The Fantastic Four: First Steps – Filmkritik

Filmabend-Szene mit einer Filmklappe, einer Schüssel Popcorn und einem Foto der „Fantastic Four“ in blauen Anzügen mit der Zahl 4. Im Hintergrund des Fotos ist eine Stadtlandschaft mit Wahrzeichen wie der Space Needle zu sehen. Der Text „The Fantastic 4 – First Steps“ steht auf dem Foto.

Nachdem die fünfte Phase des MCU mit „Ironheart“ abgeschlossen wurde, startet Marvel mit „The Fantastic Four: First Steps“ die sechste Phase seines Cinematischen Universums. In meiner Kritik könnt ihr lesen, wie sich dieses berühmte Marvel Quartett im Vergleich zu früheren Verfilmungen schlägt.
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Ein Beitrag von: Maddin

Worum geht es in „The Fantastic Four: First Steps“?

„The Fantastic Four: First Steps“ ist ein Superheldenfilm, der auf dem gleichnamigen Comic basiert. Inszeniert wird der Film von Matt Shakman und Kevin Feige wird als Produzent tätig sein. 

In einer Welt, die von 1960er-Retrofuturismus inspiriert ist, steht das Heldenteam der Fantastic Four vor einer gewaltigen Herausforderung: Sie müssen ihren Planeten vor der Zerstörung durch den kosmischen Giganten Galactus bewahren. Dabei werden die unterschiedlichen Fähigkeiten und Persönlichkeiten von Reed Richards (Pedro Pascal), Sue Storm (Vanessa Kirby), Johnny Storm (Joseph Quinn) und Ben Grimm (Ebon Moss-Bachrach) auf die Probe gestellt, während sie lernen, als Team zusammenzuarbeiten und ihren Platz im Universum zu finden.

Die Familie steht im Mittelpunkt

Die fantastischen Vier stehen auf einem Platz und schauen nach oben. | The Fantastic Four: First Steps
Pedro Pascal, Vanessa Kirby, Joseph Quinn, Ebon Moss-Bachrach, Paul Walter Hauser, Julia Garner, Ralph Ineson, Natasha Lyonne, John Malkovich, Sarah Niles — The Fantastic Four: First Steps | 2025 © Disney | Marvel | 20th Century Studios
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„Es geht um Familie“ meinte Pedro Pascal in einem Interview das ich neulich im Radio gehört habe. Und nein, dabei ging es nicht um den nächsten Fast-&-Furious-Film. 😉 Auch wenn Pascal gefühlt mittlerweile in jedem zweiten Film mitspielt. 😅

Ich erwähne dies deshalb, weil ich dieser Aussage durchaus zustimmen kann. Dreh- und Angelpunkt des Films ist die Familie Richards mit Vater Reed aka Mister Fantastic (Pascal), Mutter Susan Storm aka Invisible Woman (Vanessa Kirby), Onkel Johnny Storm aka Human Torch (Joseph Quinn) und Onkel Ben Grimm aka The Thing (Ebon Moss-Bachrach). Anders als beispielsweise bei den Verfilmungen aus den frühen Zweitausender Jahren („Fantastic Four“ von 2005 und „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ von 2007) fühlt sich das hier wie eine viel harmonischere Familie an. Auch necken sich Ben und Johnny viel liebevoller und das Aussehen vom „Ding“ ist nie wirklich ein Thema.

Die Schauspielenden können jedenfalls die angepeilte Emotionalität auch jederzeit vermitteln und insbesondere Kirby und Pascal sind hier einfach eine sichere Bank. Pascal mimt den getriebenen Erfinder, der alles für sein Kind tun würde. Kirby ist hier dagegen nicht nur emotional genau auf den Punkt sondern oft auch einfach sehr cool.

„The Fantastic Four: First Steps“ ist hübscher 60er Jahre Retrofuturismus

Die fantastischen 4 stehen auf einer kleinen Bühne. Im Hintergrund eine große 4. | The Fantastic Four: First Steps
Reed Richards stellt in seiner Show "Fantastic Science" ein neues Raketentriebwerk vor.
Johnny Storm bedient eine Gerätschaft. | The Fantastic Four: First Steps
Reed Richards steht in seinem Labor und arbeitet.
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Auch visuell ist der Film für mich eines der spannendsten Marvel-Comicverfilmungen. Endlich wird mal das Multiverse richtig ausgenutzt und eine komplett andere Welt entworfen. Wie sähe unsere heutige Welt aus, wenn das Design in den 60ern stehen geblieben wäre? Beziehungsweise was wenn es in den 60er Jahren schon ultramoderne Technik gegeben hätte? Das zeigt dieser Film und sieht dabei sehr schick aus.

Egal ob der kleine süße Roboter H.E.R.B.I.E. oder das fantastische Raumschiff der Fantastischen Vier: Alles Atmet einfach diesen schicken retrofuturistischen Stil. Aber auch sonst beeindruckt der Film mit guten Effekten und interessanten Designs. So finde ich zum Beispiel Galactus und dessen riesiges Raumschiff interessant und schön wuchtig gestaltet.

Wie immer bei Marvel-Filmen ist das jetzt nicht oberstes Regal was das CGI angeht, aber doch sehr ansehnlich. Nur manche Szenen mit dem Baby von Susan und Reed haben etwas zu offensichtliches beziehungsweise schlechtes CGI.

Die Fantastischen Vier gegen Galactus

Der Kopf des riesigen Galactus schaut auf die Freiheitsstatue hinab. | The Fantastic Four: First Steps
Reed Richards und Susan Storm schauen erschreckt nach oben. Von unten kommt ein rotes Glühen.
Susan Storm setzt ihre telekinetischen Fähigkeiten ein. | The Fantastic Four: First Steps
Johnny Storm in seiner Form als "Die Fackel".
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Apropos Galactus: Im Vergleich zu „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ wird Galactus hier deutlich besser dargestellt. Er ist jedenfalls keine gesichtslose Wolke, die einfach alles in ihrem Weg verzehrt. Er ist im Grunde ein menschliches Wesen nur eben ultrastark und riesig. Wobei er hier sogar zu einer teilweise tragischen Figur wird.

Der Kampf gegen ihn ist dann auch spannender als ich erwartet hatte und es gibt Wendungen, die ich durchaus sehr spannend finde. Klar ist aber auch, dass dies durchaus eine typische Comic-Verfilmung ist und bestimmte Begebenheiten nicht hinterfragt werden sollten.

Jedenfalls unterhält mich der Film von Anfang bis Ende sehr gut. Die 114 Minuten vergehen sehr schnell und es gibt eigentlich keine großen Leerlauf. Der Film kommt sogar ziemlich zügig zum Kern der Geschichte und hält sich wenig mit einer Vorgeschichte der „Fantastic Four“ auf. Die Fantastischen Vier haben bereits das volle Potenzial ihrer Kräfte erreicht und sind auch deutlich mächtiger als in den bisherigen Verfilmungen.

Ist „The Fantastic Four: First Steps“ nun das beste fantastische Quartett?

Ben Grimm aka "Das Ding" kocht zusammen mit dem kleinen Roboter Herbie Essen. | The Fantastic Four: First Steps
Reed Richards in einem Raumanzug schaut besorgt in die Kamera.
Reed Richards und Susan Storm umarmen sich liebevoll. | The Fantastic Four: First Steps
Susan Storm erzeugt ein telekinetisches Feld.
Johnny Storm fliegt in den Himmel. Im Hintergrund ein Straßenzug. | The Fantastic Four: First Steps
Die fantastischen Vier gehen eine Rampe entlang.

Bevor ich zu dieser Frage komme, möchte ich kurz noch die Musik von Michael Giacchino eingehen, denn diese ist hier wieder sehr gut gelungen, um nicht zu sagen fantastisch. Insbesondere wenn Galactus auftritt erreicht die Musik ein episches Format und unterstützt auch sonst sehr gut die Stimmung des Films.

Doch nun zur filmischen Geschichte der fantastischen Vier. Insgesamt gefällt mir der Film von den vier offiziellen Verfilmungen am besten. Der Eichinger-Film von 1994 ist dabei jetzt nicht mitgezählt. Die beiden Verfilmungen aus den 2000er Jahren finde ich auch ganz nett und haben für mich heute immer noch diesen typischen Stil der Zeit. Mit Chris Evans, Jessica Alba, Ioan Gruffudd, Michael Chiklis, Julian McMahon (als Dr. Doom) und Kerry Washington waren die auch gar nicht schlecht besetzt.

Tja und dann gibt es ja noch „Fantastic Four“ von 2015. Soweit ich gehört habe wollte Regisseur Josh Trank einen etwas düsteren Ansatz fahren. Das klingt ja erstmal spannend, nur leider gefiel dem Studio die erste Schnittfassung nicht und auch wollten sie in letzter Konsequenz diesen düsteren Ansatz dann doch nicht mittragen. So wurde massiv am Film herumgeschnippelt. Das Ergebnis ist dann ziemlich enttäuschend und enthält vermutlich nur einen Bruchteil von Tranks Vision. Auch dieser Film ist mit Miles Teller, Michael B. Jordan, Kate Mara und Jamie Bell gar nicht mal schlecht besetzt.

Wo ist eigentlich Dr. Doom?

Reed Richards schaut besorgt in die Kamera. Er ist in rotem Licht getaucht. | The Fantastic Four: First Steps
Die Silver Surferin. Im Hintergrund eine Stadtkulisse.
Johnny Storm und Reed Richards stehen vor den 4 Raumanzügen der fantastischen Vier. | The Fantastic Four: First Steps
Reed Richards und Ben Grimm in Raumanzügen, bevor sie Superkräfte hatten.
Johnny Storm in der Atmosphäre und er fällt Richtung der weit entfernten Erde. | The Fantastic Four: First Steps
Ein Planet kollabiert in vulkanischer Aktivität.
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Als letztes möchte ich noch allen Fans von Robert Downey Jr. den Zahn ziehen, dass hier der gute Ex-Iron-Man-Darsteller einen Auftritt hat. Leider muss ich dies verneinen. Und auch seine neue Rolle als Dr. Doom ist nicht wirklich zu sehen. Lediglich in der Mid-Credit-Szene wird er kurz gezeigt. Was genau dort passiert verrate ich aber nicht.

Auch die After-Credit-Szene ist ganz nett, aber doch irgendwie enttäuschend. Oder wie der gute Captain America es in der After-Credit-Szene von „Spider-Man: Homecoming“ ausdrückt:

Geduld. Manchmal ist Geduld der Schlüssel zum Erfolg. Manchmal bringt sie nur wenig, und es scheint, als lohne sie sich nicht, und man fragt sich, warum man so lange auf etwas gewartet hat, das so enttäuschend ist…

Dieser doch ingesamt sehr unterhaltsamen MCU-Film macht Lust auf mehr! Ich habe jedenfalls so große Lust auf die kommenden Marvel-Filme wie noch nie in den letzten Jarhen. Bin jedenfalls gespannt was „Spider-Man: Brand New Day“ und „Avengers: Doomsday“ abliefern werden. Schauen wir mal was wird.

Reed Richards schaut besorgt in die Kamera bevor er ein Statement abgibt. | The Fantastic Four: First Steps
Johnny Storm und Reed Richards schweben mit Raumanzügen in einem Raumschiff in Schwerelosigkeit.
Susan Storm schaut besorgt in die Kamera. | The Fantastic Four: First Steps
Die fantastischen Vier stehen in Raumanzügen vor Mitarbeitenden des Raumfahrtprogramms bevor sie zu Superhelden wurden.
Susan Storm steht vor der Krippe ihres Babies. Es ist dunkel und nur wenige Lichter sind an. | The Fantastic Four: First Steps
Reed Richards und Susan Storm liegen mit ihrem Baby in einem Bett.
Susan Storm schaut besorgt auf Reed Richards. | The Fantastic Four: First Steps
Susan Storm schaut ihr Baby an und beide lächeln.
Reed Richards schreibt an eine Tafel Formeln. | The Fantastic Four: First Steps
Johnny Storm als Fackel fliegt über einem Fluss.
Johnny Storm schwebt in einem Raumanzug in einem Raumschiff bei Schwerelosigkeit. | The Fantastic Four: First Steps
Susan Storm und Johnny Storm unterhalten sich.
Susan Storm hält ihr Baby in der Hand. Hinter ihr eine Menschenmenge. | The Fantastic Four: First Steps

Fazit zu „The Fantastic Four: First Steps“

„The Fantastic Four: First Steps“ ist ein rundum gelungene Neuauflage des berühmtesten Quartetts der Welt. Insbesondere Pedro Pascal und Vanessa Kirby können emotional punkten. Dann glänzt der Film nicht nur mit toller Musik sondern auch mit einer spannungs- und wendungsreichen Handlung. Die Effekte sind sehr solide und fallen größtenteils nicht negativ auf. Und zu guter letzt bekommt der Bösewicht Galactus nun endlich mal eine standesgemäße Darstellung.

Daher vergebe ich sehr gute 7,5 von 10 Punkten.

Werdet ihr euch „The Fantastic Four: First Steps“ im Kino ansehen?


TRAILER: © Disney | Marvel Studios | 20th Century Studios

Das Bild listet Cast und Crew des Films The Fantastic Four: First Steps auf

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Passion of Arts Maddin

 

Pressestimmen zu „The Fantastic Four: First Steps“:

F. Bastuck von Moviejones
Gerade Fans der Fantastic Four werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Marvel Studios gelingt es, den Comic mit viel Liebe und so manchen tollen Verweisen auf die Leinwand zu zaubern. Mit The Fantastic Four – First Steps zeigt man endlich, warum dies Marvels erste Familie ist, warum sie so wichtige Helden sind und was für ein Potenzial in der Vorlage für weitere Filme liegt. Wir können es kaum erwarten, sie wiederzusehen. Wenn es nach uns geht, kann Avengers – Doomsday jetzt gerne kommen.
Bewertung: 4 von 5

Antje Wessels von Wessels Filmkritik
„Fantastic Four: First Steps“ erzählt das kurzweilige Weltrettungsabenteuer einer charmanten Held:innenkonstellation mit viel Optimismus und Leichtigkeit. Dass der eigentliche Gut-gegen-Böse-Konflikt eher austauschbar ist, fällt da nur bedingt ins Gewicht.

Natascha Jurácsik von Film plus Kritik
Vergeudetes Potenzial – dies scheint das neue Motto von Disney bzw. Marvel zu sein. Auch wenn „The Fantastic Four: First Steps“ (2025) die Superhelden-Familie gekonnt sowohl einer neuen als auch einer alten Fanbase näher bringt und besonders am Anfang Spaß macht, verläuft er unter der Last der eigenen Story im Sand, da das Drehbuch absolut kein festes Fundament bietet, auf dem eine so komplizierte Idee aufgebaut werden kann. Eingefleischten Marvel-Fanatikern könnte „First Steps“ eventuell gefallen, doch wer sich etwas mehr erhofft hat, wird trotz Charmes leider enttäuscht.
Bewertung: 54 von 100

Eine RiMa Koproduktion | Pressematerial: The Fantastic Four: First Steps | 2025 © Disney | Marvel Studios | 20th Century Studios

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