Film

I'm Thinking of Ending Things

Veröffentlichungsjahr: 2020 | Genres: Drama, Thriller, Literaturverfilmung, Psychothriller, Mystery, Psychodrama, Psychologischer Horror
Originaltitel: I'm Thinking of Ending Things
Schauspieler: Jesse Plemons, Jessie Buckley, Toni Collette, David Thewlis, Guy Boyd, Hadley Robinson, Gus Birney, Abby Quinn, Colby Minifie, Anthony Robert Grasso, Teddy Coluca, Jason Ralph, Oliver Platt, Frederick Wodin, Ryan Steele, Unity Phelan, Norman Aaronson, Ashlyn Alessi, Monica Ayres, Varvara Cardenas, DJ Nino Carta, Julie Chateauvert, Vanessa Cheatham, Sebastian Deerkop, Liggera Edmonds-Allen, Brooke Elardo, Austin Ferris, James Glorioso Jr., Thomas Hatz, Katie Lynn Johnson, Dannielle Rose, Kamran Saliani, Albert Skowronski, Ira Temchin

"I’m Thinking of Ending Things" ist ein amerikanischer Film aus dem Jahr 2020 von Charlie Kaufman nach dem gleichnamigen Roman von Iain Reid (auf Deutsch unter dem Titel The Ending). Der Film erzählt von der winterlichen Fahrt eines jungen Paares zu den Eltern des Mannes, die zunehmend ins Surreale kippt, begleitet von zahlreichen kulturellen Anspielungen und der inneren Stimme der Frau, die darüber nachdenkt, Schluss zu machen. Die junge Frau (Jessie Buckley) erwägt seit Tagen, ihre Beziehung mit Jake (Jesse Plemons) zu beenden, obwohl sie gerade einmal sieben Wochen zusammen sind. Trotz dieser Gedanken fährt sie mit ihm aufs Land, um seine Eltern kennenzulernen. Die winterliche Landschaft und der Schneefall begleiten ihre Fahrt und verstärken ihre innere Anspannung. Immer wieder wird die Szenerie von einem alten, einsamen Hausmeister (Guy Boyd) unterbrochen, der mit der Angst aufwacht, dass der entscheidende Moment gekommen sei.

Regie führte Charlie Kaufman, der auch das Drehbuch gemeinsam mit Iain Reid schrieb. Produziert wurde der Film von Stefanie Azpiazu, Anthony Bregman, Charlie Kaufman und Robert Salerno, die Musik stammt von Jay Wadley, die Kameraarbeit von Łukasz Żal und den Schnitt übernahm Robert Frazen. Kaufman, der zuvor für das Drehbuch von Being John Malkovich und Eternal Sunshine of the Spotless Mind gefeiert wurde, sah die Verfilmung des Romans als Chance, eine Traumwelt und die psychologische Innenwelt einer Figur auf der Leinwand zu erkunden. Dabei nahm er sich gegenüber der Vorlage zahlreiche Freiheiten, insbesondere in der visuellen Umsetzung der Farm, der Schul-Szenen und der Integration des Musicals Oklahoma!. Die Dreharbeiten waren herausfordernd, da nur 24 Tage zur Verfügung standen, das Wetter entscheidend war und intensive Szenen selten mehr als drei Takes erlaubten (Jessie Buckley).

Die Buchvorlage deutet bereits die Identität von Jake und dem alten Hausmeister als dieselbe Person an, sodass die Gedanken des „Schluss machen“ sich auf den alten Mann beziehen, der ein einsames Leben beendet. Kaufmans Film belässt die Auflösung subtil, doch zahlreiche Hinweise – Kindheitsfotos, Schuluniformen, Erinnerungen an das Musical und Jakes Wutausbruch – lassen diese Interpretation zu. Die junge Frau (Jessie Buckley) wird nicht als reine Einbildung dargestellt, sondern erhält Eigenständigkeit, wodurch die Beziehung und die psychologische Spannung zwischen ihr und Jake (Jesse Plemons) sichtbar werden. Zahlreiche kulturelle Referenzen, etwa auf Wordsworth, Blakelock, Goethe oder Cassavetes, spiegeln die Psyche von Jake wider. Die Einbindung von Oklahoma! visualisiert seine Vorstellungen von Liebe und versagt gleichzeitig in der Realität, wobei er letztlich seine imaginären Figuren verabschiedet und sich auf sich selbst besinnt.

Der Film wurde von Likely Story und Projective Testing Service produziert, in den USA am 28. August 2020 in ausgewählten Kinos und weltweit am 4. September 2020 auf Netflix veröffentlicht. Kritisch wurde er überwiegend positiv aufgenommen, bei Rotten Tomatoes erreichte er 82 % positive Kritiken bei 269 Reviews. Die Reaktionen reichten von Susan Vahabzadeh, die den Film als „eine furios verfilmte Depression, Träumereien über ein ungelebtes Leben“ bezeichnet, bis hin zu Philipp Schwarz, der das Fehlen der Reibung mit der äußeren Welt bemängelt. Patrick Seyboth beschrieb den Film als subtile Erzählung über Einsamkeit, die Gnadenlosigkeit der Zeit und männliche Gewalt. Der Film gewann unter anderem Auszeichnungen für das beste Drehbuch (Charlie Kaufman) und den besten Schnitt (Robert Frazen) sowie mehrere Nominierungen, darunter Beste Hauptdarstellerin (Jessie Buckley) und Beste Nebendarstellerin (Toni Collette).

Pressematerial © Netflix
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Charlie Kaufman
Drehbuch: Charlie Kaufman, Iain Reid (Romanvorlage)
Produzent: Stefanie Azpiazu, Anthony Bregman, Peter Cron, Charlie Kaufman, Matt Levin, Iain Reid, Robert Salerno, Gregory Zuk
Musik: Jay Wadley
Kamera: Lukasz Zal
Schnitt: Robert Frazen

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