Film

Anatomie eines Falls

Veröffentlichungsjahr: 2023 | Genres: Drama
Originaltitel: Anatomie d\'une chute
Schauspieler: Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jeanne Arènes, Camille Rutherford, Sophie Fillières, Saadia Bentaïeb, Pauline Haugness

"Anatomie eines Falls" ist ein Gerichtsthriller-Drama aus dem Jahr 2023 inszeniert von Justine Triet.


Der Film beginnt mit dem rätselhaften Tod von Samuel (Swann Arlaud), der vermeintlich aus dem Fenster des Dachbodens gefallen ist. Unklar bleibt, ob es sich um einen Unfall, Selbstmord oder Mord handelt.


Im Mittelpunkt der Handlung steht Sandra (Sandra Hüller), Samuels Frau, die zur Hauptverdächtigen in diesem mysteriösen Fall wird. Als sie vor Gericht steht, gerät ihr ganzes Leben unter das Vergrößerungsglas der Justiz. Ihre Beziehung zu Samuel, ihre Vergangenheit und ihr Verhalten nach seinem Tod werden minutiös untersucht.


Besonders im Fokus steht ihr Umgang mit ihrem Sohn (Milo Machado Graner), der mit einer Sehbehinderung lebt und eine Schlüsselrolle in der Aufklärung des Falles spielen könnte. Der Film wirft Fragen über Wahrheit, Vertrauen und die Grauzonen menschlicher Beziehungen auf, ohne einfache Antworten zu liefern.


Während die Handlung sich entfaltet, zwingt "Anatomie eines Falls" das Publikum dazu, über die Komplexität von Schuld und Unschuld nachzudenken und selbst Schlüsse zu ziehen.


Regie: Justine Triet
Drehbuch: Justine Triet, Arthur Harari
Produzent: Marie-Ange Luciani, David Thion
Kamera: Simon Beaufils
Schnitt: Laurent Sénéchal

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2 Kommentare

  1. „Puh was für ein Brett!“ Würde ich gerne sagen, kann ich aber nicht. Irgendwie scheint jeder Person „Anatomy of a Fall“ zu gefallen, nur bei mir wollte der Funken nicht überspringen. Der Film ist zäh und für eine Laufzeit von 2,5 Stunden meines Erachtens auch zu lang geraten. Die erste Hälfte fühlte sich für mich wie ein Krimi an, was es mir richtig schwer machte, mich darauf einzulassen. Mit Krimis kann ich wirklich nichts anfangen, die langweilen mich enorm. So hatte ich das Gefühl in der ersten Hälfte von „Anatomy of a Fall“ in einem Tatort festzustecken. Denn genau so fühlte es sich auch an.
    Diese sogenannte Charakterstudie hat sich für mich nicht komplett entfaltet, dafür war mir das dann doch zu viel Krimi, Ermittlung und schlussendlich dann Gerichtsdrama. Mit Gerichtsdramen kann ich normalerweise viel anfangen, immerhin ist „A few good Men“ einer meiner Lieblingsfilme. Jedoch muss der Film aber auch durchgehend packend sein.

    Erst so im Mittelteil wurde ich mit „Anatomy of a Fall“ leicht warm. Das Verhör wurde spannend, endlich scheint Bewegung in den Gerichtssaal zu kommen. Leider flaut dies nach einer halben Stunde auch wieder ab. Ein kurzer Höhepunkt, der in einem Ende mündet, dass sich noch weiter in die Länge zog, als der Einstieg.
    Die Schauspielleistungen möchte ich nicht absprechen, selbst wenn ich sagen muss, dass mir Sandra Hüller in „Zone of Interest“ besser gefallen hat. Ihr Spiel war nuancierter und durch die fehlender Emotionen ihres Charakters, irgendwie intensiver.

    1. @neon_dreamer:

      Ich würde den Film eine etwas bessere Wertung geben als du, aber gebe dir schon Recht. Begeistert hat mich der Film auch nicht. Ich mag gutgemachte Krimis, sind schon selten genug und Gerichtsfilme, aber der Film ist weder das eine noch das andere. Driftet doch zu sehr in Beziehungsfilm ab und die Figur von Sandra Hüller ist auch einfach unsympathisch und manches wirkt auch unlogisch. Ich fand den auch zu lang und verstanden habe ich am Ende zwei Sachen nicht. Ja, Sandra Hüller war gut, vor allem in der Szene mit dem Ehestreit, aber die Oscarnominierung hätte sie dann besser für „Zone of Interest“ kriegen sollen. Gebe dir Recht, da war ihr Spiel viel intensiver. Und die Oscarnominierung für Justine Triet, der Regisseurin habe ich nicht verstanden. Kamera, Schnitt, Montage, Inszenierung usw. ist handwerklich auf einem guten Niveau, aber mehr auch nicht. Einige Einstellungen sind zu lang und die Inszenierung insgesamt war mir zu konventionell, geradezu bieder. Der Film hat seine Momente, aber mehr auch nicht. „Eine Frage der Ehre“ gehört übrigens auch zu meinen Lieblingsfilmen. Eines muss man Hollywood-Filmen lassen. Auch bei kritischen, relevanten Themen, wollen sie unterhalten. Gelingt auch nicht immer, aber der Anspruch ist zumindest da. Da kann sich das europäische Kino, vor allem auch das deutsch ein Beispiel nehmen. Ich mag auch Arthauskino und wenn es künstlerisch wird. Aber aufgesetztes Kunstkino ist vor allem dann peinlich, wenn es nichts zu sagen hat. Das trifft auf „Anatomie eines Falls“ zumindest teilweise zu.

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