Film

Dark City

Veröffentlichungsjahr: 1998 | Genres: Fantasy, Horror, Science-Fiction, Thriller, Psychothriller, Mystery, Psychoanalyse , Neo Noir, Cyberpunk, Cyberthriller
Originaltitel: Dark City
Schauspieler: Rufus Sewell, William Hurt, Kiefer Sutherland, Jennifer Connelly, Richard O\'Brien, Ian Richardson, Bruce Spence, Colin Friels, John Bluthal, Mitchell Butel, Melissa George, Frank Gallacher, Ritchie Singer, Justin Monjo, Nicholas Bell, Satya Gumbert, Noah Gumbert, Frederick Miragliotta, Peter Sommerfeld, Timothy Jones, Jeanette Cronin, Paul Livingston, Michael Lake, David Wenham, Alan Cinis, Bill Highfield, Terry Bader, Rosie Traynor, Edward Grant, Maureen O\'Shaughnessy, Deobia Oparei, Marques Johnson, Doug Scroope, Cinzia Coassin, Tyson McCarthy, Luke Styles, Anthony Kierann, Laura Keneally, Natalie Bollard, Eliot Paton, Naomi van der Velden, Peter Callan, Mark Hedges, Darren Gilshenan, Ray Rizzo, Bill Rutherford, Marin Mimica, Anthony Pace, Tony Mosley, Glenford O. Richards, Stanley Steer, Greg Tell, William Upjohn, Wilma Kaddissi, Anita Kelsey, Tina Kobas, Marcus Proctor

"Dark City", ein 1998 erschienener US‑amerikanisch‑australischer Cyberpunk‑Science‑Fiction‑Film von Autor und Regisseur Alex Proyas, entfaltet eine düstere Neo‑Noir‑Atmosphäre, in der Erinnerung, Identität und Wahrnehmung untrennbar miteinander verwoben sind. Produziert von Andrew Mason und Proyas selbst, getragen von der Musik Trevor Jones, der Kameraarbeit von Dariusz Wolski und dem Schnitt von Dov Hoenig, erzählt der Film von einer Stadt, die niemals Tageslicht sieht und deren Geheimnisse sich erst nach und nach offenbaren. In den Hauptrollen stehen Rufus Sewell, William Hurt, Kiefer Sutherland und Jennifer Connelly, unterstützt von Richard O’Brien, Ian Richardson, Bruce Spence, Colin Friels, Melissa George und David Wenham. Die Kinofassung dauert 100 Minuten, der Director’s Cut 111 Minuten, und in Deutschland erhielt der Film eine FSK‑16‑Freigabe.

Im Zentrum der Handlung von Dark City steht John Murdoch (Rufus Sewell), der ohne jede Erinnerung in einem heruntergekommenen Hotelzimmer erwacht und sofort spürt, dass etwas Grundlegendes nicht stimmt. Ein verstörender Anruf des geheimnisvollen Dr. Daniel Schreber (Kiefer Sutherland) drängt ihn zur Flucht, während gleichzeitig eine rätselhafte Gruppe ihn unerbittlich zu verfolgen scheint. Noch bevor Murdoch begreifen kann, was mit ihm geschieht, wird er mit dem Verdacht konfrontiert, in eine Reihe brutaler Morde verwickelt zu sein – ein Vorwurf, der im völligen Widerspruch zu seiner eigenen Wahrnehmung steht.

Auf der Suche nach Antworten stößt Murdoch auf Fragmente eines Lebens, das ihm zugleich vertraut und fremd erscheint. Hinweise führen ihn zu seiner Ehe mit Emma Murdoch (Jennifer Connelly), die ihn zwar wiederzuerkennen scheint, deren Verhalten jedoch ebenso viele Fragen aufwirft wie seine eigene Vergangenheit. Begegnungen wirken seltsam verschoben, Erinnerungen greifen ins Leere, und nichts scheint sich eindeutig bestätigen zu lassen. Während Murdoch versucht, Wahrheit und Täuschung voneinander zu trennen, gerät er immer tiefer in ein Geflecht aus Unsicherheit, Misstrauen und wachsender Paranoia.

Gleichzeitig nehmen auch andere seine Spur auf. Während sich die Hinweise verdichten, entsteht zunehmend der Eindruck, dass Murdoch nicht nur vor etwas auf der Flucht ist, sondern sich zugleich auf eine Wahrheit zubewegt, die weit über seine eigene Identität hinausgeht. Die Stadt selbst wird dabei zu einem zentralen Element dieser Suche: ein düsterer, scheinbar zeitloser Ort, dessen Strukturen ebenso undurchschaubar sind wie die Menschen, die in ihm leben.

Je weiter Murdoch vordringt, desto stärker häufen sich Momente, die sich jeder logischen Erklärung entziehen. Gewissheiten beginnen zu bröckeln, vertraute Zusammenhänge lösen sich auf, und die Grenzen zwischen Realität und Erinnerung wirken zunehmend instabil. Seine Reise entwickelt sich zu einer existenziellen Suche nach Identität, Wahrheit und Bedeutung – in einer Welt, die sich konsequent dagegen zu wehren scheint, verstanden zu werden.

"Dark City" ist stark von expressionistischen Klassikern wie Das Cabinet des Dr. Caligari, Metropolis und Nosferatu beeinflusst und verbindet deren Bildsprache mit Elementen des Film noir. Gleichzeitig greift er philosophische Motive auf, die an Platon, Borges’ „Lotterie in Babylon“ oder die grauen Herren aus Momo erinnern, und stellt Fragen nach der Natur von Erinnerung und Realität, die später auch Filme wie Matrix, The Thirteenth Floor oder eXistenZ beschäftigten. Die Figur des Dr. Schreber verweist zudem auf Daniel Paul Schrebers „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“, während Murdochs Zimmernummer eine subtile biblische Anspielung enthält. Kritiker wie Roger Ebert lobten den Film ausdrücklich, und Auszeichnungen wie der Silver Scream Award oder der Saturn Award unterstreichen seine Bedeutung im Genre.

Der 2008 veröffentlichte Director’s Cut erweitert den Film um neue Szenen, verfeinerte Spezialeffekte und eine veränderte Erzählstruktur, die die Geheimnisse der Stadt noch stärker betont. Auch musikalische und visuelle Anpassungen vertiefen die Atmosphäre des Films, ohne seine Grundstimmung zu verändern.

Pressematerial © New Line Cinema 
Trailer © Rotten Tomatoes 
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Alex Proyas
Drehbuch: Alex Proyas, Lem Dobbs, David S. Goyer
Produzent: Michael De Luca, Barbara Gibbs, Andrew Mason, Alex Proyas, Brian Witten
Musik: Trevor Jones
Kamera: Dariusz Wolski
Schnitt: Dov Hoenig

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