„Beating Hearts“ ist ein Film von Gilles Lellouche, der in erster Linie für seine Schauspielerkarriere bekannt ist. Nun versucht er sich an einem Epos, wie man es aus Europa in dieser Form lange nicht mehr gesehen hat. Verschiedenste Genres, vom Coming-of-Age-Film über den Gangsterkrimi bis hin zum Liebesdrama, treffen hier aufeinander. Das ist ambitioniert und die Fallhöhe ist nicht zu verleugnen. Warum der Plan aber nicht nur aufgeht, sondern zu dem voraussichtlich besten Film des Jahres führt, erfahrt ihr in dieser Filmkritik.
Ein Beitrag von: Florian
Worum geht es in „Beating Hearts“?
„Beating Hearts“ (Originaltitel: „L’Amour ouf“) ist ein französisch-belgisches Liebesdrama aus dem Jahr 2024, das von Gilles Lellouche inszeniert wurde. Der Film erzählt die Geschichte von Jackie und Clotaire, die in den 1980er Jahren in Nordfrankreich aufwachsen und eine leidenschaftliche Beziehung führen. Während Jackie eine akademische Laufbahn einschlägt, gerät Clotaire in kriminelle Machenschaften und wird zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis versucht er, die verlorene Verbindung zu Jackie wiederherzustellen.
„Beating Hearts“ zeigt erneut wozu das französische Kino in der Lage ist

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Ich werde nicht müde zu betonen, wie sehr es mich freut, dass in letzter Zeit wieder vermehrt Produktionen aus Europa erscheinen, die als Blockbuster bezeichnet werden können. Aus Deutschland kam letztes Jahr „Hagen – Im Tal der Nibelungen“. In Italien hingegen riss Gabriele Mainetti mit „Freaks Out“ und „Kung Fu in Rome“ das Zepter an sich. Allerdings kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich noch um Einzelfälle handelt.
In Frankreich liegt der Fall minimal anders. Mit „Die drei Musketiere – D’Artagnan“, „Die drei Musketiere – Milady“ und „Der Graf von Monte Christo“ sind allerdings dennoch in erster Linie Historienfilme erschienen. Zudem basierten diese Filme auch noch auf berühmten französischen Romanen. „Beating Hearts“ geht nicht nur einen Schritt weiter, sondern gleich mehrere. Lellouche verlässt klassische Genrestrukturen, um sein eigenes modernes Märchen auf die Leinwand zu bannen. Trotzdem konnte er auf ein Budget von über 35 Millionen Euro zurückgreifen. Rücksicht auf das Publikum nimmt „Beating Hearts“ dennoch nicht. Weder audiovisuell noch erzählerisch.
Ein Film wie zwei schlagende Herzen
Schon ganz früh im Film flimmert eines der titelgebenden schlagenden Herzen über die Leinwand. Ein Symbolbild, das auch für die Struktur gilt. „Beating Hearts“ will dieses Schlagen, diese Gefühle einfangen und visualisieren. Dementsprechend werden Realismus und Glaubwürdigkeit in den folgenden 166 Minuten eher klein geschrieben. Lellouche lädt stattdessen auf eine wilde Reise ein, die sich gängigen Konventionen regelmäßig geschickt entzieht. Und so füllt die Liebesgeschichte der beiden Hauptfiguren den Film nicht einfach mit Leben, sie ist der Film. Nur um diese Beziehung geht es. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Um jedoch ans Ziel zu kommen, müssen zunächst zwei, zum Teil weit voneinander entfernt liegende, steinige Wege beschritten werden.
„Beating Hearts“ erzählt von unterschiedlichen Lebensrealitäten
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Die Ausgangslage folgt hierbei dem klassischen Romeo und Julia Prinzip. Zwei jungen Menschen verlieben sich ineinander. Nun trennt sie jedoch nicht die Feindschaft ihrer Familien. Auch wenn Kriminalität im Film durchaus eine Rolle spielt, betrifft dies nicht das familiäre Umfeld von Jackie und Clotaire direkt. Doch während Jackie in behütetem Umfeld mit ihrem alleinerziehenden, verständnisvollen Vater aufwächst, erfährt Clotaire Armut und Stimmungsschwankungen auf väterlicher Seite.
Trotzdem fühlen sich Clotaire und Jackie zueinander hingezogen. „Beating Hearts“ erzählt von der Kraft dieser schlagenden Herzen, die das Gehirn überwindet. Eine unbeschreibliche Sehnsucht, die alle Barrieren ignorieren will und muss, welche das Leben und die Gesellschaft immer wieder zwischen die beiden wirft. Am Ende ist die Herkunft ebenso nebensächlich, wie die Vergangenheit. Es gilt nicht auf die Stimmen um einen herum zu hören, sondern dem Herzen zu folgen. Darin liegt der Weg zu einer glücklichen Zukunft.
Die Eröffnungssequenz zieht den Zuschauer mitten in das Geschehen
„Beating Hearts“ entwirft mit zunehmender Zeit eine Positivität, die mach einem als naiv erscheinen mag. Weil es Lellouche nicht nur um knallharten Realismus geht. Allerdings will er sein Publikum nicht von vornherein vor den Kopf stoßen. Deshalb erfüllt die Eröffnungssequenz von „Beating Hearts“ zunächst all die Erwartungen an ein modernes Gangsterdrama.
Ohne Vorwarnung werden die Zuschauenden in das Geschehen geworfen. Junge, wütende Männer stapfen über Leinwand, Düsternis bestimmt das Geschehen. Das Publikum erahnt bereits das Unheil, das sich anbahnt. Zorn auf den Gesichtern und ein Clotaire voll wilder Entschlossenheit. Anschließend heulen die Motoren auf. Ein letzter Hoffnungsschimmer erscheint im Klingeln des Mobiltelefons. Natürlich wird der schon jetzt im Publikum aufkeimende Wunsch, er möge abheben, ignoriert. Das Blutbad nimmt seinen Lauf und schlägt tief und fest in die Magengrube. Eine Vorherbestimmung, wie es im Genre des Gangsterfilms üblich ist. Umso bemerkenswerter, wie Lellouche, diesen Beginn später im Film wieder aufgreifen wird.
Das erste Drittel von „Beating Hearts“ ist eines der schönsten und mitreißendsten des aktuellen Kinojahres

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Doch zuvor springt die Handlung weit zurück. In die Jugend von Clotaire und Jackie. Zwei junge und komplett verschiedene Menschen. Selbstverständlich findet sich hier das Klischee des Bad Boy, in welchen sich das artige und selbstbewusste Mädchen verliebt. Nur gelingt es Lellouche diese Entwicklung nicht kitschig oder gar peinlich zu erzählen. Dafür sind die Dialoge zu pointiert, zu clever. Sie zeigen, dass sich hinter Clotaire und Jackie zwei komplexe Charaktere verstecken, welche die gegenseitige Anziehung selbst nicht wirklich einordnen können.
Daraus entwickelt sich im ersten Drittel schnell ein mitreißende Coming-of-Age Liebesgeschichte. „Beating Hearts“ überstürzt dabei nichts, lässt die beiden Hauptfiguren sich langsam näherkommen und versucht dann deren Glücksgefühle einzufangen. Das Ergebnis besteht aus einem Sommer, den weder Clotaire und Jackie noch das Publikum im Kinosaal je wieder vergessen wolle. Das Baden im See, die Fahrt auf der Lokomotive oder das erste Mal am Strand. „Beating Hearts“ reiht wichtige Momente aneinander, welche die Gefühle dieser jungen Menschen porträtieren. Bildlich und nicht nur erzählerisch.
Die unvermeidbar düstere Weiterentwicklung der Geschichte
Nur folgt auf das große Glück unweigerlich das große Pech. Unerbittlich schiebt sich der Gangsterfilm in diese heile Romanze. Weil die Welt an sich eben nicht heile ist. Dort gibt es Arbeiter, die für ihre Rechte kämpfen und von den reichen Unternehmern ausgebeutet werden. Und dann ist da diese Wut, die in Clotaire schlummert, eine Wut auf die Welt. Zunächst ungewollt schlittert er in die organisierte Kriminalität und findet zunehmend Gefallen daran. Die Gewalt fungiert als Ventil für seinen Zorn. Endlich wird er respektiert, endlich kann er etwas bewirken.
Das hat unweigerlich Auswirkungen auf Clotaires Umfeld. Seine Freunde distanzieren sich von ihm und die Beziehung mit Jackie bekommt erste Brüche. Lellouche erzählt dies aber so, dass man den Figuren gar nicht zwingend Vorwürfe macht. Sowohl mit Jackie als auch mit Clotaire kann mitgefühlt werden. Hierfür legt der Film früh genug den Grundstein. Es ist das Sinnbild der Tragödie, die nicht mehr aufgehalten werden kann.
Die Bedeutung der wahren Liebe in „Beating Hearts“
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Diese Entwicklungen stellen dementsprechend alles infrage. War das nur eine dumme Jugendliebe? Zu erwarten wäre nun ein Drama, wie sich Clotaire und Jackie versuchen von ihrer Vergangenheit zu emanzipieren. Die einfache Lösung bestände in der Akzeptanz, dass sie nicht zueinander passen. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Genau das will „Beating Hearts“ aber nicht erzählen. Die Liebe zwischen Clotaire und Jackie ist nicht nur eine vergängliche Flause, sondern echte Romantik. Ihre beiden Herzen schlagen nur gemeinsam.
Es ist ein zutiefst romantisches Bild der Liebe. Einer Liebe, die gegen alle Widerstände und gegen jede Vernunft anzukämpfen weiß. „Beating Hearts“ stellt sich gegen das Loslassen und bleibt dem Konzept der zueinander gehörenden Herzen treu. Daraus entstehen immer weiter neue Konflikte, die vor allem Jackie betreffen. Soll sie ihr neues Leben wegwerfen? Hat dies ohne Clotaire überhaupt eine Bedeutung? Geschickt zerreißt Gilles Lellouche mit seiner Art durch die Geschichte zu führen den Zuschauenden das Herz.
„Beating Hearts“ besitzt beeindruckende junge Hauptdarsteller
Um aber in überhaupt in eine solche Ausgangslage zu gelangen, müssen die Figuren das Publikum tangieren. Es muss mit ihnen mit bangen. Die Grundlage hierfür liefern die Darsteller, welcher hervorragend ausgesucht wurden. Mallory Wanecque als Jackie und Malik Frikah als Clotaire sind in der ersten Hälfte des Films ein traumhaftes Duo.
Als jugendliche Versionen der Protagonisten bringen sie alles mit was es braucht. Allen voran diese unbeschwerte Spielfreude. So viel ihre Figuren schon erlebt haben mögen, steckt in ihnen noch eine jugendliche Energie. Diese bringen Wanecque und Frikah hervorragend auf die Leinwand. Dabei beeindrucken sie aber nicht nur gemeinsam mit einer starken Chemie. Ihre Einzelszenen sind ebenso einprägsam. Jeder von den beiden verschmilzt mit der dargestellten Figur, sodass Clotaire und Jackie regelrecht lebendig werden.
… und ältere Hauptdarsteller
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Diese Lebenslust geht nach dem Wendepunkt in dieser Tragödie sowohl Jackie als auch Clotaire nach und nach abhanden. Sie vegetieren dahin, mit einem Blick auf die Welt, der sich verändert hat. Aber auch sie haben sich verändert. Ihre Emotionalität ist abgeklungen, ihr Glauben an die märchenhafte Liebe verschollen. Zurück bleiben davon nur der Schmerz und die Erinnerung, die man am liebsten verdrängt hätte. Nur lässt sich die Vergangenheit nicht so einfach austricksen.
Daran angepasst bringt der Schauspielerwechsel neue Facetten mit. Nun spielt François Civil den erwachsenen Clotaire und die berühmte Adèle Exarchopoulos die erwachsene Jackie. Deren Darstellungen der beiden Charaktere sin distanzierter und kühler. Es braucht ein wenig, um zu erkennen, dass dies noch die Jackie und der Clotaire sind, die man kennenlernte. Dann erkennen die Zuschauenden, dass das alte Feuer noch immer in ihnen brodelt, sie es nur verstecken wollen.
Die prominente Nebenbesetzung rundet das epische Drama ab
Das hohe Budget macht sich darüber hinaus noch in der Besetzung der Nebenrollen sichtbar. Hierfür wurden gleich mehrere im französischen Kino verdiente Darsteller verpflichtet. Deutlich wird das bei den Vätern, die zum Teil nur kurz zu sehen ist. Karim Leklou hinterlässt in seinen wenigen Augenblicken als Vater von Clotaire mächtig Eindruck. Alain Chabat ist als Vater von Jackie hingegen mehr der gute Geist der Geschichte, der mit Verständnis und Aufgeschlossenheit reagiert. Eine ruhige Darstellung einer Figur, die nicht alles richtig macht, aber genug Selbstreflexion besitzt, um alle Fehler auszumerzen. Heimlicher Star ist aber immer der Schurke. Ganz klar gibt es den in „Beating Hearts“ nicht, aber einer kommt dem noch am nächsten. Es ist eine große Freude Benoît Poelvoorde als Gangsterboss zu sehen, der lange Zeit strahlt, nur um doch noch zu scheitern.
Lellouche verzaubert mit einzigartiger Bildsprache

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Neben der Geschichte, die Lellouche adaptierte, ist es aber auch seine Inszenierung, die „Beating Hearts“ so meisterhaft erscheinen lässt. Das Geld, das investiert wurde, wird in den hypnotischen Bildern sichtbar. Nicht in Form überfrachteter Spezialeffekte, sondern künstlerischer Überlegungen. Das Spiel mit den Farben verzückt. Immer wieder wird das Geschehen in starke Rot- und Blautöne getaucht. Die Bilder sind dabei mal groß und weit, dann aber wieder klein und verspielt. Insbesondere das Einfangen auslaufenden Benzins, welches in Regenbogenfarben erstrahlt ist meisterhaft.
„Beating Hearts“ versucht künstlerisch zu sein, ohne dabei abgehoben zu wirken. Jedes Element besitzt daher eine wichtige Bedeutung. So auch die Musik, welche durch den Film begleitet. Der Score ist stark, jedoch bleiben die Pop-Songs noch stärker in Erinnerung. Ob Billy Idol, Prince oder The Cure, alles ist für die Charaktere von Bedeutung. Insbesondere The Cure. Der Einsatz von ihrem Song The Forest führt zur stärksten Szene des Films. Lellouche beweist den Mut die Geschichte einfach mal für zwei Minuten zu pausieren und einer Tanznummer Platz zu machen, die ich in diesem Film überhaupt nicht erwartet hätte.
Das wiederkehrende Motiv der Sonnenfinsternis in „Beating Hearts“
Lellouche offenbart mit alldem ein enormes Verständnis für das Medium Film und verwendet darüber hinaus einprägsame Symbolik. Das wiederkehrende Symbol der Sonnenfinsternis möchte dabei kurz analysieren. Hierbei kann es zu milden Spoilern kommen. Wem das zu riskant ist, empfehle ich einfach zum nächsten Abschnitt zu springen.
Die Sonnenfinsternis ist ein besonderes Ereignis. Es findet nur alle paar Jahre statt und wird medial hofiert. Es ist durchaus möglich, dass man sich daher noch lange an dieses Ereignis erinnern kann, wenn es einen interessiert. In „Beating Hearts“ wird die Sonnenfinsternis dadurch zum Schlüsselmoment. Gleich zweimal.
Mit der ersten Sonnenfinsternis wird das erste Drittel abgeschlossen. Die Sonne wird verdeckt und daraufhin bleiben Clotaire und Jackie im Schatten. Ihre Beziehung geht im nun beginnenden zweiten Akt in die Brüche. Sie werden auseinandergerissen. Es hat sich wortwörtlich ein Schatten über sie gesenkt. Dieser zweite Akt endet nun aber auch mit der nächsten Sonnenfinsternis. Wieder folgen Clotaire und Jackie dem Spektakel, diesmal aber getrennt. Die Kamera zeigt sie im Schatten. In dem Moment, in welchem die Sonne wieder erscheint, fällt auch wieder Licht auf Jackie und Clotaire. Die Hoffnung ist zurückgekehrt. Der dritte Akt kann sich nun damit beschäftigen die Liebenden wieder zusammenzuführen.
Alles führt zu einem gewagten Ende
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„Beating Hearts“ hat noch einige weitere Spielereien, wie diese zu zeigen. Doch möchte ich nicht alle aufzählen und benennen, sondern lieber noch das Ende betrachten. Selbstverständlich ohne Spoiler. Stattdessen geht es mir um eine kleine Warnung. Der erzählerische Mut, den Lellouche beweist, dürfte nicht beim gesamten Publikum ankommen. Sowohl auf Handlungsebene als auch strukturell hat „Beating Hearts“ in seinem finalen Akt manch eine Provokation zu bieten. Für mich ist genau das eine Stärke des Films, weil ich genau dies als erfrischend und frech empfand.
Schon das Anknüpfen an die Eröffnungssequenz ist in höchstem Maße unkonventionell. Doch löst Lellouche dies überaus clever, samt intelligenter Metapher. Kontroverser mag nur noch die Schlusspointe erscheinen. „Beating Hearts“ reißt sein Publikum aus dessen Komfortzone und konfrontiert es mit ein paar im besten Sinne fragwürdigen Gedankengängen. Es geht um die Arroganz höher sozialer Schichten gegenüber niedrigeren. Es geht darum, ob wir gesellschaftliche Konventionen wirklich als gesetzt ansehen sollten. Vielleicht sollte man in manchen Momenten auch mal dankbar sein, dass jemand, der es könnte und gerne würde, keine Gewalt anwendet. Lellouche setzt darauf, dass sein Publikum angemessen mit diesen Ideen umgehen kann und sie nicht direkt ablehnt, nur weil sie das eigene Weltbild erschüttern. Es ist ein schöner rebellischer Abschluss für einen unkonventionellen Film.
Fazit zu „Beating Hearts“:
„Beating Hearts“ hat mich im Kino üb er die vollen 166 Minuten vereinnahmt und in einen unvergleichlichen Bann gezogen. Kino voller Emotionen und verschiedenster Eindrücke. Gilles Lellouche brennt aus altbekannten Handlungsversatzstücken ein Kreativfeuerwerk ab, dass mich nicht nur mehrfach verblüffte, sondern stets persönlich berührte.
Das macht „Beating Hearts“ zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Eine Mischung aus Action, Krimi, Drama, Romanze und Coming-of-Age. Mal düster, brutal und unnachgiebig, dann wieder wunderschön, verspielt und romantisch. Das Ergebnis ist in allen Belangen ganz großes Kino. Nicht nur der beste Film des Jahres, sondern einer der besten Filme aller Zeiten.
Werdet ihr euch „Beating Hearts“ im ansehen?
TRAILER: ©StudioCanal

FLORIAN – Filmkritiker
Meine Leidenschaft begann wohl schon recht früh in meiner Kindheit, als ich erstmals die Karl May Verfilmungen der 60er Jahre von Rialto Film sah. Daraufhin erforschte ich klassische und modernere Filmreihen von Star Wars bis hin zum Marvel Cinematic Universe. Irgendwann wurde aus der Lust nach Abenteuer und Action eine Liebe zum Medium Film, die mich auch abseits der berühmten Blockbuster auf faszinierende Reisen schickte. Seit Juli 2020 bin ich auf Letterboxd aktiv und erweitere seither meinen Horizont beständig. Daraus entwickelte sich seit der Sichtung von „RRR“ und dem Kinobesuch von „Jawan“ eine Liebe für das indische Kino. Offen bin ich abseits dessen für nahezu alle Jahrzehnte und Genres, lediglich amerikanischen Komödien bleiben ich am liebsten fern.
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Andere Meinungen zu „Beating Hearts“:
Anke Sterneborg von epd Film
Der französische Schauspieler Gilles Lellouche erzählt in seiner dritten Regiearbeit mit ungestümer wilder Energie von einer Amour fou und überhaupt von der Liebe in all ihren unzähmbaren Formen, mitreißend nicht zuletzt durch viel Zeitkolorit der 80er Jahre und die entsprechende Musik. 5 von 5 Sterne.
Oliver Armknecht von Film-Rezensionen.de
„Beating Hearts“ erzählt eine Geschichte voller Lieber, voller Gewalt und voller Exzesse, wenn zwei Jugendliche aus unterschiedlichen Welten aufeinanderprallen. Das Ergebnis ist ein theatralisches Liebesdrama, das immer wieder auch Krimithriller-Elemente einbaut. Etwas anstrengend ist das schon, aber auch überwältigend, wenn man sich darauf einlassen kann. 7 von 10 Punkte.
Marius Joa von vieraugen.com
Angenehm unkitschige, teils drastische, stark inszenierte Mischung aus überhöhter Liebesgeschichte und Gangsterdrama. 7 von 10 Punkten.
Bettina Peulecke für NDR.de
Die beiden Nachwuchsstars Mallory Waneque als Jackie und Malik Frikah als Clotaire agieren als absolutes Traumpaar in dieser Tragödie. Das ist der Stoff, aus dem großes Kino gemacht wird.
Pressematerial: Beating Hearts | 2024 ©StudioCanal

















