Sacrifice – Filmkritik

Titelgrafik zur Filmkritik von Sacrifice auf Passion of Arts: Auf einem Holztisch mit Herbstblättern liegen eine Filmklappe, eine Schüssel Popcorn und eine Tafel mit der Aufschrift „FILM“. Daneben ist ein gerahmtes Motiv aus dem Film zu sehen. Chris Evans als Mike Tyler trägt einen weißen Smoking und macht ein Selfie vor einer dramatischen Vulkanlandschaft mit aufsteigenden Rauchwolken und Lava. Neben Chris Evans als Mike Tyler steht Anya Taylor-Joy als Joan in heller Outdoor-Kleidung. Oben rechts ist der Schriftzug Sacrifice zu sehen.

Woran glauben wir? Stimmt es, dass man die Welt verändern kann, wenn man sich selbst verändert? Welche Überzeugungen und Werte lassen uns in einen Vulkan springen, wenn wir die freie Entscheidung haben? Romain Gavras setzt sich in seinem neuen Werk Sacrifice mit diesen Fragen auseinander. In seinem satirischen Action-Abenteuer wollen die Protagonist:innen die Welt verändern. Jede Person auf ihre eigene Weise. Sei es aus demonstrativer Tugendhaftigkeit, aus tiefen, radikalen, erleuchteten Gründen oder um einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen.

Aber was geschieht, wenn radikaler Idealismus auf Wirklichkeit und Eitelkeit trifft? Kann diese Mischung die Welt verändern oder schlägt sie ein neues, klaffendes Loch, um uns weiter in den Abgrund zu ziehen? Sacrifice ist letztendlich ein Film über Glauben. Ihn zu suchen, vorzutäuschen und wie es sich anfühlt keinen zu haben oder zu viel davon. Am Ende steht man vor einer Entscheidung, so wie Romain Gavras und Autor Will Arbery vor der Entscheidung standen, einen Film zu machen, der ambitioniert und einzigartig ist. Zu dem es keine Vorlage gibt.

Romain Gavras beschrieb sein Empfinden zum Kino als einen Versuch, einer Welt, die er nicht verstehe, Bedeutung abzuringen. Oftmals ist alles Absurde, Schöne, Kleinliche und Gewalttätige in eine Welt gefasst. Und doch ist das Bild voller Anmut. Mit Sacrifice möchte er, dass das Publikum dieses Chaos und Staunen ebenso empfindet. Es fühle sich mehr denn je an, als würden wir alle am Rand eines Vulkanes tanzen und Sacrifice ist eine Einladung mit dem Tanzen aufzuhören und zu springen.

Ob Sacrifice uns tatsächlich zum Sprung ins Ungewisse verleitet oder uns am Ende doch lieber am sicheren Rand zurücklässt, zeigt sich in den folgenden Zeilen.

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

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Media Monday #795

Das Bild zeigt Annie Jacobson (Ella Rubin, links) und Ramona (Amélie Hoeferle) aus der Serie "Sterling Point". Dazu steht auf der linken Seite des Bildes in weißen Lettern, in einem weißen Rahmen MEDIA MONDAY #795

Willkommen zum Media Monday #795!
Manchmal kommt alles halt doch so, wie man es vorher schon erahnt hatte. Da schaut man eine Serie, die einem wochenlang auf Instagram hinterhergeworfen wird, und stellt anschließend fest, dass der große Hype doch wieder nur heiße Luft ist. Man geht zur Arbeit und merkt dabei immer deutlicher, dass der eigene Körper nicht mehr alles mitmacht, was der Kopf sich noch so vorstellt. Und während man versucht, irgendwie durch den Alltag zu kommen, tauchen plötzlich auch noch Menschen aus der Vergangenheit wieder auf, bei denen man sich fragt, ob man diese Tür wirklich noch einmal öffnen möchte.

So ein bisschen fühlt sich mein aktueller Alltag gerade an. Zwischen Serien, Filmen, Arbeit und meiner Gesundheit gibt es momentan ziemlich viele Dinge, über die ich nachdenke. Besonders mein Körper macht mir dabei zunehmend einen Strich durch die Rechnung. Wenn man nach der Arbeit kaum noch genug Energie hat, um einen Film zu Ende zu schauen, stellt sich irgendwann unweigerlich die Frage, wie lange das eigentlich noch so weitergehen kann. Und plötzlich werden Dinge zum Thema, über die man vorher nie nachgedacht hat.

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Auch beruflich habe ich in den vergangenen Wochen einiges dazugelernt. Nach Jahren, in denen Überarbeitung für mich beinahe selbstverständlich war und ich mich eher gefragt habe, wie viel ich noch zusätzlich schaffen kann, erlebe ich nun eine Arbeitswelt, in der Anwesenheit offenbar manchmal wichtiger ist als tatsächliche Arbeit. Das ist eine interessante Erfahrung und gleichzeitig eine ziemlich ernüchternde. Vielleicht war ich all die Jahre tatsächlich einfach in der falschen Richtung unterwegs. Wobei ich nicht sagen kann, dass mich der neue Zustand glücklich macht.

Natürlich gibt es aber auch diesmal wieder reichlich Film- und Serienstoff im Media Monday #795. Ich erzähle euch, warum Sterling Point trotz Kanada, schöner Landschaften und einiger sympathischer Figuren nicht ganz das geworden ist, was ich mir davon erhofft hatte. Und ich frage mich, ob Wie werde ich ihn los in 10 Tagen noch eine Fortsetzung braucht.

Dann macht es euch mal gemütlich, schnappt euch zur später Stunde vielleicht noch eine Tasse Kaffee, oder besser einen Tee. Vielleicht sogar noch ein kaltes Getränk, selbst wenn es draußen inzwischen kälter wird und bei mir gerade die Heizung anspringt. Herrlich! 🍁🥮🍂 Viel Spaß beim Media Monday #795!

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

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