Viele Medienerzeugnisse, darunter auch Videospiele und Serien, aber vor allem natürlich Filme gibt es mit gleichem, oder ähnlichem Inhalt in mehrfacher Ausführung. Um jene soll sich Die 5 besten Remakes nun drehen. Oftmals steht als Grund für die erneute Aufbereitung eines bekannten Stoffes, einfach die Möglichkeit mit eben jenem nochmal Geld zu machen an vorderster Stelle. Doch manchmal darf auch tatsächlich eine Vision von angebrachter Modernisierung des Szenarios, der Geschichte, der Figuren und Subtexte implementiert werden. Natürlich ist letzteres sowohl für die Medienschaffenden, als auch für die Konsument*innen spannender. Aber auch die platte, wirtschaftliche Herangehensweise, die die Studios aufgrund geringerer Risiken bevorzugen, kann zu qualitativ überzeugenden Werken führen. Diese können das Erzählenswerte einer neuen Generation mit aktuellen Seh- und Konsumgewohnheiten, sowie der momentanen Technik nahe bringen, ohne sie durch die „Laster“ des Alters abzuschrecken. So gibt es zu beiden Möglichkeiten einiges im Rahmen gelungener Remakes zu erzählen und zu empfehlen.
Ein Beitrag von: Rick
Die Rubrik „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG“ erklärt 🌟🎥
Diese beliebte Rubrik wurde von der Bloggerin und Illustratorin Gorana Guiboud ins Leben gerufen. Und wir haben die Ehre erhalten, diese weiter zu führen, nachdem sie das Bloggen aufgegeben hatte. Jeden Donnerstag gibt es hier die spannendsten Listen, Rankings und Empfehlungen aus der Welt der Filme, Serien, Bücher oder anderer kreativer Themen.
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Egal ob Klassiker, moderne Meisterwerke, Nischenperlen oder persönliche Favoriten. Hier zählt eure Sicht auf das Beste, eure Begeisterung und eure Perspektive. Die Rubrik bietet nicht nur Inspiration für Film- und Buchfans. Sondern auch die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam cineastische und kreative Highlights zu entdecken. 🎥🥋📚
Seid dabei, lasst euch inspirieren. Diskutiert mit und zeigt, welche fünf Favoriten ihr für die kommende Woche auf eurem Radar habt. DIE 5 BESTEN am DONNERSTAG sind eure Bühne! 🌟🍿✨
Was zählt eigentlich als Remake?

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Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, da es zwar eine Erklärung für den Begriff, nicht aber eine Definition mit festen Grenzen gibt. Im Grunde genommen ist ein Remake aber erstmal eine neue Version eines bestehenden Medienerzeugnisses. Dabei werden in den meisten Fällen das Konzept, die Geschichte, die Figuren und der generelle Tonus übernommen. Und mit moderner Technik und beispielsweise Anpassungen im Erzähltempo für aktuelle Sehgewohnheiten aufbereitet. Allerdings können auch Perspektivwechsel, das Austauschen von Figuren und Handlungsabläufen oder die Addition gänzlich neuer Komponenten Teil eines Remakes sein. Wann genau ein Remake dann zu einem Reimagining, also einer zum Großteil neue gedachten Version wird die nur noch den grundlegenden Rahmen beinhaltet ist eben fließend und streitbar. Oftmals wird der Begriff des Reimagining aber genutzt, wenn die Verantwortlichen sich von der Vorlage emanzipieren wollen. Beispielsweise den Subtext stark modernisieren.
Und was ist ein Reboot?
Ein Reboot ist im Gegensatz zu nochmal das prinzipiell gleiche erzählende Remake ein tatsächlich neuer Start der mit dem Ursprung nur die Franchise, beziehungsweise die Reihe gemein hat. Hier soll nicht nochmal das bekannte erzählt werden, sondern sich aus dramaturgischen und konzeptuellen Sackgassen, die in vorherigen Beiträgen entstanden sind, befreit werden. Der Name, oder die Zugehörigkeit zum Franchise aufgrund einzelner gewisser Elemente bleiben zwar vorhanden, es kann und wird aber durchaus neues erzählt und auch die Audiovisualisierung kann dabei bewusst stark abgeändert worden sein. Und dann gäbe es da noch die nicht näher benannte erneute Adaption eines Stoffes aus einem anderen Medium. Meistens der schriftlichen Form. Man könnte es „Readaptation“ nennen, aber den Begriff gibt es offiziell nicht. Und so wird oftmals von einem Remake gesprochen, auch wenn der aktuelle Film viel eher eine neue Adaption des Buches, statt ein Remake einer zuvor entstandenen filmischen Adaption ist.
Den gleichen Film nochmal? Den gleichen Film nochmal! – Meine Auswahl für die 5 besten Remakes
In meiner Auswahl für die 5 besten Remakes sind alle vorherig genannten Abweichungen des Begriffs mit inbegriffen. Allerdings sei dazu gesagt, dass hier wieder viel Horror mit dabei ist, was schlicht daran liegt, dass mein Interesse an diesem Genre am größten ist. Und mir viele andere nennenswerte Remakes noch fehlen.
5. Drachenzähmen leicht gemacht (2025)

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Worum geht es in Drachenzähmen leicht gemacht?
Drachenzähmen leicht gemacht aus dem Jahr 2025 ist die Live-Action-Adaption des gleichnamigen Animationsfilms. Inszeniert und geschrieben von Dean DeBlois kehren Ohnezahn und Hicks am 12. Juni 2025 zurück auf die große Leinwand. Die Live-Action-Version basiert auf Cressida Cowells Bestsellerreihe und der erfolgreichen Animations-Trilogie von DreamWorks. Regisseur Dean DeBlois, bekannt für seine Arbeit an der Originalreihe, bringt mit modernster visueller Effekt-Technologie die Magie von Berk und die emotionale Tiefe der Geschichte auf die große Leinwand zurück.
Die gefeierte Saga Drachenzähmen leicht gemacht kehrt als visuell überwältigende Live-Action-Adaption zurück. In der Welt der rauen Wikingerinsel Berk lebt Hicks (Mason Thames), ein erfinderischer, aber unterschätzter Außenseiter, der sich den jahrhundertealten Traditionen seines Volkes widersetzt. Als er eine außergewöhnliche Freundschaft mit dem geheimnisvollen Nachtschatten-Drachen Ohnezahn eingeht, deckt er eine tief verborgene Wahrheit über die Natur der Drachen auf. Diese Verbindung stellt nicht nur die Überzeugungen der Wikinger infrage, sondern wird auch zum Schlüssel, als eine uralte Gefahr sowohl Menschen als auch Drachen bedroht. Gemeinsam mit der mutigen Astrid (Nico Parker) und dem schrulligen Grobian (Nick Frost) stellt sich Hicks einer Welt, die von Angst und Missverständnissen geprägt ist, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen.
Drachenzähmen leicht gemacht | 2025 © Universal Pictures Germany, Trailer: © Passion of Arts | Dein Fenster zur Filmkunst
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Die 5 besten Remakes beginnt mit einem Shot für Shot Remake
Man würde meinen das wäre die optimale Herangehensweise für das Gelingen eines Remakes. Aber tatsächlich stellt sich dann natürlich die Frage, warum überhaupt nochmal neu machen, wenn doch das Original immer noch gut ist. Und das Remake keine Aktualisierungen inhaltlicher, inszenatorischer oder perspektivischer Natur, der aktuellen Zeit angemessen einbringt. Einerseits könnten neue technische Errungenschaften des Filmemachens eine Rolle spielen, was später auch noch Teil des Artikels sein wird. Andererseits, wie im Falle von Drachenzähmen leicht gemacht, die Erschließung einer größeren Zielgruppe dadurch, dass das Original aus der Filmgattung des Animationsfilms in eine Live-Action Variante übertragen wird. Animationsfilme feiern zwar regelmäßig riesige Erfolge an den Kinokassen, dennoch gibt es viele die mit dieser Art des Films nichts anfangen können. Das ist faules, wirtschaftlich gedachtes Filmemachen, keine Frage. Aber wenn das Original gut ist und die Geschichte nicht an die Animationsstilistik gebunden ist, dann kann auch ein Shot für Shot Remake überzeugen.
Zeitlos und übersetzbar
Hicks und Ohnezahns Story, die sich im Subtext natürlich um die Angst vor dem Unbekannten und Fremdenhass dreht, ist im Grunde genommen zwar eine, die schon oft in diversen Versionen erzählt wurde, aber eben auch deshalb so zeitlos und immer aktuell ist. Dass der Film aber so gut funktioniert liegt an den Figuren und ihrem Miteinander. Und diese Chemie, diesen Kern konnte DeanDeblois, der Regisseur von beiden Varianten gut in die neue Version übertragen. Dabei hilft selbstverständlich auch die Technik. Denn die visuellen Effekte müssen nicht nur angebliche Monster darstellen können. Sondern jenen auch Mimik, Gestik und damit klar ersichtliche Emotionen geben können. Gleichzeitig sorgt die reale Version mit Aufnahmen echter Landschaften und Kulissen für die nötige Weite und Erdung der Welt und des Szenarios. Etwas, dass das Remake dem Original sogar ein wenig voraus hat. Beim humoristischen Teil des Films aber fehlt dafür die energiegeladene Überzeichnung natürlich ein wenig.
4. King Kong (2005)

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Worum geht es in King Kong?
King Kong (2005) ist ein epischer Abenteuerfilm unter der Regie von Peter Jackson und stellt nach der Version von 1976 mit Jessica Lange die zweite Neuverfilmung des Filmklassikers aus dem Jahr 1933 dar. In den Hauptrollen sind Naomi Watts, Jack Black und Adrien Brody zu sehen. Der gigantische Affe Kong wurde durch modernste Motion-Capture-Technologie zum Leben erweckt. Wobei Andy Serkis – wie schon bei seiner Darstellung von Gollum in Der Herr der Ringe – seine Mimik und Bewegungen zur Verfügung stellte. Die Produktion übernahmen Big Primate Pictures, WingNut Films und Universal Pictures. Der Film kombiniert klassische Abenteuer-Elemente mit emotionaler Tiefe und aufwändiger Technik. Er besticht durch seine opulente Inszenierung, seine beeindruckenden Effekte und seine Hommage an das goldene Zeitalter des Kinos. Peter Jacksons Vision verleiht dem bekannten Stoff neue Dimensionen und macht ihn zu einem unvergesslichen Kinoerlebnis.
Die 2005er Version erzählt die Geschichte einer kleinen Filmcrew, die sich in den 1930er-Jahren auf eine gefährliche Expedition zu einer geheimnisvollen, unkartierten Insel im Südpazifik begibt. Die ehrgeizige Reise wird vom exzentrischen Filmemacher Carl Denham (Jack Black) angeführt, der auf der Suche nach einem spektakulären Schauplatz für sein nächstes großes Filmprojekt ist. Mit an Bord ist die talentierte Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts), die sich von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft leiten lässt. Sowie der Drehbuchautor Jack Driscoll (Adrien Brody), der unverhofft Teil des Abenteuers wird. Was die Gruppe auf der Insel erwartet, übertrifft all ihre Vorstellungen. Eine urzeitliche Welt, bevölkert von gefährlichen Kreaturen, die sich seit Millionen Jahren kaum verändert haben. Im Zentrum dieser fremden Welt steht ein gewaltiger, mystischer Affe namens Kong. Zwischen Ann und dem gigantischen Wesen entwickelt sich eine ungewöhnliche Verbindung, die den Verlauf der Ereignisse maßgeblich beeinflusst.
King Kong | 2005 © United International Pictures, Trailer: © Rotten Tomatoes Classic Trailers
Der Jurassic Park der 2000er
Stellt euch vor, Ihr seid ein Regisseur der seine Karriere mit blutigen kleinen Genrefilmen begonnen hat. Könntet ihr euch vorstellen innerhalb von kürzester Zeit für eine der beliebtesten und besten Filmtrilogien aller Zeiten und eines der besten Remakes aller Zeiten verantwortlich zu sein? Und in beidem technische Maßstäbe zu setzen? Dabei stecken grade im Hinblick auf King Kong in seinen ersten Filmen schon die nötigen Fingerübungen, denn Monster und Effekte kann Jackson schon damals gezielt inszenieren. Zugutekam ihm dabei auch die bahnbrechende Entwicklung der Digitaleffekte von Jurassic Park. Die hat er kurzerhand genommen und sie durch den titelgebenden Riesenaffen weiterentwickelt. Streng genommen war Gollum die erste Erweiterung, aber Kong war nicht nur ein Nebencharakter, er sollte den Film als zweiter Hauptcharakter mit allen dazugehörigen Emotionen tragen. Und das hat funktioniert und das tut es noch immer, womit die 2005er-Version die technisch definitive Version der Geschichte sein könnte.
Die 5 besten Remakes bieten ganz viel monströser Liebe
Aber Kong und seine ungewöhnliche Liebesgeschichte sind nicht das einzige was zu faszinieren vermag. Jacksons Version ist auch deshalb sowohl als Remake, als auch als Abenteuer- und Monsterfilm ein Paradebeispiel, weil der Handlungsort nicht mehr nur Kulisse ist. Skull Island wirkt zu jeder Zeit wie ein tatsächlich existierender Ort. So absurd das den Figuren und uns Zuschauenden auch erscheinen mag, ob all dem was dort kreucht und fleucht. Die Lebendigkeit des Ortes erschafft eine organische Dynamik für das Voranschreiten der Handlung, für Entscheidungen die getroffen werden. Das Abenteuer wird nicht mehr nur behauptet, oder in kalkulierten Häppchen gezeigt, es entwickelt sich vollends selber im Laufe des Films. Und die Stimmung dessen überträgt sich auf die Zuschauer*innen. Da aber nicht der ganze Film auf Skull Island spielt, musste das gleiche auch mit New York passieren, wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Doch auch das ist größtenteils gelungen.
3. Nosferatu – Der Untote (2024)

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Worum geht es in Nosferatu – Der Untote?
Nosferatu – Der Untote ist ein US-amerikanischer Horrorfilm unter der Regie von Robert Eggers. Der Film ist am 25. Dezember 2024 in den USA und am 2. Januar 2025 in Deutschland erschienen. Nosferatu – Der Untote ist eine Neuinterpretation des Stummfilmklassikers Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens von 1922. Und bleibt den zentralen Elementen der Originalgeschichte treu, während er moderne filmische Techniken und Erzählweisen integriert. Kritiker:innen loben die Inszenierung von Robert Eggers, die düstere Atmosphäre und die schauspielerischen Leistungen. Insbesondere die Darstellung von Graf Orlok durch Bill Skarsgård. Der Film ist inspiriert durch Henrik Galeens Theaterstück und der Romanvorlage von Bram Stoker, der erstmals am 26. Mai 1897 veröffentlicht wurde.
Die Handlung spielt im Jahr 1838 in Deutschland. Und erzählt die Geschichte von Ellen Hutter (Lily-Rose Depp), einer jungen Frau, die von Visionen heimgesucht wird. Ihr Ehemann, Thomas Hutter (Nicholas Hoult), ein Immobilienmakler, reist nach Transsylvanien, um Geschäfte mit dem geheimnisvollen Graf Orlok (Bill Skarsgård) abzuschließen. Während seiner Abwesenheit verschlechtert sich Ellens Zustand und es wird klar, dass Graf Orlok ein uralter Vampir ist, der eine unheimliche Besessenheit für Ellen entwickelt hat. Dies führt zu einer Reihe von schrecklichen Ereignissen, die das Paar und ihre Umgebung in Gefahr bringen.
Nosferatu – Der Untote | 2024 © Universal Pictures Germany, Trailer: © Focus Features

Das Remake einer illegalen Adaption
Ein einsamer, sich nach Liebe und Erlösung verzehrender Graf und Vampir, der eine unnatürliche Verbindung zu einer jungen Dame in einer weit entfernten Stadt hat. Und sich auf die Reise dorthin macht, dabei Angst, Tod und Verderben, sowie Faszination mitbringt. Das ist die grundlegende Rahmenhandlung von Bram Stokers 1897 erschienenen Roman Dracula der als Klassiker der Literatur gilt. Aber es ist auch die Geschichte des 1922 erschienenen Stummfilms Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens der ohne die erworbenen Rechte entstanden ist. Und sich bald einem Rechtsstreit entgegensah, den er verlor. Dass der Film heute noch existiert und Regisseur Robert Eggers 2024 ein Remake der Urheberrechts verletzenden Version der Erzählung machen konnte liegt nur daran, dass der 1922er-Film in Amerika im Verborgenen durch Raubkopien weiter bestehen konnte. Interessanterweise kam die erste offizielle Adaption von Stokers Buch erst fast Zehn Jahre Später mit Dracula in die Kinos.
Die 5 besten Remakes vereint vergangenes und modernes Kino
Eggers Aufbereitung des Stoffes ist selbstredend technisch fortgeschrittener als das „Original“ von Friedrich Wilhelm Murnau. Und die 1979 erschienene zweite Adaption Nosferatu: Phantom der Nacht von Werner Herzog. Dennoch fühlt sich die aktuellste Verfilmung wie aus der Zeit gefallen an. Die Bilder sind oftmals monochrom gestaltet. Und nur von vereinzelten herausstechenden Elementen wie dem Leuchten von Fackeln oder dem Rot von Blut aufgebrochen. So entsteht grade im Look-and-Feel, also der visuellen und auditiven Ästhetik des Films ein kaum vergleichbarer Spagat aus Vergangenheit und Moderne. Das ist auch im Zusammenhang mit dem Inhalt spannend, denn Graf Orlok ist eine uralte Kreatur die in die damalige Moderne einfällt. Und ihr das Leben, respektive die Farbe entzieht, symbolisiert Orlok doch Krankheiten wie die Pest und den Tod selbst. Trotz ein paar unnötig billigen Jumpscares ist Eggers Nosferatu damit die weiter gedachte, Form vollendete, spannendere und beeindruckendere Version der Legende.
2. Evil Dead (2013)

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Worum geht es in Evil Dead?
Evil Dead (2013) ist ein Remake des Klassikers Tanz der Teufel (1981) und bietet eine frische, moderne Interpretation des Originals. Unter der Regie von Fede Álvarez bringt der Film neue Intensität und Schrecken in die ikonische Geschichte. Das Remake bleibt dem Geist des Originals treu, bringt jedoch eigene neue Wendungen und intensivere Schreckmomente mit sich. Diese werden sowohl Fans des Originals als auch neue Zuschauende in den Bann ziehen. Der Film steigert die Spannung mit eindringlichen Horrorelementen und graphischen Effekten. Während er die Geschichte von besessenen Kräften und dem verzweifelten Überlebenskampf der Protagonisten erzählt. Alvarez Film kombiniert klassische Elemente des Horrorgenres mit modernen visuellen und technischen Ansätzen und liefert eine packende, nervenaufreibende Erfahrung.
Die Handlung folgt einer Gruppe von fünf Freund:innen, die sich in einer abgelegenen Kabine im Wald versammeln. Dort wollen sie einem ihrer Freunde bei der Entziehung von Drogen helfen. Als sie in der Kabine ein mysteriöses, altes Buch entdecken und versehentlich dessen dunkle Beschwörungsformeln lesen, setzen sie eine uralte, böse Kraft frei, die schnell beginnt, sie auf grausame Weise zu jagen und zu terrorisieren.
Evil Dead | 2013 © Sony Pictures Releasing, Trailer: © SonyPicturesGermany

Von einer Schulhoflegende und ihrem Einfluss
Der Debüt-Film von Regisseur Sam Raimi, bei uns mit dem charmanten Titel Tanz der Teufel versehen wurde nach seinem Erscheinen im Jahr 1981 schnell zu einer damals typischen Schulhof Legende aufgrund der angeblich extremen Gewaltdarstellungen. Ohne Internet und damit die Möglichkeit einen Film illegal irgendwo zu sehen, fand vieles durch Erzählungen und Gerüchte im Kopf der Unglücklichen statt, denen die Erfahrung aufgrund ihres Alters noch untersagt war. Einerseits ärgerlich für junge Horrorfilmfans, entstand so aber auch ein Status für Tanz der Teufel, den sich heutzutage kaum noch ein Film über diese Aspekte erarbeiten kann. Die tatsächliche Härte des Werks mag aus heutiger Sicht eher komödiantisch wirken und schwerer ernst zu nehmen sein als aktuelle grundsätzlich vergleichbare Filme, doch damals war Raimis Erstling so einflussreich und verstörend, dass er drei Jahre später auf dem Index gelandet ist und Anfang der 2000er sogar beschlagnahmt wurde.
Indexhistorie bei die 5 besten Remakes
Zwar ist das Original 2016 neu geprüft und daraufhin ungeschnitten in Deutschland mit einer FSK 16 freigegeben worden, doch die Evil Dead Reihe hat es beim Wiederaufleben lassen des Franchise tatsächlich geschafft im eigentlich schon sehr gewaltaffinen Jahr 2013 nochmal einen Film zu kreieren der nach seiner Kinoaufführung direkt indiziert wurde. Und dies auch bis heute trotz Neuprüfung in 2025 ist. Fede Alvarez der für das Remake, welches allerdings oft eher als ein Zwischending aus Reboot und Reimagining erklärt wird, verantwortlich war, hat mit dem schlicht Evil Dead betitelten Film die eigentlich grausame, unangenehme Essenz des Originals nochmal in auch heute noch ernstzunehmender Härte und dazugehöriger niederträchtiger Tonalität auf die Leinwand gebracht. Und auch wenn die 2013er-Version andere Figuren und einen anderen Subtext hat, so spürt man doch zu jeder Sekunde das Gefühl, dass Raimi damals erzeugen wollte, aber technisch noch nicht konnte. Und genau deswegen ist das Remake fantastisch.
1. Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

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Worum geht es in Das Ding aus einer anderen Welt?
Das Ding aus einer anderen Welt (1982) ist ein Science-Fiction- und Horrorfilm aus dem Jahr 1982. Inszeniert wurde der Film von John Carpenter und basiert auf der Erzählung Who Goes There? von John W. Campbell Jr..
In der eisigen Weite der Antarktis entdeckt ein norwegisches Forscherteam ein außerirdisches Raumschiff, das seit Jahrtausenden im Eis eingefroren war. Bei dem Versuch, die Kreatur aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien, entfesseln die Forscher unwissentlich eine tödliche Bedrohung, die sich als unheimliches und unvorstellbares Wesen erweist. Als das Ding beginnt, die US-amerikanische Forschungsstation in der Nähe zu infiltrieren und sich unaufhaltsam auszubreiten, muss die kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Forschern zusammenarbeiten, um das unheimliche Wesen zu bekämpfen, bevor es ihre eigene Menschlichkeit und das Überleben der gesamten Menschheit bedroht.
Das Ding aus einer anderen Welt | 1982 © United International Pictures, Trailer: © Kinoschmiede
Der ungeschlagene SFX König
Die Kurzgeschichte „Who goes there?“ von John Campbell wurde 1982 nicht das erste und auch nicht das letzte Mal verfilmt. Doch die Version von Carpenter, die streng genommen eben nur eine neue Adaption und kein Remake im eigentlichen Sinne ist, ist die wohl bekannteste und beliebteste der drei bisherigen Filme zur Geschichte. Und woran das liegt lässt sich sehr simpel erklären, denn der 1951er-Versuch hatte noch nicht die technischen Mittel das Extraterrestrische in seinen ausufernden Mutationen ähnlichen Formen darzustellen. Und so fehlte ein großer Teil des, zumindest schon zwischen den Zeilen vorhandenen Cosmic Horrors, des „nicht- begreifen-können“ Das 2011er Prequel „The Thing“ ist dann leider den nachträglichen Studioeinwirkungen zum Opfer gefallen und dadurch in mittelmäßigem, über die eigentlich praktischen Effekte gelegtem CGI ertrunken. Das ungreifbar greifbare konnte nur Carpenters Film nachhaltig darstellen mit seinen SFX die, obwohl technisch überholt und heutzutage als Effekte ersichtlich, noch immer spürbare Wirkung haben.
Die 5 besten Remakes enden minimalistisch
Neben den SFX macht Das Ding aus einer anderen Welt noch eine Sache besonders gut, die weder der erste Film, noch das Prequel in dieser Qualität und Funktionalität zu leisten vermochten – der Score. Dieser besteht im elektronischen Hauptthema nur aus zwei aufsteigenden Halbnoten, die einen Herzschlag imitieren und so die Isolation und den immer weiter fallenden psychischen Zustand der Figuren unterstreicht. Komponist Enio Morricone der für so manche Klassiker die Musik beigesteuert und sie damit veredelt hat, war allerdings letztendlich nicht alleine für die Musik verantwortlich. Carpenter war nicht vollständig zufrieden und komponierte wie schon bei seinen vorherigen Werken auch selber noch weitere Stücke. Der Unterschied ist zwar zu spüren, es verleiht dem Film aber nur noch mehr das Gefühl eines Zeitzeugnisses, da die Musik der beiden ihr Hoch zu jener Zeit hatte. Zum Release war der Film sogar ein Misserfolg an den Kassen. Doch Qualität setzt sich durch.
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Ist neu gleich besser? – Fazit für die 5 besten Remakes
Um die Frage gleich zu beantworten: Nein, jeder Fall ist wie in anderen Bereichen natürlich individuell. Aber es lässt sich definitiv festhalten, dass Remakes auch neben der wirtschaftlich angestrebten Nutzung eine Daseinsberechtigung haben. Sie können Geschichten und Thematiken inhaltlich in die Moderne verlagern, das Potenzial durch technische Neuerungen weiter ausreizen und ein lebendes Beispiel dafür sein, wie sich Kunst durch die Personen dahinter, Umstände und die Konsumentinnen verändert und entwickelt.
Das waren die 5 besten Remakes die ich gesehen habe. Jetzt seid ihr dran!
Was sind für euch die 5 besten Remakes?
Über den Autor
RICK
Redakteur
Ich bin Rick und seit ich mit sieben Jahren „Jurassic Park“ gesehen habe, fasziniert von Filmen. Videospiele, Serien und Bücher füllen den Rest meiner Freizeit auf, wenn ich nicht grade am schreiben von Kurzgeschichten sitze.
Außerdem schreibe ich zu so gut wie jedem gesehenen Film eine Review auf dem Film Social Media Letterboxd.
Meine Lieblingsfilme sind:
Jurassic Park, Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Poor Things, Scream – Schrei!, Drachen zähmen leicht gemacht, Dune Part Two und The Lighthouse – Der Leuchtturm
Am liebsten schaue ich mir Filme von und mit Guillermo del Toro, Robert Eggers, Anya Taylor Joy und Denis Villeneuve an.

»Life, uh, finds a way«
– Jurassic Park –
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