Film

Das Schweigen der Lämmer

Veröffentlichungsjahr: 1991 | Genres: Drama, Horror, Krimi, Thriller, Literaturverfilmung, Psychothriller, Psychodrama, Psychoanalyse , Psychologischer Horror, Crime
Originaltitel: The Silence of the Lambs
Schauspieler: Jodie Foster, Anthony Hopkins, Scott Glenn, Ted Levine, Anthony Heald, Brooke Smith, Diane Baker, Kasi Lemmons, Charles Napier, Tracey Walter, Roger Corman, Ron Vawter, Danny Darst, Jeffrie Lane, Frankie Faison, Paul Lazar, Dan Butler, Chris Isaak, Larry Bonney, Lawrence T. Wrentz, Don Brockett, Frank Seals Jr., Stuart Rudin, Maria Skorobogatov, Leib Lensky, George \'Red\' Schwartz, Jim Roche, James B. Howard, Bill Miller, Chuck Aber, Gene Borkan, Pat McNamara, Kenneth Utt, Darla, Adelle Lutz, Obba Babatundé, George Michael, Jim Dratfield, D. Stanton Miranda, Rebecca Saxon, Cynthia Ettinger, Brent Hinkley, Steve Wyatt, Alex Coleman, David Early, Andre B. Blake, Bill Dalzell, Daniel von Bargen, Tommy Lafitte, Josh Broder, Buzz Kilman, Harry Northup, Lauren Roselli, Lamont Arnold, Kate Castle, Robert W. Castle, Gary Goetzman, John Hall, John W. Iwanonkiw, Lynnette Jenkins, Chris McGinn, Jason Menz, Ted Monte, James Ogilvie, George A. Romero, Edward Saxon, Mike Schaeffer, Ted Tally, Jiggs Walker

"Das Schweigen der Lämmer" (The Silence of the Lambs, 1991) ist ein US-amerikanischer Thriller von Jonathan Demme, basierend auf dem Roman von Thomas Harris. Das Drehbuch schrieb Ted Tally, die Musik stammt von Howard Shore und produziert wurde der Film von Edward Saxon, Kenneth Utt und Ron Bozman für Orion Pictures. Mit seiner Mischung aus psychologischem Nervenkitzel, düsterer Atmosphäre und präziser Figurenzeichnung gilt der Film als einer der einflussreichsten Thriller der Filmgeschichte und gewann 1992 die „Big Five“ der Oscars: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin und Bester Hauptdarsteller.

Im Zentrum steht die junge FBI-Anwärterin Clarice Starling (Jodie Foster), die noch in der Ausbildung steht, als sie von ihrem Vorgesetzten Jack Crawford (Scott Glenn) in einen besonders heiklen Fall einbezogen wird. Ein Serienmörder, den die Ermittler „Buffalo Bill“ nennen, treibt sein Unwesen und entführt junge Frauen, darunter Catherine Martin (Brooke Smith), die Tochter einer Senatorin. Um den Täter besser zu verstehen, soll Clarice das Gespräch mit einem anderen Serienmörder suchen: dem brillanten, aber hochgefährlichen Psychiater Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), der in einer Hochsicherheitszelle unter der Aufsicht von Dr. Frederick Chilton (Anthony Heald) festgehalten wird.

Lecter ist kultiviert, scharfsinnig und manipulativ – und er erkennt sofort Clarices Unsicherheiten, ihre Herkunft aus einfachen Verhältnissen und die Verletzlichkeit, die sie hinter ihrer Professionalität verbirgt. Zwischen beiden entsteht ein intensives psychologisches Wechselspiel, das Clarice einerseits belastet, ihr andererseits aber entscheidende Hinweise liefert. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Kommilitonin Ardelia Mapp (Kasi Lemmons) und weiteren FBI-Kräften wie Lt. Boyle (Charles Napier), Sgt. Tate (Danny Darst) oder dem ruhigen Pfleger Barney Matthews (Frankie Faison). Parallel dazu tauchen Figuren wie der arrogante Beamte Paul Krendler (Ron Vawter), der SWAT-Einsatzleiter Chris Isaak (Chris Isaak) oder der FBI-Direktor Hayden Burke (Roger Corman) auf und erweitern das Bild der Ermittlungswelt.

Der Film arbeitet stark mit Symbolik, insbesondere dem Motiv des Totenkopfschwärmers, dessen Puppen und Abbildungen immer wieder auftauchen und sowohl auf den Täter Jame Gumb (Ted Levine) als auch auf die inneren Wandlungsprozesse von Clarice und Lecter verweisen. Die Kameraarbeit von Tak Fujimoto, der Schnitt von Craig McKay und Shores unheilvolle Musik schaffen eine Atmosphäre, die zwischen beklemmender Stille und plötzlicher Bedrohung pendelt.

„Das Schweigen der Lämmer“ wurde nach seiner Veröffentlichung von Kritik und Publikum gefeiert. Rotten Tomatoes verzeichnet fast ausschließlich positive Besprechungen, Metacritic spricht von „einhelligem Lob“, und zahlreiche Kritiker hoben die außergewöhnlichen Leistungen von Foster und Hopkins hervor. Gleichzeitig löste die Darstellung von Buffalo Bill Diskussionen über die Repräsentation queerer Figuren im Film aus, worauf Regisseur Demme später auch öffentlich einging. Der Film gewann zahlreiche Preise, darunter Oscars, Golden Globes, BAFTAs, Saturn Awards und einen Silbernen Bären für die Regie. 2011 wurde er in das National Film Registry aufgenommen.

Der Erfolg führte zu weiteren Verfilmungen der Hannibal-Lecter-Reihe: Hannibal (2001), Roter Drache (2002) und Hannibal Rising (2007). Bis heute zählt Das Schweigen der Lämmer zu den meistdiskutierten und meistzitierten Thrillern, beeinflusste das Serial-Killer-Genre nachhaltig und bleibt ein filmhistorischer Meilenstein, der regelmäßig in Bestenlisten auftaucht und auch Jahrzehnte später noch in Kinos wiederaufgeführt wird.

Pressematerial © Alamode Film 
Trailer © Capelight Pictures
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Jonathan Demme
Drehbuch: Ted Tally, Thomas Harris (Novelle)
Produzent: Grace Blake, Ron Bozman, Gary Goetzman, Edward Saxon, Kenneth Utt
Musik: Howard Shore
Kamera: Tak Fujimoto
Schnitt: Craig McKay

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