Als Der Astronaut angekündigt wurde und klar war, dass Ryan Gosling die Hauptrolle übernehmen würde, war meine Neugier sofort geweckt. Nicht nur, weil Andy Weirs Roman in Science-Fiction-Kreisen längst Kultstatus genießt, sondern auch, weil die Geschichte eine dieser seltenen Mischungen aus Humor, Wissenschaft und echter emotionaler Tiefe ist. Eine Mischung, die auf der Leinwand leicht verloren gehen kann. Oder zu etwas ganz Besonderem werden könnte.
Sechs Jahre nach der ersten Ankündigung ist der Film nun endlich im Kino, und ich wollte wissen: Hält die Adaption, was die Vorlage verspricht? Wie viel Andy Weir steckt wirklich drin? Und kann ein Film, der fast vollständig auf einer einzigen Figur basiert, die gleiche Faszination auslösen wie das Buch?
Ich habe mich in den Kinosaal gesetzt, bereit für alles und wurde überrascht. Von der technischen Umsetzung, von der Wärme der Figuren, von der Dynamik zwischen Ryland und Rocky. Und, zu meiner eigenen Verwunderung, habe ich mehrmals laut gelacht, weil der Film an den richtigen Stellen wirklich komisch ist.
Was Der Astronaut als Film leistet, wo er brilliert, wo er anders erzählt als das Buch und warum manche Entscheidungen mich noch immer beschäftigen. All das möchte ich in dieser Kritik beleuchten. 🚀🌕🛰️✨🌌🪐
Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark
„Fist my Bump …“
– Rocky aus der Astronaut
Worum geht es in Der Astronaut?
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Der Astronaut erzählt die Geschichte von Ryland Grace (gespielt von Ryan Gosling), einem Mittelschullehrer, der nach dem Erwachen aus einem Tiefschlaf feststellen muss, dass er der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission ist. Die Mission führt ihn Millionen Kilometer von der Erde entfernt ins Tau-Ceti-Sternsystem. Grace muss herausfinden, warum seine Besatzungsmitglieder gestorben sind und was ihn an seinem Ziel erwartet. Im Laufe der Zeit erkennt er, dass nicht nur sein eigenes Überleben, sondern auch das Schicksal der gesamten Menschheit von seiner Mission abhängt.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman von Andy Weir. Der Astronaut (Hier geht’s zur Buchausgabe), wie der Roman in der deutschen Ausgabe heißt und ist nach Der Marsianer und Artemis der dritte Science-Fiction-Roman des amerikanischen Schriftstellers. Die englischsprachige Originalausgabe erschien im Frühjahr 2021 unter dem Titel Project Hail Mary. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Mittelschullehrer und Biologe Ryland Grace, der auf einer interstellaren Mission zur Rettung der Menschheit unterwegs ist.
Die Regie des Films führten Phil Lord und Christopher Miller, das Drehbuch stammt von Drew Goddard und Andy Weir. Die Hauptrollen spielen Ryan Gosling, James Ortiz und Sandra Hüller.
Der Astronaut: vom Roman zur Filmadaption
Sechs Jahre hat es gedauert, bis der Bestseller Roman Der Astronaut von Andy Weir seinen Weg auf die große Leinwand fand. Besonders bemerkenswert ist die frühe Einbindung von Ryan Gosling in den kreativen Prozess: Noch bevor der Roman vollständig fertiggestellt war, schickte Weir ihm das unfertige Manuskript. Weir arbeitete zu diesem Zeitpunkt parallel am Roman und am Drehbuch und äußerte früh den Wunsch, dass Gosling die Hauptrolle übernehmen und die filmische Adaption mittragen solle. Gosling hatte also nur eine rudimentäre Fassung vorliegen, war jedoch sofort von der Prämisse eingenommen. Nun, sechs Jahre später, können wir Der Astronaut im Kino erleben. Und das sogar im IMAX‑Format.
Schon früh wird deutlich, dass Weir die Figur des Ryland Grace quasi maßgeschneidert auf Goslings Persona entwickelt hat. Es wirkt, als würde eine klügere, introvertiertere Version von Holland March (The Nice Guys, 2016) ins All geschickt, um die Menschheit zu retten.
Meine Begegnung mit der Romanvorlage
Als bekannt wurde, dass Ryan Gosling die Hauptrolle übernehmen würde, rückte für mich automatisch die Romanvorlage in den Fokus. Ein Werk, das mir zuvor völlig unbekannt war. Also griff ich zur Hörbuchfassung des 2021 erschienenen Science-Fiction-Romans. Und ich war begeistert. Richard Barenberg verleiht der Geschichte eine bemerkenswerte Lebendigkeit und trifft den Humor punktgenau: eine Mischung aus trockenem Sarkasmus und leichtem Slapstick, die exakt meinem eigenen Humorverständnis entspricht.
Gleichzeitig empfand ich einige Passagen als herausfordernd, da der Roman stellenweise sehr wissenschaftlich und biologisch geprägt ist. Oft wusste ich nicht genau, worum es im Detail ging. Schlicht, weil mir das naturwissenschaftliche Hintergrundwissen fehlt. Doch Weir versteht es, komplexe Vorgänge so zu erklären, dass auch Laien zumindest eine funktionale Vorstellung davon entwickeln können.
Die Freundschaft im Zentrum: Ryland & Rocky
Am meisten berührt hat mich jedoch die Beziehung zwischen Ryland Grace und Rocky. Schon im Buch habe ich Rocky sofort ins Herz geschlossen. Gemeinsam mit Rylands trockenem Humor formt Andy Weir hier eine außergewöhnliche, fast ikonische Freundschaft. Eine Verbindung, wie man sie seit E.T. – Der Außerirdische (1982) kaum noch gesehen hat. Entsprechend gespannt war ich darauf, wie diese Dynamik im Film umgesetzt werden würde.
Figuren & Schauspiel in Der Astronaut
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Ryland Grace: Ein introvertierter Held mit Alltagscharme
Ryland Grace ist eine Figur, zu der man sofort eine Verbindung aufbaut. Er besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Ein Mittelschullehrer, der auf seinen ökologischen Fußabdruck achtet, Ramen isst und Converse trägt. Er wirkt wie jemand aus der Mitte der Gesellschaft, nahbar, unprätentiös, fast schon beiläufig sympathisch. Gleichzeitig ist er hochintelligent, redet sein Wissen jedoch konsequent klein. Genau diese Mischung aus Kompetenz und Bescheidenheit macht ihn so menschlich.
Ryan Gosling hat ein bemerkenswertes Gespür für die feinen Nuancen seiner Figuren, und auch Ryland, der ohnehin auf ihn zugeschnitten wurde, verleiht er mit kleinen Details eine besondere Tiefe. Die Packung Skittles in der Hemdtasche, die sichtbare Unsicherheit vor dem Eintritt in den unendlichen Weltraum, die unbeholfenen Bewegungen im Raumschiff. All das macht Ryland nicht nur glaubwürdig, sondern zutiefst liebenswert.
Der Humor sitzt punktgenau und holt das Publikum an den richtigen Stellen ab. Ich selbst habe im Kinosaal mehrfach laut gelacht. Der Film lädt dazu ein und Rylands trockene Art trägt maßgeblich dazu bei. Ryan Gosling hat bereits in früheren Rollen gezeigt, wie unterschätzt sein komödiantisches Talent ist. Figuren wie Holland March (The Nice Guys, 2016), Ken (Barbie, 2023) oder Sean Hanlon aus der Serie Breaker High (1997) sind prägnante Beispiele dafür, wie mühelos er Humor, Timing und Verletzlichkeit miteinander verbindet.
Rocky: Herzstück, Spiegel und Freund in Der Astronaut

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Neben Ryland bildet der Eridianer Rocky das emotionale Zentrum der Geschichte. Im Original wird er von James Ortiz gesprochen, in der deutschen Fassung von Tim Knauer. Rocky besitzt Humor, aber auch eine neugierige, fast kindliche Verspieltheit. Die Chemie zwischen ihm und Ryland ist unmittelbar spürbar und ihre Freundschaft wird zum tragenden Anker der Handlung.
Trotz seiner warmen, manchmal kindlich wirkenden Art wird nie vergessen, dass Rocky auf seinem Heimatplaneten ein angesehener Wissenschaftler ist. Seine Intelligenz ist beeindruckend und zeigt sich bereits in den ersten Momenten ihrer Begegnung. Während Ryland noch versucht zu begreifen, was diese außerirdische Lebensform bedeutet, hat Rocky längst den Überblick.
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Einige kritische Stimmen behaupten, Rocky sei zu verspielt dargestellt und wirke wie ein Maskottchen, das den Humor tragen soll. Diese Lesart teile ich nicht. Schon zu Beginn wird deutlich, wie schnell Rocky komplexe Zusammenhänge erfasst und wie präzise er kommuniziert. Seine technischen Fähigkeiten werden klar herausgearbeitet. Er bringt Ryland sogar bei, ein Raumschiff zu fliegen.
Diese Details sollte man nicht übersehen. Im Roman arbeiten beide Figuren gleichberechtigt an der Rettung ihrer Welten und genau das transportiert auch der Film. Rocky ist kein Sidekick, sondern ein vollwertiger Partner und gleichzeitig eine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Für das jüngere Publikum könnte er sogar zu einer neuen Ikone des modernen Science-Fiction-Kinos werden, ähnlich wie einst E.T.
Sandra Hüller als Eva Stratt

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Nicht vergessen darf man auch die Performance von Sandra Hüller, die sich mit Rollen in Zone of Interest (2023), Toni Erdmann (2016) und Anatomie eines Falls (2023) längst international etabliert hat. Ihr Schauspiel ist gewohnt präzise, unaufgeregt und von einer stillen Autorität geprägt. Genau die richtige Tonalität für die Figur der Eva Stratt.
Während Stratt im Roman oft kühl, beinahe unnahbar wirkt, gelingt es Hüller, der Figur eine subtile Wärme und Menschlichkeit zu verleihen. Die Chemie zwischen ihr und Ryan Gosling ist nicht nur auf der Leinwand spürbar, sondern zeigt sich auch in Interviews. Gegenüber Collider sagte sie, dass Gosling ihr das Gefühl gegeben habe, sich nicht nur wohlzufühlen, sondern auch den Raum zu haben, sich frei zu entfalten. Diese Offenheit spiegelt sich deutlich in ihrer Performance wider.
Besonders charmant ist die Karaoke‑Szene, die ursprünglich nicht im Skript stand. Sie entstand auf Goslings Wunsch, nachdem er Sandra Hüller singen hörte. Dieses kleine, fast intime Detail macht Eva Stratt greifbarer und menschlicher.
In meinen Augen war das eine hervorragende Entscheidung. Die Szene öffnet die Figur für ein breiteres Publikum und verleiht ihr eine emotionale Dimension, die im Buch so nicht angelegt ist. Stratt bleibt kompetent, streng und fokussiert. Aber sie wird zugleich zu einer Person, die man verstehen und fühlen kann.
„Grace Rocky save stars“
– Rocky, der Astronaut
Die Technik & Inszenierung von Der Astronaut
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Der Astronaut wurde vollständig ohne Greenscreen gedreht. Eine wahre Seltenheit im modernen Science-Fiction-Kino. Statt digitaler Hintergründe baute das Team ein komplettes, begehbares Raumschiff-Set, inklusive Außenhülle. Kameramann Greig Fraser arbeitete mit realen Lichtquellen, bewegten LED-Flächen und tiefschwarzen Hintergründen, um die Illusion des Weltalls physisch am Set zu erzeugen. Dadurch wirken Reflexionen, Schatten und Materialoberflächen authentisch und nicht künstlich nachbearbeitet.
Auch Rocky war keine reine CGI-Figur, sondern eine physische Animatronic, die von Puppenspieler:innen gesteuert wurde. Ryan Gosling spielte also nicht gegen eine grüne Wand, sondern mit einem echten Gegenüber. Ein Detail, das die emotionale Glaubwürdigkeit ihrer Beziehung enorm verstärkt.
Ryan Gosling selbst verbrachte mehrere Monate komplett allein am Set, bevor die Rocky-Szenen gedreht wurden. Er sagte später, dass er „viele Monate allein vor der Kamera“ war und erst beim Dreh mit Rocky „endlich Gesellschaft“ bekam. Insgesamt war er an allen 102 Drehtagen beteiligt, da er in jeder einzelnen Szene des Films vorkommt. Diese lange Phase der Isolation spiegelt sich spürbar in seiner Performance wider.
Der Astronaut trägt sichtbar die DNA großer Science-Fiction-Klassiker. Visuell lehnt sich der Film an die Klarheit von 2001: Odyssee im Weltraum (1968) an. Während die emotionale Achse zwischen Ryland und Rocky deutliche Spuren von E.T. – Der Außerirdische trägt. Es gibt zahlreiche Hommages, die in vielen Shots zu sehen sind. Diese Referenzen wirken jedoch nie wie Zitate, sondern wie liebevolle Inspirationspunkte, die der Film in etwas Eigenständiges verwandelt.
Soundtrack & Atmosphäre von Der Astronaut
Der Soundtrack ist eine Mischung aus eigens komponierten Stücken von Daniel Pemberton und bekannten Klassikern. Songs wie Sunday Morning Comin’ Down von Kris Kristofferson, Pata Pata von Miriam Makeba und – passend zur Handlung – Two of Us von den Beatles bereichern die musikalische Palette von Der Astronaut. Natürlich darf auch der Promotionssong Sign of the Times von Harry Styles nicht fehlen, den Sandra Hüller in der vielzitierten Karaoke-Szene performt.
Was den Soundtrack jedoch besonders macht, sind die eingängigen Melodien, die die emotionale Tiefe der Geschichte hervorheben. Gleichzeitig bringen düstere Stücke wie Excessive Centrifugal Force oder melancholische Tracks wie You Were Loved (Burial) eine zusätzliche Schärfe ins Sounddesign und unterstreichen prägnante Momente der Handlung.
Die Atmosphäre ist trotz der dramatischen Ereignisse, die den Hintergrund der Geschichte bilden, ausgelassen. Das liegt vor allem daran, da man sich mehr auf den humoristischen Teil des Buches konzentriert hat. Dennoch erzeugt der Film in dramatischen Szenen auch den passenden Effekt. Die Atmosphäre, die allgemein das Weltallszenario umspielt, hat wieder den Flair, den Filmfans aus dem Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum kennen und schätzen. Somit gelingt Phil Lord und Chris Miller eine gelungene Kombination aus atmosphärischer Leichtigkeit, präziser Dramaturgie und einer visuellen Klarheit, die das Weltall zugleich bedrohlich und wunderschön erscheinen lässt.
Unterschiede zum Buch – ACHTUNG SPOILER!
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Erwartungen an die Verfilmung
Buchverfilmungen haben es bei mir grundsätzlich schwer und meine Erwartungen an Der Astronaut waren entsprechend hoch. Nicht nur, weil ich das Buch großartig finde, sondern auch, weil Andy Weir selbst an der Ausarbeitung des Films beteiligt war und sogar am Drehbuch mitschrieb. Ryan Gosling betonte in mehreren Interviews, wie exakt man sich an der Vorlage orientiert habe. Das mag auf den Extended Cut zutreffen, der angeblich vier Stunden lang sein soll. Für die Kinofassung wurde der Film jedoch auf 157 Minuten gekürzt. Verständlich, denn selbst für Herr der Ringe (2001) hätte man sich damals kaum so lange ins Kino gesetzt. Zudem wurde Der Astronaut stärker auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten, was die Vorlage durchaus hergibt, allerdings mit einigen Einbußen.
Veränderte Erzählstruktur
Das Buch bietet enorm viel Stoff. Allein die ersten Kapitel könnten einen eigenen Film füllen. Im Roman wandert Ryland Grace tagelang durch das Raumschiff, diskutiert mit dem Schiffsroboter, der ihm Informationen verweigert und versucht herauszufinden, warum er überhaupt dort ist. Und warum er allein ist.
Der Film kürzt diesen Teil drastisch. Die Erinnerungslücken werden nur angerissen und die Erzählstruktur wurde zugunsten von Rückblenden verändert. Grundsätzlich funktioniert das, aber ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man Rylands Entdeckungstour im Raumschiff stärker mit der späteren Handlung verwebt und die Begegnung mit Rocky erst in der zweiten Hälfte voll ausspielt. Der erste Teil wird im Film recht zügig abgehandelt, selbst wenn es noch eine Weile dauert, bis Rocky tatsächlich auftaucht. Die Verfilmung legt den Schwerpunkt klar auf die Freundschaft zwischen Ryland und Rocky. Und das ist vollkommen legitim.
Ryan Gosling äußerte mehrfach, dass er sich für seine Kinder eine Geschichte wie E.T. – Der Außerirdische gewünscht habe. Dieser Wunsch spiegelt sich im Film deutlich wider: Die Beziehung zwischen Grace und Rocky steht im Zentrum, während der wissenschaftliche Teil des Buches zugunsten einer zugänglicheren Erzählweise reduziert wurde. Die wichtigsten Elemente bleiben erhalten, aber die Tiefe der wissenschaftlichen Problemlösung ist im Film weniger ausgeprägt.
Emotionale Unterschiede: Was der Film nicht ganz erreicht
Was mir persönlich fehlte, war die emotionale Wucht, die das Buch entfaltet. Ich dachte zunächst, es liege daran, dass ich die Geschichte bereits kenne, aber ich hatte erwartet, deutlich stärker berührt zu werden. Natürlich ist Der Astronaut emotional und die Schauspielenden transportieren das hervorragend. Besonders beeindruckend fand ich, wie offen Ryan Gosling in diesem Film weint. Ein deutlicher Kontrast zu vielen seiner früheren Rollen. Dennoch liegt der Fokus stärker auf Humor und einige emotionale Momente bleiben für meinen Geschmack nicht tiefgreifend genug. Eine Ausnahme ist die Szene, in der Rocky Grace anbietet, ihm die Heimreise zu ermöglichen und sie trifft genau den richtigen Ton.
Die emotionalste Szene des Buches wurde jedoch stark verändert und damit hadere ich bis heute. Im Film wirkt Rockys vermeintlicher Tod abrupt und fast schon abgehakt. Zwar erzählt Ryland, was er getan hat, um ihn zu retten, doch die Intensität fehlt. Im Buch ist diese Szene ein Kraftakt. Ryland trägt Rocky, der unfassbar schwer und extrem heiß ist, zurück in dessen Raumschiff und riskiert dabei sein eigenes Leben. Er verbrennt sich, kämpft gegen die Zeit und gegen die Bedingungen der fremden Atmosphäre. Diese körperliche und emotionale Grenzerfahrung ist ein Schlüsselmoment ihrer Freundschaft.
Ja, später kehrt Ryland zurück, um Rocky endgültig zu retten und riskiert damit seine Heimreise. Aber der entscheidende, intime Moment, der ihre Bindung im Buch so tief verankert, fehlt in der Verfilmung. Und genau das verstehe ich nicht, denn es ist einer der stärksten, bewegendsten Punkte der gesamten Geschichte. Das Ende ist minimal verändert, aber das ist zu verschmerzen, denn im Grunde wird es nur erweitert.
Fazit zu Der Astronaut

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Der Astronaut ist eine der seltenen Buchverfilmungen, die sich trauen, eigene Schwerpunkte zu setzen, ohne den Kern der Vorlage zu verlieren. Der Film überzeugt mit einer beeindruckenden technischen Umsetzung, einer warmherzigen Inszenierung und einer Freundschaft, die zu den schönsten gehört, die das moderne Science-Fiction-Kino hervorgebracht hat. Ryan Gosling trägt den Film mit einer fein nuancierten Performance, die zwischen Humor, Verletzlichkeit und stiller Entschlossenheit changiert. Und ja, ich habe im Kinosaal mehrmals laut gelacht, weil der Film wirklich überraschend witzig ist.
Auch wenn einige emotionale Tiefen des Romans abgeschwächt wurden und bestimmte Schlüsselmomente nicht die Wucht erreichen, die sie im Buch entfalten, bleibt Der Astronaut eine berührende, zugängliche und visuell beeindruckende Adaption. Die Entscheidung, den Fokus stärker auf die Beziehung zwischen Ryland und Rocky zu legen, macht den Film besonders für ein jüngeres Publikum greifbar, ohne die Essenz der Geschichte zu verraten.
Am Ende bleibt ein Werk, das sowohl Fans des Romans als auch Neulinge abholt: ein Film, der zum Staunen einlädt, zum Lachen bringt und trotz kleinerer Abstriche eine der schönsten interstellaren Freundschaften der letzten Jahre auf die Leinwand bringt. Mit meiner Wertung habe ich lange gehadert. Eigentlich wollte ich 7,5 Punkte für ein „Sehenswert“ vergeben. In mir sträubte sich etwas dagegen, dem Film 8,0 oder 8,5 Punkte für ein „Ausgezeichnet“ zu geben. Doch nach reichlicher Überlegung muss ich ihm die 8,0 Punkte zugestehen. Die Visualität, die technische Umsetzung und der Soundtrack, den ich in dieser Woche bereits mehrfach gehört habe, lassen sich schlicht nicht ignorieren.
Ich weiß, Buchverfilmungen gegenüber bin ich immer besonders kritisch. Und dennoch hatte ich enorm viel Spaß mit diesem Film, selbst wenn er mich emotional nicht ganz so mitgenommen hat, wie ich es mir erhofft hatte.
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Wie hat euch Der Astronaut gefallen?
TRAILER: ©Amazon MGM Studios



»If you ride like lightning,
you’re gonna crash like thunder.«
– The Place Beyond the Pines –
RILEY – Chief Editor
Queerer, professioneller Filmhasser & Arthouse Geek. ✨🌈💜
Ich blogge seit dem 14. Dezember 2014 auf passion-of-arts.de. Schon in meiner Jugend schrieb ich viele Gedichte und Kurzgeschichten. Seit mehreren Jahren widme ich mich professionell Filmrezensionen und war Guest Writer bei der Filmblogseite „We eat Movies“. Außerdem verfasste ich einige Artikel für das 35 MM Retro-Filmmagazin. Ich sterbe für Musik und gehe liebend gerne ins Kino, außer in 3D. TV ist überbewertet, ich gucke lieber DVD, Streaming oder Bluray.
Meine Lieblingsfilme sind unter anderem „La La Land“, „Barbie“ und „Blade Runner 2049“.
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Weitere Meinungen zu Der Astronaut aus der Redaktion
»Als der Film angekündigt wurde und die ersten Kritiken eintrafen, diskutierte ich mit unserem Azubi darüber, was eigentlich der beste Science-Fiction-Film sei. Und dabei fiel auch der Name „Der Astronaut“. Einige Stimmen meinten allen ernstes er sei besser – oder zumindest auf Augenhöhe – mit Christopher Nolans „Interstellar“. Nachdem ich nun aus dem Schweizer Kino rausgestiefelt bin, muss ich sagen: Diese Stimmen hatten recht. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass „Der Astronaut“ tatsächlich besser ist als „Interstellar“. Unabhängig von solchen Vergleichen bleibt vor allem eines hängen: ein beeindruckender Science-Fiction-Film, der sich schon jetzt wie einer der ganz großen Filme des Jahres anfühlt.«
– LENNART
»Ich mag ja diese Geschichten, in denen irgendwelches Weltraum-Mathematik-Physik-Blahblah komplett an meinem Verstand vorbeirauscht und ich nichts begreife, außer, dass das gerade unfassbar wichtig zu sein scheint. Auf gewisse Weise ist das ja ein eigenes Sub-Genre innerhalb der Science-Fiction. Dieser Film gehört dazu, aber irgendwie auch nicht. Denn wer hier die große Wissenschaft und stark erklärte Abläufe erwartet, wird vermutlich enttäuscht.
– MARCEL
Es ist ein Teil des Films, aber bei weitem nicht der Fokus. Der liegt auf dem Protagonisten und einer Freundschaft. Auf Emotionen. Die Wissenschaft, der Verstand, die Lösungsfindung, sind ein Teil davon, aber wer hier große Erkenntnisse und Aha!-Effekte erwartet, wird kaum auf seine Kosten kommen. Wer sich aber emotional darauf einlässt, dürfte seine Freude damit haben.«
»Mit etwas mehr Ernsthaftigkeit und etwas weniger Laufzeit hätte es für „Der Astronaut“ vielleicht zum nächsten großen Weltraum-Klassiker im Geiste von „Interstellar“ gereicht. So reicht es aber immer noch für einen großartigen Film, der fantastisch aussieht, einen toll spielenden Ryan Gosling bietet und Emotionen für Dinge in mir weckt, von denen ich nie gedacht hätte, mit ihnen mitfühlen zu können. Ein Film, der definitiv auf die große Leinwand gehört und dort seine volle Wirkung entfaltet.«
– MARTIN
»„Der Astronaut“ lässt sehr vieles von den eigentlich wichtigen, nachvollziehbar erarbeiteten wissenschaftlichen Herangehensweisen der Vorlage raus was ihn zu Teilen sprunghaft wirken lässt. Außerdem hätte der Film für seine Story noch mehr Zeit gebraucht und fühlt sich in dieser Form teilweise sehr gehetzt an. Dennoch ist es ein guter Film und eine grundsätzlich gelungene Adaption, da der emotionale Kern funktioniert und charmant umgesetzt ist, Gosling mal wieder mit seinem Gespür für Comedic Timing glänzt und Greg Fraiser als DoP wunderschöne Panoramen und angenehm geerdete, intime Bilder erschafft die sogar ein Gefühl von „auf Film gedreht“ mitbringen.«
– RICK
»Ryan Gosling brilliert in dieser SciFi-Komödie mit Herz. Insbesondere das Zusammenspiel mit dem Alien „Rocky“ und sein geniales komödiantisches Timing beeindrucken mal wieder. Daneben geht Sandra Hüller sogar fast etwas unter. Auch optisch ist der Film, dank vieler praktischer Effekte eine Wucht und sollte am besten im Kino genossen werden.«
– MADDIN
Pressestimmen zu Der Astronaut
Sebastian Gerdshikow von Going to the Movies
7 von 10 Punkten (macht Spaß, aber der Spagat zwischen Buch und Film ist hier nochmal etwas komplizierter)
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Flo von Moviescape
Mich hat „Der Astronaut: Project Hail Mary“ wirklich extrem begeistert. So sehr, dass ich auch noch die Vorlage lesen will. Der Zwergofant war restlos angetan und dieser Kinobesuch wird einen nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterlassen. Frau bullion und das Zappelinchen fanden den Film gut, doch hat er nicht 100%-ig gezündet. Meine Mama war auch sehr angetan, fand nur ebenfalls das Finale zu lang. Mein Ziel ist mit 80 Jahren ebenfalls noch so offen für neue Kinofilme zu sein. Falls es dann noch Kinos gibt. Doch enden wir auf einer positiven Note und ich gebe eine dicke Empfehlung: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)
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Oliver Armknecht von film-rezensionen.de
In „Der Astronaut – Project Hail Mary“ reist ein belächelter Wissenschaftler ins Weltall, um von dort aus die Sonne zu retten. Das beginnt als Science-Fiction-Abenteuer, ist aber primär ein ebenso charmanter wie witziger Film über eine ungewöhnliche Freundschaft. Das Ergebnis ist so wohltuend, dass selbst Kritikpunkte wie die aufgeblasene Laufzeit keine große Rolle mehr spielen. 8 von 10 Punkte.
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Markus von Gravur Unmasked
Die emotionale Tiefe und die Balance aus Humor und Ernst, die das Buch so stark gemacht haben, kommen hier etwas zu kurz, vieles wirkt mir zu verspielt. Unterm Strich ein solider Film, der Spaß macht, bei dem aber – gerade im Vergleich zur Vorlage – noch mehr drin gewesen wäre. 3.5 von 5 Sterne.
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Ilija Glavas von Kino Meister
Das Ergebnis ist ein klassisches Weltraumabenteuer mit Herz. Ryan Gosling und sein steinerner Alien-Gegenpart bilden eines der ungewöhnlichsten und charmantesten Duos der modernen Science-Fiction-Filme. Ein unterhaltsamer, cleverer Old-School-Blockbuster, der große Ideen mit viel Humor verbindet. Ryan Gosling und ein Stein-Alien sind das beste Weltraum-Duo seit R2-D2 und C-3PO. 8 von 10 Punkte.
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Antje Wessels von Wessels Filmkritik
Mit „Der Astronaut – Project Hail Mary“ gelingt Phil Lord und Christopher Miller eine Science-Fiction-Komödie, die den typischen Mix aus wissenschaftlicher Detailverliebtheit und trockenem Humor von Andy Weir sehr treffsicher auf die Leinwand überträgt. Auch wenn die Inszenierung ihre visuellen Ambitionen nicht immer vollständig einlösen kann, tragen vor allem das charmante Zusammenspiel der Figuren sowie Ryan Goslings komödiantisches Gespür das Abenteuer mühelos durch seine Laufzeit. Ein ebenso kluges wie warmherziges Weltraumabenteuer.
Pressematerial: Der Astronaut | 2026 ©Amazon MGM Studios 🚀🌕🛰️✨🌌🪐



























12 Kommentare
Ich habe „Der Astronaut“ gerade im Kino gesehen. Mir hat der Film sehr gefallen. Ich habe den Vergleich zum Buch nicht, aber als Film funktioniert es alles sehr gut. Er ist auch gut inszeniert und wie viele Emo-Science Fiction macht er Emotionen nicht zum zentralen Thema, sondern einfach zu einem Mittel der die Geschichte trägt ohne diese zu unterdrücken, weil der Film auch viel Humor hat der genau meinen Geschmack traf. Ryan Gosling hat mit seinem grandiosen Schauspiel den Film auch viel getragen. Der wissenschaftliche Teil kam mir persönlich zu kurz, aber kann ich nicht nachvollziehen, die Meisten stehen da nicht so drauf wie ich.
„Im Film wirkt Rockys vermeintlicher Tod abrupt und fast schon abgehakt. Zwar erzählt Ryland, was er getan hat, um ihn zu retten, doch die Intensität fehlt.“
Da stimme ich zu und fand das auch nicht rund und wenig befriedigend, aber man muss auch sagen, dass man zuvor bereits die Szene hat, in der Rocky Grace das Leben rettet und das wäre dann das nur noch mal mit vertauschten Rollen gewesen. Ich kann also nachvollziehen, warum man sich dafür entschieden hat, darauf zu verzichten. Aber ja, dadurch geht der Climax komplett flöten. Tatsächlich wäre es smarter gewesen, man hätte Rockys Tod komplett rausgelassen und einen anderen Weg gefunden, um zu dem Ende zu kommen, das man letztlich hat. Da hätte es ja durchaus Optionen gegeben.
Ich denke aber auch, dass mich das mehr gestört hätte, wenn ich das Buch kennen würde. So war es einfach nur ein Moment von „Hm, irgendwie unspannendes Ende“ und damit war das Thema in meinem Kopf auch schon wieder abgehakt, weil der Rest des Films dafür entschädigt. Da ist dann eher der Weg das Ziel hier, schätze ich.
@marcelmichaelsen
Das kann schon sein. Oder man hätte ihn das auch erzählen lassen oder kurz angerissen. Also im Film wirkt das wirklich abrupt, nicht so ganz aus erzählt. Aber der Moment als Rocky wieder erwacht, der war doch sehr herzlich, daher kann ich das noch irgendwie verschmerzen.
Ich denke man sieht Filme, die auf literarischen Werken basieren und die man kennt, immer kritischer. Ja der Film hat viel positives zu bieten, dass vieles davon auch jammern auf hohem Niveau ist. Ich werd ihn mir auf jeden Fall ins Regal stellen und immer wieder ansehen, weil er auch wirklich Spaß macht.
Na ja, „erzählen lassen“ birgt halt immer die Gefahr, dass „Show don’t tell“ zu sehr auf der Strecke bleibt, ist also auch nicht optimal. Aber ja, hätte man machen können.
Und ja, Adaptionen haben eben immer den Nachteil, dass sie sich mit der Vorlage messen müssen. Wobei ich persönlich nie Interesse daran hatte, eine 1:1-Verfilmung von einem Buch zu sehen, das ich gelesen habe. Aus dem simplen Grund, dass ich die Geschichte dann bereits komplett kenne. Ich bin also immer dafür, Anpassungen vorzunehmen, um mich dann auch noch irgendwie abzuholen. Aber ich weiß auch, dass ich mit der Meinung eher alleine bin. Und natürlich müssen diese Anpassungen auch Sinn ergeben und sollten nicht die emotionale Ebene verwässern, wie es hier scheinbar der Fall ist. Da braucht es seitens der Macher dann das richtige Fingerspitzengefühl.
@marcelmichaelsen Da hast du auch recht. In dem Fall hätte es sich jedoch auch angeboten, da Ryland im Buch auch viel erzählt. Das fehlte mir auch ein bisschen im Film. Aber klar niemand will Off-Kommentare außer ich vielleicht 😃
Also im Buch ist Ryland sehr gedankenlastig. Das hätte ich mir in der Eingangssequenz mehr gewünscht.
Ich kann dir versichern, du stehst damit nicht allein da. Was @flis04 , @apexpredatormk und ich da schon Diskussionen geführt haben…. das kannst du dir nicht ausmalen 😂
Ich bin da eher die 1:1 Fraktion, aber ich kann ein oder zwei „Ausbrüche“ verschmerzen, wenn sie stimmig für mich sind.
Ist natürlich auch immer eine Frage, wie man es aufzieht. Ich kenne von Andy Weir nichts, aber ich dachte mir schon bei „The Martian“, dass das nichts ist, was ich lesen würde, weil das wie sehr viel Erklärung wirkt. Als Film ist das okay, aber in nem Buch würde mich das zu Tode langweilen. Ich hatte bei diesem Film auch eigentlich mehr damit gerechnet, vor allem natürlich bei der ganzen Wissenschaft hinter der Story, aber das hat man hier ja ebenfalls zurückgefahren.
Weiß du, was meine Lieblingsbuchadaption ist? Die Serie „Dirk Gently’s Holistic Detective Agency“ mit Samuel Barnett und Elijah Wood. Die Vorlage stammt von Douglas Adams (der auch die Per Anhalter durch die Galaxis Bücher geschrieben hat, was dir vielleicht was sagt) und die Adaption hat absolut nichts mit den Büchern zu tun, abgesehen von der minimalen Grundidee, dass Dirk Gently ein Detektiv ist, der davon überzeugt ist, dass alles kausal miteinander zusammenhängt. Die Serie nimmt einfach die Grundidee und macht daraus was ganz eigenes und es ist ein Riesenspaß. Gab zwar leider nur 2 Staffeln, weil es gut war, und deshalb kein Schwein geguckt hat, aber für die Zeit, die es lief, war es Peak Entertainment.
Gibt aber natürlich auch Gegenbeispiele. „The Watch“ basierend auf Terry Pratchetts Wachen-Romanen, war kompletter Murks, WEIL es zu weit weg von der Vorlage war und nicht verstand, was diese ausgemacht hat. Am Ende braucht es einfach fähige Leute, dann kann alles funktionieren. 1:1-Adaption, lose Adaption, schlichte Inspiration …
@marcelmichaelsen
Das stimmt auch. Tatsächlich hab ich da weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen. Aber ich werde mir das Hörbuch von „The Martian“ demnächst vornehmen. Und dann auch mal den Film schauen. Ja auch bei „Der Astronaut“ ist viel Wissenschaft dabei, was mir manchmal richtig das Hirn gecrashed hat, weil ich davon absolut null Ahnung habe. Weir erklärt es zwar sehr gut, aber für manche Dinge fehlt mir die Vorstellungskraft. Das hätte den Film auch nochmal länger gemacht, wobei der ursprüngliche Cut ja 4 Stunden gehen soll. Mal sehen ob sie den mal raus bringen.
Man hat sich hier halt auf Ryland und Rocky konzentriert, weil Gosling was für seine Kinder machen wollte. Wie „E. T.“ eben. Das find ich auch okay.
Ja kenn ich … also „Dirk Gently’s Holistic Detective Agency“. Hab ich mal angefangen auf Empfehlung und naja wegen Elijah. Hat mich nicht so richtig einnehmen können, aber vielleicht starte ich irgendwann nochmal einen Versuch. Den Anhalter kenn ich natürlich auch, aber nur als Film.
Mmh is immer so ein Hit or Miss. Bei „Ziemlich beste Freunde“ haben sie sich ja auch fast komplett von der Buchvorlage gelöst. Was man im Film sieht, wird im Buch nur angerissen, der Fokus liegt da mehr auf das Leiden und Jammern von Philippe. Hinten drauf stand „Ein Buch zum Weiter kommen“. Nachdem ich das gelesen hatte war ich unglaublich deprimiert. Von Weiter kommen war da nicht die Rede. Das war eine gute Entscheidung einen lustigen Film daraus zu machen.
Ich fand es in diesem Fall auch absolut okay, dass man nicht zu stark in diesen Wissenschaftsaspekt reingetaucht ist. Das ist einfach nicht der Fokus des Films. Klar, wenn man da 4 Stunden draus machen will, ist dafür sicher Platz, aber ich finde es schon richtig, wie man das hier gewichtet hat.
Dirk Gently ist halt Irrsinn. Da muss man natürlich schon Bock drauf haben. Aber man stellt im weiteren Verlauf fest, dass das Chaos tatsächlich Hand und Fuß hat.
Wenn du Elijah Wood magst, kann ich nebenbei auch die Serie „Yellowjackets“ empfehlen, falls du die noch nicht kennst. Da kommt dieses Jahr die finale Staffel.
@marcelmichaelsen
Ja das hätte auch den Rahmen gesprengt. Finde ich auch. Der Fokus liegt ja wirklich auf der Freundschaft der beiden. Und das haben sie wirklich toll gemacht.
Ich setze mir „Dirk Gently“ nochmal auf die Watchlist. Ich mag Elijah Wood nicht nur, ich liebe den! Finds schade, dass er sich jetzt mehr so dem Horror verschrieben hat, weil das ist gar nicht so meins. Danke für den Tipp „Yellowjackets“ hab ich schon länger auf der Watchlist. Dazu müsste ich mal Paramount+ abonnieren ….
Mit Paramount+ würde ich noch warten, bis Paramount WB gekauft hat, selbst pleite geht, weil sie sich den Laden nicht mal ansatzweise leisten können, und dann von Netflix aufgekauft werden, dann kannst du das einfach auf Netflix gucken.
Schön, dass dir der Film auch gut gefallen hat. Habe schon mehrfach mitbekommen, dass die Zuschauenden, die zuvor das Buch gelesen haben, nicht ganz so begeistert waren. Insofern bin ich ganz froh, mit dem Lesen noch gewartet zu haben. Werde ich aber auf jeden fall nachholen.
Ich war auch sehr froh @moviescape selbst wenn er doch nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Aber so ist das immer, wenn man die literarische Vorlage kennt. Allerdings ist es hier eventuell auch ein Vorteil, was das Wissenschaftliche wirklich enorm gekürzt wurde.
Bin gespannt, wie dir das Buch gefällt.
Gib gerne dann mal Feedback dazu.