Riley
Veröffentlichungsjahr: 2023 | Genres: Drama, Coming of Age, Queer Cinema, Sportfilm, Sport
Originaltitel: Riley
Schauspieler: Jake Holley, Colin McCalla, Riley Quinn Scott, Connor Storrie, Rib Hillis, J.B. Waterman, René Ashton, Marcus Winchester‑Jones, Nigel Siwabessy, Dallas Perry, Alyssa Latson, Caroline Amiguet, Kaitlyn Donivan, Miranda Guiles, Hunter Linton, Krystina Montemurro, Kassandra Reyes, Jose Rico, Sadie Beth Scott, Luca Vega, Kaleti Williams
Riley ist ein Coming‑of‑Age‑Drama aus den USA, das 2023 erschien und von Benjamin Howard inszeniert wurde. Der Film, der 93 Minuten dauert und in Deutschland eine FSK‑12‑Freigabe erhielt, wurde von Tommy Anderson, Benjamin Howard und Laura Scarano produziert. Howard übernahm neben der Regie auch das Drehbuch und den Schnitt, während Jerik Centeno die Musik komponierte und Michael Elias Thomas die Kamera führte. Die Premiere fand Ende September 2023 beim Calgary International Film Festival statt.
Im Zentrum der Geschichte steht Dakota Riley (Jake Holley), ein talentierter Footballspieler, dem eine große sportliche Zukunft vorausgesagt wird. Sein Vater Carson Riley (Rib Hillis), selbst ehemaliger Ligaspieler, hat ihn früh auf diesen Weg gedrängt und trainiert ihn mit großem Ehrgeiz. Nach außen wirkt Dakotas Leben perfekt: Er ist beliebt, hat einen großen Freundeskreis und führt eine Beziehung mit Skylar Braxton (Riley Quinn Scott). Doch hinter dieser Fassade kämpft er mit einem Teil seiner Identität, den er sich selbst nicht eingestehen will. „Eigentlich ist Riley schwul, er gesteht sich dies allerdings selbst nicht ein“ . Seine Gefühle werden immer schwerer zu verdrängen, besonders im Zusammenspiel mit Menschen wie seinem Mitbewohner Jaeden Galloway (Colin McCalla) oder dem Grindr‑Date „Obi Wan“ Hookup (J.B. Waterman). Der Film begleitet Dakota auf dem Weg, seine innere Wahrheit zuzulassen, ohne zu verraten, wohin dieser Weg letztlich führt.
Benjamin Howard verarbeitete in seinem Regiedebüt eigene Erfahrungen als ungeouteter Athlet während seiner High‑School‑Zeit. Er beschreibt den Film als „Liebesbrief an meine Gemeinschaft, ein Liebesbrief an meine Erziehung“ . Howard studiert Filmproduktion und Regie an der UCLA; sein Bachelor‑Projekt Deviant wurde 2019 mit einem Student Emmy Award ausgezeichnet.
Gedreht wurde im East County von San Diego, wo Howard selbst aufgewachsen ist. Viele Schauplätze haben für ihn persönliche Bedeutung, darunter der Mount Helix Park, an dem er als Jugendlicher viel Zeit verbrachte. Jake Holley übernahm in Riley seine erste Hauptrolle in einem Spielfilm, nachdem er zuvor in Apocalypse of Ice – Die letzte Zuflucht zu sehen war. Weitere Rollen übernehmen Connor Storrie als Liam Hauser, René Ashton als Miriam Riley, Marcus Winchester‑Jones als Desmond, Nigel Siwabessy als Hector, Dallas Perry als Caleb Mitchell und Alyssa Latson als Courtney.
Die Filmmusik stammt von Jerik Centeno. Nach der Premiere in Calgary wurde Riley im Oktober 2023 beim Bend Film Festival gezeigt, anschließend im März 2024 beim London LGBTIQ+ Film Festival und im April beim Outshine Film Festival. 2024 folgten Präsentationen beim Bentonville Film Festival sowie beim San Francisco International LGBTQ+ Film Festival. In Deutschland erscheint der Film im Verleih von Salzgeber.
Kritisch wurde Riley positiv aufgenommen. Andreas Köhnemann schreibt im Sissy Magazin, der Film fange „das Durcheinander, die Verwirrung und Verzweiflung des Erwachsenwerdens“ berührend ein und erzähle „aufrichtig vom emotionalen Chaos eines jungen Mannes“ . Die Konflikte würden nicht künstlich gelöst, aber der Film vermittle Zuversicht und Mut.
Bei Festivals erhielt Riley mehrere Nominierungen, darunter beim Bentonville Film Festival 2024 im Narrative Competition und beim Calgary International Film Festival 2023 im International Narrative Competition.
Pressematerial © Salzgeber & Company Medien
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Benjamin Howard
Drehbuch: Benjamin Howard
Produzent: Tommy Anderson, Natalie Couture, Jake Holley, Benjamin Howard, Shardin Johnson, Carroll Middelthon, Ron Najor, Laura Scarano, Michael Elias Thomas
Musik: Jerik Centeno
Kamera: Michael Elias Thomas
Schnitt: Benjamin Howard