Poor Things – Filmkritik

Poor Things Filmkritik

We are back in the Game! Was gibt es besseres, als das neue Filmjahr mit einem Kinobesuch zu starten? Wir haben uns “Poor Things” angesehen, eine Literaturverfilmung, die auf dem gleichnamigen Buch von Alasdair Gray beruht. In unserer Filmkritik sagen wir euch, ob sich ein Blick lohnt. 🎬 đŸ”Ș 💉

Worum geht es in “Poor Things”?

“Poor Things” ist ein britischer Spielfilm von Yorgos Lanthimos mit Emma Stone, Mark Ruffalo, Willem Dafoe, Ramy Youssef und Christopher Abbott.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen schwarzhumorigen Roman von Alasdair Gray. Darin wird eine feministische Variation ĂŒber Frankenstein erzĂ€hlt. “Poor Things” von Alasdair Gray erzĂ€hlt die Geschichte von Bella Baxter (Emma Stone), einer jungen Frau im viktorianischen Schottland. Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Bella bei einem Selbstmordversuch ums Leben kommt. Dr. Godwin („God“) Baxter (gespielt von Willem Dafoe), findet ihre Leiche und entscheidet sich, sie wieder zum Leben zu erwecken, indem er ihr das Gehirn eines ungeborenen Kindes einsetzt.

Bella erwacht als ein neues Wesen zum Leben. Sie entwickelt sich zu einer außergewöhnlich schönen und intelligenten Frau. Die Handlung nimmt verschiedene Wendungen, als Bella eine unabhĂ€ngige Persönlichkeit annimmt und in die politischen und sozialen UmbrĂŒche ihrer Zeit verwickelt wird.

Die Geschichte erkundet Themen wie IdentitÀt, Ethik, Wissenschaft und die Rolle der Frau in der viktorianischen Gesellschaft. Der Roman spielt mit dem Genre der Gothic Fiction und verbindet humorvolle Elemente mit sozialen Kommentaren.

Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild ist eine Frau in der Mitte eines prunkvollen Saals zu sehen und tanzt. Im Hintergrund sind Herren in schicken AnzĂŒgen. An einem Tisch sitzt eine vornehme Frau. Neben der Tanzenden ist ein Kameramann der filmt
Auf dem Bild ist eine Frau, die auf einer Couch sitzt. Hinter der Couch an der Wand ist ein Spiegel, in dem sich das Spiegelbild seitlich der Frau spiegelt. Die Frau sieht erschĂŒttert und traurig aus
Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild ist ein Paar, dass an der Rehling eines Schiffes steht und sich unterhÀlt. Links am Rand des Bildes ist das Kamera und Ton Team
Auf dem Bild ist eine Frau und ein PĂ€rchen zu sehen, das auf einer Terrasse steht. Sie blicken auf eine bunte Stadt herunter
Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders?

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Die Geschichte von Frankensteins Monster

Frankensteins Monster ist ein Begriff. Der fiktive Charakter wurde von der britischen Schriftstellerin Mary Shelley erfunden. Sie veröffentlichte ihren berĂŒhmten Roman “Frankenstein oder (The Modern Prometheus)” im Jahr 1818. Die Geschichte erzĂ€hlt von einem jungen Wissenschaftler namens Victor Frankenstein, der ein menschenĂ€hnliches Wesen erschafft, das oft fĂ€lschlicherweise als “Frankenstein” bezeichnet wird. Das Monster fand bereits viele Wege in die Welt der Popkultur. In Serien wie “The Frankenstein Chronicles”, “Penny Dreadful” oder “The Munsters”.

Auch in Filmen ist Frankensteins Monster ein Vertreter des Horror Genre und wurde vielerlei interpretiert. Das Monster als Frau ist allerdings eine Premiere, selbst wenn es bereits auch Filme wie “Frankensteins Braut” gab. Hinzu kommt, dass Alasdair Gray aus der Geschichte des modern Prometheus eine Feminismus Hymne geschrieben hat.

“Poor Things” ein skurriles Kunstwerk mit Tim Burton EinschlĂ€gen

“Poor Things” ist der 8. Spielfilm griechischen Regisseurs Giorgos Lanthimos. Seine Arbeiten sind bekannt fĂŒr die kĂŒnstlerischen Aspekte und ihre SkurrilitĂ€t. FrĂŒher war Tim Burton fĂŒr solche kĂŒnstlerischen Spielereien bekannt, zumindest was Ausstattung und Charaktere betrifft. Lanthimos geht noch ein paar Schritte weiter. Bereits in seinem Film “The Favourite” engagierte er Robbie Ryan fĂŒr die Kameraarbeit. Dieser hat ein unglaubliches GespĂŒr fĂŒr kĂŒnstlerische Bilder. Die Fischglasoptik, die bereits in “The Favourite” begeistert hat, kommt auch hier wieder perfekt zur Geltung. Vor allem weil die komplexe, aber auch skurrile Handlung fĂŒr solche kĂŒnstlerischen Ideen, perfekt geeignet ist. So bekommt das Publikum nochmal einen anderen Blick auf die Handlung, die wie ein Fiebertraum wirkt.

Dazu gesellen sich farbenfrohe Bilder, im Wechsel zu Schwarz-Weiß Aufnahmen, die skurril und kunstvoll gestaltet sind. “Poor Things” macht dadurch unfassbar Spaß, denn immer mehr wird erwartet, welch kreative Idee als nĂ€chstes prĂ€sentiert wird. Der Film wirkt wie eine frĂŒhere Tim Burton Arbeit, die durch Kulissen, Farbwechsel und Techniken besticht, doch hat Lanthimos in der Zusammenarbeit mit Robbie Ryan noch ein viel schöneres und interessanteres Kunstwerk geschaffen, als Burton es je wieder wagen wĂŒrde.

Jerskin Fendrix komponierte dazu einen sehr beklemmenden, aber auch faszinierenden Soundtrack, der die kunstvollen Szenenbilder perfekt untermalt. Selbst wenn die Kompositionen etwas sperrig wirken, passen sie perfekt in “Poor Things” und der Soundtrack wirkt wohl nur im Zusammenspiel mit dem Film.

Auf dem Bild ist eine Frau, die auf einem Bett liegt und die HĂ€nde an den Hals gelegt hat. Sie hat die Augen leicht geschlossen
Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild ist eine Frau, die vor einem Haus steht. Sie hÀlt ein Buch in der Hand
Auf dem Bild ist eine schwarze Frau, die vor einem Baum sitzt und nachdenklich schaut. Die Perspektive ist von der Seite auf sie gerichtet. Im Hintergrund sitzt noch eine weiße Frau mit blauem Haar. Sie scheint in ein Buch vertieft zu sein
Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild ist eine Frau abgebildet, die in einer BĂ€ckerei steht und nach oben schaut
Auf dem Bild ist in der Mitte des Saales eine Frau zu sehen, die provozierend tanzt. Hinter ihr sind zwei PĂ€rchen, die gemeinsam tanzen. Am Rande sieht man vornehme Menschen, die zusehen, trinken und speisen

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Vom Buch auf die Leinwand

Das Buch umfasst ca. 300 Seiten und ist mit vielen, stilistischen Spielereien wie Bilder, Zeichnungen, Handschrift, Typewriter und anderes gefĂŒllt. Die Reise, die Bella (Emma Stone) gemeinsam mit Duncan Wedderburn (Mark Ruffalo) erlebt, wird im Buch nur in einem Brief von Duncan an Dr. Godwin („God“) Baxter (Willem Dafoe) beschrieben. Darin Ă€ußert er sich ziemlich herablassend ĂŒber Bella, besonders ĂŒber ihr Fehlverhalten. Giorgos Lanthimos schmĂŒckte diese Phase in Bellas Leben noch weiter aus und schuf kleine Abenteuer fĂŒr Bella. Außerdem wird der Film in die unterschiedlichen LĂ€nder unterteilt, in denen Bella und Duncan reisen und dabei wird nĂ€her auf die Handlung und Erlebnisse dort eingegangen. Das Buch ist hier etwas abgespeckter, daher war es interessant zu sehen, was Giorgos Lanthimos sich hierbei ausgedacht hat.

Die Botschaft ist allerdings die Gleiche, denn auch im Buch ist Bella eine Frau mit einem kindlichen Geist, der sich immer stĂ€rker behauptet. Besonders unter diesen toxischen MĂ€nnlichkeiten. Denn auch wenn Godwin als der liebevolle Vater dargestellt wird, war es doch auch in seinem Sinne, die Kontrolle ĂŒber Bella zu haben. Sie zu zĂŒchtigen und zu erziehen. Max McCandles (Ramy Youssef) ist ebenfalls nicht frei von Schuld, denn auch er möchte Bella seine Liebe aufzwingen. Was persönlich etwas befremdlich an der ganzen Geschichte ist, dass Bella zwar den Körper einer erwachsenen Frau besitzt, allerdings den Geist eines Kindes. Diese Konstellation liefert GĂ€nsehaut, nicht nur die Tatsache, dass sie das Hirn ihres eigenen SĂ€uglings besitzt, sondern dass sie im Grunde ein Kind ist und sich MĂ€nner um sie reißen. Zumindest solange, bis sie sich so fĂŒgt, wie sie es wollen.

Giorgos Lanthimos hat die Geschichte von Alasdair Gray hervorragend adaptiert, denn die Kernaussage trifft es exakt, wie auch im Buch und geht sogar noch tiefer. Die visuelle Aufarbeitung gibt dem Publikum das richtige GespĂŒr fĂŒr Handlung und Charaktere. ZusĂ€tzlich erzĂ€hlt er die Geschichte unverfĂ€lscht und schmĂŒckt sie nicht unnötig mit diversen HandlungsstrĂ€ngen aus.

Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild ist ein Mann zu sehen, der auf einer Parkbank sitzt. Hinter ihm ist ein Gitter zu sehen, das Schnee bedeckt ist. Er hĂ€lt den Kopf gesenkt, aber den Blick nach oben gerichtet. Er schĂŒtzt sich vor dem nassen Wetter mit einem großen, blauen Schirm
Auf dem Bild sind eine Frau, deren Gesicht weiß geschminkt ist. Sie schaut wĂŒtend aus, hĂ€lt in der Hand einen Stift und hat auf dem Schoß eine Art Zeichenblock. Im Arm hĂ€lt sie ein Mann, der sein Gesicht etwas verzweifelt an ihre Schulter drĂŒckt
Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild sitzen ein Mann und eine Frau in RegiestĂŒhlen vor einer Plane. Er hat die HĂ€nde an seinen Mund gelegt wĂ€hrend sie ihm aufmerksam zuhört
Auf dem Bild sitzen ein Mann und eine Frau auf dem Boden vor einem prunkvollen Bett. Er erklÀrt der Frau etwas, diese hört genau zu

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Die andere Sichtweise auf Frankensteins Monster

Wie schön wĂ€re es, die ganze Welt noch einmal aus den Augen eins Kindes zu sehen? Bella Baxter ist im Kern noch ein Kind und geht auch dementsprechend unverfroren an Situationen heran. Die Gedanken, was andere ĂŒber jemanden denken könnten, sind komplett verschwunden. Bella ist ein Freigeist, der sein Leben gestaltet, wie er es fĂŒr richtig hĂ€lt. Genau das ist auch der Sinn des Feminismus!. Dass Frauen sich so ausleben dĂŒrfen, wie sie wollen, ohne etwas vorgeschrieben zu bekommen. Oder in irgendwelchen Rollenbildern zu verfallen.
ZusĂ€tzlich ist Bella unfassbar klug und erinnert teilweise an die Adaption von Frankensteins Monster aus der Serie “Penny Dreadful”. John Logan hat bereits in der Serie das “Monster” anders interpretiert. Der Auferstandene mit dem Namen John Clare, gespielt von Rory Kinnear, zeigte bereits in der Serie eine hohe Intelligenz, war belesen und einfĂŒhlsam. Eine schöne Idee, denn nur weil John tot war, muss das nicht heißen, dass er nun wie ein Zombie durch die Welt geht.

Bei Bella geht die Thematik mit dem kindlichen Geist noch tiefer, da sie ohne Unbehagen die Welt und auch ihre SexualitĂ€t erkundet. Dabei geht sie ohne Furcht an die Sache heran. Jedoch sind beide frei, denn nur weil sie erschaffene Geschöpfe sind, heißt es nicht, dass sie das Eigentum von jemandem wĂ€ren.

“Poor Things” besticht allein schon durch seine Hauptdarstellerin

Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild sieht man ein prunkvolles Zimmer. In der Mitte sitzt eine Frau am Klavier
Auf dem Bild sind zwei MĂ€nner zu sehen, die an einer Tafel sitzen und Kuchen und GepĂ€ck speisen. Sie sehen sich an und scheinen sich ĂŒber ein Thema zu unterhalten, was der linken Person unangenehm ist. An der Wand hĂ€ngen ganz viele Teller, außerdem ist dort eine GerĂ€tschaft zu sehen, die FlĂŒssigkeiten durch verschiedene GlĂ€ser spĂŒlt
Auf welchen Film im Jahr 2024 freust du dich schon besonders? Auf dem Bild sieht man eine Frau und einen Mann, die auf einem Dach sitzen und sich unterhalten. Um sie herum ist eine Stadt und ein dunkler Himmel zu sehen. Ein Kamerateam steht auf der linken Seite und film das Paar
Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die den Blick skeptisch nach oben Rechts hat, ein hellblaues Kleid mit PuffÀrmeln trÀgt und ein Buch in der Hand hÀlt

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Mark Ruffalo, der den Hulk erst richtig sympathisch machte, kehrt zu seinen Wurzeln zurĂŒck. Dass er vor dem MCU ein phĂ€nomenaler Charakterdarsteller war, hatte er mehrfach bewiesen. Seine Charaktere fĂŒllte er stehts mit Ernsthaftigkeit und Sympathie. In “Poor Things” zeigt er sich von einer anderen Seite und spielt eine toxische, mĂ€nnliche Person, die unsympathischer nicht sein kann. Willem Dafoe (Inside) spielt wie immer solide, hĂ€tte aber noch ein bisschen mehr herausholen können. Ramy Youssef (Don’t Worry, weglaufen geht nicht) wirkt in seiner Darstellung dem ĂŒbrigen Cast gegenĂŒber etwas blass, könnte aber auch an seinem Charakter liegen, der nicht ganz so viel beizutragen hat.

Alle in den Schatten stellt ohnehin Emma Stone (La La Land), die bereits ihre 4. Oscarnominierung erhalten hat. Unter anderem auch fĂŒr die vorherige, gemeinsame Zusammenarbeit mit Giorgos Lanthimos zu “The Favourite“, als beste Nebendarstellerin. Ihre Performance in “Poor Things” ĂŒbertrifft jedoch alles, was Emma bereits gespielt hat. Die Wandlung ihres Charakters, vom Kind zur emanzipierten Frau ist ihr unfassbar gelungen. Besonders die Anfangsszenen, in der Bella erst einmal richtig laufen lernt, spielt Emma Stone so authentisch und eingĂ€ngig.

Neben der großartigen Kameraarbeit, dem kĂŒnstlerischen Soundtrack, dem großartigen Cast und der gelungenen Ausstattung darf nicht vergessen werden, die hervorragenden KostĂŒme zu erwĂ€hnen. Holly Waddington schuf hier wieder einmal wundervolle Arbeiten mit einem Mix aus viktorianischem Stil, gepaart mit Moderne.

Fazit:

“Poor Things” ist ein Kunstwerk mit vielen Facetten. ZusĂ€tzlich eine gelungene Literaturverfilmung eines wichtigen Stoffes mit prĂ€gnanten Themen dieser Zeit. Neben Greta Gerwigs “Barbie” ist “Poor Things” ein ebenso wertvoller Beitrag ĂŒber das Patriarchat, Feminismus und Emanzipation. Wird jedoch nicht so zugĂ€nglich fĂŒr die breite Masse sein. Schade, da “Poor Things” die Thematiken noch direkter angeht. Allerdings durch die kĂŒnstlerische Aufarbeitung fĂŒr ein Massenpublikum zu sperrig sein wird.

Selbst wenn die Kunst des Werkes und der Humor den Film etwas auflockert, wirkt “Poor Things” an manchen stellen doch etwas lang. Besonders der Mittelteil, der mit vielen Sexszenen bespickt ist, hĂ€tte eine kleine Straffung vertragen. Denn man fragt sich an dieser Stelle, ob das nun Kunst oder Provokation ist und ob es nötig ist. Dennoch ist “Poor Things” ein gelungener Film der beeindruckt und auch Spaß macht.

Werdet ihr euch “Poor Things” im Kino ansehen?


TRAILER: ©20th Century Studios

Poor Things Filmkritik
Kinopolis Landshut

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RILEY – Chefredakteur*in
Ich blogge seit dem 14. Dezember 2014 auf passion-of-arts.de. Schon in meiner Jugend schrieb ich viele Gedichte und Kurzgeschichten. Seit ca. 12 Jahren widme ich mich professionell Filmrezensionen und war Gastschreiber*in bei der Filmblogseite „We eat Movies“. Außerdem verfasste ich einige Artikel fĂŒr das 35 MM Retro-Filmmagazin. Ich sterbe fĂŒr Musik und gehe liebend gerne ins Kino, außer in 3D. TV ist ĂŒberbewertet, ich gucke lieber DVD, Streaming oder Bluray. Meine Lieblingsfilme sind unter anderem „Titanic“, „Herr der Ringe“ und „Back to the Future“.

Passion of Arts

 

Andere Meinungen zu “Poor Things”:

Bayrischer Rundfunk | Bayern 2
Leider zieht der Film seine Kritik an den VerhĂ€ltnissen nicht durch. Die emanzipatorische Idee verkommt stattdessen zu einer weinerlichen Abhandlung ĂŒber MĂ€nnlichkeit. Statt sich auf die neuen Ideen zu konzentrieren, die eine Bella Baxter fĂŒr die Gesellschaft zu bieten hĂ€tte, findet „Poor Things“ es stattdessen interessanter, sich damit zu beschĂ€ftigen, welche Auswirkungen das Bella-Experiment auf die um sie herumkreisenden MĂ€nner hat.

Vogue
Neben skurrilen Vater-Tochter- und Vater-Sohn-Beziehungen, die sich sicherlich ergiebig mit freudschen Theorien sezieren lassen und dem prĂ€gnanten “Frankenstein“-Motiv, geht es in “Poor Things” um noch viel mehr:

Vieraugen Kino
Emma Stone brilliert als Frankensteins Tochter auf Entdeckungsreise in Yorgos Lanthimos‘ schrĂ€g-surrealer Satire Poor Things. 9 von 10 Punkten.

Martin Kostenzer auf Letterboxd
So ist Poor Things ein zauberhafter, fantastischer, wunderschöner, sperriger, spezieller und beeindruckender Film mit grandiosen Schauspielern und eindrucksvollen Bildern, kurzum ein einmaliges Kinoerlebnis!

Johannes auf Letterboxd
Inhaltlich steckt im Film so viel drin, dass ich gar nicht mehr alles auf dem Schirm habe und vermutlich einiges auch gar nicht wahrgenommen habe. Poor Things lĂ€dt einen direkt zum Rewatch ein, um noch mehr ĂŒber die Themen und Botschaften heraus zu finden. 

Popculture.me | Rick auf Letterboxd
Alles eingebettet in eine famose, verspielte und immer wieder ĂŒberraschende Kameraarbeit und unterlegt von einem Klangteppich so einzigartig und zu den skurrilen Figuren passend, wie ich es selten erlebt habe. Ich liebe alles und zwar wirklich alles an â€žPoor Things“.

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4 Kommentare

  1. Hallo Riley/Neon Dreamer,

    ich habe “Poor Things” einen halben Punkt weniger gegeben, kann deiner Rezension aber komplett zustimmen. Sehr schön der Vergleich zu Caliban/John Clare aus “Penny Dreadful”, da hĂ€tte ich auch drauf kommen können, zumal das ja eine meiner Lieblingsfiguren aus der Serie ist.

    WĂŒrdest du bitte noch meine Filmkritik verlinken? Das wĂ€re super! *liebschau* 😉
    https://www.kino.vieraugen.com/kino/poor-things/

    1. Hallo @mwj2
      Danke. Ja John Clare war auch einer meiner liebsten Charaktere in der Serie. War mir sofort eingefallen, als ich “Poor Things” sah. Ich war erst bei 8,5 dachte mir dann aber ach komm 9,5! Wollte am Ende des Films applaudieren, das muss schon was heißen.

      Deine Kritik hab ich verlinkt *liebzurĂŒckschau

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