Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers
Veröffentlichungsjahr: 1984 | Genres: Abenteuer, Drama, Coming of Age, Literaturverfilmung, Roadmovie, Buddy-Movie
Originaltitel: Stand by Me
Schauspieler: Wil Wheaton, River Phoenix, Corey Feldman, Jerry O\\\'Connell, Kiefer Sutherland, Casey Siemaszko, Gary Riley, Bradley Gregg, Jason Oliver Lipsett, Marshall Bell, Frances Lee McCain, Bruce Kirby, William Bronder, Scott Beach, Richard Dreyfuss, John Cusack, Madeleine Swift, Popeye, Chopper, Geanette Bobst, Art Burke, Matt Williams, Andy Lindberg, Dick Durock, O.B. Babbs, Charlie Owens, Kenneth Hodges, John Hodges, Susan Thorpe, Korey Scott Pollard, Rick Elliott, Kent W. Luttrell, Chance Quinn, Jason Naylor, David Dukes, Sky Siewierski
Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers ist ein US‑amerikanischer Coming‑of‑Age‑ und Abenteuerfilm aus dem Jahr 1986 unter der Regie von Rob Reiner. Das Drehbuch stammt von Bruce A. Evans und Raynold Gideon, die den Stoff nach Stephen Kings Erzählung Die Leiche adaptierten. Produziert wurde der Film von Bruce A. Evans, Raynold Gideon und Andrew Scheinman, die Musik komponierte Jack Nitzsche, während Thomas Del Ruth für die Kamera und Robert Leighton für den Schnitt verantwortlich waren. Der Film spielt im Jahr 1959 in der fiktiven Kleinstadt Castle Rock in Oregon und erzählt die Geschichte von vier Jungen, deren Freundschaft und gemeinsames Abenteuer sie nachhaltig prägt.
Die Handlung wird aus der Perspektive des erwachsenen Gordon „Gordie“ Lachance (Richard Dreyfuss) erzählt, der sich an einen Sommer seiner Kindheit erinnert. Als Zwölfjähriger (Wil Wheaton) war Gordie Teil einer engen Freundesgruppe, zu der auch Chris Chambers (River Phoenix), Teddy Duchamp (Corey Feldman) und Vern Tessio (Jerry O’Connell) gehörten. Die Jungen erfahren, dass ein vermisster Junge namens Ray Brower tot in der Nähe einer Bahnstrecke liegen soll und beschließen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um den Fundort zu erreichen. Was als aufregende Mutprobe beginnt, entwickelt sich zu einer zweitägigen Wanderung, die sie durch Wälder, über Bahngleise und an ihre eigenen Grenzen führt. Unterwegs begegnen sie Hindernissen, die sowohl körperlich als auch emotional herausfordernd sind, und sprechen offen über ihre Ängste, familiären Belastungen und Zukunftswünsche.
Gordie kämpft mit dem Gefühl, von seinen Eltern übersehen zu werden, besonders seit dem Tod seines Bruders Denny (John Cusack). Chris, der aus einer in der Kleinstadt verrufenen Familie stammt, zweifelt an seinem eigenen Wert und daran, ob er seinem Umfeld jemals entkommen kann. Teddy, geprägt von seinem traumatisierten Vater, schwankt zwischen Mut und Selbstzerstörung, während Vern oft mit seiner Angst und Unsicherheit ringt. Die Reise wird für alle vier zu einem Moment des Erwachsenwerdens, in dem sie lernen, einander zu vertrauen und sich selbst besser zu verstehen.
Parallel dazu erfährt das Publikum, dass die älteren Jugendlichen der Stadt – darunter der einschüchternde Ace Merrill (Kiefer Sutherland), Billy Tessio (Casey Siemaszko), Charlie Hogan (Gary Riley) und Richard „Eyeball“ Chambers (Bradley Gregg) – ebenfalls von der Leiche wissen und sich auf den Weg machen. Weitere Figuren, die das Bild der Kleinstadt abrunden, sind unter anderem Vince Desjardins (Jason Oliver), Mr. Lachance (Marshall Bell), Mrs. Lachance (Frances Lee McCain), der Lebensmittelhändler (Bruce Kirby), der Schrotthändler Milo Pressman (William Bronder), Bürgermeister Grundy (Scott Beach) und Lardass Hogan (Andy Lindberg).
Der Film wurde überwiegend in Oregon gedreht, unter anderem in Brownsville, das als Castle Rock diente, sowie an Bahnstrecken der Oregon, Pacific and Eastern Railway und der McCloud Railway. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 1985 statt und nutzten reale Schauplätze, darunter die ikonische Brücke über den Lake Britton. Ursprünglich sollte der Film wie die Vorlage The Body heißen, doch Columbia Pictures entschied sich für den Titel Stand by Me, inspiriert vom gleichnamigen Lied von Ben E. King, das im Abspann zu hören ist.
Der Film wurde nach seiner Veröffentlichung ein großer Erfolg, spielte über 52 Millionen US‑Dollar ein und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen, darunter Golden‑Globe‑Nominierungen für den besten Film – Drama und die beste Regie sowie eine Oscar‑Nominierung für das beste adaptierte Drehbuch. Kritiker lobten besonders die sensible Darstellung jugendlicher Freundschaft, die starken Jungdarsteller und die atmosphärische Inszenierung. Stephen King selbst bezeichnete den Film später als eine der gelungensten Verfilmungen seiner Werke.
Auch popkulturell hinterließ Stand by Me Spuren: Der Film wird in Serien wie Family Guy, The Simpsons, Stranger Things und Spielen wie Life Is Strange zitiert oder parodiert. Der Soundtrack, geprägt von Doo‑Wop‑ und Rock’n’Roll‑Titeln der 1950er‑Jahre, wurde ebenfalls populär und trug zur nostalgischen Wirkung des Films bei.
Pressematerial © Columbia Pictures
Trailer © Sony Pictures Entertainment
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Rob Reiner
Drehbuch: Bruce A. Evans, Raynold Gideon, Stephen King (Vorlage)
Produzent: Bruce A. Evans, Raynold Gideon, Andrew Scheinman
Musik: Jack Nitzsche
Kamera: Thomas Del Ruth
Schnitt: Robert Leighton