Media Monday #755

Monochromes Foto mit nostalgischem Flair: Im Vordergrund ein Plattenspieler mit Vinyl unter einer transparenten Haube, dahinter zwei Filmrollen mit der Aufschrift „PORTRA 400“ und eine klassische Zweiobjektivkamera. Im Hintergrund ein unscharfes Letterboard und eine gepolsterte Wand. Überlagert ist ein weißer Rahmen mit dem Schriftzug „MEDIA MONDAY #755“. Die Szene vermittelt Retro-Ästhetik und mediale Leidenschaft.

Zwischen Lichterglanz, leisen Zweifeln und cineastischem Anspruch 🎬🕯️✨ willkommen zum Media Monday #755! Diese Woche nehme ich euch mit durch eine winterliche Gedankenlandschaft, in der nicht alles funkelt, nur weil es funkeln soll. Zwischen Vorweihnachtszeit, persönlichen Ritualen und einer zunehmenden Distanz zu Erwartungen und Hypes geht es um das, was sich für mich noch stimmig anfühlt – und um das, was ich inzwischen kritisch hinterfrage. Ob winterliche Stimmung ohne Weihnachtszwang, ein stiller Jahresabschluss im kleinen Kreis oder die Suche nach Kino mit Substanz: Dieser Media Monday ist ruhiger, persönlicher und vielleicht ein bisschen nachdenklicher als sonst.

Neben diesen winterlichen Reflexionen blicke ich auch wieder tief in meine Filmleidenschaft: vom Abschied vom reinen Popcornkino hin zum Arthaus, von präzise inszenierter Action über tragische Liebesgeschichten bis hin zu meiner manchmal unbequemen Haltung gegenüber Hypes, Bewertungen und Erwartungsdruck. Filme begleiten mich dabei nicht nur als Unterhaltung, sondern als Spiegel, Diskussionsgrundlage und emotionaler Anker – gerade in einer Zeit, in der vieles lauter wirkt, als es sein müsste.

Macht es euch also gemütlich, schnappt euch eine Tasse Tee 🍵 oder Kaffee ☕ und begleitet mich durch einen Media Monday voller Filmkunst, ehrlicher Gedanken und stiller Zwischentöne. Viel Freude beim Media Monday #755! 🖤🎞️✨

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereit gestellt wird und von unterschiedlichen Blogger:innen ausgefüllt und präsentiert wird.

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. Winterlich, still und leuchtend: Meine Gedanken zu Weihnachten und Co. im Media Monday #755 ✨🌲🕯️

Gemütlich dekorierte Tischszene mit einer brennenden Kerze im Glas, einem vintage Holz-Kaffeemahlwerk, einem Glasbecher mit dunklem Heißgetränk sowie natürlichen Deko-Elementen wie Tannenzapfen, Tannenzweigen, roten Beeren und einem goldenen Ornament. Die warme Beleuchtung und rustikale Atmosphäre vermitteln ein festliches, winterliches Gefühl voller Behaglichkeit und Nostalgie. | Media Monday #755
Foto © Jessica Mangano
Vintage-Weihnachtswerbung mit einer Frau in traditioneller Kleidung, die einen festlich geschmückten Weihnachtsbaum dekoriert. Umgeben von roten Kugeln und Lichtern vermittelt die Szene eine warme, nostalgische Feiertagsstimmung. Werbetext kündigt Rabattaktionen bis zu 70 % an, mit dem Slogan ‚Jetzt geht’s los mit Weihnachten!‘.
Mit rawpixel.com erstellt

Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch …. ich weiß es nicht. Ich fühl das alles irgendwie nicht mehr so richtig. Ja ich habe Beleuchtung an. Aber ich liebe auch Beleuchtung an sich. Das ganze Jahr ist bei mir im Haus irgendwas beleuchtet. Nicht kitschig, aber eben stilvoll. Einfach ein paar Lichtelemente gesetzt. Ich werde auch wieder einen Baum aufstellen, weil ich den einfach liebe. Und ich das auch mag. Bisher bin ich gar nicht dazu gekommen, denn sonst stelle ich den immer schon am 1. Dezember auf. Auch was Adventskalender angeht bin ich inzwischen weniger begeistert. Meine beste Freundin schenkt mir immer einen. Dieses Jahr habe ich einen von Kinderschokolade bekommen. Danke dafür ✨💙. Ich hab auch den von Thalia abonniert, aber das fühlt sich alles eher wie Schrottwichteln an.

Früher gab es da mal Gewinnspiele oder so, wo ich immer mitgemacht habe. Bei Douglas oder Vogue. Aber irgendwie gibt es das auch nicht mehr. Es gibt nur noch Rabatt auf irgendwas und man soll das dann kaufen. Aber dazu hab ich auch keine Lust und brauch eigentlich davon auch nichts. Und wenn gibt es ja auf die Dinge, die ich brauche gar keinen Rabatt. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, weil es zwingt mich niemand was zu kaufen oder einen Adventskalender zu abonnieren. Aber es nervt mich inzwischen auch wirklich. Dieses Überhäufen mit Angeboten. Kaufe! Ich will nicht, ich brauche nichts. Die Black Weeks waren schon so penetrant, es ist einfach nur noch schlimm.

Auch was Weihnachtsfilme angeht, ist mir da so irgendwie die Lust daran vergangen. Früher hab ich das Fest mal geliebt, aber ich kann dem irgendwie immer weniger abgewinnen. Auch Weihnachtsmärkte finde ich anstrengend. Am Samstag war ich in München und musste am Marienplatz aussteigen. Mitten im Weihnachtsmarkt. Es war so voll und ich musste einfach nur die Straße runter, aber ich kam gar nicht so richtig durch die Menschenmassen. Ich hatte wirklich Panik.
Allgemein finde ich es eh schwierig, das immer so allgemein zu fragen bezüglich Vorweihnachtszeit und Co. Tatsächlich bin ich überhaupt nicht getauft und das finde ich sehr gut, weil ich mit dem ganzen Kirchengedöns auch gar nichts zu tun haben will. Meine Eltern haben meinen Geschwistern und mir dennoch diesen ganzen Kram vermittelt mit Ostern, Nikolaus und Weihnachten zumindest. Das fand ich als Kind schon ganz toll aber ich hatte auch keine Ahnung was das eigentlich bedeutet. Und wenn ich ganz ehrlich bin, will ich als Person, die überhaupt keinen Glauben hat, damit auch nicht ständig behelligt werden, weil es ist nicht mein Glaube und es ist auch nicht wirklich meine Tradition.

Und ja ich bin wirklich etwas genervt wegen der ganzen Thematik, weil ich mich gerne auch mit anderen Bräuchen auseinander setze. Gerade deswegen, weil meine Eltern mir eigentlich die Entscheidung ließen, meinen eigenen Glauben zu finden. Was gar nicht möglich ist, weil man sich in anderen Religionen nur theoretisch einlesen kann und sie nicht wirklich miterleben oder „beschnuppern“ darf. Und besonders nervig finde ich es, wenn man mir jetzt zu jedem Advent einen schönen Advent wünscht. Ich weiß es ist nett und ich finds auch lieb. Aber es ist mir schlussendlich auch total egal. Im Prinzip geht es mir aber auch darum, dass Menschen selten über den Tellerrand schauen und das einfach wahllos irgendwem wünschen, ohne daran zu denken, dass man vielleicht Chanukka, Makar Sankranti, Losar, Yalda, Wintersonnenwende oder Kwanzaa feiert. Und gar nicht Weihnachten.

2. Ein langjähriger Brauch? Unser stiller Jahresabschluss 🎉🍹💛

Festlich dekorierte Szene mit drei von oben fotografierten Gläsern, gefüllt mit Sekt oder Champagner. Um die Glasstiele sind Schleifen gebunden, umgeben von Tannenzweigen, Stechpalmenblättern, goldenen Kugeln und einer goldenen Schleife. Die spiegelnde Oberfläche verstärkt die elegante, feierliche Atmosphäre und vermittelt ein Gefühl von Luxus und festlicher Stimmung. | Media Monday #755
Foto © Nataliya Melnychuk

Dass meine beste Freundin, eine weitere Freundin und ich, jedes Jahr einen „Jahresabschluss“ feiern ist ebenfalls langjähriger Brauch, denn irgendwie ist das unsere Art, dem vergangenem Jahr lebe wohl zu sagen. Tatsächlich weiß ich gar nicht mehr, wie das kam, aber seit ein paar Jahren treffen wir uns immer kurz vor Ende des Jahres, kochen zusammen und ja wir trinken Alkohol. Aber das ist nicht einfach ein Saufgelage, sondern wir überlegen vorher, was wir probieren wollen. So gibt es Bier, Sekt, Wein oder ausgefallene Cocktails. Es ist einfach eine kleine, ruhige Party für uns mit gutem Essen und ausgefallenen Gesprächen. Manchmal spielen wir auch ein Spiel dabei. Auf jeden Fall ist es jedes Jahr schön und ich genieße diesen Abend sehr. Allerdings merke ich gerade auch, dass wir für 2025 noch gar nichts geplant haben und da sollte ich mal nachhaken. Sonst wird es dann doch zu stressig.

3. Vom Popcornkino zum Cinephile Circle: Ich brauche Kino mit Anspruch 🍿🎬🖤

Das Bild zeigt O-Ren Ishii (Lucy Liu) aus "Kill Bill" | Media Monday #755
Ästhetische Material Arts Kunst mit Lucy Liu — Kill Bill | 2003 ©Buena Vista International
Festliches Werbemotiv mit rotem Hintergrund und weißer Schrift: ‚Laut unterm Baum – Die hässlichsten Sweater, die rundsten Kugeln oder die ersten Geschenke: Hier findest du alles, was dein sinnliches Herz begehrt!‘. Rechts im Bild ein dekorierter grüner Weihnachtskranz mit roter Schleife und Beeren, darunter das Logo von EMP.
Mit rawpixel.com erstellt

Zu meinen Sehgewohnheiten gehört wohl auch ein gewisser Anspruch. Inzwischen gibt es immer weniger Filme, die mich begeistern, bei denen man einfach das Hirn ausschaltet. Irgendwie möchte ich immer, dass mir der Film etwas gibt. Sei es eine Gedankenparabel, Authentizität, ein Identitätsabgleich oder einfach etwas visuelles. Inzwischen blicke ich immer mehr in die Kunst hinter den Filmen und deswegen fühle ich mich inzwischen auch im Arthaus Bereich mehr zu Hause als im Mainstream. Besonders Actionfilme oder stereotypische RomComs kann ich gar nicht mehr so richtig fühlen. Früher hab ich Actionfilme wirklich geliebt und die Story war mir auch egal, Hauptsache es gab coole Stunts. Aber das wird irgendwie immer weniger. Vielleicht liegt das auch an der Machart der Filme. Es gibt zu viele sinnlose Schießereien in denen niemand irgendwas trifft, obwohl das die besten, ausgebildeten Schütz:innen sind.

Oder es ist eine Aneinanderreihung von Explosionen, wodurch jeder Actionfilm für mich wie eine Arbeit von Michael Bay wirkt. Klar kann das auch Spaß machen, aber es muss auch irgendwie das rundum Paket sein. Schwierig ist es dann auch, dass die Filme inzwischen so lang gehen. Eben weil die Actionszenen so gedehnt sind. Aber es ist eben keine gute Action. Material Arts Kämpfe waren früher gezielt und präzise gefilmt. Allein Kill Bill ist da schon ein kleines Masterpiece. Die Szene in der Küche mit der Cornflakes Packung ist einfach peak Cinema. Von den Filmen mit Bruce Lee brauch ich gar nicht anfangen, die sind einfach klasse gefilmt. Da hat man noch gesehen was abgeht, selbst wenn es dann nur Amateurhaft aussah. Aber es wirkte real. Besonders Marvel hat diese Krankheit. Es gibt so coole Actionsegmente in den Filmen, aber man sieht sie nicht. Hier werden einfach zu viele Cuts gesetzt und das versaut den ganzen Kampf. Bei The Return of the First Avenger wurde das meiner Meinung nach noch am besten gemacht. Der Film hat wirklich schöne inszenierte Action und auch Kämpfe, die man sehen kann.

Eine weitere Krankheit ist nämlich die wackelige Kamera. Wenn ich einen Actionfilm sehe, möchte ich die Action auch sehen und keine Magenparty davon bekommen. Übrigens ist das auch ein Aspekt, der mir bei The Gray Man gefällt. Ja die Action ist größtenteils CGI, aber das stört mich gar nicht so arg. Ich mag die Material Arts Kämpfe, die wirklich gut gemacht und gut gefilmt sind.

Und ja die RomComs. Früher hab ich sie geliebt und regelrecht verschlungen. Aber es ist auch immer das Gleiche. Es holt mich einfach nicht mehr ab. Romantisch war ich sowieso nie wirklich, außerdem finde ich das alles inzwischen so furchtbar aufgesetzt. Im Arthaus gibt es auch Liebesgeschichten, aber das wirkt dann auch wie aus dem echten Leben. Und was ich ganz schlimm daran finde ist eben, dass der Hauptperson in der Story immer jemand aufgedrückt wird. Du musst jemanden haben, sonst bist du nichts wert. I hate it!


„I can buy myself flowers
Write my name in the sand
Talk to myself for hours
Say things you don’t understand
I can take myself dancing
And I can hold my own hand
Yeah, I can love me better than you can“

– Miley Cyrus (Flowers)

4. Tragic Lovestories im Media Monday #755 💔💘😭

Passion of Arts: Greatest Showman: Phillip kniet vor Anne um sich zu entschuldigen | Media Monday #755
Phillip (Zac Efron) und Anne (Zendaya) würden gerne die Sterne neu schreiben — The Greatest Showman | 2017 ©Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Festliche Thalia-Werbung mit dunklem Holz-Hintergrund, dekoriert mit Tannenzweigen und roten Beeren. Weißer Text kündigt die ‚Weihnachtswelt‘ an und lädt dazu ein, das perfekte Geschenk für Kinder, Teenager und Erwachsene zu entdecken – von Spielzeug über Dekoration bis zu Bastelideen. Abschluss mit dem Button ‚Shop Now!
Mit rawpixel.com erstellt

Tragische Liebesgeschichten sehe ich ebenfalls immer gern, einfach weil mh ja weil? Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil ich selbst nie so die große Liebesgeschichte erlebt habe. Aber ich habe mich auch mal eine Zeit lang danach gesehnt. Ich war einmal so richtig verliebt und das ziemlich unglücklich. Es hat mich so verletzt, dass meine Liebe nicht erwidert wurde, dass ich in eine tiefe Depression versank. Und vielleicht fühle ich mich deswegen bei solchen Geschichten so abgeholt. Geschichten in denen Liebende auch nicht zusammen sein dürfen. Aus gesellschaftlichen Gründen, aus Scham, wegen der Entfernung oder aus Gründen, die den Erfolg bremsen. In der Welt des Kinos gibt es viele solcher tragischen Geschichten wie beispielsweise in Greatest Showman.

Die Beziehung zwischen P. T. Barnum (gespielt von Hugh Jackman) und Charity Barnum (gespielt von Michelle Williams) ist zuckersüß. Wird dann aber auch problematisch durch seinen Erfolg. Aber das ist so das stereotypische in Hollywood Stories. Worauf ich hinaus will ist die Liebesgeschichte zwischen Anne Wheeler (Zendaya) und Phillip Carlyle (Zac Efron). Eine Beziehung zwischen einem weißen Mann und einer Schwarzen Frau und das um 1834. Zusätzlich wird deren Klassenunterschied beleuchtet. Phillip stammt aus einer reichen Familie und Anne ist Artistin in einem Zirkus. Beides ein No-Go zu dieser Zeit. Aber der Film rückt diese Thematik zumindest etwas in den Fokus und zeigt auch, wie wichtig es ist, sich für die Liebe oder den Stand in der Gesellschaft zu entscheiden. Wie diese Geschichte schlussendlich ausgeht, verrate ich nicht. Schaut euch den Film an!

Solche Geschichten gibt es aber auch in der Literatur und ich kann sie besser fühlen, als so manche Happy Ends.

5. Media Monday #755: Filme lieben, kritisch betrachten 🎬🧐💭

Industriell gestaltete Wand mit genieteten Metallplatten. Links eine große, durchlöcherte Zahl „3“, hinterleuchtet mit weißem Licht. Rechts zweimal das Wort „MOVĪE“ in weißen Großbuchstaben mit einem Makron über dem „I“. Die Szene erinnert an die Beschilderung eines modernen Kinosaals, vermutlich Saal 3, mit einem minimalistischen und futuristischen Design. | Media Monday #755
Foto © Declan Sun
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Wenn es dann einem Film oder einer Serie gelingt, mich überaus zu begeistern, dann erzähle ich gerne auch darüber und empfehle diese, wenn möglich auch an andere weiter. Insofern ich mir denke, dass der anderen Person, der Film oder die Serie auch gefallen könnte. Ist ja immer schwierig jemandem was zu empfehlen, deswegen halte ich es oftmals eher allgemein. Es gibt aber auch wenig Menschen, die ich kenne, die sich für das begeistern können, was mich begeistert. Schon immer schwimme ich irgendwie gegen den Strom, was mir tatsächlich im laufe meiner „Online-Karriere“ auf Filmplattformen auch schon angekreidet wurde. So frei nach dem Motto, ich würde das mit Absicht tun. Aber das stimmt nicht.

Ich gebe zu ich distanziere mich oftmals erst einmal von Dingen, die gerade alle total abfeiern. Nicht, weil ich gegen den Strom schwimmen will, sondern, weil ich irgendwie nicht so das Gefühl von Miteinander habe. Und oft passiert auch, dass ich mich im Rechtfertigungs-Modus befinde, wenn mir der Film, den gerade alle total feiern, nicht gefällt. Nicht, weil ich es so will, nicht weil ihn alle lieben, sondern einfach, weil ich Filme kritischer betrachte. Neulich habe ich dadurch sogar eine Diskussion ausgelöst, wie es sein kann, dass ein Film ein Lieblingsfilm ist, aber keine volle Punktzahl hat. Und das spannende ist dann hierbei, wie man Wertungen empfindet. Ich kenne sogar Personen, die auf Letterboxd gar keine Filmwertung mehr vergeben, sondern den Film einfach nur loggen. Eben weil sie sich davon befreien wollen.

Schwierig finde ich auch immer, wie man verurteilt wird, wenn man einen Film nicht mag. Ich habe damit schon einige Erfahrungen gemacht, was auch ein Grund ist, warum ich viele Filme erst viel später schaue. Um nicht mit dem Hype mit zu schwimmen und dann andere zu enttäuschen. Denn viele fühlen sich von meiner Meinung dann angegriffen und ja ich wurde deswegen auch oftmals schon beleidigt oder sogar diskriminiert. Es ist wirklich spannend, wie viele Menschen, Filme so persönlich nehmen. Manche haben Angst, wenn ihnen ein Film nicht gefällt, der der Lieblingsfilm einer anderen Person ist. Darüber muss ich oftmals schmunzeln. Warum macht man sich selbst so einen Druck? Ich weiß es nicht? Und warum üben andere so einen Druck auf jemanden anderen aus? Ich mein mir passiert das ja auch. Dass ich mich unter Druck gesetzt fühle. Weil ich dann oft weiß, der Film wird mir vielleicht nicht so gefallen, wie andere. Und dann wappne ich mich manchmal schon gegen den Shitstorm. Der kommt tatsächlich immer seltener, aber bei Filmen wie Mad Max: Fury Road habe ich bei meiner Kritik, zumindest in Letterboxd, die Kommentarfunktion blockiert.

6. Drama Baby! Mein bevorzugtes Gerne im Media Monday #755 🎭🎬💔

Das Bild zeigt Chris Evans in seiner Rolle als Mike Weiss im Film "Puncture - David gegen Goliath" | Media Monday #755
Chris Evans spielt Mike Weiss in dem Drama — Puncture – David gegen Goliath | 2011 ©Kassen Brothers Productions
Das Bild ist eine Werbeanzeige zu Film- und Serienmerchandise, insbesondere Stranger Things von EMP
Foto: Stranger Things | seit 2016 ©Netflix

Das Genre Drama zählt allgemein zu meinen liebsten Genres, denn irgendwie gucke ich auch überwiegend Dramen. Vielleicht, weil mein ganzes Leben ein Drama ist. Kleiner Scherz 😅. Ich suche das glaube ich gar nicht so bewusst aus, denn ich gucke einfach Filme, die mich interessieren oder wo Menschen daran beteiligt sind, die ich aus der Filmbranche mag. Mir persönlich war das gar nicht so bewusst, dass ich meistens Dramen schaue. Das hab ich vor einigen Jahren mal durch die Letterboxd Statistik erfahren. Aber wie oben schon erwähnt, sprechen mich tragische Geschichten einfach an und vor allem auch Geschichten aus dem echten Leben.

Ich brauche irgendwie Storys mit denen ich mitfühlen kann und die mich abholen, vor allem, wenn sie eigene Erfahrungen widerspiegeln. Zusätzlich habe ich einen Hang zu tragischen Figuren, wie Luke Glanton (gespielt von Ryan Gosling) aus The Place Beyond the Pines oder Mike Weiss (gespielt von Chris Evans) aus Puncture – David gegen Goliath. Letzteres ist ja eine wahre Geschichte, was ich mir auch sehr gerne ansehe. Tragische Geschichten aus dem echten Leben wie Jim Carroll – In den Straßen von New York bewegen mich einfach zutiefst. Und ich würde nicht unbedingt sagen, dass Drama mein liebstes Genre ist, sondern einfach das, was mich am meisten anspricht.

7. Media Monday #755: Gesundheit, Hoffnung und ein bisschen Aufatmen 🩺🌈🕯️

Klassisches Brettspiel „Operation“ mit einer cartoonhaften Figur auf gelbem Hintergrund. In ihrem Körper befinden sich beschriftete Aussparungen mit herausnehmbaren Teilen wie „Funny Bone“, „Broken Heart“ und „Butterflies in Stomach“. Ziel ist es, diese mit einer Pinzette zu entfernen, ohne die Ränder zu berühren – sonst leuchtet die Nase rot und ein Summer ertönt. Im Hintergrund ist die Spielverpackung mit dem Titel „OPERATION“ und dem Slogan „A fun and skill game for all the family that keeps you in stitches!“ sichtbar. | Media Monday #755
Foto © Jez Timms

Zuletzt habe ich einen Termin beim Fallmanagement im Jobcenter gehabt und das war gut, weil wir viele wichtige Dinge besprochen haben. Vor allem auch, was bei mir Gesundheitlich noch ansteht. Im Januar werde ich eine Operation haben, auf die ich mich wirklich sehr freue. Ein langer Leidensweg geht damit hoffentlich zu Ende und ich werde weniger eingeschränkt sein. Es ist unfassbar, wie sehr das auch mein ganzes Umfeld erleichtert. Aussagen wie „na endlich“ und „das freut mich so für dich“, sowie „das wurde aber auch endlich Zeit“, haben mich in diesem Kontext erreicht und das ist schon krass. Warum? Weil ich dadurch merkte, wie mein ganzes Umfeld quasi gemerkt hat, wie sehr ich darunter leide. Wie oft ich in der Schule krank war, deswegen hatte ich tatsächlich vergessen, bis es meine beste Freundin dann erwähnt hatte. Irgendwie war diese Überweisung ein frühzeitiges Geburtstagsgeschenk und ich bin sehr glücklich und dankbar dafür. Noch in der Praxis habe ich vor Freude ein paar Tränen vergossen.

Zusätzlich werde ich mich noch einmal bezüglich Schmerztherapie kümmern, dazu habe ich auch noch einiges zu erledigen. Ich bin dann auch froh, wenn die Termine, von denen ich derzeit jeden Tag einen abzuarbeiten habe, vorbei sind und ich das alles in Ruhe vorbereiten kann. Ich habe gar keinen Feiertagsstress, wie andere, bei mir stehen andere Dinge an 😅. Kann ich aber auch gerne darauf verzichten, aber naja es wird am Ende auch gut für mich sein.

Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche und ganz viel Liebe! 💚💛💜 Das war mein Media Monday #755 für diese Woche. Lasst gern einen Kommentar da!


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #755 für euch:

1. Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch ____ .

2. ____ ist ebenfalls langjähriger Brauch, denn ____ .

3. Zu meinen Sehgewohnheiten gehört wohl auch ____ .

4. ____ sehe ich ebenfalls immer gern, einfach weil ____ .

5. Wenn es dann einem Film oder einer Serie gelingt ____ .

6. ____ zählt allgemein zu meinen liebsten Genres ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trägt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise über seine Augen fällt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-Porträts verstärkt.

» ⋯ «

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Weitere Blogger:innen aus der Film Community

Header Elements – Media Monday #755: © Passion of Arts Design | Foto: Loyiso Mali

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4 Kommentare

  1. Ich wünsche dir auch alles Gute für deine Operation! Wenn du magst, kannst du ja schreiben, wann das ist, damit ich mir auf Discord keine Sorgen mache, dass ich nix von dir höre. O.o Aber kann auch verstehen, wenn du das nicht willst.
    Und wir haben ja gestern schon drüber gequatscht, bei Weihnachten und Mad Max sind wir uns einig. ;-D

  2. Erst mal finde ich es mutig und stark, dass du so offen bist.
    Viel Glück bei der Operation.

    1. Zur Vorweihnachtszeit gehört eben auch viele Weihnachtsfilme zu gucken, damit die einen auf das Fest einstimmen.

    2. „Batmans Rückkehr“ und „Kevin- allein zu Haus“ schauen ist ebenfalls langjähriger Brauch, denn ich finde beides sind zeitlose Meisterwerke, die jedes Jahr Spaß machen bzw. berühren und faszinieren.

    3. Zu meinen Sehgewohnheiten gehört wohl auch, dass es in den Filmen auch ein paar ordentliche Bösewichter geben muss, denn ohne Schurken sind viele Filme langweilig. Was nicht heißt, dass ich nur Filme mit Bösen toll finde, aber sie machen einen Film manchmal interessanter.

    4. Filme zum Lachen sehe ich ebenfalls immer gern, einfach weil sie einen ablenken oder einem ein gutes Gefühl geben. Aber in der heutigen Zeit gibt es immer weniger gute Komödien, weil der Humor immer alberner geworden ist.

    5. Wenn es dann einem Film oder einer Serie gelingt mich zu packen oder zu begeistern, ist das schon schön, aber in letzter Zeit schaffen, dass immer weniger Filme oder Serien.

    6. Action und Thriller zählt allgemein zu meinen liebsten Genres, denn ich mag es wenn es ordentlich kracht oder wenn es ziemlich spannend ist. Nur sinnloses Geballer ist für meinen Geschmack auch nicht so das Richtige.

    7. Zuletzt habe ich Wasser getrunken und das war gut, weil ich echt Durst hatte.

  3. Die meisten anderen Media Monday-Teilnehmer*innen füllen „einfach nur“ die sieben Fragen aus, du machst daraus jede Woche einen persönlichen, tiefgehenden Leitartikel. Respekt!

    Seit gut 20 Jahren tue ich mich mit dem ganzen Brimborium um Weihnachten (vor allem dem überwiegend amerikanisierten Kitsch und Kommerzterror) auch schwer. Weihnachten mit der Familie ist schön und entspannend sowie mit sehr gutem Essen verbunden. Aber der ganze Irrsinn vorher nervt eher.

    Und bei Filmen geht es mir ähnlich wie dir. Blockbuster und Mainstream interessieren mich kaum noch. Arthouse-Kino und Indie-Filme dafür umso mehr, gerne auch obskure Werke. Ab und zu ein kurzweiliger, unterhaltsamer Actionfilm bei mir aber auch.
    Bei so manchen überhypten Filmen schwimme ich auch gegen den Strom. Ich werde zum Beispiel nie verstehen warum fast alle die „Spider-Man“-Filme von Sam Raimi so abfeiern. Ich fand den ersten schon beim Kinobesuch mit 21 (als ich noch sehr anspruchslos war) irgendwie ätzend. Das ist aber auch so ein kulturelles Problem unserer Zeit: mittelmäßige oder sogar schwächere Werke mit großen Namen oder Franchises werden hemmungslos überhypt.

    Für eine bevorstehende Operation im Januar wünsche ich dir gutes Gelingen und dass die dadurch erhoffte/geplante Besserung eintrifft.

    1. Danke @medienhobbit. Früher hab ich das ja auch so irgendwie. Aber so macht es mir unglaublich viel Spaß! Freue mich jedes Mal darauf, was neues aus dem Lückentext zu zaubern.

      20 Jahre ist auch schon eine lange Zeit. Aber ja das meiste wird einfach zu sehr von Amerika abgekupfert. Dabei haben wir unsere eigenen Traditionen. Wenn ich daran denke, wie das früher war, als meine Mama noch Plätzchen an den Baum gehängt hat und ich den immer bestaunt hatte. Und nach der Bescherung gab es Essen und dann hat sie uns Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Früher ging es viel mehr um Familie und Zeit zusammen haben. Heutzutage hab ich das Gefühl es geht nur noch um Geschenke. Kaufe hier und kaufe da!

      Ja da sagst du was. So sollte es eben auch sein. Gutes Essen und gemeinsame, besinnliche Zeit mit der Familie.

      Da sind wir inzwischen auf einem gleichen Level. Du ja schon eher als ich. Hole mir ja immer gerne Inspiration von dir und freue mich auch immer über einen Austausch über Filmperlen, die sonst niemand so richtig kennt. Damals fand ich den Raimi Spider-Man auch total cool. Aber ich war auch unglaublicher Spider-Man Fan. Damals schon mit der Zeichentrickserie. Das war einfach mein Lieblingsheld. Und für mich ist es auch immer Tobey Maguire, weil er hat ihn einfach so herrlich gut gespielt. Aber der letzte Rewatch der Reihe hat mich auch nicht mehr so begeistert irgendwie. Ich bin von Spider-Man inzwischen auch satt. Es ist wie mit Batman oder Superman. Immer die gleiche Story mit immer dem gleichen Helden.

      Ja ich empfinde das irgendwie auch so. Vor allem bei diesen Superheld:innen Filmen. Aber ja auch bei großen Namen. Der nächste Christopher Nolan Film wird auch schon so gehyped und naja also ich bin da noch sehr skeptisch. Ich halte aber auch nicht so viel von Nolan. Aber so ist es und es sind immer die gleichen Menschen irgendwie.

      Vielen Dank ✨

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