Film

Alice lebt hier nicht mehr

Veröffentlichungsjahr: 1974 | Genres: Drama, Psychodrama, Romanze
Originaltitel: Alice Doesn't Live Here Anymore
Schauspieler: Mia Bendixsen, Ellen Burstyn, Alfred Lutter III, Billy Green Bush, Lelia Goldoni, Ola Moore, Harry Northup, Marty Brinton, Dean Casper, Murray Moston, Harvey Keitel, Lane Bradbury, Diane Ladd, Vic Tayback, Valerie Curtin, Kris Kristofferson, Jodie Foster, David Adams, Thelma Allen, Jackie Bridges, Jefferson Burstyn, Tami Conner, Steve \'Bunker\' de France, Laura Dern, Jan Eddy, Madonna Fercier, Albert J. Gianelloni, Arnold Herzstein, Helen E. Hintz, Walter J. Johnson, Henry Kendrick, Frank Kennedy, Lambert Marks, Duke Robbins, Martin Scorsese, Don Starr, Molly Starr, Tiny Wells, Bob Westmoreland

"Alice lebt hier nicht mehr" ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 1974 unter der Regie von Martin Scorsese nach einem Drehbuch von Robert Getchell, produziert von Audrey Maas und David Susskind.

Im Mittelpunkt steht die mäßig zufriedene Hausfrau Alice Hyatt (Ellen Burstyn), deren Leben sich schlagartig verändert, als ihr Ehemann Donald Hyatt (Billy Green Bush) überraschend stirbt und sie nun allein für sich und ihren Sohn Tommy Hyatt (Alfred Lutter) sorgen muss. Auf der Reise in Richtung ihrer kalifornischen Heimat geraten Mutter und Sohn in eine Kleinstadt, wo Alice zunächst als Sängerin in einer Bar arbeitet und mit Tommy in einem Motel lebt, bevor sie nach einer kurzen, problematischen Beziehung mit dem gewalttätigen Ben Eberhart (Harvey Keitel) weiterzieht.
In Tucson, Arizona, versucht sie einen Neuanfang als Kellnerin in einem stark frequentierten Schnellimbiss, dessen Besitzer Mel (Vic Tayback) den Alltag dort prägt, während ihre Kollegin Flo Castleberry (Diane Ladd) mit ihrer direkten Art für Spannungen sorgt. Gleichzeitig freundet sich Tommy mit der frechen Audrey (Jodie Foster) an, während Alice über den Farmer David (Kris Kristofferson) eine vorsichtige neue Perspektive auf Nähe und Stabilität entwickelt.
Weitere Figuren wie Vera Gorman (Valerie Curtin), Rita Eberhardt (Lane Bradbury) und Bea (Lelia Goldoni) ergänzen das soziale Umfeld, das Alices Suche nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung begleitet.

Der Film gilt als ein frühes, international bedeutendes Werk von Scorsese und verschaffte ihm künstlerische Freiheit für spätere Projekte wie Taxi Driver. Ursprünglich war die Hauptrolle für Diana Ross vorgesehen, später lehnte auch Barbra Streisand die Rolle ab. Auffällig ist die Hommage der Eröffnungsszene an Das zauberhafte Land, während der Film selbst später die Grundlage für die erfolgreiche Serie Alice (in Deutschland Imbiss mit Biß) bildete. Kritisch wurde das Werk als emotional intensives Roadmovie und als ambivalentes Porträt weiblicher Selbstfindung diskutiert, wobei besonders die Leistungen von Ellen Burstyn, Diane Ladd und Jodie Foster hervorgehoben wurden.Roger Ebert etwa lobte "Alice lebt hier nicht mehr" als vielschichtiges, teils schmerzhaftes und zugleich komisches Frauenporträt, während andere Stimmen eine nicht vollständig konsequente Ausarbeitung des Emanzipationsthemas anmerkten.

Auszeichnungen erhielt der Film unter anderem bei den British Academy Film Awards, wo er als Bester Film, für das Beste Drehbuch sowie für die Beste Haupt- und Nebendarstellerin prämiert wurde; bei den Oscars gewann Ellen Burstyn den Preis als Beste Hauptdarstellerin, während der Film zudem für das Beste Originaldrehbuch und Diane Ladd als Beste Nebendarstellerin nominiert war, und er lief außerdem im Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes.

Pressematerial © Warner Bros.
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Robert Getchell
Produzent: Audrey Maas, David Susskind, Sandra Weintraub
Musik: Richard LaSalle
Kamera: Kent L. Wakeford
Schnitt: Marcia Lucas

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