Film

Zombie 2 - Day of the Dead

Veröffentlichungsjahr: 1985 | Genres: Horror, Science-Fiction, Endzeitfilm, Zombiefilm, Splatter, Gore
Originaltitel: Day of the Dead
Schauspieler: Lori Cardille, Terry Alexander, Joseph Pilato, Jarlath Conroy, Anthony Dileo Jr., Richard Liberty, Sherman Howard, Gary Howard Klar, Ralph Marrero, John Amplas, Phillip G. Kellams, Taso N. Stavrakis, Greg Nicotero, Don Brockett, William Cameron, Deborah Carter, Winnie Flynn, Debra Gordon, Jeff Hogan, Barbara Holmes, David Kindlon, Bruce Kirkpatrick, „Wild Bill“ Laczko, Susan Martinelli, Kim Maxwell, Barbara Russell, Gene A. Saraceni, John D. Schwartz, Mark Tierno, Mike Trcic, John Vulich, Joe Abeln, Terry Adams, Mike Ancas, Al Anderson, Tom Ardolino, Vini Bancalari, David Barckhoff, Gabriel Bartalos, Matt Bartlett, Wayne Bartley, Howard Berger, J. R. Bookwalter, Tom Brown, Geoff Burkman, Everett Burrell, Adolph Caesar, Frank Caputo, Mary Caputo, Glenn Charbonneau, Mark J. Coyne, Michael Deak, Delilah, George Demick, Mark Dodson, Enid Earle, Billy Elmer, Donald Farmer, Dave Figore, Paul Gagne, David Granati, Hermie Granati, Joey Granati, Rick Granati, Bryan Gregory, Barry Gress, Peter Iasillo Jr., Gary Jones, Ken Keisel, Walter Krayvo, Daniel Krell, Ed Lammi, Ralph Langer, Annie Loeffler, Pat Logan, David Long, Bill Love, Kathy Love, Al Magliochetti, Modern Man, Robert Martin, Mike Metoff, Akram Midani, Watfa Midani, Jeff Monahan, Jim O’Rear, Skot Pierson, Michael „D.O.C.“ Porter, James Rogal, George A. Romero, Joe Savini, Joey Spampinato, Sputzy Sparacino, C. T. Steele, Mark Steensland, Eileen Sieff Stroup, Vincent D. Survinski, Michael J. Tomaso, James Wetzel, Roy Wetzel

Zombie 2 - Day of the Dead ist ein US-amerikanischer Splatterfilm aus dem Jahr 1985, bei dem George A. Romero sowohl das Drehbuch schrieb als auch Regie führte. Der Film ist der dritte Teil von Romeros Living-Dead-Filmreihe, auch wenn er früher unter dem Verleihtitel Zombie 2 bekannt war. Im Vergleich zu seinen Vorgängern zeichnet sich der Film durch eine besonders düstere Atmosphäre, explizite Gewaltdarstellungen und eine pessimistische Sicht auf das Verhalten der Menschen in einer ausweglos erscheinenden Situation aus.


Die Menschheit steht offenbar vor ihrem Untergang: In den Städten treiben menschenfressende Untote ihr Unwesen, während eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Militärangehörigen in einem unterirdischen Bunker in Florida Schutz gefunden hat. Die Wissenschaftler Sarah (Lori Cardille), Dr. Matthew Logan (Richard Liberty) und Ted Fisher (John Amplas) suchen nach einer Möglichkeit, die Zombies zu erforschen und einen Ausweg aus der Katastrophe zu finden. Das Militär unter der Führung von Captain Henry Rhodes (Joseph Pilato) soll sie beschützen und mit neuen Untersuchungsobjekten versorgen.
Während der Pilot John (Terry Alexander) und der Funker William „Bill“ McDermott (Jarlath Conroy) mit einem Hubschrauber nach weiteren Überlebenden suchen, verschärfen sich im Bunker die Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppen. Gegenseitiges Misstrauen, persönliche Konflikte und unterschiedliche Vorstellungen über das weitere Vorgehen gefährden zunehmend die Zusammenarbeit. Gleichzeitig verfolgt Dr. Logan eine umstrittene Theorie, nach der sich Zombies durch Erziehung und Prägung kontrollieren lassen könnten.


Day of the Dead setzt die von George A. Romero begonnene Living-Dead-Filmreihe fort und schlägt im Vergleich zum Vorgänger Dawn of the Dead einen deutlich düstereren Ton an. Während der vorherige Film noch satirische Spitzen gegen die Konsumgesellschaft enthielt, verzichtet Romero hier weitgehend auf komische Elemente. Stattdessen rückt er eine pessimistische Betrachtung menschlichen Verhaltens in den Mittelpunkt. Der abgeschottete Bunker wird zum Schauplatz eines gesellschaftlichen Mikrokosmos, in dem Misstrauen, Machtkämpfe und mangelnde Zusammenarbeit die Überlebenschancen aller Beteiligten gefährden. Die Menschen scheinen sich durch ihre Konflikte zunehmend selbst zu zerstören. Dieses Thema knüpft an die gesellschaftspessimistische Grundhaltung des ersten Films der Reihe, Night of the Living Dead, an und wird in Day of the Dead besonders deutlich. Im späteren vierten Teil, Land of the Dead, griff Romero diese Thematik erneut auf.
Die Produktion war von Auseinandersetzungen über die Darstellung von Gewalt geprägt. Romero weigerte sich, auf die von den Investoren unerwünschten, besonders expliziten Gewaltszenen zu verzichten, um eine R-Rating-Freigabe zu erreichen. In der Folge erhielt der Film nur die Hälfte des ursprünglich vorgesehenen Budgets von sieben Millionen US-Dollar. Außerdem musste das Drehbuch deutlich vereinfacht werden. Eine ältere, aufwendigere Fassung des Drehbuchs wurde später auf einer eigens dafür eingerichteten Website zugänglich gemacht.


Auch die Rezeption des Films fiel zunächst verhalten aus. Kritiker bewerteten Day of the Dead bei seiner Veröffentlichung überwiegend negativ, und auch kommerziell blieb der Film erfolglos. Zu den häufig genannten Kritikpunkten gehörten das übertriebene Schauspiel und das Fehlen einer Figur, mit der sich das Publikum identifizieren könne. Anerkennung erhielten dagegen insbesondere die Make-up- und Spezialeffekte von Tom Savini und Greg Nicotero. Für Nicotero, der später in diesem Bereich bekannt wurde, markierte der Film den Beginn seiner Karriere. Während Day of the Dead im Vergleich zu den beiden vorherigen Filmen der Reihe zunächst rasch in Vergessenheit geriet, bezeichnete die Zeitschrift TV Spielfilm ihn als „intelligentes, deftiges Genre-Meisterstück“. Die angegebenen Bewertungen liegen bei 83 Prozent auf Rotten Tomatoes und 60 von 100 Punkten bei Metacritic.
Auch bei Auszeichnungen wurde die Arbeit am Film gewürdigt. Lori Cardille erhielt 1985 beim Catalonian International Film Festival im spanischen Sitges für ihre Darstellung die Auszeichnung Caixa de Catalunya als beste Hauptdarstellerin. Tom Savini wurde 1986 von der amerikanischen Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Films mit dem Saturn Award in der Kategorie „Bestes Make-up“ ausgezeichnet.


Besonders umfangreich ist die Zensurgeschichte des Films. Aufgrund seiner expliziten Gewaltdarstellungen war Day of the Dead seit seiner Veröffentlichung wiederholt von Zensurmaßnahmen betroffen. In Deutschland kam er sowohl im Kino als auch auf Video zunächst nur in stark gekürzten Fassungen heraus. Trotz der Kürzungen wurde die Videofassung beschlagnahmt. Später erschienen über einschlägige Untergrundlabels verschiedene unzensierte Versionen. Daneben waren stärker gekürzte Fassungen erhältlich, die eine Freigabe ab 16 Jahren hatten. In den USA wurde der Film 2003 in einer ungeschnittenen und remasterten Fassung erneut veröffentlicht.
Im Jahr 2022 wurde die unzensierte Originalversion auf dem Kultursender Arte ausgestrahlt. Die wieder eingefügten Szenen waren dabei deutlich an ihrer schlechteren Bild- und Tonqualität sowie teilweise fehlenden Synchronisation zu erkennen. Die Ausstrahlung wurde später als rechtlich problematisch eingestuft, und der Film wurde aus der Mediathek entfernt. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden leitete daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der Gewaltdarstellung und eines Verstoßes gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ein. Das Verfahren wurde noch im selben Jahr eingestellt, da die Ermittlungen den Verdacht entkräftet hätten und deutsches Strafrecht aufgrund des Sitzes des Senders in Frankreich nicht anwendbar sei. Im Jahr 2026 wurden die Beschlagnahme und die Indizierung aufgehoben; die ungeschnittene Fassung erhielt eine Freigabe ab 18 Jahren.


Neben dem Original entstanden mehrere weitere Werke mit demselben Titel beziehungsweise Bezug zur Filmreihe. 2008 wurde eine Neuverfilmung von Day of the Dead veröffentlicht, 2018 folgte Day of the Dead: Bloodline. Im Jahr 2021 erschien außerdem eine zehnteilige Miniserie mit dem Titel Day of the Dead, die auf dem Sender Syfy lief.


Pressematerial © Cinestrange Extreme | UCM.ONE | 24 Bilder
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: George A. Romero
Drehbuch: George A. Romero
Produzent: Richard P. Rubinstein, Salah M. Hassanein, David Ball, Ed Lammi
Musik: John Harrison
Kamera: Michael Gornick
Schnitt: Pasquale Buba

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