Media Monday #732

Das Bild zeigt Patrick (Josh O’Connor) aus dem Film "Challengers" auf dem Tennis Court in Nahaufnahme. Über seinem Gesicht steht mit weißen Lettern in einem weißen Rahmen "Media Monday #732"

Da ist er auch schon wieder, der Montag und somit auch der Media Monday #732! Ich starte mit euch in die neue Woche mit einem meiner Highlights, das ich letzte Woche schon heiß erwartet hatte. Vielleicht erinnert ihr euch noch. Außerdem erzähle ich euch von einem Film, der mich visuell sehr beeindruckt hat, selbst wenn die Story nur ein Retortenprodukt ist. Danach habe ich mir Gedanken zu Newcomer:innen gemacht. Das war gar nicht so leicht, aber da war mir dann doch eine Person eingefallen, die mich derzeit sehr begeistert.

In Anschluss daran widme ich mich meinen Frust über den Reboot und Remake Wahn, der wohl kein Ende nimmt. Warum kann man sich nicht mehr neues ausdenken, als immer das alte Zeug aufzuwärmen? Noch dazu wenn es Klassiker der Popkultur sind. Im Gegenzug hierzu mache ich mit euch einen kleinen Ausflug ins Nischenkino und in meine literarische Welt. Zum Abschluss gibt es heute keinen Kaffee ☕ aber was persönliches zu lesen.

Viel Spaß beim Lesen und diskutieren des Media Monday #732!

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereit gestellt wird und von unterschiedlichen Blogger:innen ausgefüllt und präsentiert wird.

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. Project Hail Mary: Ich kann es kaum erwarten ins All zu starten

Das Bild zeigt Ryland Grace (Ryan Gosling) in "Project Hail Mary", der durch eine Art Bullauge schaut | Media Monday #732
Ryland Grace (Ryan Gosling) muss die Welt retten — Project Hail Mary | 2026 ©Amazon MGM Studios
Das Bild zeigt einen Astronauten, der im All treibt. In weißen Lettern steht "Hol dir den Roman zum Film"
Foto: Buchcover von Will Staehle ©Unusual Co

Großartig, wie es den Filmschaffenden gelungen ist, mich jetzt schon für die Verfilmung zu Andy Weirs Roman Der Astronaut zu begeistern. Lange habe ich nicht mehr so eine Vorfreude auf einen Film gehabt, schon gar nicht nachdem ich den Trailer angesehen hatte. Ich schaue ja auch gar keine Trailer mehr, außer ich bin im Kino. Da komme ich nicht aus. Da ich von Project Hail Mary allerdings schon den Inhalt kannte, da ich das Hörbuch gehört hatte, wollte ich einen Blick riskieren.

Was soll ich sagen, meine Erwartungen scheinen bisher übertroffen. Der Trailer macht richtig Lust auf den Film und ich denke die Literaturumsetzung wird gelungen sein. Vor allem wird sie mich zufriedenstellen. Schade, dass ich jetzt noch bis nächstes Jahr warten muss. Aber das beste ist, dass alle meine Besties von dem Trailer ebenso angetan sind und wir alle gemeinsam ins Kino wollen.

Die Infos und den Trailer zum Film habe ich übrigens in einem Newsartikel geschrieben. Lasst gern eure Meinung da. Würde sowas gerne öfter machen, aber wie ihr merkt, habe ich derzeit kaum Zeit eure Kommentare zu beantworten. Aber ich hab es auf dem Schirm und nicht vergessen.

2. Herzklopfen im Media Monday #732: Challengers – Ein visuelles Erlebnis

Challengers: Das Bild zeigt einen Mann und eine Frau, die sich gegenüberstehen. Ihn sieht man nur von hinten, sie ist von vorne zu sehen. Ein roter Lichtschein erhellt ihr Gesicht | Media Monday #732
Patrick (Josh O’Connor l.) und Tashi (Zendaya) spielen nicht nur Tennis, sondern auch mit dem Feuer — Challengers | 2024 ©Warner Bros. Pictures
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Der Film Challengers – Rivalen ist im Großen und Ganzen ein echtes Unikat, das mich visuell beeindruckt hat. Bevor ihr schreit, ja die Story des Films ist so 0815, 0815iger geht es kaum. Ein regelrechtes Retortenprodukt, wenn man so sagen will. Aber was Challengers – Rivalen visuell abgeliefert hat, sowas habe ich noch nie zuvor gesehen. Und auch danach nicht. Vor allem wie der Soundtrack mit dem Emotionen der Protagonist:innen spielt, ist einzigartig. Die schnellen Beats verursachten selbst mir Herzklopfen und ließen mich die Gefühle der Protagonist:innen richtig mitfühlen. Ebenso herausragend ist die Kameraarbeit von Sayombhu Mukdeeprom.


„Sayombhu Mukdeeprom hat sich Kameratechnisch in „Challengers“ künstlerisch komplett entfesselt. Hier eine Nahaufnahme, da ein schneller Impuls. In manchen Szenen bekommt das Publikum das Gefühl, selbst der Tennisball zu sein, was ebenso eine großartige, neue Erfahrung ist. Der Wechsel zwischen Kamerafahrten und Totalen stellt ebenfalls eine gänzlich andere, visuelle Perzeption dar.“

– Riley Dieu Armstark (Filmkritik: Challengers)

3. Von Beautiful Things bis American Heart – Meine Begeisterung für Benson Boone

Benson Boone | Mr Electric Blue ©Night Street | Warner aus dem Album „American Heart“

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Es ist ja immer eine Freude, eine:n Newcomer:in zu entdecken und zu sehen, wie diese Person ihre Karriere weiter fort führt. Ich habe zufällig durch YouTube oder Spotify, ich weiß es nicht mehr genau, Benson Boone entdeckt. Der US-amerikanische Sänger, der im Juni 2002 geboren wurde, hatte 2024 seinen Durchbruch. Die Single Beautiful Things avancierte in mehreren Ländern zum Nummer-Eins-Hit. Das hab ich natürlich verpasst, da ich kein Radio höre oder ähnliches. Musik fließt mir immer durch Zufall zu.

Hab mir letzten Wochen auch sein neues Album American Heart rauf und runter angehört. Bin total begeistert. Ist auch immer seltener geworden, dass mich neue Künstler:innen so begeistern können. Ich höre meistens noch immer den alten Stuff. Auch die guten Oldies but Goldies.

4. Indiana Jones: Manche Legenden sollte man ruhen lassen

Das Bild zeigt Dr. Henry "Indiana" Jones Jr. (Harrison Ford) und Dr. Henry Jones Senior (Sean Connery) | Media Monday #732
Kein Team war je besser besetzt: Harrison Ford (links) und Sean Connery als Dr. Jones Junior und Senior — Indiana Jones und der letzte Kreuzzug | 1989 ©United International Pictures GmbH

Manche Klassiker kann man echt kaum toppen, denn sie sind in ihrer Art einzigartig und haben die Popkultur nicht ohne Grund beeinflusst. Daher bekomme ich wirklich Herzschmerzen, wenn diese Klassiker immer wieder auf den Schirm von Remakes und Reboots geraten. Robert Zemeckis wehrt ein Remake seiner Zurück in die Zukunft Reihe ja vehement und erfolgreich ab. Nicht so George Lucas, der wohl überall Geld abgrasen will, wo geht? Anders kann ich es mir nicht erklären. Zuerst hat er Star Wars an Disney gegeben, dann Indiana Jones. Und was machen die daraus? Eigentlich nur noch Müll, wenn man es so krass ausdrücken will. Indiana Jones und das Rad des Schicksals war eine Katastrophe und ich kriege wirklich Ausschlag, wenn ich lese, dass jetzt ein Reboot kommen soll.

Im Gespräch für die Hauptrolle sind Chris Evans und Glen Powell. Ich hoffe das Projekt stirbt, bevor es Früchte trägt und noch mehr hoffe ich, dass Chris Evans dieses Angebot dankend ablehnt. Ich habe nämlich keine Lust darauf, mir das anzusehen, nur weil mein Lieblingsdarsteller dabei ist. Noch dazu kommt, wer will diese ikonische Performance von Harrison Ford toppen?

5. Nischenkino im Media Monday #732: Meine Liebe zu visuellen Filmkunstwerken

Das Bild zeigt einen Mann, der von hinten an eine Skulptur herantritt. Das Bild ist eine Szene aus dem Film "Das Blut eines Dichters"
Jean Cocteaus schuf einen Meilenstein des Surrealismus mit — Das Blut eines Dichters | 1932 ©ARTHAUS

Mich fasziniert ja die Nische der visuellen Kunstfilme. Daher gucke ich mir auch oft so alte Sachen wie Das Blut eines Dichters (1932), Letztes Jahr in Marienbad (1961) oder Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) an. Mich fasziniert visuelle Kunst und ich liebe es inzwischen, dass ich oft Filme kenne, die niemand sonst je auf dem Schirm hatte. Aber irgendwie inspiriere ich andere dadurch auch immer. Heute auch wieder zwei Menschen zu einem Film motiviert, von dem sie noch nichts gehört hatten. Ich liebe es, eure Watchlisten zu füllen 🤣

Mir gefällt aber auch die Herausforderung daran, mal etwas neues zu entdecken. Fernab von den üblichen Retortenprodukten, die mich immer mehr langweilen und kaum noch begeistern können. Da ist so ein Nischenfilm eine schöne Abwechslung.

6. Bücherschätze in Regensburg: Queere Geschichten & preisgekrönte Romane

Das Bild ist eine Fotografie der Bücher "Birthday" von Meredith Russo und "Die Nickel Boys" von Colson Whitehead | Media Monday #732
Foto © Riley Dieu Armstark
Das Bild ist eine Werbeanzeige zu POC Literatur auf Thalia

Ein Besuch zum Bücherschrank geht immer, schließlich lese ich immer noch sehr gerne und vor allem die richtigen Bücher. Nicht diese digitalen Dinger. Am Samstag war ich wieder in Regensburg unterwegs und war mit meinem besten Freund auch in einem Buchladen. Dort habe ich mir zwei spannende Exemplare heraus gesucht. Einmal das Buch Birthday von Meredith Russo und Die Nickel Boys von Colson Whitehead.

Birthday ist eine queere Liebesgeschichte von zwei Menschen, die schon ewig befreundet sind. Bis sich eine der beiden im falschen Körper fühlt. Solche Geschichten suche ich ja schon länger und habe neulich auf meinem Instagram Account auch nach Empfehlungen gefragt. Leider habe ich nur eine erhalten. Inzwischen habe ich aber einen anderen Account gefunden, der solche Geschichten promotet und da habe ich nun einiges zu lesen für mich gefunden. Bin sehr happy darüber ✨🌈

Die Nickel Boys von Colson Whitehead ist vielen bereits bekannt, wurde der Roman bereits mit den gleichen Titel Die Nickel Boys unter der Regie von RaMell Ross verfilmt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Den Film hab ich auf der Watchlist, aber erst nehme ich mir mal das Buch vor.

7. Auf der Suche nach Halt: Mein Weg zur LGBTQIA-Community in Niederbayern

Das Bild zeigt einen Regenbogenhintergrund. Davor steht "they/them" mit schwarzer Schrift auf weißen Hintergrund | Media Monday #732
Foto © Katie Rainbow

Zuletzt habe ich mir die Broschüre der LGBTQIA*-Community in Niederbayern an den Schreibtisch geholt und das war notwendig, weil ich dort unbedingt einen Termin ausmachen und dem Verein beitreten will. Ich suche schon so lange nach einem Austausch und richtiger Beratung. Meine Therapeutin hat mit dem Thema leider gar keine Berührungspunkte. Und ich hoffe, dass ich dort die Unterstützung bekomme, die ich brauche. Und vor allem, dass ich mich dann nicht mehr so lost fühle.

Das war mein Media Monday #732 für diese Woche. Lasst gern einen Kommentar da!


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #732 für euch:

1. Großartig, wie es ____ gelungen ist, ____ .

2. ____ ist im Großen und Ganzen ein echtes Unikat, das ____ .

3. Es ist ja immer eine Freude, eine*n Newcomer*in ____ .

4. ____ kann man echt kaum toppen, denn ____ .

5. Mich fasziniert ja die Nische der ____ .

6. ____ geht immer, schließlich ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


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Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trägt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise über seine Augen fällt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-Porträts verstärkt.

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Header Elements – Media Monday #732: © Passion of Arts Design | Challengers | 2024 ©Warner Bros. Pictures

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4 Kommentare

  1. Du schaust einen Trailer… das ich das noch erlebe… 😆
    Da ich Remakes und Reboots auslasse, ist mir das eigentlich egal, wer da wie flopt.
    Dr. Caligari geht immer. Dr. Panassus auch. 😉

    1. @wortman

      Es geschehen noch Zeiten und Wunder.
      Mir geht es eigentlich eher darum, dass die einen meiner Lieblingsdarsteller casten wollen und ich das nicht sehen will. Und ich ärgere mich dann, weil ich gerne alle Filme mit ihm sehen will.

      Dr. Panassus mochte ich nicht so.

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