungen finden.

Doch all diese Punkte verlieren für mich während des Schauens deutlich an Gewicht.

Denn „Prometheus – Dunkle Zeichen“ funktioniert auf einer anderen Ebene: visuell, atmosphärisch, ideell. Die Bilder sind gewaltig. Die fremde Welt wirkt ehrfürchtig und bedrohlich zugleich. Der Mythos um die Konstrukteure, um Erschaffung und Zerstörung, fügt dem Alien-Universum eine faszinierende neue Facette hinzu.

Der Film schlägt die Brücke zum Klassiker noch nicht vollständig – aber er legt das Fundament. Er lässt Raum für eigene Fantasie, erzeugt Mysterium statt endgültiger Antworten. Gerade in dieser Unvollständigkeit liegt sein Reiz. Das Unbekannte bleibt bestehen.

Ein Ansatz, der durch spätere Fortsetzungen etwas getrübt wurde – hier jedoch noch wunderbar funktioniert.

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Missverstanden statt misslungen

Michael Fassbender hält eine Kugel, welche eine Weltkarte darstellt in der Hand und betrachtet sie fasziniert
Zu viele neue Fragen, zu wenige Antworten – eines der Probleme des Films — Prometheus – Dunkle Zeichen | 2012 © 20th Century Fox | Brandywine Productions | Scott Free Productions
Das Bild zeigt eine Person im Raumanzug. Sie hat den Rücken in unsere Richtung gekehrt und trägt einen Helm. Vor ihr breitet sich eine Landschaft mit Bergen und mehreren Planeten aus. Der Schriftzug "Erkunde die düstere Welt des Cosmic Horror" ziert den oberen Bildrand. Rechts unten steht unterstrichen "Shop Now"
©Design mit Rawpixel Designs erstellt

„Prometheus – Dunkle Zeichen“ ist kein makelloser Film. Er ist ambitioniert, manchmal irritierend, manchmal übergroß. Aber er wagt etwas. Er denkt größer, als es viele erwartet haben – und vielleicht wird er gerade deshalb oft missverstanden und vorschnell auf seine Fehler reduziert.

Für mich bleibt er – nach den beiden unantastbaren ersten Teilen „Alien“ und „Aliens – Die Rückkehr“ – einer der stärksten Beiträge des gesamten Franchises.

2. Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021)

Shang-Chi und sein Vater kämpfen mit Energiestrahlen gegeneinander | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Im Kampf gegen den eigenen Vater entwickeln sich neue Kräfte — Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings | 2021 © Marvel Studios | Walt Disney Studios

Worum geht es in „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“?

Shang-Chi (Simu Liu) lebt ein unscheinbares Leben in San Francisco und versucht, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch als er ins Visier der geheimnisvollen Organisation der Zehn Ringe gerät, wird er gezwungen, sich seiner Herkunft zu stellen. Sein Vater Xu Wenwu (Tony Leung Chiu-wai), Anführer der mächtigen Gruppierung, verfügt über mystische Ringe mit außergewöhnlichen Kräften und verfolgt eigene Ziele. Gemeinsam mit seiner Freundin Katy (Awkwafina) und seiner Schwester Xialing (Meng’er Zhang) begibt sich Shang-Chi auf eine Reise, die ihn mit seiner Familiengeschichte, verdrängten Erinnerungen und einer verborgenen Welt voller Mythen konfrontiert. Zwischen Loyalität, Selbstbestimmung und Verantwortung muss er entscheiden, welchen Weg er einschlagen will.

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings | 2021 © Marvel Studios | Walt Disney Studios

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Platz 2

Kaum ein Franchise hat das moderne Blockbuster-Kino so sehr geprägt wie das Marvel Cinematic Universe. Über mehr als ein Jahrzehnt wuchs hier ein filmisches Gesamtwerk heran, das in „Avengers: Endgame“ seinen monumentalen Höhepunkt fand. Ein Finale, das wie ein Schlusspunkt wirkte – und vielleicht auch einer war.

Denn nach „Avengers: Endgame“ wurde klar: Die Luft war raus. Die Filme fühlten sich plötzlich wie ein lauer Nachklapp an. Weniger wie Kapitel eines großen Plans, sondern eher wie notwendige Weiterführungen ohne klar erkennbare Vision. Einzelne Beiträge waren solide, manche sogar sehr gut – aber das große Ganze fehlte.

Und genau in diesem Moment erschien „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“.

Zwischen MCU-Müdigkeit und Eigenständigkeit

Tony Leung und Fala Chen stehen nahe beieinander und schauen sich intensiv in die Augen, Leung hält dabei den Arm von Fala Chen
Marvel-Film trifft auf Wuxia-Äshtetik — Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings | 2021 © Marvel Studios | Walt Disney Studios

Die Wahrnehmung war ambivalent. Viele waren müde vom MCU und wollten etwas Neues. Gleichzeitig erwartete man weiterhin den nächsten Baustein für das große Ganze. Hinzu kam, dass das generelle Interesse am MCU zum Zeitpunkt des Erscheinens spürbar nachgelassen hatte. Der Hype war nicht mehr derselbe wie zu Zeiten von „Avengers: Infinity War“ oder „Avengers: Endgame“. Statt Vorfreude dominierte bei vielen eher eine gewisse Franchise-Erschöpfung.

So wollte „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ sowohl ein Baustein für das Franchise sein, diesem aber gleichzeitig frischen Wind verleihen.

Bis auf kleinere Verweise und ein paar bekannte Gesichter fühlt sich „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ erstaunlich losgelöst vom restlichen Universum an. Würde am Anfang nicht das Marvel-Logo erscheinen, könnte man ihn beinahe als eigenständigen Fantasy-Actionfilm betrachten. Paradoxerweise ist genau das seine größte Stärke – und zugleich der Grund, warum er so schnell unterging.

Er wirkte nicht wie ein unverzichtbares Puzzlestück. Nicht wie der Auftakt zur nächsten epischen Saga. Sondern wie ein in sich geschlossener Film.

Und im Kontext eines Franchises, das auf Vernetzung und Eskalation setzt, kann Eigenständigkeit fast wie Bedeutungslosigkeit wirken.

Marvel trifft Martial Arts

Dabei funktioniert „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ als Blockbuster überraschend gut. Die Martial-Arts-Anleihen sind deutlich spürbar. Elemente des Wuxia-Kinos und elegante Choreografien treffen auf Marvel-Ästhetik und US-Tonalität.

Nein, die Kämpfe erreichen nicht die technische Perfektion der Spitze des asiatischen Martial-Arts-Kinos. Das CGI ist stellenweise sichtbar, das Finale driftet in die gewohnte Effektüberladung ab. Aber innerhalb eines Superhelden-Blockbusters wirken diese Sequenzen frisch und energiegeladen. Vor allem die Action im ersten Drittel zeigt, dass hier ein anderer Rhythmus herrscht als in vielen anderen MCU-Filmen.

Auch der Cast trägt enorm zum Gelingen bei. Simu Liu überzeugt als zurückhaltender, sympathischer Protagonist. Michelle Yeoh bringt ihre gewohnt souveräne Präsenz ein. Und Tony Leung liefert einen der interessantesten und tragischsten Antagonisten des gesamten MCU ab. Kein reiner Weltenzerstörer, sondern eine Figur mit nachvollziehbarer Motivation und emotionalem Kern.

Obwohl „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ eine epische Bedrohung etabliert, fühlt sich die Geschichte persönlich an. Es geht um Familie, um Verlust, um Vermächtnis. Um Vater und Sohn – nicht um Multiversen.

Und vielleicht liegt genau darin der Grund, warum „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ so leicht vergessen wird.

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Ein Film, der untergeht, weil er für sich steht

Simu Leung steht mit einem Kampfstock kampfbereit vor einem chinesischen Tempel | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Simu Liu bringt nicht nur frischen Wind, sondern auch einen neuen Kampfstil ins MCU — Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings | 2021 © Marvel Studios | Walt Disney Studios
Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Marvel und DC Artikeln auf Thalia. Abgebildet ist Margot Robbie als Harley Quinn

Beim ersten Sehen war ich selbst nicht vollkommen überzeugt – zumindest nicht im Kontext des MCU. Damals wartete ich noch auf das nächste große Ziel, auf die neue Richtung nach „Avengers: Endgame“. Heute betrachte ich „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ losgelöster. Und genau so funktioniert er am besten.

„Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ ist kein revolutionärer Superheldenfilm. Er hat die typischen Marvel-Macken – zu viel CGI, gelegentlich erzwungener Humor. Aber er ist ein ordentlicher, emotional geerdeter Blockbuster mit spürbarer Liebe zum asiatischen Kino.

Er fühlt sich angenehm klein an, obwohl viel auf dem Spiel steht. Er wirkt eigenständig, obwohl er Teil eines gigantischen Universums ist.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ untergeht. Nicht weil er schlecht ist. Sondern weil er nicht laut genug „Event!“ schreit.

Für mich bleibt er einer der stärksten MCU-Beiträge, die nach „Avengers: Endgame“ erschienen sind.

1. Creed II: Rockys Legacy (2018)

Ein stilisiertes Bild aus dem Film "Creed 2", im Vordergrund stehen sich Adonis Creed und Viktor Drago gegenüber, hinter ihnen stehen sich Rocky Balboa und Ivan Drago gegenüber | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Sohn vs. Sohn – das Vermächtnis wird weitergegeben — Creed II: Rockys Legacy | 2019 © MGM | Warner Bros. | New Line Cinema

Worum geht es in „Creed II: Rockys Legacy“?

Adonis Creed (Michael B. Jordan) hat sich als Profiboxer etabliert und trägt den Namen seines Vaters mit wachsendem Selbstbewusstsein. Doch als Viktor Drago (Florian Munteanu), Sohn des ehemaligen sowjetischen Boxers Ivan Drago (Dolph Lundgren), die Bühne betritt, wird Adonis mit der Vergangenheit seiner Familie konfrontiert. Der geplante Kampf weckt alte Erinnerungen und persönliche Konflikte, nicht zuletzt für Rocky Balboa (Sylvester Stallone), der erneut an Adonis’ Seite steht. Zwischen sportlichem Ehrgeiz, familiärem Erbe und der Frage nach eigener Identität muss Adonis entscheiden, wofür er im Ring wirklich kämpft. Unterstützung findet er bei Bianca (Tessa Thompson) und seiner Mutter Mary Anne (Phylicia Rashad), während sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem emotionalen Generationenkonflikt entwickelt.

Creed II: Rockys Legacy | 2018 © MGM | Warner Bros. | New Line Cinema

Die 5 besten Box- und Kampfsportfilme – Platz 1

Manchmal geht ein Film nicht unter, weil er schlecht wäre. Er geht unter, weil seine Vorgänger zu gut waren.

„Creed“ war 2015 eine kleine Sensation. Nicht nur ein würdiger Neustart, sondern auch technisch brillant inszeniert, emotional geerdet, mit einer der besten Rocky-Performances von Sylvester Stallone überhaupt. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an die Fortsetzung. Und vielleicht liegt genau hier das Problem von „Creed II: Rockys Legacy“.

„Creed II: Rockys Legacy“ erscheint im Schatten legendärer Rocky-Filme – und gleichzeitig im Schatten seines inszenatorisch außergewöhnlichen Vorgängers. Er ist nicht ganz so technisch verspielt wie „Creed“, nicht ganz so roh wie „Rocky“, nicht ganz so ikonisch wie „Rocky IV“.

Aber er ist etwas anderes: eine erzählerische Brücke.

Zwischen „Rocky IV“ und „Creed“

„Creed II: Rockys Legacy“ schafft etwas, das man in dieser Form nur selten erlebt: Er nimmt ein Kapitel aus den 80ern, das damals plakativ, fast schon cartoonhaft erzählt wurde, und verleiht ihm Jahrzehnte später emotionale Tiefe.

Die Geschichte von Apollo Creed und Ivan Drago wird 35 Jahre nach „Rocky IV“ sinnvoll weitergeführt – nicht als ideenloser Aufguss, sondern als generationenübergreifende Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Schuld und Vermächtnis.

Creed trifft Drago – Adonis trifft Viktor. Die Söhne tragen aus, was ihre Väter begonnen haben. Und doch ist „Creed II: Rockys Legacy“ mehr als nur ein Spiegelbild alter Konflikte.

Vom Antagonisten zur tragischen Figur

Ivan Drago und sein Sohn Viktor Drago stehen vor einem Boxkampf zusammen
Ivan Drago bekommt nicht nur Hintergrund, er bekommt Charakter — Creed II: Rockys Legacy | 2019 © MGM | Warner Bros. | New Line Cinema

Vor allem Ivan Drago erfährt in „Creed II: Rockys Legacy“ eine bemerkenswerte Neubewertung. Aus dem einst nahezu emotionslosen Antagonisten wird eine tragische Figur. Ein Mann, der nach seiner Niederlage alles verloren hat – Ansehen, Heimat, Familie – und nun versucht, seinem Sohn das zu geben, was ihm selbst genommen wurde.

Dolph Lundgren verleiht der Figur eine neue Ebene, die überraschend feinfühlig und glaubwürdig wirkt. Plötzlich empfindet man nicht nur Spannung – sondern Mitgefühl. Durch das Zusammenspiel mit Florian Munteanu wird aus der eiskalten Kampfmaschine ein Charakter mit Tiefe und Bedeutung.

Michael B. Jordan trägt „Creed II: Rockys Legacy“ erneut mit beeindruckender Präsenz. Seine Szenen mit Bianca funktionieren genauso stark wie die Momente mit Rocky. Und Sylvester Stallone? Er ist hier vielleicht so nah an einem endgültigen Abschied wie nie zuvor. „Creed II: Rockys Legacy“ fühlt sich wie das bewusste Abschließen mit der Vergangenheit an. Nicht nur für Adonis – sondern für Rocky selbst.

Und dann kommt dieses Finale. Ohne zu spoilern: Die erzählerische Entscheidung, die im letzten Kampf getroffen wird, gehört für mich zu den stärksten Momenten, die ein Franchise je hatte. Es geht nicht mehr nur um Sieg oder Niederlage. Es geht um Loslassen. Um das Durchbrechen eines Kreislaufs. Um das bewusste Nicht-Wiederholen alter Fehler.

Das ist kein lauter Triumph. Es ist ein emotionaler.

Top 5 unterschätzte Franchisefilme – Ein würdiger Abschluss und ein unterschätztes Kapitel

Adonis Creed steht kampfbereit im Ring, neben ihm sein Trainer Rocky Balboa | Top 5 unterschätzte Franchisefilme
Rocky tritt immer mehr in den Hintergrund und überlässt Adonis den Ring — Creed II: Rockys Legacy | 2019 © MGM | Warner Bros. | New Line Cinema

Vielleicht fehlt „Creed II: Rockys Legacy“ die technische Brillanz des ersten Teils. Die Montagen sind größer, die Kämpfe spektakulärer und die Symbolik offensichtlicher – fast so, wie sich „Rocky IV“ zu „Rocky“ verhielt. Aber genau das passt hier.

Für mich steht „Creed II: Rockys Legacy“ seinem Vorgänger in nichts nach. Er führt dessen Grundstein konsequent weiter, schlägt die Brücke zu „Rocky IV“ und beendet gleichzeitig eine Geschichte, die 1976 begann.

Heute geht „Creed II: Rockys Legacy“ oft unter – zwischen den legendären Rocky-Filmen und dem gefeierten ersten „Creed“. Zu Unrecht.

Für mich ist „Creed II: Rockys Legacy“ nicht nur eine starke Fortsetzung. Es ist ein Herzensfilm. Es ist die Wiedergutmachung, von der ich nicht wusste, dass Ivan Drago sie verdient hatte.

Und es ist ein würdiger Abschluss für Rocky Balboa.

Weitere Empfehlungen zum Thema „Top 5 unterschätzte Franchisefilme“ aus der Redaktion:

  • Alien Covenant (2017)
  • Terminator: Dark Fate (2017)
  • Scream (2022)
  • Jurassic World: Die Wiedergeburt (2025)
  • Godzilla King of the Monsters (2019)
  • Howard – Ein tierischer Held (1986)
  • Jason X (2001)
  • Spider-Man 3 (2007)
  • Blade Runner 2049 (2017),
  • Blade Runner (1982),
  • Iron Man 3 (2013),
  • Mission: Impossible III (2006),
  • Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (2007)
  • X-Men: Erste Entscheidung (2011)
  • Thor – The Dark Kingdom (2013),
  • Stirb Langsam 4.0 (2007),
  • Terminator: Genysis (2015),
  • Harry Potter und der Halbblutprinz (2009),
  • The Witcher: Sirens of the Deep (2025)
  • The Expendables 2 (2012)
  • Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003)
  • Logan – The Wolverine (2017)
  • Conjuring 2 (2016)
  • Matrix Revolutions (2003)
  • Zurück in die Zukunft 3 (1990)
  • Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (2017)
  • High School Musical (2006)
  • Der Exorzist III (1990)

Fazit für die Top 5 unterschätzte Franchisefilme

Große Filmreihen leben von ihren Meilensteinen. Von ikonischen Anfängen, revolutionären Wendepunkten und epischen Finalen. Doch oft sind es nicht nur diese lauten Höhepunkte, die eine Saga prägen.

Manchmal sind es die Zwischenkapitel. Filme, die nicht alles neu definieren. Die nicht den größten Hype auslösen. Die nicht als „beste Teile“ in Rankings auftauchen.

Aber Filme, die etwas weiterführen. Etwas abrunden. Etwas ergänzen. Die Brücken schlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Figuren vertiefen, Mythen erweitern oder einfach zeigen, dass ein Franchise mehr Facetten besitzt, als man ihm zutraut.

Vielleicht liegt genau darin ihre Stärke – und zugleich ihr Schicksal. Sie stehen zwischen den Giganten. Und genau deshalb übersieht man sie so leicht.

Diese Liste ist deshalb weniger ein endgültiges Urteil als vielmehr eine Einladung: Schaut noch einmal hin. Gebt jenen Filmen eine zweite Chance, die im Schatten stehen. Nicht jeder unterschätzte Film ist ein verborgenes Meisterwerk. Aber manchmal findet man gerade dort die emotionalsten, mutigsten oder persönlichsten Momente eines ganzen Franchises.

Und vielleicht sind es genau diese Filme, die uns am längsten begleiten.

Welche Franchisebeiträge haltet ihr für unterschätzt?


Ein Mann mit Bart, Sonnenbrille und schwarzer Cap hält eine Bulldogge im Arm. Er trägt einen orangefarbenen Hoodie mit schwarzem Schriftzug. Im Hintergrund ist eine hügelige Landschaft mit kahlen und immergrünen Bäumen unter blauem Himmel zu sehen.

 

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