Heute nehme ich euch bei die 5 besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz mit auf eine Reise durch dystopische Häuserschluchten voller Rauch und Neonlichter. Über menschliche wie maschinelle Abgründe bis hin zu romantischen Dialogen ohne Körper.
Künstliche Intelligenz ist nicht erst seit kurzem ein Thema in der Filmwelt, doch mehr denn je ist es auch im realen hier und jetzt etwas, womit wir uns beschäftigen und auseinandersetzen müssen. Heute geht es um die Filme, deren Hauptaugenmerk auf eben jener Auseinandersetzung liegt. Ob nun als gewalttätiger Konflikt, als Gedankenexperiment im Sinne der Gefühle. Denn natürlich ist das Aufeinandertreffen menschlicher und künstlicher Individuen nur selten einfach in Schubladen zu stecken. Viel mehr ergeben sich aus dem uns Unbekannten und auch dem, was der KI unbekannt ist Fragen und Grautöne. Es ist fast ähnlich wie der so oft inszenierte und durch gedachte erste Kontakt mit außerirdischem Leben. Nur mit dem Unterschied, dass Künstliche Intelligenz ihren Ursprung eben durch uns Menschen erfährt, keine Fantasie mehr ist und uns, anders als möglicherweise existierende Lebensformen aus dem All, den Spiegel vorhält. Schließlich ist so oder so ein wenig Mensch in jeder KI.
Ein Beitrag von: Rick
Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklärt 🌟🎥
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Der Ursprung von Künstlicher Intelligenz in Filmen
Um ein Verständnis dafür zu bekommen, wie weitreichend die Thematik tatsächlich ist und wie lange sie uns schon im Kopf herumschwirrt, sollten wir einen Blick in die fast hundert Jahre zurückliegende Vergangenheit werfen. Denn auch, wenn Metropolis nicht als einer der besten fünf in diesem Text erscheint, so muss er doch erwähnt werden. Das deutsche Science-Fiction-Werk von Regisseur Fritz Lang erschien 1927 und beinhaltete mit False Maria eine Figur, die völlig autonom war. Noch waren zwar keine eigenen Gedanken und Expressionen bei ihr zu beobachten, doch die Idee, dass wir in naher oder ferner Zukunft zusammen mit künstlichem Leben im selben Raum stehen werden wurde hier zum ersten Mal filmisch erarbeitet.
Die 5 Besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz sind über einen langen Zeitraum entstanden und verteilt
Aber die Art und Weise mit der wir KI betrachten und einordnen hat sich über die Zeit auch immer wieder verändert. Beziehungsweise sich dem aktuellen Weltbild, der Politik und auch unserem Umgang mit uns selbst angepasst. So war die False Maria aus Metropolis noch nichts weiter als eine Dienerin. Eine der wir keine Gefahr, aber auch keine eigenen Gedanken Gefühle oder Wünsche zusprachen. Eine von der wir dachten sie würde immer auf dem gleichen Stand bleiben. Umso mehr die Technik sich aber weiterentwickelte, umso mehr kam auch der Gedanke auf, dass eben jene uns irgendwann überholen und für nicht mehr wichtig erachten könnte. Angst und Paranoia waren die natürlichen Folgen. Und die KI wurde zum Feindbild erklärt, welches es galt, als Mensch zu übertrumpfen und unter Kontrolle zu halten.
Erst vor ein paar Jahrzehnten öffneten wir uns der Idee, KI könne ein Individuum sein. So wie wir. Vielleicht sogar kaum von uns zu unterscheiden, wenn sie äußerlich und beispielsweise bei der Art der Kommunikation nicht mechanisch wirkt. Aktuell, sprich Mitte des Jahres 2025, sind wir an dem Punkt angelangt bei der KI zwar nicht mehr vorrangig als Feindbild angesehen wird, die positiven Gedanken aber dennoch eher romantisierte Filmversionen der Realität sind. Zunächst wird es wohl vermehrt um den Umgang von KI in Bezug auf die Kunst gehen. Denn die Technik ist auf einem Stand angekommen, bei dem nicht immer klar ersichtlich ist, was generiert und was herkömmlich erstellt wurde
Hier nun meine Top 5 Filme über Künstliche Intelligenz:
5. Blade Runner (1982) & Blade Runner 2049 (2017)


Worum geht es in „Blade Runner“ und „Blade Runner 2049“?
Im Jahre 2019 ist die Erde eine Dystopie aus riesigen Häuserschluchten, ständigem Regen, Nebel und der Herrschaft von Konzernen. Die Menschheit hat Replikanten entwickelt. Maschinen, die aussehen wie Menschen. Und sich auch wie sie verhalten, eigentlich aber dem Menschen untertan sein sollen. Doch jene zeigten einen eigenen Willen und wurden verbannt von der Erde ins All. Um die letzten ihrer Art ausfindig zu machen und zu eliminieren gibt es sogenannte Blade Runner. Protagonist Rick Deckard (Harrison Ford) ist einer davon. Als er bei einem Auftrag an einen besonderen Replikanten gerät hinterfragt er sich selbst und den Umgang mit den Replikanten.
In Blade Runner 2049, der dreißg Jahre nach seinem Vorgänger im titelgebenden Jahr 2049 spielt, geht es um einen anderen Blade Runner namens K. (Ryan Gosling). Dieser findet ein Geheimnis welches die Welt der Menschen und die der Replikanten für immer verändern könnte. Bei seiner Suche trifft er außerdem auf den seit damals verschwundenen Rick Deckard.
Blade Runner 2049 | 2017 ©Alcon Entertainment | Warner Bros. Pictures | Sony Picture
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Die 5 Besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz: Wie sollten unsere Gesellschaft und der Mensch selbst mit den Maschinen umgehen?
Platz Fünf von die 5 besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz gibt mit den beiden gewählten Filmen mögliche Antworten. Das ist zwar geschummelt mit zwei Filmen auf diesem Platz, aber da Blade Runner 2049 den Gedanken aus Ridley Scotts Werk aus den 80ern konsequent weiterdenkt war es für mich unumgänglich beide in einem Atemzug zu nennen. Der erste Film stellt dabei anhand von Rick Deckard und dem Replikanten Roy die Frage, was uns denn eigentlich von den Maschinen unterscheidet. Und warum zweitgenannte dazu verdammt sind zu dienen statt zu leben.
Tatsächlich wirft der Film auch Zweifel in den Raum, ob Rick Deckard selbst ein Replikant ist ohne es zu wissen. Dadurch hinterfragen wir Zuschauende, aber auch die Figuren den Status Quo ihrer Welt. Es geht um Moral, Menschlichkeit und Individualismus und Rechte. Grade in einer Welt die von Konzernen und dem Kapitalismus beherrscht wird, ist die Frage nach Selbstbestimmung und Unabhängigkeit essenziell.
Das Sequel von Denis Villeneuve geht dann noch einen Schritt weiter. Nicht nur ist Protagonist Officer K. dieses Mal ganz sicher ein Replikant und geht seinem Job als Blade Runner trotzdem nach, es wird sogar angedeutet, dass die Verschmelzung beider Spezies auf natürliche Art und Weise möglich sei. Und genau damit überschreitet der Film die scheinbare Grenze von Mensch zu Maschine und lässt Figuren und uns mit einer Situation zurück, die schier unmöglich schien, beide aber noch näher zueinander bringt. Denn nun muss die Maschine als Teil der Gesellschaft und damit auch als Individuum anerkannt werden.
4. Ex Machina (2015)

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Wovon handelt „Ex Machina“?
Ex Machina ist ein britischer Science-Fiction-Film von Alex Garland, der 2015 erschien und zugleich dessen Regiedebüt markierte. Der Film wurde am 21. Januar 2015 in Großbritannien und am 23. April desselben Jahres in Deutschland veröffentlicht.
Die Handlung dreht sich um den jungen Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson), der bei der marktführenden Internet-Suchmaschine „Bluebook“ arbeitet. Er gewinnt ein firmeninternes Gewinnspiel und erhält die Einladung, den exzentrischen Firmengründer Nathan (Oscar Isaac) in dessen abgelegener Hightech-Villa zu besuchen. Diese liegt tief in der Natur und ist nur per Helikopter erreichbar. Dort trifft Caleb neben Nathan auch auf Kyoko (Sonoya Mizuno), Nathans stumme Assistentin. Nathan eröffnet Caleb, dass er an künstlicher Intelligenz forscht, und bittet ihn, einen einwöchigen Turing-Test an der Androidin Ava (Alicia Vikander) durchzuführen, um herauszufinden, ob sie ein echtes Bewusstsein entwickelt hat.
Thematisch greift Ex Machina das Motiv aus Karel Čapeks Schauspiel R.U.R. auf, in dem Roboter sich gegen ihre Schöpfer wenden. Ava wurde auf Basis von Calebs Vorlieben, ermittelt durch dessen Suchverhalten, erschaffen – ein Verweis auf Jean Baudrillards Theorie der Simulation. Der Film knüpft auch an Ideen des Transhumanismus an, wie sie etwa Hans Moravec in Mind Children beschreibt. Der Titel Ex Machina bezieht sich auf den Begriff „Deus ex machina“, lateinisch für „Gott aus der Maschine“, und verweist auf die philosophischen und ethischen Fragen, die der Film aufwirft.
Ex Machina | 2014 ©A24 | Universal Pictures
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Jetzt wirds düster bei die 5 Besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz, denn Gott spielen ist ein heikles Unterfangen dessen Folgen wir uns kaum bewusst sind
Der Film vom Indie Studio A24 und Regisseur Alex Garland inszeniert sich als Gedankenexperiment und lässt die ganze Handlung innerhalb weniger Räume spielen. Ava wird dabei von der Darstellerin Alicia Vikander verkörpert. Um sie jedoch anfangs noch stark von den beiden menschlichen Figuren abzugrenzen, sieht nur ihr Gesicht menschlich aus. Der Rest ist klar als Roboter zu erkennen. Dies wandelt sich mit zunehmender Laufzeit und Ava trägt irgendwann Klamotten, bekommt Perücken und mehr Haut. Caleb soll sie testen und selbst getestet werden, denn durch ihre Veränderungen wird sie oberflächlich gesehen menschlicher. Auch für die Zuschauenden wird Ava dadurch immer menschlicher, denn das visuelle spielt für uns genau wie unsere Emotionen eine große Rolle.
Der Knackpunkt von Ex Machina ist aber, dass wir als Vorbild dienen für die Maschinen und sie sich bis zu einem gewissen Punkt in uns spiegeln. Und das nicht nur positiv, denn Ava weiß irgendwann wie sie Caleb emotional und sexuell manipulieren kann und nutzt dies aus für ihre eigenen Ziele. Wir erschaffen uns also unsere eigenen Abgründe, getrieben von Egozentrik und Machthunger. Da ist es nur fair, dass die Maschinen eventuell das Gleiche machen würden und wir unseren Untergang durch Überschätzung und Verblendung herbeiführen könnten. Ex Machina ist eine Schöpfergeschichte. Eine darüber, dass Gott spielen nicht des Menschen Aufgabe sein sollte. Besonders nicht, weil wir sind, wie wir sind.
3. 2001: Odyssee im Weltraum (1968)

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Was ist die Geschichte von „2001: A Space Odyssey“?
2001: Odyssee im Weltraum (englischer Originaltitel: 2001: A Space Odyssey) ist ein Science-Fiction-Film, der im Breitwandformat Super Panavision 70 produziert wurde und seine Premiere am 2. April 1968 hatte. Der Film wurde von Stanley Kubrick produziert und inszeniert. Gemeinsam mit dem Science-Fiction-Autor und Physiker Arthur C. Clarke schrieb Kubrick das Drehbuch, das auf Clarkes Kurzgeschichte „Der Wächter“ basiert.
In 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick begibt sich die Geschichte auf eine Reise durch Raum und Zeit, beginnend mit der Entdeckung eines mysteriösen Monolithen auf dem Mond, der scheinbar mit der Entwicklung der Menschheit verbunden ist. Die Handlung folgt der Crew des Raumschiffs Discovery One, bestehend aus dem Captain Dr. Dave Bowman (Keir Dullea) und dem wissenschaftlichen Offizier Dr. Frank Poole (Gary Lockwood), sowie dem künstlichen Intelligenzsystem HAL 9000 (Douglas Rain), das eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt. Als sich die Mission entfaltet, erleben die Charaktere außergewöhnliche und philosophische Ereignisse, die tief in Fragen über das menschliche Bewusstsein, die Zukunft und die Existenz eintauchen.
2001: A Space Odyssey | 1968 ©Metro-Goldwyn-Mayer | Stanley Kubrick Productions | Warner Bros.
Im klassischsten Ansatz einer Geschichte über das Aufeinandertreffen von KI und Menschen werden wir als entbehrlich und gefährlich betrachtet
Auch der Klassiker darf bei die 5 besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz natürlich nicht fehlen. Relevant ist er sowieso noch, doch über ihn lassen sich auch gewisse Ursprünge aufzeigen. 1968 im Erscheinungsjahr von 2001: Odyssee im Weltraum war der Film reine Science-Fiction, doch heute sind wir mit Technologien wie Alexa oder ChatGPT gar nicht mehr so weit von der Vorstellung eines solchen Supercomputers entfernt. Grade ChatGPT erinnert prinzipiell stark an HAL 9000 und somit geht auch die Sorge damit einher, dass auch unsere helfende AI sich irgendwann erschließt, dass wir Menschen weder uns noch der Erde etwas Gutes tun und es für das Leben an sich eventuell besser wäre uns auszulöschen. Oder uns zumindest von Informationen fernzuhalten die wir für falsche, weil selbstsüchtige Zwecke nutzen würden.
2001: Odyssee im Weltraum läuft zwar dann noch auf etwas anderes hinaus und der Konflikt der Menschen mit der KI ist nicht das einzige zentrale Element der Erzählung, doch der Film wird immer und immer wieder als der Ursprung der klassischen Sicht auf KI und die damit verbundenen Ängste genannt. Mittlerweile gibt es in Bezug auf KI komplexere und Storys und welche mit mehr Facetten, doch 2001: Odyssee im Weltraum war seiner Zeit weit voraus und zeigte uns schon damals Gefahren und Grenzen auf, appellierte an unsere Moral, unser Verständnis von Richtig und falsch und schuf ein Bewusstsein für unsere Verantwortung. Außerdem inspirierte er maßgeblich die Kunst- und Filmwelt. Filme wie Terminator wären vielleicht trotzdem entstanden, doch wahrscheinlich in durchaus anderer Form.
2. Her (2013)

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Womit beschäftigt sich „Her“ in seiner Story?
Her ist ein Drama von Spike Jonze mit Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Olivia Wilde, Chris Pratt, Matt Letscher und Scarlett Johansson. Die Geschichte erzählt von Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) ein eher introvertierter und schüchterner Mann, der seine Gefühle nicht so recht offenbaren kann. Dies macht ihm auch seine Exfrau zum Vorwurf mit der er sich gerade im Scheidungsprozess befindet. In seiner Arbeit klappt das jedoch sehr gut, in Auftragsarbeit schreibt er Briefe für Menschen, die selbst nicht dazu in der Lage sind, ihre Gefühle dem anderen mitzuteilen. Eingekehrt in seiner eigenen Welt verkriecht er sich in Chaträumen und versucht es unter anderem mit Cybersex, doch nichts davon kann ihm wirklich das geben was er möchte. Liebe geben und empfangen. Bis Samantha in sein Leben tritt.
Her | 2013 ©Warner Bros. Pictures Germany

Liebe kommt auch in die 5 besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz vor und kann Grenzen überwinden und doch kann manches zu verschieden sein
In Her verarbeitet Regisseur Spike Jonze seine eigene Trennung, stellt aber statt einer klassischen Trennungsgeschichte mehrere Fragen in den Raum, die sich metaphorisch auf ihn selbst und seine Beziehung und Trennung eindenken lassen. Die KI (gesprochen von Scarlett Johansson), die Protagonist Theodore (Joaquin Phoenix) kennenlernt, hat von Anfang an eine sehr menschliche, emotionsgeladene Stimme und reagiert auch nicht mechanisch. So entwickelt sich trotz fehlendem Körper schnell eine Idee ihrer Persönlichkeit für Theodore und die Zuschauenden. Außerdem ergibt sich durch ihre Dialoge eine Chemie. Der Grundbaustein für ein romantisches Miteinander und füreinander. Doch bald wird klar, dass sich Samantha deutlich schneller entwickelt als Theodore und ihre Bedürfnisse und auch ihr Können weit voneinander abweichen.
Die Tragik nimmt ihren Lauf. Während der typischen Honeymoonphase wirkt alles auf die Figuren und uns Zuschauende so, als könne diese Beziehung genau wie jede Beziehung zwischen zwei Menschen verlaufen. Doch über allem steht immer die Frage, ob beide Seiten tatsächlich echte Gefühle für die andere Seite empfinden können und, ob unsere grundverschiedene Evolution nicht jede Möglichkeit auf ein richtiges, uneingeschränktes Miteinander zunichtemachen würden. Die KI ist in Her also niemals Feindbild, oder als Erforschung Rechtsfragen und Individualismus erarbeitet, sondern als ein Test. Wozu sind wir fähig? Muss die KI uns gleichen, damit Verschmelzung stattfinden kann? Ist Koexistenz möglich? Und wenn ja, wie könnte es aussehen?
1. Ghost in the Shell (1995)

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Was erzählt „Ghost in the Shell“?
Der Science-Fiction-Anime Ghost in the Shell von Mamoru Oshii aus dem Jahr 1995 ist ein Klassiker des Genres und trug maßgeblich zur internationalen Popularität von Animes bei. Er basiert auf dem gleichnamigen Manga von Masamune Shirow und behandelt die Themen menschlicher Identität und Persönlichkeit im Kontext von Cyborg-Technologie. Der Film wird häufig auch dem Mecha-Anime-Subgenre zugeordnet.
Der Film spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Menschen mit kybernetischen Körpern leben und direkt mit Computern und Netzwerken verbunden sind. Die Geschichte folgt Major Motoko Kusanagi, einer hochrangigen Cyborg-Polizistin in der Spezialeinheit Sektion 9, die sich mit Cyberkriminalität und Terrorismus befasst.
Die Handlung dreht sich um die Jagd nach einem berüchtigten Hacker namens „Puppet Master“, der in der Lage ist, sich in die kybernetischen Gehirne von Menschen zu hacken und sie zu manipulieren. Während ihrer Ermittlungen stößt Major Kusanagi auf Hinweise, die ihre eigenen Existenz und Identität in Frage stellen.
Ghost in the Shell | 1995 ©Manga Entertainment

Eine Frage die uns und auch die KI wohl auf ewig beschäftigen wird?
Natürlich muss jene an der Spitze von die 5 besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz stehen. Ghost in the Shell deutet dabei schon im Titel auf die zugrunde liegende Idee und Frage hin. Der Ghost oder auch die Seele wie es meistens eher genannt wird ist etwas an das sehr viele Menschen glauben. Und doch konnten wir bisher nicht beweisen, dass sie gibt. Oder, dass sie der alleinige Teil ist, der uns zu dem macht, was wir sind. Denn unsere Auffassung davon wie jemand ist rührt auch vom äußerlichen her, von Mimiken, Gestiken, der Art zu sprechen und uns anderweitig mit sichtbarem, fühlbarem und hörbarem auszudrücken. Was aber, wenn man und das alles nehmen würde und nur unsere Seele zurücklässt? Sind wir dann immer noch ein Individuum? Sind wir überhaupt?
Major Kusanagi stellt sich die Frage in Ghost in the Shell danach, ob sie noch ein menschliches Wesen ist, geschweige denn mehr als ein Roboterkörper der von einer gewissen Intelligenz gesteuert wird. Der Puppet Master fragt sich ähnliches, nur weiß er und auch jeder andere ab einem gewissen Punkt, dass er künstlich erschaffen wurde. Und somit keinen Ghost in sich tragen dürfte. Obwohl er selbstständig handelt und denkt, scheint er sich selbst nicht als Individuum zu identifizieren so lange er nicht physisch ist. Beide finden auf eine gewisse Weise Antworten für sich selbst am Ende des Films. Doch die über allem schwebende Frage muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.
Weitere Filme zum Thema Künstliche Intelligenz aus der Redaktion:
- A.I. – Künstliche Intelligenz (2001)
- Metropolis(1927)
- Chappie (2015)
- M3gan (2022)
- Der wilde Roboter (2024)
- I am Mother (2019)
- WarGames (1983)
- Moon (2009)
- I, Robot (2004)
- The Creator (2023)
- Upgrade (2018)
- Wall-E (2008)
- Minority Report (2002)
- Avengers: Age of Ultron (2015)
- The Congress (2013)
- Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil Eins (2023)
- Oblivion (2013)
- Terminator (1984)
- Ich bin dein Mensch (2021)
- Matrix (1999)
- Ghost in the Shell (2017)
- Mission: Impossible – The Final Reckoning (2025)
Fazit zu die 5 Besten Filme zum Thema Künstliche Intelligenz:
Damit sind wir am Ende der Reise durch Welten und Geschichten voller Künstlicher Intelligenz. Das Thema wirft immer und immer wieder Fragen auf, beantworten können wir diese bisher aber zumeist noch nicht. Doch grade das und die konstante Weiterentwicklung im realen Leben macht das Denken und Erzählen über Künstliche Intelligenz wohl für viele Zuschauende und Filmemacher:innen wohl so spannend. Außerdem ist trotz der vielen Geschichten kaum vorherzusehen, wohin sich das ganze tatsächlich entwickeln wird.
Jetzt seid ihr gefragt: Welche Herangehensweise an die Thematik löst am meisten bei euch aus? Ist es die Angst vor dem Untergang der Menschen durch die KI? Oder doch die Aussicht darauf mehr über sich selbst als Individuum zu erfahren? Lasst es uns wissen!
Welche sind eure 5 besten Filme über Künstliche Intelligenz?
RICK – Filmkritiker
Ich bin Rick und seit ich mit sieben Jahren „Jurassic Park“ gesehen habe, fasziniert von Filmen. Videospiele, Serien und Bücher füllen den Rest meiner Freizeit auf, wenn ich nicht grade am schreiben von Kurzgeschichten sitze. Außerdem schreibe ich zu so gut wie jedem gesehenen Film eine Review auf dem Film Social Media „Letterboxd“.
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9 Kommentare
Bitte sehr: https://www.sneakfilm.de/2025/06/19/die-5-besten-am-donnerstag-416-die-5-besten-filme-zum-thema-kuenstliche-intelligenz/
Gefühlt kenne ich gar nicht so viele Filme zu dem Thema…
1. Matrix (1999)
2. Terminator (1984)
3. 2001: Odyssee im Weltraum (1968)
4. Die Frauen von Stepford (1975)
5. Westworld (1973)
Die Frauen von Stepford… stimmt, da wurden die Frauen durch Androiden ersetzt; ein ähnliches Szenario (nur sind da die Kinder simuliert) gab es in „Don’t worry Darling“ 2022 zu sehen.
Ich hätte nicht gedacht, dass das Theme so viele unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten zulässt und daher viel ergiebiger ist als ich zunächst dachte – und ja, „Ghost in the Shell“ ist tatsächlich ein Meisterwerk, das es auch auf meine Liste geschafft hat; ich hatte dieses Jahr das Glück, den letzten verfügbaren Platz in einer Sondervorstellung anlässlich des Jubiläums zu ergattern – natürlich in der Originalversion mit Untertiteln.
https://blaupause7.wordpress.com/2025/06/19/die-5-besten-am-donnerstag-filme-zum-thema-k-i/
Ex-Machina und Her muss ich echt endlich mal nachholen. Wollte ich eh schon lange machen.
Ansonsten haben wir ganze drei Übereinstimmungen, sind aber auch alles Klassiker:
https://thehomeofhorn.wordpress.com/2025/06/19/meine-5-besten-filme-zum-thema-kuenstliche-intelligenz/
Sehr schönes Thema. Ich muss jedoch sagen, so vielfältig das Thema auch ist, so viele Filme es auch dazu gibt, ich lande bei den selben.
Blade Runner: Natürlich nehme ich hier auch die Fortsetzung mit rein, ich schummel auch ein wenig. Blade Runner hat das Thema KI eine völlig neue Dimension gegeben, nämlich eine biologische. Das lässt einen nicht nur einfach über die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz nachdenken, sondern hier geht um das Wesen des Menschen. Was ist der Mensch? Das ist die zentrale Frage.
2001-Odyssee im Weltraum: Es war nicht der erste Film, der sich mit dem Thema künstliche Intelligenz auseinandersetzte. Gort aus „Der Tag an dem die Erde stillstand“ oder auch schon einige Star Trek-Episoden beschäftigten sich sehr intensiv mit dem Thema. Der große Einfluss von HAL 9000 ist am Ende nicht nur der Philosophie des Films geschuldet, sondern eben auch der Inszenierung. Kubrick inszenierte die Zukunft als etwas sehr reines, positives und fantastisches. Dann kommt HAL 9000 die Spitze der technischen Evolution und er ist alles andere als perfekt und es bleibt offen warum er so durchdreht. Was HAL 9000 so aktuell macht ist das es eine technische Errungenschaft ist welche nicht wirklich verstanden wird, die Motive bleiben unklar.
Her: Wahrscheinlich einer der besten Filme zum Thema KI der letzten 20 Jahre. Auf jeden Fall der treffendste. Weil der Film sich auch weniger damit beschäftigt was wäre wenn eine KI ein Bewusstsein oder Gefühle hat, ob es wirklich so ist bleibt im Film auch offen. Sondern es geht eher darum was der Mensch in die Technik hinein inkludiert. Das ist auch die weitaus aktuellere Frage. Die große Ernüchterung gegen Ende des Films kommt dann, weil die KI nun einmal nicht das ist was der Protagonist in ihr sah. Hier ist die philosophische Basis mal nicht Transhumanismus oder Posthumanismus, sondern die Akteurs-Netzwerk Theorie und damit ist der Film bis heute, der treffendste.
Ghost in the Shell: Das Beispiel für philosophischen Cyberpunk und Transhumanismus. Aber er geht weiter, nämlich das am Ende nicht einfach nur eine Vernetzung, sondern eine Verschmelzung stattfindet und eine völlig neue Lebensform entsteht. Auch hier ist mehr die zentrale Frage nicht was künstliche Intelligenz ist, sondern was ist der Mensch und welche Rolle spielt er noch.
Dark Star: Zwei Freunde und Studenten möchten einen Film drehen, am besten eine freche Satire und Parodie auf 2001. Der eine war Dan O Bannon, der später das Drehbuch zu Alien schrieb und der andere war John Carpenter, späterer Regisseur von Halloween oder The Thing. Eine total herunter gekommende Raumschiffcrew sprengt instabile Planeten mit intelligenten Bomben. Die Tatsache einer Bombe Bewusstsein zu geben ist die Pointe des Films. Natürlich möchte einer der Bomben dann früher explodieren als sie sollte, weil sie eine Realitätskrise hat und auch ein wenig frustriert ist und natürlich versucht man ihr das auszureden indem man ihr Phänomenologie lehrt. Am Ende hat die Bombe den Glauben an den Gott verloren der sie erschaffen hat. Klingt schräg, ist es auch. Aber auch sehr lustig und tiefsinnig. Für mich wird John Carpenters Regiedebut immer sein bester Film bleiben.
Schönes Thema und eine schöne Liste, auch wenn wir nur eine Übereinstimmung haben. In einer Top 10 wären definitv hier genannte Titel bei mir gelandet.
Hier sind meine 5: https://filmlichtung.wordpress.com/2025/06/19/die-5-besten-am-donnerstag-die-5-besten-filme-zum-thema-kunstliche-intelligenz/
Wie zu erwarten, einige Übereinstimmungen. Einige aber auch nicht. Tolles Thema auf jeden Fall!
Hier meine Liste, live an Mitternacht:
http://moviescape.blog/?p=91733
Blade Runner habe ich auch.
Der Rest kommt um 7 Uhr online:
https://wortman.wordpress.com/2025/06/19/die-5-besten-am-donnerstag-416/