Film

Taxi Driver

Veröffentlichungsjahr: 1976 | Genres: Drama, Krimi, Thriller, Psychodrama, Sozialdrama
Originaltitel: Taxi Driver
Schauspieler: Robert De Niro, Jodie Foster, Cybill Shepherd, Harvey Keitel, Peter Boyle, Albert Brooks, Leonard Harris, Steven Prince, Harry Northup, Norman Matlock, Joe Spinell, Victor Argo, Martin Scorsese, Diahnne Abbott, Gino Ardito, Garth Avery, Harry Cohn, Copper Cunningham, Brenda Dickson, Harry Fischler, Nat Grant, Richard Higgs, Beau Kayser, Victor Magnotta, Bob Maroff, Bill Minkin, Murray Moston, Gene Palma, Harlan Cary Poe, Peter Savage, Nicholas Shields, Ralph S. Singleton, Maria Turner, Robin Utt, Tommy Ardolino, Joseph Bergmann, Robert P. Cohen, David Daniel, William Donovan, Lionel Douglass, Jean Elliott, Annie Gagen, Trent Gough, Carson Grant, Mary-Pat Green, Robert John Keiber, James Mapes, Debbi Morgan, David Nichols, Antone Pagán, Billie Perkins, Michael Phillips, Catherine Scorsese, Charles Scorsese, Frankie Verroca

"Taxi Driver" ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 1976, inszeniert von Martin Scorsese und geschrieben von Paul Schrader, das zu den einflussreichsten Werken des amerikanischen Kinos zählt. Im Mittelpunkt steht der vereinsamte New Yorker Taxifahrer Travis Bickle (Robert De Niro), ein ehemaliger Marine, der unter Schlafstörungen leidet und deshalb vor allem nachts arbeitet. Während er durch die heruntergekommenen Straßen der Stadt fährt, begegnet er Kriminalität, Gewalt und Menschen, die er als „Abschaum“ empfindet. In seinem Tagebuch hält er seine zunehmende Abscheu gegenüber der Großstadt fest, besucht Pornokinos und driftet immer weiter in Isolation und innere Unruhe ab.

Travis’ Leben verändert sich, als er die Wahlkampfhelferin Betsy (Cybill Shepherd) entdeckt, deren Ruhe und Eleganz für ihn einen Gegenpol zu seinem eigenen Chaos darstellen. Er versucht, mit ihr in Kontakt zu treten, doch seine Unsicherheit und sein fehlendes Gespür für soziale Signale machen jede Annäherung schwierig. Gleichzeitig begegnet er der jungen Iris Steensma (Jodie Foster), die unter dem Einfluss ihres Zuhälters Matthew „Sport“ Higgins (Harvey Keitel) steht. In ihr sieht Travis jemanden, der in einer Welt gefangen ist, die er als besonders zerstörerisch empfindet, und er steigert sich in den Gedanken hinein, sie beschützen zu müssen.

Während seiner nächtlichen Fahrten trifft Travis auf die unterschiedlichsten Menschen – Taxikollegen wie Wizard (Peter Boyle), zwielichtige Gestalten, politische Unterstützende und Passanten, darunter ein Fahrgast, gespielt von Martin Scorsese selbst. Je länger er unterwegs ist, desto stärker verdichtet sich in ihm das Gefühl, dass die Stadt in einem moralischen Verfall versinkt. Seine Wahrnehmung wird zunehmend von Einsamkeit, Frustration und dem Wunsch geprägt, irgendeine Form von Bedeutung oder Aufgabe zu finden. Aus dieser inneren Spannung heraus entwickelt sich in ihm eine gefährliche Fixierung darauf, die Welt um sich herum auf seine eigene Weise „in Ordnung bringen“ zu wollen – ein Gedanke, der ihn immer weiter von der Realität entfernt.

Der Film ist geprägt von Bernard Herrmanns letzter Filmmusik, die kurz nach Abschluss der Aufnahmen zu seinem Tod entstand und dem Werk eine unverwechselbare Atmosphäre verleiht. Die Entstehungsgeschichte ist eng mit autobiografischen Elementen Schraders verbunden, während De Niro als Method Actor zur Vorbereitung selbst Taxi fuhr und Schraders Kleidung trug. Jodie Foster wurde aufgrund ihres Alters in expliziten Szenen durch ihre ältere Schwester Constance gedoubelt. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in New York City, darunter die 57th Street, die Belmore Cafeteria und ein Stundenhotel im East Village.


„Taxi Driver“ löste aufgrund seiner moralischen Ambivalenz und seiner Darstellung psychischer Abgründe intensive Diskussionen aus und gilt heute als zeitloser Klassiker. Kritiker wie Roger Ebert lobten die analytische Präzision, mit der Scorsese die innere Zerrissenheit seiner Hauptfigur zeigt. Der Film wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit der Goldenen Palme in Cannes, und erhielt zahlreiche Oscar- und BAFTA-Nominierungen. Er beeinflusste Musik, Popkultur und Subkulturen – etwa durch Travis’ ikonischen Irokesenschnitt oder das berühmte improvisierte Zitat „You talkin’ to me?“, das zu einem der bekanntesten Filmzitate der Geschichte wurde. Auch in der Punk- und Hardcore-Szene hinterließ der Film Spuren, etwa durch Samples und Songreferenzen von Bands wie The Clash, Rancid oder Agnostic Front.

Die Wirkung des Films reicht bis in reale Ereignisse hinein, etwa das Attentat von John Hinckley Jr. auf Ronald Reagan, das von einer Obsession mit Jodie Foster und dem Film beeinflusst war. Bis heute gilt „Taxi Driver“ als Meilenstein des New Hollywood, als psychologisches Porträt eines Mannes, der zwischen Einsamkeit, Wut und dem Wunsch nach Bedeutung zerrieben wird, und als Werk, das die Grenzen zwischen Heldentum und Gewalt infrage stellt.

Pressematerial © Columbia Pictures 
Trailer © Sony
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Paul Schrader
Produzent: Michael Phillips, Julia Phillips, Phillip M. Goldfarb
Musik: Bernard Herrmann
Kamera: Michael Chapman
Schnitt: Tom Rolf, Melvin Shapiro

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