Film

Dallas Buyers Club

Veröffentlichungsjahr: 2013 | Genres: Drama, Biopic
Originaltitel: Dallas Buyers Club
Schauspieler: Matthew McConaughey, Jennifer Garner, Jared Leto, Denis O\'Hare, Steve Zahn, Michael O\'Neill, Dallas Roberts, Griffin Dunne, Kevin Rankin, Donna Duplantier, Deneen Tyler, JD Evermore, Ian Casselberry, Noelle Wilcox, Bradford Cox, Rick Espaillat, Lawrence Turner, Lucius Falick, James DuMont, Jane McNeill, Don Brady, Matthew Thompson, Tony Bentley, Sean Boyd, Rachel Wulff, Neeona Neal, Scott Takeda, Jonathan Tabler, Joji Yoshida, Carl Palmer, Martin Covert, Douglas M. Griffin, David Lichtenstein, Craig Borten, Henry Frost, Arthur Smith

"Dallas Buyers Club" ist ein vielfach ausgezeichnetes US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2013 unter der Regie von Jean-Marc Vallée. Die Hauptrollen übernahmen Matthew McConaughey, Jared Leto und Jennifer Garner. Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Ron Woodroof, einem texanischen Elektriker und Rodeo-Reiter, der in den 1980er-Jahren mit HIV diagnostiziert wurde und daraufhin begann, nicht zugelassene Medikamente aus Mexiko in die USA zu schmuggeln, um sich und anderen das Überleben zu ermöglichen. Die Erzählung spielt zwischen 1985 und 1987 in Dallas, Texas.

Ron Woodroof, ein homophober Lebemann (Matthew McConaughey), erhält nach einem Arbeitsunfall die Schockdiagnose: HIV-positiv. Der behandelnde Arzt prognostiziert ihm eine Lebenserwartung von nur noch 30 Tagen. Da Woodroof sich selbst als heterosexuell identifiziert, kann er die Diagnose zunächst nicht akzeptieren. Er vermutet, sich bei einem One-Night-Stand mit einer Heroinabhängigen infiziert zu haben. Als er beginnt, sich mit seiner Krankheit auseinanderzusetzen, wendet sich sein soziales Umfeld von ihm ab. Zeitgleich startet ein großes Pharmaunternehmen die Einführung von AZT, einem Medikament zur Behandlung von HIV. Woodroof versucht verzweifelt, an die Substanz zu gelangen, erfährt jedoch, dass Patient:innen teils nur Placebos erhalten. Mithilfe eines Krankenhausreinigers gelangt er vorübergehend an echtes AZT, bis es unter Verschluss gestellt wird. Dieser gibt ihm schließlich den Hinweis, einen nicht zugelassenen Arzt in Mexiko aufzusuchen. Dort erhält Woodroof alternative, stärkende Medikamente, die in den USA von der FDA nicht zugelassen sind. 

Dank dieser alternativen Medikamente verbessert sich Woodroofs Gesundheitszustand erheblich. Da der Import für den Eigenbedarf legal ist, gründet er, juristisch beraten, den „Dallas Buyers Club“. Gegen eine monatliche Mitgliedsgebühr von 400 US-Dollar erhalten HIV-Infizierte Zugang zu den nicht von der FDA genehmigten Arzneien, darunter ddC, T-Peptid und Interferon. Zu seiner engsten Vertrauten wird Rayon (Jared Leto), eine transidente Frau, die ebenfalls an AIDS erkrankt ist. Gemeinsam stellen sie sich ihrer Krankheit, helfen anderen Betroffenen und führen einen bitterlichen Kampf gegen die FDA.

Gedreht wurde der Film in nur 25 Tagen in New Orleans, Louisiana, bei einem Budget von etwa 5,5 Millionen US-Dollar. Die Premiere fand am 7. September 2013 beim Toronto International Film Festival statt, der US-Kinostart war am 22. November 2013, in Deutschland lief der Film ab dem 6. Februar 2014. Für seine Rolle nahm Matthew McConaughey rund 21 Kilogramm ab. Jared Leto wurde bei der Vorbereitung auf seine Rolle von der Transgender-Aktivistin Calpernia Addams unterstützt.

Die Synchronisation übernahm die Berliner Synchron. Unter anderem sprachen Benjamin Völz (McConaughey), Jaron Löwenberg (Leto) und Dorette Hugo (Garner) die Hauptrollen.

"Dallas Buyers Club" wurde international gefeiert, insbesondere für die schauspielerischen Leistungen von McConaughey und Leto, die beide mit einem Oscar, Golden Globe, SAG Award und Critics’ Choice Award ausgezeichnet wurden. Die Filmkritik lobte die differenzierte Darstellung von Ron Woodroof, der nicht bemüht ist, sympathisch zu erscheinen, dadurch aber umso authentischer wirkt. Kritisiert wurde allerdings, dass Woodroofs tatsächliche Biografie von der filmischen Darstellung abweicht – laut mehreren Quellen war er nicht homophob, sondern bisexuell und bereits vor seiner Diagnose Teil der queeren Szene.

Bei den Academy Awards 2014 wurde der Film in sechs Kategorien nominiert und gewann drei Oscars: für den besten Hauptdarsteller (McConaughey), den besten Nebendarsteller (Leto) und das beste Make-up und die besten Frisuren. Weitere Nominierungen gab es für den besten Film, das beste Originaldrehbuch und den besten Schnitt.

Pressematerial © Truth Entertainment (II) | Voltage Pictures | r2 films


Regie: Jean-Marc Vallée
Drehbuch: Craig Borten, Melisa Wallack
Produzent: Robbie Brenner, David Bushell, Nicolas Chartier, Parry Creedon, Cassian Elwes, Zev Foreman uvm.
Kamera: Yves Bélanger
Schnitt: Martin Pensa, Jean-Marc Vallée

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