Willkommen zum Media Monday #787! 🌫️🎬💛
Manchmal gibt es diese Momente, in denen man merkt, dass einem etwas fehlt: dieses Kribbeln vor einem Kinostart, die Vorfreude auf einen Film, bei dem man die Tage zählt, bis endlich das Licht im Saal ausgeht. Aktuell hält sich dieses Gefühl bei mir allerdings etwas in Grenzen. Dafür überraschen mich manchmal genau die Filme, von denen ich es am wenigsten erwartet hätte.
In dieser Woche geht es um große Namen wie Ryan Gosling, Marvel und Robert Eggers, um die Frage, ob ich vielleicht doch ein Replikant bin, und darum, wie viel man eigentlich leisten kann, bevor die eigene Energieanzeige endgültig auf Reserve läuft. Zwischen Filmfreude, gesellschaftlichem Frust und der Suche nach kleinen Momenten der Ruhe begleitet mich diesmal wieder die Liebe zur Filmkunst – mit einer warmen Tasse Kakao in der Hand und dem Blick auf das, was kommt.
Macht es euch also gemütlich, mit einem heißen Kakao, einem Kaffee oder einer Tasse Tee und begleitet mich durch den Media Monday #787.
Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark
Was ist der Media Monday?
Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍
Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.
Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖
1. Media Monday #787: Ich vermisse das Kribbeln vorm Kinostart 🍿✨
Video Clip von TheMovieReport.com © | YouTube Lizenz | Ryan Gosling wird als der neue Ghost Rider präsentiert
Auch interessant: Der Astronaut – Filmkritik

Es wäre mal eine echte Überraschung, würde ein Film vorgestellt werden, auf den ich mich so richtig freue. Ein Film, wo ich es kaum erwarten kann, dass er in die Kinos kommt und dann auch nicht bangen muss, dass er in meinem Kino nicht läuft. Zuletzt war das Der Astronaut von Phil Lord und Christopher Miller. Das Buch hatte mir so sehr gefallen, dass ich es kaum erwarten konnte, endlich den Film zu sehen. Ansonsten ist jetzt irgendwie Flaute. Zwar wird Ryan Gosling in einem Star Wars Film, nächstes Jahr mitspielen, aber da die Sternenkrieger nie so meine Welt waren, erwarte ich dieses Kinoerlebnis eher ernüchternd.
Gestern wurde verkündet, er würde im Ghost Rider Remake die Hauptrolle übernehmen. Ein Traum, der für ihn endlich in Erfüllung gehen wird, da er sich diese Rolle schon so lange gewünscht hatte. Auch seine Frau Eva Mendes, die im alten Film mit Nicholas Cage mitgespielt hatte, freut sich auf dieses Match. Kurz gesagt, das ganze Internet flippt eigentlich deswegen aus. Ich nicht. Ich blicke zwar auf die Vorteile, da ich den anderen Film nicht so recht mochte, aber Ghost Rider ist kein Film, auf den ich regelrecht fiebere. Zumal Ryan Gosling jetzt den Fuß in der Marvel Tür hat und einige Stimmen schon wieder die Cash Cow klingeln hören und sich Ideen ausdenken, wie man den Charakter im MCU verkäsen kann.
Was mich dann zu Chris Evans bringt, der wohl eventuell doch eine größere Rolle im neuen Avengers Film haben wird. Oder wir werden einfach gelinkt und uns erwartet nach seinem Erscheinen ein „to be continued …“. Zuzutrauen wäre das den Marvel Film Produzierenden. Allerdings war Chris Evans ebenfalls auf der Comic Con San Diego und Hayley Atwell ebenso. Ich bin mal gespannt, was da auf uns zukommt. Aber gehyped bin ich nicht auf Avengers: Doomsday. Und sonst so? Naja. Schauen wir mal was wird (was wird).
2. Zeit für einen Ausflug nach Transsylvanien 🏰🌙

Auch interessant: Nosferatu – Der Untote – Filmkritik
Ich sollte es nun wirklich nicht versäumen mir endlich Robert Eggers Nosferatu – Der Untote aus dem Jahr 2024 anzusehen. Der Film ist jetzt wieder auf Prime Video verfügbar. Wobei er das kürzlich schon war und dann war er plötzlich wieder weg. Diese Woche sollte ich die Chance noch ergreifen, bevor er wieder in den finsteren Ecken Transsylvaniens verschwindet. Nicht, dass ich besonders scharf auf diesen Film wäre, denn die Geschichte wurde ja nun weiß Gott oft genug verfilmt. Allerdings soll der Film eine Hommage an den alten Klassiker und Meilenstein Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens aus dem Jahr 1922 sein.
Mit Robert Eggers hab ich es ja nicht so und doch versuche ich seinen Werken immer wieder eine Chance zu geben. Immerhin finde ich seine Erzählweise oftmals gelungen und ich mag die Inszenierung. Bin auch auf den kommenden Film Werwulf gespannt, der sieht visuell auch ziemlich beeindruckend aus. Visuell kann mich Eggers immer abholen, es scheitert oft am Inhalt der Filme. Mein Favorit wird wohl The Witch aus dem Jahr 2015 bleiben, aber mal sehen, vielleicht überrascht mich Robert Eggers noch einmal.
3. Media Monday #787: Bin ich ein Mensch oder doch ein Replikant? 🤖🌌

Auch interessant: Top 5 einsame Individuen im Film

Wenn ich es nun noch schaffen würde alles irgendwie auf die Kette zu bekommen, dann wäre ich vielleicht doch ein Replikant. Kleiner Scherz am Rande und eine kurze Anekdote aus meinem Social Media Life: Immer wenn jemand so witzige Spiele mit „Dein Geburtsmonat, dein Ryan Gosling Charakter“ oder ein Reel mit „Mach einen Screenshot und schaue, wer dein Ryan Gosling Filmcharakter ist“ macht, ist mein Ergebnis immer das Gleiche. Es ist Officer K aus Blade Runner 2049. Neulich schrieb ich als Scherz in die Kommentarspalte, ob das was zu bedeuten hat. Bin ich real oder bin ich überhaupt ein Mensch?
Zwischen Leidenschaft & Überforderung im Media Monday #787 ⚙️💚
Manchmal frage ich mich das wirklich, denn auch mit Burnout und allem Drum und Dran ich bin eine Maschine. Egal was ist, ich funktioniere und ich treibe es immer weiter und schneller an mein Limit. Am 01.08.2026 beginne ich eine neue Arbeit. Ich muss weit fahren dafür und arbeite nur Teilzeit, bin aber dennoch irgendwie den ganzen Tag unterwegs. Und ich freue mich darauf, habe aber auch Angst, wie ich zukünftig alles stemmen soll, um nicht wieder in das nächste Burnout abzudriften. Denn trotz Erwerbslosigkeit und Krankheitsstand, war ich ständig beschäftigt und oftmals sogar überbeschäftigt. Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst ist nach wie vor meine Leidenschaft, hat sich in den letzten Wochen und Monaten aber schon beinahe zum Vollzeitjob entwickelt. Zwar habe ich Unterstützung und ein Team, aber je mehr Leute umso mehr muss man auch schauen, dass alles richtig läuft. Man muss Dinge absprechen, prüfen und neue Menschen schulen und auch immer wieder nachschulen.
Es gibt immer was zu tun. Dazu musste ich natürlich auch Termine beim Jobcenter wahrnehmen, mir beispielsweise schon wieder eine neue Wohnung suchen, weil meine 10 qm zu groß und 30 Euro zu teuer ist. Lächerlich? Ja. Aber Vorschrift ist Vorschrift. Natürlich habe ich keine gefunden, denn so billig wie ich, wohnt inzwischen kaum noch jemand. Und da ich ja genesen wollte, hatte ich auch Therapie, Wassergymnastik und Krankengymnastik. On Top kommt dann noch Transberatung und Logopädie. Essen ist auch hilfreich also Dienstags immer einen ganzen Tag für die Tafel einplanen.
Im Grunde war bei mir tägliches Fulltime-Programm. Und ich bräuchte eigentlich erst Mal mindestens 3 Wochen Urlaub, bevor ich mit einem Job starte. Aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert ha ha.
4. & 5. Zwischen Filmglück & Weltschmerz 🍿

Auch interessant: Das Drama – Filmkritik
Der Fim Das Drama – Noch einmal auf Anfang von Kristoffer Borgli ist endlich mal wieder ein richtiger Kinohit für mich. Zwar haben mir Hamnet und Der Astronaut auch gefallen, aber von Das Drama – Noch einmal auf Anfang hatte ich so einen großartigen Film nicht erwartet. Wie in meiner Review bereits erwähnt, hatte ich eine 0815 RomCom erwartet. Bekommen habe ich etwas völlig anderes. Aber das hätte ich auch wissen können, hätte ich nochmal geschaut, was Kristoffer Borgli sonst für Filme gemacht hat. Sick of Myself aus dem Jahr 2022 mochte ich ja auch schon, auch wenn ich ihn nicht ganz so fantastisch fand wie Das Drama – Noch einmal auf Anfang.
Ich glaube ja leider nicht, dass es in der nächsten Zeit in Deutschland wieder besser wird. Irgendwie gibt es nur noch Hass. Inzwischen habe ich es geschafft meinen Instagram Account so einzurichten, dass ich ein Limit von einer Stunde habe. Stattdessen greife ich jetzt wieder zu einem Buch. Das ist auch gesünder für mich. Menschen scheinen sich egal wo, nur noch zu beschimpfen und zu beleidigen und besonders das Internet scheint inzwischen ein rechtsfreier Raum geworden zu sein. Wo führt uns das alles noch hin?
6. & 7. Derek Cianfrance & die Kunst des zweiten Blicks 🎥✨

Auch interessant: The Fall Guy – Filmkritik

Derek Cianfrance ist eigentlich immer genial und doch habe ich erst zwei Filme von ihm gesehen. Allerdings hat er auch nicht so viele gemacht, was wirklich schade ist. Aber ich habe noch zwei auf meiner Watchlist und bei seinem neuesten, Der Hochstapler – Roofman bin ich nicht sicher, ob ich ihn mögen würde. Der Film spricht mich generell nicht an und ich gehöre nicht zu den Menschen, die Channing Tatum unglaublich abfeiern. Also ich finde den schon okay, aber nicht so „hot“ wie er immer dargestellt wird und darstellerisch auch nicht wirklich überragend. Er ist wie Tom Hanks, ich mag ihn, aber ich muss ihn nicht in einem Film sehen.
Derek Cianfrance hat dennoch ein besonderes Gespür dafür, Geschichten zu erzählen und dies auch auf sehr arthausige und ästhetische Weise. Das Opening zu The Place Beyond the Pines ist legendär und ich kann mich daran gar nicht satt sehen. Da Studiocanal eine Einbettung blockiert, könnt ihr die Szene, wenn ihr wollt hier auf YouTube ansehen. Ich muss aber zugeben, dass ich den Film mehrmals sehen musste, um ihn richtig zu lieben. Die erste Hälfte finde ich peak Cinema und dann, wenn der Cut kommt und der zweite Akt beginnt, war ich irgendwie raus. Inzwischen habe ich gelernt, das Gesamtkonzept zu lieben. Ebenso sein Werk Blue Valentine aus dem Jahr 2010, das ich mehrmals sehen musste, um es richtig zu fühlen.
Zuletzt habe ich mir einen heißen Kakao gemacht und das war gut, weil mich friert. Die Wohnung ist ziemlich runter gekühlt, jetzt wo die Tage etwas kühler waren. Schön war es, dass ich mal wieder raus gehen konnte, weil die Hitze angenehm war und dann halte ich mich auch gerne draußen im Grünen auf. Aber doof ist, dass die Wohnung dann so kalt wird, dass ich Schmerzen bekomme, wenn ich mich darin aufhalte. Immerhin ist es ja immer noch zu warm für die Heizung. Und so überbrücke ich mit heißen Getränken und Wärmflaschen.
※※※
Das war der Media Monday #787 🎬🍿
Und damit endet ein weiterer Blick auf meine kleine Welt zwischen Filmkunst, Alltag und den ganz normalen Herausforderungen des Lebens.
Auch wenn das große Kinokribbeln momentan etwas auf sich warten lässt, zeigen mir Filme immer wieder, warum ich diese Leidenschaft nicht missen möchte. Manchmal sind es nicht die großen Blockbuster, auf die alle warten, sondern die unerwarteten Geschichten, die einen am Ende am meisten berühren.
Bis zum nächsten Media Monday bleibt also nur zu sagen: Macht es euch gemütlich, nehmt euch Zeit für die Filme, die euch etwas bedeuten. Und vergesst nicht, zwischendurch auch mal eine Pause einzulegen. Denn selbst Replikanten brauchen irgendwann eine Ladestation. 🤖✨
Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #787 für euch:
1. Es wäre mal eine echte Überraschung ____ .
2. ____ sollte es nun wirklich nicht versäumen ____ .
3. Wenn ich es nun noch schaffen würde ____ .
4. ____ ist endlich mal wieder ein/e richtige/r ____ .
5. Ich glaube ja leider nicht, dass es ____ .
6. ____ ist eigentlich immer genial ____ .
7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .
Über den Autor:

»If you ride like lightning,
you’re gonna crash like thunder.«
– The Place Beyond the Pines –
⁙⁙⁙
Meine Lieblingsfilme definiere ich als die, die mir ein gutes Gefühl geben, mich aufbauen, wenn ich traurig bin oder einfach Filme, die ich immer wieder ansehen kann.
Das sind unter anderem:
The Nice Guys, Begabt – Die Gleichung eines Lebens, Mr. Nobody, Barbie, The Fall Guy, Eiskalte Engel, Wolf of Wall Street, La La Land, Blade Runner 2049, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Notting Hill, Sex and the City und Titanic.
Filmreihen:
Lethal Weapon, Zurück in die Zukunft, High School Musical, Indiana Jones, Mission Impossible und Herr der Ringe.
RILEY
Chief Editor
Queerer, professioneller Filmhasser & Arthouse Geek. ✨🌈💜
Filme konsumiere ich eigentlich schon, seit ich denken kann, immerhin waren meine Eltern selbst Film- & Serienjunkies. Als Kind der späten 80er bin ich nicht nur mit der Welt von Walt Disney aufgewachsen, sondern auch mit zahlreichen Anime-Serien, die damals im TV liefen. Mit meinem ersten Kinobesuch im Jahr 1998 formte sich auch mein eigener Filmgeschmack. Inzwischen habe ich ein Zuhause im Arthaus Kino gefunden und Disneyfilme weit hinter mir gelassen. Somit widme ich mich mehr und mehr den Werken der Filmkunst und lasse mich immer seltener einfach berieseln, sondern schaue Filme, die mich fördern.
Vor allem Meilensteine der Filmgeschichte oder das Queer Cinema können mich begeistern. Ich finde es spannend zu entdecken, welche Filme, die Filmwelt geprägt haben und wie sie Kunst auf ganz eigene Weise formen. Im Queer Cinema fühle ich mich geborgen, denn es erzählt Geschichten, von denen ich mich verstanden fühle.
Neben meiner Leidenschaft für Filme, liebe ich auch die Musik ohne die ich nicht atmen kann. Und wenn ich nichts auf den Ohren haben möchte, tauche ich in die Welt der Bücher ein.
Filmrezensionen schreibe ich jetzt schon viele Jahre und seit 2014 auch hier professionell auf meiner eigens gegründeten Webseite Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst.
Infos für dich & wie du uns unterstützen kannst:
Transparenzhinweis: Affiliate-Programme
Wir möchten dich darüber informieren, dass wir an Affiliate-Programmen teilnehmen. Das bedeutet, dass wir eine kleine Provision erhalten können, wenn du über einen unserer Links Produkte oder Dienstleistungen kaufst. Für dich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten – der Preis bleibt derselbe.
Durch diese Unterstützung können wir unsere Inhalte weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen und stetig verbessern. Vielen Dank, dass du uns auf diese Weise hilfst!
Dir gefällt was wir machen? Dann supporte uns! Kommentiere, teile und like unsere Beiträge auch in Social Media. Mit deiner Unterstützung sorgst du dafür, dass die Seite weiter betrieben werden kann.
Hinweis zum Urheberrecht:
Alle Texte auf diesem Blog sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwendung, Vervielfältigung oder Weitergabe – ganz oder in Teilen – ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung gestattet. Zitate sind unter korrekter Quellenangabe erlaubt. Bei Fragen zur Nutzung bitte Kontakt aufnehmen.
Weitere Blogger:innen aus der Film Community
Header Elements – Media Monday #787: © Passion of Arts Design | Foto: Blade Runner 2049 | 2017 ©Warner Bros. Pictures | Sony Picture