Into the Wild
Veröffentlichungsjahr: 2007 | Genres: Abenteuer, Dokumentation, Drama, Coming of Age, Biopic, Survival-Thriller, Roadmovie, Travel, Tragödie
Originaltitel: Into the Wild
Schauspieler: Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, William Hurt, Jena Malone, Brian H. Dierker, Catherine Keener, Vince Vaughn, Kristen Stewart, Hal Holbrook, Jim Gallien, Malinda McCollum, Paul Knauls, Zach Galifianakis, Craig Mutsch, Jim Beidler, John Decker, John Hofer, Jerry Hofer, Terry Waldner, Robin Mathews, Candice Campos, Steven Wiig, Thure Lindhardt, Signe Egholm Olsen, Floyd Wall, Bryce Walters, Jim Davis, Cheryl Francis Harrington, R. D. Call, Haley Ramm, Merritt Wever, Everett \'Insane Wayne\' Smith, John Jabaley, Leonard Knight, Matt Contreras, Denise Sitton, Bart the Bear, Sharon Olds, Carine McCandless, Dan Burch, Doug Cartwright, Joe Dustin, Golbon Eghtedari, Alvin Ellie, Caroline Gelabert, Geri Gilmore, Paul Haasch, Aaron Wayne Hill, Timothy Levine, Mad Martian, Parris Mosteller, Jenna Romero, Rocky Self, J. Nathan Simmons, Susan Spencer, Haley Sweet, Edward Tubbs
Into the Wild ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2007, inszeniert von Sean Penn, der auch das Drehbuch schrieb und dabei auf der gleichnamigen Reportage von Jon Krakauer aufbaut. Der Film erzählt die wahre Geschichte von Christopher McCandless (Emile Hirsch), einem jungen Mann aus wohlhabendem Elternhaus, der nach seinem Collegeabschluss beschließt, sein bisheriges Leben radikal hinter sich zu lassen. Er spendet sein gesamtes Erspartes, trennt sich von Besitz und Identität, nimmt den Namen „Alexander Supertramp“ an und begibt sich auf eine zweijährige Reise quer durch die Vereinigten Staaten, die ihn schließlich in die Wildnis Alaskas führt. Die Erzählstruktur ist nicht linear: Rückblenden zeigen sein schwieriges Verhältnis zu seinen Eltern Billie (Marcia Gay Harden) und Walt McCandless (William Hurt) sowie die enge Bindung zu seiner Schwester Carine (Jena Malone). Immer wieder werden seine Tagebuchnotizen eingeblendet, die seine Suche nach Freiheit, Sinn und Selbstbestimmung spiegeln.
Auf seinem Weg begegnet Chris verschiedenen Menschen, die ihn prägen und ihm alternative Lebensentwürfe vor Augen führen: dem Farmer Wayne Westerberg (Vince Vaughn), dem Hippiepaar Rainey (Brian Dierker) und Jan Burres (Catherine Keener), der jungen Musikerin Tracy Tatro (Kristen Stewart) und dem älteren Veteranen Ron Franz (Hal Holbrook). Er jobbt, trampt, lebt zeitweise obdachlos, paddelt den Colorado River bis nach Mexiko und reist auf Güterzügen durch den Westen der USA. Viele der Menschen, die er trifft, bieten ihm Nähe, Gemeinschaft oder sogar familiäre Bindung an, doch Chris lehnt all dies ab, weil er glaubt, sein Glück nur in radikaler Unabhängigkeit und Einsamkeit finden zu können.
Schließlich erreicht er Alaska und zieht sich in die abgelegene Wildnis nahe des Denali-Nationalparks zurück, wo er in einem verlassenen Linienbus – dem später berühmten „Magic Bus“ – lebt. Dort versucht er, sich allein durchzuschlagen und ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Doch die Herausforderungen der Umgebung, die Härte des Klimas und die Grenzen seiner eigenen Vorbereitung stellen ihn vor immer größere Schwierigkeiten.
Die Produktion wurde von Art Linson, Sean Penn und William Pohlad getragen, die Musik stammt von Michael Brook, Kaki King und Eddie Vedder, dessen Songs maßgeblich zur Atmosphäre des Films beitragen. Die Kamera führte Éric Gautier, der Schnitt lag bei Jay Lash Cassidy. Neben den Hauptrollen treten weitere Darstellende wie Mads (Thure Lindhardt), Sonja (Signe Egholm Olsen), Lori (Merritt Wever) und ein Polizist (R. D. Call) auf. Der Film wurde international gefeiert, vielfach ausgezeichnet und unter anderem für einen Oscar nominiert.
Kritiken betonen seine Mischung aus philosophischer Reflexion, Naturbildsprache und emotionaler Intensität, wobei einige Rezensent*innen die Nähe zur literarischen Vorlage hervorheben und andere die romantisierte Sicht auf den Protagonisten kritisch einordnen. Into the Wild gilt bis heute als eindrucksvolle filmische Auseinandersetzung mit Freiheit, Selbstfindung und den Grenzen des Individualismus.
Pressematerial © TOBIS Films
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Sean Penn
Drehbuch: Sean Penn, Jon Krakauer (Reportagevorlage)
Produzent: David Blocker, Frank Hildebrand, John J. Kelly, Art Linson, Sean Penn, Bill Pohlad
Musik: Michael Brook, Kaki King, Eddie Vedder
Kamera: Eric Gautier
Schnitt: Jay Cassidy