Media Monday #791: als Blade Runner nach Mittelerde

Hunter Schafer steht in einer warm ausgeleuchteten, leicht industriellen Umgebung; sie trägt eine mehrlagige Jacke und blickt seitlich in den Raum, während hinter ihr eine Reihe leuchtender Glühbirnen eine dramatische Atmosphäre erzeugt. Im Bild ist ein weißer Rahmen mit der Aufschrift „MEDIA MONDAY #791“ zu sehen; die Szene stammt aus der Serie Blade Runner 2099.

Willkommen zum Media Monday #791!
Manchmal nimmt eine Woche ganz eigene Wege. Da gibt es neue Serien, bei denen man sich fragt, ob ein geliebtes Franchise wirklich noch eine weitere Fortsetzung gebraucht hätte, Züge, die einen gefühlt einmal quer durch die Gegend schicken. Und Songs, deren Bedeutung eigentlich viel zu traurig ist, um daraus ein Internet-Meme zu machen. Und natürlich darf auch ein Blick auf Mittelerde nicht fehlen.

In dieser Woche geht es um meine eher skeptische Haltung zur neuen Blade Runner-Serie von Amazon, eine kleine Odyssee mit Bus und Bahn und darum, warum der September für Green Day nicht einfach nur ein Monat ist. Außerdem verschlägt es mich wieder ins Tolkien-Universum und zu der Frage, was aus den Geschichten geworden ist, die einst mit Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie so beeindruckend zum Leben erweckt wurden.

Macht es euch also gemütlich, schnappt euch einen Kaffee, Tee oder euer Lieblingsgetränk und begleitet mich durch den Media Monday #791. 🎬☕🤖🌿

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

11–17 Minuten

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍

Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.

Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖

1. & 2. Media Monday #791: Blade Runner bei Amazon: Was wird das? 🤖

Teaser: Blade Runner 2099 | 2026 ©Amazon MGM Studios | Warner Bros. Discovery

Kosmisches Werbebanner mit dem Namen Philip K. Dick vor Sternennebel; rechts ein kurzer Text über seine visionären Science‑Fiction‑Romane und ein Thalia‑‚Shop Now‘‑Button. | Media Monday #791

Zu sehen, wie man Franchises an die Wand fährt, ist einigen Cineasten bekannt. Disney macht sich damit einen Namen, also einen neuen. Allerdings keinen guten. Eine Fortführung im Blade Runner Universum spricht mich durchaus an, aber ob das als Serie gelingt, die zusätzlich auch noch von Amazon Video produziert wird, wage ich zu bezweifeln. Der Cast hat auf Social Media schon mal einen Shitstorm ausgelöst. Ich war zwar überrascht, bin aber damit sehr zufrieden. Hunter Schafer mag ich gerne, Michelle Yeoh kenne ich eher nur so vom Hörensagen. Richtige Berührungspunkte hatte ich mit ihr noch nicht. Das heißt ich habe Filme gesehen, in denen sie mitgespielt hat, kann mich aber an ihre Performance kaum erinnern.

Ich habe es gewagt, in den Trailer rein zu schauen. Normalerweise mache ich das ja nicht mehr. Aber ich war zu neugierig und was ich da sah, hat mich irgendwie nicht gecatched. Vielleicht war es auch einfach zu wenig, was da gezeigt wurde, aber so richtig heiß hat mich der „erste Blick“ nicht gemacht.

Ich lass mich mal überraschen, was der Plot so hergeben wird. Aber wie schon erwähnt, traue ich da den Amazon Studios nicht wirklich was zu. Der Astronaut ist zwar auch von MGM und Amazon produziert worden, aber mit Ryan Gosling, der mit seiner eigenen Produktionsfirma General Admission mit an Board war und quasi einen Deal mit MGM und Amazon abschloss, konnte das immerhin gelingen. Die Produktionsfirma ist ganz neu und der Deal besagt, dass General Admission sich verpflichtet hat, drei Filme zusammen mit MGM und Amazon zu produzieren, die dann auch auf dem Streamingdienst released werden.

Das ist aber eine andere Geschichte. Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht habe ich noch nicht zu Ende geschaut. Tatsächlich weiß ich auch gar nicht, ob die Serie schon beendet ist. Womöglich wurde sie auch schon wieder abgesetzt. Um bei der 2. Staffel durchzublicken, muss ich ohnehin noch einmal die erste schauen und darauf hab ich jetzt auch nicht so wirklich Lust. Diese ganzen Sachen, die von Streamingdiensten produziert werden, die catchen mich kaum. Und naja, meistens werden sie abgesetzt, ehe ich damit anfangen kann.

Aber mal sehen, was bei der Serie zu Blade Runner so rum kommt. Schauen wir mal was wird (was wird).

3. Die Leiden des jungen Pendlers 🚆💺🚌

Ein detailreiches Modellbahn‑Diorama mit einer kleinen rot‑grauen Lokomotive, die auf einer gebogenen Schiene durch eine naturgetreu gestaltete Landschaft aus grünen Bäumen, Sträuchern, Grasbüscheln und roten Blumen fährt; im Hintergrund weitere Gleise und kleine Modelltiere wie Kühe. | Media Monday #791
Foto © Beda Marek
Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Es hätte wirklich großartig sein können aber die Bahn hat mir doch wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt wo kein Schienenersatzverkehr nach Regensburg mehr ist und der Zug normal fährt, bin ich um kurz nach 7.00 Uhr morgens schon in der Arbeit. Also habe ich um 13.15 Uhr Feierabend. Ich arbeite ja nur 31 Stunden in der Woche. Die letzte Woche habe ich immer noch Pause gemacht und was gegessen. Heute dachte ich mir, ich lass die Pause aus und nehme den Bus um 13.19 Uhr zum Bahnhof. Der Plan war, um 15 Uhr zu Hause zu sein, um dann diesen Beitrag hier auch fertig zu bekommen. Und naja seien wir mal ehrlich, wer ist nicht froh, so früh wie möglich zu Hause zu sein, wenn man so eine weite Fahrt hat?

Vor zurück, hin & her, kreuz & quer ….

Der Plan schien aufzugehen, auch nachdem die Bahn-App mitteilte, dass der Zug Verspätung hat. Also ich fange mal zum Verständnis von vorne an. Ich steige direkt vor dem Eingang meiner Arbeitsstelle in den Stadtbus ein. Der fährt zum Bahnhof nach Burgweinting. Dort steige ich in den Zug nach Regensburg. Eigentlich ziemlich dumm, denn da fahr ich erst Mal wieder ein Stück zurück. Nevermind.

In Regensburg steige ich dann um in den Zug der nach München fährt. Der Zug hält in Landshut zwischen. Dort steige ich dann wieder um, was auch ziemlich doof ist, weil ich da auch erst mal vorher 25 Kilometer bei mir zu Hause vorbei fahre, aber so liegt das Gleis nun mal. Also in Landshut steige ich um, in den Schienenersatzverkehr, um dann in Wörth an der Isar auszusteigen. Ich fahre oft hin und her, denn von Wörth muss ich auch wieder zurück und dann nach Niederaichbach abbiegen. Da bin ich zu Hause.

Viele Wege führen … nach Hause

Well …
Die App teilte mir mit, dass der Zug von Burgweinting nach Regensburg Verspätung hat. Erst mal riesiges Drama, die Fahrt ist nicht mehr fahrbar, ich solle eine Alternative suchen. Aber der Zug kam dann doch pünktlich und die Panik war mal wieder umsonst. Aber dann stehe ich in Regensburg am Bahnhof und was ist passiert? Richtig, der Anschlusszug nach München hat 21 Minuten Verspätung. Ich würde den Schienenersatzverkehr, der um 14.40 Uhr in Landshut abfährt, verpassen. Tatsächlich hatte der Zug dann sogar 40 Minuten Verspätung, aber ich habe in der Zwischenzeit das Gleis gewechselt und war in den Zug um 14.14 Uhr gestiegen. Gleiche Richtung nur 20 Minuten später als der mit dem ich ursprünglich fahren wollte.

Schneller zu Hause war ich leider aber nicht, denn das ist genau der Zug, mit dem ich nun immer gefahren war. Und der ist um 15 Uhr in Landshut. Da muss ich dann 40 Minuten auf den Schienenersatzverkehr warten. Früher zu Hause? Fehlanzeige ….

4. Media Monday #791: Wake Me Up When September Ends 💧💔🎶

Wake Me Up When September Ends | Offizielles Musikvideo | 13. Juni 2005 | Video © Warner Music | Rob Cavallo | Green Day – YouTube Lizenz

Schwarz-weiß Foto eines Gitarristen mit wehendem Haar, der energisch eine E‑Gitarre spielt. Darüber steht der Schriftzug ‚Bandmerch‘, daneben ein Button mit ‚Shop Now!‘ sowie das EMP‑Logo mit Rockhand-Symbol.

Der Song Wake Me Up When September Ends der Punkrockband Green Day ist durchaus emotional und verarbeitet den schweren Verlust von Frontmann Billie Joe Armstrong, der im September 1982 seinen Vater verlor. Billie Joe Armstrong hatte ein sehr inniges, liebevolles Verhältnis zu seinem Vater, und dessen früher Tod prägte ihn tief. Er bewunderte ihn und sein Tod war ein zentraler und emotionaler Wendepunkt in Billie Joes Leben.

Andrew Armstrong war Jazz‑Musiker und arbeitete zusätzlich als Truckfahrer, um die Familie zu versorgen. Billie Joe beschreibt ihn als warmen, unterstützenden Menschen, der seine musikalische Begabung immer förderte. Er brachte ihm Showtunes bei, nahm ihn mit in Veteranenheime zum Singen und organisierte für seinen musikbegeisterten Sohn Klavierunterricht. Als Billie Joe 10 Jahre alt war, verstarb sein geliebter Vater an Speiseröhrenkrebs. Der Titel des Songs ist exakt der Satz, den Billie Joe damals zu seiner Mutter sagte: Wake Me Up When September Ends.

Vom Welthit zum Internet Meme

Der Song wurde ein Welthit und ich persönlich, liebe ihn sehr. Das Musikvideo dazu hat mir nicht so gefallen, aber das ist eine andere Geschichte, die ich nicht erzählen wollte. Den Fokus wollte ich darauf legen, dass Billie Joe damit zum Internet Meme wurde und ich das ganz schön tragisch finde. Der Song handelt davon, wie sehr er seinen Vater vermisst und er kann den Monat September nicht mehr ertragen, wünscht sich einfach, dass er ihn überschlafen kann. Wenn der Monat vorbei ist, sollte man ihn wieder wecken, damit er weiter machen kann.

Schon seit mehreren Jahren macht sich das Internet jedoch einen Spaß daraus wie mit Justin Timberlake, der in It’s Gonna Be Me immer May statt Me singt. Wenn der Mai vor der Tür steht, ist das Internet voll von Justin Timberlake, der It’s Gonna Be Me grölt. Wenn der September endet, tauchen diverse Comics und Sprüche auf mit


»September’s over!
Can someone please wake
this Green Day Guy up?«


Billie Joe Armstrong selbst sagte einmal in einem Interview, dass er das gar nicht so lustig findet, weil der Song seine echten, schmerzvollen Gefühle widerspiegelt. Und der Verlust einer geliebten Person ist nun auch wirklich nicht zum Lachen.

5., 6. & 7. Das Tolkien Universum im Media Monday #791 💍🌿

Das Bild zeigt Elijah Wood als Frodo Beutlin mit dem legendären Ring in der Hand | Media Monday #791
Herr der Ringe, die epische Trilogie: Elijah Wood ist Frodo Beutlin in — Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs | 2003 ©Warner Bros Film GmbH

Es spricht durchaus für J. R. R. Tolkien, dass sein Universum eine weitere, filmische Ausarbeitung bekommt. Aber was nach der Herr der Ringe Trilogie daraus hervorgegangen war, ist schon reichlich uninspiriert und ich frage mich, wie das noch weiter geht. Herr der Ringe war irgendwie großartig, sensationell und fantastisch! Was Peter Jackson damals auf die Leinwand gezaubert hat ist wirklich episch. Die Kostüme, die Darstellenden, Musik und wie er die ganze Welt zum Leben erweckt hat, das ist meiner Meinung nach, bisher einzigartig. Zwar hat er versucht das mit der Hobbit Trilogie weiter zu führen, aber ich finde, das ist ihm nicht so recht gelungen. Zumal wohl während der Dreharbeiten erst beschlossen wurde, dass es drei Teile werden sollen und Peter Jackson erst einmal vor einer unlösbaren Aufgabe stand.

Immerhin gab weder die Buchvorlage, noch das Drehbuch eine Trilogie her und Peter Jackson musste improvisieren. Dass Tolkien das ganze Universum mit mehreren literarischen Werken, eigenen Sprachen und sogar Wörterbüchern aufgebaut hat, ist schon eine Besonderheit. Die weiteren Werke zu verfilmen wäre also nicht abwegig. Allerdings legen Produktionsfirmen den Fokus auf eher unspektakuläre Erzählungen. Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht ist mehr oder weniger improvisiert und der Film über Gollum, der ursprünglich ein kleiner Kurzfilm einer Fangemeinde war, ist für mich persönlich auch nicht wirklich interessant. Immerhin ist der Kurzfilm ja bereits fantastisch. HIER könnt ihr einen Blick drauf werfen, falls ihr den noch nicht kennt.

Zuletzt habe ich verzweifelt versucht, die letzten Lücken zu füllen und das war gar nicht so leicht, weil ich echt schon ziemlich kaputt bin und mein Hirn nicht mehr auf Hochtouren arbeitet. 🧠 Ich bin froh, dass mir dann doch noch etwas eingefallen war.


※※※

Das war der Media Monday #791.
Wieder ist eine Ausgabe geschafft und diesmal war tatsächlich einiges dabei. Zwischen meiner Skepsis gegenüber der neuen Blade Runner-Serie, einer kleinen Bahn-Odyssee quer durch Regensburg, Landshut und Wörth, Green Days traurigem September und meinen Gedanken zum Tolkien-Universum war wieder für allerlei Gesprächsstoff gesorgt. 🎬🤖🚆🌿

Besonders die Fahrt nach Hause hat mir allerdings wieder gezeigt, dass man manchmal ziemlich viel Geduld braucht, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Mein schöner Plan, früh zu Hause zu sein und in Ruhe diesen Beitrag fertig zu machen, wurde natürlich prompt von der Bahn durchkreuzt. Aber was soll’s! Irgendwie bin ich doch angekommen und habe auch noch die letzten Lücken in diesem Media Monday gefüllt. Wenn auch mit einem Hirn, das zu diesem Zeitpunkt definitiv nicht mehr auf Hochtouren lief. 😂

Und vielleicht ist das auch ein ganz passender Abschluss für diese Woche: Nicht immer läuft alles so, wie man es plant. Manchmal muss man eben ein bisschen hin und her fahren, Umwege nehmen und zwischendurch überlegen, was man eigentlich noch erzählen wollte. Hauptsache, man kommt irgendwann ans Ziel. Jetzt heißt es für mich aber erst einmal: Füße hoch, etwas trinken und den Kopf ausschalten. Denn nach diesem Pendlerabenteuer habe ich mir das wohl verdient. ☕💧😴

Danke, dass ihr mich auch diesmal durch meinen Media Monday #791 begleitet habt. Bis zum nächsten Mal! 🌈🎬✨


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #791 für euch:

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Über den Autor:

Künstlerisches Ölgemälde-Porträt von Riley Dieu Dietzel, Chefredakteur von Passion of Arts. Riley trägt ein schwarzes Langarmshirt und blickt mit ruhigem Ausdruck direkt in die Kamera. Im Hintergrund sorgen warme Farben und ein Bücherregal für eine cineastische Atmosphäre.

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Header Elements – Media Monday #791: © Passion of Arts Design | Foto: Blade Runner 2099 | 2026 ©Amazon MGM Studios | Warner Bros. Discovery

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2 Kommentare

  1. Um Memes, deren „Humor“ ich weitestgehend NICHT teilen kann, mache ich einen großen Bogen und bin mit dieser Methode auch bisher immer sehr gut gefahren; vor allem, wenn ich dann lese, was aus Stücken mit einer persönlichen tiefgehenden Bedeutung gemacht wird. Mein Beileid, kann ich da nur sagen.

    Michelle Yeoh ist in den letzten Jahren immer stärker in meinen Fokus gerückt. Aber nicht, weil ich so plötzlich einen Gefallen an actionlastigen Filmen gefunden hätte, sondern weil mein Interesse an asiatischen Produktionen mit der Zeit gewachsen ist. Und in denen ist sie öfters zu sehen, z.B. in „Crazy Rich Asians“.

  2. Bahnodysseen kenne ich sehr gut. Musste damals nach Bochum immer fahren, 90 Minuten pro Fahrt, wenn alles gut lief. Aber es lief nicht immer alles gut.

    Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin ein großer Fan von Michelle Yeoh, einer der großen, wenn nicht die größte Pionierin des weiblichen Actionkinos und großartige Darstellerin, deswegen freue ich mich über ihre Besetzung. Aber die Skepsis gegenüber der Blade Runner Serie teilen wir. Ich bin nicht nur wegen Amazon skeptisch, wäre ich bei jedem Studio. Meine Skepsis gegenüber der Fortsetzung damals ließ auch erst nach als Denis Vielleneuve als Regisseur feststand und ich bin auch überzeugt, dass hätte auch sonst niemand hinbekommen. Ich möchte der Serie eine Chance geben, aber ich glaube nicht, dass Blade Runner als Serie funktioniert. Nachdem Trailer zu urteilen, indem die Replikanten einen Krieg gegen die Menschheit gewonnen haben, scheint mir auch eher zweifelhaft, ob die philosophischen Implikationen, die Problematik des Transhumanismus, überhaupt erfasst wurden, was Blade Runner überhaupt immer auszeichnete. Das sah mir auch alles viel zu actionlastig aus. Ich versuche aufgeschlossen zu sein. Aber es fällt mir schwer, weil Blade Runner für mich eine besondere Bedeutung hat. Momentan sieht es für mich so aus, als ob eines der bedeutendsten Science Fiction Werke aller Zeiten, als belanglose Actionserie für die Generation MCU produziert wurde. Damit könnte ich mich niemals anfreunden.

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