Film

Passengers

Veröffentlichungsjahr: 2016 | Genres: Drama, Liebesfilm, Science-Fiction, Dark Romance
Originaltitel: Passengers
Schauspieler: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne, Andy Garcia, Vince Foster, Kara Flowers, Conor Brophy, Julee Cerda, Aurora Perrineau, Lauren Farmer, Emerald Mayne, Kristin Brock, Tom Ferrari, Quansae Rutledge, Desmond Reid, Emma Clarke, Chris Edgerly, Fred Melamed, Matt Corboy, Zeus Mendoza, Alpha Takahashi, Matthew Wolf, Jean-Michel Richaud, Jon Spaihts, Curtis Grecco, Joy Spears, Steph Allen, Kimberly Battista, Nazanin Boniadi, Marie Burke, Lindsey Elizabeth, Ana Gray, Kenneth Jones, Inder Kumar, Ashley Lambert, Robert Larriviere, Shelby Taylor Mullins, Jeff Olsen, Kelli Pardo, Kayla Jenee Radomski, Jamie Soricelli, Ivana Vitomir

"Passengers" ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2016 unter der Regie von Morten Tyldum, der eine romantische Geschichte mit existenziellen Fragen über Einsamkeit, Moral und menschliche Nähe im All verbindet. In den Hauptrollen sind Jim Preston (Chris Pratt) und Aurora Lane (Jennifer Lawrence) zu sehen, unterstützt von Arthur (Michael Sheen), einem androiden Barkeeper, sowie Gus Mancuso (Laurence Fishburne), einem Mitglied der Crew. Der Film kam Ende 2016 in die US-amerikanischen und Anfang 2017 in die deutschen Kinos und erhielt bei der Oscarverleihung 2017 zwei Nominierungen, unter anderem für die Filmmusik von Thomas Newman und das Szenenbild.

Die Handlung spielt im 24. Jahrhundert und begleitet das Raumschiff Avalon, das mit rund 5000 Passagieren im Hyperschlaf auf dem Weg zur Kolonie Homestead II ist. Die Reise soll insgesamt 120 Jahre dauern und verläuft zunächst vollautomatisch. Nach einer Kollision mit einem Asteroiden kommt es jedoch zu einer folgenschweren Fehlfunktion: Jim Preston (Chris Pratt) erwacht viel zu früh aus seinem Schlaf. Schnell wird ihm klar, dass er die Reise allein nicht überleben wird und dass es keine Möglichkeit gibt, wieder in den Hyperschlaf zurückzukehren oder rechtzeitig Hilfe zu erhalten. Isoliert in der Weite des Alls versucht er, sich mit seinem Schicksal zu arrangieren, nutzt die luxuriöse Ausstattung des Schiffes und findet in Arthur (Michael Sheen) einen Gesprächspartner, der jedoch nur begrenzt menschliche Nähe ersetzen kann.

Die Einsamkeit beginnt zunehmend an Jim zu nagen, bis er schließlich auf die Schlafkapsel der Journalistin Aurora Lane (Jennifer Lawrence) stößt. Fasziniert von ihrer Persönlichkeit entwickelt er eine emotionale Bindung zu ihr und trifft eine folgenschwere Entscheidung, die auch ihr Leben unwiderruflich verändert. Aurora erwacht daraufhin ebenfalls und findet sich in derselben ausweglosen Situation wieder. Zwischen den beiden entsteht eine Beziehung, die von Hoffnung, Nähe und dem Versuch geprägt ist, mit ihrem Schicksal umzugehen – doch als verborgene Wahrheiten ans Licht kommen, gerät dieses fragile Gleichgewicht ins Wanken.

Parallel dazu häufen sich technische Störungen an Bord der Avalon. Systeme beginnen auszufallen, künstliche Schwerkraft setzt zeitweise aus, und lebensbedrohliche Situationen entstehen. Als schließlich auch Gus Mancuso (Laurence Fishburne) unerwartet erwacht, erkennen sie, dass hinter den Fehlfunktionen ein größeres Problem steckt, das das gesamte Schiff und alle Passagiere gefährdet. Gemeinsam versuchen sie, die Ursache zu finden und die Katastrophe abzuwenden, während persönliche Konflikte weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Die Produktion des Films reicht weit zurück: Das Drehbuch von Jon Spaihts kursierte bereits seit 2007 und stand auf der sogenannten „Blacklist“ der besten unverfilmten Skripte, bevor es schließlich fast ein Jahrzehnt später realisiert wurde. Gedreht wurde überwiegend in den Pinewood Studios in Atlanta, wo rund 45 aufwendig gestaltete Sets entstanden. Das Design des Raumschiffs Avalon orientierte sich unter anderem an Kreuzfahrtschiffen, luxuriösen Hotels und Konzepten der NASA, wobei die opulente Ausstattung bewusst im Kontrast zur Einsamkeit der Figuren steht. Besonders auffällig ist die Bar im Art-déco-Stil, die visuell von Stanley Kubricks „The Shining“ inspiriert wurde. Auch einzelne Szenen, wie die schwerelose Pool-Sequenz, wurden mit großem technischem Aufwand umgesetzt und orientieren sich in ihrer Ästhetik an klassischen Kunstwerken wie „Ophelia“ von John Everett Millais.

Die Filmmusik stammt von Thomas Newman und unterstreicht die melancholische und zugleich hoffnungsvolle Stimmung des Films. Ergänzt wird sie unter anderem durch den Song „Levitate“ von Imagine Dragons. Trotz gemischter Kritiken, die vor allem die narrative Entwicklung und den Umgang mit moralischen Fragen diskutierten, wurde der Film für seine visuelle Gestaltung, das Produktionsdesign und die Atmosphäre gelobt. Auch kommerziell war Passengers erfolgreich und spielte weltweit über 300 Millionen US-Dollar ein.

Insgesamt verbindet Passengers eine intime, fast kammerspielartige Geschichte über zwei Menschen mit einem groß angelegten Science-Fiction-Szenario. Der Film lebt dabei nicht nur von seiner beeindruckenden Optik, sondern vor allem von den Fragen, die er stellt: über Entscheidungen, Verantwortung und darüber, was es bedeutet, in einer scheinbar grenzenlosen Leere nicht allein sein zu wollen.

Pressematerial © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
Trailer © Sony Pictures Entertainment 
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Morten Tyldum
Drehbuch: Jon Spaihts
Produzent: Greg Basser, Greg Baxter, Bruce Berman, Ben Browning, Stephen Hamel, David B. Householter, Michael Maher, Ori Marmur, Neal H. Moritz, Jon Spaihts, Lynwood Spinks, Ben Waisbren
Musik: Thomas Newman
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Maryann Brandon

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