Media Monday #743

Das Bild zeigt Margot Robbie in ihrer Rolle als Catherine Earnshaw in "Wuthering Heights". Mit weißen Lettern steht über ihrem Gesicht im weißen Rahmen "Media Monday #743"

In der Ausgabe Media Monday #743 dreht sich alles um meine aktuellen Gedanken zu Filmen, Serien und Filmkultur. Von meinem Desinteresse an Reboots und Remakes über überraschend gelungene Fortsetzungen wie Blade Runner 2049, queerem Kino mit Việt und Nam, bis hin zu Schauspielgrößen wie Willem Dafoe – ich teile persönliche Eindrücke, kleine Beobachtungen aus dem Kinobesuch und Streaming-Erfahrungen. Dazu gibt es Einblicke in Musikentdeckungen auf Spotify, Kultserien wie Stranger Things und nicht zuletzt herbstliche Alltagsfreuden wie eine Tasse Kaffee ☕, die mir Momente der Selbstfürsorge schenkt. Persönlich, ehrlich und filmverliebt – willkommen zum Media Monday #743!

Was ist der Media Monday?

Der Media Monday ist ein wöchentlicher Lückentext, der vom Medienjournal-Blog bereitgestellt wird und von vielen unterschiedlichen Blogger:innen mit ganz eigenen Perspektiven ausgefüllt wird 📝🌍

Wir sind jede Woche mit dabei und nutzen den Media Monday als Raum für eine persönliche Kolumne über Queerness 🌈, Lebenserfahrungen 💭, Filme & Filmkunst 🎞️🖤 – mal nachdenklich, mal melancholisch, mal voller Sehnsucht nach der großen Leinwand.

Ein Ort für Reflexion, Filmleidenschaft, leise Gedanken und kleine Fluchten in andere Welten ✨📺📖

Ein Beitrag von: Riley Dieu Armstark

1. 🔁 Reboots, Remakes & mein völliges Desinteresse daran🎬

Das Bild zeigt Margot Robbie in ihrer Rolle als Catherine Earnshaw in "Wuthering Heights" | Media Monday #743
2026 erscheint eine neue Interpretation von Emily Brontës Werk „Sturmhöhe“ mit Margot Robbie als Catherine Earnshaw — Wuthering Heights | 2026 © Warner Bros.
Werbeplakat für den Roman Katzentage von Ewald Arenz. Im Fokus steht ein weiß-grauer, blauäugiger Kater, der nach oben blickt. Der Hintergrund ist weich verschwommen. Links im Bild steht ein Text, der die Handlung beschreibt: Zwei Menschen, Paula und Peter, erleben in Würzburg eine unerwartete Reise voller Fragen, Freiheiten und einer erzählenden Katze. Der Roman thematisiert das Glück des Augenblicks. Unten rechts befinden sich das Thalia-Logo und ein Button mit der Aufschrift „SHOP NOW“.

Von all den Reboots und Remakes halte ich mich weitgehend fern. Gerade fällt mir auch gar keines ein, das ich auf dem Schirm hätte. Oder irgendwie Interesse. Ach neulich haben wir in der Community noch über die neue Verfilmung von Emily Brontë Sturmhöhe diskutiert. Da kam 2011 erst eine Verfilmung dazu von Andrea Arnold (Wuthering Heights – Emily Brontës Sturmhöhe) in die Kinos, de das Konzept völlig anders anging. Im Prinzip ist der Film eigentlich nur wegen Margot Robbie interessant für mich. Tendenziell würde ich aber lieber vorher das Buch mal lesen. Ich dachte das stand irgendwo im Bücherschrank und ärgere mich, dass ich es nicht mitgenommen habe. Vielleicht war das aber auch ein anderes Buch. Oder ich hab es geträumt 😃

2. Fortsetzung folgt? Lieber nicht! 🎥✨

Blade Runner 2049: Auf dem Bild sind zwei Männer zu sehen, die vor einer zerstörten Marmorwand rennen | Media Monday #743
Rick Deckard (Harrison Ford, rechts) und Officer K. (Ryan Gosling) sind auf der Flucht — Blade Runner 2049 | 2017 ©Alcon Entertainment | Warner Bros. Pictures | Sony Picture

Blade Runner 2049 ist eine unverhofft gelungene Fortsetzung, denn nach mehreren Jahren an einen, inzwischen Kult-Film anzuknüpfen, ist schon eine kleine Meisterleistung. Und ja ich muss den Film hier erwähnen, weil in den letzten Jahren keine Fortsetzung erschienen war, die ich gebraucht habe oder irgendwie besonders mochte. Auch Das Kanu des Manitu entpuppte sich als eine Fortsetzung, die im Grunde völlig unnötig war. Noch dazu maximal inhaltsleer.

Was Denis Villeneuve mit Blade Runner 2049 geschafft hat, hab ich bisher noch bei keiner Fortsetzung erlebt. Der Film kann für sich alleine stehen, fängt die Atmosphäre des Vorgängers auf einzigartige Weise ein und erzählt eine völlig neue Geschichte, die sich jedoch unkompliziert in das Gesamtkonzept einfügt. Die meisten Fortsetzungen sind nur eine Art Nostalgieschleuder. Schlimm find ich es, wenn die Protagonist:innen nach Jahren aufeinander treffen und dann gibt es so aufgesetzte, herzliche Szenen. Oder Charaktere werden völlig untypisch in Szenen platziert, nur damit sie eine Art „großen Auftritt“ haben.

3. 🧊 Kino, Körper & Queerness im Media Monday #743 🎬🪑🌈

Das Bild zeigt Nam (Phạm Thanh Hải) und Viet (Đào Duy Bảo Định), die nebeneinander in der Umkleide stehen. Das Bild stammt aus dem Film "Việt und Nam" | Media Monday #743
Der Film „Việt und Nam“ erzählt die Geschichte der jungen Bergleute Nam (Phạm Thanh Hải) und Việt (Đào Duy Bảo Định), die sich im Jahr 2001 in Vietnam lieben — Việt und Nam | 2025 ©Salzgeber | Epicmedia Productions
Schwarz-weiß-Werbegrafik mit zwei eng aneinander liegenden Personen, die einander sinnlich berühren. Links steht in großen orangefarbenen Buchstaben „QUEER LOVE STORYS“. Rechts unten befindet sich ein Button mit „SHOP NOW“ sowie das Thalia-Logo.

Es ist nicht so, dass ich an Mainstream Filmen überhaupt kein Interesse mehr hege. Die meisten geben mir aber kaum noch etwas. Mal sehen, ob ich mir kommende Woche irgendwann One Battle After Another ansehen werde. Wobei ich mir noch nicht sicher bin, was mich da erwartet. Aber Leonardo DiCaprio ist mir immer einen Blick wert. Die Lauflänge von 161 Minuten schreckt mich sehr ab. Find es, besonders im Kino, sehr anstrengend so lange Filme zu schauen. Ich kann nicht einfach gehen, kann nicht liegen und bekomme von dem Kinositz meistens Rückenschmerzen. Durch die Fibromyalgie muss ich auch sehr häufig auf die Toilette. Aber zu Trinken sollte ich mir dennoch was mitnehmen. Das habe ich auch öfter mal schleifen lassen, ist aber nicht gesund für mich.

Und wenn im Sommer dann auch noch die Klimaanlage im Kino so hochgedreht ist, ist so ein langer Film schon fast eine Tortur. Mal sehen, vielleicht warte ich doch auf den Stream. Mehr Interesse hätte ich an Việt und Nam gehabt. Leider läuft der Film mal wieder nicht. Das heißt in München hatte er 4 Vorstellungen und ist schon wieder aus dem Programm genommen. Hier in Landshut läuft der gar nicht. Da lief er nicht einmal an. Langsam frag ich mich, ob das damit zusammen hängt, weil der Film queer ist. Honey Don’t ist hier nämlich auch nicht angelaufen. Nicht einmal im Kinoptikum.

4. 🎬 Willem Dafoe: Der Wandlungskünstler

Das Bild zeigt Willem Dafoe (links) und Charlotte Gainsbourg in Lars von Triers "Antichrist" | Media Monday #743
Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe bereiteten sich intensiv auf ihre Rollen vor, unter anderem durch das Studium von Tarkowski-Filmen und weiterer Referenzen, um die psychologischen und emotionalen Dimensionen ihrer Figuren zu verstehen — Antichrist | 2009 ©Pandora Film
Werbebild für EMP Horror-Merch. Eine Person mit Ghostface-Maske aus dem Film Scream steht in einem dunklen, bewaldeten Gebiet. Links im Bild steht der Text: „EMP Horror Merch – Für alle, die das Dunkle lieben. Gruselig, ikonisch, kompromisslos: Mit dem Horror-Merch von EMP tauchst du ein in die Welt der Albträume. Ob Halloween, Saw, Pennywise oder The Nun – hier findest du alles, was dein dunkles Fanherz begehrt. Von limitierten Sammlerfiguren über stylische Shirts bis hin zu Deko für dein persönliches Gruselkabinett.“ Unten rechts befindet sich ein „Shop Now“-Button.

Willem Dafoe hat wirklich einige Qualitäten, die er auch immer wieder ausspielt. Ich muss mir unbedingt noch mehr von seinen Arbeiten ansehen. Lange habe ich auch schon einen Rewatch von Lars von Triers Antichrist im Auge. Hab nur leider verpasst, dass der Film auf einem meiner Streamingdienste verfügbar war und jetzt muss ich warten, bis er irgendwo wieder auftaucht. Allgemein bietet die Filmographie von Willem Dafoe aber eine enorme Vielschichtigkeit. Von Kunstfilm über Komödie, bis hin zu Actionfilmen, Marvel und Horror, ist das alles dabei. Noch dazu ist Willem Dafoe sehr fleißig. Irgendwie kommt gerade jährlich mindestens ein Film mit ihm raus. Und ich feiere das!

5. 🎧 Zwischen Streaming-Komfort und CD-Regal 💿🌐

Ein Holzregal mit sichtbarer Maserung ist an einer weißen Wand montiert. Darin stehen zahlreiche Musik-CDs in ihren Hüllen, die vertikal angeordnet sind. Die Rückseiten zeigen verschiedene Titel und Künstlernamen.
Foto © Rhamely

Großartig, dass es mittlerweile auch Musik zum Streamen gibt. Inzwischen habe ich mich ja doch für Spotify entschieden. Leider hat der Dienst aber nicht alle Songs. Von einem 30 Seconds to Mars Album fehlt ausgerechnet mein Lieblingslied. Auch gibt es keine Unplugged Versionen und ganz wenig alternative Varianten wie Akustik Versionen oder Life Aufnahmen. Auch kleine Produktionen gibt es auf Spotify nicht. Aber naja es gibt auch schlimmeres. Da kann ich dann zu YouTube greifen oder die CD aus dem Regal holen. Dennoch wär es cool alles auf einem Platz zu haben. Man arrangiert sich dann. Das schöne an Spotify ist ja, dass einem die Plattform auch vieles vorschlägt, was man hören wollen würde. Habe dadurch auch einige neue Künstler:innen kennen gelernt.

Nein wir haben keinen Deal mit Spotify nur dort einen Podcast.

6. 📺 Zwischen Walkman und Modem: Stranger Things als generationsübergreifendes Kultphänomen 🎮🕹️🌌

Serien mit übernatürlichen Elementen: Die Gruppe aus Stranger Things steht zusammen und schaut in den Himmel
Über der Kleinstadt Hawkins schwebt eine übernatürliche Macht, der sich eine Gruppe von Jugendlichen und Kindern stellt — Stranger Things | seit 2016 ©Netflix

Die Serie Stranger Things genießt für mich jetzt schon Kultstatus, denn keine Serie der letzten Jahre hat so viele ikonische Charaktere hervorgebracht. Die Serie ist auch nicht ganz meine Jugend, weil ich ein Kind der 90er bin, die Serie aber in den 80ern spielt. Dennoch ist das irgendwie meine Zeit. Manchmal finde ich es schade, dass ich die 80er so ziemlich verpasst habe. Aber in den 90er Jahren gab es auch so einiges, großartiges zu erleben. Die Erfindung des Internets zum Beispiel. Ich denke mit Stranger Things können sich mehrere Generationen verbunden fühlen. Zusätzlich liefert die Serie Charaktere, die einfach dem Alltag entsprungen sind und keine übermäßigen Kräfte haben. Abgesehen von Elfie (Millie Bobby Brown).

7. 🍁 Herbst, Kaffee & kleine Faulheiten im Media Monday #743: Eine Tasse Selbstfürsorge ☕🌿

Passion of Arts Dein Fenster zur Filmkunst. Spendabler Kaffee.

Zuletzt habe ich Kaffee ☕ getrunken und das war gut, weil Kaffee einfach schmeckt! Mir ist am Wochenende der Naturdrink ausgegangen und ja es war Samstag und ich hätte welchen kaufen können. Aber ich war zu faul das Haus zu verlassen. Ich freue mich auf den Herbst, wenn nicht mehr so viele Leute draußen sind und die Hitze mich nicht beinahe umbringt. Auf jeden Fall hab ich den Kaffee gestern schon schwarz getrunken, was auch okay ist. Heute habe ich ein bisschen Ahornsirup in die Tasse getan. Auch nicht schlecht. Hin und wieder variiere ich bei meinem Kaffeegenuss. Honig schmeckt auch im Kaffee. Was aber nie einen Platz findet ist Zucker. Mag ich irgendwie nicht. Meistens trink ich den Kaffee einfach nur mit irgendeinem Pflanzendrink. Außer Soja. Soja schmeckt einfach nicht. Ach ja und Reismilch.

Das war mein Media Monday #743 für diese Woche. Lasst gern einen Kommentar da!


Jetzt seid ihr dran! Der Lückentext des Media Monday #743 für euch:

1. Von all den Reboots und Remakes ____ .

2. ____ist eine unverhofft gelungene Fortsetzung ____ .

3. Es ist nicht so, dass ich ____ .

4. ____ hat wirklich einige Qualitäten, die ____ .

5. Großartig, dass es mittlerweile ____ .

6. ____ genießt für mich jetzt schon Kultstatus ____ .

7. Zuletzt habe ich ____ und das war ____ , weil ____ .


Ein stilvoll gekleideter Mann im Stil der 1940er Jahre trägt einen dunklen Fedora-Hut und einen dreiteiligen Anzug mit Krawatte. Sein Gesichtsausdruck ist ernst und geheimnisvoll, mit einem Schatten, der teilweise über seine Augen fällt. Die Farbgebung des Bildes ist in einem warmen Sepia-Ton gehalten, was den Eindruck eines klassischen Film-Noir-Porträts verstärkt.

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Header Elements – Media Monday #743: © Passion of Arts Design | Foto: Wuthering Heights | 2026 © Warner Bros.

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4 Kommentare

  1. Ich finde auch, dass es nur wenige gelungene Fortsetzungen gibt und nach Jahrzehnten fällt mir auch nur Blade Runner 2049 ein, die wirklich gelungen ist. Am 5. Oktober zeigt ein Kino in meiner nähe den ersten Blade Runner und da freue ich mich schon drauf, weil der zu den Filmen gehört die ich unbedingt mal im Kino sehen möchte. Auf eine Kinoaufführung von 2001-Odyssee im Weltraum warte ich hingegen schon lange.

    Bei William Dafoe sind sich die meisten wohl einig, grandioser Schauspieler. Hat er früher sehr oft den Bösewicht gespielt, scheint er momentan mehr auf die „schrägen“ Charaktere abonniert zu sein, was ich auch Schade finden würde weil es gibt nicht viele Schauspieler*innen die so eine Bandbreite haben.

    1. „2001-Odyssee im Weltraum“ im Kino wäre sicher großartig mit den Bildern, die der Film hat. Aber ich würde mir auch viel lieber „Blade Runner“ ansehen, selbst wenn ich „2001-Odyssee im Weltraum“ mochte. „Blade Runner“ lief ja bei einigen in den Kinos. Leider in meinem nicht. Aber vielleicht habe ich Glück und er ist mal bei „Best of Cinema“ dabei. Dieses Jahr ist die Auswahl ja nicht so interessant irgendwie und letztes Jahr, naja. Aber mal sehen, die zweite Hälfte ist ja noch nicht veröffentlicht.

      Das stimmt. Ich finde Dafoe ist sehr vielschichtig und ich bin gespannt, was ich in seiner Filmographie noch so entdecke. Hoffe auch, dass er nicht so in der schrägen Ecke jetzt fest hängen bleibt. Wobei „Inside“ war gar nicht so schräg.

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