Media Monday #678

Media Monday #678

Im heutigen Media Monday #678, dreht sich alles um eine Vielfalt an Filmthemen und persönlichen Erlebnissen. Das fortlaufende Kinojahr wird reflektiert, darunter ein paar Wiederentdeckung alter Filme. Es stehen noch diverse Kinobesuche bevor unter anderem “La La Land“. Zusätzlich teile ich meine Gedanken zu Regisseuren wie Ridley Scott und Gaspar Noé, sowie über die Politisierung von Filmen und die pure Unterhaltung von Werken wie “Wonka” und “Mission: Impossible”.

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereit gestellt wird und von unterschiedlichen Blogger:innen ausgefüllt und präsentiert wird. Gerne dürft auch ihr im Kommentarfeld den Lückentext für euch ausfüllen oder einfach eure Gedanken zum Artikel dalassen.

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. Mal ehrlich, keine fünfzehn Minuten hat es gebraucht, um festzustellen, dass mein Kinojahr doch noch nicht zu Ende ist. Vor allem da mein Kino alte Filme wieder auf die Leinwand bringt und ich da mindestens zwei noch nicht gesehen habe. Daher steht als nächstes “Thelma & Louise” auf dem Programm. Außerdem “Kinds of Kindness“, “Gefährliche Brandung“, “Der große Diktator” “The Lord of the Rings: The War of the Rohirrim” und einen Tag nach meinem Geburtstag werde ich mir “La La Land” noch einmal im Kino ansehen.

Thelma & Louise | 1991 ©Metro-Goldwyn-Mayer (MGM)

2.La La Land” noch einmal im Kino zu sehen mit zwei meiner besten Freund:innen könnte wohl das nächste große Highlight werden, schließlich habe ich den Film damals beim ersten Kinobesuch als sehr deprimierend empfunden. Inzwischen zählt er zu meinen Lieblingsfilmen und ich freue mich, ihn noch einmal mit einer ganz anderen Sichtweise im Kino zu sehen. Eine der beiden Begleiter:innen kennt den Film noch nicht.

La La Land | Media Monday #678 | Auf dem Bild sitzen ein Mann und eine Frau nebeneinander im Kinosaal und schauen auf die Leinwand
Sebastian (Ryan Gosling l.) möchte seine Liebe zum alten Hollywood Kino mit Mia (Emily Stone r.) teilen — La La Land | 2016 ©Studiocanal GmbH Filmverleih

Auch interessant: La La Land – Filmkritik

3. Es ist nicht so, als würde ich Ridley Scott nicht mögen, aber irgendwie werde ich mit seinen Filmen nicht so warm. Meistens sind sie unfassbar aufgeblasen und bieten dann wenig Inhalt, der mich begeistert. Da hätte er bei “Blade Runner” noch mehr Input liefern können, da das Buch viel mehr zu bieten hat, als der Film schlussendlich, sogar im Directors Cut präsentiert.

4. Der Filmregisseur und Drehbuchautor Gaspar Noé hat zwar Potential, aber man muss auch sagen, dass seine Filme ausschließlich von der Visualität jedoch weniger vom Inhalt leben. Gesehen habe ich bisher “Enter the Void” und gestern “Irreversibel“. Beide Filme sind sehr ästhetisch, wenn auch brutal. Besonders “Irreversibel” ist ein Stück Filmkunst, das sehr provokant und schwer zu ertragen ist. Angefangen bei der achterbahnartigen Kameraarbeit bis hin zu expliziten Gewaltszenen. So wirklich warm werde ich mit diesem Filmemacher noch nicht, selbst wenn ich visuelle Experimente gerne sehe. Allerdings ist das auch nichts für Menschen mit Epilepsie oder, die empfindlich auf blinkendes Licht reagieren.

Interessant ist die Erzählstruktur, die Narrative beginnt quasi am Ende und arbeitet sich zum Anfang hin. Allerdings ist die Handlung nach den ganzen Gewalt Exzessen, die wirklich in der Kombination mit der Kamera, eine Achterbahn der Gefühle ist, eher uninteressant. Es wird über Orgasmen geredet, später zeigt uns Noé das verliebte Paar und Momente des Glücks. Vielleicht eine angedeutete Metapher, dass mit einem Flügelschlag, alles zerstört werden kann. Morgens ist noch alles ein Fiebertraum der Liebe, der zum Abend in einen Alptraum Richtung Hölle wandelt. (Letterboxd Thoughts)

Riley Dieu Armstark

5. Ich habe ja manchmal das Gefühl, man könne Filme gar nicht mehr so richtig genießen oder diskutieren ohne dass dabei ein politischer Disput zustande kommt. Natürlich ist Gleichberechtigung, LGBT, People of Color etc. wichtig. Aber kann es nicht nur einfach auch mal sein, dass ein Film gar keinen politischen Kontext hat, sondern einfach nur Spaß machen soll? Letztes Jahr habe ich mir “Wonka” im Kino angesehen und war begeistert. Die Aufmachung war toll, der Hauptdarsteller großartig und ich erfreute mich an diesem Musical über einen jungen Mann, der gerne für andere Menschen, außergewöhnliche Schokolade herstellt.

Viele andere meckerten im Nachhinein über den Konsumgedanken des Films. Ich begreife das jetzt noch nicht so ganz. Der Film soll wohl darauf abzielen Schokolade zu kaufen, oder was weiß ich, sich damit Freude ins Leben zu holen, wenn diese fehlt. Für mich ist das einfach nur ein Unterhaltungsfilm mit Musik.

Auf dem Bild sieht man einen kleinen Mann mit oranger Haut und grünen Haaren, der auf dem Tisch unter einem Glas steht. Auf der linken Seite sitzt Willy Wonka und spricht mit dem Mann
Hugh Grant (r.) ist als Oompa Loompa eine der Highlights im Film — Wonka | 2023 ©Warner Bros.

Auch interessant: Wonka- Filmkritik

6. Die “Mission Impossible”- Reihe fesselt mich zuverlässig voller Begeisterung an den Bildschirm, denn die Action ist teilweise so krass, dass ich das Gefühl habe, eine Achterbahnfahrt zu machen. Die Szene in dem Zugabteil in “Mission: Impossible 7 – Dead Reckoning Teil Eins” werde ich nie vergessen. Da habe ich mich regelrecht am Kinositz festgekrallt.

7. Zuletzt habe ich Cappuccino ☕ getrunken und das war gut, weil ich grad echt Lust drauf hatte. Hatte zum Frühstück eine Episode “Breaker High“, ja ich schaue es schon wieder (schuldig) geguckt und die Mädels haben ständig Cappuccino getrunken. Gut, dass ich noch einen daheim hatte.


JETZT SEID IHR DRAN, DER LÜCKENTEXT DES MEDIA MONDAY #678 FÜR EUCH:

1. Mal ehrlich, keine fünfzehn Minuten hat es gebraucht, um ____ .

2. ____ könnte wohl das nächste große Highlight werden, schließlich ____ .

3. Es ist nicht so, als würde ich ____ nicht mögen, aber ____ .

4. ____ hat zwar Potential, aber man muss auch sagen, dass ____ .

5. Ich habe ja manchmal das Gefühl, man könne ____ .

6. ____ fesselt mich zuverlässig voller Begeisterung an den Bildschirm, denn ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


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Passion of Arts

RILEY – Chefredakteur:in Ich blogge seit dem 14. Dezember 2014 auf passion-of-arts.de. Schon in meiner Jugend schrieb ich viele Gedichte und Kurzgeschichten. Seit ca. 15 Jahren widme ich mich professionell Filmrezensionen und war Gastschreiber:in bei der Filmblogseite „We eat Movies“. Außerdem verfasste ich einige Artikel für das 35 MM Retro-Filmmagazin. Ich sterbe für Musik und gehe liebend gerne ins Kino, außer in 3D. TV ist überbewertet, ich gucke lieber DVD, Streaming oder Bluray. Meine Lieblingsfilme sind unter anderem „Titanic“, „Herr der Ringe“ und „Back to the Future“.

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Header Elements – Media Monday #678: © Passion of Arts Design | Irreversibel | 2002 ©Mars Distribution

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9 Kommentare

  1. So, zurück aus Mallorca wende ich mich wieder dem Media Monday zu.

    1. Mal ehrlich, keine fünfzehn Minuten hat es gebraucht, um mich auf Mallorca wieder wie zu Hause zu füllen.

    2. Mich mit dem Kollegen aus dem Bond-Forum, wo ich ja Mitglied bin, wieder privat zu treffen, könnte wohl das nächste große Highlight werden, schließlich habe ich das letztes Jahr schon gemacht und hatte einen riesen Spaß mit den Leuten.

    3. Es ist nicht so, als würde ich Emma Stone nicht mögen, aber mittlerweile sehe ich sie in jedem Film und halte sie auch für etwas überbewertet. Inzwischen hat sie schon 2 Oscars während andere, bessere Schauspieler wie Amy Adams oder Andrew Garfield, die sich immer die Seele aus dem Leib spielen, immer noch keinen haben.

    4. “Die Pinguin-Serie” mit Colin Farrell hat zwar Potential, aber man muss auch sagen, dass ich den Film dazu nicht besonders gut fand. Ich hoffe wirklich die Serie wird besser als der langatmige Film mit Robert Pattinson.

    5. Ich habe ja manchmal das Gefühl, man könne immer noch nicht offen über Depressionen reden. Auch wenn vieles inzwischen anders ist, gibt es immer noch genug, die sich nicht trauen darüber zu sprechen.

    6. Die “Batman-Reihe” von 89 bis 97 fesselt mich zuverlässig voller Begeisterung an den Bildschirm, denn ich finde sie nach wie vor alle unterhaltsam, die Filme davon. Besonders natürlich “Batmans Rückkehr”.

    7. Zuletzt habe ich Wasser getrunken und das war gut, weil ich Durst hatte .

  2. Ridley Scott mag ich überaus gerne.

    “…Natürlich ist Gleichberechtigung, LGBT, People of Color etc. wichtig. Aber kann es nicht nur einfach auch mal sein, dass ein Film gar keinen politischen Kontext hat, sondern einfach nur Spaß machen soll?…”

    Du sprichst mir aus der Seele. Das geht mir so auf den Senkel, dass jetzt gefühlt überall was davon reingebaut werden muss….

    1. @wortman

      Das meinte ich damit nicht, dass da was reingebaut werden “muss”. Das ist ja auch wichtig, dass da POC and Stuff jetzt drin sind. Aber dass daraus immer ein Thema gemacht wird nervt mich. Man sollte es einfach akzeptieren. Wenn alle grün wären, würde sich niemand dran stören.

      Und es ging mir darum, dass aus allem eine politische Debatte gemacht wird. Es geht gar nicht mehr um den Film an sich.

      1. Natürlich wird daraus sofort eine Debatte gemacht. Jede Null glaubt, zu allem seinen oder ihren Senf abgeben zu müssen.
        Wenn ich mir das alles so ansehe, würde ich mal sagen, der Durchschnitts -.IQ ist unter 65 gerutscht … 😆

  3. Zu 1. Das Kinojahr endet ja immer erst am 31. Dezember.

    Ich habe für 2024 noch ca. 9 Filme, die ich im Kino sehen möchte. Alle werde ich aber sehr wahrscheinlich nicht schaffen, entweder aus Zeitgründen oder weil die Filme hier nicht in den Kinos gezeigt werden.

    “Kinds of Kindness” und “War of the Rohirrim” stehen auch auf meiner Liste.

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